Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das richtige Gefühl für Heimat siegt

| 590 Lesermeinungen

Sie waren zufrieden mit sich. Ihr Wahlspruch war: Bauen, brauen, sauen.
Lion Feuchtwanger

Früher war das mit den freien, gleichen und demokratischen Wahlen in Bayern ganz einfach: Es gewann die Partei, die man in Deutschland kaum mit Freiheit, Gleichheit und Demokratie in Verbindung bringt. Manche sagen ja, die CSU sei die letzte Volkspartei, aber ich denke, sie ist nach dem Ende der SED die letzte Staatspartei gewesen. Und wenn man wie ich immer die anderen wählte, hatte das erstens keine Bedeutung, weil die CSU eh machte, was sie wollte, und zweitens konnte man sagen, wenn die CSU mal wieder einen Skandal verursachte: Ich habe sie nicht gewählt, weil die eh machen, was sie wollen. Es war eine angenehme Art, der eigenen Verantwortung zu entgehen. Aber seit Neuestem wähle ich zwar weiterhin nicht CSU, aber dafür Wahlgewinner. Erst gestern ist mir das in Gmund wieder passiert, jetzt – nach dem grünen Landrat – schon zum zweiten Mal.

Das war überhaupt nicht zu erwarten, denn Gmund, wo auch Ilse Aigner ihr Wahlkreisbüro hat, war lange, lange Zeit fest in der Hand der CSU-Granden. Wer bei Google sucht, findet da auch einige Skandale, aber einer der Gründe für die Partei war beispielsweise der Konditor Wagner, der einen Tages durch ein Missgeschick herausfand, wer ich bin und was ich beruflich mache: Der war von meinen Texten über Gmund, der Perle am nördlichen Tegernsee, wenig begeistert, obwohl ich oft seine famosen Torten abbildete. Aber er beschwerte sich auch auf eine nettere Art als die meisten Twitternutzer und versuchte nie, mich irgendwie zu bestechen. Er meinte nur manchmal: So, was hom’Sn heid wieda gschriem? Und das war es dann auch. Dann ging der alte Wagner in Pension, weil er sich nach einem langen Arbeitsleben mit der selbst aufgebauten Konditorei jetzt auch um sein Privatleben, die Familie und etwas mehr um die Gemeinde kümmern wollte, und starb statt dessen bald am Herzinfarkt. Das war schlimm.

Vor ein paar Wochen habe ich dann auf dem Weg von Gasse zum Oberbuchberger Hof den Herrn Bürgermeister getroffen, ebenfalls von der Partei, und er grüsste mich freundlich – ich habe den starken Verdacht, dass auch er weiß, wer ich bin und was ich hier treibe, und daher scharf beobachtet, dass ich Hodalump nix Falsches nicht schreibe über unsere schöne, gemeinsame Heimat. Ich hätte eigentlich allen Grund, etwas gegen ihn zu haben, weil er auf die schlechte Idee kam, die Alm gegenüber meiner Wohnung aus dem Alpenschutzgebiet zu nehmen und zu bebauen. Natürlich braucht Gmund Wohnraum, aber nicht vor meiner Terrasse anstelle meiner Kühe. Zum Glück sah das Landratsamt die Sache genauso wie all die dort oben wohnenden nicht ganz armen Menschen, und hat die Bebauung untersagt. Das hat den Bürgermeister so geärgert, dass er im Gegenzug überlegt hat, gemeinsame Leistungen für andere Talgemeinden, die an diesem Beschluss beteiligt waren, zu reduzieren. Der Bürgermeister war hier nach inzwischen 18 hauptamtlichen Berufsjahren nicht wirklich der Typ Mensch, der mit Widerspruch gut umgehen konnte.

Ich grüsse ihn trotz des Anschlags auf meine Aussicht, weil ich auf der anderen Seite seinen brachialen Charme schätze – stellen Sie sich Don Camillos Peppone mit guter oder schlechter Laune vor, so nett kann dieser Bürgermeister sein, und seine Wutausbrüche sind fast so gut wie die von Luis de Funes. So etwas wird heute gar nicht mehr gebaut und wenn doch, gibt es sicher eine von Beraterwieseln angeregte Brüsseler Vorschrift dagegen. Er hat auch fraglos komödiantisches Talent, er ist manchmal ein Spaßvogel und seine Schreiben an seine Untertanen im Gemeindeboten zeigen deutlich, dass er auch um seine Außenwirkung und sein Temperament weiß. Er war einer, der siegen wollte, und das auch mit Methoden, die eher rustikaler Natur waren. Jedenfalls, im Gegensatz zu mir ist er aber auch einer, der weiß, wann es genug ist, und im Gemeindeboten schrieb er zum Schluss nach einer abgeschmetterten Anzeige gegen ihn noch einmal auf, warum ihn das so ärgert:

Bevor er dann das tat, was jeder gute Demokrat tut: Platz für eine neuen CSU-Kandidaten machen, dem dann vom Volke per Wahl gehuldigt wird. Und weil das hier eine bayerische Vorzeigeregion ist und die Demokratie auch bayerisch, war der neue Kandidat der CSU der Sohn des alten Bürgermeisters. Andernorts, wo sich lesbische Netzwerke üppig dotierte Genderprofessixstellen mit gefälligen Gutachten zuschieben, würde man sich am gentilen Prinzip vielleicht stören, aber warum sollte eine Gemeinde anders laufen als ein Bauernhof. Und außerdem könnte dann der Neue auf den mit allen Tegernseewassern gewaschenen Erfahrungsschatz des Alten zurückgreifen. Außerdem, fügten Parteianhänger hinzu, habe man es als Gemeinde natürlich leichter, wenn Bürgermeister und Staatsregierung Parteifleisch vom Parteifleische sei. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, dass die Partei ernsthaft Werbung machen muss, liegt am Debakel um den alten CSU-Landrat: Der musste zurücktreten und – man höre und staune – ein Grüner hat gewonnen. Ein Grüner! Was den Menschen hier nicht alles einfällt. Am Ende wollen sie nicht einmal den Sohn des Alten als Bürgermeister.

Vor zwei Wochen war die erste Runde, und angetreten sind neben dem Parteikandidaten auch noch ein Roter, der mit einem für die Bundes-SPD bald formidablen Ergebnis von etwas mehr als 13% ausschied, und a gschdandns Mannsbuid von den Freien Wählern, das für das Wahlplakat noch nicht einmal den Rasierapparat bemühte und wirkte, als bewerbe es sich für den Posten eines Wilddiebbandenchefs. Der von der Partei dagegen trug die brave, rote Jacke der Bergwacht und man kann jetzt nicht sagen, dass er wirklich etwas falsch gemacht hätte: er lag nur nach der ersten Runde knapp an zweiter Stelle. Und gestern nun habe ich natürlich wieder nicht die Partei gewählt, sondern die anderen und siehe da: Der Unrasierte, der wo verhaut ausschaugt und im echten Leben im Baureferat von Miesbach arbeitet, hat gewonnen.

Warum, darüber streitet man sich hier noch, aber es mag etwas mit dem früher beliebten Biergarten von Kaltenbrunn zu tun haben, den der Schörghuber mit Hilfe der Partei zu einem Luxushotel umbauen wollte, und daher dem alten Pächter gekündigt hat. Neu und besser sollte das alles werden und internationale Gäste anziehen, die angeflogen kommen und nicht wie der hiesige Klein- und Mittelmillionär zu Fuss am Strandbad vorbei laufen. Dazu gab es in der Gemeinde fast so eine Art Bürgerkrieg, bis am Ende ein Gericht in München einen Strich durch die Hotelpläne machte. Dann starb auch der Schörghuber – es sind ziemlich viele Leute gestorben in den letzten Jahren – und der junge Käfer machte daraus einen Biergarten, wie zugezogene Münchner und Sylter sich vorstellen, dass ein Biergarten aussehen sollte. Wengadem Schmarrn dem greislign sitzen dann Leute wie ich auf der anderen Seite in Seeglas oder am Gasteig und verzichten auf das Privileg, “Tegernsee meets Sylt”-Wochen zu Sylter Preisen in diesem pardon hochgschissnen Sparifankerlbiergarten der wo eine Parodie ist, wenn man ihn mit dem alten Biergarten vergleicht.

Es sind solche – im Prinzip – Kleinigkeiten wie die Alm oder der Biergarten, die hier entscheiden. Andere müssen mit Nachverdichtung leben oder finden keinen Parkplatz, brandgefährliche Gangs betreiben Spielhöllen, Bordelle und vegane Kindergärten in der Nachbarschaft, und es passieren Elbphis und BERs und Stuttgart21. Bei uns baut man geräuschlos mit dem Geld der Staatsregierung ein Haus für Migranten und denkt daran, dort bald Einheimische unterzubringen, und reißt schnell nach dem Ende der Notunterkunft die alte Seeturnhalle weg: So muss man sie nicht sanieren und bei der nächsten Einladung aus Berlin hat man leider, leider keinen Raum, der bezogen werden könnte. Das ist vielleicht nicht nett gegenüber anderen Gemeinden, und da erkennt man, wie gewieft bei uns Lokalpolitik gemacht wird.

Aber die Alm. Und Kaltenbrunn. Und der Umstand, für den der Bürgermeister nichts kann, aber der in seiner Zeit wegen der Merkel auftrat: Nämlich, dass sich die Immobilienpreise in den letzten 10 Jahren verdreifachten und zu wenig Bauland da ist. Und die generelle Unzufriedenheit im Tal mit dem Gefühl, dass man mehr und mehr zur Kulisse in einem Tourismuskonzept verkommt. Und dass wir jetzt auch mal wieder dran sind. Und dass noch weniger Modernisierung noch besser wäre. Dass einfach wieder mehr für die ganz normalen Leute in den ganz normalen 250m²-Villen getan werden sollte. So eine Gemeinde hat schließlich auch eine soziale Verantwortung für die Bürger und ihre Bedürfnisse. Das hörte man hier immer wieder.

Und so ist es jetzt halt gekommen, und es muss auch kein Signal für den Fremdfranken Söder sein, der am kommenden Sonntag den Hiesigen beim Josefifest in Reutberg seine Aufwartung machen wird (hier wird von diesem Unterwerfungsritual berichtet). Manche sagen, dass sich alles ändern muss, damit alles bleiben kann, wie es ist, aber hier denkt man, alle anderen sollten sich besser ändern, damit es ist, wie es bleiben kann. Der unrasierte Wilddieb von den Freien Wählern war irgendwie uriger, kantiger, nicht so glatt und schon die Plakate rochen nach Testosteron: Das kommt hier nun mal an, und die Bewahrung der Heimat hat er so massiv betont, dass man woanders die Schulen geschlossen hätte, damit die Kinder gegen ihn demonstrierten. Die Staatspartei und ihr Kandidat haben trotzdem noch 47% bekommen, und müssen sich nicht gerupft fühlen. Der andere ist nicht der Sohn vom alten Bürgermeister, aber vielleicht auf seine Art ein Original wie der alte Wagner eins war. Die Siegerparteinamen ändern sich, die Vorliebe für bodenständige Charaktere bleibt.

Es muss nichts mit der Grossen Koalition in Berlin und mit Frau Merkel zu tun haben. Wirklich nicht. Es gibt viele kleine, lokale Gründe, warum die alte Macht sich nicht mehr durchsetzen kann und durch Leute bedrängt wird, die noch etwas regionaler und traditioneller sind. Erst beim zweiten Nachdenken sollte das den Bürokraten und Berlin und Brüssel vielleicht etwas Sorgen machen, aber bis dahin haben wir hier einen weiten Weg. Noch.


590 Lesermeinungen

  1. erster!
    Bin ich erster?

  2. Alphonso vs. ein Ochsensepp
    der Vorname machte den Unterschied

    • Alfons und Alphonso, die Stimmen von Gmund.

      Ernsthaft, ich halte mich hier möglichst raus aus der Politik.

  3. Bis zum zweiten Nachdenken haben wir einen weiten Weg
    Und wir sind seitdem ersten schon weit gelaufen, möchte ich zu diesem Schmankerl hinzufügen.

    • Kann sein, dass die Verändrung viel schneller und breiter kommt, als man denkt.

    • Es ist ein Fehler beim Lesen aufgetreten…(Sorry, Herr Lyck, nichts Persönliches!)
      Liebe Kommentatoren, ich bin wahrlich kein Korinthenkacker, der sich damit befriedigt, die Fehler anderer Leute zu bemängeln, aber eine Bitte hätte ich.
      Der Auslöser dafür ist das von Herrn Lyck hier falsch verwendete Wort „seitdem“, da es richtig „seit dem“ heißen müsste, wobei es mir fern liegt, Herrn Lyck deswegen anzugreifen.(Er war nur der „Trigger“, und als Antwort auf seinen Beitrag steht meine Bitte ziemlich am Anfang, und wird hoffentlich gelesen….).
      Wenn der Satz nicht mit „ersten“ einen Bezug zum „Weg“ im vorherigen Satz herstellen würde, könnte er auch richtig sein.
      Worum es mir geht, ist die Bitte um mehr Sorgfalt beim Schreiben der Texte, um ihrer Lesbarkeit willen.
      Der Don bittet weiter unten einen Foristen (Werbung sagt: 13. März 2018 um 12:42 Uhr), doch bitte Absätze zu machen, wegen der Lesbarkeit.
      >>Don Alphonso sagt: Machen sie bitte Absätze, das kann man so nicht lesen.<<
      Mich stören einerseits „hingerotzte“ Texte voller Tippfehler, zumal etwas mehr Ruhe und Nachdenken beim Verfassen der Texte meist auch ihrer inhaltlichen Qualität zuträglich ist (schreibe nie im Zorn oder Eifer).
      Man schreibe als einfachste Lösung seine Texte in einem Office-Programm, möglichst mit eingeschalteter Rechtschreibkorrektur, das verhindert wenigstens das Schlimmste, um sie dann ins Eingabefenster zu kopieren. Ich weiß, einige schreiben auf ihrem Smartphone, na gut…)
      Andererseits sind es „beliebte“ Verwechslungen wie „das/dass“ und „den /denn“, die immer wieder dazu führen, dass man den Lesefluß unterbrechen und im Satz zurückgehen muss, weil der Sinn ein anderer ist, als erwartet.
      Mein „Hirnkaschterl“ ist bspw. durch lange Lesepraxis darauf programmiert, beim Auftreten bestimmter auslösender Wortarten oder Satzbestandteile eine bestimmte Satzkonstruktion zu erwarten, das erhöht die Lesegeschwindigkeit ungemein.
      Tritt hier nun ein Fehler auf, muß man beim Lesen unterbrechen, zurückgehen, und Wort für Wort anschauen, um zu ergründen, was der Schreiber eigentlich sagen will.
      Wer also nicht beim Lesen Wort für Wort „entziffert“, empfindet das als ziemlich störend.
      Deshalb halte ich auch nichts von der Einstellung mancher Schreiber im Internet, die der Meinung sind (und diese oft aggressiv verteidigen), jeder könne schreiben, wie er wolle, der Leser würde schon herausfinden, was man sagen will.
      Oft treten auch logische Brüche in Sätzen auf, wo eine Satzkonstruktion plötzlich abbricht, weil dem Schreiber ein neuer Gedanke dazwischen gekommen ist, und der Satz dann völlig anders weitergeht.
      Das erschwert das Lesen ungemein, und kann Hinweis auf einen Mangel an Klarheit im Denken sein, die durch Sprunghaftigkeit und Orientierungsverlust ersetzt wird.
      Wer in seiner Sprache keinen Satz mehr richtig formulieren kann, verliert irgendwann auch die Fähigkeit zum klaren Denken, weil in seinem Gehirn nur noch „Kartoffelbrei“ (im Gegensatz zu einer klaren Denkstruktur) ist.
      Das Niveau hier im Forum ist im Allgemeinen ziemlich hoch, auch was Rechtschreibung und Grammatik angeht, aber manchmal wäre ein bisschen Sorgfalt hilfreich, das verhindert auch den Hinweis „du schreibst zu schnell“. ;-)
      Danke
      EM

    • Werter Herr Meins,
      glauben Sie mir, nach 22 Jahren lesen von Bewerbungsschreiben in NRW (seit etwa 15 Jahren nur mit Abitur, zuletzt auch mit Bachelor oder Master) haben die Beiträge der meisten hier Kommentierenden ein hohes Maß an richtiger Schreibweise, und dem Hausherrn verzeiht man sowieso sein chronisches Danebentippen.
      MfG
      Alfred Haas

  4. ......schon die Plakate rochen nach Testosteron.....
    Ich glaube auch, dass das heute und insbesondere im ländlichen Bayern (aber auch woanders) eine mitentscheidende oder gar entscheidende Rolle spielt. Aber da hat ja der Söder auch einiges zu bieten! Schaung mehr mal, dann seng mehr scho‘!

    • Dem fahlt da einiges, aber am Sonntag schaue ich mir das an.

    • rangehen, rangehen - hingehen hingehen
      Musste lachen: was da so los ist: Gentrifikation am Tegernsee – Umsturz der Verhältnisse gegen die Staatspartei – Don als bürgerlicher Wähler der die aristokratischen Erbpfründe versiegen hilft – vom Testosteron verführt!

      Bestens!))

      Viel Spass am Sonntag! Wie Nina Hagen schon sang: „… wenn Du scharf bist, musst Du rangehen!“

      Politiker muss man in echt erleben. Sehen, hören, erleben. Welche Präsenz jemand hat in einem Raum.

      1998 Schröder vor der Wahl im Bierzelt in München bei seiner einzigen Wahlrede dort zugehört – da war klar, er gewinnt gegen Kohl. 100%. Die Reaktion der Menschen sagt alles.

      Und habe einmal in Hessen Roland Koch bei einem Feuerwehr-Fest als Gastredner erlebt: er war klüger und den Menschen deutlich näher als viele, die ich sonst erlebt habe. Mich hatte er überrascht, positiv, da ich ihn nur medial kannte – da wirkte er immer kühl und etwas arrogant.

      Heute gute Laune bekommen, auch vom herrlichen Ersten Kommentar – danke)

    • Das war schon mit einem Augenzwinkern. Mal schauen, ob ich mich am Donnerstag auf die Bürgerversammlung traue.

  5. Vorbereitung des Ruhestands?
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    dürfen wir diesen Beitrag als Zeichen dafür werten, dass Sie sich von der großen Bühne verabschieden und zukünftig nur noch als rüstiger Rentner die Lokalpolitik in Ihrem Millionärsdorf im Gemeindeblatt kommentieren?

    • Nein, aber natürlich ist das der Countdown zum Ende des Seventastic mit einer URL der FAZ.

  6. Bewahrung der Heimat als politisches Erfolgsrezept der Gegenwart
    „Und die Bewahrung der Heimat hat er so massiv betont …“
    _______________________________________________

    Verständlich, daß diese Haltung erfolgreich ist in Zeiten wie diesen.

    Etwas aus der Ferne gesehen, aus dem anderen Freistaat des Landes, könnte ich mir vorstellen, daß die CSU dies wieder begreifen lernt und wenn sie dann Politik macht für und nicht gegen die Wähler auch wieder erfolgreich ist.

    Bei ihrer großen Schwester allerdings, der CDU, habe ich diese Hoffnung aufgegeben, zumindest so lange, wie sie sich von einer vermeintlich alternativlosen Über-Mutter regieren läßt.

    P.S.: Danke für den Ein- und vielleicht auch (politischen) Ausblick !

    • Ja, in Sachsen übernimmt diese Rolle dann die AfD. Gern geschehen!

    • Titel eingeben
      Zu Sachsen, Kretschmer gibt die Charme Offensive und versucht die Menschen abzuholen. Selbst die AFD hat ein wenig Angst. Es ist nicht ausgemacht das die AFD nächstes Jahr die Wahlen gewinnt.

      Wenn Kretschmer hier wirklich liefert, hat er eine Chance.
      Nebenbei hat er sich in der Causa Tellkamp hinter den Literaten gestellt. Das wurde wohlwollend beachtet.

      Man könnte meinen die CDU hat zumindest in Sachsen verstanden.

      Viele Grüße
      dreas

    • wo ist denn der Unterschied zwischen Kretschmar und der AfD?

    • ...aus _DEM_ anderen Freistaat?
      Da gibt es m.W. wohl noch _ZWEI_ andere außer Bayern ;-)

    • "Wo ist denn der Unterschied zwischen Kretschmar und der AfD?"
      Kretschmer ist bürgerlicher als die AFDler. Er kann somit ein Brücke schlagen bis weit ins bürgerliche Lager. Er hat den Bonus des Ministerpräsidenten. Wenn er wirklich liefert hat das Gewicht. Die AFD ist Protestpartei, wenn auch teils mit sachkundigen Köpfen. Ob die in der Führung wirklich liefern könnten steht in den Sternen. Krawall ist zwar zum Luft machen wichtig, aber kann man auch nicht ewig durchhalten. Da Läuft die Zeit auch für Kretschmer.

      Never change a running system.

      Dazu kommt, er ist nicht Tillich. Der war eine Schlaftablette vor dem Herrn. Viele sind Biedenkopf hier dankbar, dass er in dem damaligen Zeit Interview Tillich abgeschossen hat.

      War nebenbei auch ein unglaublicher Vorgang.

      Viel wird weiter davon abhängen, wen die AFD als Kandidaten für den Ministerpräsidenten aufstellt.

      So meine bescheidene Meinung zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

      Viele Grüße
      dreas

    • OK, so von aussen ist halt nicht viel um zwischen Afd und Kretschmer.

    • Titel eingeben
      Jetzt muss doch mal den Besserwisser spielen: Sie haben den Freistaat Thüringen, als weiteren Freistaat vergessen.
      Gern Geschehen!

      Grüsse ins schöne Sachsen und natürlich auch ins schöne Bayern.

    • au Backe ......
      Von Kretschmer würde ich nicht mal einen Auto-Prospekt annehmen, geschweige denn ein Auto kaufen …….

    • Kretschmer und Söder
      Köpfe ziehen Wähler, das ist klar.
      Aber am Ende muß die AfD nur wieder plakatieren, wer as Original sei und den Leuten ins Bewußtsein rufen, daß die Politik in Berlin gemacht wird, welche SPD und Grüne Positionen dort mitgetragen werden und wer diese mituntersützt.
      Deswegen wird Kretschmers parteiinterne Opposition bei den schon Geflohenen nicht wirken, diese zurückzuholen. Genausowenig, wie es dies bei der CSU im Herbst sein wird, wo der Seehofer jetzt tönt, daß es „null Toleranz“ geben wird und der Söder ebenfalls auf Opposition zu Berlin machen wird…
      Wer sich erst einmal aus dem Stimmvieh-dahabichschonimmermeinKreuzgemacht-Dasein verabschiedet und trotz der medial aufgebauten Hemmschwelle sein Kreuz bei der AfD gemacht hat, der glaubt diesen Akteueren nicht eher, bis daß spürbare Taten folgen und diese sich das Vertrauen wieder verdient haben – und so was dauert…

    • DER ? andere Freistaat des Landes
      Es gibt übrigens neben Bayern und Sachsen auch noch Thüringen. Das „zänkische Bergvolk“ sollte man nicht unterschätzen – auch wenn es südlich vom Rennsteig Absplitterungstendenzen nach Franken gibt.

      Dort hat vor einer Woche der Kollege Tiefensee bei seiner Wahl zum SPD-Freistaatsvorsitzenden zumindest verbal auch heftig in die Heimat-Kerbe gehauen. Das könnte spannend werden – eine Auseinandersetzung mit der Berliner Parteispitze? Ich denke, dass Tiefensee keine Ambitionen hat, nochmal nach Berlin zu gehen. Beim Zustand der sächsischen SPD ist der Umzug von Tiefensee nach Thüringen sehr gut nachvollziehbar. Und auch die ganz Linken scheinen in Thüringen ihr eigenes Süppchen zu kochen. Aus Thüringen verläuft sich kaum einer mal bis Berlin. Eben ein meist unbeachtetes Bergvolk.

      Die CDU hat dort jedenfalls infolge ihrer strammen Berlin-Orientierung ihren früheren sicheren Regierungsplatz schön kontinuierlich abgebaut.

    • Der Unterschied ist
      Kretschmar ist in der falschen Partei :-) Wichtig an der Wahl nächstes Jahr ist aber ohnehin nur, dass die SPD endlich die 5%-Hürde knackt.

    • "Kretschmer und Söder"
      Söder und Kretschmer spielen bei aller südländischen Verbundenheit ein unterschiedliches Spiel. Söder ist noch der Illusion erlegen, als neuer bayrischer Großmufti, allein mit seiner Personalie, urbayrische CSU Verhältnisse widerherstellen zu können. Er hat meiner Meinung nach noch nicht begriffen, daß die CSU als Volkspartei in Bayern zur Disposition steht.

      Kretschmer ist dagegen klar daß die CDU in Sachsen nicht mehr gesetzt ist. Er agiert entsprechend. Ich bin kein Kretschmer Freund aber seine Performance ist derzeit nicht zu bemängeln.
      Ob das am Ende reichen wird ist nicht klar. Auch wird spannend mit wem die CDU nach der Wahl gegebenenfalls koalieren würde. Mit den Linken und der SPD? Dafür wird’s nicht reichen.
      Bleibt nur die AFD übrig. Das ist ein bundepolitischer Lackmustest. Das viele der Probleme nur in Berlin gelöst werden können ist klar aber kein Gegenargument. Das Problem hat die AFD auch.

      Die Themen schulische Bildung und ländlicher Raum können sehr wohl lokal gelöst werden. Ich persönlich finde es auch schön, daß die Sachsen mit dem bundesweit, neben Bayern, besten Schulsystem damit nicht zufrieden sind und entsprechend Investitionen in Personal etc. fordern. Läßt mich nur erahnen wie die Systeme in Bremen oder Berlin versagen. Grusel.

    • Schlimm. Aber dazu gibt es nur Gerüchte, wie übel es wirklich ist, schreibt kein echter Kiezheimatler.

    • Der Unterschied zwischen AfD und Kretschmer
      Kretschmer hat dafür plädiert, den Sozialdemokraten beim Familiennachzug entgegenzukommen, und sich damit Angela Merkel angedient. Auch er ist kein Hoffnungsträger mehr.

    • "Wo ist denn der Unterschied zwischen Kretschmar und der AfD?"
      Zum Beispiel spricht er nicht von „Halbnegern“.

  7. Abwarten...
    … bis der von Ihnen gewählte grüne Landrat ein 200m Windradl, oder zwei, drei, vier, fünfe vor die Nase auf die Alm oder den Höhenzug dahinter setzen will. Dann werden Sie sich nach den Wohnbebauungsplänen „vom Alten“ zurücksehnen.

  8. Off topic.... möchte hier nur schnell Frau Göbel zum Hayek Preis gratulieren...
    machen Sie weiter Frau Göbel u.a.der Wirtschaftsredaktion der FAZ, auch Sie sind ein Grund, weshalb ich die FAZ lese, im Abo habe.
    „…Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio hielt die Laudatio auf Heike Göbel, der für Wirtschaftspolitik verantwortlichen Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die für ihr unentwegtes Eintreten für die Werte von Freiheit und Marktwirtschaft mit dem Publizistik-Preis ausgezeichnet wurde. Göbel durchdringe das notwendige Zusammenspiel der Institutionen, damit Ordnung, Markt und Recht durchgesetzt werden könnten, sagte Di Fabio. Das Land brauche Journalisten mit dem Mut zur eigenen Meinung, wie ihn Göbel habe, und auch ihren Scharf- und Weitblick, um die Mitte der Gesellschaft nicht zu verlieren…“

    • Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen!
      Leute, kommt und kauft Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen! Nur mit Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen erzielen sie beste Waschergebnisse! Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen!

      Man hätte auch den Kommentarbereich des Originalartikels nutzenkönnen, aber so nutze ich die Gelegenheit, Werbung für Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen zu machen, denn es ist sehr gut, und Preise, die Joachim Gauck bekommt, interessieren mich umso weniger.

      May Bavaria crush her enemies, see them driven before her, and hear the Lamentation of their women!

    • Kampagne
      Ist das ein verzweifelter Versuch Leser dieses außerordentlich herausragenden Seventastic bei der FAZ zu halten? Ich nehme an diese Messen sind gesungen. Die wenigen verbliebenen Perlen lohnen nicht, sich durch die Majorität des neuen Bentoaufgusses zu quälen, die mit ihrem 105er-Schnitt wiederkäut was von der alten Demokratie übrig geblieben ist. Das gibt es anderswo kostenlos und in Masse zu bestaunen (für Leute die sich freiwillig waschen lassen wollen).

    • Da ich bei der FAZ keinen......( die Geister die ich rief...)
      …account habe,habe ich Frau Göbel hier gratuliert.

      Aber damit die Sache nochmal schön rund wird, ein Hinweis an Don.

      Die Geister die ich rief…
      lassen Sie sich dies mal durch den Kopf gehen , Don.
      Ich hole jetzt etwas aus.
      Wer mir erzählen will, dass es in der ehemaligen DDR vor Merkel keinen üblen rechten Nationalismus gegeben hat, möge bitte etwas früher aufstehen.
      Schon im Jahr 2000 lange, lange bevor Flüchtlinge und Wirtschafteinwanderer ein Thema waren, gab es dort diesen rechten Nationalismus.
      Man musste nur sehenden Auges durch die Dörfer fahren, überall vor Wahlen die Laternenmasten mit NPD Plakaten beklebt.
      Mehr NPD Plakate waren zu sehen, als Plakate der anderen Parteien.
      Damal schon wäre ich nie und nimmer in eines dieser Dörfer gezogen.
      Alles auch im erweiterten Speckgürtel von Berlin in Brandenburg.
      Ich darf jetzt auch mal speklulieren:
      Die FAZ macht es wie Herr Fischer von Eintracht Frankfurt und möchte diesen Teil in ihrer online Zeitung nicht mehr bedienen.
      Ob die NZZ dies sich antut, ich habe meine Zweifel.
      Gantz Links ganz Rechts, diese beiden Gruppierungen nehmen sich nichts, sieht ma ja auch an der Wanderung von Frau Wagenknecht und ihrem Gatten.

    • Das war nicht der Grund, und es ist m-E. auch nicht klug, bei der Unzufriedenheit und der Kritik einfach zu sagen, sie sei „rechts“. Auch Linke können nationalistisch und identitär sein, das sieht man in jedem radikalen Projekt. Ich mache einfach nur ein Gesprächsangebot und verurteile erst mal niemand.

    • Herr PzDiv Atatürk...und Herr Werbung...
      … noch endtscheide ich, wo ich kommentiere und wo nicht.
      Die Freiheit nehme ich mir.

      Was und in welche Richtung die FAZ sich ausrichtet ist deren Entscheidung.
      Geht sie mir irgendwann gegen den Strich… was ich im Augenblick nicht sehe, lese ich sie nicht mehr.
      Ich vermute, sie richtet sich wieder etwas liberaler aus.

    • Bei Twitter kursiert ein Schreiben der FAZ, demzufolge man sich auseinander gelebt habe. Ich kann das von meiner Seite nicht bestätigen, aber Sie können sich ja Ihre Gedanken machen.


    • „Auch Linke können nationalistisch und identitär sein, …“

      Dieses ewige links-mitte-rechts macht es ja gerade so schwierig, in der Sache zu argumentieren, Argumente anerkennen zu können und so letztlich zu Lösungen und Kompromissen zu kommen. Diese gegenseitige Ablehnung steht immer im Wege.

    • Ich habe nichts gegen die, es gibt einfach gewisse Zirkel, die alles tun, nicht gemocht oder verstanden zu werden.

    • (West-)Europa wird erst 2. Welt, dann 3.
      @FJ45 Es ist wirklich unangenehm wie permanent versucht wird, Menschen, denen es um die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse geht, um den Schutz und die Zukunft ihrer Kinder, der Gesellschaft, der Bildung und der Wirtschaft, fortwährend und mit unlauteren Methoden in die Nähe von NPD oder altem Nazidreck zu stellen. Es ist ganz im Gegenteil so, dass die aktuellen politischen Entwicklungen, die Sie scheinbar so toll finden, genau jene Methoden zur Anwendung bringen, die der elende Nazidreck zur Perfektion gebracht hat: Ausgrenzung, Unterdrückung missliebiger Meinungen, Anschwärzung, Zerstörung von Karriere etc. Machen Sie mal die Augen auf und schauen w e r hier w i e agiert und legen sie die rosa Brille ab. Lesen Sie mal auf Twitter wer in welcher extrem radikalisierten Form viele vor Freude in die Luft springen, wenn wieder jemand kalt gestellt wird, ohne Gericht, ohne Abwägung, ohne alles. Lesen Sie wer Steine auf Demonstranten wirft und fragen Sie sich wer diesen Mob steuert. Und versuchen Sie sich mal hinzustellen und mit solchen Menschen sachlich zu diskutieren.. Es geht hier um ganz normale Ängste, die Sie bei allen Menschen überall auf der Welt finden; es geht um die Angst einer viel zu schnellen Veränderung, die noch niemals in der Geschichte so moderiert werden konnte, dass sie ohne massive Kollateralschäden abging. Und ja verdammt nochmal, diese Menschen haben nur dieses eine Leben, sie können nicht auf Pause drücken und dann in 2045 wieder auf Play – wenn die feuchten Träume der Utopisten als warmer Milchbrei durch alle Gassen strömen und wir – uns beschwingt umarmend – jenseits aller Greuel und Ängste zu einer einzigen großen Liebeslust verschmelzen. In der Gruppe der 18-30jährigen Männer werden wir in ein paar Jahren auf ein Geschlechterverhältnis von 1:2 zusteuern, dass heißt jeder 2. Mann, wird das allerwichtigste im Leben: Partnerschaft und Fortpflanzung nicht mehr realisieren dürfen. Das wird ein Spaß! Man kann den jungen zukünftigen (männlichen) Leistungsträgern nur das Auswandern nahe legen (bitte nicht nach Kanada oder Australien, dort ist der Männerhass auch dabei in höchste Sphären aufzusteigen). Es will sie hier sowieso niemand mehr (außer vielleicht die sterbenden Handwerksbetriebe und Ingenieurbüros), sie werden von allen Seiten grundgesetzwidrig auf Basis ihres Geschlechts angefeindet und diskriminiert. Dazu kommt, dass nur ein Bruchteil der Dazukommenden aus Nicht-EU-Staaten dazu beitragen wird, das Steueraufkommen und die Sozialbeiträge auf dem heutigen Niveau zu halten, zumal meist die Frauen von vornherein nicht als Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Von der nötigen Bildung, um die Wirtschaft weiter auf international leistungsfähigem Niveau zu halten, ganz zu schweigen. Lesen Sie mal die aktuellen Hiobsbotschaften aus den Schulen, die bundesweit vor allem aus den Lokalredaktionen nach draußen sickern. Man muss sich wirklich taub und blind stellen, um das alles nicht zu sehen. Das was sie für ein Problem halten ist eines, ja, aber es ist ein winziges Problem verglichen mit dem was da insgesamt auf uns zurollt. Ich persönlich denke, dass die Leute die es vorhatten, nun im 3. Anlauf mit Frau Merkel in Verbund mit SPD, Grünen und Linken final erfolgreich sein werden. Diese Land wird in 30-40 Jahren 2. Welt sein, auf dem Weg zur 3. und halb Europa dazu. Gute Nacht.

    • Machen sie bitte absätze, das kann man so nicht lesen.

    • Herr Werbung...... wo habe ich in meinem Kommentar

      alle ehemaligen DDR Bürger in die Nähe der NPD gebracht?
      Nirgends.

      Don, ich bin nicht auf Twitter, aber Gedanken über Enwicklungen,ob in Politik oder Medien mache ich mir permanent.
      Und ja vieles, sehr sehr vieles der Meinungsterror von links, die pausenlose Bevormundung aus der grünen Ecke, gehen mir gegen den Strich.
      Pegida – nur als Beispiel- kann von mir aus demonstrieren, das Recht haben sie.

    • @FJ45 und die NPD
      Ja, in den 2000ern gab es dort schon viele Stimmen für die NPD. Und auch damals wurde auf die bösen, rechten Abgehängten Wähler eingedroschen, wie es heute mit der AfD passiert. Nur daß es damals lokal beschränkt war und der Rest der Republik an dieses Narrativ glaubte, während es heute republikweit passiert und dieses Narrativ eben nicht mehr so gut funktioniert.
      Die Stimmgwewinne der NDP in den neuen Ländern waren damals schon Ausdruck des Gefühls der Ohnmacht, der Perspektivlosigkeit, des zurück- und alleingelassen werdens von der Politik, das nichteintreten der Verheißungen des Westens. Erinnert noch jemand die Berichte aus Mitte der 90er, daß die jungen Mädels abwandern (v.a. in die Tourismusregionen, um dort zu kellnern, als Pflegerinnen etc.) während die jungen Männer zwar ebenfalls keine Perspektive zuhause hatten, aber auch keine Berufsperspektive woanders und deshalb zurückblieben? U.a. weil wegen EU Osterweiteurng Produktionsarbeitsplätze von D nach Osten verlagert wurden?
      Oder erinnert noch jemand die Berichte aus dieser Zeit, zum Landärztemangel, Schließung von Jugendclubs, Kindergärten etc. (was heute republikweit in ländlichen Regionen der Fall ist)?
      Mich jedenfalls haben die Protestwahlen damals schon nicht erstaunt und die Geschichte von der bösen rechtsextremen Wählerschaft war mir damals schon zu einfach. Aber da man es sich damals schon einfach gemacht und nichts daraus gelernt hat, wiederholt man das seit ein paar Jahren in größerem Maßstab. Und wundert sich über die Unwirksamkeit.
      Klar, daß dies der Grund für die viel höheren Wahlergebnisse der AfD in den neuen Ländern ist. Und dies gibt den Ausblick gibt für den bundesweiten Trend, da nun mal „Modellregion“ für Deutschland…

    • Kinder, esst Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen!
      @FJ45
      Die Freiheit möchte Ihnen auch keiner nehmen. Da Sie aber schon den Off topic eröffnet haben und direkt schon zu Anfang der Kommentarspalte voll dem eigentlichen Thema dazwischen grätschen, was übrigens so im Mutterschiff nie durch die Moderation gekommen wäre, wollte ich die Gelegenheit nutzen, mal Werbung für mein liebstes Waschpulver und Fleischersatz zu machen. Nur ein paar Pommes und ein dekoratives Radieschen mit Salatblatt, und schwuppdiwupp, wird aus dem Marktführer der weiß-bunt Reinigungsmittel ein köstliches Gericht, dass es locker mit dem berühmten Lothringer Wiener Schnitzel aufnehmen kann. Denn, sehr geehrter Herr FJ45, für was ich Werbung mache und für was nicht, entscheide immer noch ich. Die Freiheit nehme ich mir.

      Hmm, Waschpulver, lecker! Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen! Am liebsten paniert mit Remoulade! Die moderne Hausfrau benutzt Willerberds Waschpulver für wohligweiße Wäsche aus Willingen!

    • Seltsame Antwort von Ihnen Herr PzDiv Atatürk
      Sie müssen sich ja nicht an der Gratulation von mir an Frau Göbel beteiligen.
      Stand nicht ganz deutilch bei mir am Anfang in der Zeile
      off topic?
      Wer unsachlich geantwortet hat, waren Sie.
      Werfen mir vor , ich hätte auch dort gratulieren können.
      Warum das nicht ging habe ich erklärt.

      Herr Nase,
      ja Sie zielen auf die „blühenden Landschaften“ ab.
      Dass es bei den ehemaligen DDR Bürgern auch Enttäuschunegn gab, ist nachzuvollziehen.
      Niemand hier im Westen konnte sich vorstellen wie marode die Wirtschaft dort war.
      Staatsfunk der DDR hat doch immer berichtet , wie großartig die
      Pläne dort übererfüllt wurden.
      Die Jungen dort haben ihren Bündel gepackt und sind zu den Fabriken in den Westen abgewandert, das war die Situation…
      ..die Alten sind zurückgeblieben, aber mit einerRente, die besser ist, als sie sie jemals in der DDR hätten erwarten können.
      Es kann nicht alles glatt laufen, wenn ein heruntergekommenes System zusammenbricht, ist mal so, braucht Zeit.
      Sich aber von der NPD blühende Landschaften“ zu versprechen… …nun gut.
      Schon mal das Wort Fidschi gehört?
      „“Das Wort „Fidschi“ ist als Schimpfwort gedacht, das ich nicht hören möchte. Es wurde zuerst gebraucht, um vietnamesische und überhaupt asiatische Facharbeiter in der ehemaligen DDR zu diskriminieren. Aufgekommen ist es, als viele Menschen aus diesen Ländern in den 1970er, 1980er Jahren angeworben wurden und in die DDR kamen. Es ist ja eigentlich gar kein Schimpfwort, sondern bezieht sich auf Menschen aus einer bestimmten geographischen Region, den Fidschi-Inseln. Dennoch wurde und wird es aus Unwissenheit oder Ignoranz generell als Bezeichnung für asiatisch aussehende Menschen gebraucht.

      Meine Eltern kommen aus Vietnam. Mein Vater hat in der DDR studiert und später dort gearbeitet. Ich bin erst später mit meiner Mutter nachgezogen und habe eigentlich nur ein halbes Jahr vor der Wende dort gelebt. Ich habe es auch schon auf der Straße erlebt, dass mir rechtsextreme Skins das nachgerufen haben, um mich zu beschimpfen. Als Kind fragt man sich natürlich was das soll, ich habe damals ja noch nicht so gut Deutsch gesprochen und nicht verstanden, was die damit meinten. Aber es war klar, dass es abwertend gemeint war…. “
      ower.news/artikel/warum-ich-das-nicht-mehr-hoeren-will-teil-4-fidschi

    • Ich bitte um Nachsicht, ich habe den Link zu den Denunzianten editiert.

    • @FJ45 und Fidschis
      Ich habe nicht gesagt, daß man sich von der NPD blühende Landschaften versprochen hat. Das war damals (NPD) wie heute (AfD) Protestwahl. Damals, um die abzustrafen, die blühende Landschaften versprochen hatten und heute die, welche Sorgen dieser Leute gekonnt ignoreren (außer es ist Wahlkampf).

      Ansonsten sollte man zum Thema „Fidschis“ noch wissen, daß es staatlicherweits nicht gerade erwünscht war, daß die Vertragsarbeiter überhaupt in Kontakt mir der einheimischen Bevölkerung traten, die Sprache lernten o.ä.. Es war ja von Anfang an als eine Arbeit auf Zeit angelegt (typischerweise 5 Jahre). Der Umstand, daß v.a. junge Männer kamen und diese in Ihnen zugewiesenen Wohnheimen z.T auf engstem Raum hausen mußten (mit entsprechendem Aggressionspotential), sorget ebenfalls nicht für Begeisterung der Einheimischen. Ebenso, daß es sich oft um Ungelernte handelte, welchen nur einfachste (niedere) Tätigkeiten zugewiesen wurden (und statt Berufsausbildung v.a. sozialistische Bildung im Fokus stand). Sein Übriges tat natürlich die Staatsräson, daß es sich um Brüder aus den sozialistischen Bruderländern handelte und es deswegen von Staats wegen keinerlei Schwierigkeiten geben durfte .Kurz gesagt: Es war alles darauf ausgelegt, daß man sich fremd blieb. Ein Sachverhalt, der heutzutage gerne als purer Fremdenhaß mißgedeutet wird, v.a. im Kontext von Pegida etc., wenn man hier am Narrativ der schon immer ausländerfeindlichen Sachsen usw. stricken will.
      Aber in der Tat liegt in dieser Vorgescheschichte in der DDR die Wurzel von Pegida und der Aufstieg der AfD nach 09/15. Man ist dort aufgrund einschlägiger Erfahrungen schlicht empfindlicher, wenn es um staatlich verordneten Zuzug von Massen kulturfremder junger Männer geht, der Staat keinerlei Anstalten macht, diesen Menschen ein Mindestmaß an Anpassung abzufordern, im Gegenteil nur seitens der Einheimischen Akzeptanz fordert und es per Definition auch keinerlei Schwierigkeiten gibt…

    • PzDiv Atatürk
      ist auch schon ein bezeichnender Name…

  9. Each day we lose a little bit more of our separate, sovereign ability to determine our own futures..
    Wir haben Probleme. Zu viele Probleme.
    Weil keiner auch nur ein einziges Problem löst.

    Es wird einfach laufen gelassen: Der Zustrom der Menschen, die „Integration“ der Menschen, die Bildung, die Immobilien und Mietpreise, die Kriminalität….

    Jeden Tag Politikschauspieler in den Talkshow…aber keine Entscheidungen, keine echte Politik.

    Am Ende endet es wie beim Don vor der Haustüre. Der Mensch will eine Lösung in all dem Chaos und sucht diese in dem letzten Ort, dem er vertraut: Der Instinkt.

    Und beim Instinkt steht der gesichtsbeharrte starke Mann ganz oben.

    Bei Männern und Frauen.

    Wer immer fragte wie das damals möglich war, bei unseren Großeltern, der kann gerade alles in Echtzeit beobachten.

    • Ja, da haben sie recht. Ich bin eigentlich nicht jemand, der die FW wählen würde, weil die mir auch nur eine andere CSU sind, aber mein instinkt sagte mir: Probier den, mit dem Du auf den Berg steigen würdest.


    • Echte Lösungen würden drastische Veränderungen erfordern, Goodnight. Und drastische Veränderungen würden das Machtgefüge bedrohen, weshalb man diese scheut, nicht nur in der Politik. Läßt man alles einfach laufen, wird das zwar auch zu Veränderungen des Machtgefüges führen, aber deutlich langsamer und um einiges später. Und da jedem das eigene Hemd am nächsten ist, wird das Laufenlassen bevorzugt.

      Im Grunde ganz einfach und geradezu menschlich. Am Ende kommt der große Knall und niemand will es dann gewesen sein, denn, was hätte man denn anders machen sollen. Ist ja noch nicht lange her, diese Bankrotterklärung.

    • Risiko-Minimierung
      @don alphonso:
      „Probier den, mit dem Du auf den Berg steigen würdest“

      Ein schönes Prinzip und in diesem Fall wohl eine Bauchentscheidung ohne Risiko. Scheint der Gegenkandidat, der Herr von P., doch bei der Bergwacht zu sein. Falls es nicht klappt mit dem Gipfelsturm, holt der Sie beide wieder runter. In der CSU versteht man sich auf Seilschaften.

      Und übrigens: Da Sie hier das Seil ja gekappt haben und das FAZ-Feuilleton in prekärer Lage in der Steilwand zurücklassen, wünsche ich Ihnen ‚Glück auf‘ beim Gipfelsturm und der FAZ ein sicheres ‚Glück ab‘. Ich werde beide Touren mit Spannung verfolgen.

    • Nein, die FAZ hat das Seil gekappt und sucht jetzt eine andere Route zum Onlinegipfel. Ich für mich konzentriere mich halt auf meinen eigenen weg, alles andere ist zu riskant.

    • nebenan
      bei achgut schreibt Hr. Eisleben gerade sehr schön auf, warum nichts entschieden wird und Probleme nicht gelöst werden (Der Staat als Gegner seiner Bürger). Weil es für die Leute an den Hebeln noch keine Probleme sind.

      Gott, was gäbe ich darum, daß sowas in der PrintFAZ und FAZ.net käme?
      Immer wieder, in allen Variationen…

      Der kultivierte Salon hier ist doch viel zu klein, als daß er viel bewegen könnte.

    • @Goodnight
      Ich hoffe, Sie ziehen mit um, wenn der Don umzieht (wohin auch immer). Ich würde Ihre Kommentare ganz besonders vermissen! Ist wieder einmal auf dem Punkt!

    • „… keine Entscheidungen, keine echte Politik“
      Einspruch hier, goodnight:

      Das – nur scheinbare – Nichtstun – in der angelsächsischen Welt gelegentlich als „decision making by non decision making“ bezeichnet – ist im Ergebnis ein hoch-politisches Handeln.

      Das „Alles-laufen-lassen“ hat System und ist von der Exekutive so erwünscht. Die Zerstör … ähem „Transformation“ Deutschlands ist von den die „Regierung“ tragenden Blockparteien (einschl. FDP – siehe Forderung nach erleichtertem Familiennachzug in SH / Abstimmungsverhalten der FDP-Abgeordneten im „EU-Parlament“) gewünscht und wurde von den Blockparteien dem Volk via Zwangsgebühren-TV immer wieder in hinreichender Klarheit mitgeteilt, so zuletzt am 20.02.2018 die geplante multiethnische Umstrukturierung Deutschlands im Rahmen eines „Experiments“.

      Anstelle vieler Beispiele zwei weitere Schlüsselereignisse: (1) Die Ankündigung des damaligen „Bundesinnenministers“ vom November 2015, das Bildungsniveau zugunsten der (überwiegend) illegalen Migranten abzusenken. (2) Relativ aktuell – die Abstimmung im Bundestag am 13.12.2017 über den Antrag der AfD, umfassende Grenzsicherungsmaßnahmen einzuleiten. Hierzu: Ansgar Neuhof auf achgut am 09.03.2018:
      h*ttp://www.achgut.com/artikel/zuwanderung_die_rosstauescher_von_der_csu.

      Zur fortlaufenden Schwächung Deutschlands als Wirtschaftsstandort durch die „Regierungspolitik“ immer wieder in klarer Sprache Daniel Stelter in seinem makroökonomischen Blog „beyond the obvious“ (z. B. am 12.03.2018.: h*ttps://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/bildung-mit-vollgas-in-die-katastrophe/). Usw., usf.

      Dass dies alles 87% der Wahlberechtigten, die im September 2017 ihre Stimme abgaben, nicht weiter stört, sollte man in seinen Erwägungen nicht außer Achtlassen. Wer in der Matrix des Verblödungs-/Sedierungs-TV gefangen ist, kommt da nicht so leicht raus.

      Und wenn das Chaos größer wird, wird es einfach keine Wahlen mehr geben.

    • Hey, what's the point of a senseless tragedy if you can't find a little humor in it?
      @broflovski

      Verschwörungstheorien beruhen auf der Notwendigkeit der Kommunikation, mittels Sinn zu operieren. D.h. Sinnlosigkeit ist nicht anschlussfähig.
      Folglich müssen wir in allem einen Sinn erkennen. Auch dort, wo kein Sinn ist.
      Und so wir auch für Sinnlosigkeit ein Sinn gefunden, insbesondere mittels VT, d.h. auf einer Metaebene der dunklen bösen Mächte mit dem Masterplan.

    • Chaos, keine echte Politik? Keine Lösungen?
      Goodnight, leben Sie in Kabul oder in Syrien? Die deutsche Befindlichkeit, alles schlecht zu reden, verursacht bei mir inzwischen Übelkeit. Ziehen Sie doch um in ein Land wo alles besser ist. Ich liege gerade als Kleinrentnern einem Vorstadt-Krankenhaus. Mit massiven Herzproblemen.. Ich stelle fest: Kein Chaos sondern professionelle Ordnung in komplizierter Logistik. Sehr ernsthaft arbeitende Ärzte, Pfege- und Hilfspersonal. Hier werden jeden Tag und jede Stunde Probleme erkannt und gelöst. Übrigens von einem hohen Anteil an Zuwanderen. Die sich wie ihre deutschen Kollegen auch vor den persönlichsten Diensten nicht drücken sondern zupacken. Auch das ist unser Land. Und Probleme? Die gibt es seit Gott die Welt erschaffen hat oder für anders Denkende seit dem Urknall. und eins ist sicher: Die AFD hat keine Lösungen, nur Parolen.

    • Titel eingeben
      Wo leben Sie Goodnight? In Kabul? In Syrien? Die deutsche Sucht, in maßlosen Formulierungen alles schlecht zu reden verursacht bei mir inzwischen Übelkeit. Wo leben Sie Goodnight? In Kabul? In Syrien?

      Nur mal so als Kontrast: Ich liege derzeit als Kleinstrentner mit Herzproblemen in einem Vorstadtkrankenhaus. Was hier passiert ist kein Chaos sondern eine beeindruckende logistische und fachliche Meisterleistung. Ärzte, Pflege- und Hilfspersonal erbringen hier zum Teil heldenhafte Leistungen. Unter hoher physischer und menthaler Belastung. Mit den persönlichsten Diensten an Menschen. Ein großer Anteil davon sind Zuwanderer, ohne die unsere Krankenhausversorgung zusammenbrechen würde. Auch das ist Deutschland. Ziehen Sie doch um in ein Land wo es besser ist! Viel Glück bei der Suche. Die AFD hat jedenfalls keine Lösungen, nur Parolen

    • @ Goodnight: Wie wahr…
      ich habe bei unseren Politikdarstellern manchmal den Eindruck, dass sie gar keine Lösungen wollen, weil sie selbst keine wissen, oder es zu anstrengend ist, sich wirklich Gedanken zu machen.
      Also stellt man sich hin, und sondert irgendwelche inhaltslosen Phrasen ab, die sich aber gut anhören, oder es wird get, um seine Betroffenheit, sein Besserwissen, seine überragende Kompetenz, oder seine Empörung in die Welt zu posaunen.
      Am deutlichsten wird dieser Widerspruch, wenn dann in der Zeitung steht, der hochrangige Politiker XY „fordere“ dies oder das (war schon öfter bei Frau Merkel der Fall).
      Ja, um Himmels Willen, diese Frau ist nicht „Bundeskanzlerin“, um etwas zu „fordern“, sondern sie hat etwas zu „TUN“, sie hat zu regieren, das heißt, sie ist für die Umsetzung zuständig, sie hat dafür zu sorgen, dass Beschlüsse gefasst und umgesetzt werden, und sie hat die Verantwortung dafür.
      Das ist nur Futter fürs Wahlvolk, um einen guten Eindruck zu machen, während sie ja andererseits auch kein Problem hat, ihr genehme Deals im Hinterzimmer durchzuziehen, wie jetzt bspw. die Waffendeals („Geschäftsführende Bundesregierung genehmigte Rüstungsexporte in Milliardenhöhe“, Überschrift im „Handelsblatt“ 10.03.2018).
      Will man aber nichts tun, und nur das dumme Volk verblenden, „fordert“ man halt etwas.
      Andererseits der Instinkt:
      Der heutige Mensch (davon viele Deutsche) betrachtet sich immer gerne als vernunftbegabtes, intelligentes Wesen, gar „Krone der Schöpfung“, wobei ihm nicht klar ist, wie sehr sein Handeln in vielen Fällen von Instinkten gesteuert ist. Das spielt uns manche Streiche, ohne dass wir dies erkennen und öffnet natürlich auch denen Möglichkeiten zur Beeinflussung, die das wissen und ausnützen wollen.
      In vielen Situationen übernehmen alte, tiefer liegende Gehirnstrukturen die Regie, ohne dass uns das bewusst wird (bspw. Belohnung, Lust, Flucht, Angst, Aggression), ein französischer Anatomielehrer in einer meiner Ausbildungen sprach vom „Cortex lisse“, dem glatten Cortex, im Gegensatz zum gefalteten Großhirn, oder vom „Reptiliengehirn“, das phylogenetisch älter, unter diesem liegt, und in bestimmten Fällen die Steuerung übernimmt.
      Das kann auch die Erklärung liefern, warum mancher brave Bürger unerklärlicherweise zum „Monster“ mutiert, sobald er hinter dem Steuer sitzt, wenn er sich provoziert fühlt oder jemand seine „Angriffsdistanz“ verletzt.
      Leider fehlt vielen von uns das Bewusstsein, dass wir eigentlich nur ein etwas höher entwickeltes Tier sind, und uns davon auch nur mit viel Anstrengung freimachen können, ja uns in vieler Hinsicht eher rückwärts entwickeln. (Anzeichen dafür hat D.A. in vielen seiner Beiträge beschrieben, wenn er bestimmte gesellschaftliche Erscheinungen aufzeigte).
      So ist es ein Leichtes, den Menschen über seine Instinkte anzusprechen und ein bestimmtes Verhalten auszulösen, das geschieht in der Werbung mit suggestiven Aussagen oder emotionaler Beeinflussung und genauso in der Politik, wenn Frau Merkel einfach sagt „Sie kennen mich“ oder in der Flüchtlingsfrage die emotionale Schiene benutzt wird, mit bestimmten Bildern, die man „nicht sehen möchte“, oder wenn bewusst kleine Kinder ins Bild gebracht werden.
      Die Frau weiss das, hat ihre Berater dafür, und bei jeder Wahl wirkt es aufs Neue.

    • Ain't nobody likes the Middle East, buddy. There's nothing here to like.
      @Keul

      Ihr Maßstab fürs deutsche Gemeinwesen ist Kabul und Syrien?

      Na dann….

    • ...
      Wenn jemand in einem größeren System (Großunternehmen, politische Partei) zu arbeiten anfängt, fängt er doch erst an zu schauen, wie die Spielregeln des Systems sind, wie und was er spielen muss um nach oben zu kommen, mit wem er in welcher Seilschaft spielen muss).

      Es geht ja eigentlich nicht darum, nach ganz oben zu kommen um dann endlich was großes zu bewirken, sondern es geht darum, nach oben zu kommen…. koste es was es wolle. Danach hat man das Ziel erreicht.

    • @ Peter Keul/Gast: Quamquam sunt sub aqua,…maledicere temptant!
      Sehr geehrter Her Keul/Gast
      Auch wenn es Ihnen vielleicht gerade leider schlecht geht, und sie froh sind über das Funktionieren der medizinischen Versorgung: Sie unterliegen einer (verzeihlichen) Fehleinschätzung), sollten dies aber nicht zu einer gleich doppelten Anti-AFD-Hetze benutzen.
      An der Tatsache, dass es in Deutschland (noch) funktionierende Systeme dieser Art gibt, hat Frau Merkel keinerlei positiven Verdienst. Das war schon vor ihrer Zeit so, und hat sich seither eher verschlechtert. Ich habe jahrzehntelang im Gesundheitssystem gearbeitet und habe miterlebt, unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird.
      Es stimmt, dass dort viele Zuwanderer arbeiten, und das ist gut so, aber einer der Gründe sind die Arbeitsbedingungen in der Pflege und die niedrigen Löhne, sowie der Mangel an inländischen Arbeitskräften, die zu diesen Bedingungen arbeiten wollen.
      Außerdem sind die dort beschäftigten Zuwanderer keine Schnittmenge der durch die „Flüchtlingskrise“ ins Land gekommenen, sondern stammen aus anderen Herkunftsländern, und haben meist sowohl eine spezifische Ausbildung gemacht, sowie Sprachkenntnisse erworben, bevor sie ins Land kamen.
      Und es gab schon damals türkisches Reinigungspersonal, aber sie werden keine gläubige Muslimin, die in traditionellen Familienverhältnissen lebt, je im Pflegebereich antreffen, da ihr Glaube ihr verbieten würde, einen fremden Mann, der mit nacktem Hintern im Bett liegt, zu berühren.
      Und ebenso wird ihnen nie einer der „zornigen jungen Männer“ als Pfleger den Hintern abwischen, denn das gehört nicht zum Repertoire der traditionell als ehrenvoll anerkannten männlichen Tätigkeiten.
      Ich habe mit Personal aus Südamerika, Spanien, den Philippinen, Südostasien, Polen, Russland, Rumänien, Ungarn gearbeitet, aber Mitglieder der jetzigen Herkunftsländer gab es zu meiner Zeit nur in Form ägyptischer oder afghanischer Ärzte.
      „Die deutsche Sucht, in maßlosen Formulierungen alles schlecht zu reden“? Vielleicht haben Sie ja das Problem, die Augen vor der Realität zu verschließen.
      Und den Spruch „geht doch rüber“, bei Ihnen in der Form „Ziehen Sie doch um in ein Land wo es besser ist!“ hatten wir doch schon, oder ?
      Ich bin übrigens schon „gegangen“, nur am Rande, und kann daher die Unterschiede und Veränderungen ganz gut beurteilen.

    • Ihr Maßstab fürs deutsche Gemeinwesen ist Kabul und Syrien?
      Es können sich halt wenige Urlaub, regelmäßige Besuche, oder Arbeitsleben in der Schweiz leisten.

      (Wobei man zugegebenermaßen mit einer Woche Urlaub nicht viel von der Konstruktion und dem Funktionieren eines Gemeinwesens verstehen muss – ich gebe zu bei mir waren auch sechs Wochen Arbeit mit 18 zu wenig. Ein Jahr Zeitung lesen kann mehr bringen, oder – bei mir – eine Woche Studentenkongress wo kompetent erklärt wurde wie Landwirtschaftspolitik Teil der Verteidigungspolitik ist und hohe Subventionen auch mit reduzierten Kosten für Kauf, Lagerung und Verwertung von Lebensmitteln in der Alpenfestung gegengerechnet werden müssen…)

  10. Was Linke früher sangen .....
    und Heute verdammen.

    Ein altes DDR Pionierlied. Aktuell wie nie zuvor.

    Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
    Unsere Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
    Unsere Heimat ist das Gras auf der Wiese, das Korn auf dem Feld,
    Und die Vögel in der Luft und die Tiere der Erde
    Und die Fische im Fluß sind die Heimat.

    Und wir lieben die Heimat, die schöne
    Und wir schützen sie, weil sie dem Volke gehört,
    Weil sie unserem Volke gehört.

    Und jetzt ALLE laut und lauter:

    Und wir schützen sie, weil sie dem Volke gehört,
    Weil sie unserem Volke gehört.

  11. ???
    basst des zamm‘:
    Gauck und Göbel?

  12. ausgerechnet Kaltenbrunn
    Kaltenbrunn war seit den 90ern ein Paradebeispiel für ein vollkommen runtergekommenen Biergarten. Kein Pächter hat hier je was gerissen, absolut ungeniessbares Essen, gähnende Leere.
    Sogar der Kaffee hat dort schlecht geschmeckt.
    Klar ist Käfer auch keine Lösung, aber vielleicht macht ja der Ex-Pächter von Parkcafe demnächst in der Nähe von Kaltenbrunn einen eigenen Biergarten auf.
    Hat ja nach der Käfer-Übernahme vom P1 auch geklappt.

    • Wie gesagt, ich kenne keinen, der jetzt sag, ui, jetzt gemma zum Käfa. Es stimmt halt in sich nicht.

  13. Namen
    Vielleicht haben auch die Namen eine Rolle gespielt. Alfons Besel, das mag ja auch an sie, D.A., denken lassen. Vielleicht sind sie popülärer als sie ahnen. Und Besel, da assoziiert man ja den Besen, der den Mist des Vorgängers entsorgt. Von Preysing dagegen, ich weiß nicht. Klingt ja so, als käme der von irgendwo anders her. Noch dazu die phonetische Nähe zu Preußen. Schließlich Schmid, das ist halt vielleicht zu bieder. Schaut der übrigens nicht aus wie der ältere Bruder des Besel? Ich will ja nichts unterstellen, aber in so einer kleinen Region … Habe mir jetzt übrigens das Tellkamp – Grünbein Video angesehen, nur kurz, denn es ist ja schrecklich. Der Tellkamp mit den roten Schnürsenkeln, der sich da irgendwie auskotzt, Grünbein, der den verknirschten Rodin‘schen Denker imitiert und dringend zum Chiropraktiker müsste, dann in der Mitte diese Mumie, die dritte Diskutantin spielt. Da kann man wirklich nur sagen, armes Dresden. Immerhin bekommen die jetzt eine Kunstsammlung geschenkt, vielleicht bringt das ein wenig Formempfinden. Schlimm ist das alles.

    • Nein, ich bewege mich in Gmund weitgehend incognito, und das ist auch besser so.

    • Ex Zeitleser
      @Don „Nein, ich bewege mich in Gmund weitgehend incognito, und das ist auch besser so“.

      Im ernst?

      Das glauben Sie – ich nicht. Da ich selber aus einem Dorf komme, und Gmund ist ja nicht mehr als ein Großdorf, würde ich vorsorglich mal davon ausgehen, das sie „erkannt“ werden und viele Bürger viel mehr über Sie wissen als sie ahnen oder vermuten.

    • Ja, mag sein, aber ich werde nirgendwo hinein gezogen in Kalamitäten.

    • Der erste Preis für Nichtwissen..
      …geht heut an Sie: einfach mal „von Preysing“ googlen…p-palais in München….eieieiei

    • ... von Preysing ...
      „Von Preysing dagegen, ich weiß nicht. Klingt ja so, als käme der von irgendwo anders her. Noch dazu die phonetische Nähe zu Preußen.“

      … ist alter bayerischer Hochadel, 12. Jahrhundert, hohe Hofämter, Bischöfe, sogar ein Kardinal, und das zieht auf dem Land immer noch. Das zusammen mit der CSU ist an sich unschlagbar, siehe von und zu Guttenberg.

      Auch solche Familien gibt es in dem Land ohne Kultur (Özuguz), das von Türken wiederaufgebaut wurde (Sigmar).

    • Ja, man hat eine hohe Meinung von sich selbst, auch wenn der Graf überhaupt nicht prätentiös ist.

    • Hochadel? Die Preysings?
      So viel zum Thema Nichtwissen. Und was bedeutet schon ein Wohnsitz für die Ver-(oder gar Durch-)wurzelung mit der umgebenden Scholle? Sind etwa die Hohenzollern nicht auch zunächst als Burghauptleute in Nürnberg ins grellere Licht der Geschichte getreten? Im übrigen hatte der Erstkommentar mit Phonetik argumentiert, also einer Als-ob-Kategorie („klingt wie…“). Das verhält sich ja allenfalls neutral zu der Frage, ob der insinuierte Sachverhalt tatsächlich zutrifft. Wahrscheinlicher ist hingegen, daß der Verfasser es durchaus besser weiß oder zumindest ahnt („er ist zwar von da, sein Name klingt aber nicht danach“). Die Preysings mit den auf bairisch sog. Preissn zu assoziieren, ist jedenfalls sprachlich nicht ganz abwegig und durchaus gut für eine Verwertung im Rahmen der bayerischen Tradition des Derbleckens. Noch besser mit eingefügtem „L“, also Preys-L-ing = Preissling. Kein Preuße an und für sich, aber einer der sich anbiedert, eben und zwar ein Bayer, der aber auf modern macht und sich nach Art der Preußen gibt. Zum Beispiel, indem er als Bürgermeister schwer investieren läßt, um fremdes Geld anzulocken, ohne groß auf die (insgeheim oder sogar offen belächelte) heimische Lebensart Rücksicht zu nehmen.

    • Hochadel vielleicht nicht (begannen als Ministriale) aber auch kein Grund für Polemik: Und der Prysing hat sich für den Ort ins Zeug gelegt, das kann man (auch als Gegner) nicht abstreiten.

    • Ist Derblecken denn nicht Polemik in Reinkultur?
      Es wäre einfach nur üble Nachrede, wenn es nicht doch auch einen wahren Kern enthielte. Im Grunde darf man sich das ja so ähnlich vorstellen wie die katholische Tradition des Karnevals/Faschings, wo man einmal im Jahr Gelegenheit hat, die ansonsten sowohl schuldig als auch durchaus aufrichtig respektierten Ehrwürdigen und Mächtigen mit ihren allzumenschlichen Fehlern zu konfrontieren, ohne dafür wie sonst üblich (um die ordnende Hierarchie zu wahren) gemaßregelt oder gar gezüchtigt zu werden. Daß die Kritik als Spaß, als Witz, als Karikatur, als durchaus beißender Spott daherkommt, macht sie erträglich, weil selbst die so Kritisierten darüber lachen können und sie sich somit als wahrhaft souverän präsentieren. Davon abgesehen, galt mein Kommentar ja weniger den Preysings an sich als den beiden, die dem Erstkommentator Nichtwissen vorhalten zu müssen glaubten.

      Was die Einordnung in die gesellschaftlichen Kategorien des Hochadels und Gewöhnlichen Adels sowie des angemaßten Adels (Schickeria und Prominenz) angeht, so hat, meine ich, Gregor v. Rezzori seine maßgebliche Stellung noch nicht verloren. Sein „Idiotenführer durch die deutsche Gesellschaft“ kann auch heute noch Gültigkeit beanspruchen.

    • ... naja...
      … ist mE schon richtig, bei erreichtem Grafenstand und nicht regierendem Haus nicht von „Hochadel“ zu sprechen. Der Punkt stimmt.

      Der andere nicht. Die alten Familiennamen im süddeutschen Raum sind oft sehr europäisch, so dass eine Herkunfts-Küchentischlinguisik à la Gender da nicht weiterhilft, denken wir nur an Graf von Arco auf Valley, Thurn und Taxis usw. Abgesehen davon, dass sich hinter so manchem urdeutschen Titel, wie Herzog von Leuchtenberg, auch zB ein Franzose verbergen kann. Die früheren Zeiten waren in machen Dingen europäischer als heute.

  14. Der Gutshof ist Geschmacksache, scheint's
    Ich mag Kaltenbrunn. Du kannst unten sitzen, echt Biergarten, oder oben, Restaurant. Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht m.E. in Ordnung. Die Renovierung ist sehr gelungen, man fühlt sich in beiden Räumen wohl. Der Kuchen ist Käfer-Qualität, der Kaiserschmarrn ist der zweitbeste im Tal.

    Dass Männer ohne Bart eher gewinnen, ist den Bärtigen noch nicht so aufgegangen.
    Der Wagner mochte wohl nicht, dass Sie Interna preisgeben, die es auch andernorts gibt, die Sie aber nicht durchschauen und daher nicht preisgeben außer Genderix.

    • Kaltenbrunn ist m.E. überkandidelter Kitsch und so echt wie Disneyland.

      Der Wagner wollte, dass Gmund touristisch weiter kommt und er liebte seine Heimat und konnte halt mit meinen liebevoll-bösen Twischentönen nicht umgehen.

    • Touristisch weiterkommen
      Bedeutet ja leider meistens, daß ein Ort seine Seele verkauft. Ich habe das leider schon zu oft erlebt. Einmal, in Playa Blanca auf Lanzarote, ging das in der Rekordzeit von zwei Jahren.

    • Der dorfplatz vin gmund ist so ein Beispiel für versagende Archirektur.

    • Das Kaltenbrunn...
      … hat eine schöne Lage.So richtig verstanden habe ich die Abneigung gegen ein Hotel dort nicht.Ich stelle mir vor, dass solch ein Biergarten evtl. mehr Unruhe und Verkehr bringt, als ein *Hotel?

      Was weiß schon eine Fremde. Neid sollte man auch nicht ganz außer Acht lassen. Manche freuen sich, wenn sie einem Erfolgreichen Stöcke in Speichen schieben können.

    • Der Biergarten gehörrt dem Bürger, der ihn teilt, das Luxushotel jedoch dem Fremden, der seinen Luxus will. Und die Pläne waren gerade so ein Luxustagungsschuppen. Davon hat bei uns niemand etwas, nur der Investor.

    • Jetzt sagen Sie mal, Don,
      waren Sie dort überhaupt mal? Da ist m.E. keinerlei Kitsch, und ich bin hypersensibel gegenüber solchem und toleriere den allenfalls.
      Das ist eine sehr gelungene Renovierung mit schönem Fußboden, gutem Mobiliar, noblen Toiletten und einer attraktiven Kuchentheke in der Mitte. Sie kennen mich nicht, sonst wüssten Sie einen, der sagt: Lass mal nach Kaltenbrunn gehen (nicht unbedingt Juli/August oder WE).

      Die Badenden unten vom Strand haben drunter den Biergarten, oben der Garten mit dem Baum in der Mitte ist traumhaft. Die Küche ist dezent, die Ente zwangsläufig teurer als in Reutberg, Tegernsee halt mit Seeblick.

      An beiden Orten ist das Personal freundlich, an beiden findet man immer etwas auf der Karte. Was des einen See, ist des anderen Karwendelblick. Irgendwas haben Sie gegen den Platz, da kann man Ihnen nicht helfen. Ich sag Ihnen, der Platz ist in Ordnung, nicht Chichi, und am Sonntag in der kalten Saison essen da mittags Familien mit Kindern und Oma und Opa.

      Ich muss den dezidiert ohne freundschaftliche oder finanzielle Bindung dorthin verteidigen, weil ich den für gut halte wie auch andere Projekte von Käfer, das Seehaus oder den Gasthof zum Grüntal, der leider Gottes abgerissen wurde. Und wie den Laden, der seinesgleichen sucht und nie finden wird, diesen Laden mit dem ausgesucht zuvorkommenden Personal, dem schönsten Geschenkpapier von München und den vielen Winkeln. Ich bitt‘ Sie. Sie sind hier eindeutig voreingenommen. Ich weiß zudem nicht, ob einem das nur Freunde macht, denn das ist grundlos.

      Einmal sahen wir im hinteren Hof eine schöne Oldtimersammlung. Die waren aber weitgehend geliehen, wie uns jemand sagte.

    • Geschmackssache...ja
      …es gibt eine Reihe von Leuten, die Dons Meinung teilen.
      Chichi, teuer und nicht hochwertig…und eben andere.

      Allerdings müssen wohl die Pläne für den Hotelneubau schon sehr geschmacklos gewesen sein. Und die ganzen Verbandelungen…

      Den Hype um Gmund hab ich eh nie verstanden, es gibt schönere Orte im Voralpenland.

      Und: ohne die Steuernzahlende Papierfabrik säh es wohl im Säckel des Kämmerers ebenso mau aus, wie sonst auf dem Land…

      Was lernen wir heute? Politik, verstanden als Erbfolge, ohne Eingehen auf die „da Lebenden“ ist irgendwann perdú…

    • Das hier war die Planung

    • @ Oberländer,
      das habe ich vorhin auch so gehört!Es sei schön renoviert worden.Der Käfer ist nie schlecht.Keiner von uns hat mit ihm zu tun, damit das klar ist.

      Das mit dem Hotelbau leuchtet mir nun ein, weil es da um Historie und Denkmalschutz geht.Ich dachte nur, direkte Anlieger sind wohl keine da?Das ein Investor Rendite möchte, ist doch Usus, gell, Don.

    • Ja, aber doch bitte nicht da, wo wir sind, mit problematische Ausländern und Wildparkkriminellen aus München.

  15. p.s.
    Hat der Grünbein eine lange Unterhose an oder ist es das weiße Bein, das da zwischen Hose und den gräßlichen Halbstiefeln keck hervorschaut? Ach, wie man da Italien schätzen lernt.

    • Sie haben aber heute Pech
      Denn der Grünbein, ob mit oder ohne Unterhose, lebt schon seit längerem in Rom. Wie das mit der Akkulturation klappt, ist dann wohl Ansichtssache.

  16. Frauen?
    Gar keine Frauen auf den Plakaten? Sind die alle im Spa? Und nur 250 m² sind wirklich etwas knapp. Aber es sind bestimmt nur die Feriendomizile, da reichen ja bessere Hütten;-)

    @FJ45

    Leider wurde der Pastor auch bedacht. Ich persönlich empfinde dies ob seiner Rolle in früheren Jahren als Abwertung des Preises und als leicht bittere Note im Wein der sehr geschätzten Frau Göbel.

    • Die Bauvorschriften hier sorgen für Mässigung. Nein, keine Frau, die grünen Gemeinderatsmitgliederinnen haben verzichtet.

  17. Titel eingeben
    Als Kind hatte ich mir das mit der Politik so vorgestellt
    das jeder eine eigene Überzeugung hat

    Und die, deren eigene Überzeugung so in etwa zu den eigenen Überzeugungen anderer passt, die haben dann zusammen eine Partei. Also eine Partei, nicht eine Überzeugung

    Der Wähler wählt also die Partei, in der er seine eigene Überzeugung am besten vertreten sieht

    Und wenn dann nun etwas beschlossen wird sagt der eine Politiker, es sei nicht so seine Überzeugung sondern ein Kompromiß dem er aus diesen oder anderen Gründe zugestimmt hat.
    Warum er von seiner Überzeugung abweichend gestimmt hat.
    Also nicht das er seine Überzeugung aufgegeben hat, sondern warum er etwas anderen zugestimmt hat.

    Tatsächlich ist es aber so,
    und die Politiker sagen es auch ganz offen

    nur etwas netter
    das sie selber keinerlei eigene Überzeugung haben
    ihnen ist alles vollkommen egal

    Im Fernsehen sagen sie sinngemäß
    das sie nicht gut genug herausgefundene haben was der Wähler so möchte
    um sich dann darauf einstellen zu können was der Wähler wählen würde.
    Wie ein Lakai dem Wähler zu Diensten zu sein

    Also ein gesinnungsloses Pack
    und der Unrasierte wirkt so, als hätte er eigene Meinung
    Egal was für eine, aber eine eigene Meinung

    • Wir werden es sehen, im Gemeinderat dominiert immer noch die CSU. Aber die hat jetzt natürlich einen schweren Schock.

  18. Ex Zeitleser
    Schöne Beschreibung einer Wahl und der beteiligten Charaktere samt Befindlichkeiten. Gut, Bürgermeisterwahlen im Süden sind schon etwas spezielles und etwas abgekoppelt von der großen Politik bzw. sehr stark von der Person abhängig. Der CSU Kandidat war wohl schon durch seinen ehrwürdigen Namen und Vater etwas vorbelastet. Zuviel und zu lange Erbdynastien wollten selbst die Gmunder nicht.

    Aber ich sehe es ansonsten ähnlich wie von Ihnen schon öfters hier beschrieben: Viele Bürger auf dem Land haben genug von rasanten Dauerwachstum, Dauerboom großkopfeten Versprechungen und gigantischen Plänen. Meine Mutter wohnt z.B. in so einem Dorf mit rasantem Wachstum in den letzten 25 Jahren mit geschäftigten Bürgemermeistern und Gemeinderäten. Das ist heute kein Dorf mehr, sondern nur noch anonyme Wohnsiedlung ohne Charme und ohne soziale Struktur und Bindungen für den Großraum S und dazu eine lärmhölle, eingekesselt von Umgehungstraßen und neuen Bundesstraßen. Einige Leute haben da sehr gut verdient. Auch ich könnte wohl einen Schnitt machen. Aber viele Alteingessene wollen lieber ihren Acker oder Obstwiese behalten, wenn es finanziell geht. Verkauft wird dort oft erst im Erbfall.

    Alte, lange belächelte „Werte“ wie Bodenständigkeit, Heimatverbundenheit, Bedächtigkeit usw. gewinnen wieder an Bedeutung, auch als Reaktion auf die Politik und Entwicklungen der letzten Jahre. Inzwischen gibt es sogar Dörfer, die wollen gar nicht mehr wachsen und weisen partout keine Neubaugebiete mehr aus.

    • Das Wachstum ruiniert die Dörfer, bei uns droht das Verkommen zu einem Schlafdorf wegen der Pendler und zu einem Zweitwohnungsdorf. Dazu natürlich noch die Verdrängung durch noch Reichere. Da nimmt man ebene einen, der sich mehr um die Sorgen als um die erträumte Zukunft kümmert.

    • Ach wie goldig:
      „… bei uns droht das Verkommen zu einem […] Zweitwohnungsdorf“

      sprach der Mann mit der Drittwohnung…

      Ich musst kurz schmunzeln…

    • Nein, Miesbach ist mein Hauptwohnsitz.

    • "mit geschäftigten Bürgemermeistern"
      Mit der Einwohnerzahl steigt die Gehaltsklasse des Bürgermeisters

  19. Stein auf Stein
    Es wäre bei Ihnen sicher nicht anders geworden, wie überall. Nachbarn würden Geldige aus fremden Gefilden. Oder war ein Einheimischen – Modell angedacht?

    Imgrunde ist ja auch nicht mehr schön, wie heute auch in dörflicher Lage gebaut wird,man schaut sich gegenseitig in die Suppenschüssel.Was denjenigen, der die Alm gehört und evtl. eine Alleinlage hat, ja nicht als störend empfindet.Egoismus auf allen Seiten halt. Do is a jeder dahoam. Wenn der Bärtige Experte in der Bauplanung ist, könnte das dicke Ende irgendwann doch noch kommen?

    Alpenschutzgebiet sind wir hier auch, müssen uns vor Windrädern nicht fürchten, bisher. Aber Strom brauchen wir auch…

    Was die Wahlen bei Ihnen betrifft, hätte ich auch nicht den Sohn gewählt. Schließlich haben wir keine Monarchie.vMan kann ja Hoferbe sein – aber keiner einer Gemeinde.Das wäre ja wie bei TV – Schaffenden, wo auch viele Kinder durch den Papa ins Rampenlicht kamen.Warum nur wollen so viele Kinder, auch bei Schauspielern, das Gleiche machen, wie die Eltern? Gähn.

    • Wir haben hier einheimischenprogramme, die sind so gut, dass ich kurz überlegt habe, mir eine Zweckehe zu beschaffen.

    • Zweckehe...
      …mit Sexarbeiterinnen? Da hätt’s aber was mit dem Nudelholz oder der Mistgabel gegeben,und das im Dirndl mit Herzausschnitt.

    • Das Angenehme kann auch das Nützliche sein.

    • Alpenschutzgebiet...
      das kann man ändern, wie Sie andeuten.

      Was das „Gleiche machen“ wie die Eltern angeht: das ist doch relativ einfach zu erklären, oder. Man nutzt vorhandene Netzwerke. Zudem bekommen Kinder zuhause am Esstisch oft mehr mit , als ihnen Schulen und Universitäten oder andre Ausbildungstötten jemals werden vermitteln können.
      Dass jeder immer bei Null anfangen und dann „alles erreichen“ kann, war schon immer ein Ammenmärchen.

    • Man kann auch den Sohn ...
      wählen, oder, weil der Wähler ja nicht gefragt wird, vor die Nase gesetzt bekommen. Man schaue sich nur bei Wikipedia die Biographie des neuen saarländischen MP an, und was sein Vater war.

    • @ Johann B.
      Das habe ich auch gelesen. Jeder hat dazu eine eigene Meinung, ich auch.In meinem Umfeld sind wir Eltern stolz, dass die Kinder es ohne Protege, allerdings in dafür besseren Zeiten, es auch zu etwas gebracht haben.Sie könnten staunen, Sufferah.

    • @Philomena
      Ich rede nicht davon, dass Kinder es zu etwas bringen und die Eltern drauf stolz sind.

      Ich rede von Unternehmerdynastien und von denen, die immer ganz oben schwimmen. Und zwar richtig weit oben, da wo Macht und Einfluss sind.

      Ich habe in meiner Jugend immer Monopoly gespielt in fröhlicher Runde. Einer hatte immer alle Straßen, Hotels und unsere Schuldscheine…Sie würden staunen, wo der heute „Monopoly“ spielt. Nix für ungut…

  20. Ist es dem Esel zu wohl
    Lieber Don,
    ich kann nachfühlen, wenn man sich daran stört, daß die unangefochten regierende Partei glaubt, sie könne sich alles erlauben. Bei mir im Ort ist es ähnlich. Andererseits ist Bayern mit der CSU insgesamt ziemlich gut gefahren. Als Nordwestdeutscher bin ich durchaus neidisch. Ich würde das micht leichtfertig aufs Spiel setzen. Wenn man es nur anders machen möchte, wird es oft nur schlechter.
    Ich behaupte mal, eine solche gewissermaßen aristokratische Herrschaftsstruktur war wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Die Regierenden suchen zwar auch ihren Vorteil, spüren aber noch die Verpflichtung, an das Wohl der Gemeinschaft zu denken, weil sie sich ihrer privilegierten Stellung bewußt sind.
    Der Gegenentwurf sind Regierende, die auch ihren Vorteil suchen, aber denken, daß ihnen das zusteht, weil sie gewählt sind, weil sie besser sind.

    Den Gedanken habe ich aus einem Artikel, den ich jngst gelesen habe. Ich such die Quelle noch heraus und reiche sie nach.

    Herzliche Grüße nach Gmund

    • Es ist kompliziert, der Vorgänger war effektiv, aber auch schwierig. Und er hat klar Fehler gemacht, aber das gehört dazu und ich denke, manches wurde auch widerwillig verstanden.

    • Nachtrag
      Als Nachtrag noch wie angekündigt die Quelle des Gedanken

      THE IGNOBLE LIE
      HOW THE NEW ARISTOCRACY MASKS ITS PRIVILEGE
      by Patrick J. Deneen

      Veröffentlicht auf

    • @Willkommen und The (Nonignorable or) Ignoble Lie
      Vielen herzlichen Dank für diesen außergewöhnlichen Artikelverweis.

      Das ist ein Essay, das sich sogar lohnt, mehrmals zu lesen, es steckt viel drin, was mir noch nie aufgefallen und anderes, was mir wieder entfallen war. Und dass sich mit sehr alten Geschichten (Hier Platons Staat als Utopie) sehr wohl die neue Zeit wunderbar erklären lässt, das wird in diesem Perspektivenwechselartikel bewiesen.

      Herablassungen der Jetztzeitler auf die Vorzeitler, das Abschneiden und Umbiegen alter Kultur für ein hohles Heute kann durchaus als Gefahr für Leib und Leben erkannt werden.

      Bürgerkrieg im Anmarsch? Nun, so dringend nahe sehe ich das für unser Land noch nicht, aber leise Vorbereitungen werden stetig getroffen.

      Seltsamerweise könnte den, der diesen Essay liest und verstehen mag, auch ein Buch-Werk für interessant halten, das hinzu passt und Hintergründe weiter ausbreitet:

      „The Book that Made Your World“ by Vishal Mangalwadi oder in Übersetzung „Das Buch der Mitte“. Ein Inder erzählt über das, wovon wir zehren. Wo diese alten Werte als beliebig und verhandelbar degenerieren, weltweit übrigens, da zeigen sich Fratzen des blanken, zynischen und abgehobenen Egoismus derer, die oben schwimmen.

      Netterweise bringt er auch in Erinnerung, wie aus hoffnungslosen, ausweglos erscheinenden Lagen ein Turnaround geschafft wurde.

      Inwiefern Douglas Murray mit seinem Buch „Der Selbstmord Europas“ in dieselbe Kerbe haut, weiß ich nicht, das hatte ich noch nicht in der Hand. Wahrscheinlich werden sein Werk mehr Leute lesen als das von Mangalwadi, aber dann werden wir von seinen Lösungsansätzen hören.

      Aufgrund der Bemerkungen des Don über Südtirol und anderen Rückzugsorten in Krisenfällen wäre besonders interessant, von eben dort lebenden Lesern Rückmeldung zu erhalten zu Krisenwahrnehmung versus bloßer Hysterie.

      Michael Chabon hat in Moonglow die Wernher-von-Braun-V2-Geschichte verpackt. Sie zeigt, wie ein Mond-Raketen-Träumer zum Menschenschinder, dennoch zum Kriegsgewinnler und amerikanischen Helden werden konnte:

      Das menschliche Erinnerungsvermögen ist einfach gut dazu geeignet Geschichte passend zu machen, zu verbrämen, bewusst falsch zu lesen, je nach Absicht zu ignorieren und mit immer neuen Erzählungen umzuwandeln in solche, die zum heutigen Zweck passen.

      Man schenke sich Gedanken dazu.

  21. Ein schöner Erfolg
    Es muss im Oktober nicht so kommen, aber es ist eine gute Option.
    Die Freien sind eine gute, regionale, unideologische Alternative für alle, die von der GroKo genug haben, mit Links nichts mehr anfangen können, das neue Grün für einen Etikettenschwindel halten und von der AfD auch nicht begeistert sind.

    • Ivh glaube, die CSU wird ein blaues Wunder erleben.

    • Ivh glaube, die CSU wird ein blaues Wunder erleben.
      Hoffentlich.
      Ein „blaues“ Wunder.

    • Der AfD fehlen hier die kompetenten Leute.

    • Der AfD fehlen hier die kompetenten Leute.
      Auf Ebene der bayerischen Landespolitik haben Sie da leider gar nicht so unrecht. Die Personaldecke dürfte tatsächlich eher dünn sein.
      Warum? Nun – jeder, der was zu verlieren hat, weiß ja, was ihm blüht,wenn er sich outet. Das begrenzt das Reservoir, aus dem die Partei schöpfen kann.
      Und es hat nicht jeder wirtschaftliches Netz und versorgungstechnisch doppelten Boden wie der Don. Wer Familie hat, überlegt sich ohnehin zweimal, ob er die Kinder dem absehbaren Mobbing aussetzt.

      Aber:
      momentan kann man für die AfD ja einen Besenstiel aufstellen (diesbezüglich fand ich das Wahlergebnis für Ihren unsäglichen Hr. Hipp aufschlußreich, das unterschied sich ja kaum von anderen Wahlkreisen).
      Zweck der Übung ist auch nicht, eine regierungsfähige Mannschaft von Hochbegabten ins Parlament zu bekommen, sondern den Etablierten zu zeigen, was sie falsch machen….
      Wenn die Fraktion dann noch seriös arbeitet – im Bundestag tut sie das im wesentlichen und stürzt die Etablierten damit ja auch in einige Verlegenheit – umso besser!

    • Die kompetenten Leute
      @ trenelt
      Kompetente Leute sind für eine neue Partei, die 10-15% der Mandate besetzen muss, in jedem Fall ein Problem. Da gibt es fast notwendig Chaos, schon ohne Extremisten, und die kommen noch dazu.
      Besenstiele helfen nicht weiter, bei allem Verständnis für den Zorn der Leute. Der Landtag braucht Kompetenz. Und wenn die nicht Top-Down organisiert sein soll, muss sie aus den Kommunen, Landkreisen und Bezirken kommen. Das ist das, was die Freien beitragen können. Darüberhinaus kommt es auch auf die Personen an.

    • @Andreas Müller
      Sie haben nicht unrecht. Natürlich helfen Besenstiele nicht weiter, die muß man erkennen und aussortieren.
      Hörte gestern, die Landtagskandidatin in Dons Wahlkreis ist die neue Dottoressa (Dr. Cyron), kenne die nicht – aber sie kann ja nur besser sein als der lächerliche Hr. Hipp alias Prinz von…., bei dem man tatsächlich nur froh sein kann, daß er nicht im BT sitzt.
      Aber: mit der AfD wird in der kommenden Legislaturperiode ohnehin niemand reden, insofern ist es fast schon egal, wie kompetent die Abgeordneten sind.
      Wichtig ist dreierlei:
      1.
      Ein starkes Signal an die Etablierten, daß dieser unbequeme Konkurrent – solange in Sachen Migration keine 180 Grad Wende erfolgt – eher auf dem auf- als absteigenden Ast ist.
      2.
      Erweiterung des in der öffentlichen Diskussion vernehmbaren Meinungsspektrums. Das gelingt besser aus dem Parlament heraus denn als APO.
      3.
      Kompetenzerwerb im parlamentarischen Betrieb sowie Kennenlernen der neuen Abgeordneten – damit man Blindgänger und/oder Extremisten aussortieren kann bevor es dann in der nächsten oder übernächsten Legislaturperiode wirklich ernst wird.

      Zu den FW:
      ich stand denen mal kurz nahe, als Aiwanger die Nähe zu Hankel und Henkel (hihi) suchte (wo waren Hinkel, Honkel und Hunkel?). Hätte mir auch gewünscht, daß der von Lucke anfangs beschrittene Weg einer Kooperation mit den FW zum Erfolg führt.
      Seit die sich aber mit primitiven Argumenten der anti-AfD-Fraktion angeschlossen haben, sind sie für mich gestorben. Diese Leute haben in den Kommunen Verdienste, da sollen sie bleiben.

    • Gute Leute...
      Das ist ja der Grund, warum die Afd so niedergeschrieben wird, um zu verhindern das sie sich soweit etabliert, das gute Leute dort sich etablieren.
      Leider ist es häufig so, das Erfolg zuerst kommt und dann die guten Leute, weil diese nur auf erfolgreiche Pferde setzen.
      Das hat viel mit den hohen Eintrittshürden bei uns zu tun, ob Markt oder Politik, es hält die cleveren in der Opportunität des Systems, solange bis selbst die weniger Cleveren erfolgreich sind und dann die Cleveren wieder anziehen.
      Der Vorteil ist längerfristige Stabilität, der Nachteil ist die Erosion die dann trotzdem Veränderung bringt ist tiefgreifender und riskanter.

    • @ Bertolt Grabe
      Das ist nämlich der Grund für die durchaus sichtbare und auch vorhanden Schwäche einiger Kandidaten der AfD.
      Wir haben zwar die Wähler und die Anteile, aber durch die unentwegte und nicht nachlassende Pressekampagne gegen die Afd stellt sich kaum jemand mit erfolgreicher Vita bei dieser Partei in den Dienst.
      Ist ja auch genau so gewollt, und mal Hand aufs Herz:
      Welcher erfolgreiche oder und auch angesehene Familenvater möchte denn seinen Kindern erklären, warum die Scheiben eingeworfen wurden oder „hier wohnt ein Nazi“ am Haus prangt.
      Und dennoch finden sich immer mal wieder mutige Leute, die das Ganze auf sich nehmen. So etwas ist für mich WIRKLICHER Mut.

      Hinzu kommt auch noch, dass ein solcher Erfolg und eine neu entstandene Struktur immer auch Blender anzieht, die hier in wenige Jahren, das erreichen können, wozu sie in anderen Parteien Jahrzehnte gebraucht hätte.

      Und dass man dann mal Personal bekommt, welches Im Vergleich zu den anderen Parteien, die sich pber Jahre hinweg die Besten aus einem großen Pool aussuchen konnten, welches manchmal suboptimal ist, das dürfte soch jedem klar sein.

  22. Bauamt MB
    Meinen Sie nicht, daß es auch eine Rolle spielte, daßder FW Mann im Baureferat arbeitet?
    Honni soit…..

    • Im Baureferat unter einem Grünen.

      Ernsthaft, es war schon zu merken, dass die Sympathien von Grünen und SPDlern eher bei den FFW waren. Bauen ist hier eun enorm kompliziertes Thema.

  23. Ex Zeitleser
    Gibt es Vermutungen, weshalb keine Frau kandidierte und von den Grünen auch Niemand?

    „… muss man sie nicht sanieren und bei der nächsten Einladung aus Berlin hat man leider, leider keinen Raum, der bezogen werden könnte. Das ist vielleicht nicht nett gegenüber anderen Gemeinden, und da erkennt man, wie gewieft bei uns Lokalpolitik gemacht wird….“

    Solche gewieften Pragmatiker, die vielleicht nicht gerade an den 250m Villenbesitzer am See, sondern auch etwas an schon länger hier arbeitende Durchschnittsspießereihenausbesitzer denken, gibt es in der Bundespolitik zu wenige…

    • Die Grünen haben sich verrannt, da gab es einen Geschäftemacher, der… ach, lesen Sie selbst, das ist eine Geschichte aus dem Tollhaus:

    • Zum hintergrund, der Mann ist der Planer der berüchtigten Asylvilla von Gmund:

    • Ex Zeitleser
      Solche Mitmenschen gibt es in fast jeder Gemeinde. Das ist eben Dorf bis Kleinstadt. Da kennt man noch den Dorftrottel, Dorfdeppen, den Don Juan/Casanova ebenso wie den Aufschneider sowie den Querulanten,respektive Prozesshansel usw…

      Aktuell liegt das maximal mögliche Feindschafts- und Verärgerungspotential von Nachbarn/Mitbürgern, wenn man mitten in ein gehobenes Wohn-oder Villenviertel hinein eine Unterbringung von Flüchtlingen plant. Ich kenne reale Beispiele mit extremen Verwerfungen.

    • @BW
      Etwas oT, aber Sie haben was sehr wesentliches angemerkt: man kennt seine Pappenheimer. Allerdings funktioniert das nicht mehr, wenn die auf der „großen Bühne“ agieren, sprich irgendwo auftreten, wo ma sie eben nicht mehr kennt…
      Zitat aus dem Dorfschmatz (Gerede): „was, der xyz? Des is doch a depperl gwen. Was macht der jetzt?“

    • Planer der berüchtigten Asylvilla von Gmund
      Was gibt es daran auszusetzen? Der Mann wollte aus purer Menschenfreundlichkeit 20 Einzelpersonen in seinem Haus unterbringen. Nicht etwa, um dann pro Kopf Miete zu kassieren, nein! Es ging ihm vermutlich darum zu verhindern, dass die armen alleinstehenden jungen Männer in unwürdigen Sammelunterkünften leben müssen.

      Sollte er seinen Plan dank eines Gerichtsurteils doch noch verwirklichen können, so bestünde die begründete Hoffnung, dass er von den Mieteinnahmen die im laufe der Zeit die dann verbilligten Nachbargrundstücke aufkaufen könnte. So hätte er dann die Möglichkeit, die Zone der Menschenfreundlichkeit Stück für Stück auszudehnen.

      Mit diesem Konzept konnte er allerdings bei den ewiggestrigen schon länger hier lebenden Einwohnern nicht wirklich punkten. Geschenkt.

      Ja mei, wartet er halt, bis seine künftigen Mieter die Deutsche Staatsangehörigkeit geschenkt bekommen oder wenigstens die Grünen das Kommunale Wahlrecht für alle Ausländer durchsetzen. Dann kann er sich von den Mietern seiner bis dahin zahlreichen Häuser endlich zum Bürgermeister wählen lassen.

    • Er hat die Prozesse schon verloren bzw. aufgegeben, daher dann auch der Versuch, es als Bürgermeister zu reissen.

    • Nochmal Glück gehabt.
      Hätte das Datum in Ihrem verlinkten Artikel lesen sollen, danke für den Hinweis.
      Zeigt aber auch, dass Gmund wirklich deutlich anders tickt als der Norden Deutschlands.

    • Ja, absolut.

    • @Kpax
      Das ist die Story fuer die Medien, ja. Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest, draengt sich der Verdacht auf, dass es schon laenger um Umbauten zwecks Nutzung der Kellerraeume fuer Wohnraum geht, was immer wieder mit Verweis auf die gueltige Bausatzung unterbunden wurde.

      Wenn man gleichzeitig einen auf Gutmensch machen moechte, und nebenbei eine erhebliche Wertsteigerung der Immobilie erzielen kann, wird einem den Versuch doch niemand verdenken. Win-win.

      Sagt jedenfalls der Zyniker in mir.

      (Falls das juristisch grenzwertig sein sollte, bitte nicht freischalten, Don!)

    • Wenn sie mal „Bastenhaus“ ooglen, finden Sie eine weitere Immobilie, mit Pool und direkt am See.

    • Bastenhaus
      OT: Doch nicht derselbe Eigentuemer? (dazu gibt Google leider nichts her. ..)

  24. Schade,ewig schade......
    Lieber Don Alphonso,
    Sie können doch diesen Blog nicht einstellen….
    Sie könnten doch im Miesbacher Boten oder in der Passauer Neuen
    Presse weiter veröffentlichen…oder nicht ??
    Herzliche Grüße und Danke für die unterhaltsamen Stunden

    • Sie werden lachen, eines der angebote kommt von einer Heimatzeitung. Da habe ich fast ein wenig überlegt… aber nein. Ich brauche eine grosse Bühne.

    • Kleine Bühnen
      haben auch ihr gutes…warum nicht die pnp?

  25. die gute alte Zeit
    Ludwig Thoma hätte sa Freid am Don u. seiner Wahrnehmung gehabt, dass sich der Bayer im Grunde so wenig verändert hat u. auch seine Integrationsaufgaben so gut bewältigt, wie man an den zugezogenen Mittelmillionären sieht. Viel Glück mit dem Wilddieb! Der kann jetzt dem Partei-Horst in der Diaspora zeigen, wie man das mit der Heimat und dem Bauen richtig macht. Vielleicht hört er auf ihn u. den Don, er ist doch schließlich auch ein Bayer.

  26. Schön ...
    Das ist mal wieder schön, Don Alphonso. Einfach schön. Draußen scheint zwar schon die Sonne, aber so was zu lesen macht den Tag noch ein bisschen heller.

  27. Ja mei
    Dahoam is dahoam, und das ist bekanntlich da, wo man es sich so schön wie möglich macht. Sind Bayern die besseren Österreicher, oder doch andersrum? Irgend jemand meinte einmal, Bayern seien der mißglückte Versuch, aus Preußen Österreicher zu machen. Maria Theresia hätte dazu bestimmt etwas geistreiches zu sagen, ich würde es auch gerne von jemand anderem hören, aber Frauen solchen Kalibers haben wir ja nicht mehr in der Politik.

    Das mit der Turnhalle erinnert mich an meinen Umgang mit ungeliebten Geschenken („ist mir beim Abstauben runtergefallen”).

  28. Die einzige Alternative ...
    … zum vorherrschenden Wahnsinn ist bodenständiger, gesunder Menschenverstand. Ich habe durchaus die Hoffnung, dass zumindest das Landvolk (Oh, Sorry, das ist ja heutzutage schon ein unanständiger Begriff) deshalb nicht für die AFD, sondern für die Freien Wähler stimmt. Obwohl man angesichts der „Gesamtsituation“ für Protestwahl durchaus Verständnis aufbringen kann. Die CSU dagegen ist als Steigbügelhalter der Berliner Clique doch längst entlarvt und genau so an der Misere schuldig wie alle anderen „etablierten“ Parteien. Und jene Stimmen werden lauter, die der EU binnen weniger Jahre eine Wirtschaftskrise prognostizieren, gegen die wir uns nach der Migrationskrise zurücksehnen werden …
    Aber wenn es für die CSU im Herbst nicht reicht, dann koaliert man halt mit den anderen Wahlverlierern, das Vorbild ist doch da.

    • Die FW sind regional auch nicht anders als die CSU, das ist ihr Problem.

    • Lieber Roland,
      „Und jene Stimmen werden lauter, die der EU binnen weniger Jahre eine Wirtschaftskrise prognostizieren, gegen die wir uns nach der Migrationskrise zurücksehnen werden …“

      Wer sagt denn, dass wir nur das eine oder das andere haben können? ;-)

    • @ Roland
      Richtig, bloß nicht mal Muti zeigen, blpß kein Profil, immer schön abgerundete Kanten.

  29. Die neuen Zeitzeugen
    Manchmal muss man einfach lesen. Da gibt es neue Zeugen der Zeit. Ein paar Beispiele? Gerne:

    SZ: Spahn wird zerlegt.
    Zeitzeuge Alexander E. (Langzeitarbeitsloser, 44, gesund)
    “ Ich finde Spahns Aussage unüberlegt… z.b. können Hartz4- Kinder nur von einer Lewisjeans träumen..“ aha.

    FAZ: Londons Bürgermeister jammert und droht.
    Zeitzeuge Sadiq Khan
    “ it s time to act on hate speech. Some tweets wish to kill me. Germans NDG seems to be helpful ..if Technology Business does not react by itself…“

    ZEIT: Berlin leidet unter stadtbekanntem Nazi. Polizei machtlos.
    Zeitzeuge: Mohamed Amjahid (Gutmensch, Arbeiter, Ambassador arab. Frühling, etc.)
    “ seit Ende der 80er greifen Neonazis Linke an…Verfassungsschutz ist nicht wirklich an Aufklärung interessiert…“ zusammenfassende Zitate Dritter.

    Die Geschichtsschreibung ist immer die Geschichte der Sieger. Wer hat das schon wieder gesagt?

    Übrigens Mohamed Amjahid wäscht gerne nach den Kochen sofort ab. Also, mal angenommen wir werden mit der Medienarbeit (altdeutsch Propaganda) hier gekocht, dann verheisst der „sofortige Abwasch“ nichts gutes. Der Dreck muss weg. Ist ja für die gute Sache. Zweck heiligt Mittel. BRD 1977. Unverarbeiteter Deutscher Frühling oder Herbst.

    Eigentlich waren es nur Kleinkriminelle wie auch Heute. Und die Gutmenschen schauen weg. Für die gute Sache.

  30. Bodenverbrauch
    Lieber Don!
    Wie schön dass südlich vom Tegernssee der – aus meiner Tiroler Sicht schönere – Achensee liegt und die Grenze für Bayern offen bleibt!

    In der Inntalfurche machen sich der Bodenverbrauch und die immer intensiver werdenden Nutzungsansprüche in stetig steigenden Grundstückspreisen massiv bemerkbar. Ich fand zuletzt den Tegernsee und Rosenheim geradezu preisgünstig und überlege mir, z.B.: in Bruckmühl etwas zu kaufen. Maxlrein, mit seinem schönsten aller Biergärten (mit Blick auf die Tiroler Berge) unter der weiß-blauen Sonne ist dann nur noch einen Katzensprung entfernt.

    In Tirol stößt die Baulandmobilisierung bereits überall an ihre Grenzen. Dies schon ohne die „neu Dazugekommenen“. Bei Grundpreisen jenseit der € 500,–/m² kommt halt keine Freude auf, wenn diese „Burschen“ gratis wohnen und der Einheimische, der keinen Baugrund bekam, zu kämpfen hat, dass er für sich und seine Kleinfamilie, das Dach über’m Kopf bezahlt.

    Diejenigen, die etwas mehr Grund um ihre Häuser haben und deren Wohnnutzfläche großzügiger bemessen ist, haben wiederum keine Freude daran, dass ihnen der verdichte Wohnungsbau immer näher an die eigene Grundgrenze rückt. Die wählten dann den Kurz und die anderen den Strache, damit es (vielleicht) nicht noch schlimmer bzw. teurer wird.

    moriturus te salutat!

    • Da haben Sie leder recht, tirol hat da wirklich ein Problem und dann auch noch wirklich hässliche Bauprojekte oberhalb von Hall und Innsbruck. Ich empfehle immer Bayerischzell, das ist noch günstig.

    • Bayrischzell
      ist günstiger, weil man dort keinen Zweitwohnsitz anmelden darf, sondern nur Erstwohnsitz.

      Mache das mal einer in Berlin, alle Probleme wären gelöst.

  31. Im Oktober...
    …werds wirkle schwierig bei da Wahl. Wenn bei de FW ned da Aiwanger vorn dro steh dad… Aber die Schwarzn werds sauber naß neigehn, da wern einige bläd schaun schätz I. Gfrei mi scho auf de Nachlese vom Don, wo aa immer…

  32. weniger Modernisierung, mehr schöne Aussicht (nach der Fastenzeit)
    „Staatspartei CSU“, sehr geehrter Don Alphonso, damit ist das Selbstverständnis der CSU treffend und knapp beschrieben. Bei der CDU zerbröselte dieses Selbstverständnis bereits.

    Schöner Beginn Ihrer Count-Down-Schleife bei der FAZ über Heimat und Natur mit Ihrem Selbstverständnis, das weniger Modernisierung mehr ist.

    Auch dieser Aspekt Ihrer Texte ist ein Grund Ihnen weiter zu „folgen“.

    Gelungener Don-Alphonso-Essay mit aussagekräftiger sozialer Charakterstudie bei reflexiven Abstand und robusten, weltweisen Verständnis für politisches Handeln samt dem Bekenntnis zum Eigenen: wenigstens über die vermittelbare Schöne Aussicht, die „Alpen“ nicht weiter zu zersiedeln.

    Nach der Fastenzeit gibt es in Hamburg Torte zur Erinnerung an Ihren
    Konditor.

    • ab 1. April, 0 Uhr darf getortet werden!

    • Frage
      Meines Wissens gehört der Ostersonntag noch zur Fastenzeit, zumindest bei den Evangelen, also Schlemmen in diesem Jahr des Herrn erst ab 02.04. Wie ist das denn bei den Katholen?
      Gruß K

    • Die Staatsdoktrin lautet aber anders.
      (Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD)

      Ein neuer Aufbruch für Europa
      Eine neue Dynamik für Deutschland
      Ein neuer Zusammenhalt für unser Land

      3x mit Ein(e) anfangen (ganz böse Sache oder Mut zur Schlichtheit).

      „Wir wollen eine stabile und handlungsfähige Regierung bilden, die das Richtige tut. Dabei streben wir einen politischen Stil an, der die öffentliche Debatte belebt, Unterschiede sichtbar lässt und damit die Demokratie stärkt“ – (Selbstironie können sie auch noch).

      Gestern wollte ich auf dem Bürgermeisteramt meine Tochter wieder zuhause anmelden. Jetzt braucht es aber (seit 2015 auch in BaWü / klingelt es da irgendwo?) eine Bestätigung vom Vermieter, dass sie auch wirklich bei uns wohnt, so die Auskunft der Sekretärin.

      Ich sagte: „Leute, macht doch nicht alles so kompliziert! Wieso machen die in Berlin ihren Scheißladen nicht einfach zu, kommt eh nichts Gescheites dabei raus“?

      „Ja, und wir hätten weniger Arbeit“, war Ihre trockene Antwort.

      Da war ich kurz mal sprachlos.

    • @Kalchas
      Nach meiner Erinnerung mit dem Karsamstag bzw. Ende der Karwoche. Das ist aber wie mit Maultaschen. Praktiziert wird auch gerne bis Karsamstag „12 Uhr Mittags“. Aber Ostersonntag gehört bei uns definitiv nicht dazu. Aber meine Hand dafür ins Feuer legen würde ich jetzt nicht.


    • Ostersonntag noch zur Fastenzeit
      Hä??
      Osterfeuer gibt es schon am Ostersamstag, Ostersonntag ist der Sonntag schlechthin, also ganz bestimmt keine Fastenzeit!!

    • Fastenzeit
      Nach alter Lehre der Kirche gehören die Sonntage ohnehin nicht zur Fastenzeit.
      Ansonsten, Hochfeste haben (wie auch Sonntage) zwei Vespern, die erste am Nachmittag vor dem Fest, die zweite am Festtag.
      Es ist weit verbreitete Sitte, dass nach der ersten Vesper das Fasten aufhört, bei Hardlinern erst nach der Vigilfeier (novus Ordo Feier der Osternacht), aber da das spät sein kann und viel Essen nach Mitternacht ungesund ist, halten wir es mit der volkstümlichen Interpretation und am (Kar-) Samstag nach der Vesper ist Schluss mit Fasten. Ohnehin kommt von da der alte bajuwarische Ausdruck „Verspern“ für ein durchaus herzhaftes Mahl am Nachmittag, eigentlich zur Stärkung für das Durchhaltevermögen in der langen liturgischen Form einer gesungenen Vesper ( wenn Sie mögen hören Sie mal Mozart versprae solemmnes de confessore). Bei etwas kirchenferneren Bayern kann das Vespern dahoam auch den Kirchenbesuch ersetzen.
      Wobei man bei Ansicht der Buamkuchentorte schon in Versuchung geführt werden kann. Et ne nos ducas in tentationem…
      Erwähnte ich schon dass wir stramm katholisch sind?

      Auf wiedersehen ab 01.04. wo auch immer, verehrter Don!

    • @Dr. Seltsam
      machen Sie mit Ihrer Tochter einen Untermietvertrag, dann sind Sie der Vermieter ;-))

  33. Sogar in Gmund.....
    Man muss sich nur umschauen, die Zeiten der grossen „Volks“parteien sind einfach vorbei. In Frankreich, in Italien und auch in Deutschland. In allen dreien gab es je eine sogenannte konservative und eine sogenannte sozialdemokratische Partei, die zusammen auf 80% der Stimmen kamen und jetzt noch 20 -50% haben mit nach wie vor fallender Tendenz.

    Man will mehr und mehr Leute haben die tatsächlich Politik machen, und nicht diejenigen die nur mehr den Zirkus von Berlin, Rom, Paris, Brüssel oder London aus verwalten, die sich nur mehr Sachzwänge, Alternativloses und Systemrelevantes kümmern und die schwarze Nullen und Wachstumsraten für die Grundwerte des Lebens der Menschen halten.
    Die Frage ist halt wer am Ende die Regierungen stellt, wenn man das Parteienpack zur Stadt hinausjagt.

    Da passen solche Bürgermeister für den Anfang sehr viel besser.

    • Ja, sowas ist immer auch eine gewisse Absage an die Nation und an Europa. Bezeichnenderweise gewinnt dann in Frankfurt die SPD haushoch. Ach das ist ein Egoismus.

    • Bald hams ...
      … ja eine neue Heimat. Irgendwo anders …. und hier ist’s dann endlich schön. Und Tschüss!

    • Ist die Zeit der Volksparteien vorbei.
      Ich glaube nicht. Wichtig ist, dass über die wichtigen Themen im Parlament diskutiert und gestritten wird. Ich denke da an die Ostverträge, da war kein Platz mehr für andere. Wenn es im Parlament eine Allparteienkoalition gibt, dann sucht sich das Volk Alternativen. Siehe Atomkraft und NATO-Doppelbeschluss, siehe Agenda 2010, siehe Migrationspoltik.

    • @TDV: Kleine Mengenlehre
      Wenn die zusammen 80% Linke&Rechte zur Mitte drängen, wird wegen der größeren Schnittmenge die Gesamtmenge kleiner. 50% ist nur der Anfang vom Ende.

      Unser Demokratiemodell der edlen Einfalt und stillen Größe (kurz: schön doof) ist ein Auslaufmodell. Das tolerante Europa wird in Schönheit verarmen. Schon in den 80ern war zu lesen, dass Europa im nächsten Jahrtausend zum Zonenrandgebiet verschrumpft.

      Enzensbergers ‚Große Wanderung‘ datiert von 1992. Merkels Asylantenflut von 2015 beschleunigt nur die Verteilungskämpfe, und aus Bayerns Millionärsdörfern werden schneller wieder Kuhdörfer – die gute alte Heimat. Was will man mehr?

  34. "nix Falsches nicht schreibe"
    Einfach klasse, diese sprachliche Fehlertoleranz.

    Es ist doch immer wieder schön zu lesen, daß Menschen mit dem zufrieden und glücklich sind, was sie haben und wie sie leben. Und wenn die Obrigkeit da auch noch mitspielt, ganz ohne gezinkte Karten, umso besser. Wenn heile Welt und Heimat eins sind, dann passt’s.

    Im überteuert gemieteten Plattenbau und in der anonymen Masse dürften solche Gefühle eher nicht entstehen. Da tobt der Kampf jeder gegen jeden und Gemeinschaft findet an den Tafeln statt. Weit jenseits der Welt eines Emporkömmlings wie Jens Spahn, der Hartz-IV für völlig ausreichend hält, ein gutes Leben zu führen.

    Wie, so frage ich mich immer wieder, soll abseits einer menschenwürdigen Existenz, ohne Möglichkeit der Teilhabe und voller Stigmatisierung ein Heimatgefühl aufkommen. Wer kann sich unter Zwang und unter Bedrohung der eigenen Existenz durch die heimatliche Obrigkeit denn heimisch fühlen? Armut und Einsamkeit lösen nunmal keine Heimatgefühle aus, egal ob jung oder alt.

    Wohl denen, die sich noch mit Kleinigkeiten beschäftigen können. Obwohl, so mancher Almwirt hat auch da den Kampf verloren. Was der nach dem Verlust der Existenz wohl über Heimat und Obrigkeit denkt?

    Heimat und Fortschritt müssen sich nicht ausschließen, es kommt halt darauf an, beides sinnvoll und akzeptabel zu verbinden. Solange Bürger und Obrigkeit dabei an einem Strang ziehen, ist alles möglich.

    • Das ist Bayerisch, „nix Foisch ned“ – eine doppelte Verneinung, die nur eine ist.


    • Ich frag mich nur immer, ob das einen tieferen Hintergrund hat. Ob das in Richtung zivilen Ungehorsams o. ä. geht. Jedenfalls ist diese sprachlich regionale Besonderheit irgendwie anziehend.

    • Finde ich auch, speziell, wenn es markant ist und gepflegt wird.

    • Jens Spahn
      Jens Spahn hat dies so nicht gesagt, er teilt die Meinung mit vielen Tafelmitarbeitern, man hungert nicht mit Hartz 4 in Deutschland. Gut damit leben kann man sicherlich nicht.


    • Hätten Sie, Manuela, geschrieben, man verhungere nicht mit Hartz-IV, so wäre das näher an der Realität. Jedenfalls solange die Leistungen nicht sanktioniert werden, wie es so schön aber menschenverachtend heißt.

      Der Spahn bestritt, daß Hartz-IV-Empfänger arm seien. Er äußerte weiter, die Tafeln würden nur genutzt, um sich vom Hartz-Einkommen Alkohol und Zigaretten leisten zu können. Allein das ist schon purer Zynismus und belegt, was ich schon vor Monaten zu diesem „Politiker“ schrieb: Der gehört nicht in eine Regierung.

      Daß Tafeln sich als Zusatzleistung betrachten und damit indirekt das Hartz-System gutheißen, habe ich im Rahmen des Streites um die Essener-Tafel auch mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Allerdings vermute ich mal, daß das nicht so gemeint war. Wohlweislich wurde das Gutheißen von Hartz-IV von den Medien aber nicht weiter hinterfragt.

      Hartz-IV ist Armut, ermöglicht keine Teilhabe und ermöglicht nicht einmal eine gesunde Lebensführung. Hartz-IV ist kontraproduktiver Zwang, der durch Leistungsverweigerung bis auf Null unterstützt wird. Hartz-IV tritt die Menschenwürde mit Füßen und ist menschenverachtend. Es ist einfach unglaublich, wie in diesem Land mit Menschen umgegangen wird und daß es Menschen gibt, die das auch noch unterstützen.

      Und dann kommt ein Spahn und findet das alles auch noch richtig. Nach den unsäglichen Aussagen dieses Möchtegern an anderer Stelle zur Rente sehe ich mich in der Einschätzung dieses … voll bestätigt. Sorry, Manuela, aber da platzt zumindest mir noch der Kragen. Mit Rücksicht auf meinen Blutdruck möchte ich mich auch nicht noch ausführlicher damit beschäftigen. Da kann einem doch nur noch schlecht werden, da kann man sich doch nur noch angewiedert abwenden.

    • ... meine Güte ..
      … der kranke, aber an sich arbeitsfähige, depressive, ehrliche Single in einer Großstadt kann nicht gut mit H4 leben.

      Der afghanische Analphabet mit zwei Frauen und 7 Kindern Immo dagegen schon.

      Ebenso der Türke mit deutschem Pass und Ehefrau auf dem Papier, der am Kotti Drogen vertickt und eine verschwiegene Immobilie in der Heimat hat.

      H4 belohnt halt diejenigen, die das System schlau ausnehmen, aber sicher nicht den Ehrlichen.

      Ist doch simpel.

    • @Otto Meier @ Manuela
      Beide haben Sie Recht und Unrecht…
      Meine über 80jährige Nachbarin wunderte sich einmal über die Hartz4 Sätze: „soviel hab ich nicht zur Verfügung“.
      Ich habe dann mal kalkuliert, wofür sie Geld ausgab und kam zu dem Schluss, dass sie durchaus leben konnte.
      Ihre Rente betrug knapp 400€, weil ihr Mann für die Arbeit im gemeinsamen Geschäft keine Beiträge abgeführt hatte.
      Hartz4 hätte sie nicht bekommen, da ein Haus da war. Sie kaufte nie beim Discounter, immer im Einzelhandel. Wurst und Fleisch mochte sie nicht. Keine Softdrinks, aber ein Gläschen Likör oder Wein war immer im Haus.
      Telefon ja, Handy nein. Gefroren hat sie auch nicht, allerdings nicht alle Zimmer geheizt.
      Gesellschaftlichte Teilhabe, naja. Sie ging abends nicht aus…
      Zu Jens Spahn lesen Sie bitte im „postillon“ nach…461€ für ein gepflegtes Abendessen…nein, dieser Personenkreis hat wahrscheinlich keine Ahnung, worum es geht….

    • @ Meier
      Ich gebe Ihnen vollumfänglich recht: die Spahn-Äußerungen sind zynisch und Hartz IV ist, zumindest für Leute über 50, in der Tat menschenverachtend. Gedacht war es ja ursprünglich mal dafür, die faulen Jüngeren aus der sozialen Hängematte raus und auf Trab zu halten. Aber bei best agern ist HartzIV echt fehl am Platz. Zwei Dinge finde ich voll skandalös: 1. wenn irgendwelche überheblichen, bourgeoisen Muttersöhnchen über Hartz IV Leute herziehen und 2. dass es sowas wie Hartz IV und Altersarmut in unserem angeblich ach so reichen Land gibt.

      Mutti und ihrer Bourgeoisiegang ist nix zu teuer wenn es darum geht ihrer Partei durch „virtue signalling“ und Anbiederung an grüne Wählerinteressen vermeintliche Stimmen zu verschaffen. Ist ja nicht deren Geld, die Steuerzahler müssen hart dafür schuften. Wenn man sich mal vor Augen führt mit welchem Größenwahn hierzulande einerseits Geld verschwendet wird: für Refutschi Wällkamm und Eurorettung wurden und werden Milliarden vergeudet. Da regt man sich drüber auf wenn Trump Strafzölle ankündigt. Wenn man aber hier nicht Politik nach dem Schönwetter-, sondern dem Vorsichtsprinzip machen würde müsste man davor keine Angst haben. Man muss immer mit sowas oder einer Rezession rechnen, da wirft man die hart erarbeiteten Mittel nicht so zum Fenster raus.

      Es fehlen einem die Worte wenn man sich andererseits ansieht wie man mit den Rentnern in diesem Land umgeht. Kaum einer dort kriegt was er verdient hätte. Und diese Leute haben sich die Knochen kaputt gearbeitet um dieses Land aufzubauen. Ich könnte aus der Haut fahren wenn ich diese ganzen Lügen in puncto „reiches Land“ höre. Wenn wir reich sind, wo ist dann die ganze Kohle? Also mir geht’s nicht zu gut. Und da bin ich wohl nicht allein.

      Unsere Infrastruktur bröselt immer mehr, die Kommunen sind bankrott und was das individuelle Vermögen angeht liegen wir laut Statistik europaweit im unteren Drittel. Schluss mit all den Lügen.

      Auch da müssen Dinge anders werden.

    • Well, it ain’t no use to sit and wonder why, babe. Even you don't know by now.

      „Diese sprachlich regionale Besonderheit“ gibt es in vielen Sprachen, nicht bloß generell die doppelte Verneinung, sondern die oben angewendete Form, die mit einer Verneinung zuviel einhergeht. Gewisse Formen im Niederdeutschen (Platt) und im Englischen dürften gemeinsame Wurzeln haben.


    • Sprachlich regionale Besonderheit bezog ich lediglich auf Deutschland, flitz. Und Plattdeutsch wird, zumindest in meiner Gegend, nur noch in Heimatvereinen gepflegt, während das Bayrische noch weit verbreitet zu sein scheint. Mir gefällts jedenfalls.


    • Um der Wahrheit die Ehre zu geben, das aber auch abschließend.

      Es gibt immer Menschen und in allen Schichten, die auf Kosten der anderen leben und nur an sich selbst denken. Das gilt für Reiche wie für Arme und selbstverständlich auch für Hartz-IV-Empfänger. Da wird auch gerne ganz pauschal argumentiert, auch ich kann mich davon nicht immer freisprechen. Und das ist falsch, wie sich bei Hartz-IV ganz deutlich zeigt.

      Es gibt Politiker, die das in wohlfeile Worte kleiden und es gibt solche, die dazu zu dumm sind. Und auf dumme Politiker würde ich gerne verzichten können.

      Gemeinsam ist allen Politikern, daß sie an den Mißständen aus verschiedenen Gründen nicht wirklich etwas ändern. Und das ist in einer Demokratie ein auf Dauer unhaltbarer Zustand. Leider bietet eine parlamentarische Demokratie kaum Möglichkeiten, daß die Bürger in politische Entscheidungen eingreifen können. Wäre das anders, sähe es vermutlich deutlich anders aus in diesem Land. Daher ist in meinen Augen die Forderung nach plebiszitären Elementen auf Bundesebene die wichtigste politische Forderung überhaupt. Nur so lassen sich ohne gewagte politische Wahlexperimente Veränderungen erzielen, die als Reformen zu bezeichnen wären. Und Reformen braucht dieses Land mehr als alles andere. Besser Heute als Morgen.

    • Doppelte Verneinung - zum...
      Für die Unerschrockenen hier:
      Doppelte Verneinung gibt es bereits im (Alt-)Griechischen! – und als besonders einprägsames Beispiel hat unser Lehrer dann ein bayrisches verwendet (in einer Schule im Rheinland…):
      „I hob nia niamad nia nix doa!“

    • Herrschaft
      „Leider bietet eine parlamentarische Demokratie kaum Möglichkeiten, daß die Bürger in politische Entscheidungen eingreifen können. Wäre das anders, sähe es vermutlich deutlich anders aus in diesem Land. Daher ist in meinen Augen die Forderung nach plebiszitären Elementen auf Bundesebene die wichtigste politische Forderung überhaupt.“
      Genau, aber warum nur Elemente? Die Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild ist die einzig sinnvolle Möglichkeit, die Parteienherrschaft zu beenden! Dann werden „die Menschen“ sich plötzlich ganz anders mit den wichtigen Themen beschäftigen.
      „Wer kann sich unter Zwang und unter Bedrohung der eigenen Existenz durch die heimatliche Obrigkeit denn heimisch fühlen?“
      Also es ist ja umgekehrt: Die „Obrigkeit“ garantiert doch durch umfassende Leistungen die Existenz. Über die Höhe dieser Leistungen sollte auch das Volk entscheiden. Die Hoheit über den Haushalt gehört zu den wichtigsten Rechten der Demokratie.


    • In der Schweiz gibt es auch „nur“ Elemente der direkten Demokratie, Herr Kinshofer.

      Und die Obrigkeit garantiert keine Existenz, solange sie Forderungen an diese knüpft, Stichwort Sanktionen. Von Teilhabe mal ganz zu schweigen.

      Das BVerfG hat in einer Entscheidung zu den Regelsätzen vom soziokulturellen Existenzminimum gesprochen und andeutungsweise dessen Bedingungslosigkeit in den Raum gestellt. Also im Grunde ein BGE gefordert, welches Existenz und Teilhabe gewährleistet.

      Neuerdings ist aus politischen Kreisen ja zu hören, die Kinder vom Hartz-IV-Irrsinn zu befreien. Das wäre mal ein Anfang. Allerdings höre ich jetzt schon die sicherlich dann gut formulierte Unterstellung, das käme doch nur den sozialschmarotzenden Eltern zugute, so daß das keine Lösung wäre.

      Das sich hier und an anderer Stelle in den Argumentationen offenbarende Menschenbild ist nicht weit von alten Zeiten entfernt. Wie man sich bei derartiger Behandlung heimisch oder auch nur motiviert fühlen kann, erschließt sich mir nicht. Und daß das ausgerechnet durch rot-grün initiiert wurde, sollten die Bürger niemals vergessen.

    • Speziell, welche Göring-Eckardt bei den Grünen dahinter war.

    • Vorstellung
      „Das sich hier und an anderer Stelle in den Argumentationen offenbarende Menschenbild ist nicht weit von alten Zeiten entfernt.“
      Glauben Sie, der Mensch hätte sich in – sagen wir – den letzten paar hundert Jahren entscheidend verändert? Oder dass die Menschen früherer Zeiten blind waren, und mithin ein ganz falsches Menschenbild hatten?
      Oder sieht es nicht eher so aus, als ob sich erst in den letzten Jahrzehnten ein ganz schiefes Menschenbild durchgesetzt hätte, auf Grundlage „moderner Ideen“? Oder verstehen wir unter einem Bild eine Wunschvorstellung, also etwas, das die schnöde Wirklichkeit zu dem ergänzt, was eigentlich sein sollte?


    • Es war wohl in den 70ern, Herr Kinshofer, als ich zeitweise den Eindruck hatte, daß sich das Menschenbild in Deutschland doch so langsam zum Besseren wandeln könnte. Schröder und Fischer haben mir diese Illusion dann endgültig geraubt.

      Aber das ist nur ein Punkt unter vielen, da haben Sie recht. Mein Menschenbild ist ein grundsätzlich humanitäres. Es im Einzelnen darlegen zu wollen, würde hier einfach zu weit führen. Das begänne bei den Philosophen der Antike und endete vielleicht aktuell bei der Frage nach den Rechten und Pflichten des Staates gegenüber den Staatsbürgern. Und obwohl mein Menschenbild sicherlich ein schwer erreichbares Ideal darstellt, verstehe ich nicht, daß der Mensch nicht danach trachtet.

      Mal ganz banal und sicherlich nicht annähernd treffend ausgedrückt, kumuliert mein Menschenbild vielleicht in dem Postulat: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Immer unter der Voraussetzung, man befände sich an Stelle des anderen.

    • Sowas kommt von sowas
      „Es war wohl in den 70ern, Herr Kinshofer, als ich zeitweise den Eindruck hatte, daß sich das Menschenbild in Deutschland doch so langsam zum Besseren wandeln könnte.“
      Ja sehen Sie Herr Meier, und ich habe damals – trotz relativer Jugend – gedacht, jetzt fangen die endgültig an zu spinnen. Wir diskutierten mit den Lehrern über Noten, alles wurde daraufhin abgeklopft, ob es auch „soziale Relevanz“ hatte, man konnte mit Sport und Erdkunde als Hauptfach Abitur machen, und an der Schulwand stand „legal, illegal, scheißegal!“. Und im Großen: Massenverbeamtung, Entkopplung der Löhne und Sozialleistungen vom Wachstum der Produktivität, in der Folge Massenarbeitslosigkeit und galoppierende Inflation.
      Damals wurde der Grundstock für das gelegt, was den Don und viele hier heute aufregt.

      „Mein Menschenbild ist ein grundsätzlich humanitäres.“
      Ja das ist ja schön! Nur bedeutete Humanität ursprünglich mal, sich an den Möglichkeiten UND GRENZEN des Menschen zu orientieren. Und die Grenzen wurden in den folgenden Ideologien leider vergessen.
      Am Ende jeder Utopie, die man ernsthaft verwirklichen will, stehen Totalitarismus und Massaker.


    • Über die Details, Herr Kinshofer, kann, darf und soll man immer streiten. Dazu ist hier aber nicht der geeignete Ort. So etwas funktioniert nur über persönliche Gespräche und einen langen Zeitraum.

      Hier können Themen nur grob angerissen werden und daher widerspreche ich Ihnen auch nicht, das wäre nur ebenso pauschal und oberflächlich, wie es nun einmal im Netz fast immer ist.

      Nur Ihrem Fazit widerspreche ich, denn das wirkliche Streben nach Idealen oder auch, wie Sie es nennen, Utopien, endet nie in Totalitarismus und Massaker. Denn dann sind Ideale und Utopien im humanitären Sinne längst verloren gegangen.

  35. Wahlentscheidung
    Wahlentscheidungen sind manchmal schwierig. Schön, wie DA das wieder aufgedröselt hat.

    Traditionell wähle ich bei Erststimmen immer jemand, der einen Beruf hat, also eine Lehre, eine Ausbildung, ein Studium o.ä. und den Beruf auch ausgeübt hat. Oder eine verantwortliche Position ohne Fangnetz. Keine Juristen, keine Lehrer, keine Pfarrer, diese Gruppen mögen mir verzeihen. Das soll jetzt keine Diskriminierung sein, ich wünsche mir halt mehr Beteiligung anderer Gruppen.

    Den Mitarbeiter im Bauamt hätte ich ganz sicher auch als möglichen Kandidaten gesehen. Die Partei ist mir dann schon fast egal.

  36. Das wusste man schon seit dem Durchdrücken des Altmühlabschnitts...
    des Rhein-Main-Donaukanals, dass der Staatspartei, wenn irgendwo lukrative Gschäftln winken, das ganze „Heimat-bewahren“-Gerede nur als zugkräftige Deko und Dummenfang taugt. Da ist’s natürlich besonders witzig, wenn ausgerechnet das Berliner Austragshäusl vom Drehhofer die Bezeichnung „Heimat“ angeklebt kriegt wie ein Hellersdorfer WBS 70-Plattenbau eine Lüftlmalerei.

    Die letzte Schweinerei spielt sich ja hier ab:

    Und das ganze für eine moribunde Massenskitourismusindustrie, deren klimawandelbedingte letzte Zuckungen (zumindest im bayerischen Alpenraum) sich eher in Jahren als in Jahrzehnten vollziehen dürften.

    Ja, die CSU bettelt dieses Wahljahr geradezu darum , gewaltig einen auf die Mütze zu bekommen.

    • Ja, das spielt auch in solche Entscheidungen hinein.

    • Ex Zeitleser
      Ich glaube nicht, dass die CSU sehr deutlich verliert. Wenn es Söder als MP und Seehofer als Innenminister-Sheriff halbwegs gelingt die Volkseele zu beruhigen und die Stimmung zu treffen, werden viele Wähler zum Bewährten und Bekannten greifen, selbst wenn es nur Sonntagssprüche sind. Anders wäre es bei einer Bundestagswahl. Die AFD wird sich wohl um die 10% einpegeln. Da holt sich Söder ein paar Prozent zurück n Weiter verlieren wird wohl die SPD.

    • Ich schaue da rüber und frage mich,
      Warum es gemacht werden soll? Es gibt 2 Dörfer, die das möchten und eigentlich jetzt schon gut vom Tourismus leben.Ein Ehemaliger aus der Nationalmanschaft ist dabei.
      Die CSU wird selbst in diesen Dörfern nicht alle Stimmen bekommen und in anderen verlieren.Da ist aber der Söder ganz vorn mit dabei…

    • Wie sollen die zwei das denn reißen, der Söder und der Horsti?
      Beim Horsti muß man ja annehmen, daß er seine Meinung oder Haltung oder den Gesetzesentwurf sofort nach der LTW wieder ändert (man denke an die Klagen gegen die Grenzöffnung, gegen die Ehe für alle, an sein Lob für Merkel als Kandidatin etc.).

      Und außerdem: Was sollen sie denn machen?

      Die Polizei und Justiz haben erst dann wieder halbwegs Kapazitäten, wenn man Schwarzfahren und Diebstähle durch die Verwaltungen bearbeiten lässt.
      Das wird ja ernsthaft vorgeschlagen, und ich hätte sehr gern die Meinung von Herrn Giuliani dazu gehört.

      „Save a life, bin your knife“, nach dem englischen Modell:
      Die Entwaffnung der Zivilbevölkerung, damit nur noch Kriminelle Waffen haben? („Sie konnten ihr Glück kaum fassen“, Terry Pratchett)

      Ich möchte ja hoffen.

  37. "Die Heimat ist wohl das Teuerste was Menschen besitzen!" (Euripides)
    und noch ein Spruch von demselben: „gibt’s kein höheres Übel doch als den Verlust der Heimat.“ Um jedem nur erdenklichen Empörungsgeschrei nun von vornherein zu begegnen: nein, Ihr grünwählenden PISA-Pennäler, die weder Ihr noch Eure Pauker jemals etwas von diesem Euripides gehört habt, und wenn ihr euch noch so krumm legt und es Euch noch so wenig in den Kram Eures völlig verzerrten, simplifizierenden Weltbildes passt: jener Euripides war kein Nazi. Da Ihr zwar gebetsmühlenartig bei jeder sich bietenden Gelegenheit eilig versichern müsst, Ihr seiet doch gar keine Nazis und es mit dem Euch eingebleuten „virtue signalling“ untermauern müsst, andererseits von Geschichte aber Null Ahnung habt (weder was Daten noch was Zusammenhänge angeht): die Nazis, das war im 20. Jahrhundert, nach Christus, Euripides (um wenigste eine Eurer vielen Bildungslücken zu füllen) war ein berühmter griechischer Dichter und lebte um 400 VOR Christus. Man liest ihn aber heute noch, bzw. führt seine Stücke auf (vorausgesetzt man kann lesen).

    Hier mal noch ein paar Zitate anderer berühmter Persönlichkeiten (klar, Ihr kennt die Knilche alle nicht, spielen weder in Lindenstraße mit noch sind sie auf fazebuk oder auf dem Grünenparteitag):

    „Wie teuer ist die Heimat allen edlen Herzen.“ (Voltaire)

    „Schnell knüpfen sich der Liebe zarte Bande, wo man beglückt ist man im Vaterlande.“ (Friedrich von Schiller; ach ja übrigens, der Begriff „Vaterland“ bleibt auch hier stehen, ganz ohne Gerichtsurteil)

    „Die Welt, die fremde, lohnt mit Kränkung was sich umwerbend ihr gesellt, das Haus, die Heimat, die Beschränkung, das sind das Glück und sind die Welt.“ (Theodor Fontane)

    „Ohne Heimat sein heißt leiden.“ (Dostojewski)

    „Wer nicht weiß welchem Hafen er zusteuern soll, für den gibt es keinen günstigen Fahrwind.“ (Seneca)

    Tja, liebe linksgrüne Pennäler, ob Ihr’s glaubt oder nicht, die Zitierten, das waren nachweislich alles KEINE Nazis. Und wenn Euch Eure Pauker etwas anderes erzählen sollten (denn viel mehr Ahnung als Ihr haben die ja auch nicht, woher auch?), dann lasst sie einfach etwas googeln. So schwer ist das doch nicht, wenn Ihr denen das beibringt, das kriegen selbst die auf die Reihe.

    Es würden sich noch endlos weitere Zitate berühmter Persönlichkeiten zum Thema „Heimat“ hier anführen. Ich setze eher auf die Klassik und lasse mir von keinem Linken vorschreiben was ich unter Heimat zu verstehen habe.

    Ach ja: selbst der so gerne von den Linken vereinnahmte Heinrich Böll hat sich immer wieder zum Thema „Heimat“ geäußert. So vor allem in seinem Roman „Wo warst Du, Adam?“, wo sein Protagonist Feinhals Tränen in den Augen hat als er ins zerstörte Köln zurück kehrt und im Zug am Rhein entlang fährt. Er weist dabei einen ehemaligen Nazi, der nun zwecks Anpassungsgründen nichts mehr von Heimat wissen will (dem Streber ist seine Karriere wichtiger) zurecht und erinnert in Zusammenhang mit dem Rhein und den Nibelungen an „Lohengrin, falls sie es nicht mehr wissen sollten.“ (sinngemäß zitiert).
    Böll nimmt dabei schon die Kritik am heimatnegierenden linksgrünen Streber (den es gerade heute so massenhaft gibt) vorweg.

    OK, die Welt wird durch Technologien (Transport, Kommunikation) schon etwas kleiner. Dennoch braucht man Heimat auch heute nich, vielleicht mehr als je zuvor.

    Als lebensunerfahrener Jugendlicher blickt man sternäugig in die Ferne, will raus aus dem provinziellen Mief. Nur um meist die Erfahrung zu machen, dass woanders auf der Welt auch nur mit Wasser gekocht wird und dass der Mief, die Provinzialität und der Chauvinismus dort oft noch wesentlich schlimmer sind.

    Der gebildete Mensch ist vielleicht Weltbürger. Aber viele wollen sich als gebildet geben indem sie ihre Heimat schlecht machen. und so rum wird eben kein Schuh daraus. Naja, der Pöbel schmückt sich immer gern mit fremden Federn.

    Zum Abschluss noch und in der Hoffnung, dass dieser Blog (der für uns alle hier auch zu einer Art Heimat wurde) an anderer, besserer Stelle wieder auferstehen möge (hoffentlich vergehen nicht mehr als 3 Tage), ein passendes Zitat dazu von unser aller Johann Wolfgang, dem ollen Goethe:
    „All diese vortrefflichen Menschen, zu denen Sie nun ein angenehmes Verhältnis haben, das ist es was ich eine Heimat nenne.“

    • Simplifizierendes Weltbild eines ehemaligen Englischlehrers
      Wie schön, Euripides zu lesen – und dann natürlich in Schillers Übersetzung, die den altgriechischen Text der „Phoinissai“ auf schwäbische Klassik hin verändert. Worum geht es bei „Heimat“ in diesem Falle? Es ist die „patris“ Tyros, die die in Theben gestrandeten phönizischen Mädchen (aufgebrochen aus Karthago), also unglücklich gestrandete Migrantinnen, herbeisehnen – und der Zitatenhuber möge bitte so redlich sein und den literarischen Kontext nicht entstellend außer acht lassen …

    • Heimat
      recte est !

    • Elend
      Ich möchte Ihre Ausführungen zur Heimat noch um die Etymologie des Wortes „Elend“ ergänzen. Das althochdeutsche „elilenti“, mittelhochdeutsch „ellende“, setzt sich aus „eli“ („ander“, „fremd“) und „lenti“ („Land“) zusammen. In einem anderen Land, in der Fremde, nicht in der Heimat lebend ist also ein elender Zustand.

    • @die Antwortenden
      @donquichotte: da bin ich aber beeindruckt angesichts dieses Übermaßes an Gelehrsamkeit. Gibt’s sowas am Genderlehrstuhl? Ich gebe zu was die Zitate angeht habe ich gegoogelt. Aber da hier ja „nur“ 6000 Zeichen zur Verfügung überlasse ich die sekundärliterarische Recherche und die entsprechende Ausarbeitung eher Ihnen und Ihresgleichen. Ich wollte hier einen Blogbeitrag schreiben, keine Dissertation. Interessant wie Sie die Dinge immer über den von Ihnen selektiv wahrgenommenen Leisten hauen. Da sind mal wieder die üblichen Klischees verhackstückt: Feminismus („phönizische Mädchen“) und Refutschi Wällkamm („Migrantinnen“). Ich habe im Moment weder Zeit noch Lust Euripides zu lesen, aber in Bezug auf diesen Quark, den Sie hier immer wieder ad nauseam breit treten kann ich mir seine Meinung (und die anderer Klassiker) gut vorstellen. Sie mit etwas Phantasie auch…naja, vielleicht doch nicht.

      @M.A.Tilda: ich kann mit Ihrem Beitrag wesentlich mehr anfangen als mit dem von donquichotte. Sachlich haben Sie sicher recht. Insofern danke für die relevante Ergänzung. Und ansonsten: Sie gehören ja nicht zu den schlauen Frauen, die gern irgendwelche schrägen Anspielungen machen, oder?

    • Contenca, bitte. Genrell einbremsen, bitte. Wirklich.

    • @ DON
      Also, verehrter DON, bei aller ehrlich gemeinten Wertschätzung, aber so schlimm fand ich das jetzt wirklich nicht. Ich muss mir ja auch einiges gefallen lassen, da muss ich auch das Recht haben mich zu wehren. Und außerdem: ich selbst lese am liebsten Beiträge mit etwas Schärfe und Pep. Und so versuche ich dann auch selbst zu schreiben. Ist eben etwas überbordende Energie. Ich bitte um Nachsicht.

    • Heimat
      ist da, wo man aufgehängt wird (frei nach Franz Dobler).

    • @Harry Charles
      Nein, ich mache keine schrägen Anspielungen. Was ich schreibe, meine ich so. Mir fällt halt bei Heimat der Wortursprung von „Elend“ ein und ich finde, da ist viel Wahres dran.

    • Danke
      Für diesen wunderbaren Kommentar. Werde ich für meine Tochter aufheben, wenn sie in ein paar Jahren die kritischen Fragen stellt.

    • "Elend" ungleich "Heimat"
      @M.A.Tilda Allerdings ist „elilant“ nicht nur ein Zustand, sondern auch die unkonkrete Namenzuschreibung für einen Fremden durch die Alteingesessenen. Beweis: Fuldaer Totenannalen (Sterberegister eines frühmittelalterlichen Großkonvents mit multinationaler Besetzung) zum Jahre 837, verzeichnet dort der Mönch „Elilant“. Da er in der Konventsliste von 825 noch nicht vertreten ist, dürfte es sich um ein jüngeres Konventsmitglied gehandelt haben, dessen fremd klingender Name vom Armarius nicht korrekt wiedergegeben wurde (so wie man eben den sorbischen Mönch einfach „Wilz“ nannte).
      Die Zeitgenossen verstanden unter „Heimat“ etwas Differenziertes. Identität wurde konstituiert durch mindestens vier Konstanten. Beleg: Grabgedicht des Abtes Hrabanus Maurus auf seinen Freund Isanbert: „Noricus genere fueram“ (also vom Geburtsrecht her Bayer, kein Provinzialromane aus Norikum) “ … atque Aquitanicus ortu“ (geboren im Languedoc) „… Francia meque aluit“ (aufgezogen hat mich ein Kloster in der Ile-de-France); später lebte er in Fulda. Also Familie – Geburtsort – Aufenthalt in der Region; drei Dinge machen den Menschen, genau jene Angaben, die heute noch in jedem deutschen Personalausweis stehen. Hinzutritt (jedenfalls im Frühmittelalter) die regionale Herkunft „Fona welihero lantskeffi sindos?“ (Altdeutsche „Kasseler“ Gespräche 805/25, geschrieben von einem Regensburger Schüler in einem Fuldaer Pastoralcodex). Dort steht auch der kleine Scherz über die Einwohner des altbairischen Herzogtums: „Tole sint Walha, spahe sint Peigira“ (Dumm sind die Walen/Walchen, schlau die Baiern) – also Spott für die „eingeborenen“ Provinzialromanen.

    • @ donquichotte, am 15 März 2018, um genau 10:37 (ganz genau!)
      Wenn man den Text von M.A.Tilda unverkrampft liest versteht man sofort, dass sie Elend und Heimat eben gerade NICHT gleichsetzt. Es geht ihr wohl eher darum, das Fremde (das heutzutage per se idealisiert wird, auch wenn es natürlich nicht per se schlecht sein muss) gegen den Begriff der Heimat abzugrenzen.

      Wissen Sie was für mich persönlich mit das größte Elend wäre? Wenn ich zu Hause eine neunmalkluge Frau hätte, die so redet wie man im Brockhaus schreibt und mit der der Abend in etwa so reizvoll wäre wie eine Proseminar-Teilnahme.

      Warum ich das hier sage?

      Ach, nur so.

  38. Schnitzel in Aspik
    Es ist wie eine „bayrische Seifenoper“, wenn Sie über Gmund und ihrer Anrainer schreiben. Ich hab´s bildhaft vor Augen, wie man in Tracht und peponischer Manier, per Rennrad die regionalen Aufgaben erledigt, um den Anwohnern auch gerecht zu werden, damit ihr Heimatgefühl bewahrt bleibt. Schön!

    Wenn es solche Landesreporter wie Sie, auch im Rest dieses ärmlichen Landes gäbe; also mit der gleichen Toleranz gegenüber dummen Linken, dummen Rechten und der mutlosen Mitte, wäre Deutschland wohl ein lebensbejahendes Land.

    Leider ist dies nicht der Fall. Aber um mich nicht weiter erklären zu müssen, empfehle ich einen Beitrag in der JF, von T. Hinze, der das noch nicht vollendete Leid beschreibt – dass auf die Ostdeutschen und die, die sich hier integriert haben, weil sie eine neue Heimat und Arbeit suchten, diese in Deutschland gefunden haben – zukommen wird.

    Und das meine Heimat so bleiben soll, wie ich sie kenn – ohne Einschub von neuer religiöser Ideologien, wissenschaftlichen Jux und Versprachsdenotationen – ist so selbstverständlich, wie in Afrika. Nun, Südafrika geht da wohl andere Wege.

    Auf Ihren Nächsten Beitrag! Cheers

    • Das liegt auch an der Region. Zu den Dörfern weiter im Norden fällt mir nichts ein.

    • Traut euch Kollegen!
      Wäre ja bisschen viel des Guten.

      Ich kann mir vorstellen, dass hier viele mitlesen. Ich weiß aus 2. Quelle, dass in Duderstadt, ein Kollege von Ihnen, 3x überlegen muss, wie er´s am besten schreibt. Wenn das die Grundlagen für freies Denken und schreiben beinhaltet, läuft etwas gewaltig schief in Deutschland.

      Ich habe mich zu „Ihrem“ ausbalancierten Rückschritt bewusst nicht geäußert, weil man sich um Sie keine Sorgen machen muss. Sie bestätigten das ja auch. Ich sehe/sah auch in der medialen Bekanntgabe, eine viel größere Demonstration der Meinungsfreiheit, als wir sie je auf die Straße bringen könnten. Die positive Kraft, der negativen Agitation. Well played!

      PS:Aber man merkt medial, dass es spätestens Ende des Monats, noch einen Nachschlag gibt.

    • Wenn Sie denken, ich würde nachtreten: Nein. (vile wollen das, ich nicht.)

      Wenn Sie denken, ich mache weiter: Kann schon sein, andere Regionen haben ja auch Medienerzeugnisse.

    • Titel eingeben
      Ich glaube Sie haben mich Missverstanden. Vllt. habe mich undeutlich ausgedrückt.

      Nein, dachte ich nicht und schrieb es glaube auch auf Twitter. Der Nachschlag galt dem medialen Interesse um Ihre Personalie. Ich habe nichts gegen Sie, und freue mich wenn Sie weitermachen.

    • Ich frage mich, ohne eine Antwort zu erwarten, ob Sie
      eigentlich wissen, wie viele Ihrer Kollegen hier eifrig mitlesen (und vielleicht sogar unter einem Pseudonym mitschreiben?).

      Dr. Plagiator bringt mich darauf. Ich hätte auch eine Quelle aus erster Hand, und frage mich nur ‚wie viele noch??‘.
      Manchmal finde ich das sehr schade. Warum nicht ein offenes Gespräch, oder eine Teilhabe mit offenem Visier. Und wenn das nicht geschieht, muss es da wohl Gründe für geben.
      Ein überwältigendes Gefühl gesicherter Meinungsfreiheit kann das nicht sein.

    • @Dr. Plagiator wg Thorsten Hinz und sein backe, backe Entfreundungs-Mauern durch D
      Dank Ihres Verweises las ich den Artikel.
      Es stand nicht Satire über dieser Halluzination von Thorsten Hinz in der Jungen Freiheit.

      Weil Hinz alles gegen die „68iger“ hat, halluziniert er sich mit Golo Mann, Bismarck-Ahnungen über wankelmütige Wähler und Gunnar Heinsohn, schlechten Berliner Schülern und einer frei geschöpften Ex-DDR-Sondermentalität neue Kompetenz- und Ruhezonen in Deutschland, die mit Mauern geschützt werden…stellt die Wiedervereinigung in Frage.
      Nur um „68ig“ aus dem Weg zu gehen und deren angerichtetes Elend nicht mehr sehen zu müssen.

      Die Wiedervereinigung war absolut nötig und ein glückseliger Nebenaspekt der gorbatschowschen Reformen.

      Not wendend, weil die „Brandmauer“ (M. Thatcher) nun nicht mehr durch Deutschland ging und die atomare Auslöschung unser Zonen und derer, die um uns rumlagen, nun weniger wahrscheinlich ist.

      Das war, egal was es kostet, das A und O der Wiedervereinigung.

      Nur sollte Deutschland diese Friedensdividende nicht größenwahnsinnig in Frage stellen, in dem es meint ein „Euro-Europa“ zu schaffen…oder als moralische Großmacht die USA und Rußland (Trump und Putin) noch dazu herauszufordern.

      Diese „Bösen“ haben nicht nur fliegende Hubschrauber, sondern jede Menge Atomraketen unterschiedlicher Größe. Wir schaffen das nicht. Nicht schon wieder! Ohne mich!

      Weder die Franzosen, noch die Italiener kamen auf die Idee die kommunistischen Zonen zu separieren, nur Thorsten Hinz will sich „entfreunden“.

      Warum geht Hinz nicht in die Berliner Hasenheide und wird ein moderner Turnvater Jahn und gibt, statt Turnen, Nachhilfeunterricht in Schreiben und Rechnen?

    • "Lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland gar nicht."
      Ein Szenario: Die mitteldeutschen Bundesländer werden durch eine Mauer vom Rest Deutschlands getrennt, ebenso Westberlin – die Wiedervereinigung wird quasi ausgesetzt.

      Im westdeutschen Teil läßt man Merkel und die anderen Linksgrünen regieren, bis sie alles zugrunde gerichtet haben, so, wie die Mehrheit der westdeutschen Wähler das offensichtlich will. (Bayern und Baden-Württemberg können sich als Protektorate zeitweise Österreich anschließen.)

      In Mitteldeutschland wird nach demokratischen Prinzipien regiert, Grenzkontrollen eingeführt, auch sonst dem Recht wieder Geltung verschafft, kurz, wie zur Zeit der Bonner Republik verfahren.

      Wenn Westdeutschland zugrundegerichtet ist, gibt es dort eine (un-?)friedliche Revolution, und sie treten Mitteldeutschland bei. Wiederaufbau, Solidaritätszuschlag, und alles ist wieder gut.

      Wie wäre es damit?

      Die mitteldeutschen Wähler mit ihrer Diktaturerfahrung (und einige süddeutsche) merken offenbar schneller, was mit Merkel und ihrer linksgrünen Agenda auf sie zukommt. Warum sollen sie dann mit den Begriffsstutzigen zusammen leiden, nur weil diese derzeit noch die Mehrheit bilden? Einen Landesteil gesund zu erhalten, von dem aus man das ganze Land wieder aufbauen kann, wäre doch vorteilhaft.

  39. Die Suche nach einer unschuldigen CSU ...
    … führt doch vielerorts zu den FW, nicht wahr? Inhaltlich mag da nicht viel Unterschied sein, außer dem Filz von Jahrzehnten und der verlorenen Unschuld der CSU, die sich 2015 von der Alternativlosen hätte lossagen müssen, um glaubwürdig zu bleiben. Genau an diesem Knackpunkt hat sich die CSU selbst zerstört. Sie hat es nur noch nicht gemerkt. Und alles noch viel schlimmer gemacht mit dem unglaubwürdigen Gemurkse ihres gewesenen Chefs, der nicht einsehen mag, wann der Zug ins Austragshäusle abgefahren ist. Abwickeln muß das der Franke, dem ein sehr unangenehmes Jahresende bevorsteht, weil man dann ihn verantwortlich machen wird. Machtverlust können die Herrschaften einfach nicht ab. Und sie werden jemand dafür annageln, soviel ist sicher. Aber womöglich zerlegt sich die Gurkentruppe in Berlin vorher selber und dann ist wieder alles offen. Merke(l): Parteien und Politiker erinnern sich weder an ihr früheres Handeln noch sind sie dafür verantwortlich zu machen.

    • Seehofer hätte im Januar 2016 die koalition verlassen müssen. Dass er das nichtb getan hat, hat ihm das Vertrauen gekostet.

    • Ja, Don,
      damals haben viele gehofft und ich denke, die AfD hätte keine Chance gehabt, wäre die CSU bundesweit angetreten. Selbst ich hätte sie zum ersten Mal gewählt.

    • Die diversen Möglichkeiten der CSU
      „Seehofer hätte im Januar 2016 die koalition verlassen müssen.“
      Oder die Kanzlerschaft für die CSU fordern bzw. Merkel absägen müssen. Oder das bayerische Innenministerium zu Abriegelung der Grenzen anweisen müssen (geht immernoch) bzw. die CDU vor vollendete Tatsachen stellen müssen.
      Oder einen rigorosen Kurs gegenüber Betrügern, Straffälligen und Personen ohne Asylstatus fahren müssen.
      Oder den Königsteiner Schlüssel sprengen müssen.
      Oder…
      Oder…
      Oder…

      Muss man aber alles auch nicht, weil die CSU ja im September mit einigen Verlusten wieder zur mit Abstand stärksten Kraft gewählt werden wird.
      In dieser Hinsicht sind Bayern typisch deutsch; stur weitermachen (hier: wählen), bis zum bitteren Ende.

    • Jedr hat nun gesehen, was die CSU zu tun bereit ist – und das bleibt lange ein Problem.

    • Sedierung
      Naja, „jeder hat gesehen“ halte ich für eine falsche Beschreibung.
      „Jeder hätte es sehen können“ scheint mir eine akkuratere Beschreibung.
      An diese Beschreibung schließt sich auch unmittelbar die Frage an, wieviele sehen es und weitergehend, was sehen sie stattdessen.

      Na Staatsfunk.

      Na-ja.
      Dem zufolge müssen wir uns glücklich schätzen wieder eine Regierung zu haben, wenn auch unter Merkel, damit… ja wozu eigentlich? Weiß mal wieder keiner. Ist aber auch nicht wichtig. Wir können aufjedenfall erleichtert sein. Ansonsten gibt es noch Digitalisierung, Diesel und Tatort zu sehen.

      Es ist zum Schreien.
      Ich warte ja langsam nur noch darauf, dass hierzulande soetwas bekannt wird wie Rotherham, Rochdale oder Telford.

    • Ich habe im vergangenen Sommer bereits von grooming parties geschrieben, mutmaßlich im Schulhof, aber auch am Richard-Wagner-Platz vor der Staatsoper, und zumindest an diesem gut einsehbaren öffentlichen Platz waren die Mädels die ungewollten weißen Unterschichtsmädchen mit buntgefärbten Haaren und die Jungs eben nicht.

      Die Polizei hat dort übrigens Büros.

    • Rechts blinken, links abbiegen
      jetzt auch mit der CSU

  40. Ominöser Mann streicht um den Tegernsee
    Don, ich hoffe, das waren nicht Sie?

  41. Titel eingeben
    A propos Wahlen, hier eine kleine Fundsache:
    Gehen Sie wählen?
    BUCHHEIM: Schon lang nicht mehr. Ich finde diesen ganzen Machtklüngel im Grunde fürchterlich. Wie jemand so etwas anstreben kann, ist mir unbegreiflich. Bei mir sind schon eine ganze Menge dieser sogenannten hochrangigen Politiker zu Besuch gewesen. Also ich kenne sie. Auch der Kohl war da, schrecklich! Ich bin immer froh, wenn die wieder gehen.
    (Lothar G. Buchheim, 1985 im Interview mit André Mueller für den Playboy, nicht gedruckt)

  42. Guter Journalismus
    Sanft und subversiv. Ich mag diesen Text. Mit einem Gruß aus Frankfurt am Main ein Dankeschön an Sie.

  43. Fake Biergärten und Fake Almhütten
    sind eine Plage, die es bis nach Frankfurt geschafft hat. Sogar auf dem Feldberg im Taunus muss man nicht auf Kaiserschmarrn verzichten, fertiger Teig macht es möglich.

    Aber Touristen und sonstige Auswärtige lieben es. Merke: German Food besteht aus onion schnitzel, und Kaiserschmarrn, flächendeckend.

    Zum Glück gibt es noch die richtigen Äppelwoikneipen, mit Selbstgekeltertem, Solberfleisch und Sauerkraut, und einem schlechtgelaunte Wirt, der jeden anraunzt, der mit Sonderwünschen daher kommt.

    Ich verstehe daher gut, dass der Käfersche Biergarten gar nicht gut bei den Einheimischen ankommt! Allerdings hat er einen Vorteil: diejenigen, die drinhocken, sind einem anderswo nicht im Weg.

    herzliche Grüße in die Runde sendet

    Hessin

    • Ja, aber es wäre fein, wenn die erst gar nicht kommen würden.

    • Labskaus
      Ich bin immer wieder fröhlich überrascht, in den verrauchtesten Hamburger Rockkneipen Labskaus zu bekommen. Ein Gedicht!

    • Ich glaube, das will ich gar nicht kennen.

    • Labskaus
      … ist so ähnlich wie Risotto: Wenn es wirklich mit guten Zutaten frisch zubereitet ist, schmeckt es bei kühlem Wetter einfach grandios!

      Wehe, wenn es miese Zutaten sind…

      Gut und schlecht – ich bin überzeugt, der Fehler der meisten Urteile liegt darin, an der falschen Trennlinie zu unterscheiden.

      Dorf A ist immer gut, Dorf B nie. Genetisch. Moralisch. Im Verhalten.

      Ganz klar!

      Tja, darum nerven so viele politische Diakussionen und Entscheidungen auch. Falsche Fragestellung führt selten zu guten Ergebnissen.

      Was einem dann schmeckt – ob gut oder mittelmässig gekocht – ist dann eben eine eher individuelle Frage des persönlichen Geschmackssinns.

      Wohl bekomm’s:))

    • An die Hessin:
      Koch- und Handkäs mit Musi fehlt in Ihrer Aufzählung.
      Da gibt es auch die unsäglichen Teile beim Diskaunter und auch den Kochkäse von Feldmann in Pfungschd. Als Beispiel.

    • Genau, vonmicha,
      wollte mich nur nicht melden so als Lokalpatriotin.Meine Kinder mögen das, genauso, wie einige Damen vom heimischen Weiberkränzchen. Für Don käme das als Vegetarier aber nicht in Frage.

  44. Schmunzel
    Hallo,
    vielleicht sollten Sie sich auf das Amt des Bürgermeisters bewerben.

    P.S. Ich habe mich wieder amüsiert, es war sehr lustig zu lesen, obwohl mich das Thema nicht berührt, Danke dafür.

    Frau Ghnim

    • Niemals, wer sich das antut, der ist geschlagen für das Leben. Ich schreibe lieber für Sie weiter!

  45. Don Alphonso, Andreas Müller, Roland , TDV
    @ Don Alphonso 13. März 2018 um 11:12 Uhr

    Schöner Text.

    „Da nimmt man ebene einen, der sich mehr um die Sorgen als um die erträumte Zukunft kümmert.“

    Würde ich auch so machen – auch im Bund.

    Aus dem von Ihnen verlinkten Artikel „unterstuetzung-fuer-den-aussenseiter“ (Aus einer Stellungnahme der Grünen):

    „Alle weiteren Kandidaten sind entweder langjährige Mitglieder im Gemeinderat oder ehemalige Angestellte der Gemeinde und beweisen für uns schon dadurch, dass sich mit ihnen nichts ändern wird.“

    Analoges gilt meiner Auffassung nach für die Altparteien im Bund. Um Missverständnisse zu vermeiden: ich bin nicht von der AfD. Denke allerdings, dass die Entwicklung der Altparteien (sei es in Bayern oder dem Bund) sich dem Ende entgegen neigt. Zu deutlich wird derzeit, dass keine gesellschaftlichen Probleme mehr gelöst, sondern allenfalls Karriere- oder Verteilungschancen auf dem Hintergrund von durch Bundesbeamte (oder Brüsseler Beamten) ausgearbeiteten Visionsblaupausen verteilt werden. Das scheint mir ein strukturelles Problem der Altparteien zu sein (Willensbildungshierarchie etc). Wir werden eine Art Kassensturz der Parteienstruktur machen müssen und sehen wie wir die Politikm dazu bewegen wieder ihre Funktionen hinreichend zu erfüllen. Die Regeln des GG reichen dazu. Sie müssen lediglich ein bisschen anders konkretisiert werden, um die derzeit wirksamen schädlichen Interessen besser kontrollieren zu können.

    @ Andreas Müller 13. März 2018 um 10:43 Uhr

    „unideologische Alternative“

    das wäre schön … aber derzeit in D mit nur wenigen kompatibel. Es ist mAn nicht die Frage, welche Ideologie man wählen sollte, sondern die, wen man wählen soll, um auf keinen Fall Ideologien Raum zu schaffen, weder rechten noch linken.

    @ Roland 13. März 2018 um 11:28 Uhr

    „Die einzige Alternative …
    … zum vorherrschenden Wahnsinn ist bodenständiger, gesunder Menschenverstand.“

    seh ich genau so. Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen.

    @ TDV 13. März 2018 um 11:45 Uhr

    „Man muss sich nur umschauen, die Zeiten der grossen „Volks“parteien sind einfach vorbei. “

    Sehe ich auch so. Allerdings lassen sich je nach Land (oder doch Nation – lieber net, man weiss ja nicht wer mitliest)
    verschiedene Gründe ausmachen. In D denke ich, sind es wirklich innerparteiliche Strukturprobleme, die zu diesen Fehlleistungen geführt haben. Ob insoweit eine Erneuerung (neuer Wein in alten Schläuchen) möglich wäre, wage ich nicht zu beurteilen, aber falls ja… dann wirds gehörig zeit, sacra ..
    Wer aber schon mal einen Vorgeschmack auf solche „sachproblemorientierten“ Erneuerungsvorschläge haben möchte, dem möcht ich – humoris causa – folgenden unscharfen Link empfehlen (wobei ich nicht sicher sagen kann ob das nicht ein Fake ist):
    _https://www.netzwerkberlin.de/aktuelles/20-thesen-fur-die-erneuerung-der-spd

    • Ich schätze meinen grünen Landrat sehr, aber die Grünen im Gemeinderat sind… ich will dazu nichts schreiben, sie bemühen sich ja… aber… ich will von denen keine Vorgaben hören.


    • Also ich kann in den Thesen zur Erneuerung der SPD keinerlei Erneuerungsversuch erkennen, nur die üblichen Floskeln.

  46. Dankeschön für das Amusement
    Und es ist halt noch viel lustiger zu lesen, was der Don schreibt, wenn man die Gegend und die Leut´ dort kennt und mag und schätzt und man ebenfalls der Meinung ist, dass Sparifankerlbiergärten wirklich auch die Heimat genauso bedrohen können wie Professorix-Scheinhabilitanten. Ganz ironiefrei versteht sich.

    Ansonsten bleibt zu sagen, dass beschleunigte Globalisierung und die Herausbildung größerer politischer Einheiten auf der einen Seite und eine verstärkte Regionalisierung und Rückbesinnung auf Traditionen auf der anderen Seite nur scheinbar paradoxe Widersprüche sind. Es kommt unter beide Räder: der Nationalstaat.

    • Sie kennen den v.P.? Wenn Sie mich beim Trachtenmarkt der Neureuther am Samstag sehen, winken Sie! Wir ziehen danach noch um nach Reutberg.

    • Nicht persönlich @Don
      Ich halte mich von der Staatspartei fern, da ich zu wenig christlich, zu wenig sozial, zu liberal (dh vernünftig) und zu sehr damit beschäftigt bin meinen dänischen Verlobten für die Schönheiten Bayerns zu begeistern.

      Aber sehr gerne winke ich Ihnen, werter Don, sollte ich Sie erspähen.

    • Winken Sie ganz laut, ich bin beim Plündern immer etwas abgelenkt.

    • Titel eingeben
      Fürs laute Winken bin ich leider zu wohl erzogen, mein Lieber. Ich würde es Sie aber dennoch wissen lassen, erspäht worden zu sein, ohne den Neureuthersaal z´am zu schreien.

  47. Kornelkirsche blüht! Frühling!
    Lieber Don Alphonso,

    danke für das aufmerksame Bild der blühenden Kornelkirsche (Und natürlich auch die anderen Bilder und die beigestreuten Gedanken zum Montag). Die blühende Kornelkirsche ist der verlässlichste Anzeiger, dass es Frühling wird. Leider wird der ansonsten unscheinbare Strauch oft übersehen – viele kennen ihn schon lange nicht mehr mit dem Namen. Aber gerade solche Gewächse gehören zu unserer Heimat. Dass man die Früchte gut essen kann, wissen wohl auch nur noch die paar Vögel, die es noch gibt.

    Leider werfen solche Sträucher Laub ab und kommen deshalb in den Bepflanzungsplänen sowohl vieler privater Grundstückseigentümer (und -verwalter) als auch in kommunalen Flächen immer weniger vor. Statt dessen überall Einheits-Nadler.

    Ich habe vorgestern bei uns auch die (aus der Entfernung eher zart) blühenden Kornelkirschen gesehen und mich wie jedes Jahr wie wild gefreut.

    Also danke nochmal und schöne Grüße in die blühende Landschaft.

    • Gern geschehen – die hier steht voll bewusst am Strandbad von Gmund.

    • In meinem Garten steht eine größere
      Sie blüht lang vor der Forsythie, ist eine der ersten Bienenweiden mit den Kätzchen.Von mir wird aus den Früchten eine Herbstkonfitüre gemacht, deren Herbe ich durch einen Teil Birnen mildere und ist sehr gefragt.

      Haben Sie schon gehört, dass ca ab dem WE nochmal -10^ angesgt sind, nachts?

    • Ex Zeitleser
      Apropos: Für alle Botanikfreunde und echte Grünen hier: In vielen Wäldern, v.a. in Auenwäldern blüht aktuell der Märzenbecher. Ich war am Sontag im Donaumoos. Alles flächig weiß. Wirklich sehenswert. Nix wie raus!

    • Ja, das ist wirklich schön, allerdings kommt jetzt der Frost.

    • Winter?
      Er sendet, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur. Die Nachtfröste müssen wir halt aushalten und dürfen einstweilen nachts nicht so lange draußen herumknutschen.

      Nach der Kornelkirsche sehe ich auch wegen der Bienen. Bei denen ist momentan alles bestens. Unter anderem auch weil die Kornelkirsche blüht.

      Die Kornelkirsche ist von Weitem ja eher unscheinbar und beeindruckt in Ihrer Zartheit erst, wenn man richtig nahe dran ist (so wie der aufmerksame Herr Don beim Fotografieren). Da kommen mir ganz unwillkürlich Parallelen in den Sinn. Testosteronbedingt. Gottseidank. Das hat der oben zitierte Geheimrat in seiner Betrachtung seinerzeit völlig übersehen. Wahrscheinlich, damit es die Buben schon in der achten Klasse aufsagen dürfen.

      Prächtige Märzenbechergrüße (für die CDU auch gerne: Merzenbechergrüße) ins Donaumoos zurück. Da macht das Radfahren Freude.

      Für den gesundheitsbewussten Gourmet in Auengebieten: Der Bärlauch hat auch schon die ersten (und sehr nahrhaften) Spitzen rausgeschoben. Und kann selbst von botanischen Analphabeten momentan noch nicht mit Maiglöckchen verwechselt werden.

      @Don: Es soll eben mal richtig gute Grünplaner gegeben haben. Was soll ein B.A. auch in drei Jahren schon gelernt haben. Bei neu angelegten „Grünflächen“ graust es mir meist nur noch. Und: Für mich als gelegentlichen Durchreisenden war in Gmund bisher die Brennerei die interessanteste Besonderheit des Ortes.

      @Philomena: Ich hoffe, Sie lassen sich beim Ernten und Rühren unterstützen: Damit wird die Konfitüre noch wertvoller. Und ich würde ein Glas Josta/Jochelbeerkonfitüre verwetten, dass Sie im Sommer auch Felsenbirnen-Beeren zu ebenso nachgefragten Köstlichkeiten verarbeiten.

    • Über fie Grünflächen hier und ihre Reinigung kann man *wirklich* nichts Schlechtes sagen.

    • @Stacheligel,
      Jostabeeren habe ich auch. Felsenbirnen sogar 3. Leider sind die Amseln da immer schneller, als ich. Bei den Vogelbeeren dasselbe.Ein Chutney davon ist extrem gut.

      PS. Gibt es eigentlich auch einen Igel ohne Stacheln? Nur so, zum Spaß.

    • @Philomena
      Diese Drecksamseln also wieder. Ist bei mir dasselbe. Is halt so: Der frühe Vogel fängt halt eben nicht nur den Wurm. Da hilft nur, das Beeren-Angebot drastisch zu erweitern.

      Das funktioniert allerdings nur, wenn die lieben Nachbarn auch ein bißchen mitmachen. Das wird in Stadtnähe zunehmend schwerer, wenn alle ihre einstmals für einen kleinen Garten zur Selbstversorgung ausgelegten Grundstücke zwecks kurzfristiger Geldbeschaffung mindestens halbieren und noch eine zweite Hütte draufstellen lassen. Oder mindestens zubetonieren für die Zweit- und Drittgarage. Beisowaswerschnochbleede (weil hier des Öfteren in regionaler Mundart geschrieben wird) !

      Die Jochelbeere hat Bauer vor knapp 100 Jahren gezüchtet und auch so genannt. Im Beitrittsgebiet wurde die Bezeichnung bis zur Übernahme auch allein verwendet. Eine Sorte heißt deswegen auch Jocheline.

      Igel gibt’s natürlich nicht ohne Stacheln. Aber sie haben noch viele andere interessante Eigenschaften. Da kann man schon mal die Stachligkeit ein bißchen betonen. Rowohlt hat übrigens von Robert Gernhardt ein hübsches Gedicht auf Platte gesprochen: „Versonnen blickt der Borstenigel …“

    • Igel ohne Stacheln
      .
      Laut Wiki: Galericinae

  48. Ein paar Fragen...
    Die Stabilität der dörflichen, auch der politischen dörflichen und ländlichen Strukturen ist sicherlich ein guter, wenn auch nicht bombenfester Anker in der heutigen Lage. Was mich wundert, ist, dass die ländlichen Protagonisten der Parteien (etwa die der SPD oder der CDU/CSU) ihre sicher vorhandenen Zweifel am Handeln ihrer Gruppierung nicht umsetzen, sprich: austreten. Oder wenigstens den Mund aufmachen. Vielen von denen muß sich doch der Magen umdrehen – doch auf dem Parteitag war nichts davon zu spüren. Gefolgstreue bis in den Abgrund? Sind die Fleischtöpfe so viel Selbstverleugnung wert?
    Oder sind diese Menschen ihrer Partei kritiklos treu bis in die Selbstzerstörung?
    Nehmen wir nur mal die CDU: Wahrscheinlich würde Sie sogar mit einem Toaster oder einem Schaf koalieren, nur um Merkel im Amt zu halten. Hier ist nichts mehr von Identität oder auch nur noch ein paar zarten Standpunkten zu spüren. Oder ist die politische Fähigkeit, gewissenlos jede Gestalt anzunehmen, die zum Machterhalt gerade nötig erscheint, eine so erstrebenswerte Idee?
    Die völlige Unfähigkeit, zu erkennen, dass Merkel Deutschland in seinem Innersten zerbrochen hat, als sie die Haustüre für jeden und alle kontrollfrei geöffnet hat, spricht Bände über das Staatsverständnis und die Geschichtslosigkeit der Helfershelfer der Kanzlerin.
    Eigentlich (obwohl sie jedem freiheitsliebenden Menschen zutiefst zuwider sein müssen), sind die Grünen und Linken noch die Besseren, haben sie doch noch Standpunkte. Zwar die falschen, aber immerhin Standpunkte.

    • Dieses ausbleiben des aufstandes aus der Provinz verstehe ich auch nicht, dort wird das alles von der Energietrassenwende bis zum Schulscheitern ja ausgebadet.


    • Aufstände in der Provinz kommen immer mit Verspätung. Das liegt wohl daran, daß Veränderungen dort länger brauchen, trotz digitaler Revolution. Noch macht man in der Provinz sein eigenes Ding und straft Berlin mit Verachtung. Sobald das nicht mehr möglich ist, wird es interessant. Denn wehe, die Provinzler kommen erst mal in Wallung.

    • Das ist die weibliche Form der Machtausübung
      Text eingeben

    • @Roland: Das ist die weibliche Form der Machtausübung
      hab es schon anderswo geschrieben: Merkel sorgt dafür, daß sie die Anhänger echter Widersacher durch Posten und Karrierehoffnung unter Aufgabe abweichender Meinungen einbindet. Nur mit einer entsprechenden Anzahl von Mitstreitern und Mitläufern kann man ja seine Positionen zur Geltung bringen. Die hat man dann nicht mehr. Wer so nicht geschafft wird, wird gleichfalls mit einem Posten befriedet, damit diszipliniert. Ist er ein Mann, fliegt er beim ersten Fehler. Ist es eine Frau, muß sie Gefolgschaft schwören, weil sie ja auf Quote reist und sooo stark nicht ist. Die Quote hilft auch, starke Männer klein zu halten. Die gehen dann in die Wirtschaft, wenn sie kapiert haben, wie der Hase läuft. Deswegen gibt es da auch keinen, der einen echten Politikwechsel überstehen würde. Hängen alle zu tief mit drin.

    • Die Provinz merkt noch nichts
      In der Provinz haben die Bauern das sagen und die besitzen Land, Wiesen und Wälder (z.B. mein Nachbar). Da braucht man keine Angst vor Eurokrise oder Altersarmut zu haben. Es stehen auch keine Asylanten plötzlich auf dem Hof und man hat genug Geld, um mit seinen Steuern in der nächsten Kreisstadt ein Asylantenheim zu finanzieren. Dafür gibt es ein Lob vom Pfarrer und der Bauer hält sich für einen guten Menschen.
      Das ändert sich erst, sollte mal die eigene Tochter in der Disco [bitte, nicht so eine Wortwahl. Don.] werden. Warten wir ab.

    • Koalitionen
      Klar würde die CDU mit Toaster oder Schaf koalieren. Aber Toaster und Schaf nicht mit der CDU. Die haben keine Angst vor dem Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit.
      Im Forum könnten sicher noch mehr Gründe gefunden werden.

    • Wobei, Toaster und Schaf haben im Gegensatz zur SPD noch eine Zielgruppe.

  49. D-Land: Bedürfnisanstalt für Freunde der dissoziativen Amnesie
    Solange der Tatort nicht arabisch, türkisch, russisch, chinesisch
    oder im Afrodialekt gesprochen
    und mit deutschen Untertitel gesendet wird;
    oder das Wetter Tagesthemen;
    oder die Neujahrsansprache;

    oder die Sportschau;
    oder die HeleneFischerShow;
    bzw. Dschungelcamp;
    heute+Magazin;
    die Talkshows;
    die Bundesdelegiertenkonferenzenberichterstattung

    und Vorstadtweiber// Bad Banks [alle Episoden],
    bleibt D eine (€)Heimat der Selbstausbeuter,
    wo wenige gut und gerne kosmopolitische Kohle
    machen: mit juristisch einwandfreien
    Einzugsermächtigungen unter Androhung des Kleingedruckten.

    • Wehret den Anfängen.
      Heute in der Presse: ein Anwohner wehrt sich gerichtlich gegen die Lautsprecher einer Moschee und bekommt Recht. Seiner Stadt passt das nicht. Sie prüft die Berufung.
      Eigentlich wundert mich, dass der Staatsfunk noch nicht in arabischer Sprache berichtet (also das, was man dort „Bericht“ nennt).

      Vielleicht sollte man, um seinen Protest gegen die Entwicklung zu zeigen, einfach eine (unsere) deutsche Flagge vor dem Haus oder aus dem Fenster aufhängen. Aber das ist ja voll „Nazi“, nicht wahr?

      Es wundert mich übrigens, dass die AFD-Fraktion im Bundestag nicht kleine deutsche Flaggen auf ihren Pulten aufstellt. Der Blutdruck der anderen Parteien ginge ins Unermessliche …


    • Der letzte Tatort zum Pflegenotstand könnte fast als Dokumentation durchgehen. Eine solche Dokumentation, analog zum Asternweg, täte wirklich dringend Not. Wäre doch interessant, was Jens Spahn dazu zu sagen hätte. Obwohl, nach seinen Äußerungen zu Rente, Hartz-IV und Tafeln kann ich darauf gut verzichten.

      „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

      So beginnt ein aktuelles Märchenbuch.

    • Wie wäre es denn derweil mit der Nationalhymne
      in afrikanischen Dialekten? Der Künstler durfte Deutschland damit bei der Biennale 2015 in Venedig vertreten.

      The Song of the Germans – Emeka Ogboh

    • @Roland - ARD Tagesschau arabisch
      Die gibt es schon seit November 2015.

  50. Titel eingeben
    Erst hier in den Kommentaren bekomme ich mit, dass die FAZ Sie rausschmeißt. Ich fall gleich vom Hocker. Sie (und Ihre Präsenz bei der FAZ) sind einer der Hauptgründe, warum ich faz.net und die Print-Ausgabe lese und warum ich jahrzehntelange SZ-Stammleser aus München nach 2015 zum Abowechsel überreden konnte. Es war für mich der Beweis, dass die FAZ eine Zeitung ist, die vielleicht auch manchmal unbequeme Stimmen aushält. War, wohlgemerkt. Schaun wir mal, wie es mit mir und der FAZ weitergeht. Die Printabo-Verlängerung wird auf jeden Fall keine leichte Entscheidung.

    Und wie wird es bei Ihnen weitergehen? Wechseln Sie den Verlag? bloggen Sie weiterhin?

  51. Aller Lokalkolorit wird nicht helfen...
    …wenn Frau Dr. Merkel weiter mit irrwitzigen Entscheidung das Land ruiniert. Mitgehangen, mitgefangen.

    • ... das ist es ja auch ...
      … weshalb die Zuwanderungskatastrophe zutiefst unmoralisch ist, weil die Bejubler der Fake-Flüchtlinge die Kosten nicht tragen, sondern z.T. sogar gut an ihnen verdienen…

      Es ist aber häufig so, dass die Anständigsten die Unständigsten sind.

    • @Sirisee: Ein netter Kollege von mir...
      Strammer SPD Wähler (seine Frau wählt grün) und Zuwanderungsgrenzenlosbefürworter sagte die Tage im Disput: „Das ist doch nur Geld!“ (Sohn geht auf Privatschule).

      Tja, was willste da noch machen.

    • @blackyberry
      … das ist eine typische Antwort, einfach nur dumpfer Irrsinn, meist in Kombi mit „wir sind ein reiches Land“.

      Weitere nette „Argumente“ der lässigen Grünbeins & Co mit Privatschule für die eigenen Kids:

      – „es wird doch niemandem was weggenommen“.
      – „ja, die sind jetzt halt da, das ist die Konsequenz der Globalisierung“,
      – „es sind doch wenige bei 80 Millionen“,
      – „ich kenne viele, die sind fast alle super integriert“,
      – „das ist doch alles Panikmache“.

  52. @ Roland 13. März 2018 um 14:27 Uhr
    „Oder ist die politische Fähigkeit, gewissenlos jede Gestalt anzunehmen, die zum Machterhalt gerade nötig erscheint, eine so erstrebenswerte Idee?“

    Ein Schelm wer Bösese dabei denkt….
    Wenn man sich mal die verfassungsrechtliche Funktion der Parteien vergegenwärtigt, wie sie im GG angelegt ist …

    Art. 21 Abs. 1 Satz 1 – 3 GG:

    „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen.“

    Und sich anschliessend die Ausbreitung und Macht dieser Ideologieorganisationen ansieht, wird man der Fehlentwicklung schon gewahr. Wie bereits oben bemerkt, denke ich, dass die Altparteien unter anderem ein strukturelles Problem in der Willensbildungshierarchie haben. Da werden schon seit Jahren oben die Pläne geschmiedet, manchmal nach unten durchgereicht (diskutiert das mal, beschlossen ists aber schon) … ähnlich wie in der EU, die immer dann, wenn gegen sie abgestimmt worden ist, eine erneute Abstimmung fordert … bis es passt ..

    Keine Missverständnisse. Hier wird nicht gegen Parteien überhaupt gesprochen. Da soll nix abgeschafft werden oder ähnliches. Mein Thema ist hier lediglich, dass die derzeit bestehenden Parteien sich hinsichtlich ihrer Organisation und ihrer Ideologeme überlebt haben. Man schaue sich die SPD an. Die weiss ja noch nicht einmal mehr wofür sie ist … und greift nach jedem Traumziel das sich bietet. … aufgehen in Europa … bei der aktuellen Lage … wasfürnblödsinn.

    Letztlich brauchen wir die Parteien alten Typs nicht mehr, auch keine Vorauflage der CDU. Was wir brauchen ist die Rückkehr zur Sachlichkeit. Zu den aktuellen, echten Problemen. Deren Wahrnehmung nicht davon abhängen darf, welcher Partei jemand angehört. Klar gibt es verschiedene Meinungstypen, die kann man sortieren und bündeln. Dadurch werden Mehrheiten erzeugt. Da spricht nix gegen. Das ist Demokratie. Allerdings, dass die Meinung zu einem Problem im Grunde schon vorher feststeht, weil da irgend ein Scheinprinzip in einem so oder so farbigen Parteistatut steht oder sich ein parteinaher Prof so oder so geäußert hat – das ist Ideologie. Das brauchen wir nicht mehr.
    Und auch keine Parteilyrik. Natürlich müssen sich alle Parteien zu Menschenwürde, GG etc bekennen … aber das müssen die heutzutage nicht mehr erst in „Grundwertekommissionen“ erarbeiten, das ist vielmehr klar und muß auch so sein.

    Vor einiger Zeit war noch von der Stärkung plebiszitärer Elemente im GG die Rede … davon hört und sieht man derzeit nicht mehr so viel ..
    „Ehe für alle“ wäre etwa ein Thema für eine Abstimmung gewesen. Stattdessen wurde das Bestehenlassen verfassungswidriger Gesetze mit dem nichtöffentlichen Teil des GroKo-Vertrages geregelt. (_https://www.muenchen.tv/bayern-will-von-moeglicher-klage-gegen-ehe-fuer-alle-abruecken-261082/)

    möwei OT:

    Es ist das Jahrhundert der Exekutive, auf jeden Fall – Putin, Erdogan, Xi Jinping …
    Sind eigentlich schon Gutachten aufgetaucht, nach denen Erdogan vom Propheten abstammt? …

  53. köstlich!
    Sehr geehrter Don,
    köstliche Geschichte!

    Meine Mutter könnte sich sicher sehr gut mit Ihnen darüber unterhalten – sie ist seit exakt 40 Jahren (März 1978) Gemeinderätin in dem kleinen Ort an der Isar.
    Zunächst für ´die Partei´, seit Ende der 80er Jahre dann mit ihrer eigenen unabhängigen Liste.

    Als Kinder und Jugendliche haben meine Geschwister und ich durch diese direkte Anschauung (ständige Anrufe am Mittagstisch…!) eigentlich alles darüber gelernt, wie Politik in der Praxis so funktioniert. Auch das ganze innerparteiliche Hauen und Stechen…

    Alles Gute Ihnen – und dem neuen Bürgermeister in Gmund gutes Gelingen…
    Gruß aus São Paulo

  54. Danke
    für diesen wundervollen Beitrag. Er hat mir den morgen erheitert und mich einige male laut lachen lassen. So, wie sie die Dinge beschreiben, liest es sich wie eine Posse aus dem Königlich Bayerischen Amtsgericht, das ich natürlich sehr schätze.

  55. ...das “richitige Gefühl“
    für Heimat kann nicht siegen, weil wirs nur Erinnern, nachempfinden können, ohne zu merken wie sehr wir unseren Erinnerungen auf den Leim gehen.

  56. Der journalistische Geruchssinn in der vita sexualis des Habermeisters
    Lieber Don Alphonso,

    nach einem bezauberndem Abend in der Oper und allem, der weiteren Entspannung und den inneren Freuden Dienendem, war es doch eine sehr kurze Nacht und so habe ich vorhin Ihre Zeilen in einer noch nicht abgeschlossenen Aufwachphase zur Kenntnis genommen und dachte mir, als ich ein neues Glas frischer Erdbeerkonfitüre, der Sorte Sengana öffnete, jetzt hat er ja seine neue Heimat gefunden, der Meyer.

    Beim Merkur is er jetzt und schreibt im Bayernteil.

    – Und am Ende Ihrer Geschichte, noch so ganz von Ihren Worten ergriffen, daß mir die Konfitüre vom Croissant getropft ist, sah ich dann, so im Halbschlaf, daß ich ja, wie beabsichtigt, doch die Seite der FAZ aufgerufen hatte.

    Mit diesem Beitrag ist es ja wie mit der Resonanz auf Ihren vergangenen Beitrag „Feine Leute, von denen man viel erzählt“. Das Thema wandelte sich – „der feine Leut“ war plötzlich Don Alphonso über den man viel erzählte, nur Gutes, denn er war plötzlich das Opfer und kein Einziger fragte öffentlich, ob er nicht vielleicht auch Fehler gemacht haben könnte bei seinem Blog, bei welchem in den vergangenen Monaten die Erfolgsdevise zu lauten schien, je flacher das Thema, je tiefer das Niveau, umso höher die Klickanzahl, wie die damit verbundenen Kommentare. Also nichts Neues, denn damit steuern die öffentlich rechtlichen Medien schon lange ihre Zuschauerquoten.

    Die meisten Ihrer zugeneigten Kommentarschreiber dürfen wohl kaum von sich behaupten über das Privileg zu verfügen ein gebürtiger Blutsbayer zu sein und so wird diesen auch die urbayerische Tradition des Haberfeldtreibens ebenso auf Lebzeiten verschlossen bleiben müssen, obwohl diese gerade in ihrem letzten Beitrag unbewußt rege hiervon Gebrauch gemacht haben, womit Ihnen zwar Ihr Stuhl bei der FAZ nicht erhalten bleiben wird, so doch volkstümliche Gerechtigkeit widerfahren ist.

    So erscheint es mir sinnvoll kurz den Andreas Niedermair von Maxlrain bei Aibling zu erwähnen, seines Zeichens selbst von 1862 – 1864 als Habermeister des Flachlandes tätig. Also so einer wie Sie.

    Dieser erklärte seine Tätigkeit so:
    „Wo der Pfarrer und das Gericht einen Mantel drüberschmeißt, da gehn wir los.“ und Georg von Queri aus München meinte hierzu:
    „Allerdings fehlten diesem Losgehen zumeist die Vorbedingungen der klaren Beurteilung der Fälle der Ankläger. So mußte die streng prüfende Bauernfehme von anno dazumal in pöbelhafte Veranstaltungen ausarten, deren Kern wohl der sein mochte, dem Laster gröbste Predigten zu halten….“

    Sicher ist Ihre Wortwahl als Habermeister der Gegenwart geschmeidiger, doch was Ihre Person betreffende, kritiklose Anhängerschaft betrifft, so mag es zutreffen, daß auch Sie von der ehedem grundsätzlichen Bedingung abgekommen sind,“nur solche Leute zu den Treiben zuzulassen, die im Bezirk des Brauches und als tadellose Charaktere“ bezeichnet waren.

    Und ganz wie dieser Blog, „mußte dieser Volksbrauch von unerhörter Langlebigkeit durch Selbstzerstörung seinem Ende zugehen.“

    So beschloß König Ludwig der I. durch Reskript vom 17.April 1833: „… daß künftighin eine Einschreitung gegen die alte Sitte des Habertreibens nur insofern stattzufinden als solches im Interesse der öffentlichen Ordnung absolut notwendig ist.“

    Halt ganz so wie nun irgendwie Leute bei der FAZ gesprochen haben sollen.

    Im weiteren will ich hier nicht daran erinnern, daß 1828 ebenso das Münchner Episkopat in einem Hirtenbrief einen Kirchenbann gegen die Haberer ausgesprochen hat, was Sie ja, als bekennender Ungläuber, was Ihre bayerische Glaubwürdigkeit ohnedies wankend erscheinen läßt, nicht weiter treffen mag.

    So erscheinen auch Ihre heutigen, kleinteiligen, Gedanken zu Ihrem unmittelbarem sozialen Umfeld als ein zwanghaftes Aufbäumen der vergangenen Tätigkeit eines Habermeister, während am vergangenen Samstag in Rosenheim wieder einer der eingeladenen Merkelgäste in einer Disko ein 16 jähriges Mädchen mit dem Messer angestochen hat.

    Und so mag es für Sie und Ihrem getreuen Anhang wieder gelten, wie schon in alten Zeiten:

    „Ist`s wahr oder nöt?
    Alsdann treibt`s zua!
    Und der grauenhafte Lärm wiederholte sich.“

    Na dann, bis zu vielleicht einem nächsten Mal, falls man Sie hier noch schreiben läßt.

    Seien Sie herzlich gegrüßt aus dem sonnigen Tessin.

    ObjectBe/entrepreneuse – ( objectbe.blogspot.com )

    • Sie tun der lieben Führerin und ihrer Entourage unrecht.
      Und eben auch dem Don (ganz und gar unrecht).

      Unsere liebe Führerin und ihrer Entourage will das Kapital der Reichen und deren Stand retten. Nebenbei ein neues Europa erschaffen (das alte ist nicht mehr gut genug) und insgesamt die ganze Welt retten.

      Dumm nur ist das dabei das gute alte Deutschland über die Klinge springen muss. Erst wenn der letzte Flüchtling der Welt (laut UN sind das mehr als 65 Millionen) in Deutschland aufgenommen wurden, wird endlich himmlische Eintracht sein. Blühende Landschaften überall.

      Tafelkinder, Armutsrentner, Obdachlose, Arbeitslose, Hartz4verdiener, Flaschensammler liegen sich brüderlich in den Armen, trinken billigen Chianti und tanzen in das Abendrot.

      Wenn es dann kühl wird, werden gemütliche Feuer aus Autoreifen ausgeschlachteter Dieselautos entfacht. Gegenseitig erzählt man sich aus früheren Zeiten Anekdoten (auch aus Don Alphonso‘s Seventastic).

      Es wird herzlich gelacht und der ein oder andere Joint geht um. Mittlerweile wächst das Zeug überall am Straßenrand (es entkam vor Jahren aus einer Zuchtanstalt).

      Über Vermummung regt sicher keiner mehr auf. Zum Schutz vor Dreck und Sonne trägt jetzt jeder (freiwillig) Schal und Kopftuch. Die Reichskristallkuppel ist längst eingestürzt. Angela Merkel und ihre Entourage erscheint wie ein ferner Fiebertraum (man erinnert sich nur vage). In Berlin wachsen inzwischen mehr Palmen als Linden und Afrika beginnt gleich hinter Bad Tölz.

      ..


    • Für Ihre Kritik sind Sie aber auch ganz schön anhänglich, ObjectBe. ;-)

    • Frage
      Was macht den die „kleine Soubrette“ heute?
      2. Frage: Was gäben Sie darum, vom Don photographiert zu werden?
      Die Bilder bei Ihnen zeigen durchaus properes Subjekt in mäßigen Aufnehmen.

    • Das Tessin, seufz...
      …ansonsten teile ich Ihre Meinung – weitestgehend.

      Unterirdische Beiträge von Seiten der Kommentierenden, wie ich schon mal schrieb.

      Ich hatte mir vorzustellen versucht, wie jemand die Kommentare wohl einschätzen würde, der über die Zukunft der blogs zu entscheiden hätte.
      Spätestens bei H.C. hätte ich auch den Daumen gesenkt.
      Als ich anfing, hier ab und zu was zu schreiben, waren meine Kinder neugierig und schauten auch „vorbei“. Kommentar: schau dir allein mal die nicks der Foristen an…

      Trotzdem: es gibt/gab tolle Beiträge. Und wenn man nicht zensieren will, muss man wohl auch mit dem Rest leben.

      Grüße ins Tessin. Ich war immer sehr gern dort, solange ich noch Zugang zu einem Haus am Lago di Ligano hatte…

    • Sie können sich ja mal überlegen, wo Sie die Grenze ziehen würden. Es ist nicht leicht.

    • Hallo ObjectBe
      Mit den „Stützen der Gesellschaft“ ist es bald vorbei. Vielleicht mögen Sie zum Ausklang dem geneigten Publikum erklären, warum Ihnen ausgerechnet diese Kolumne und ihr Verfasser derart gegen den Strich gehen, dass Sie Woche für Woche gegen ihn polemisieren? Obwohl er Ihre Gratiswerbung duldet?

    • Max Schott, das ist auch der Punkt, der mich durchgängig verwundert.
      Also nicht der mit der Kritik. Da ist die Kunstfigur kohärent genug, dass das passt.
      Aber Werbung für sein Geschäft zu machen, da ist unsere Kommentarbegleitung ObjectBe soweit ich sehe eine Ausnahme.

      Weder der Ex-OSI-ler sagt uns, wo man seine LKW-Bremsen richtig checken lassen kann, noch könnte ich mich erinnern, dass die Pensions(?)-Besitzerin uns den Namen ihres gastlichen Hauses mitgeteilt hätte.
      Oder der eine oder andere Arzt die Praxisadresse, noch der Jurist die seinige.

    • allzeit bereit
      Wusste gar nicht, dass ObjectBe ein Landeskind ist. Klug ist sie; den Queri werden nur noch wenige kennen und ihren Beitrag stopselt man sich nicht einfach aus dem Internet zusammen.

      Schön ist sie auch, war auf ihrer Seite; aber, jetzt kommt der Essig ins Weißbier, viel zu jung. Meine Frage wäre ob sie, „zur Entspannung und den inneren Freuden Dienendem“ nicht eine geistesverwandte, gerne etwas füllige Tante nennen möchte?

      Die Anwendungsbreite der DA-Seventastic wird vielfach unterschätzt, siehe den kleinen Bogen vom Tegernseer Bürgermeister zu ObjectBes Tante. Sollte der [Bürgermeister] etwa auch? Da wird sich die FAZ noch ganz schön grämen.

    • Das Wort zum Mittwoch
      @ Max Schott
      Es ist Neid.

      @Sufferah
      H.C. ist außergewöhnlich und auf seine Art ein Großer. Herablassende Kommentare haben Sie doch gar nicht nötig.

    • @ Dr. Seltsam, Otto Meier, Melursus, Sufferah, Max Schott
      – und @ Don Alphonso?

      Guten Abend „Dr. Seltsam“,

      vor einigen Tagen habe ich mir den Film „Django-ein Leben für die Musik“ angeschaut und, wenn Sie auch nur die Musik von Django Reinhardt ein wenig mögen, lohnt es sich schon den Film anzusehen.
      Im Film hält der Offizier Hans Bieber, eine Ansprache an die versammelten Gäste in der Villa Amphion-les-Bains:
      „Werte Freunde, Kameraden, ich bin zu tiefst erfreut sie heute hier willkommen zu heißen und bedanke mich ganz herzlich bei Generalmajor Huber, der aus Annemasse gekommen ist.
      Ich möchte mich bei Monsieur und Madame Schwarz bedanken, für Ihre Gastfreundschaft. Und ich muß gestehen, daß mich diese Landschaft, dieser See doch sehr an unseren geliebten Chiemsee erinnert. Wir haben es uns heute verdient, uns heute ein wenig zu amüsieren oder wie der Dichter Friedrich Rückert sagen würde:
      Frag´nicht, was das Geschick
      morgen will beschließen,
      unser ist der Augenblick ,
      laßt uns den genießen.

      Für ein freies Europa,
      für ein deutsches Europa!“

      Da soll noch einer sagen Geschichte würde sich nicht wiederholen.

      Ihnen noch einen angenehmen Abend

      Guten Abend „Otto Meier“,
      ich bitte Sie, seit wann schließt Kritik Anhänglichkeit aus?

      Guten Abend „Melursus“,

      bezüglich meiner kleinen Soubrette – danke der Nachfrage – soll ich ihr Grüße von Ihnen bestellen?
      Zu Ihrer Anfrage was ich dafür gäbe von Don Alphonso photographiert zu werden…
      Na, was erwarten Sie denn für eine Antwort?
      Nichts, gäbe ich dafür. Don Alphonso macht für eine breites Publikum schnelle Klickbilder von alten Autos, Fahrrädern, Kühen, Biergärten, bayerischen Orten, usw., ganz zum Stil seiner Texte passend und wir wollen doch beide sicher nicht etwas herausfordern, was sich nur als Enttäuschung erweisen würde. ( auf beiden Seiten)
      Wenn Sie Ihren Spaß haben wollen, sollten Sie Ihre diesbezügliche Frage lieber an den von Ihnen angedachten Photographen richten.

      Ihnen noch einen amüsanten Abend

      Guten Abend „Sufferah“,
      selbstverständlich gab es in diesem Blog gute Beiträge.

      Guten Abend „Max Schott“,

      mir gehen weder dieser Blog, noch Herr Meyer „gegen den Strich“.
      Ich lese seine Gedanken schon über Jahre – gerne, wie er mich auch manches Mal mit diesen provozierte, ja, ich mich über ihn ärgerte.
      Ich habe Herrn Meyer stets zugetraut, daß er frei darüber entscheidet, ob er meine Stellungnahmen zu seinen Beiträgen veröffentlicht oder in den Papierkorb wirft und was Ihren Gedanken der „Gratiswerbung“ betrifft – ich bitte Sie – Sie machen sich lächerlich. Wir wissen doch beide, das daß erlesene, kommentarschreibende, gut bürgerliche Publikum hier, nie und nimmer Kontakt zu einer cortigiana onesta aufnehmen würde, obwohl eine cortigiana onesta für deren Ehefrauen und junge Töchter nie eine Gefahr ist, denn wie bei jeder Opernaufführung von La Traviata mitzuerleben ist, muß die femme perdue „unausweichlich sterben und wird damit erst gesellschaftsfähig.“
      Würden wir hier Ihre Äußerung ernst nehmen, so würde dies doch einige Rückschlüsse auf Ihr Milieu zulassen, in welchem Sie leben müssen. Selbst bei nur rudimentärem Bildungshintergrund ist allgemein bekannt, daß Werbung nicht mit Stil und Lebensführung einer cortigiana onesta zu vereinbaren sind.

      Was Sie als „polemisieren“ gegen Herrn Meyer empfinden mögen, verstehe ich in der Regel als wortspielerische, herausfordern wollende Kritik außerhalb der allgemein üblich anbiedernden Kuschelkommentare in diesem Blog, welcher, sehr zu meinem Bedauern, in den vergangenen Monaten die Schwundstufe vergangener glanzvoller Genialität erreicht hat.

      Lieber Don Alphonso, ich weiß ja nicht ob Ihr:“Sie können sich ja mal überlegen, wo Sie die Grenze ziehen würden.“ an mich gerichtet war?
      Sollte dies der Fall sein, müßte ich Ihnen sagen, daß ich mir solches grundsätzlich nicht überlege, denn sonst würde ich diesen Blog nicht lesen wollen.
      Sie hatten Ihren Spaß beim Schreiben und ich häufig beim Lesen. Als Blogwart war und ist es Teil Ihrer Verantwortung was und wie Sie schreiben und sicher sind wir uns darüber einig, daß es Ihr Anliegen war den Leser zu unterhalten.
      Sollten wir so etwas wie das Schreiben in einem „Blog“, was, seien wir doch einmal ehrlich, ohnedies keine ernstzunehmende Literaturform ist, tatsächlich nur einmal ganz kurz und spasseshalber auf eine Sockel heben, so sollten wir Gilles Deleuze gedenken:
      „Schreiben ist eine Sache des Werdens, stets unfertig, stets im Entstehen begriffen, und lässt jeden lebbaren oder erlebten Stoff hinter sich. Es ist ein Prozess, das heißt ein Weg, der sich dem Leben öffnet und das Lebbare und Erlebte durchquert.“
      Kehren wir zur Realität zurück.
      Wenn es Ihnen möglich ist, schreiben Sie hier noch einige lustige Artikel von Silberkannen und Kühen und beschönigen Sie die Welt noch ein wenig.
      Tausende hat es bisher erfreut und die Meinung einer cortigiana onesta wird Sie sicher nicht ins Wanken geraten lassen oder gar vom bürgerlichen Sockel stürzen.

      Seien Sie herzlich gegrüßt
      ObjectBe/entrepreneuse – ( objectbe.blogspot.com )

    • Wenn sie es genau wissen wollen: Ich verdrehe bei selbstverliebten, gedrechselten Langriemen, die den Kommentarstrang verunzieren, die Augen und denke über ein Zeichenlimit von 2000 nach. Zumal es bei Ihnen eigentlich dauernd nur um die Selbstbespiegelung Ihrer Sichtweise geht. Und ich schreibe exakt so, wie ich schreibe, dass Leute wie Sie keinen zu präzisen Eindruck von mirt bekommen können. Ich schalte das frei. Aber wenn sie selbst nicht merken, wie Sie hier eher gemieden werden, kann ich auch nicht helfen.

    • Von vielen
      gemieden wird, der Klarheit wegen.

    • Aren't you going to give me a smile or something ?
      ObjectBe,

      für eine…äh…wie heist das Ding nochmal….äh…ach so: cortigiana onesta …sind Sie dann doch etwas schwierig, sperrig, gar trotzig.
      Einfach zu anstrengend.
      Sollte Sie nicht unterhalten statt zu klagen?

      Ich kenne mich da nicht so aus, mit Fachkräften wie einer …verdammt…ach ja: cortigiana onesta, aber sollten Sie nicht der Lebenspartnerin des Don überlassen, sein Leben zur Hölle zu machen? Weil das die originäre Aufgabe der Ehefrau ist. Nicht die einer … herrje…s.o.

      Nun denn, Sie haben es dann doch wieder geschafft, dass sich erneut viele Männer um die Wünsche des objectBe kümmern wollten.

      Wobei das bei einer cortogiana DingsBUMS doch eigentlich andersrum sein sollte…aber egal.

      Bis demnächst …

    • Nett geschrieben, Goodnight!
      So weit hatte ich nicht gedacht.

      Anfänglich – für länger als ein Jahr – hielt ich Object für eine Hochschullehrerin der Linguistik, Literatur, oder (Kunst-)Geschichte. Mit einem Forschungsschwerpunkt Sexualität. Es gab keinen Grund zu einer Revision meiner Vorstellung, da sie auch hier und da verlauten liess, eine Dissertation im Taxi zu lesen.
      Dann wollte ich mal ihre genauere Arbeitsumgebung kennenlernen und folgte der – damals von mir als ‚freundlich‘ erlebten – Einladung zu einem Blog.
      Der sich dann als Werbung einer Belle de Jour herausstellte. Alle Achtung vor der Frau, ihrem Wissen, ihrer Formulierungskunst. Aber so billig Selbstbewerbung zu machen – das passt nicht zur Kunstfigur ObjectBe.

    • Über was man nicht reden kann darüber muss man schweigen.
      @Goodnight
      einfach Kurtisane. Geht leichter über die Tasta-Dur.

      @ObjectBe
      Guten Morgen, Guten Tag und gute Nacht; falls wir uns nicht mehr sehen.

      Es war mir immer ein Greuel bei jeweder Veranstaltung, diese untertänigste Aufzählen der erschienenen Geheimräte, nichtakademischer Titel, Dienst-, Amts- oder sonstiger Amtsbezeichnungen innehabender Persona.

      Wenn ich Gäste empfange dann ohne großes Brimborium.
      Meine Devise ist: Gleiche unter Gleichen. Das impliziert vieles.
      Hier gilt: hier bin ich Mensch, hier kann ich sein.

      Die etwas starke (dicke) Frau die heute inthronisiert wird (streng genommen ist sie es eigentlich noch), der fehlt es einfach an Respekt –
      In allen Belangen.

      Der Not ist jede Lust entsprossen,
      Und unter Schmerzen nur gedeiht
      Das Liebste, was mein Herz genossen,
      Der holde Reiz der Menschlichkeit.

      (Johann Christian Friedrich Hölderlin)

      Schönen Grüße
      Dr. Seltsam


    • Das Zwinkern, ObjectBe, sollte eigentlich eher auf eine Haßliebe der Kunstfiguren hinweisen. Persönlich finde ich die Ihre ebenso unterhaltsam wie die des Don. Auf Ihren Blog trifft das allerdings weniger zu.

      Auch wenn es dem Don nicht gefällt, mir gefällt, relativ unabhängig vom Inhalt, das Spiel mit der Sprache. Und wenn das noch mit etwas Wissen gewürzt ist, umso besser. Also ich hätte nichts dagegen, Sie blieben uns erhalten.

    • @ Uwe Dippel
      So ist das, wenn sich eine Linguistin als ehrenwerte Cunnilinguistin entpuppt …

    • @Goodnight
      Och, so schlimm find ich die Beiträge des Objekts nun nicht, sie arbeitet sich (darf man das so sagen?) am Gastgeber ab, zwar nun nicht in jeder Weise, aber in der schriftlichen Form finde ich das bereichernd.
      Und da der Gastgeber nichts gegen Arbeiterinnen in diesem Fach hat, zu Recht wie ich meine, lässt er das halt zu.
      Mir gefallen die anspruchsvollen Texte, auch wenn immer ein wenig Neid im Spiel ist, dennoch, und da ist mir die Profession relativ gleichgültig.

  57. Spiel nicht mit den Schmuddelkindern oder Achtung Ansteckungsgefahr.
    Schulfrei mal anders oder vermitteln von Wissen war gestern.

    Jetzt bekommen Schüler schon frei damit sie gegen die bösen AFDler demonstrieren können. Beschützt von Sonderkräften der Polizei (sie machen dann die 400ste Überstunde voll; Jubiläum!).

    Die kreativen und liebevoll von Kinderhand gemalen Schilder wurden bestimmt im Deutsch- und Geschichtsunterricht unter sachkundigen Anleitung gemalt.

    h t t p://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/stadt/lokales/Heilbronner-Gymnasien-sagen-wegen-AfD-Aktion-Unterricht-ab;art140895,3998268

    Leicht absurd das Ganze. Bild 3 (h t t p://www.stimme.de/service/bilder/Kundgebung-in-Heilbronn;cme141489,3106035

    ) zeigt die Kräfteverhältnisse von Anhängern der AfD und den Verteidigern der freien Welt. Sorry, aber ich kann mir echt ein Lachen nicht verkneifen. Aber die AfD ist ja irgendwie selber Schuld … wenn das die Alternative ist, bleibe ich lieber gluten- und dieselfrei.

    • Nur zu!
      Wenn dann in Stuttgart nahe Uni eine grosse Studi/Assi/Dozi/Künstler-Demo stattfindet weil Bildungs- und Forschungsgelder rigide gestrichen werden sollen oder bereits sind (Ende „Kohlesubvention“, einfach weil der Schotter alle ist), dann stelle ich mich mit einem Schildchen „Refutschies Welkamm“ vorne und „No border no nations no more money“ hinten mitten unter die Meute. Wäre doch gelacht! So schaut’s aus.

    • Sie trauen sich aber was.

    • Wenn schon Kinder an die Front geschickt werden müssen,
      dauert es nicht mehr lange bis zur bedingungslosen Kapitulation.

    • Wir sind alle Riesen, die von Zwergen erzogen wurden ..
      und sich deshalb angewöhnt haben, stets mit einem geistigen Buckel herumzulaufen. (R.A. Wilson)

      @BlackBlacky

      Ich empfinde es eben als eckelhaft wenn Kinder ideologisch indoktriniert werden. Mittlerweile glaube ich, daß diese (sagen wir Wichtel) in Berlin es einfach nicht kapieren. Macht es denen nichts aus, gefährlich nahe an Methoden von Stalin, Mao und dem Gastherrscher aus Östereich zu geraten. Freiheit beginnt mit selbstständigen Denken nicht mit einer vorgekauten Ideologie.

      Diese ständige Gefasel von einem neuen Deutschland/Europa.
      War das alte denn sooo schlecht. Ja, sie sind getrieben, diese Priester der Allmacht der Vorschriften, Beschlüsse, Gesetze, Verordnungen. Sie wollen zwingen.

      Kleine Menschen mit kleingeistigen Egos. Sie ermüden und plagen unseren Geist mit ihren lauten Gehabe und ihren Wahnideen. Aus ihnen spricht der pure Eigendünkel.

      Ja bitte, mehr Mut sich zu trauen.
      So wissen ja bestimmt, ich liebe Polemik.
      Sie sollte unbedingt als Schulfach eingeführt werden.
      :-)

    • @Dr. Seltsam
      Bin ja bei Ihnen, gut beschrieben die verflixte „Situation“. Wir sind hier die Mutter aller ‚par ordre du mufti‘-Systeme. Und das geht alle Naslang schief. Man lernt aber nix draus.

      Ich denke es braucht eine Aufklärung V2.0. Sapere aude!

  58. FAZ und Twitter
    Trump schmeisst seinen Ausseminister per Twitter raus;
    der persönliche Assistent wurde gar ohne Jacke und sonstigen privaten Utensilien „hinausbegleitet“, ganz ohne Twitter.
    Also werter Don Alphonso, ich würde meinen da sind Sie noch gut weggekommen. 🤔

    • Die FAZ beendet die Verbreitung neuer Inhalte des Seventastic, das ist nach meinen Informationen der Kern. Ich kann gern mal nachfragen, ob ich bei Print was schreiben kann. Allerdings haben sich schon etlich gemeldet, die auch was von mir haben wollen.

  59. .
    Wenns so sche weida schreim,
    kriangs a den Bayerischen Poetentaler!

  60. Neue Heimat
    Als Zugereister hat sich Soziale-Markwirtschaft-Erhard solange sonntags an den Einheimischen Stammtisch in Gmund gesetzt, bis ihm die Bauern für seinen Bungalow hoch über Kaltenbrunn, ihre Alm verkauften.
    Architekt Sepp Ruf aus München tat des „Übrige“. um für den giebellosen Bauhaus-Stahl-Glas-Cube, die Baugenehmigung einzufordern.
    Dem Neubürger stiftete die Gemeinde später ein postmodernes
    V2A-Stahl Denkmal am Marktplatz, mit rostfreier Zigarre im
    dörflichen Umfeld.

    • Der Neubürger hat sich beim Bader Babl aber auch hinten angestellt und in der Moni Alm hängt auch noch sein Bild.

    • ..und FJ Strauß
      mußte auch „helfen“, wie er selbst später aufschrieb. Den Einheimischen war der Gedanke an einen dachlosen, mit Fenstern statt Wänden gestalteten Bungalow nicht recht. Erst als vom CSU-Chef die „Anregung“ kam, sich moderner zu zeigen, ging bei der Baugenehmigung etwas voran.

      Das ist aber nicht parteispezifisch, sondern auch in München völlig normales Herrschaftsverhalten der örtlichen Potentaten, dort eher die Sozen. So durfte ein bei diesen Leuten beliebter „Bespaßer“ ein Schiff als „Begegnungsstätte“ auf einer Brücke aufstellen, die dem nicht gewachsen war, daher auf Steuerzahlerkosten verstärkt werden muß. Aber es nützt ja einem den Sozen Nahestehenden…… dann ist das sicher richtig.

    • Es gibt in Tegernsee Süd noch ein anderes Beispiel, um das jahrelang prozessiert wurde. Da wurde dann ein Schrägdach aufgezwungen, das man aber nicht sieht.

    • Schrägdach
      Vermutlich ist dann irgendwann einmal der Bauherr froh über die Erzwingung – alter Handwerkerweisheit zufolge gibt es von den Flachdächern nämlich nur zwei Sorten: die einen sind schon mal neu abgedichtet worden, bei beiden ist es bald fällig.

    • Ich mache nicht mehr hier, aber woanders mal was dazu. Das ist ein spannender Fall von Reichtum und Eigensinn.

  61. Wann?: In questi giorni (=nie)
    Man merkt ja selbst durchaus, wenn man etwas verteidigt, wie sehr das doch ein Stück von einem Heimatgefühl geworden ist über die Jahre. Und sieht dann, dass ein anderer ein etwas anders gelagertes Heimatgefühl hat. Heimat hat also Facetten und gleichzeitig etwas Verbindendes.

    Es ist hier gut, dass nicht alles gleich ist, und dass man es einfacher haben kann, etwas edler oder ganz edel mit drei Sternen. Würde es Sinn machen, eine Kette zu verteidigen? Sicher nicht. Ein Kettenlokal ist wie das nächste. Ab und zu nutzt man sie, aber es lässt sich nur wenig dazu sagen. Nur zu Dingen mit Charakter lässt sich eine Meinung aufbauen. Und Charakter entsteht immer nur regional.

    Was wichtig ist an Heimat, ist, dass nicht alles ständig verschwindet oder anders ist. So laufe ich in Firenze immer gezielt zu „La Posta“, um zu sehen, ob es noch existiert. Die alte Dame sitzt immer noch hinter der Kasse, und die Steinpilzpasta ist so gut wie eh und je. Nur die Touristen haben sich verändert, weniger Deutsche und Amerikaner, mehr Asiaten. Ganz Firenze ist verändert im Vergleich zu früher, aber „La Posta“ bereitet immer noch Steinpilzpasta, und La Mamma kassiert. Besser als die Uffizien. Da konnte man früher hinein, heute muss man bestellen und trotzdem warten.

    Heimat ist auch: Ein wenig langsamer machen. Und für manche von uns ist das Stichwort Digitalisierung daher ein Reizwort, genau wie Stu 21 für drei Minuten für Speditionen. Unsere Zeit wirkt daher oft destruktiv. Die Berliner haben durchaus auch ein Gefühl dafür. Deshalb wollen sie das Tempelhofer Feld behalten. Bauen und Digitalisierung machen noch nicht allein glücklich.

    • In der Ruhe liegt die Kraft (sagt der Franke)
      Carpe diem (sagte Horaz).

      Kein Widerspruch für mich.

  62. @ JohannB. sagte am 13. März 2018 um 14:44 Uhr
    „Man kann auch den Sohn …
    wählen, oder, weil der Wähler ja nicht gefragt wird, vor die Nase gesetzt bekommen. Man schaue sich nur bei Wikipedia die Biographie des neuen saarländischen MP an, und was sein Vater war.“
    .
    Und ich sage, schauen wir uns doch einmal an was uns damals für ein Kuckuckskinderei, ganz harmlos als Bundes-Umweltministerin daher kommend, ins Kabinett gelegt wurde.
    .
    @ Werbung , haha, 2005 + 4 = 2009 + 4 = 2013 + 4 = 2017 + 4
    3. Anlauf ist gut. In meinen Augen ein inzwischen 12 ½ Jahre währender Staatsstreich.
    Dégagez-vous, Madame => Mmw. Aber schon wieder zu spät.
    .
    @ Philomena sagte 13. März 2018 um 10:29 Uhr unter anderem…………………. „Warum nur wollen so viele Kinder, auch bei Schauspielern, das Gleiche machen, wie die Eltern? Gähn.“
    .
    Mei, Philo, wenn sich doch schon die Mamma #metoo-mäßig bei so einem angesagten Tourneur (warum muss ich da immer an den ekeligen Faßxxxxxx denken? Die Uschi bedaure ich schon mal prophylaktisch vor dem eventuell noch folgenden Aufschrei) „geopfert“ hatte für die Karriere, kann das bei der Tochter evtl. entfallen. # metoo-Anrüchiges einmal praktiziert, kann für die Zukunft ganz praktisch sein und vermag das # metoo-freie Intervall in der Öffentlichkeit um mindestens ein Karriere-Leben hinausziehen.
    (DdH)

    • @ DdH,
      bei Christiane Hörbiger und Götz George ist das prima gelungen. George jun. war ein Großer.Da kommt die Tochter von F. Wepper nie hin.

  63. Ein Jammer
    Eines der wenigen highlights auf dieser Nachrichtenseite droht zu verschwinden – lassen Sie uns wissen, wo es weitergeht!

  64. Testosteron
    Don Alphonso sagt:
    „…und schon die Plakate rochen nach Testosteron“

    Wonach riecht Testosteron?

    • Wonach riecht Testosteron?
      „Die Männer mit ihrem Testosterongestank“ – aufgeschnappt im letzten Sommer in einem RHS Strassencafe. Von älteren Ladies. Die können das. Ich hätte nachfragen sollen.

    • Wonach riecht Testosteron?
      .
      Nach wütendem Carabao.

    • Testosterongestank
      „Aufgeschnappt in einem RHS-Straßencafe von älteren Ladies“
      Ist das der Straßenverkaufsbereich einer bekannten Fischkette von der Nordsee?

    • Wonach riecht Testosteron?
      nach Antechinus agilis. Diese arme Sau.

    • Für die Einen ist es Mischung von Kakao, Fett und Zucker für die Anderen die längste ...
      … das männliche Androstenon (Steroid/Metabolit des Sexualhormons Testosteron) riecht für 80 % der Frauen nach Urin, für 20 % angenehm süß nach Vanille/Honig …

  65. Schliersee - Tegernsee
    ’s werd’s gleiche sei, analog Weiß Ferdls, „I woaß ned wia ma is“.

    Die Handwerker werden ja manchmal recht redselig, wenn sie, einen gemeinsamen Draht vermutend, um die Abrechnungsmodalitäten in eine für sie nicht ungünstige Richtung schieben wollen, Anekdoten aus ihrer Heimat erzählen, woran sich der Rechnungsbegleicher natürlich höchst interessiert zeigt.

    Zum Beispiel diese: Der alte Eigentümer eines zu erwartenden Baugrundes verstarb, der Bürgermeister kam am nächsten Tag und zauberte nach der kurz gehaltenen Kondolenz einen unterschriftsreifen Vertrag, den begehrten Grund betreffend, aus den Tiefen seines Gewandes.
    Oder: Der Bauunternehmer im Gemeinderat sichtet die Angebote der Mitbewerber kurz vor Abgabeschluss und bleibt mit seinem regelmäßig knapp drunter.

    Ich finde nichts Lustiges daran, kein Augenzwinkern, keine verdeckte Bewunderung für Bauernschläue oder Halbseidenes.
    Das ist CSU. Woanders natürlich SPD, noch woanders, in kleinerem Maßstab, Grüne, bei den FW kenn ich mich nicht aus.
    Dort, wo ich früher in der Politik noch Idealisten vermutete, vermute ich mittlerweile nur noch mehr oder weniger geschickte Selbstbereicher.
    Mir ist noch nicht klar, ob sich die Zeiten geändert haben, oder ich mich, Jahrzehnte zu spät.

    • Es geht nicht mehr so einfach wie früher, und viele Sachen, die früher offen waren, sind jetzt allenfalls versteckt.

    • und viele wissen, wie weit es von Monrovia hierher ist
      Sie haben natürlich recht und ich stimme Ihnen zu.

      Hier, wo ich gerade mal bin, ist das einfach gang und gebe und das schon sehrsehr lange. Und die nächsten 50 Jahre wird sich das nicht ändern.
      Alle wissen das, leben damit, kommen damit zurecht. Dann „fliehen“ manche nach D. Und kommen dann sehr gut zurecht eine kleine Weile.
      Eine kleine Weile halt.
      Bauernschlau und halbseiden. Sie habens getroffen.

      Beste Grüsse zu Ihnen allen

      schonalthalt

  66. kluge Köpfe
    Don, erlauben Sie mir ein Wort zu Journalisten in der FAZ-Redaktion, ohne auf Ihre in meinen Augen unnötig stillose Demissionierung in Form und Art von Herrn Trump zurückzukommen. Dazu haben Sie alles mitgeteilt, was mir ein Bild verschafft, es erscheint mir ausreichend objektiv.

    Sie werden Neues erwachsen lassen. Darauf können wir uns freuen. Von daher ist es gut.

    Was ich nicht gut finde, wenn nun alle Journalisten aller Redaktionen pauschal mit Leserstreik bestraft werden, wie so viele Foristen kundtaten. Es mag jeder halten, wie er es meint, aber ich möchte weiterhin guten und besseren Journalismus, und dafür bezahle ich auch teuer.

    Auf die Gefahr hin, Namen zu „verbrennen“ bzw. dass es hier irgendwo mittendrin ohnehin in der Informationsflut untergeht, ist es mir nach alle den Kommentaren nun ein Anliegen aufzuzeigen, wer mich über Jahre sehr beeindruckt, auch wenn ich nicht jede Meinung oder Themenauswahl teile, einfach ad hoc ohne Wertung und sicherlich nicht ganz vollständig:

    Heike Schmoll
    Heike Göbel (Glückwunsch!)
    Regina Mönch

    Niklas Maak
    Andreas Kilb
    Dietmar Dath
    Michael Hanfeld

    ganz besonders auch für Ihren persönlichen Mut und Ihre tiefgreifende Kenntnis Ihrer Regionen, die man nur dank Persönlichkeit im Kontakt zu unterschiedlichsten regionalen Akteuren erwirbt, ihre hervorragenden Hintergrundberichte und Interviews:

    Thomas Scheen (in memoriam)
    Kerstin Holm
    Konrad Schuller
    Stephan Löwenstein

    Wer hier so pauschal „blöde Mainstream-Meinungsmacher FAZ“ ruft, der mag das tun. Diese genannten Autorinnen und Autoren haben jedoch bisher und weiterhin meinen tiefen Respekt für Ihre Leistung und die Seele ihrer Beiträge.

    Was die Herausgeber und Firmenausrichtung angeht, maße ich mir mangels Branchenkenntnissen kein Urteil an.

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit, die Sie mit diesem Forum über Jahre Einzelmeinungen gewährt haben, und Ihre Zeit, die Sie unseren vielen Worten geschenkt haben. Ich bin mir sicher, es war nicht vergebens, auch wenn wir dies niemals irgendwo werden nachmessen können.

    Glauben Sie mir, Don))

    • Ich habe kein Problem mit der FAZ, Ursula Scheer und Frank Lübberding sind auch toll.

    • @vonmicha Das war mal dringend nötig.
      Fehlen dann nur noch die Layouter, die Korrekturleser, die Papierhersteller, die Betriebswirtschaftler,…. und nicht zuletzt die Postboten, die Print dann täglich auch bei Schnee und Regen in die Briefkästen stecken.

      Diese elenden Pauschalisierungen helfen niemandem weiter.

      Und natürlich bestimmen die Besitzer der FAZ die auch politische Richtung. Btw., wer ist das eigentlich?

    • Die Print-FAZ...
      abonniere ich seit Studententagen. Die selbsternannten „Linken“, die ja bis heute nicht wirklich welche sind, mußten sich ob ihrer Empörung mit meiner ironischen Entgegnung zufriedengeben: „Man muß doch wissen, was der Klassenfeind denkt“. Was natürlich nur die halbe Wahrheit war: Schon vor dem derzeit klügsten Kopf der Redaktion, Dietmar Dath (auch heute wieder mit köstlichen Sottisen) gab es auch dank Schirrmacher immer genug kritische Geister in der Redaktion; wer zählt die Namen…
      Neben den oben genannten (mit Ausnahme von Frau Göbel, die ist mir zu einfach gestrickt, aber das ist natürlich auch Geschmackssache), sei aber noch die komplette Motor-Redaktion gelobt. Die Fahrberichte von Wolfgang Peters sind oft ebensolche kleinen Kunstwerke wie die Essays unseres Don.
      Und wo wir schon dabei sind, uns zu outen: Ich habe mein ganzes erwachsenes Leben so gewählt: DKP, PDS, dann die Linke. Beim nächsten mal wird es aber wohl die „Titanic“-Partei. Und die FAZ werde ich weiter lesen, schon weil ich den täglichen Widerspruch zu meiner Meinung brauche.
      Mit unserem Don hingegen bin ich überraschend oft einig. Ich muß ja nicht alle Kommentare lesen; man kennt ja die üblichen Verdächtigen.
      Auf Wiedersehen, wo auch immer!

    • Auf Wiedersehen! Aber noch geht es hier weiter.

  67. yoknapatawpha county
    wurde es genannt, Dickson and Mason hatten es vermessen und Donald regiert es heute.

    so what.

  68. Nachdenkenswerter Beitrag, @Roland
    Die kommende LTW paralysiert, ganz klar. SPDGRÜNELINKEFDP werden ihre üblichen Ergebnisse in den Städten einfahren. Die FW sind mM raus, Aiwanger hat sich beim Thema1 vollkommen falsch positioniert. Das Rennen wird diesmal auf dem Land gemacht und dort pflegt man das Gedächtnis, obwohl – seltsamer Zufall – die dunklen Gesichter aus dem Dorfbild und dem Polizeibericht allmählich verschwinden.

    Ich schätze die CSU bei 38 (und alle Direktmandate), AfD bei 25. Söder ist viel zu klug, um daraus eine BY-GroKo zu machen. Sie haben vollkommen recht, man hätte sich 2015 von der Alternativlosen lossagen müssen, Fraktionsgemeinschaft und Regierung verlassen, die wachsweichen kauderhörigen CSU-MdBs anders einschwören. Damals war hic Rhodos, hic salta, aber Horst sprang nicht. (Konnte ich mit meinen altsprachlichen Kenntnissen hinreichend prahlen?).

    Wir in Bayern sind der CSU zu Dank verpflichtet. Schedl, Goppel, Strauß uva. haben aus dem armen Agrarland einen modernen Industriestaat gemacht. Wir Wähler haben diesen Dank in vielen Wahlen erstattet, wir sind quitt.

    Denn seit dem Stoiberschen Finale stimmt es nicht mehr so ganz: Die Grundschulkinder lernen GenderX, die Staatsforsten sind kahlgeschlagen, die Kriminalstatistik sieht böse aus, man quält die heimische Steuerbasis, um den RHS zu versorgen, sendet im BR allerblödeste Sendungen (man höre einmal Radio Mikro) usw. Alles Belange der Landesregierung. Die MdB in Berlin stimmen jeder Depperei gnadenlos zu und bilden sich ansonsten auf Auslandsreisen weiter. Warum sitzen sie dort, diese Allerweltsgutdenker? Genau, Koalitionsdisziplin, weil man sich nicht zu springen traute.

    Deshalb bin ich mittlerweile überzeugter Anhänger des AfD-Grundsatzprogramms. Bin auch nicht der Einzige.

    • Die FW kommen ziemlich sicher wieder rein, die AfD hat in BY einfach keine Substanz und Struktur.

    • Freie Wähler
      Ich sehe das genau so wie der Don, die werden es wohl schaffen in den Landtag. Evtl. auch mit einem ähnlichen Effekt wie auf Bundesebene im September für die FDP, die von „AfD ist ibäh“ profitiert haben.

      Auch ich habe die beim letzten Mal gewählt, wie hat es DA mal ein paar Seventastic vorher kommentiert: die arbeiten Sach und Lösungsorientiert. Sind nicht „versaut“ die die Staatspartei mit dem C, nicht so abgeschlagen wie die SPD, die aber auch seit Ewigkeiten mit im Politzirkus verankert ist (mithin auch „versaut“) und so unwählbar wie die Grünen.
      So denken genug Native und importierte Süddeutsche, und haben die zu einer stabilen Kraft im Staate Bavaria gemacht.

      Auf Lokalebene ist Bayern auch interessant, in vielen Gemeinderäten sind UWG und Wählergemeinschaften gut vertreten, stellen Bürgermeister (auch in meiner Heimatgemeinde hat der von der CSU den kürzeren gegen die von einer Wählergemeinschaft aufgestellte importierte Parteilose ex Verwaltungschefin einer anderen Gemeinde gezogen). Alles in allem hochinteressante Entwicklungen, von denen die „auf Minga“ nicht aufgeweckt worden sind.

      Wird spannend im Oktober, mit wem Söder koalieren muß / will.

    • Und ob Söder überhaupt so weit kommt. Ich habe da in Oberbayern enorme Zweifel.

  69. da ist die Bedingung abhanden gekommen von tadellosem Charkter zu sein.
    Womöglich ist das tatsächlich der Tessin, wo solche vom Neid zerfressene Leute ihre Marmelade vom ungut hinuntergewürgten Croissant tropfen lassen. Jedenfalls schein es nicht deren Heimat zu sein, falls die denn eine haben.

  70. Aus dem Mutterland der Demokratie gesehen
    ist eine Aussage wie ‚Es war eine angenehme Art, der eigenen Verantwortung zu entgehen‘ eventuell gar nicht so wirklich ganz richtig?

    Nein, er ist hingegangen, und er hat gewählt und seine Meinung ausgedrückt und damit seiner demokratischen Pflicht Genüge getan. Und nur hiesig-deutsch wären dann so moralisierende Selbstbetrachtungen wie ‚zum Glück habe ich ja vorher gewusst dass die anderen in der Mehrheit sein werden und meine Stimme verliert – darum brauche ich auch zum Glück gar keine Verantwortung zu übernehmen und muss meine eigene Meinung zum Glück nicht wirklich unter Beweis gestellt sehen‘.

    Englisch wäre dann eher diese Art Nachbetrachtung selbstbewusst wegzulassen ‚ich bin hingegangen ich habe gewählt meine Meinung ausgedrückt – und nun hat zum Glück weil wir eine moderne Demokratie sind die Mehrheit entschieden.‘

    So einfach so gut – und dann aktive Opposition. Gerne auch bei einer guten Tasse Tee.

  71. Titel eingeben
    Das mittlere Haus in Bild Nummer 8 ist ja potthässlich. Es passt überhaupt nicht zu den beiden anderen.
    Hat man wenigstens den Architekten in die Bodenplatte mit einbetoniert? Nicht, dass der mit seinen Schandtaten die Gegend noch weiter vergraußlicht.

    • Ich kann ja mal eine Serie mit Bausünden machen – die schlimmsten entstehen gerade in Abwinkl.

    • Und was für eine
      Auf dem Grundstück, das Sie wohl meinen, stehen exakt doppelt so viele Häuser, wie dorthin passen. Sieht fast aus wie sozialer Wohnungsbau, kostet aber wie Luxus. Ob durch den TG-Block dann später mal Wasser auf der Straße steht, wird man noch sehen.

      Ich hätte gern mal gewusst, ob die „Guck mir auf den Balkon“-Siedlung verkauft wurde, bzw. wie viel davon.

    • Das dachte ich auch sofort.
      Auch schon vor ca einem Jahr, als jemand eine zu verkaufende Villa hier verlinkte. Alles ziemlich dicht an dicht.Da wohne ich schöner und meine Kinder sagen, der See sei überbewertet, sie möchten an der Straße, die den See umgibt, nicht wohnen.Don wohnt wohl außerhalb. Sehr schön soll es beim Uli sein.

      Heute geht es nur um Verdichtung. Mir sagte man auch schon, auf meiner Südseite hätten doch noch 2 EF – Häuser Platz.Dann wäre es aber nicht mehr schön hier…

    • Verdichtung
      Vor einiger Zeit bin ich mal durch Trudering gefahren (Münchner Osten, kommt auch schon bei Thoma vor in „Erster Klasse“).
      Da kann man dem Nachbarn im EFH nebenan die Hand schütteln ohne daß einer das Haus verlassen muß.
      Ich hatte gar nicht gedacht, daß so geringe Abstände nach hiesigem Baurecht überhaupt möglich sind.

    • @Philomena
      Ich werde gerade massiv verdichtet in Filderstadt.
      Das neue große mehrstöckige Funktionsgebäude nimmt mir die Aussicht auf die Filderebene (bzw. was davon noch übrig ist) und die B27 (sehr geschickt morgens, besser als der immer zu späte Staubericht aus dem Rrrradio).
      Das Funktionsgebäude wird ‚Betreutes Wohnen‘. Zu meinen Wohnnachbarn sagte ich daß man immer auch die Vorteile sehen sollte, z.B. ich hätte es dann in naher Zukunft nicht sehr weit mit dem Umzug. Das hammse nicht verstanden, diese Selbstironie. Es ist alles so ohne jeglichen Humor geworden, heutzutage. Kaum auszumhalten. Für mich. Zur Therapie tummle ich mich hier, egoistischerweise.

    • Verwandte in Stuttgart,
      die eine schöne Paterrewohnung mit etwas Garten hatten, bekommen nun nur 5m von da entfernt einen 4stöckigen Bau hingesetzt, der Leuten dienen soll, die nur für Monate dort arbeiten. Auf der Terrasse gibt es kaum noch Sonne, im Winter schon gar nicht.

      Sie sagen, dass in Stgt. die sogenannten Durchlüftungsschneisen alle zugebaut werden. Man müsse sich über das Klima nicht wundern.

  72. alternativlose AfD
    Je näher der Bezug zum Bund, desto mehr Argumente sprechen für die AfD um seinen Unmut über vergangene sowie absehbare Politik Ausdruck zu verleihen und bspw. die CSU unter Druck zu setzen. Eine Bürgermeisterwahl, als weitest möglich entfernt zur Bundesebene, ist dafür denkbar ungeeignet.

    Und ob eine Aufspaltung des politischen Widerstands gegen eine nicht nur unerwünschte, sondern teilweise als gemeingefährlich erachtete Politik, so sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten. Ein relativ simples Argument gegen ein solche Aufspaltung ist bspw., dass alle Stimmen, die sich unter Sonstige summieren, eh politisch und medial ignoriert werden. Nicht zu Unrecht, da sie faktisch irrelevant sind. Genauso wie Nichtwähler. Stimmen für CSU, FDP, SPD, Grüne oder Linke werden dagegen medial und politisch einfach einem selbstgefälligen Narrativ angepasst. Erinnert sich noch wer an März 2016 und Panzeruschis legendäre „80% der Wähler haben für Merkel’s Flüchtlingspolitik gestimmt“? Selbes Phänomen bei der Bundstagswahl, bei der im Nachgang von „87%“ die Rede war.

    Aber allein, dass der Narrativ andauend gegen die AfD gedreht wird, zeigt, welche politische und mediale Wirkung ihre Stimmen haben.

    Also mir fällt kein einziges vernünftiges Argument für Freie Wähler oder Sonstige ein.
    Irgendwem anders?

    Und nein, „Als anständiger Bürger kann ich Leute wie Poggenburg oder Höcke nicht wählen qq“ ist kein vernünftiges Argument. Das ist Rechtfertigung der eigenen Inkonsequenz vor sich selbst und realitätsferne Träumerei.

    • Doch, natürlich. Wenn eine Partei kein sauberes Personal hinstellt, wird sie halt weniger gewählt. Das ist überall so.

    • Titel eingeben
      Ob das Personal einer Partei sauber ist erfaehrt das Wahlvolk doch meist nur vom Big Brother.

    • @Don Alphonso
      Na dann treten Sie doch ein, wählen Sie besseres Politpersonal oder stellen Sie sich selbst, als der Gipfel politischer Kompetenz, zur Wahl.

      Nein?
      Weil [insert reason][x].
      Aha.

      Nachdem ich dieses Argument häufig höre und es in einem begrenzten (verantwortungslosen) Rahmen nachvollziehbar ist, hätte ich mal eine ehrliche Frage an Sie:
      Woher soll das Ihnen gefällige Politpersonal eigentlich kommen?

      Keiner will, keiner traut sich, keiner kann – aber eine illusorische Anspruchshaltung an diejenigen stellen, die vielleicht nicht gut können (das wäre erstmal auszutesten bzw. handelt es sich um eine pessismistische Prognose), aber zumindest wollen und sich trauen; das können alle.

    • Mein Job ist das Schreiben, das kann ich und da bewege ich was.

    • Na dann schreiben Sie doch mal,
      wen Sie gerne in Parlament und Regierung hätten!

    • Der Sixtus schrieb letztens, niemand sei „gezwungen“ worden, die AfD zu wählen, das solle man nicht vergessen.

      Da hat er recht; diese Wahlentscheidungen folgten aber einer Interessensabwägung.

      Über den Schwank mit der Turnhalle habe ich sehr gelacht; im Flüchtlingsheim eine Straße weiter baut man gerade den Dachboden aus und einen Wintergarten rein – ist das ein Zeichen, daß die Belegung endet, oder braucht man mehr Platz?


    • Echt lustig, daß jemand auf der einen Seite mit Merkel etc. argumentiert, auf der anderen Seite Höcke etc. aber nicht als Argument anerkennt.

      Sorry, aber das nenne ich mal Inkosequenz.

    • @Otto Meier: Inkonsequenz oder doch eher signifikant unterschiedliche Gewichtung?
      Höcke definiert nicht die Richtlinien der Politik und wird dies auch wahrscheinlich niemals tun dürfen sollen. Das von Ihnen genannte Korrelat hingegen schon (zu lange). Und insbesondere ab dem heutigen Tage wieder ohne jegliche Kontrolle und Parlamentsbremse… dafür mit wohlwollender medialer Begleitung. All quiet on the western front.

    • Antworten
      @Don Alphonso
      Ja, Ihr Bloggen ist das was Sie für X einfügen.
      Im Kontext sollte aber durchaus ersichtlich geworden sein, dass diese variablen Gründe irrelevant hinsichtlich der Frage sind, woher denn fähiges, den eigenen Ansprüchen gerecht werdendes Politpersonal kommen soll.

      @Otto Meier
      Dann triffft es sich gut, dass ich nicht mit Merkel argumentiert habe.
      Aber da Sie sich angesprochen zu fühlen scheinen, hätte ich auch noch eine Frage an ihren Typus: Was haben denn Höcke und Poggenburg Schlimmes angestellt?
      Kommt es inhaltlich an das heran, was die diversen CDU-Regierungen unter Merkel in ihrer Regierungszeit alles getan haben? Ich betone GETAN, nicht nur dahergeschwätzt, so wie es praktsch alle Antworten auf die Frage danach, was Höcke und Poggenburg Schlimmes angestellt haben, beinhalten werden.

    • Eine Frage an meinen Typus?
      Na ja, im Grunde haben Sie ja recht, Rightwing Liberal, Sie argumentieren schließlich überhaupt nicht.

      Und wenn Sie sich von mir angesprochen fühlen, dann darf ich Ihnen sagen, daß mich Personen nicht großartig interessieren, sondern daß ich mehr Wert auf die sachlichen Aspekte lege. Allerdings nicht so unbestimmt wie Sie das hier tun. Das ist reine Polemik und unangemessene Wählerschelte.

      Sie sollten nicht vergessen, daß die Wähler der AfD vermutlich zum größten Teil Protestwähler sind, die bei einem Wechsel der Regierungspolitik ihr Kreuz sofort wieder an anderer Stelle machen würden. Inkonsequent würde ich ein derartiges Verhalten aber nicht nennen, vielmehr ist es Folge mangelnder Demokratie aus Gründen fehlender plebiszitärer Elemente auf Bundesebene.

      Die AfD ist die gelb-rote Karte für die etablierten Parteien, mehr nicht.

      Allerdings, und das steht zu befürchten, wird auch dieses Gruselkabinett in seiner Verantwortung für Europa und die Welt am Ende ganz vergessen, für wen es in erster Linie Verantwortung trägt. Als AfD-Wähler sollten Sie also nicht rumjammern, sondern sich darüber freuen und hoffen, daß nicht noch mehr Höckes die Partei derart schädigen, daß selbst ein Gruselkabinett der AfD am Ende nicht die erhofften Stimmen einbringen wird.

      Ach ja, welcher Typus bin ich denn?

    • @Otto Meier
      „Ach ja, welcher Typus bin ich denn?“
      Typ betrachtet Höcke sowie Poggenburg als generelle Ausschlusskriterien für die Wahl der AfD, trotz der vielen Argumente, die gegen diese Perspektive sprechen.

      Zwei davon, können Sie direkt aus meinem Geschreibsel ableiten (oder Sie können es ncht, was durchaus nicht unwahrscheinlich nach Ihrem letzten Kommentar ist). Beide sind Ihnen entgangen. Daher sehe ich wenig Gründe hier noch weitere auszuführen.

      Und ich denke, dass ich meine Argumentation gegen Streuung und für Konzentration des politischen Widerstands gegen diese Regierungspolitik (und, seien wir ehrlich, der Poitik von Linken sowie Grünen und den zurückgekehrten gelben rückgratlosen Opportunisten), um einen politischen Richtungswechsel zu erzwingen, ausreichend dargelegt habe. Wenn Sie das als Polemik interpretieren oder nichtmal als Argumentation erkennen können, dann ist das Ihr Problem.

      Und nein, die Wählerschelte ist gerechtfertigt, da Deutschland exakt die Regierung besitzt und verdient, die es sich herbeigewählt hat (schon wieder). Höcke sowie Poggenburg sind nur eines von vielen bei näherer Betrachtung unsinnigen Argumenten für dieses Wahlverhalten.
      Wer mit dieser Politik unzufrieden ist, und eine andere sehen will, also eine Änderung anstrebt, der sollte meines erachtens zuallererst mal sein eigenes Wahlverhalten und seine eigenen Rationalisierungen / Selbstrechtfertigungen hinterfragen.
      Mein Gewissen ist in dieser Hinsicht lupenrein. Ihres kann es nicht sein, wenn Sie ernsthaft Leute wie Höcke oder Poggenburg als Argument anführen.

      Da ich mir vorstellen kann, dass das als Antwort kommt: Nein, ich mag diese beiden Typen, ihre Ansichten und ihren Stil nicht sonderlich, aber ich kann ihre Sicht nachvollziehen, beurteile sie als legitim und bin daher nicht bereit sie zu parteiintern zu disziplinieren oder gar rauszuschmeißen. Ganz egal, wieviele Wähler das kostet, die Höcke und Co.’s Sicht nicht nachvollziehen können, mittels gängigen und politisch instrumentalisierten Erklärungsmustern einordnen und beide als untragbar und damit als Ausschlusskriterium für die Wahl der AfD werten. Das wäre einfach nicht richtig.

    • Personal und Selbsteinbringung
      @ Rightwingliberal und deresschonimmerwusste

      Danke für diese beiden sehr zutreffenden Beiträge, die Leute sprechen immer von Höcke und Poggenburg, als wenn die die gesamte AfD vertrten würden, was natüelich Quatsch ist, aber die Partei wird auf diese beiden, jetzt nur noch eine Person, reduziert.

      Zweitens die Frage des politischen Personals: Viele, auch der Gastgeber, meinen zu glauben, dass die neue politische Kraft jetzt ganz genaun und in allen Punkten ihrem Gusto entsprechen müßte, passen ein paar Punkte oder Themen, wird das Ganze dann verworfen, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass nur mit der Wahl eines ernsthaften und bedrohlichen Gegner sich erst was ändern kann.
      Die Wahl von Splittergruppen bringt da nichts, eine vertane Stimme.
      Und so ganz in der Art, wie viele Leute meckern, das die AfD das falschen oder inkompetentes Personal hätten, sich einbringen und ändern, das machen eben die wenigsten.
      Kein Wunder bei der der Ächtung, die einem zuteil wird.
      Daher Respekt für die Mutigen, die sich trauen und die Demokratie und die Mitsprache stärken. Die AfD ist eben kein reiner Wahlverein.


    • Persönliche Angriffe, Rightwing Liberal, ersetzen auch keine Argumente.

      Wie ich oben bereits schrieb, interessieren mich die Personen nur am Rande. Mir reicht ein Blick auf das Programm der AfD, um dort kein Kreuz zu machen.

      Es ist ja richtig, daß sich die etablierten Parteien nicht eben anbieten, gewählt zu werden, aber die AfD ist zumindest für mich eben keine Alternative. Mit den Personen hat das aber nichts zu tun, die gibt es in jeder Partei.

      Und bevor Sie nun erwarten, daß hier das Programm der AfD diskutiert wird, ohne mich. Ausgangspunkt war Ihr Beitrag, in dem Sie einerseits mit Personen „argumentieren“, dies andererseits aber ablehnen. Den Widerspruch habe ich aufgezeigt und mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen, den kann jeder hier http://seventastic.info/stuetzen/2018/03/12/das-richtige-gefuehl-fuer-heimat-siegt-8815/#comment-199600 nachlesen.

    • @Otto Meier
      Dass Sie die AfD programmatisch ablehnen ist vollkommen irrelevant für den Diskussionsgegenstand, dass Leute wie Höcke und Poggenburg andauernd als Ausschlusskriterium für die Wahl der AfD genannt werden und das ein unsinniges Argument ist.

      Im verlinkten Eingangskommentar schreibe ich genau ein einziges Mal über Personalien und das auch exakt an der Stelle, an der ich dieses Ausschlusskritierium als unvernünftiges Argument bezeichne.
      Es existiert also gar kein „einerseits und andererseits“ und damit auch kein logischer Widerspruch.

      Oder etwas freundlicher formuliert:
      Ich weiß ehrlich nicht, was Sie als ‚einerseits‘ oder ‚andererseits‘ interpretieren.
      Das Zitat von Panzeruschi, vielleicht? Da nenne ich zumindest Namen. Es ist aber lediglich ein Beleg für die Aussage, dass Stimmen für alle relevanten Parteien außer der AfD einem kruden und selbstgefälligen politischen Narrativ angepasst werden bzw. Protestwahl bspw. der FDP gegen diese Regierungspolitik sogar noch als Bestätigung derselben ausgelegt wird.

      Weniger freundlich formuliertes post skriptum:
      Persönliche Angriffe verdient man sich. Sie haben sie sich verdient.

  73. Errötend folgt er ihren Spuren
    Text eingeben

    • das ist hier falsch, sorry
      es hätte unter die hauchzarte Kontaktaufnahme Fonses mit anna-maria gehören täten sollen.

    • Kim-Noa ginge nicht
      Hab schon öfter bemerkt, dass er auf klassische Namen steht, die auch zu Rokokopuppen passen würden.

  74. nochn Alfons
    Der Unrasierte hat gewonnen, überlesen. Dachte, der Sohn gewinnt sowieso. FW, interessant. Wie war denn die Wahlbeteiligung?

  75. Zsammgspuit am Tegernsee
    Für den zugroasten Zornpinkl, der nur schimpft und koan Fernseher hat:

  76. Mal wieder eine Off-Topic-Sache...
    Gibt es eigentlich in Ihrem Umfeld bei der FAZ schon Wetten darauf, wann Jan Fleischhauer bei SpOn seinen Arbeitsplatz einschließlich Büro-Pflänzchen zu räumen/entsorgen hat?

    Wenn das nämlich so weiter geht, dann könnten einige (wenige) alternative Medien so ziemlich alle Ressorts einer Zeitung abdecken und eine umfassende Zeitung herausgeben (, sofern Sie und die dort anfangen).

    • Fleischhauer sitzt m.W. fest im Sattel. solche „alte weisse Männer machen ein Medium für alte, weisse Männer“-Ideen gibt es immer wieder, aber ich denke, die Zeit dafür ist noch nicht reif.

    • Titel eingeben
      Fleischhauer darf den Narren bei Spon spielen, da er Mitglied der Atlantikbrücke ist, bleibt er. Und seine Beiträge sind so bissig nicht, von einem kleinem Kläffer lässt man sich schon mal anbellen, wohlwissend, dass er nicht beisst. So kann man immer sagen, es gab auch Meinungen in die andere Richtung im Verlag.

  77. zum Poetentaler gern den Merkel-Friedenspreis, den von Wolfgang Merkel
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    so kunstvoll Sie und Ihre Beiträge zusammengesetzt sind,
    so wirken Sie auf vielfältige und begrüßenswerte Weise
    bei der politischen Willensbildung mit. Z. B: Wählen gehen
    (notfalls ungültig).

    Obwohl Sie sich der eindeutigen Zuordnung zwischen
    Kosmopoliten und Kommunitaristen entziehen (und mit dem
    Rad nach Italien ausbüxen), wirken Sie im Sinne von
    Wolfgang Merkel, eines Berliner Politologen friedensfördernd,
    denn Sie grenzen nicht aus:

    „Merkel dringt dann zum Kern des Problems vor, wenn er daran appelliert, daß bestimmte kommunitaristische Positionen wie der „demokratische Wert des Nationalstaates, die Tradition oder der Verlust der vertrauten heimatlichen Lebenswelt“ nicht als „moralisch insuffizient aus unseren Debatten“ ausgegrenzt werden dürften.“

    – Das ist aus einen Beitrag von Michael Wiesberg, der die aktuellen, weltweiten Debatten und Frontlagen mit ein paar Begriffen
    aus aktuellen Büchern ziemlich intentionsfrei und plausibel einfängt.

    Sie grenzen nicht aus und führen die notwendigen Debatten souverän!

    Insofern ist der Friedenspreis an Sie verdient (und das FAZ-Verhängnis
    nimmt leider weiter seinen Lauf).

    – Darauf die Torte nun am Ostersonntag. Ich war mir als Protestant, der nun katholisch fastet, nicht terminsicher (danke für die Aufklärungen im Blog).

  78. Zensieren...
    Sie fragen, wie man „zensieren“ könnte? Ja, das ist schwer.

    Noch ist Zeit hier für Vorschläge, was die Foristen eher nicht lesen wollen.

    Ich fang mal an:
    Beiträge, die nicht als Themenbezogen durchgehen. Soll heißen, wenn hier immer wieder Beiträge zu Gewalt von Zuwanderern gepostet werden, obwohl es z.B. grad um den „Heimat“begriff geht.

    Beiträge, in denen auf Tagesaktuelle Artikel verwiesen wird, ohne Bezug zum Thema. Z.B. hab ich grad in „Zeit“, „Spiegel“ usw gelesen…

    Beiträge, die keine eigene Meinung wiedergeben, sondern lediglich Verweise auf yt-links.

    Beiträge über Wetterberichte…

    Beiträge, die absolut redundant sind, da der/die Verfasser das immer gleiche posten.

    Beiträge, die nicht lesbar sind. Also ungegliedert und viel zu lang sind.

    Und???
    Was könnte dem Hausherrn das Leben noch etwas erleichtern?

    • Naja, sie reden sich leicht, ich muss das ja alles umsetzen.

    • ansonsten. Ihr Beitrag ist ja auch OT, wenn man so will ;)

      Ich gebe zu, dass es mich enorm nervt, wenn ich gewisse Leute 10 mal ermahne und es ganz offensichtlich nicht mal gelesen wird. Das Problem gab es aber schon immer, irgendwann ist halt Schluss, in die eine oder andere Richtung. Hier reden Leute zivilisiert mit, die bei der ZEIT absolutes Hausverbot haben, und es gibt richtige Edeltrolle.

    • Titel eingeben
      „Beiträge, die nicht als Themenbezogen durchgehen. Soll heißen, wenn hier immer wieder Beiträge zu Gewalt von Zuwanderern gepostet werden, obwohl es z.B. grad um den „Heimat“begriff geht.“
      .
      a) sind solche Beiträge hier eher selten
      b) haben solche Hinweise ganz besonders mit „Heimat“ zu tun. siehe z.B. hier etwas weiter unten, von „Gast“ (Pfröpfler).
      c) Das Wetter ist ein beliebtes Thema vom Don selbst.
      .
      Ihre Kritik klingt doch ein klein bissl nach: Kommentare, die mir nicht gefallen, sind bäh.

    • @kdm
      Es geht mir nicht um ein „mir gefallen“.

      Ich kann „anderes“ sehr gut ertragen.

      Aber: man könnte dem Hausherrn die Arbeit etwas erleichtern, mein ich.

      Mit Dem „Heimatbegriff“, wie ich schrieb, haben die eingeworfenen Schlaglichter eben nichts zu tun.

      Auf die anderen Punkte gehen Sie nicht ein. Die sind dann wohl auch für Sie okay?

      Mein Beitrag (ja, war oT, Don, aber ich hatte Ihre Frage nach dem Zensieren als Aufforderung verstanden) ist als Aufforderung an alle zu verstehen…vielleicht fällt ja jemandem noch was ein?

      Was mir heute noch auffiel: niemand sollte hier einen anderen beleidigen…soll doch irgendwie „zivilisiert“ sein, oder?

    • @Sufferah : Manche stolpern eher über einen schreibfehler als über einen denkfehler!
      Ein Zensor ist ein Beamter, der Dinge empfiehlt, indem er sie verbietet.
      Frank Wedekind (1864 – 1918)


    • „Beiträge, die absolut redundant sind, da der/die Verfasser das immer gleiche posten.“

      Tun wir das nicht irgendwie alle, Sufferah?

      Vielleicht liegt das ja daran, daß die gesellschaftlichen Probleme immer dieselben sind und bleiben, daß sie einfach nicht gelöst werden?

  79. Titel eingeben
    Pfröpfler

    Jens Spahn und Hartz4 zeigt die Spaltung der Gesellschaft besonders tief auf. Es ist richtig: mit H4 verhungert man im allgemeinen nicht: Wohnung, TV, usw. frei, also da muss ein Mindestlöhner erst mal strampeln, um mehr als gleichzuziehen!

    Ein persönliches Beispiel, in der Gegend des Don (etwas hinter Ostin Richtung Schliersee): Industriearbeiter, Ur-Bayer, eigenes Haus, Familienvater, zwei Söhne, in etlichen Vereinen bestens integriert. Dann arbeitslos, Scheidung, Haus samt Schulden weg, dann zügig in Richtung Hartz4. Das Amt in Miesbach entblödet sich nicht, ihm Hartz4 auf weniger als die Hälfte (auf 286€/monat) zu kürzen; wegen häufiger Querelen. Na ja, ich habe ihm gelegentlich buchstäblich Hungerhilfe gewährt. nach einem Schlaganfall sitzt der Ärmste jetzt halb gelähmt im Pflegeheim.

    Und dann: “ neu hier Seiende“, ausgestattet mit schicken Turnschuhen, neuwertigen Klamotten, allerneuesten Smartphones, Walkman, usw. Wohnung, Taschengeld, Gesundheitsversorgung. Jaa, das ist „die übliche Neiddebatte“ !?!
    Ich kann mittlerweile jeden, einschließlich mich selbst, verstehen, der insbesondere den linksgrünen Welcome-Freunden die blau-rote Karte zeigt.

    Die Zersiedelung der Landschaft bedauern, aber Zuwanderung, insbesondere auch unkontrollierte, als deutsche Bringschuld propagieren. Gehts noch?

    Interessant wird werden, wie sich die immer noch mächtige, und auch jahrhundertschlaue Kirche, in Bayern, langfristig positioniert. Einschlägiges Spendenaufkommen stagniert/schrumpft mittlerweile.

    mit heimatlichen Gruß an den hochverehrten Don

    Pfröpfler

    • Ich weiss, die normalen Leute in Hausham und Fischbachau sind mein blinder Fleck.

    • da muss ein Mindestlöhner erst mal strampeln
      „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.“

      Wie könnte ein Dhimmi einem Mann des rechten Glaubens vermitteln, dass er die Sprache der Ungläubigen erlernen und dann auch noch für Jahrzehnte einer Erwerbstätigkeit nachgehen soll wenn Wohnung, Lebensunterhalt und Kindergeld (soweit der Familiennachzug
      schon stattgefunden hat) auch ohne diese unnötige Beschwernis gesichert sind?

      Da bleibt auch noch etwas Zeit sich zusätzlich mit Lebensmitteln zu versorgen, besonders effizient wenn man alte Ungläubige und Weiber beim Anstehen ein bisschen schubst.


    • „… also da muss ein Mindestlöhner erst mal strampeln …“

      Das ist eine der Relativierungen, die ich überhaupt nicht mag. Bezieher von Hungerlöhnen gegen Hartz-IV-Empfänger auszuspielen, ist unterste Schublade.

      Oder war das nur unüberlegt, Pfröpfler?

  80. Ein falsches Wort und die selbst gefrickelten Möbel brechen zusammen.
    Die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal hat einiges zu tun.
    Das ist bürgerlich.
    Mit der Überschrift deute ich nicht auf Gmund.
    Ich denke an Bert Brecht.
    Die Kleinbürgerhochzeit.
    Vaterland, dieses Wort habe ich noch nie geschrieben.

    • Und was ist aus Brecht geworden? Ein Vasall der DDR.

    • Ein vorsichtiger Vasall.
      Staatsbürgerschaft Österreich.
      Der Ursprung des Schauspiels, es entstand im Jahr 1919.

      Mein Umweg:
      von Gmund, in Gedanken zurück zur Dresdener Aufregung.
      Die um den Herrn Tellkamp herum „zerbrochenen Möbel“.

      Woran ich erst jetzt denke:
      in Berlin ist heute ein besonderer Tag.

    • ein Reh Brecht aus dem Wald
      Aber sein Verlag (Suhrkamp) und sein Bankkonto für die Tantiemen in Devisen sind im Westen geblieben.

      Brecht wollte nach dem Krieg am liebsten nach Bayern, aber die Amis wollten ihn nicht in ihrer Besatzungszone haben. Er durfte nicht einreisen. Dass er nach Ostberlin ging, war dritte Wahl, und von der DDR nur um das Zugeständnis eines eigenen Theaters zu erreichen. Für einen Theatermann unwiderstehlich.

    • Lockangebot. Nepper, Schlepper, Theaterfänger.

  81. Meiden Sie Großstädte,
    schrieb Don Alphonso.

    Angesichts der Entwicklung im ländlichen Raum würde ich mir, wäre ich ein alter Mensch, der ich zwar bin, aber noch nicht hilfsbedürftig, schon überlegen, ob das Leben an einem passenden Fleck in einer Großstadt nicht doch besser wäre. Kürzere Wege zu Medizinern, Einkaufsstätten und wohin es einen so führen mag all die Tage.

    Ich bin dörflich aufgewachsen, habe Großstädte kennen gelernt, an fünf Universitäten im In- und Ausland studiert und so sehr ich das Feine anderswo als Köln erlebt habe, ich fühle mich in Köln in meinem Viertel ganz wohl.

    Keine Ahnung, woran es liegt, gehe ich mal durch die Straßen, werde ich gegrüßt, obwohl ich der Person vermutlich nie begegnet bin und niemals wieder begegnen werde. Und das von Menschen ganz unterschiedlichen Alters und meiner Einschätzung nach allerlei Herkunft (der Hautfarbe in allen Schattierungen wegen).

    Es gibt sicherlich massive Probleme in Großstädten, doch nicht in allen Teilen von Großstädten.

    Heimat ist einem nicht nur in ländlicher Umgebung gegeben :)

    • Es ist halt die Frage, was für ein Dorf. so etwas wie Gmund wird nicht umsonst von alten Leuten klar bevorzugt: Genug Ärzte, Sauberkeit, gute Luft und keine Gefahren.

    • In meinem Viertel
      gehöre ich inzwischen zur ethnischen Minderheit der schon länger hier Lebenden von denen ich auch noch gegrüßt werde. Die noch nicht so lange hier Lebenden haben weder einen Grund noch die sprachlichen Fähigkeiten mich zu grüßen.

      Das historisch einzigartige Experiment einer Verwandlung einer fast monoethnischen in eine multiethnische Gesellschaft verläuft hier in einer Geschwindigkeit, die ich mir zuvor so nicht vorstellen konnte.

      Wie inzwischen feststeht, wird das in den nächsten vier Jahren auch so weitergehen.

      Da ich einen Fluchtpunkt hoch oben in einem Mittelgebirgsdorf habe, bleibt mir noch Hoffnung. Vom dort herrschenden Clan, der zur Selbstversorgung und Selbstverteidigung fähig ist, wurde ich glücklicherweise freundlich aufgenommen.

      Ich bin dort übrigens nicht der einzige Neubürger. Wenn ein passables Haus inseriert wird, ist es innerhalb von zwei Wochen weg.

    • Köln ist ein spezieller Fall...
      einer städtischen Wohlfühlblase. Notorisch defizitär und korrupt, kurz vor dem Verkehrsinfarkt ist es nur eine Frage der Zeit bis die Stadt so richtig Pleite ist mit dann auch sozialen Folgen. spätestens dann, wenn der Geld Transfer über das Land zum erliegen kommt. Die Investitionen gehen ohnehin mehrheitlich in den Speckgürtel in dem der Pendeldruck beständig abnimmt.

    • Hausschwein u. Hr. Grabe
      Man muß nicht immerzu alles auf Migranten beziehen, wirklich nicht.

      Ich sehe die Problematik recht deutlich, aber in meinem Viertel ist es nunmal überhauipt kein problematisches Thema, obwohl eine größere Unterkunft nahebei ist.

      Kritisieren, wenns angebracht ist, ok, immerzu Migranten wie AfD zu rufen ist kontraproduktiv wie auch, mit Verlaub, dumm.

      —–

      Sie werden staunen, für mich reduzieren sich die Verkehrsprobleme immer mehr, da z.B. der Autobahnring auf der östlichen Seite nunmehr vierspurig ausgebaut ist, ein Nadelöhr am Autobahnkreuz Süd dank eines SPD Verkehrsministers Groschek kurzerhand beseitigt wurde. Man staune und wundere sich.

      Korrupt? Ich nehme an, Sie haben Belege dafür und darf Sie daher bitten, diese hier zu präsentieren.

      Oder wollen Sie sich als Schwätzer outen?

    • ohne Verlaub, dumm
      Keine Ahnung was Ihre Verkehrsprobleme mit dem in meiner
      Wohnumgebung bereits vollzogenen Gesellschaftsexperiment zu tun haben. Scheint mir keine logisch kohärente Argumentation zu sein. Möglicherweise bin ich – wie Sie ja vermuten – zu dumm um das zu verstehen.

      Nach meinen Erlebnissen in der Großstadt bin ich jedenfalls froh danach keine ärztliche Hilfe benötigt zu haben, auch wenn sie im städtischen Bereich schneller verfügbar gewesen wäre.

      Schwätzer? That’s it?

    • Stadt oder Land...
      Ich lebe beides und darf sagen: es ist eine Frage der inneren Einstellung.

      Wirklich Nerviges gibt es hier und da. Selbstverständlich auch Positives hier und da.

      Auf dem Land werden Sie schonmal mit dem Heli abgeholt bei einem Schlaganfall und liegen nach 20 Minuten in der Uniklinik. Die Lebensmittelläden haben Lieferservice. Internetzugang ist bei mir in beiden Fällen gleich schnell. In 20 Minuten bin ich in einem Konzertsaal in beiden Fällen.

      Geschmackssache eben…

    • Hausschwein
      Sie haben tatsächlich nicht erfassen können, dass meine Antwort sowohl Ihnen als auch Herrn Grabe galt, ich diese sichtbar getrennt habe und Herr Grabe neben anderem die Verkehituation ansprach?

      Vielleicht lesen Sie ja einfach nochmal.

    • Kann ja mal passieren…

    • Habe nochmal gelesen,
      kann aber den ersten Teil der Antwort nicht mehr rückgängig machen.
      Das tut mir leid.

      Für Sie gilt also nur der zweite Teil.
      (Und ich versuche in Zukunft besser aufzupassen. Ehrenwort!)

    • Da so etwas passieren kann
      habe ich darauf hingewiesen, dass meine Antwort eine auf zwei Beiträge war.

      An sich nicht schwer zu erkennen, aber da soetwas ja mal vorkommen kann, habe ich vorgeschlagen, noch einmal zu lesen und bin einer Ihrer Antworten auf einen meiner Beiträge gefolgt, in dem Sie schrieben, führen durch Vorbild.

      Ich keile dann gelegentlich wieder gegen Feministinnen, Antifa und vielleicht auch Bundesminister, die es möglicherweise verdient haben.

  82. 11. Dez. 1941 und 14. Mrz. 2018 – Parallelen?
    Werter Don, Sie beschreiben wie immer einsichtsvoll die lokalen Verhältnisse in Gmund. Können wir daraus etwas verallgemeinern? Zunächst muß/darf man feststellen, daß die Probleme an den oberbayerischen Sehnsuchtsseen weit von der Realität in großen Teilen vor allem des nördlichen Deutschlands entfernt sind. Ein aktuelles Beispiel (alle links entschärft): h*ttps://www.immowelt.de/expose/2H2KL44 .
    Aber vor allem, wo geht es unter Merkel hin? Deutschland wie wir es kannten und hier bei uns noch kennen wird doppelt vernichtet.
    (1) Der Wissensstand der heutigen Kinder ist katastrophal, Beweis: h*ttps://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/bildung-mit-vollgas-in-die-katastrophe/
    (2) Zur Zuwanderungspolitik brauche ich hier nichts zu sagen, oder vielleicht doch zur Auffrischung: h*ttp://www.achgut.com/artikel/das_drama_mit_den_jungen_2
    (3) Begleitet wird dieses nefaste Geschehen von der Lügenpresse mit ihrer fast-totalen Luftüberlegenheit. Daraus entsteht ein beinahe beliebig lenkbares Geistesproletariat, wie wir es in D wiederholt gehabt haben.
    Und wohin führt das in sagen wir 20 Jahren? Die demographische Keule schlägt zu (viel mehr Rentner, weniger Beitragszahler), die Kinder von heute können im weltweiten Wettbewerb nicht bestehen, Autoindustrie als heutige Wohlstandssäule? Die Migranten-Einwanderer werden allein durch ihre Zahl politisch einflußreich sein.
    Die Unterschiede jeglicher Art zwischen in (Ober-)Bayern und dem anderen Deutschland werden noch viel größer sein als heute, und damit der Wunsch nach Abspaltung.
    Am 11.12.1941 besiegelte das damalige Deutschland seinen Untergang mit der Kriegserklärung an die USA, mit der Wiederwahl Merkels am 14.3.2018 besiegelt das heutige Deutschland sein Auseinanderfallen. Wetten?!

    • Vielleicht sollte auch Bayern...
      ..über den Bau einer Mauer Gedanken machen. Mauermodelle jeglicher Art könnte ich entwerfen und anbieten. Von Hof über Hammelburg bis Aschaff, den kleinen Odenwald-Zipfel südlich des Mains nicht vergessen und dann schnurstracks bis Lindau. Eine Art neuer Rätischer Limes. Mit dem neuen Österreich und der Schweiz*) eine Art Alpenfestung 2.0. Die „neuesten Erkenntnisse“ sollten auch an Tschechien denken lassen. Und nicht auf die Idee verfallen, dem teilgrünversiffte Baden-Württemberg auch Unterschlupf nach Psalm 91, 4 zu bieten. Wem das zu streng erscheint, sollte sich mal die Innenstädte von Schtuegard, Pforze, Kallsruh´ un Monnem – und für Skag extra, Heilbronn, aka Klein-Beyrouth anschauen. Die Unistädte Tübingen, Heidelberg und Freiburg mit ihren Bärchen-Ballistik-Bataillonen auch nicht zu vergessen.
      *) die Schweiz ist ja schon seit langer Zeit in Vorleistung gegangen. Böse Zungen behaupten, die Sprengkammen an den Brücken zum „chrose Kanton“ seien immer noch geladen und verdämmt. Nur die Zündmaschinen hätte man in den Bodensee geworfen.
      .
      Und @ Harry Charles erwähnte Euripides. Inzwischen werden am einst hoch angesehenen Robert-Mayer-Gymnasium (RMG, ursprünglich altsprachlich, dort wurde mal Altgriechisch und-so weit ich weiß, auch Hebräisch gelehrt. Latein gibt´s heute noch auf die Ohren) in meiner Heimatstadt die lautesten Schreihälse/Schreihälsinnen, nicht nur gegen „Räschds“ herangezüchtet.

      (DdH)

    • Tick...tick...tick
      Zu Punkt (3) oben, nach 20 Jahren.

      Approx. 15 Millionen Systemnettoeinzahler* halten heute noch den maroden Laden am Laufen. Davon sind ca. 8 Millionen unter 45.
      Diejenigen, die wir für den Nettoeinzahler* Arbeitsmarkt der Zukunft brauchen könnten, kommen nicht. Diejenigen die auch noch nach Generationen die Hand aufhalten werden, die kommen weiterhin sehr zahlreich.
      Den Zitronenfalter muss man nicht immer bemühen, aber wer glaubt denn wirklich daß diese Entwicklung ohne große zerstörende gesellschaftspolitische sozialökonomische Verwerfungen vonstatten geht?
      Wer?


    • Der Untergang der Weimarer Republik wurde am 30.01.1933 durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg besiegelt, der Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte.

      Kann eine Republik eigentlich ein Reich sein?

  83. Da wir jetzt ...
    … von der Heimat ausgehend bei Argumenten für die Wahl der AFD angekommen sind …
    Also mal Butter bei die Fische: Wenn eine Partei Gestalten wie Poggenburg oder Höcke bei sich duldet und gewähren läst, dann will sie offenbar nicht gewählt werden. Ist sie damit dumm, weil sie Wählerpotential verschenkt? Ja. Sogar, sorry, saudumm. Hätte sich die AFD einer ordentlichen Selbstreinigung unterzogen, könnte sie zehn Prozent weiter sein.
    Gibt es also Gründe, eine zu diesen einfachsten analytischen Schlußfolgerungen völlig unfähige Gruppierung zu wählen?

    Nein.

    Das Dumme ist, dass damit ein riesiges Potential von den Altparteien nun völlig frustrierter Wähler herumsitzt und keine Ahnung hat, wo man sein Kreuzchen machen soll. Es gibt schlicht kein Angebot.

    Ach, die FDP? Von der hört man inzwischen sehr, sehr wenig. Vor allem keine Meinung. Womöglich ist sie wieder einmal mit einem „Transformationsprozess“ beschäftigt, um auch mit Schafen und Toastern koalieren zu können.

    Der Rückzug in die nur vermeintlich dörfliche und ländliche Sicherheit (oder ins „Private“) ist eine schöne Illusion. Ich (ver)schicke meinen Nachwuchs gerade nach Australien.

    • Ich bin nicht ganz sicher, wie könnte ich auch?
      Aber ich finde, daß der Verweis auf diese Randgestalten wie Höcke und Poggenburg zwar verständlich ist, aber das Wesentliche ausblendet.
      Wenn man die Migration als zentrales, existenzielles Thema sieht, wie beispielsweise auch Macron, wie ich heute in der FAZ las, dann sollte man sich mit allen verbünden, die diese Meinung teilen.

      Das bedeutet nicht, daß man deshalb auch in jeder anderen Frage einer Meinung sein kann. Aber was hat man denn davon, wenn man, weil man bestimmte Auffassungen nicht teilt, in den Kernpunkten nicht zusammenarbeitet?

      Ich will auch nicht mehr deutsches Geld nach Europa überweisen, wie Macron es sich vorstellt. Aber wenn er für den Schutz der Außengrenzen der EU eintritt, bin ich ganz bei ihm.

      Man stelle sich einmal vor, die AfD sei an der Regierung, vieleicht mit der FDP. Ich weiß, klingt komisch.
      Aber das würde doch nicht bedeuten, daß es keine Opposition mehr gäbe! Und ganz sicher würde es nicht bedeuten, daß ausgerechnet die Personen vom äußerst rechten Rand der AfD die Politik bestimmen würden!

      Wir haben uns schon viel zu sehr an die Methode gewöhnt, mit der Merkel ihre Erfolge erzielt, nämlich Andersdenkende durch Einbindung ruhigzustellen, und wenn das nicht funktioniert, auszugrenzen. Zu viele halten das inzwischen für geboten! Das ist aber die Politik der Einheitspartei, solches stromlinienförmiges Einheitsdenken für allgemein verbindlich zu erklären.

      Die AfD machte einen Fehler, wenn sie die Ausgrenzung, die an ihr exekutiert wird, nach innen übernähme und durchschleifte. Glauben Sie, Roland, daß damit die Verfemung ein Ende hätte? Nie im Leben!

      Und warum? Weil viel zu vieles, das leider Stand der Dinge ist, auf den Prüfstand gehört und geändert werden muß. Ich will das nicht alles aufzählen. Und weil Merkel zwar eine Katastrophe für unser Land ist, aber nicht dumm genug, um nicht zu wissen, daß sie und ihre ganze Gefolgschaft ihren Einfluß verlieren würde in der Opposition, wo sie hingehört.

      Die vielen toten und geschändeten Frauen und Mädchen, die auf einer jeden Tag länger werdenden Liste stehen, haben Höcke und Poggenburg jedenfalls nicht zu verantworten. Sie sollten überlegen, wer das eingerührt hat, und ob ihnen diese Person appetitlicher vorkommt.

    • Liber Roland,
      wissen Sie, woran dieses Land zugrunde gehen wird?
      Nicht an einer außer Rand und Band geratenen Mischpoke von Polit- und Medienapparatschiks.
      Sondern an den vielen Wählern, die zwar wissen, wohin die Reise geht, sich aber zu fein sind mit Schmuddelkindern zu spielen, sich naserümpfend abwenden – und weiter auf den Abgrund zumarschieren.
      Wohl bekomm’s!

  84. Strenge Heimat Deutschland,
    gerade etwas OT, aber aktuell. Über den „Rauswurf“ von Steffi Jones sollte auch hier noch einmal geredet werden, obwohl diese Art Sport nicht das Feld ist, das von Don bespielt wird.
    .
    Beim Frühstück vorhin kam sie zu Sprache. Meine Gattin nannte sie „eine farblose Gestalt“. Ich war – und bin immer noch sprachlos. Wer wird sich auf der politischen Ebene zuerst aus der Deckung wagen – wenn auch heute zuerst mal für die Fortführung des „Coup d´Ètat permanent“ gesorgt werden muss.
    (DdH)

    • Ich habe keine Ahnung von Fussball.

    • Nicht überall wird Unfähigkeit so lange gedeckt wie in Berlin.
      Jetzt ist erst mal Horst dran.

      Heute wird eine farblose und doch gefährliche Gestalt inthronisiert.
      Bitte die deutsche Fahne auf Halbmast.

    • Farblos sind, wenn man's recht bedenkt, ja alle Neger.
      Ebenso die Weißen. Bunt oder farbig wird’s erst in der Mischung. Und das war wohl das leitende Motiv seinerzeit bei der Auswahl: mehr Buntheit. Wo doch selbst die Trikots auch nur schwarz-weiß, fein säuberlich apart, gehalten sind. Aber ganz ernst gemeint war’s freilich nicht. Darum ja auch nur bei den Damen, womit die Wertigkeit des Frauenfußballs deutlich wird: Hier kann man experimentieren, hier kommt’s nicht so drauf an. Eine Geste des Sports an die Politiker. Bei den Herren undenkbar. Denn: Der Fußball ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Und der Krieg ist zu wichtig, um ihn den Politikern zu überlassen.

  85. Josefifest Reutberg
    Lieber Don, schade dass Sie bei Ihrem kritischen Bericht über die Tegernseer Oberbayern das Josefifest Reutberg nur kurz erwähnt haben. Das ist die größte Gaudi schlechthin, zudem ist zu erwähnen, dass die Brauerei genossenschaftlich organisiert ist (sonst wäre sie Opfer der Großbrauereien geworden) und die Genossen – anders als z.B. VW-Müller – ihre Dividenden in Naturalien erhalten. Alle Preußen sollten Josefifest Reutberg mal googlen, um zu sehen, was da abgeht. Bayern at its best.

    • Ich habe letztes Jahr schon darüber geschrieben und bin dieses Jahr auch wieder dabei, mit Bericht.

  86. Welt von gestern
    Was hier immer liebevoll die Staatspartei genannt wird, ist bei genauerem Hinsehen die links-grüne „No Border, no nation“-CSU, die für die Ereignisse der vergangenen Jahre 100% mitverantwortlich ist. Die mögen sich noch so galant in Tracht werfen (das ist schon lange nicht mehr authentisch, es ist Clownerie) und weiß-blaue Herzen auf Postkarten versenden – die illegale Grenzöffnung haben sie letztlich nicht nur mitdurchgewunken, sondern in der Exekutive sitzend sogar mitdurchgeführt. Die Lokalfürsten mögen gegrummelt haben, aber sie haben nicht die Konsquenzen gezogen, haben nicht Druck nach oben erzeugt, haben auf den Parteitagen zu allem ihre Zustimmung erteilt. Deshalb ist es auch ein Trugschluss zu meinen, die Auswüchse würden nur in Berlin-Kreuzberg zu spüren sein. Ihr könnt Eure Turnhallen abreißen, dann bekommt Ihr eben ein Containerdorf auf die Almwiese gesetzt. Und dafür plädiere ich auch. Man soll bekommen, was man bestellt.

  87. Rentner
    Danke Don,nicht nur für diesen Text!!Wie Wolf Maahn mal sang“Direkt ins Blut,absolut…“
    Ich bleib Dir treu und liebe Grüße aus Dunkeldeutschland!

  88. Eine Internetseite mit der aktuellen Zahl toter Mädchen
    würde ich mir wünsche. Ja, ich weiß, das ist nazi. Wir müssen die muslimischen Täter schützen, nicht die Opfer islamischer Gewalt.
    Und doch.
    Irgendwann ist vielleicht die Frage stellbar, ob es wirklich gut und sinnvoll ist, dass unsere Gäste so viele Mädchen schlachten.
    .

    • Das ist halt doch wieder sehr OT und ich würde gern über bayerische kommunalpolitik reden. auch, weil es auf Dauer deprimierend ist

  89. Grüne am Tegernsee?
    „Der musste zurücktreten und – man höre und staune – ein Grüner hat gewonnen. Ein Grüner!“

    Sie sollten sich ernsthaft sorgen um die Heimat machen. Denn wenn das Vorstehende Schule macht, ist die Bebauung der Alm Ihr geringstes Problem, und der Tegernsee wird bald im selben Atemzug mit Kreuzberg und Neukölln genannt werden müssen. Dafür ist er dann natürlich „bunt“, „vielfältig“ und „weltoffen“. Auch etwas Schönes……

    • Der Grüne, der gewählt worden ist, gehtg laufend Kompromisse ein und wird daher von vielen Grünen gehasst. Man könnte viel von ihm lernen. Er wird meines Wissens nach Möglichkeit von den eigenen Leuten geschnitten. es ist aber ein ganz toller Landrat.

    • Ein echter Querulant also?
      Oder wird dieser Begriff nicht mehr so benutzt in der Region.

      „Die Gedanken sind frei“ ist nicht mehr das Ding der Grünen. Ideologie geht über alles.

    • Ähnlich wie dem kompromissbereiten grünen Landrat
      erging es der in komplexer Kungelei zwecks Verhinderung einer weiteren Amtszeit Christoph Blochers 2007 in den Schweizer Bundesrat berufenen und immer kompromissbereiten Bündnerin Evelyn Widmer-Schlumpf – damals Mitglied der SVP, der schweizweit wählerstärksten Partei, die immer an der Regierung ist, aber unverzagt und sehr erfolgreich rechtsradikale Themen bewirtschaftet. Die SVP – in deutschen Talkshows durch den beängstigend gescheiten Roger Köppel vertreten – lässt häufig Xenophone erklingen.
      Nach Übernahme politischer Verantwortung ging die neue, sehr populäre Bundesrätin vor den permanenten Angriffen aus der Bundes- SVP in der in BDP umbenannten Bündner Sektion dieser Partei in Deckung.

    • Und warum, werter Don, ist der 'Grüne', der laufend Kompromisse eingeht,
      noch bei den Grünen?

  90. Schöne Gschicht - sehr schön erzählt
    Denke auch, dass es auf der lokalen Ebene beginnen muss oder halt doch weiter südlich umsiedeln

  91. Finden und Suchen älterer Artikel
    auch Danke für die Artikel. Bin erst seit Köln auf diesen Blog gestoßen.
    Um ältere Artikel zu gewissen Themen zu finden, wäre eine Extraseite gut.
    Auch Empfehlungen der Kommentare finde ich hilfreich. Bei der Konkurrenz suche ich zuerst nach den Leserempfehlungen bei den Kommentaren.

    Habe nicht soviel Zeit 600 Kommentare oder mehr durchzulesen.

  92. Zu des Dons letztem Tweet:
    Aus der „Zeit“:

    „Die Leipziger Buchmesse beginnt erst am Donnerstag, aber schon jetzt ist klar, dass es dabei erneut um Rechte gehen wird. Und um den Umgang des Literaturbetriebes mit ihnen: mit rechten Verlagen, rechten Autoren und dem Recht auf freie Meinungsäußerung.“

    Mal gewendet:

    „Die Leipziger Buchmesse beginnt erst am Donnerstag, aber schon jetzt ist klar, dass es dabei erneut um Linke gehen wird. Und um den Umgang des Literaturbetriebes mit ihnen: mit linken Verlagen, linken Autoren und dem Recht auf freie Meinungsäußerung.“

    Gäbe es um Letzteres überhaupt auch nur den Ansatz einer Debatte?

    • Nein, Und ganz ehrlich, ich bin heilfroh, dass ich da aussen vor bin und Kontrastprogramm machen kann. Die Pöbler bei Twitter laufen sich jetzt schon warm. Das wird sehr hässlich.

    • Ach,
      Perkeo, es geht darum, Begriffe zu besetzen.
      .
      Einfach mit der Suchmaschine Ihrer Wahl recherchieren, wer hinter „Verlage gegen rechts“ steckt.
      .
      Die alten Kader von der KPdSbZ wissen eben noch, wie es geht.

    • Streng aber gerecht - steter Tropfen höhlt den Stein
      Bin aus dem privilegierten Die ZEIT/Spiegel/DLF/ÖR Meinungsspektrum heute morgen auch wieder von einer strengen Radioerzieherin zwangsgebührenpflichtig daran erinnert worden, dass Tellkamp viele „AfD-nahe Standpunkte zum Besten gegeben hat“ und dass eine „angebliche linke Bedrohung der Pressefreiheit“ behauptet wird.

    • Das ist die ziemlich dominierende Haltung. Bestrafe einen, erziehe hundert.

  93. Boris Palmer ...
    … gibt, was mich angeht, zu Hoffnungen Anlass. Wie auch Dons Landrat. Pragmatische und ideologiefreie, visionsfreie Politik mit gesundem Menschenverstand. Man darf sich mit Recht fragen, warum solche Politiker offenbar in der Provinz bleiben (müssen) und warum in der Bundespolitik nur die Extremisten und, Entschuldigung, wenig ansprechende Personen aufpoppen. Um das einmal milde zu formulieren. Sicherlich ist da einfach mehr Machtstreben und mehr Ellenbogen im Spiel.

    Bei einigen in der „großen“ Politik sehr bekannten Figuren friert es mich schon beim hinschauen … Die dunkle Seite der Macht. fehlt nur noch der Kapuzenmantel.

    Es scheint aber klar, dass der gesunde, auch tolerante Menschenverstand von den Parteisystemen daran gehindert wird, „aufzusteigen“. ich glaube schon, dass vernünftige Leute, ganz gleich welches Abzeichen sie mit sich rumschleppen (müssen), immer eine Chance haben, gewählt zu werden.

    • Das sind aber Zufälle, die die Partei nach Möglichkeit verhindern wird.

    • Focus
      Es gab von der Kanzlerin in letzter Zeit häufiger eher unvorteilhafte Nahaufnahmen. Faltige Hautlappen, schlaffe Augenlieder mit kalten, tief in den Höhlen liegenden, emotionslosen Augen. Stellte mir dann immer die untere Gesichtshälfte mit schwarzem Kapuzenmantel und im Schatten liegender Stirn vor, gruseliges Kopfkino. Imperatix.

    • Genau, aussterbende Gattung,
      Politiker die mit gesundem Menschenverstand agieren, und nicht mit Parteibuch und Ideologie (und PC über alles stellen).

      Auch ein bißchen weiter oben im Blog auf Dr.Müller passend retouriert. Leute wie Boris Palmer, Fr. Giffey oder halt ein grüner Landrat machen Hoffnung. Die stirbt bekanntermassen zuletzt…

      Ein Helmut Schmidt hat seinen Rücktritt unterschrieben, den unter die Schreibtischunterlage geklemmt, Ben Wisch angerufen und die GSG 9 in Mogadischu die „Landshut“ stürmen lassen. (und den Rücktritt danach zerrissen und weggeschmissen.

      Warum ich hier so ein Extrembeispiel auffahre ? An solchen Situationen ist Größe zu messen. Der wußte auch, was Schleyer blüht. Und das er der Familie in die Augen sehen muss.

      Und heut ? Die Antwort bekam ich in einer Doku über die GSG 9; es ging 2010 glaube ich zu erinnern um die Befreiung eines vor dem Horn von Afrika von Piraten gekaperten deutschen Containerschiff. Die GSG 9 war schon vor Ort (die Presse kriegte schon Wind davon) und, wie es in der Doku genannt wurde „Kompetenzgerangel“ in Berlin verhinderte den Einsatzbefehl. Ein ehem. GSG 9er war da im Interview etwas robuster unterwegs…

      Man hat übrigens bezahlt für die Befreiung von Schiff und Geiseln….

      Feige auch noch…im Ernst, wer mag solche Entscheidungen schon treffen wollen. Aber in einer bestimmten Verantwortung sollte man damit rechnen, gezwungen zu sein, sie treffen zu müssen.

      Scheitern ist da auch mal drin (s. Jimmy Carter und stürmen der US Botschaft in Teheran, um bei den Extremen zu bleiben). Mag man es ihm verübeln die Entscheidung getroffen zu haben ? Ich persönlich muss sagen: nein.

      Was man aber heute so sieht wie entschieden wird: Vorwärts geht es nur bei Leuten wie die oben erwähnten( Landrat, Bürgermeister etc.). Die polarisieren, da wird sich gestritten drum, da fliegen auch schonmal die Fetzen. Aber so sollte das auch sein. Das nennt sich Demokratie in Verbindung mit gesundem Menschenverstand.

    • alles relativ
      Ich finde, die Kanzlerin ist eine Schönheit, verglichen mit Nahles.
      Natürlich nicht mit Barley.

      Auf dem Photo (Welt heute) fällt auf, dass die Hose von Maas Falten wirft. Seehofer sieht aus wie eingenäht in seinen Anzug. Immerhin überragt er seinen Nachbarn um einen gefühlten Meter. Irgendwo in der Mitte steht SWS (Small Woman Syndrome, Verteidigung).

      Insgesamt geben sowohl Franzosen als auch Amerikaner mehr ein besseres Bild ab.

      Unsere drei hier in Gmund, die zur Wahl standen, sehen alle besser aus.

    • Sind! Sie! Gemein!!!!

    • Jetzt kann ich gleich mit meinem neuen NZZ-Abonnement "Deutschland Spezial" strunzen!
      „Er hat so gut wie keine Erfahrung in der Aussenpolitik. In seiner Partei gilt er als Talent, weil er in Talkshows nicht haspelt und seine Anzüge sitzen.“

      Ich finde das zwar nicht, aber das bin dann eben ich. Ich finde es immer schrecklich, wenn ein Mäuschen dann auch noch in einen maasgeschneiderten Anzug gezwängt wird. Dann sieht er/s einfach noch verklemmter aus.

      Zumindest wissen wir jetzt, was ein politisches Talent in der SPD einzubringen hätte.

  94. Zensur leicht gemacht mit Pikieren
    Als alter Gärtner mache ich die Karotten-Pikier-Technik beliebt:

    Gut formuliertes mit Sinn und Verstand gewähren lassen.

    Dränger und Hetzer abmahnen via [edit] und dann pikieren.

    Trolle sind wie Schnecken zu behandeln. Die Schere reicht.

    Wer auf andere Lesegrundlagen verweisen will, Stichwort zum Medium und 2-3 Worte zur Headline reichen. Jeder kann das finden.

    Links zu Filmen, yt oder podcast: siehe Trolle.

    Und der Garten möge gedeihen.

  95. @ Roland, Markt, Parteien, Idividuum und Gruppe, AfD, Grüne, SPD. Hoch lebe Gmund.
    Ob das Dorf, der Kietz in der Großstadt oder wie von Ihnen in den
    Raum geworfen, Australien, eine Illusion ist oder „Glück“ verheißt –
    wer weiß das schon.

    Gelegentlich ist das Auge des Betrachters trüb und auch ferne Inseln (Australien) bergen keine Gewißheitsgarantien.
    Überall ist das Leben menschengemacht. Skepsis bleibt.

    Sie, Roland, macht die AfD hoffnungslos, da sie nicht vernünftig genug
    ausgerichtet sei.

    „Markenartikel“ können marktfähig gemacht und – vielleicht – marktfähig
    gehalten werden (Relaunch). Neben aller Werbung, Image, Tradition laufen sie, solange sie Bedürfnisse erfüllen. Neue Bedürfnisse schaffen sich in der sozialen, marktwirtschaftlichen Demokratie (andere sehe ich nicht) neue Artikel. Neue Parteien decken Repräsentationslücken.

    Für soziale Gruppen, Vereine, Parteien, ist das aber so einfach nicht.
    Die ökonomische Theorie von Politik hat viele Tücken…

    Vor allem, wenn es keine einheitlichen soziale Milieus mehr gibt, die
    die unbewußte Synchronisation von Meinungen durch Sozialisation, übernehmen. Und auch Medien, Gesinnungskorridore und Antifanten schaffen das auf Dauer in grundsätzlich freiheitlichen Gesellschaften nur schwerlich.

    Die „Synchronisation“ von Einzelmeinungen in neuen Parteien, wo „Pioniere“, die gegen den bisherigen Strom schwimmen, zusammen kommen, ist noch viel schwieriger.

    Manchen – meist in „Pionierparteien“ (ehemals die Grünen) – ist ihr Anliegen so wichtig, dass sie sich abschlußlos im Studium verlieren …

    Das Problem heißt organisatorisch zwischen dem Ich und dem Wir zu vermitteln. Das ist ein grundsätzliches und es wird nicht einfacher.

    Ein Beispiel:
    Stellen Sie sich vor Sie sind mit einer Gruppe von – nicht gruppengewöhnten – Fahrradfahrern unterwegs, sie wissen, dass das Restaurant zum Abendessen fuchsteufelswild wird, wenn die Räder anmutig an den Hauswänden verteilt werden und Sie deshalb versuchen, mit den Fahrrädern wenigstens (bei 20 Personen) nur 2 Haufen zu bilden. Unmöglich. Es ist nahezu unmöglich diese Haufenbildung, die Einschränkung der „Privatautonomie“ zum wilden Abstellen nach eigenem Gusto, zu organisieren.

    Die SPD als Partei der ewigen strukturellen Modernisierungsgewinner (vom Stehkragenproletarier über den Klein-Häuschen-Gewinnler-im-Westen bis zum heutigen Sozialkundelehrer) scheitert grundsätzlich am Bündelungs-Problem.
    Als „Arzt an welchen Krankenbetten auch immer“ für die Beladenen da zu sein, andererseits massenmarktfähig und mit „Beinfreiheit“ in dicken Autos (Steinbrück“) zum bequemen „Oberschicht-Arbeiten“ Wahlen zu gewinnen. Unmöglich. Wer schafft des schon. Selbst 100-Prozenttypen verdampfen dabei rasch.

    Bei aller Restsympathie, diese Partei ist aber seit langem (nach Dr. Schuhmacher kam nicht mehr viel) nicht der deutschen Lage problemgerecht.

    Don Alphonso ist für seinen heutigen „Parteienbeitrag“ in der Gemeinde Gmund zu loben, weil er darüber zu erkennen gibt, die Schwierigkeiten aller Parteibildungen für Individualisten, die wir mehr oder weniger alle sind, weltweise und schön erzählt, zu würdigen.

    • Da haben Sie sicher Recht
      Wenn wir davon ausgehen, dass überwiegend Sendungsbewußte, Ideologen, Besserwisser, Narzissten, Juristen, Machtgeile, Oberlehrer, Langzeitstudenten, Politikwissenschaftler, Gescheiterte, Geldgeile, etc., pp., „in die Politik“ gehen, dann hat man in einer Partei in der Tat am Schluss einen Kindergarten, der niemals unter absolute Kontrolle zu bringen ist.

      Außer, der Boss heißt Merkel.

      Das war jetzt Satire.

  96. object.be
    Ist cortigiana onesta eigentlich eine geschützte Bezeichnung wie z. B. AOP oder DOP oder gibt es – vergleichbar der Bruderschaft der Ritter der Blutwurst – eine Schwesternschaft, die die Qualitätsanforderungen überwacht? Leider bei mir noch nicht einmal rudimentäre Bildung vorhanden, daher die Nachfrage.

  97. Zur Feier des Tages - Clinton Antrittsrede 1995
    .. zu finden bei Achgut.

    Eine echte Wiederentdeckung. Die Rede eines Jahrhundert-Präsidenten auf der Höhe seines Erfolges und Intellektes.

    Danke an Eugen Sorg.

  98. Titel eingeben
    Heimat?
    Meine Heimat war, ist und bleibt das Frankfurter Westend in den 70ern. Ich wohne immer noch an demselben geographischen Ort, aber jetzt ist es eben das Westend in den 2010ern, also nicht mehr meine Heimat. Das es so kommen wird, habe ich auch schon als Jungendlicher gespürt.
    „Häuser, Straßen und Avenuen sind flüchtig, ach! wie die Jahre“.
    Wenn man nicht mehr jung ist, gilt nur noch „ubi bene, ibi patria“.

    Oben als Erster war tatsächlich mein erster Kommentar hier, insofern bin ich auch fast der letzte neue Kommentierer. In meinem Elternhaus (Westend, 70er Jahre) gehörte die FAZ dazu. Als Abstieg empfand ich die Einführung einer Fernseh-Abteilung im Feuilleton. Dann ging es immer weiter bergab. Seit Jahren nur noch faz online, und da gut 50% der Lesezeit für die „Stützen“ und „Deus“. Für Ihre Leistung auch von mir Vielen Dank, Alles Gute und (wie angeblich die französischen Lastwagenfahrer beim Abschied sagen, wobei sie die rechten Fäuste aneinanderstoßen): „Courage!“

  99. @Albert Pflüger
    Ok … Aber ich sehe es halt ganz pragmatisch. Wenn eine Partei mehr Wähler möchte und sich dabei offenkundig selber im Weg steht, muss sie was an sich ändern. Will sie das nicht? Geht es nur um Krakeel? Um Egomanie?

    Die deutsche Vergangenheit diktiert zu Recht, dass auch nur der Anklang von Akzeptanz für Braun oder bräunliche Beimischungen ein No-go für jeden vernünftigen Menschen sein muß.

    Das darf sich nicht ändern, nur weil die Meinungsdiktatur heutzutage sofort die Nazikeule schwingt und nicht merkt, wie sie sich selbst in Richtung Faschismus entwickelt.

    Böte die AFD ein sauberes, rechtsliberales, freiheitliches und konservatives Profil ohne ihre offenkundig von der Parteiführung tolerierten „Einsprenkelungen“, hätte sie mehr Wähler. So einfach ist das. Fazit: Man will offenbar nicht mehr Wähler.

    Und noch etwas: Ein paar mehr offene, freundliche, sichtlich tolerante, nette und symphatische Leute, die keinen Bullshit erzählen oder tumben Populismus machen, täten der AFD auch gut. So einfach wäre das. Es gibt bei jeder Partei Personen, die schlagartig Wähler vergraulen, wenn sie nur ihre Nase in die Kamera halten. Das ist Fakt. Wer das noch nie begriffen hat, sind die Parteien. So intelligent sind die.

    • Vermutungen:
      Ist es nicht eher so: egal wer da aus der Schwefelpartei was sagt oder was er/sie sagt = die üblichen Medien hauen drauf. Jeder simple (oder gar wahre) Satz wird zum pösen „rechts“ wenn nicht gar „Naci“, q.e.d.
      Resp. aus den 100 Sätzen wird von der Journaille DER Satz rausgesucht, der zur eigenen „das-sind-doch-alles-Nazis“-Meinung passt. Auch wenn er nicht passt, dann wird er eben zurechtgerückt, „erklärt“.
      .
      Wie oft wurde schon betont, dass „die sagen, was bei CDU/CSU noch vor einigen Jahren normal war“, was sogar Frau Merkel noch vor ein paar Jahren offen gesagt hat, z.B. dass die Integration missglückt ist und mehr davon von Übel ist. Sagt das heute die AfD ist das plötzlich Naci, obwohl …
      .
      Ist es nicht so, dass wir – aus Vorsicht -alles nachplappern, was Tagesschau etc. über AfD behaupten? …und uns in jeder Meinungsäußerung erstmal von ihr – aus Vorsicht, aus Angst – distanzieren?

    • @Roland
      Es scheint in der AfD bezüglich der von Ihnen angesprochenen Personen und Anhang (z.B. J. Meier) mit ihrer übereinstimmende Meinungen zu geben. Klonovsky und Fest haben vor kurzer Zeit zu mehreren gegebenen unappetitlichen Anlässen klipp und klar bestimmten Menschen die Voraussetzungen zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes abgesprochen. Es fiel auch das Wort Dummheit, unter weiteren Attributen. Schon vorher wurde mal angemerkt, daß man sich im Vorstand der Partei wohl auch bewußt sei, daß es mit Sicherheit das eine oder andere Wasserfahrzeug unter der Oberfläche gebe. Und dann versuchen Sie doch einmal, mißliebige Parteimitglieder auszuschließen. Das ist wohl fast unmöglich, siehe Sarrazin.

      In diesem Zusammenhang fällt mir sofort H.-O. Henkel ein. Ich meine damals beobachtet zu haben, daß seit dessen Eintritt Prof. Lucke ganz gezielt von Henkel beeinflußt und separiert wurde. Das mag aber wohl VT sein.

      Ich denke aber, daß der Aspekt der politischen Notwehr nicht zu unterschätzen ist. Und hier hängt wohl viel von den persönlichen Lebensumständen und der subjektiven Wahrnehmung der Verfehlungen unserer Kanzlerin ab. Es scheint ja Gründe zu geben, daß Sie Ihren Nachwuchs in ein sicheres Drittland exportieren. Was täten Sie, wenn Ihnen dies nicht möglich wäre? Oder Ihr Lebensmittelpunkt sei, sagen wir einmal, Duisburg und Sie nicht wohnhaft in einer Gated Community sondern in einem weniger erquicklichen Umfeld ohne Fluchtmöglichkeit?

      Zurück zum Personal. Es hängt natürlich immer viel von der eigenen Außendarstellung ab, aber auch davon, wie Personen über die Medien transportiert werden, und da kommen Politiker aus dem links-grünen Lager meistens besser weg. Es regt sich doch keiner darüber auf, daß ein Ramelow Sympathien für kurdische militante Linksextremisten hegt. Mich empört es schon, daß so jemand überhaupt Ministerpräsident werden darf. Des weiteren wird natürlich die ganze geistige Diarrhoe der Herren auch medial ausgeschlachtet, zu Recht. Nur die Widerrede von deren „Parteifreunden“ aus anderen Landesverbänden oder der zweiten Reihe des Bundestages müssen sie dann in den Tiefen des www suchen.

      Andererseits muß ich Ihnen natürlich zustimmen: es gibt wohl auch im Westen ganze Landesverbände (z.B. Saarland), die möchte man nicht mit der Kneifzange anfassen. Diese vorhandene Personalsituation i.V.m. mit den Risiken der sozialen und ökonomischen Ächtung hindert wohl auch viele normale Bürger, sich dort noch zu engagieren. Als Lucke noch mit von der Partie war, war bei mir die Versuchung groß, doch auch der Herr wurde damals schon in die Rechtsaußen-Ecke gedrückt. Nein, Politik ist eine schmierige Angelegenheit, und es bleibt immer Dreck kleben. Die Steigerung Feind, Todfeind, Parteifreund kommt nicht so daher. Ich kenne das aus dem Bekanntenkreis parteiübergreifend. Lügen und Intrigen auf höchstem Niveau. Mit nett kommen Sie da nicht weit. Und ich bin emotional nicht teflonbeschichtet.

      Aber über dieses Thema werden sich im anderen politischen Lager die Menschen ebenso die Pros und Contras um die Ohren hauen. Nur werden dort eben die liberalen oder gemäßigten Köpfe mit Acht und Bann geschlagen, da kann es dann gar nicht links genug zugehen. So nach dem Motto, solange der Palmer in der Partei ist, wähl ich die nicht mehr.

  100. Da muss ein Mindestlöhner lange strampeln
    Werter Don

    das hat mit Ihren blinden Flecken Richtung Hausham und Fischbachau nichts zu tun. Den Blinden Fleck hat jeder; er sitzt im rechten Auge links nahe an der Stelle schärfsten Sehens, der Makula, weil da der Sehnerv austritt. Der Sehnerv ist wichtig, weil ohne ihn nix ins hoffentlich vorhandene Hirn gelänge.

    Aber die Diskrepanz zwischen der Sozial-Versorgung der „schon länger Hierseienden“ und der „uns geschenketen Menschen“ wird immer mehr zum gefühlten Ärgernis. Da entsteht ein Druck im Kessel, der nicht mehr beherrschbar wird. Besonders wenn jetzt der ökonomische Abschwung kommt und die verteilbaren Mia’s weniger werden.

    Denn die größere Masse der Einwanderer wird mangels Qualifikation trotz Jugend nicht in die von ihnen herbeiphantasierten angestrebten guten Arbeitsverhältnisse, und wenn dann nur mit, na ja oft auch persönlichkeitsfremder, Anstrengung kommen.
    Ein kleiner Teil wird es schaffen. Das werden dann Ärzte, gerne auch Unternehmer, Beamte. Das wird wiederum unseren Einheimischen sauer aufstoßen, und viele unserer Doctores werden sich grämen, wenn dann der Chefarzt, meinetwegen Dr. Alhamsa oder so, aufgrund guter Qualifikation und Performance, ihnen vor der Nase sitzt. Man erinnere sich an den Neid der deutschen Studenten in den Weimarer Jahren, als ein recht überdurchschnittlicher Anteil der Ärzte fleißige, studierbreite Juden waren. Das Beispiel funktioniert genauso bei Journalisten, Ingenieuren.

    Aber zurück zur Lokalpolitik. Da können wir wirklich gespannt sein, wie sich volkstümliche Leute wie LR Rezhak, viele freie Wähler-Bürgermeister in diesem Spannungsfeld behaupten. Und wie sich die Katholen (in der katholischen Kirche steckt ja bekanntlich die Weisheit der Jahrhunderte (na ja, nur teil-ironisch gemeint) a la long positionieren. einerseits sind die international („ökumenisch“) unterwegs, andererseits ist Dtl ein doch viel zu ergiebiges finanzielles Nest, das man sich sicher warmhalten will.

    Gerne würde ich Sie, werter Don an Josefi in Reutberg besichtigen, aber da wird es wieder einen so fürchterlichen Andrang geben, dass die Autos von Harpfing bis Tölz parken, und mitm Radl is’s mir zu weit. (Ist ja lustig, der Söder im Aigner-Beritt…aber wegen dem tät ich mir Reutberg sicher nicht an. Fahrn die eigentlich auch mit der Kutschn durch Tölz, wie seinerzeit die Ilse Aigner?)

    So bleibt mir nur ein hochachtungsvoller Gruß

    Pfröpfler

    • @Pfroepfler: UlF verordnet 2016 auf dem CDU-Parteitag in Essen:
      „Zur Wahrheit gehört auch: Manchmal hat man den Eindruck, daß auch einige, die schon immer hier in Deutschland leben, dringend einen Integrationskurs nötig haben.“

  101. Die Linken und die Rechten und die Kommune
    Die Kommunalpolitik ist so ein Ding an sich. Nun bin ich zwar kein Politiker, aber durch Zufall mische ich in einer Bürgerinitiative mit und konnte so einige Akteure in der Kommunal-, Kreis- und Landespolitik kennen lernen. Es gibt da nicht wenige Betonköpfe, die sich strikt an die Parteidisziplin halten und den größten Quark, der von der Obrigkeit kommt, noch unterstützen. Und dann gibt es noch die, die ihren Verstand noch nicht an der Garderobe abgegeben haben. Und das zieht sich durch alle Parteien.
    Was sehr wichtig ist, wenn man etwas erreichen will: Den Druck auf die Verwaltung (das sind z.T. die wahren Herren in diesem Lande!) und die politische Obrigkeit immer aufrecht erhalten.

    Und dann gibt es noch das „gute, alte“ Links- Rechts – Schema:
    Seitdem ich in den 80er Jahren mehrere lange Zeiten in der damaligen Sowjetunion gearbeitet habe und dabei das Land und die Leute kennen gelernt habe, weiß ich, dass „LINKS“ nicht der Fortschritt der Menschheit ist, sondern die Hölle sein kann. Ich mußte Dinge erfahren, die meine Meinung den „Rechten“ betreffend doch gründlich revidiert haben.
    Für mich ist aus diesen Erfahrungen (u.a. Erfahrungen!) heraus „LINKS“ menschenverachtend und keinerlei Alternative zum jetzigen System.
    Und wei ldie Leute in Osteuropa auch diese Erfahrungen haben, sind sie vom Westen aus betrachtet „rechts“.

    • Bürger, initiativ
      Meine Schwester hat im Hohenlohischen in einer Bürgerinitiative gegen den Bau eines Windparks inmitten eines vielhunderjährigen Mischwaldes tatkräftig mitgewirkt. Ich lebe nicht mehr dort, da war ich aussen vor, aber es wurde eben viel erzählt. Alles was man in Verschwörungstheorien vielleicht noch vage und vorsichtig andeutend liest zu verlogenen korrupten Kamarillas von Lokalpolitiker* mit kommunalen Heroen (Arbeitgeber vor Ort, also wichtigen Arbeitsplatzschaffern, aber auch Geldraffern) und den dicken Drähten in das jew. Regierungspräsidium der zuständigen Behörden, bis hin zu gekauften Gutachtern die auch schon mal vor Ort „Hand anlegen“ zur Optimierung der gewünschten Ergebnisse der Gutachten…

      Das stimmt so alles nicht!!

      Es ist noch viel schlimmer.

      Motto dieser Initiative: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“

      Die 10 Räder stehen jetzt mitten im Wald, drehen sich manchmal ein bißchen, weitere sind in Planung.

  102. rettet den Akkusativ!
    „Der war von meinen Texten über Gmund, der Perle am nördlichen Tegernsee,“
    Haben Sie über die Perle oder über der Perle geschrieben?
    Sie brauchen dies nicht zu veröffentlichen…

    • Abschied von der FAZ
      Schade ,dass Sie aufhören müssen…verwunderlich,weil die Resonanz gegenüber den anderen Seventastic das Hundertfache ist.. Will sich die FAZ ins Fleisch schneiden oder entfallen Anzeigeneinnahmen der Bundesregierung oder RRG regierter Länder?Ich bin Facebookverweigerer. Wie kann man Sie trotzdem erreichen?

    • Nein, das hat damit nichts zu tun, es ist einfach niemand in der führungsebene, der das fortführen möchte, und statt dessen gibt es neue Ideen. Ich renne da auch keinem hinterher, ich habe keine Lust, unerwünscht in einer Ecke mitzuschreiben. Das ist völlig in Ordnung so, ich werde schon was Gutes weiterhin machen.

  103. Ich fänds schade,
    wenn dieser Blog sich auf Kommunalpolitik und lokale Bausünden verengte.
    .
    Die Alternativlosigkeit sehe ich aber ein.

  104. Gerade eben war die Welt noch in Ordnung.
    Tiefer Friede in der Bayernprovinz und anderswo erlaubte ein zufriedenes Lächeln.

    Doch dann führte uns treue BBC-Hörer ein mehrminütiger, schrill sich überschlagender #Aufschrei anhand von 2 schockierenden („shocking“) Fakten die drastische Überlebensnotwendigkeit einer schonungslosen Aufklärungskultur vor Augen:
    1) ein männlicher Mitarbeiter einer Fernsehsendung über die Queen bezieht ein höheres Gehalt als die Hauptdarstellerin
    2) Das ist ein schockierender („shocking“) Skandal

    Noch befindet sich der Schreibende nach einer anderen ebenso durchrüttelnden, nur wenige Tage alten Hiobsbotschaft aus gleicher Quelle in behutsam therapeutisch überwachter Rekonvaleszenz:
    Der Frauenanteil auf U-Booten und anderen Fahrzeugen der japanischen Marine ist himmelschreiend gering.

    Beruhigend ist indes, dass nicht nur deutschen Zwangsbeitragszahlern die Möglichkeit gewährt wird, das Aufdecken weltweiter Unterdrückungsmechanismen zu unterstützen.

    Bei der BBC haben derartige Gerechtigkeitsnachrichten ebenso Präferenz wie hierzulande der Verkehrsfunk. Daher bedarf es keines Bezugs zum hier diskutierten Thema.

    Schönen Nachmittag.

  105. Das richtige Gefühl für Heimat siegt?
    Man könnte ja mal überlegen, was das falsche Gefühl für Heimat wäre. Gibt es richtige und falsche Gefühle überhaupt?

    Wie ist das mit Oer Erkenschwick? Die Stadt klagt dafür, daß der Muezzin fünfmal täglich per Lautsprecher (?) zum Gebet rufen darf. Wenn Religion Privatsache ist, wo sind dann ihre Grenzen in der Öffentlichkeit? Und was ist dann mit den Kirchenglocken?

    Und überhaupt, wer bestimmt dann letztendlich, was Heimat ist bzw. sein darf? Wie ist das noch mit Hahnenschrei, Misthaufen und Kuhglocken? Da war doch was?

    • "Gibt es richtige und falsche Gefühle überhaupt?"
      .
      Aber sicher.

      Hass, z.B., ist ein falsches Gefühl.
      Andernfalls wäre ja ein Vorgehen gegen ‚hate speech‘ nicht nötig.


    • Und ich dachte schon, es gäbe nur echte und unechte, im Sinne von vorgespiegelt, Gefühle.

      Echter Haß ist wohl ein echtes Gefühl. Die Frage nach richtig oder falsch müßte dann aber eher nach verständlich oder unverständlich entsprechend der Ursache lauten, oder? So manche Ursache läßt Haß ja durchaus verständlich erscheinen. Die Frage ist dann halt, was entsteht aus dem Haß? Und da könnte dann richtig oder falsch ins Spiel kommen, denn wie jedes Gefühl kann auch der Haß zu richtigen und falschen Entscheidungen führen.

      In Bezug auf die Heimat gibt es sicherlich viele Gefühle, ist Heimat doch ein durch und durch emotionaler Begriff. Diese Gefühle zu instrumentalisieren, ein zweckgerichtetes „richtiges Gefühl“ zu erzeugen, das hat der Titel wohl auch zum Ausdruck bringen wollen.

  106. FW
    Also ich bin als Ex-Soze bei den Freien Wählern in Niedersachsen. Die haben ihr Epizentrum in Ostfriesland. Da ähnelt die Dorfstruktur wohl der in Bayern vorzufindenden ruralen Kultur. Und immerhin kamen sie bei der letzten LTW auf 1%. Schöne Grüße und Danke für den Artikel.

  107. ein herrlicher Text
    Einfach köstlich zu lesen: „Klein- und Mittelmillionäre“ (LOL würde der digital native vermutlich zu dieser herrlichen Formulierung sagen).
    Die Sorgen dieser Bürgerschaft in den „250m²-Villen“ hätte man gern woanders.
    Felix Bavaria am Tegernsee.

    (By the way: Dass die FAZ auf Texte wie diesen zukünftig verzichten will, ist schon ein tolles Ding.)

    • Gern geschehen!

      Ich denke, die FAZ weiss, was sie tut. Sie können ja bei ihr anfragen, was als Ersatz kommt, Eisbohrkerne etwa oder Craft Beer – auch das sind schöne Themen.

    • Bierblog?
      Im Bierblog konnte ich mit keinem Browser und keiner IP an keinem Tag der Woche soweit vordringen, um meine kleine Fachsimpelei bis zum Freischaltsheriff durchzulotsen. Ob angemeldet oder unangemeldet, sobald der Kommentar von meinem Provider in Kassel losgedackelt ist und in Frankfurt angeklopft hat, kommt eine Meldung, die ich noch nie vorher gesehen habe: Sorry, but your comment seems to be Spam and has been blocked.
      Dann halt nicht!


    • @flitz: vielleicht waren zuviele Links oder geschützte Markenzeichen drin… haben Sie die zerlegt? Wenn nicht, ist vielleicht ein zu scharf eingestellter Spamfilter angesprungen.

  108. Her mit dem Beton flächendeckend
    Zitat Don:
    „Der Dorfplatz von Gmund ist so ein Beispiel für versagende Architektur.“ Deswegen haben sie in Wiessee versucht, den Lindenplatz besser zu machen. Mit viel Beton.
    Versucht ist das Schlüsselwort hier.
    Pflanzen wären billiger. Aber sie wollen die Gärtner wohl nicht bezahlen.

    • Werter Oberländer, ich kenne da auch Beispiele, da wurde ein "Park" versprochen....
      …. und man findet sich dann lustwandelnd auf einem Parkplatz wieder.

  109. Das einzig Gute: Es gibt eine Übungspiste für den Skiverein
    Wenn Sie mal was über Wiessee machen, san Sie doch so gut und erklären mir mal, warum man einen so schönen Namen wie St. Hubertus mit Medical Park verunzieren kann.

    Ich weiß schon, die müssen heute alle überall dranstehen, AOL-Arena und so weiter. Die merken gar nicht, wie die Leute das anwidert und wie sie sich nach Namensgebungen wie Volksparkstadion zurücksehnen.
    Aber vielleicht sollte man glücklich sein. Könnte ja auch was dranstehen, das man von rechts nach links liest. Im Sommer da unten spazieren gehen, ist ein Erlebnis der besonderen Art. Anzureichern durch einen Einkauf beim Edeka, wenn dort die Kinder schreiend und brüllend durch die Regale rasen. Ich finde, man sollte ihnen Skateboards zur Verfügung stellen. Alles geht noch besser.

    Ach ja, zu oben: Das Geschrei um neue Lifte verstehe ich natürlich nicht, denn ich finde Lifte an sich schön. Ich hätte zu gern den Taubenstein angeschlossen. Damit könnte man mir eine Freude machen. Außerdem mit wenigstens einem etwas posheren Café in Spitzing. Das ist ja mittelalterlich dort. Dabei fällt mir ein, dass sich über Schlierseer Preise bei fehlender Infrastruktur auch inzwischen einiges sagen lässt, vor allem, dass man vor Bauen alles andere aus dem Auge verliert.

    • Herr Oberländer
      Die Mehrheit hier ist dagegen, weil 1. ein Präzedenzfall geschaffen wird wegen des Alpenplans und wir hier genug Möglichkeiten haben.Es wird noch mehr Tagestourismus befürchtet.Im Kleinwalsertal hat man das erkannt vor einigen Jahren und die Hirngespinste einiger mit Mehrheit verhindert.Es sind Einzelinteressen.Es kann auch nicht sein, dass nur die 2 kleinen Dörfer abstimmen durften, die den Vorteil hätten und die, die den Verkehr schlucken müssen, nicht.Söder ist ein Betonierer.

  110. Nochmal Ihr Hass-Objekt
    „Der Biergarten gehört dem Bürger, der ihn teilt, das Luxushotel jedoch dem Fremden, der seinen Luxus will. Und die Pläne waren gerade so ein Luxustagungsschuppen. Davon hat bei uns niemand etwas, nur der Investor.“

    Ich versteh Sie da nicht. Die Pläne für das Ho Grässlich. Und jetzt ist das alte Gebäude restauriert, und jeder hat was davon, die Badenden vom Biergarten, die Essenden vom Restaurant, das keineswegs auf der Höhe des Käfer-Restaurants in München ist, sondern eher bodenständig und daher preislich für viele erschwinglich. Das Tegernsee hat auch einen winzigen Biergarten. Das ist nicht für jeden, sondern für Leute, die einen klassischen Biergarten weniger schätzen, und die gibt es auch. Sie sind da etwas obsessiv in der Gegnerschaft, mögen diese Leute vielleicht nicht. Meine Güte, Don, das sind meistens Steuerzahler. Was soll’s denn sein?

    • „Für viele erschwinglich“...
      …mein Indikator ist immer der Schweinsbraten und der kostet wieviel?

      Ansonsten denk ich, der Don mag einfach die „Umformung“ durch Auswärtige nicht. Bei Alteingesessenen ist er ja nicht so kritisch…

  111. ich weigere mich (noch) ...
    … den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Die Protestwählerei macht doch nur so lange (wenn überhaupt) Sinn, wie die aus Protest Gewählten nicht drankommen. Würden sie in die Verantwortung kommen, wünschten wir uns womöglich das kleinere Übel zurück. Mir wird beim Studium AFD-treuer Websites bisweilen genau so übel wie bei der Lektüre des GroKo-Geschwafels. Wie sich die Weltsicht und die „völkischen“ Betrachtungen von Teilen der AFD mit der Moskau-Freundlichkeit von Teilen der AFD vertragen, ist mir schleierhaft, ebenso unverständlich wie die freundlichen Verbindungen zur syrischen Regierungs-Clique.
    Klipp und klar: Es gibt zumindest Teile der AFD, die zum Himmel stinken.
    Ebenso glaube ich, dass Teile oder Personen in der AFD es gut meinen, vernünftige Absichten hegen, aber über einigen ihrer Mitstreiter schier verzweifeln.
    Hätten die Herrschaften einen Plan, würden sie versuchen, das klaffende Loch in der Mitte und rechts von der Mitte mit anständigem, korrektem Leben und Perspektiven zu erfüllen. Ausserdem könnte man ja mal wieder die Techniker und die Wissenschaftler und die Ökonomen (die entgeistert auf Dinge wie die Energiewende und die Diesel-Geschichte starren) nach ihrer Meinung fragen…
    Das ganz normale, Steuern zahlende und schuftende „Pack“ hätte so gerne wieder eine Perspektive und eine solide Vertretung. Plus eine Kindererziehung ohne Gender-Bullshit. Und ohne linke oder rechte Gewalt. Und mit vernünftigen Zuwanderungs-Regeln, die die Selbstverantwortung gebildeter, fleißiger, sich gerne am deutschen Leben orientierter neuer Mitbürger betonen. Die Hautfarbe ist dabei egal, solange es nicht Giftgrün ist :-) Und falls doch: auch Wurscht.

    • @ Roland ....ich weigere mich (noch) ...
      „Mir wird beim Studium AFD-treuer Websites bisweilen genau so übel wie bei der Lektüre des GroKo-Geschwafels..“
      .
      Und mir stößt gerade um genau 07:24 der 7:00 Uhr-Espresso sauer auf, nachdem ich beim MoMa (zumal noch mit der Zicke D. Hayali) von der ins neue Kabinett herübergeretteten Ursula hören musste, dass die Bundeswehr in Afghanistan, Mali, im Irak und im Mittelmeer ja auch die „Heimat Deutschland verteidige“.
      .
      Derweil ist der Kleine in Paris um erneut die endgültige Soumission unter die französische Staatsraison zu überbringen. F hatte schon einmal 4 „Préfectures“ auf deutschem Boden. Werden die Landräte „Au grand est de l‘ autre côté du Rhin“ in Bälde zu préfets?
      .
      Da braucht es doch keiner unsinnigen Aussagen seitens der AfD mehr um den Tag zu vergällen.
      (DdH)

    • Was man sich so wünscht
      Lieber Roland,
      Die Wunschliste Ihres „Packs“ ist genau die meine.

      Allerdings gibt es mögliche Adressaten, die eindrücklich bewiesen haben, daß sie die Liste nicht zur Kenntnis nehmen, und auch nicht über ihre Abarbeitung nachdenken wollen. Sie sagen das auch ganz offen.

      Und dann gibt es andere, die behaupten, sie wollten es versuchen, hatten aber noch keine Gelegenheit, ihre Ernsthaftigkeit unter Beweis zu stellen.

      Welchen sollte man die Liste in die Hand drücken?

    • Das Saarland als
      Departement Sarre an die Grande Nation, das hat doch was für sich. Ob die dann auch für die unter dem Regime Bogenpisser angehäuften Schulden geradestehen?

    • "...wünschten wir uns womöglich das kleinere Übel zurück."
      Ich kann gerade nicht erkennen, was Sie als „kleinere Übel“ bezeichnen?

      So dick, wie es hier gerade kommt und sich beständig weiter steigernd zeigt, fallen mir tagtäglich und mehr und mehr eher immer „größere Übel“ auf.

      Also – was genau meinen Sie mit „kleinere Übel“, die Sie sich wann auch immer zurück wünschen wollen?

  112. garnicht zum Thema
    Kann es sein, dass ich Sie gestern Mittag am Promenadenplatz in München vor der Maxburg gesehen habe? Lila-weiß-kariertes Hemd, sehr gepflegte Erscheinung, aber etwas müde um die Augen? Wünsche gutes Kraftauftanken in Italien.

    Wir brauchen Sie hier!

  113. auch nicht für alle
    Ich sag mir statt dessen: Wieso braucht man an einem relativ sauberen See Schwimmbäder? Das ist auch nicht für alle. Das Problem mit den vier oder fünf Schwimmbädern ist der Kostenpunkt für die – man mag es glauben oder nicht – trotz allem auch verschuldeten Gemeinden. Ein Bruchteil würde vermutlich für regelmäßige Entschlammung reichen. Damit kommen wir auch an ein Hauptproblem der heutigen Politik: Schulden um jeden Preis. Über seine Verhältnisse leben. So was können Politiker am besten. So ein See braucht an sich kein Schwimmbad.

    • Sie schwimmen ...
      … winters im Tegernsee?

      Meine Hochachtung

    • winters
      sind die Bäder zu.

    • ohne Ortskenntnis ist manches schwierig
      Aber nicht dass Sie denken, wir lebten hinter dem Mond. Es gibt ein Hallenbad in Holzkirchen. Wer im Winter schwimmen will, kommt auf seine Kosten.

    • Wintersport?
      Ich will Ihnen gern sagen, was die Leute hier im Winter machen, aber eigentlich sollten Sie das wissen: Schlittenfahren. Außerdem haben wir zwei herrliche Anfängerpisten in Ostin und Kreuth. Meine Kinder haben dort das Skifahren gelernt. Sie machten einen Skikurs in Österreich und fuhren dann zur Übung hier die Anfängerpisten. Dann konnten sie das. Außerdem haben wir Loipen, die auch reichlich genutzt werden. Da braucht es keine Schwimmbäder nicht.

      Eislaufen ist auch ein Erlebnis, aber das lernt man besser in Kärnten auf dem Weißensee, wo sie ab Januar, abhängig von den Temperaturen, eine Spur räumen. Das ist vertrauenerweckend. Wenn das Räumfahrzeug nicht eingebrochen ist, hält das Eis.
      Leider gibt es das nicht auf dem Lago di Misurina, sonst würde ich das wieder anfangen. Gelernt auf dem Nymphenburger Kanal, abgeguckt von den Holländern auf dem Weißensee und dort mit geliehenen Langkufen verfeinert. Traumhaft. Kann ich nur empfehlen. Herrliche Natur. Der Kärntner See, der nicht zugeklotzt wurde. Kleines Skigebiet daneben. Die Werbung von den Muskelpaketen bei Olympia wird dem Sport nicht gerecht.

      Der Millstätter und der Wörther See haben auch Schwimmbäder. Für den, der’s braucht, das Höchste. Der Weißensee hat möglicherweise keins, jedenfalls habe ich keins gesehen. Man muss natürlich dafür auf die Kinder aufpassen und kann kein Buch lesen. Jetzt könnte ich sarkastisch werden.

    • War das nicht ein Hype,
      der schon älter ist? Mir fallen keine aktuellen Beispiele ein, wo noch Hallen/Schwimmbäder gebaut werden. Dafür einige Beispiele, wo diese Defizitbauten wieder zusammengeschoben werden.

    • Oberländer
      Hier gibt es recht viele alte Menschen, die Woche für Woche mehrere Tage schwimmen gehen, das ist anscheinend eine recht beliebte sportliche Betätigung sommers wie winters. Darauf bezog sich mein Einwand.

      Ihre vielfältigen Möglichkeiten sind allerdings schon etwas Feines, vielleicht nicht für alle jeden Alters mehr möglich.

  114. erstens, zweitens
    @Oberländer: Ja, ok, der See ist für alle da. Aber vielleicht sind Strandbäder /Schwimmbäder mit Nichtschwimmerbereich ganz gut, weil sicherer, und ev. gepflegte Volleyballplätze (…) ergeben eine Art Freizeitzentrum und damit Arbeitsplätze. Da schreib ich mal so aus großer Ferne.

    Zum aktuellen Blogbeitrag: Den hab ich mit Interesse gelesen, auch wenn die Personen der Handlung in Ösiland kein Vertrautheitsgefühl erwecken.
    Verallgmeinern…? Lässt sich vieles davon, nur, so glaube ich, das ganz bestimmte Lebensgefühl in einem ganz bestimmten Dorf genau nicht.
    (M)ein Beispiel: ehem Wohnort: größeres Dorf im Einzugsbebiet von Wien-WE-Pendlern, großes Freizeitangebot, Natur. Aber auch Straßenlärm.
    Neues Zuhause in einem anderen Dorf, nur 5 km vom alten entfernt, und
    ein Hort der Ruhe, der teils gepflegten, teils urwüchsigen Naturverbundenheit. Keine Durchzugsstraße. Vor allem, die Menschen reden hier anders miteinander, und ich weiß noch immer nicht genau, warum.

  115. Titel eingeben
    @flitz 19:48: Dasselbe ist mir passiert als ich Herrn Hank mit seiner dümmlichen „Linke“-Kritik argumentativ zum Erdmittelpunkt prügeln wollte. Die Reihe war so dürftig, dagegen ist Josef Joffe eine Lichtgestalt des Journalismus.
    Ich vermute, gewisse Redakteure lassen keine Kommentare zu ihren Artikeln zu, weil sie wissen, dass sie gegen Sachkundige keine Chance hätten.
    Jede Zeitung hat so ihre Agit-Prop-Redakteure. Muss halt sein.

    • Mit wirtschaftlicher Sachkunde sind Sie mir noch nie...
      .. aufgefallen.
      Habe ich mir mal Ihre Texte vorgenommen, habe ich sie immer im Rgen stehen lassen.
      Seien sie vorsichtig, wenn Sie Herrn Hank kritisieren.

  116. Heimat, Feminismus und Kommunalpolitik
    und vielleicht doch Off Topic:

    Es war hinreichend oft zu sehen, wie Iranerinnen in ihrem Land auch Heimat erleben wollen, ohne Kopftuch.

    Gab es dazu etwas von Deutschen Feministinnen?

    In Rotherham und Telford wurden unzählige junge Mädchen und Heranwachsende missbraucht, in ihrer Heimat. Die Städte sind so klein, dass alle Kommunalpolitiker davon erfahren haben dürften, angesichts der schieren Masse an Vorfällen.

    Haben Deutsche Feministinnen ein Wort zu dem massenhaften Missbrauch von Kindern und Heranwachsenden ein Wort verloren?

    Ich hab da nichts mitbekommen, helfen Sie mir bitte auf die Sprünge.

    Ja, da trifft sich Kommunalpolitik mit Heimat und mit Feminismus.

    Und eine Frau Bücker hat angesichts dieser publizierten Ereignisse nichts anderes im Sinn, als künftig männliche Regierungschefs Bundeskanzlerin zu nennen.

    Mir scheint, Deutsche Feministinnen finden Heimat nur in Quoten, Sprachlichem, Hollywood usw., tatsächliches Leiden von jungen, weiblichen Bürgerinnen geht denen mal glatt am unterirdisch eiskalten A**** vorbei.

    Es ist einfach unsäglich, diese Gewichtung angesichts der Ereignisse bei Feministinnen zu erleben.

    Kommunalpolitik, Heimat, ja, das wäre auch für diese ein Thema, dann wären diese endlich bei den Menschen und nicht in ihren verqueren Gedankengängen.

    • Titel eingeben
      Man sollte nicht immer Ideologie unterstellen, oft ist es einfach nur Blödheit à la: dumm geboren, nix hinzugelernt.
      Aber zugegeben: Ideologie als Logik- und Wissens-Ersatz hilft denen enorm.

    • Und die Täter waren in der Mehrzahl:Männer!
      Darf man das annehmen? Muss man das annehmen?

      Sollte man also mit gleichem Recht fragen:
      Warum empören sich da nicht die britischen (und alle anderen!) Männer Europas? Vom Königshaus bis zum Müllfahrer? Oder tun die das? Und die Aufklärung und zukünftige Prävention läufen auch dortzulande auf Hochtouren?

      Bundeskanzlerin Heiko Maas…

      Präsidentin Trump oder Putin dürfte allerdings zu Verwicklungen führen.
      Vielleicht sollte man diese „Feministinnen“ nicht gar so ernst nehmen? Die Feministinnen aber eben schon!

    • sehr derb
      es gibt ja den bösen Spruch über Leute, die intellektuell herausgefordert sind, dass man denen ins Hirn gesch…. hat und dann das Umrühren vergessen hat.

      Ist mir bei Team GL zum ersten Mal wieder eingefallen, unter Einschluss des gesamten Teams, und seitdem auch häufiger, wenn man gewissen yt-links folgt.

      Noch eine Anekdote aus dem Münchner Tierpark, von früher. Oberländer, alter Urpferdflüsterer, lesen Sie mit, bitte:

      Die Paviankolonie hatte früher nur einen kleineren Graben ringsrum und betrachtete die Menschen genauso interessiert wie andersrum.

      Der Chef von denen hatte es irgendwie drauf, seinen Stuhl in seine Hand abzusetzen und ihn dann mit einer Zielgenauigkeit, die man ihm nicht zugetraut hätte, auf die Tierparkbesucher zu werfen.

      Das war mein schönstes Ferienerlebnis.

  117. @ DA - "Eisbohrkerne oder Craft Beer"
    Jessas. Da haben Sie aber einen weiten Horizont. So schmerzfrei bin ich nicht. Da bin ich nach 2 Abschnitten weg.

    Kommentare dort? Tote Hose.

    • Ich kann nur raten, sich dort einzulesen, das sind halt die Experiemnte. Man muss denen auch eine Chance geben, und das Bierblog hat mitunter auch sehr gute Klickzahlen. Nur weil ich etwas nicht verstehe, muss es nicht schlecht sein.

    • .
      Ich trinke so gut wie keinen Alkohol, Bier interessiert mich nicht. „Must I, Miss Sophie?“ Und ich fürchte, Podcasts, die man „gut auf dem Weg zur Uni hören kann“, gehen auch ein bißchen an meinem Bedarf vorbei.

      Ich denke da unwillkürlich an eine lokale mittelständische Firma, die jämmerlich zugrunde ging, weil sie auf dem Wege forcierter Verjüngung ihre bisherige Stammkundinnenschaft vor den Kopf stieß und an deren Bedarf vorbeiproduzierte. Die ältere Kundin passte nicht mehr ins vom „jungen, frischen Designerteam“ verjüngte Gewand und die jüngere hatte das Geld nicht und eh einen anderen Geschmack.

  118. Titel eingeben
    Ich bin (oder war mal) Comic-Sammler, -Liebhaber und dadurch auch -Kenner. Aber das Comic-Blog, nun ja… gähnend langweilig.
    „Der Donaldist“ war interessanter, lehrreicher(!) und vor allem: amüsanter zu lesen.
    Auch als Bier und gerade Weißbier-Trinker brauch ich kein Bierblog. Es sei denn, es wäre (siehe oben:) interessant, lehrreich und amüsant zu lesen. Auch kritisch käme gut.
    Sowas kann (oder traut sich) aber kaum noch jemand. Und derjenige, der’s kann (also ein Liebhaber), der macht’s dann im eigenen Blog, weil die langweiligen Allerwelts-Ab-Schreib-Kollegen ihn längst rausge… haben.

    • Comics
      Ich hatte den blog Autor mal gefragt, ob er denn diese Veranstaltung besucht:

      Immerhin eine der größten in Europa.
      Keine Antwort. Der Leser scheint ihm ziemlich egal.

  119. DON
    @ Don Alphonso 15. März 2018 um 08:33 Uhr

    „Nur weil ich etwas nicht verstehe, muss es nicht schlecht sein.“

    Aber dann ist der Stoff zumindest schlecht aufbereitet. In den Seventastic wird ja wohl keine Relativitätstheorie oder Transzendentalphänomenologie verhandelt. Außerdem sind es Seventastic – Kommunikation erwünscht – oder?

    • Ich kann dazu nichts sagen. Es ist das, was angeboten wird, und sas, was man offensichtlich weiter machen wird. also verweise ich darauf. Ich denke, auf Kommentare wird da einfach nicht so viel Wert gelegt. Das kann man auch so sehen. Andere haben sie inzwischen komplett abgeschaltet.

    • „Seventastic machen viel Arbeit und bringen finanziell nix“...
      ist nicht von mir, sondern von einem, der im Modus des Angesagten für sich und sein „Unternehmen“ website, blog und chichi eingerichtet hat.

      Sind dann noch die adblocker an und/oder wird sichtbar nach einer Anmeldung, dass sich die Leserschaft so rein altersmäßig nicht im Zielbereich der Werbung bewegt, dann wird der blog nur noch halbherzig betrieben.

    • Vogel friß oder stirb
      Warum sollte es in der Medienwelt anders zugehen, als
      in der Wirtschaft oder in der Politik.
      Nachfrage gar Zuspruch offensichtlich unerwünscht und ein Negativkriterium.
      Und solange die Notenbanken das Geld drucken, braucht es
      keinerlei wirtschaftlichen Erfolg. Ein Paradies für Ideologen
      der Minderheitsinteressen.

  120. Craft Beer
    Vor einiger Zeit war dort einmal ein netter Beitrag über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und deren Auswirkungen auf Geschmacksnerven -empfinden etc. in Verbindung mit dem Siegeszug der Biervariante Pils gegenüber Export oder Vollbier. Bei Craft-Bieren (auch nach eigener Erfahrung) sei wohl ein recht spärlicher Konsum die Regel, eher wie eine Weinverkostung. Der große Unterschied zwischen Pils und Export sei jedoch, daß die besondere Hopfung des Pils dazu animieren würde, gerne noch ein weiteres Glas zu trinken, wohingegen bei Vollbier eine sogenannte Sättigungsgrenze eher erreicht würde.

    Ergo: Don, Sie sind das Pils unter den Seventastic.

  121. Zensurwünsche, div hessisches
    ich wundere mich ein wenig, welche Wünsche an den Hausherrn herangetragen werden. Ich würde es mir im realen Leben verbitten, wollte sich jemand wünschen, wer zu mir eingeladen wird und welche Gesprächsthemen angeschnitten werden. ‚Mein Haus, meine Regeln‘ scheint mir da ein guter Grundsatz zu sein.

    Zum Westend ist mir gestern ein Buch in die Hände gefallen, in dem Mosebach von seinem Frankfurt berichtet. Vielleicht ist es etwas für Heimwegeplagte in ein vergangenes Westend?

    Uwe Dippel: Kochkäse aufzählen und grüne Sauce vergessen, was soll man aus Frankfurt heraus dazu sagen! Breiten wir den Mantel des Schweigens darüber . . .

    herzliche Grüße in die Runde sendet

    Hessin

    • Es ist nun mal so, ich greife so wenig wie möglich ein. Und hoffe auf Respekt. Das hat ganz gut funktioniert.

    • nein...
      es ging nicht um Zensur, sondern um „Zensur“.

      Niemand will hier die Themen beeinflussen, verdrehen Sie da nichts.

      Warum sollte man nicht mal über „Gesprächsregeln“ diskutieren?
      Es geht ja wohl nicht darum, dass der Hausherr spricht und alle nicken.
      Und da fallen mir eben einige Respektlosigkeiten ein, die es hier gegeben hat.

      Ich halt es so: wenn mir das Publikum am Esstisch auf die Nerven geht, dann geh ich da nicht mehr hin.
      Wenn Sie als Gastgeberin ständig zwischen Küche und Tischgesellschaft hin und her hetzen, weil dauernd jemandem einfälllt, was er noch gerne auf dem Tisch hätte, gerne.

      Und: wenn jemand für Ihre Menüs bezahlt, dann wird er vermutlich schon die Frage stellen, wen sie da womit bewirten.
      Nur darum ging es.

    • Es ist halt alles nicht so einfach. Ich hoffe halt, dass jeder damit leben kann.

    • Woher, Hessin, wollen Sie das 'Vergessen' wissen?
      Wir finden es schwer die Kräuter alle zusammenzubekommen, die 7-8, die zum grossen Teil zu den ‚vergessenen Kräutern‘ gehören. Hier auf dem Wochenmarkt gibt es sie auch nicht alle, so dass wir in jedem Frühling extra eine Kräuteranzucht für eben diese Sosse machen.

      Ich befürchte Sie stellen zu häufig Vermutungen an. Mein Beitrag war auf die Fakes bezogen. Und zum Richtigen. Nicht zur Komplettierung.

  122. Bandbreitenproblem?
    Das „gaertner“ – und in der Folge seventastic.info – in den letzten Tagen oft schwer erreichbar ist, wurde Ihnen wahrscheinlich schon gemeldet?

    Möglicherweise liegt es ja daran, dass man vielfach versucht „Deus“ und die „Stützen“ zu „sichern“?

    Freischalten brauchen Sie diesen Hinweis natürlich nicht.

  123. Das richtige Gefühl für Heimat siegt....
    ….Seemann, laß das Träumen,
    Denk‘ nicht an zuhaus.
    Seemann, Wind und Wellen,
    Rufen dich hinaus:
    Deine Heimat ist das Meer,
    Deine Freunde sind die Sterne,
    Über Rio und Shanghai,
    Über Bali und Hawaii.
    Deine Liebe ist dein Schiff,
    Deine Sehnsucht ist die Ferne
    Und nur ihnen bist du treu
    Dein Leben lang.

    …. und was machen wir nun, Don ;)

  124. Albert... the best of all Alberts....
    „Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher, und die Deutschen, ich sei Jude.
    Albert Einstein“

    • Da es keine hohen Daumen gibt
      eine dankende Antwort.

      Man kann Geschichte kaum noch zurechtklittern, da kommt schon Klitterer 2.0 um die Ecke. Gefolgt von …, ad infinitum. Auf eine traurig machende Art traurig.

  125. Da war Werbung for free dabei.
    Die Werbung for free, die man oben bei mir rauslesen kann, könnte ich ohne Mühe erweitern auf den Chiemsee. Am Chiemsee am Strand mit Blick auf die Kampenwand ist schon auch besonders. Das Ski- oder Wandergebiet in Reit im Winkl, aus dem Rosi Neureuther stammt, ist herrlich. Dort die noch längeren Loipen in Ruhpolding. Eine Eishalle, die, schätze ich mal (nicht nachgesehen) wieder aufgebaut ist und nicht erneut einstürzen wird.

    Beliebig lässt sich das erweitern auf andere Seen oder das Salzburgerland oder Kärnten, wie ich schon andeutete. Und meiner Ansicht nach braucht der Tegernsee, fest auch in Münchener Hand, genau wie der Starnberger See, weniger Werbung als der Chiemsee oder der Waginger See. Außerhalb von Juli/August, versteht sich.

    Ich habe den ganz großen Vorteil, dass meine Eltern dort mit uns Urlaub machten. Chiemsee, Eibsee, Toblacher See, Grundlsee, Mondsee und Ossiacher See. Wir waren Kinder, fuhren irgendwo um die Ecke und waren entzückt vom ersten Zwiebelturm. Wir führen nach Österreich ein, und die Streifen auf den Straßen wurden gelb, und dann kam irgendwann die Drau. Wir badeten und wanderten und suchten dabei Reherl, und es war zweifellos aufregend und gleichzeitig erfüllend.

    Wir haben prächtige Erinnerungen, und mein Vater machte jeweils ein! Bild nach reiflicher Überlegung, was meistens eine halbe Stunde dauerte. Aber seine Bilder sind immer noch besser, als das meiste, das heute von der Massenproduktion herausgewürgt wird. Ich sehe ihn noch vor dem Langkofel sitzen und auf die richtige Beleuchtung warten.

    Am anderen Ende von Deutschland ist Mecklenburg eine wahre Perle mit viel Kultur.
    Soll ich der FAZ auch was schenken? Eine halbe Stunde raus aus Frankfurt wachsen mit die besten Weine von Europa. Die Hotels haben keine Weinkarten, sondern Weinbibeln. Das Rheintal ist eine Reise wert, außer den Burgen gibt es reichlich, Kloster Eberbach, Speyer. Jetzt höre ich lieber auf, sonst kommt noch der Neckar dran und das Alemannenland.

    Wer das alles kaputtbauen und kulturell zerstören will, gehört an sich hinter Gitter. Die Saudis und der Iran wie auch China würden sich so was nicht anschaffen. Die sind stolz.

    • Der Simsee ist auch toll, der Waginger See soll bitte so unentdeckt bleiben, wie er ist.

    • Aaaahhhhhhhh
      Die letzten Refugien werden verraten. In beiderlei Wortsinn.

    • Kommemtar 520 liest eh kaum jemand mehr.

    • Zwischen den Seenplatten
      Der Thüringer Wald ist auch sehr schön. Fahren Sie mal mit der Bimmelbahn von Bamberg nach Jena rüber, da kommen Sie durch wunderschöne Täler, in denen den Bachläufen entang noch Pestwurz steht und keine einzige weißlich-violette Blüte dieses eingeschleppten Springkrauts zu sehen ist, die anderswo inzwischen alles überwächst. Die Einheimischen verstehen sich allerdings noch nicht recht auf den Tourismus; das wird vielleicht noch, einstweilen ist es umso angenehmer dort. Es gibt dort auch einige größere Seen – na ja, wer so etwas mag, ich zöge immer das fließende Wasser vor.

    • Vielleicht versuche ich das im nächsten Leben. Fränkische Schweiz mit dem Rad wollte ich eh machen.

  126. großartig
    der text gefällt mir sehr gut.

  127. Achgut, Röhl, erster Link
    Bei Röhl verlinkt ein Stück aus dem Spectator, das Sie vermutlich interessieren wird, über Cryflakes.

    • Die Piepgras-Bilder?
      Würde ich wegen der Farben unschön finden, da macht das Motiv auch nicht mehr her.

  128. Wirtschaftliche Freiheit, nicht Entwicklungshilfe, ist der Weg aus der Armut
    „14.3.2018 – von Patrick Tyrrell.
    Dieser Tage wurde der Index of Economic Freedom 2018 – eine jährliche Studie, die 180 Länder nach ihrer wirtschaftlichen Freiheit mit Fakten und Zahlen bewertet – von der Heritage Foundation veröffentlicht.

    Die Ergebnisse, kombiniert mit Armutsdaten der Weltbank, zeigen, dass die Einwohner von Ländern, die über ein hohes Maß an wirtschaftlicher Freiheit verfügen, weitaus seltener unter bitterer Armut leiden….“


    • „Wirtschaftliche Freiheit, nicht Entwicklungshilfe, ist der Weg aus der Armut.“ Und an dem Tag, an dem jeder Tellerwäscher zum Millionär geworden ist, werde ich so etwas ernst nehmen.

      Bezüglich der Entwicklungshilfe weist man dort allerdings zu Recht auf auf deren Sinnlosigkeit ob der regelmäßig in Entwicklungsländern anzutreffenden „mafiösen“ Strukturen hin.

      In einem Punkt sind sich aber alle Länder dieser Erde gleich, ihre Strukturen sind auf friedlichem Wege kaum zu verändern. Die Frage ist halt, sieht man das nicht, oder will man das nicht sehen? Ich tendiere zu Letzterem.

    • Herr Meier... wenn alle Millionär wären...
      … wären alle wieder gleich arm. ;)

    • Herr Maier , heute ein Kommentar in der NZZ zu Taiwan...
      „….Mit Tschiangs erzwungenem Rückzug vom Festland vor fast sieben Jahrzehnten entwickelte sich paradoxerweise erst eine eigenständige Identität auf der Insel, geprägt von Meinungsvielfalt, Offenheit und Toleranz. Taiwan entwickelte sich auf dem Weg von einer rechten Diktatur kontinuierlich hin zu einer prosperierenden Demokratie.

      Ein solcher Übergang scheint noch immer leichter zu funktionieren als bei linken Unrechtsstaaten.

      Ein Bildersturm muss deshalb, obwohl heutzutage dem Zeitgeist entsprechend, keine Schicksalsfügung sein….“
      von Matthias Messmer


    • Nicht unbedingt gleich arm, sondern gleich, FJ45, was ihren materiellen Status beträfe.

      Sie kennen Demokratien? Eine Struktur als demokratisch zu bezeichnen, macht daraus noch längst keine Demokratie im eigentlichen Sinne. Und, sorry, ich sehe den Demokratiebegriff nunmal extrem eng.

      Auch in der prosperierenden Demokratie Taiwan gibt es Armut satt. Verursacht durch, na, Demokratien? Aber Deutschland ging es ja auch nie besser, oder?

      Man müßte hier wirklich sehr weit ausholen, inklusive Kapitalismuskritik und was so alles dazugehörte, um das Thema abzuhandeln. Und am Ende wären wir vermutlich wieder da, wo wir begännen. Das haben schon viele vor uns getan und werden es weiter tun. Doch ändern wird sich vermutlich noch sehr lange nichts.

      Es sind halt diese oftmals haltlosen und falschen Formulierungen der Eliten, die mich zu Reaktionen veranlassen. Es bleibt heute einfach zu viel unwidersprochen im Raum stehen. Und obwohl ich doch sehr für Vereinfachungen plädiere, so geht davon auch immer die Gefahr aus, daß sich zweifelhafte Vorstellungen verfestigen. Da braucht es einfach hin und wieder einen Seitenhieb, um zum Nachdenken anzuregen. Und das ist nicht auf Sie persönlich bezogen.

    • Ja, Herr Meier... man könnte stundenlang reden, schreiben...
      … habe ja nie behauptet, dass im Kapitalismus alles in Butter ist.
      Gibt kein Paradies
      und wie definiert man nun Ungerechtigkeit?
      Eines steht fest und da beist die Maus keinen Faden ab…
      …er hat die Menschen weltweit aus der Armut gebracht.
      Zentralgelenkte Systeme haben noch nie die Menschen weitergebracht.
      Die Ideen für Produkte enstehen in individuellen Köpfen.
      Schauen Sie nur die ganzen Produkte an, die Sie nutzen.
      Kommt keines aus einem Volkseigenen- Betrieb.
      Im Kapitalismus gibt es Gewerkschaften, die sich für die Arbeitnehmer einsetzten.
      Wo finden sie diese im Sozialismus.
      Armut hat einen Namen: Sozialismus.
      Kann man doch immer wieder auf`s neue bewundern.
      Aber Leute, die diesen „toten Gaul“ immer wieder neu besteigen wollen, kann man eh nicht überzeugen.

    • Ups, Herr Meier... noch vergessen...
      … der “ tote Gaul“ war nicht auf Sie bezogen.
      Machen Sie es gut, wünsche Ihnen alles Gute.
      Wir schreiben uns ja bald nicht mehr. ;)
      Don sucht noch Segel und dann segelt er weiter…;)
      Und ich spar` mir das Farbband… hält länger, wenn ich nicht mehr auf Don`s Kahn kommentiere.

    • Ach bitte, es renkt sich hoffentlich bald alles ein und ich freue mich auf Gesellschaft im Exil.


    • Da muß ich ja doch noch einmal, FJ45 ;-)

      China und sogar Rußland dürften Ihre letzten Aussagen zumindest zweifelhaft erscheinen lassen.

      Zu den zahnlosen Gewerkschaften möchte ich mich wirklich nicht äußern, das wäre einfach zu bitter.

      Gerechtigkeit gibt es nicht. Es gibt nur das Streben danach – im besten Falle.

      Und ja, selbstverständlich ist der Kapitalismus das überlegene Wirtschaftssystem, denn der Kapitalismus entspricht dem Wesen des Menschen, der im Regelfall immer den Wettbewerb (zu gewinnen) sucht. Die Betonung liegt aber auf Wirtschaftssystem. Mit Armut hat das nur indirekt zu tun, indem der Kapitalismus Gewinner und Verlierer generiert, relativiert er zwar die Armut, aber sie kümmert ihn letztlich nicht.

      Die so genannte Soziale Marktwirtschaft sollte ja regulierend in den Kapitalismus eingreifen, aber was ist daraus geworden? Der so genannte Sozialstaat selbst finanziert durch direkte und indirekte Leistungen die Wirtschaft, auch und besonders durch als Sozialleistungen getarnte Lohnersatzleistungen. Und in Zeiten der Globalisierung stoßen nationale Regulierungen sowieso an ihre Grenzen, die durch die Paralleljustiz per Freihandelsabkommen ja nun auch noch abgeschafft werden sollen, es teilweise schon sind.

      Der globalen Konzentration der Wirtschaft und des Kapitals haben wir realistisch betrachtet doch nichts mehr entgegenzusetzen. Die Frage Kapitalismus oder Sozialismus spielt dabei kaum noch eine Rolle. Das sind längst überkommene Denkmuster, Fesseln, die nur noch in politischen Floskeln und Ideologien eine Rolle spielen. Oder ist das noch Kapitalismus, was in Europa bzw. der EU stattfindet?

      Ach nein, ich lasse mich schon wieder hinreißen. Das wollte ich doch nicht. Die Zukunft muß jedenfalls die Frage beantworten, was wir mit all den Menschen machen wollen, für die es keine Arbeit im heutigen Sinne mehr geben wird. Der Kapitalismus dürfte da kaum Lösungen bereit halten. Und wenn ich so nach England schaue, dann kann ich mein Glück kaum fassen, größtenteils in einer Zeit des Friedens in Europa gelebt zu haben. Denn was da wieder los ist, das ist rational doch nicht mehr zu erklären, das ist Kindergarten pur, hoffentlich ohne weitreichende Folgen. Obwohl, Berlin scheint auch ganz wild darauf zu sein, sich in den (kalten) Krieg zu stürzen, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Ein bislang generell ja durchaus bewährtes Muster.

    • Sie sind der...Pessimismus in Reinkultur, Herr Meier...
      ….
      Putin hat nun wirklich wirtschaftlich nichts gerissen.

      Wo Gewerkschaften zu viel Macht haben, auch dies können Sie sehen… läuft´s schlechter ( Italien, Frankreich), als bei gemäßigten Gewerkschaften, wie wir sie hier in der BRD haben.
      Die geräuschloseste Gewerkschaft bei uns ist seit Jahren
      -kann mich an keinen Streik in den letzten 15 Jahren erinnern-
      die der Chemie, einigen sich immer ohne Streik, rumpeln nicht mit den Mülltonnendeckeln und liegen auch in der Einkommensentwicklung nicht hinter Metall zurück.
      Zu hohe Forderungen nutzen zwar denen, die drin sind… in den Fabriken, beschleunigen aber den Arbeitsplatzabbau oder das Ausweichen der Unternehmen in andere Länder.

    • Ergänzung zur IG BCE...
      … habe mal schnell geschaut.
      Der letzte Streik dieser Gewerkschaft (IG BCE) liegt knapp 47 Jahre zurück.
      Holen Sie jetzt den Taschenrechner raus und schauen wann das war oder soll ich ;)

      Hat der Don denn schon den Land Cruiser bestellt, wissen Sie was?
      Interessiert micht im Moment mehr. ;)


    • Im Grunde, FJ45, könnte Putin heute sagen, daß es Rußland nie besser ging. Relativ betrachtet, so wie es hier ja auch immer heißt.

      Was die Löhne betrifft, so haben die Dumpinglöhne in Deutschland jedenfalls noch kein Outsourcing verhindert, soweit ich weiß.

      Das Argument des hochbezahlten Schraubensortierers bei Daimler zieht aber scheinbar immer noch. Dumm nur, daß die meisten Arbeitnehmer weder dort, noch in der Industrie ganz allgemein arbeiten und auch nicht annähernd so gut bezahlt werden.

      Aber Sie haben ja recht, lassen wir das hier. Die Karawane zieht weiter und ändern tut sich eh nichts.

    • @ Otto Meier Das mit der Abwanderung
      ist einfach festzusstellen. Man nehme die Zahl der heute im Inland Beschäftigten /Gesamtzahl der Beschäftigten bei Daimler/BMW/VW/BASF/Bayer/Siemens t.b.c., bilde den % Satz und wiederhole das mit den Zahlen vor 30, 20, 10 Jahren. Den Genossen Trend gibt es nicht nur bei der SPD

    • Herr Meier... ich nochmal ;)
      … Sie bringen das Argument des gutbezahlten Schraubensortieres bei Daimler.
      Das ist es doch, was passiert, wenn Lohnforderungen für Unternehmen, die sich auf dem Weltmarkt im Wetbewerb bewegen, zu hoch sind.
      Sie weichen aus. In diesem Fall werden die „Schraubensortierer“ halt nicht mehr bei Daimler beschäftigt, sondernd diese Arbeiten von Zulieferern erleidigt.
      Ob in der Nähe von Daimler, ob z. B in Spanien oder an anderen Orten welweit, spielt keine Rolle.
      Was glauben Sie denn wieviel “ Dailmer “ noch in Daimler steckt?
      Dort, an diesem Standort werden die Teile zusammnegefügt, die in Europa oder der Welt für diesen Konzern hergestellt werden.
      Trifft natürlich auch auf andere Konzerne zu.
      Die Lastwagenkaravanen, die dafür benötigt werden, können Sie sich auf den Autobahnen anschauen.
      Das ganze nennt sich Arbeitsteilung.
      Bringt Vorteile in unterentwickelte Regionen, schafft dort Arbeitsplplaätze, entzieht aber diese geringer qualifizierten Arbeitsplätze aus der – in diesem Fall- Region Stuttgart.
      Eine Medallie hat immer zwei Seiten… eine Binze.
      Unternehmen müssen atmen können, sprich Entlassungen, wenn es weniger gut läuft und Neueinstellungen, wenn die Konjunktur wieder anspringt.
      Dies verhindern die Gewerkschaften zunehmend und aus diesem Grund wird das Outsourcing weitergehen.
      So schnell noch heir reingehackt… hoffe nicht zuviel Schreibfuhler drin ;)

    • Dann kommen noch andere weltwirtfschaftliche Gründe hinzu...
      … Wechselkuchwankungen z.B zwischen Dollar und Euro.
      Wechselkurse werden zwar auch von Konzernen gehedgt, das kann aber nur einen Teil der Schwankungen abdecken.
      Weiter Gründe sind , dass Länder in die, z.B Daimler seine Produkte verkaufen möchte, den Konzernlenkern zu verstehen geben, dass sie bitteschön auch dort vor Ort Arbeitsplätze zu errichten haben.
      Es gibt im Grunde genommen keine deutschen oder japanischen französischen usw. Autos mehr. Alle diese Konzerne lassen Einheiten weltweit herstellen und vertreiben sie unter ihrem jeweiligen Markenlabel.


    • Na dann, FJ45, ich auch nochmal. ;-)

      Der Schraubensortierer hat Daimler nie gestört, sehen Sie sich mal die Gewinne an. Da ist so mancher Raubzug unter fremden Marken deutlich teurer geworden. Aber dafür gibt es ja die Steuergestaltung. Auch Leih-, Zeitarbeit und Werkverträge stützen Ihre Annahme nicht unbedingt, daß Outsorcing mit zu hohen Lohnkosten zusammenhinge. Am Ende sind es doch nur die Gewinnerwartungen der Aktionäre, die zu immer neuen Ufern aufbrechen lassen. Die Gewerkschaften haben da sogar mitgemacht und nichts verhindert.

      Richtig ist, das sind alles mittlerweile multinationale Konzerne, die die Vorteile der Globalisierung nutzen und sich letzter Hemmschuhe durch Freihandelsabkommen nebst Paralleljustiz zu entledigen suchen. Nationale Gefühle bedrücken die schon lange nicht mehr.

  129. Emsige Schweizer Leserwerbung
    Lieber DA,

    aus den Kommentarabschaltungen nördlich des Hochrheins generiert derweil die NZZ neue Abbonements. Der Kommentarbereich zum Tellkampthema wurde dort vor wenigen Tagen in einer geschickten PR-Massnahme von der Kostenpflicht ausgenommen und erfreute sich des regen und dankbaren Zuspruchs deutscher Dissidenten. Die Moderation diskutiert dort übrigens auch mit.
    Früher einmal vermittelte ich ein NZZ-Abbonnement nach Deutschland, das dann aber mit einem verärgerten Brief an den allzu dynamischen Vertrieb der „alten Tante“ endete.
    Schweizer Wirtschaftsbetriebe profitieren in der Konkurrenz mit deutschen meist nicht nur von besserer Organisation, sondern vor allem von vergleichsweise üppigen Finanzreserven.

  130. Mercedes Fuso OT
    @folkher braun
    In meiner Post liegt heute ein Anschreiben eines früheren Flialleiters der örtlichen Mercedesniederlassung. Aus Mercedes Vario wird Fuso Canter
    DIN A 4 mit Kippeffekt zweier Bilder.

    Daimler-Benz gibt das Geschäft mit leichten Lkw auf und vertreibt Fahrzeuge des Kooperationspartners Mitsubishi, die um die halbe Welt geschippert werden. Für mich ist das alarmierend.

    • Tschuldiggung für die Grätsche, keinerlei Belehrungsintention!
      Soll wohl vermehrt in Richtung Canter E-Cell, eCanter gehen, Fuso (MFTBC, Daimler Nutzfahrzeug-Töchterchen in Asia) ist da in leichten LKW’s wohl wesentlich weiter. eGlobalisierung, wenn man so will.

      Siehe auch:
      _https://www.fuso.com.au/News/Article/103

      und andere eArtikel dazu.

    • @Melursus Da sind Sie nicht aktuell
      Mitsubishi Fuso Truck & Bus wurde 2003 gegründet, Daimler hatte von Anfang an die Finger drin und seit 2011 ist sie Teil der Daimler Truck Division. Die Fusos für Europa werden in Pertugal gebaut.

  131. Ein erfüllter, unerf
    Ich habe mit acht Jahren nicht wie Bill Clinton davon geträumt, Präsident (oder Bundeskanzler) zu werden. Das hätte man mir sowieso ausgeredet, so wie Feuerwehrfrau oder Physikerin. Also hatte ich einen echten, weil unerfüllbaren Traum: Schiffsjunge auf Kapitän Bontekoes Boot, 1610.
    .
    Als Grundschüler kannte ich die deutsche Übersetzung von: “De Scheepsjongens van Bontekoe” auswendig. Die ostindische Kompanie und ihr Geschäftmodel im niederländischen Goldenen Zeitalter (als die Deutschen sich im Dreißigjährigen Krieg gegenseitig totschlugen) war mir ein Begriff:
    “Fabricius William Bontekoe
    Fährt glücklich auf Ostindien zu
    Beladen mit Reichtum, Pfeffer und Glück
    Kehren wir wieder nach Tegel zurück.”
    Ich kann nicht behaupten, dass die Deutschen mir eine Heimat geboten hätten, obwohl ich in Deutschland geboren bin und bis vor kurzem noch deutsche Staatsangehörigkeit hatte. Stattdessen ist mein Mutterschiff niederländisch und mit den anderen Matrosen hier auf dem Schiff komme ich gut aus. Während der Wind heftig gegen uns blies, kam mir der Gedanke: was du vor 60 Jahren geträumt hast, hast du erreicht.

    • Der Gast war ich, normalerweise stehe ich zu dem was ich schreibe, aber.....
      Korrigieren konnte ich es nicht mehr, denn plötzlich fiel in unserem Dorf und der angrenzenden Umgebung für längere Zeit der Strom aus

    • Macht nichts!

    • PIeter Brueghel der Ältere
      Sehr geehrter Don!
      Beim Fahrradfahren heute fiel mir noch etwas ein, was zu Ihrem Themenkreis passt: mein liebstes Bilderbuch. So um 1955 hatten Kinder nicht viele Bilderbücher, vielleicht den Struwwelpeter. Den konnte ich auch auswendig, aber noch begeisterter war ich von Pieter Brueghel dem Älteren. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Mutter reagierte, wenn ich schon wieder den großen, in blauen Leinen gebundenen Band aus ihrem Bücherschrank zog. Einerseits fürchtet sie meine schmutzigen und klebrigen Finger auf den Seiten ihres edlen Buch, andererseits wollte Frau Dr. Gudrun Heuse ihrem sechs jährigen Töchterchen nicht verbieten, sich mit flämischer Kunst zu beschäftigen…..
      Wenn ich morgen durch Antwerpen nach Ghent fahren werde, werde ich mich zu Hause fühlen. So bestimmt ein Bilderbuch der Kindheit die Heimat.
      Einen schönen Abend wünscht Ihnen
      Der Tiger

  132. Colorcraze
    Liebe Colorcraze, das ist ja was! Alle Donalphönse zusammen. Das haben Sie gut gemacht!
    .
    Was ich nun gernhätte: eine Auswertung zu den Kommentaren. Bei den „Rebellen“ hat jemand schon auf den Erstkommentator „HM555“ verwiesen. Bin gespannt, welcher Kommentator/Kommentatorin in allen Jahren am fleißigsten war.
    .
    Ich würde für die Zeit meiner Lektüre vermuten, dass die Kommentatorin „der Tiger“ weit vorne ist. Oder vielleicht der HM555, der aber, als ich herbeiflog, wohl gerade dem Suff erlag (so klangen die Comments, vielleicht war HM555 auch Zweitname des Aldiweintrinkers filou, falls den noch wer erinnert.)
    .
    Allen ein Prosit und auf Wiederlesen wo auch immer, scheint aufn Tegernseer Landboten auszulaufen, seufz.

  133. Mir wurde mittels Schnurlostelefon....
    … ja sowas gibt´s….
    …gemeldet, dass Sie ein Fahrzeug suchen.
    Nehmen Sie- wenn schon- ein`s mit Stil.
    Ja sowas gibt´s auch. ;)
    Toyota Land Cruiser HZJ79 / GRJ79 Doppelkabiner (DoubleCab)

    • Danke, aber Toyota ist mir zu nah an der Deutschen Umwelthilfe.

    • Sehen Sie es entspannt , Don...
      … die Fahrzeuge können ja nichts dazu. ;)

    • @Toyota
      Stil haben die Sonderausführungen. Es soll sogar welche geben mit aktiver Reifenkühlung und Dachverstärkung, so daß man sich gefahrlos Vulkanen nähern kann ;)

    • Ein Rundgang um den Toyota Land Cruiser 79 Double Cabin
      Film ist von Toyata Gibraltar.
      Als Privater kann man dort nicht kaufen.
      Sie beliefern Hilfsorganisationen, UN, das Rote Kreuz usw.
      J7Modellreihe gibt es seit 1984.
      Das, was der VW Bulli mal weltweit war, ist der Land Cruiser mittlerweile .
      Ein Arbeitspferd halt … gehört zur Rasse der Kaltblüter.
      Noch ein Klassiker, den man kaufen kann, nicht rundgelutscht und die Scheinwerferbirnchen kann man auch noch selbst wechseln.

      ;

  134. Sie haben aber Glück ...
    An meinem Ort (Großstadt, NRW) gibt es eine Art Zeitlupen-Ping-Pong zwischen SPD und CDU. Aber auch erst seit Ende der 90er. Wenn die Politiker alles bis zur Unerträglichkeit verbockt haben, wählt man „mutig“ die Gegenseite, die – Überraschung! – noch viel mehr verbockt, bis …

    Die AfD hat der SPD jetzt bei der letzten Wahl ein paar Prozentpunkte abgeknapst. Vor allem in den nördlichen Stadtteilen. Die SPD kontert, in dem sie nicht etwa generell Versäumnisse eingesteht und Problemlösungen anbietet, sondern eine ganz tolle Strategie entwickelt: Im Norden läuft es verkehrt, also müssen wir dafür sorgen, dass alle Stadtteile ihren gerechten Anteil daran haben.

    Ein Genosse meinte neulich: Im südlichen Stadtteil XY wohnen einfach zu viele Migranten, die einen Job haben und/oder studieren. Das kann nicht sein! XY braucht mehr Migranten, die nicht lesen können und/oder keine (Aussicht auf) Arbeit haben. Kurz: Es müssen nicht die Verhältnisse im Norden verbessert werden, sondern die Verhältnisse im Norden auch auf die Stadtteile ausgeweitet werden, die bisher verschont geblieben sind.

    Das macht mich einfach nur sprachlos. Da ist jemand, der bei einem Wasserrohrbruch nicht etwa daran denkt, das Leck abzudichten. Da ist einer, der öffentlich (!) darüber räsoniert, wie man das austretende Wasser über möglichst viele Keller verteilt.

    • Ja, sowas hört man aus NRW immer wieder, da kann man nur wegziehen.

    • Das ist der Gang der Natur
      Alle Steine wollen nach unten und wenn die afrikanische Platte aufhört zu schieben, dann sind die Alpen in 500 Mio Jahren eine Ebene.
      Das ist Sozialismus.

      Räumen Sie mal ein Kinderzimmer auf. Nach einem Tag liegt alles wieder am Boden. Da ist die einfache Lösung liegenlassen und die Erziehung an die Schule zu deligieren.
      Wenn die Mieten bezahlt sind, wird es viel einfacher, die Analphabeten in das gute Quartier zu bewegen als die Leistungträger auf eigene Kosten in das schlechte.
      Ich könnte das jetzt mit Hilfe des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik mathematisch beweisen.
      Aber ich will nicht, dass der Don mich lebenslang sperrt.

    • Der Vergleich von Flüchtlingen mit Kellerwasser
      ist aus meiner Sicht geschmacklos.

  135. Danke.
    Don Alphonso, erstmal Dankeschön. Für Ihre Texte und für die vielen Freischaltungen, auch wenn ich einiges davon ungern lese.
    Das mit Kaltenbrunn sehe ich ähnlich, ich kenne hier keinen, der freiwillig dort hin geht. Die Einheimischen sind halt etwas skeptisch, wenn einer aus dem Schickimilljö hier auftaucht und was reissen will. Mit Gästen aus Norddeutschland geht man mal hin, zwengs dem Bellavista. Aber auf der Point, mit einer Brotzeit aus dem Rucksack ist’s schon schöner. Oder auf der Galaun, wo noch jeder grüßt.
    Ach „ObjectBe“ seinse gegrüßt. Grüße auch an die alten Haudegen aus dem Büdchen.

    • Es gibt hinter der Schule in Gmund ein wunderbares Bankerl mit Blick, ein weiteres oben am Oberbuchberger Hof – was brauche ich dsa den Käfer?

  136. Im ländlichen Raum ticken die Uhren anders
    Das Beispiel der von Ihnen, DA, beschriebenen Landratswahl beweist für mich vor allem, daß unser demokratisches System unter gewissen, vornehmlich regional bedingten Voraussetzungen noch zu bürgernahen Entscheidungsprozessen fähig ist.
    Ein tüchtiger Kandidat mit heimatlichem Kolorit verweist die Bewerber der etablierten, auf die Machtpositionen im Lande geradezu abonnierten Volksparteien auf die hinteren Plätze.
    Besser könnte es doch nicht sein, wenn nicht das Beispiel der Zustände im RHS den meisten der hiesigen Foristen sogleich vor Augen stünde.
    In der Tat, zwischen einem Landkreis und dem gesamten Gemeinwesen als politischem Raum liegen nicht nur geographische Welten.
    Während an der einen Stelle konkrete Politik und Ausführender klare Konturen besitzen, wird auf der gesamtstaalichen Ebene vieles vom Normalbürger nur noch sehr verschwommen wahrgenommen.
    Wem will man Glauben schenken, dem Spitzenfunktionär oder dem diffusen Raunen aus den Parteigremien. Siehe den Werdegang des tragischen Helden aus Würselen.
    Was bleibt beim Volk haften? In der Regel hinterlassen diese krummen Gestalten eine riesige Glaubwürdigkeitslücke, was sie vice versa mit den sog. Qualitätsmedien gemein haben.
    Bei der Lücke kommt für mich wieder die Heimat ins Spiel. In vielen Beiträgen dieses Seventastic wird „Heimat“ unausgesprochen auch in einen weiteren politischen Kontext gerückt, weil man wohl staatsrechtliche Ausdrücke eher vermeiden möchte.
    Politik findet aber in sehr klar umrissenen Räumen statt. Dementsprechend kennt etwa der antike oder auch der mittelalterliche Sprachgebrauch zumeist für „Heimat“ vor allem Begriffe, denen auch eine politische Dimension innewohnte.
    In einem Land, welches zu seiner Staats- und später Nationalgeschichte seit Jahrhunderten und nicht erst seit 1933 ein so zwiespältiges Verhältnis wie Deutschland hat, besitzt für viele daher der Heimatbegriff einen anheimelnd unbeschmutzten Kern.
    In einigen Großstädten des Nordens ist der vielgeliebte Kiez, eigentlich eine slawische Fischersiedlung, der sprachliche Ableger von „Heimat“ auf dem Lande.
    Tatsächlich ist ein solcher Begriff im Dialog mit anderen oft wenig hilfreich, weil er von jedem inhaltlich anders befüllt wird.
    Oftmals gewinnt man den Eindruck, daß diese Formulierung nur dem Zweck dient, zu sagen, mit denen außerhalb der „Heimat“ will man mehr oder weniger nichts zu tun haben. Insbesondere, weil man jeden Bezug auf das politische Ganze, nämlich Deutschland, tunlichst vermeiden möchte.
    Im übrigen sollte man nicht vergessen, daß solche sprachlichen Konstrukte zumeist aus einer Zeit rühren, als die aktiven Bürger primär eine Eigentümergesellschaft bildeten.
    Auch unter diesem Aspekt werden sich urbanisierte und ländliche Räume weiterhin fremd bleiben, weil auf dem Lande auch heute Eigentum in Gestalt von Grund und Boden noch eine andere Rolle als in der Stadt spielt.
    Überdies wird der von den Migranten ausgehende gesellschaftliche Drück die Kluft zwischen urbanen Räumen und dem Land nochmals vertiefen.
    So wird ein OB mit gänzlich anderen Argumenten und Themenfeldern als ein Landrat seine Wählerschaft ansprechen müssen.
    Ebenso werden die sog. Volksparteien noch mehr Mühe als schon bisher haben, ihre Klientel in Stadt und Land gleichermaßen für sich einzunehmen.

    • Das wird nicht gehen, grosse Städte und Land bewgen sich im Verteilungskampf schnell auseinander. Wohnraum, Abgase, Migration…

  137. Zu Ende
    meine Frau, der ich diesen Text gerade vorgelesen habe, sagte: „Das ist eigentlich ein trauriger Don-Alphonso-Blog. Weil etwas zu Ende geht.“ Ich sitze nun hier und denke darüber nach und dass sie recht hat. Mehr und mehr bin ich überzeugt, dass in diesen Jahren eine Epoche zu Ende geht. Dass es Bayerns Bestem geschieht, wage ich zu bezweifeln. Natürlich, gegen einen Bürgermeister von den Freien Wählern ist grundsätzlich nichts einzuwenden, und im geschilderten Fall ist er in mancherlei Hinsicht vielleicht die bessere Wahl gewesen. Aber dass Bayern bislang relativ unbeleckt vom Händel und Hader der Welt ist, liegt sicher auch daran, dass es der CSU lange Zeit gelang, ein ganzes Parteienspektrum in ihren Reihen zu vereinen und sie alle doch irgendwie auf ein Ziel zu verpflichten. Damit ist es nun vorbei. Wir haben die Freien Wähler, wir haben die AfD, und sie nagen beide recht erfolgreich am Fleisch der CSU. Söder hat noch eine Chance, diese Entwicklung zumindest für eine Weile umzukehren, aber ich glaube eigentlich nicht mehr daran, dass er das ernsthaft in Angriff nimmt. Denn dafür müsste er sich mit Seehofer Schlachten bis aufs Messer liefern. Seehofer ist ja der neuerliche Beleg dafür, dass es in den Untergang führt, Sozialdemokraten zum Chef zu machen. Und das gilt ohne Zweifel für die CSU genauso wie für die SPD. Und so geht halt etwas zu Ende …

    • Es gibt eine Veränderung, und man muss sie beschreiben und gestalten. Das ist alles. Ich werde es tun.

  138. Danke
    Mir macht es nichts aus, wenn ab „Kommentar 520 nicht mehr gelesen wird“. Für eine Schüchterne, wie mich, ist der Platz am Ende der Schlange gut genug. Danke für die schönen Stunden, für Ihre Mühe mit uns, für die zärtlich-bestimmte Leitung der Diskussionen. Sie waren ein excellenter Gastgeber. Und Sie sind bestimmt ein guter „Photograph“ auch…
    Was auch immer mich in Ihrem politisch-literarischen Salon gehalten hat, ich war die ganze Woche traurig, dass er sich ändern soll.
    Welcher Schwächerbegabte auch immer bei FAZ diesen Unfug initiiert hat, wird er schon sehen, was er davon haben wird…
    Ich sehe, Sie sind mittlerweile mit dem nächsten Blogthema beschäftigt. Ich lese das jetzt auch und gebe mich danach wieder der Traurigkeit hin.
    Gute Nacht!

  139. Schau einer an

    Zumindest der Bürgermeister ist von einer Freien Wählervereinigung, beim Stadtrat war die Parteien – Zusammensetzung nicht beschrieben.Also: Überschwemmungsgebiet, Naturschutz und Außennereich, 3 Faktoren, die gegen eine Bebauung sprechen ; dem aber mit 20:0 zugestimmt wurde.

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