Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Feine Leute, von denen man viel erzählt

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Ich brauch Krawatten, und neue Schuh
Georg Kreisler, Der Musikkritiker

Vor ein paar Wochen hatten wir einen erheblichen Abwasserleitungsschaden, und wie es so ist; Am Ende kommt man nicht umhin, den Notdienst zu rufen. Da steht man nun draußen in der Kälte und wartet mit Handwerkern auf den Pumpenwagen einer Firma, die heutigentags führend in Fragen ökologischer Entsorgung ist, und hochgestellten Persönlichkeiten und Institutionen hilft, umweltgerecht zu agieren, und zwar schon in 4. Generation. Es ist kalt im Hof, es dauert, und hier kommt nun das enzyklopädische Wissen meiner Grossmutter um die düsteren Seiten der kleinen, dummen Stadt an der Donau ins Spiel. Meine Grossmutter nämlich kannte auch Generation 1 bis 3 dieser Biodynastie noch aus der Zeit, als diese mim Leiterwagerl aus da Schleifmüi kemman is, um anderen die Kanäle auszuräumen. Alldieweil wusste sie zu berichten, dass der Firmengründer im Altstadt-Amüsierbetrieb namens BaBaLu – damals waren die Bordelle noch in der Innenstadt – in einem rückwärtigen Zimmer nicht allein zu Tode kam. Herzinfarkt. Es gibt belastendes Material über jeden, der hier etwas zu melden hat, und ich habe mir das alles gemerkt, nur falls einer von den anderen mal auf die Idee käme, die Geschichte von meinem Grossvater und dem Blasrohr – das geht Sie nämlich nichts an.

Oder habe ich Ihnen schon die Geschichte von der spätmittelalterlichen Skulptur aus dem Riemenschneiderumfeld erzählt, die jahrzehntelang jeden Sonntag nach der Hausgangreinigung mit dem nassen Schrubber abgewaschen wurde – nein? Nicht? Die Geschichte ist so grauslig und kulturfern, die kann man gar nicht laut erzählen, jedenfalls, es gibt weniger schöne Geschichten aus jedermanns Geschichte, und daran hat die schlimme erste Hälfte des 20. Jahrhunderts natürlich auch ihren Anteil. Die wirklich gute, alte Zeit, die hat es nie gegeben, die Studiertenquote war in typischen Kleinstädten minimal, und das Verständnis von Kultur nicht sonderlich ausgeprägt. Die Klaviernoten eines Vorfahren haben sich erhalten, und es ist erstaunlich viel der Sorte “Heil Dir im Siegeskranz” und “Heiteres zum Tanztee” erhalten. Der Vorfahr konnte spielen. Aber nicht gerade Schönberg oder Schostakowitsch, der am kommenden Mittwoch hier im Konzerverein erklingen wird. Der eine Clan hat es vom BaBaLu zum Bioentsorgungsmittelständler gebracht, der andere von “Geschichten aus dem Wienerwald” auf dem eigenen Piano zu Monteverdi aus dem eigenen Röhrenverstärker. Unsere Welt ist voll mit Erinnerungen über den Weg, den wir gegangen sind. Gestern zum Beispiel, da habe ich auf dem Dachboden des Restaurierungshinterhauses – früher kakerlakenbelastete Mehlkammer, demnächst unter der Hand vergebener “luxuriöser Altbau mit historischen Dielen in der Innenstadt” alte Zeitschriften gefunden:

Da berichtet Film und Frau” 1964 von der Wohnung des Berliner Filmproduzenten R. in Grunewald auf drei Etagen, in der besagter R. arbeitet, Gäste empfängt und mit seiner Frau wohnt. Auf knapp 70m². Ich schreibe das hier gerade um 3 Uhr morgens, weil mir die Vorstellung, nur 70m² Wohn- und Arbeitsraum mit einer Frau teilen zu müssen, eine schlaflose Nacht beschert hat. Und bitte, 1964 hatte der Filmproduzent noch nicht mal eine Alternativwohnsitz am Tegernsee. Wo haben diese Leute damals ihre Gemäldesammlung untergebracht? Was war das für eine Zeit, als eine Zeitschrift für den gehobenen Anspruch verschachtelte Wohnlöcher auf drei Etagen als vorbildlich anpreisen konnte? Ich habe, mich im Bett wälzend, nachgedacht: Der zweite Weltkrieg ist damals noch keine 2 Jahrzehnte vorbei, in Berlin sind immer noch Trümmerberge, gerade erst wurde der Osten eingemauert und offiziell gilt noch immer die Wohnungszwangswirtschaft: So waren eben die Zeiten. Gehobene Ansprüche drückten sich auf kleinerer Fläche als heute aus. Das ist immer so: Denkt man ein wenig nach, geht man etwas reflektiert mit der eigenen Geschichte um, sieht man, dass der Fortschritt besserer Kreise nicht gerade auf einer Rennstrecke stattgefunden hat.

Ein anderes Beispiel von 1965 ist das Buch “München wie es schreibt und isst”, herausgegeben von Georg von Hatzfeld. Niemand würde heute auf die Idee kommen, ein Risotto als etwas Besonderes zu betrachten, aber doch: Auf Seite 161 wird über das Rundfunkrestaurant Mövenpick berichtet, und über jemanden, der ein “Risotto mit Champignons, Steinpilzen, Reis Violon und Tomatenconcasse, gratiniert” bestellt – und dann die Frage aufwirft, ob er wegen dieser Wahl nicht als “Snob” dastünde. Die überbackene, kindertaugliche Reispampe ohne Trüffel von 2018 war 1965 in einem der besten Restaurants einer Metropole noch etwas, das einen überzogen extravaganten Anschein hatte. Währenddessen empfiehlt die Zeitschrift Constanze vom Dachboden im gleichen Jahr gefüllte Würste mit Kartoffelbrei. Und die nächste Ausgabe verspricht ein Loblied auf das Sauerkraut. So war das also Mitte der 60er Jahre mit den gehobenen Ansprüchen. Dazu einen guten Tropfen Moselwein, damals vermutlich noch glykolisiert. Mercedes wirbt historisch schambefreit mit technischer Kompetenz, abgeleitet aus einem 1937 entworfenen Kriegsflugzeugmotor.

Es gibt Kompromittierendes über Alle und Jeden, die eine Geschichte hinter sich her durch die Zeiten schleppen, auch ganz ohne Opa bei der Partei und der gehässigen Tante als Stasi-IM. Allein schon, weil es die wirklich guten, alten Zeiten selbst für die Vermögenden nicht in der scheinbar allgemein gültigen Form gab, in der sie heute gern imaginiert werden: Ein Jacob Burckhardt im Bücherschrank machte keinen zum Historiker, die bei der Säkularisation unter den Nagel gerissene Schnitzerei entsprach nicht der Sammelleidenschaft eines Aby Warburg, und die besseren Salons, nun, die gab es schon, aber Thema waren da wohl mehr die Hinterzimmergeschichten des BaBaLu denn die neueste Inszenierung von Max Reinhardt. Wiener Barock der Familie von 1870 galt mehr als Gelsenkirchner Barock der anderen von 1955. Und ich habe die arge Befürchtung, dass die Familiengeschichten der kleinen, dummen Stadt an der Donau die historische Realität besser repräsentieren, als jene Paradebeispiele deutscher Salontugend vom Weimarer Musenhof den bis zu den Manns, denen es nachzueifern gegolten hätte. Auch in Hatzfelds Schmöker von 1965 wird von einer Elsa von Brabant berichtet, die zu Richard Wagners Melodien als Entkleidungskünstlerin auftritt – so war das früher, als “tout München” kam.

Jetzt habe ich schon so viel über unsereins geschrieben, dass für mein eigentliches Thema kein Platz ist, aber das ist nicht so schlimm, denn es geht um andere. Nämlich Leute ohne diese zwielichtige Geschichtserfahrung. Die gibt es natürlich auch, Armut schändet nicht, aber ist ganz schlecht im Überliefern, weil, so genau wollte das ohnehin keiner wissen. Aber während sich unsereins kulturell eher seitwärts denn nach oben entwickelte, werden wir mit den Ergebnissen der sozialen Reformen der neueren Bundesrepublik konfrontiert: Personen, die vielleicht nicht unbedingt vermögend wurden, aber sich doch im erheblichen Umfang Bildung und Stil aneigneten. Wir treffen auf Akademiker, die nur aus Büchern wissen, was die kanonische Kultur ist, und den Humus, aus dem diese hohe Kultur neben viel Unkraut und Bodendeckern erwächst, gar nicht kennen. Weil das natürlich niemand aufschreibt oder gar öffentlich erzählen würde, was mein Grossvater mit dem Blasrohr angestellt hat. Diese gereinigte Form der kulturellen Bildung strebt nach Höherem und nicht ins BaBaLu. Im Reich dieses akademischen Irrtums herrschte schon immer die französische Küche und nie das Pilzrisotto mit zu viel Parmesan, dort intonierte man immer die Wesendonklieder und nicht “Wenn die Igel in der Abendstunde”, dort hob man mit Kennerblick die Hand im Auktionshaus und räumte nicht bei Pfarrern nach deren Tod schnell die Wände leer. Wie das, weil wir gerade dabei sind, die Grosseltern von der I. gemacht haben, die auch noch stolz darauf waren, aber diese Provinienz oberbayerischer Barockmalerei und der Monstranz im Herrgottswinkel würde die I. heute ganz sicher nicht lesen wollen, glaube ich.

Aber im Ergebnis kommt es dergestalt zu Momenten gegenseitiger Verwirrung. Beispielsweise übernahm ein bekannter Münchner Biokoch vor einigen Jahren ein Lokal am Tegernsee, in dem ich unabhängig vom Pächter ab und zu etwas zu tun habe. Das dort zelebrierte Ritual war in seiner Dialektik aus Wirtshaus und Luxus nicht wirklich das, was ich mir privat antun würde. Aber ich entnehme Berichten von selbsternannten Feinschmeckern aus München, dass man dort zu sein hatte, und genau diesen Mischmasch aus Regionalität und Weltoffenheit gut finden musste. Mit meiner Ablehnung von Opern mit Regietheaterinszenierung stoße ich immer wieder Leute vor den Kopf, die als erste in ihrer Familiengeschichte Karten für Bayreuth ergattern und sich überhaupt nicht erklären können, wieso ich mit dem Gärtnerplatztheater sehr zufrieden bin. Ich komme aus einer Familie, in der potenzielle Schwiegertöchter abgelehnt wurden, weil sie den Apfelstrudel nicht zu bewundern bereit waren, und kann mich nun von hochnäsigen Adabeis, zu deren Taufe Leberkässemmeln serviert wurden, belehren lassen, dass ihr angemieteter, persönlicher Ernährungscoach Zucker für hochproblematisch hält. Universalgelehrtheit ist heute nicht einmal mehr in der immer weiter wuchernden Kulturgeschichte möglich: Trotzdem kommen aus dem akademischen Betrieb Leute, die dann wenigstens im Internet aller ´Welt – fast immer anhand von Kunst, die sie selbst gar nicht besitzen – erklären wollen, wie gut sie sich auskennen, auch wenn hinter dem Fachwissen erst einmal ein reichlich banaler Griff ins Buchregal steht. Es gibt so vieles, was man wissen und kennen müsste, und es ist so unendlich leicht, diese Ansprüche an andere zu stellen. Diese “wie wir alle aus dem Briefverkehr zwischen Hannah Arendt und Martin Heidegger wissen”-Gelehrsamkeit ist ein wenig viel für ein Bürgertum, das in der Realität allenfalls die Briefe der Lieselotte von der Pfalz kannte, und die Briefe der Gefährlichen Liebschaften, Und es gibt diese “wenn 90% der Zuschauer in der Pause gehen, ist es gut”-Haltung, mit der momentan die Münchner Kammerspiele auffallen. und die dann prompt von kunstsinnigen Panegyrikern verteidigt werden, das sei halt jetzt so.

Vielleicht tue ich da vielen Unrecht, aber mir fällt diese Verachtung für unsere, sagen wir mal, gehobene Relativkultur besonders oft bei jenen auf, die ansonsten gern betonen, dass sie aus Arbeiterfamilien oder einfachen Verhältnissen kommen, und sich in ihre Sphären hoch gebildet haben – die reden dann auch gern von Klassismus. Oft habe ich tatsächlich nicht den Eindruck, dass diese akademische Schicht, die man in meinen Kreisen als “brotlos” bezeichnet, finanziell besonders gut geht. Aber darum geht es nicht. Es geht um die Definition von neuen kulturellen Standards, die so ein gängiger Sparkassendirektor oder eine Ärztin mit normaler Arbeitszeit gar nicht erreichen kann. Und es geht um die philosophischen Normen, die nur schwer in Einklang mit den Dünkeln, weniger lichten Seiten und Unbildungen der real existierenden Bordschwahsie Bouorgewous Burscheoisi feinen Leuten zu bringen sind. Bürgerliche Tugend ist eher, den Mund zu halten aus Sorge, sich mit Unwissen bis auf die Knochen zu blamieren, und neuen Stoff für gehässige Anekdoten zu liefern. In diese Lücken der Stille stossen jene, die glauben, es gäbe beim ökonomisch verrammelten Tor zum sozialen Olymp auch noch einen intellektuellen Nebeneingang.

Ich habe da so meine Zweifel. Tradition, so fragwürdig sie auch sein mag, ist sicher nicht alles, aber man merkt schon den Unterschied des eigenen Clans zu jenen, die sich von ihrer Sippe gelöst haben, und nun ganz nach oben wollen. Dorthin, wo unsereins sicher nicht ist, wenn er, 400 Jahre Baugeschichteim Rücken, den Handwerkern in einer kalten Winternacht über ein kaputtes Rohr hinweg die Geschichten der feinsten Kreise aus weniger feinen Zeiten erzählt. Wir sind so. Die anderen sind anders. Das muss man trotz Bildung leider so sagen. Dazu gehört man erst, wenn der Urahn Geschichten geliefert hat, die am über einem verstopften Rohr erzählen kann.


1.391 Lesermeinungen

  1. Dank...
    … für viele Jahre guter Unterhaltung. Verzeihen Sie mir bitte, wenn ich die Kommentarspalte für Sentimentalitäten missbrauche.

    Ihre Verlegenheit

    • Gern geschehen.

    • bald ist keiner mehr da der eine eigene Meinung so gut in Worte fassen kann
      war zu erwarten . ist halt keiner mehr mit Rückrat da der noch etwas zu entscheiden hat . Traurig für die Faz . Zitat : Vielmehr wolle die Zeitung die Blogplattform durch frische Angebote beleben – Scherz ! Die aktuelle Situation hier in diesem Land war dann wohl doch zu gut beschrieben und das Zulassen der Kommentare von denkenden Menschen geht ja schonmal gar nicht . Danke Don Alphonso für die vielen Jahre und die immer anregenden Zeilen und die dazu passenden schönen Bilder . Ab jetzt halt keine Faz mehr

    • Es wird sicher interessant sein zu sehen, was es da neben Schach, Bier, Studenten und anderen Special Interest Themen noch geben wird. Bedenken Sie bitte, die bessere Gesellschaft ist ja auch so eine spitze Zielgruppe.

    • Alles hat ein Ende nur die Wurst hat drei
      Reichhaltigkeit der Perspektiven war der Reichtum der STÜTZEN und von DEUS – und die schärfere Polarisierung der Verzweiflung, wie man den gesellschaftlichen Karren aus dem Dreck bekommt, macht die Diskussion schwieriger.
      Genauso wie es linksgrün phrasendreschende Sozialromantiker und abgedrehte Extremfeministinnen gibt, gibt es auch den komplementären niederbelichteteten rechtsdrehenden Grantler, ein Typus, von dem leider nicht wenige bei Don Alphonso aufgeschlagen sind, und die Lesbarkeit der Kommentare beschränkten.

      Die grösste aktuelle Gefahr einer gewinnbringenden gesellschaftlichen Diskussion sehe ich in dem Technik-Overkill der modernen Medien, schnelle, radikale, aggressive Statements, die eine nüchterne Abwägung der Handlungsoptionen vor lauter Beiss- und Abwehrreflexen extrem erschweren.

      Die massgeblichen Akteure sind oberhalb des ganzen Mediengezerfes angesiedelt – und das „Volk“ kreischt wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen.

      Dieselgift, Vermögenssteuer, Migration, Staatsverschuldung – man kann sich nach Belieben aufregen – und es wird völlig folgenlos verpuffen. Korporiertes Wirtschaftswachstum sticht alles.

      Mal schauen, wo Ihr Blog, Don Alphonso, weitergeht – es war – nicht zuletzt durch die repräsentative Netzadresse, eine der spannendsten Adressen zwischen Buch und Tweet.

      Dieser Abschiedsgruss aus dem „Rebellmarkt“ hat einfach auch an diese Stelle gut gepasst; es waren schöne Jahre, viele gewinnbringende gedankliche Anregungen und nicht wenige herzhafte Lacher. Herzlichen Dank!

      Ich denke, der Verlust wird auch für die FAZ schmerzlich sein.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleibe neugierig auf die Zukunft.

    • Danke, aber es gibt keinen abschied, Leuteb wie mich kann man immer irgendwo brauchen. Ich bin Söldner, gerade jetzt ist dafür eine gute Zeit.

    • Danke sehr
      Sehr geehrter Don,
      danke nicht nur für die vielen guten Texte und klugen Gedanken sowie das Lesevergnügen, das große!
      Sondern auch wie Sie mit dieser Sache umgehen. Da kann sich so mancher ein Beispiel… und etwas mehr Gelassenheit und Anstand kann der gesamte Diskurs gebrauchen.
      Alles andere ist längst von anderen gesagt (jaja, der gute große Valtentin: nur noch nicht von allen).
      Auch von mit herzlich alles Gute!
      Viele freundliche Grüße aus Berlin – azur

    • Danke, wir bleiben uns ja hoffentlich erhalten.

  2. Danke
    Lieber Don,
    wir haben Ihnen vergnüglich e Stunden zu verdanken, kleine und große Höhenflüge, Betrachtungen mit wunderbaren Perspektiven. Danke und tauchen Sie bald wieder dort auf, wo man Sie schätzt.

  3. Werter Don,
    mal wieder stelle ich mir die Frage: „Merken Ihre Leser eigentlich, dass Sie sie abgrundtief verachten?“

    • Ich hasse alle Mensachen gleich, das habe ich schon immer gesagt.

    • Der werte Don hält es mit Johann Nepomuk Nestroy
      „Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab‘ mich noch selten getäuscht.“ :-)

    • Ich habe die KKunstfigur eefunden, ich weiss genau, wie übel sie ist!

    • Ein wenig Misanthropie schadet nie...
      …vor allem, wenn sie unterhaltsam dargebracht wird.

      Sonst hält man den ganzen Irrsinn der Welt doch gar nicht mehr aus.

    • @Bert
      „Colonel Pickering behandelt ein Blumenmädchen wie eine Lady.”
      „Und ich behandle eine Lady wie ein Blumenmädchen!”

      (My Fair Lady von George B. Shaw, seines Zeichens glühender Sozialist)

    • Titel eingeben
      Der Mensch ist böse und die Welt ist schlecht.

    • Abgrundtiefe Verachtung
      doch, der Leser merkt es, zumindest einer. Und der hat ähnliches erlebt, denkt ähnlich wie der Don und verachtet viele Lesermeinungen. Besonders die, die den intellektuellen Nebeneingang benutzen müssen und denken, es sei der Haupteingang.

    • Mit den Herzen lesen, besser leben.
      Ach @Bert,

      lernen Sie lesen. Mit Verstand und Herz.

      Wenn Sie das wärmende Feuer im Don nicht nicht spüren können, dann haben sie weder hoch oben, noch tief unten wirklich gelebt.

      Don, danke!

      Und bitte schreiben Sie weiter, von ganz oben das doch meist ganz unten ist.

    • das ist doch
      hate-think

    • und „problematic speech“.

    • Danke
      Wenn schon Nestroy, dann:
      Der Mensch an und für sich ist gut, aber die Leut‘ sind ein Gesindel.
      .
      Danke an den Don. Ich habe einiges gelernt hier, nicht nur kunstgeschichtliches.

    • Ich habe zu danken.

    • Titel eingeben
      Natürlich. Wir merken und wir mögen es. Weil wir den gleichen Blick teilen.

    • Titel eingeben
      Selbstverständlich
      aber das ist doch eine unerhebliche Nebensächlichkeit.

      Es geht nur darum auf vergnügliche Weise für sich selber Gewinn daraus zu erzielen, und sei es nur der Spaß den mir die Artikel von Dom Alfonso bereiten

      Allein für seine ewige Anregung zu versuchen doch noch einmal mit dem Rad zu fahren bin ich dankbar. Und auch dafür den Unterschied zwischen Tegernsee bzw Ammee zu meiner Wohnung, von der aus ich während ich hier schreibe vom Sofa über die Felder schaue
      und trotzden auf der anderen Seite das Hochhauses die Haupteinkaufsstrasse habe
      und wenn, ich keine Berge mit dem Rad erklimmen müsste sondern in den nahe gelegenen Wäldern ebenerdig fahren könnte, noch mehr zu schätzen.
      Kurz und gut, ich möchte dort nicht wohnen und nach Italien möchte ich auch nicht, mein Bruder fragt mich oft ob ich nicht mit ihm segeln möchte, sein Boot liegt bei Florenz.
      Aber wem das Spaß macht, warum nicht.

      Mir machte die gelegentliche Überheblichkeit meines verstorbenen Freudes sehr viel Spaß, warum sollte es mir also bei Don Alphonso keine Spaß machen ?
      Als er damals eineThema zu einer Doktorarbeit in Medizin ablehnte ( er war auch Mathematiker und Dr. Phil) so viel Selbstachtung sollte man schon haben, das man für einer Doktorarbeit länger als 4 Wochen benötigt.

      Oder
      Diese „wie wir alle aus dem Briefverkehr zwischen Hannah Arendt und Martin Heidegger wissen“-Gelehrsamkeit….
      Mir sagte damals ein Rechtsanwalt den ich sehr achtete das er sich nun durch alle 25 Bände Hannah Arendt durchgearbeitet hätte.
      Mir sagt der Name Hannah Arendt nichts und so fragte ich meine Freund nach Hannah Arendt
      Er würde den Namen nicht kennen…… Und daran, das er den Namen nicht kennt könne ich erkennen das es auch nichts sei.

    • Werter Bert!
      Da Sie es gemerkt haben, verraten Sie uns doch bitte wie sich das anfühlt, wenn man so verachtet wird! Werden Sie dem Autor gleichwohl die Treue halten?

    • Ich weiß auch noch einen Spruch, aber einen tröstlichen:
      „Jeder schließt von sich auf andere und bedenkt dabei nicht, dass es auch anständige Menschen gibt.“ (Der brave Soldat Schwejk).

    • Titel eingeben
      Ach, der Herr Alphonso zitiert den Kinder- und Hundehasser?

      Zum Artikel: Ja, es ist leider so, daß Aufsteiger aus Arbeiterklasse oder kleinstbürgerlichen Verhältnissen mit aller Gewalt ihre Wurzeln vergessen wollen, sich zur Burschahsie zählen wollen, aber doch nur eine Bauchlandung in der Boheme machen. So baut man keine Familientradition auf (die zur Bürgerlichkeit gehört) – doch ist es nicht gerade jetzt der Zeitpunkt, eine noch nicht vorhandene Familientradition zu begründen? Man muß eine Kontinuität einbringen, eine Linie. Ansonsten studieren die Kinder später Kunstgeschichte (oder schlimmer Genderwissenschaften) und die übernächste Generation landet wieder im Proletariat. Dann blickt sie zurück und schwärmt von längst vergangenen großartigen Zeiten, anstatt den Blick nach vorn zu richten und auf den Vorleistungen der Familie etwas eigenes aufzubauen, diese quasi zu erweitern.

  4. ich fange mal kalt an....
    wie gehts denn weiter???

    • Das wird sich noch früh genug zeigem, aber wer weiss schon, was morgen ist? Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?

  5. das war's
    grad les ich ausgerechnet im berliner (!) tagesspiegel, daß don alphonso von der faz gefeuert wurde, da erscheint ein neues, letztes blog? darüber wird man also in der faz nichts lesen dürfen?

    • Tja, so ist das. Das hat manche überrascht. Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?

    • Tagesspiegel
      Niedlich, wie der obligatorische Hetzer Southcross, in der Kommentarspalte, bei dem Thema, mal wieder Schaum vors Maul kriegt.

  6. Wer hat an der Uhr gedreht… ist es wirklich schon so spät?
    Stimmt es, stimmt es, dass es sein muss.
    Ist für Sie hier wirklich Schluß?

    Es waren vergnügliche Stunden hier im Salon. Und ich möchte in aller Form meinen Dank aussprechen. Für die Recherche. Für das Unbequeme. Und für Geschichten wie diese. Diese Geschichten werden wir alle hier an dieser Stelle vermissen. Wie wir auch die Mit-Diskutanden vermissen werden.

    Godspeed, Don Alphonso, Godspeed!

  7. Hausgangreinigung
    am Sonntag?

    Ich bin schockiert.

  8. Titel eingeben
    Ihr Blog wird eingestellt? Habe ich das richtig mitbekommen? Bin entsetzt !

  9. Dankeschön
    Das ist mein erster Post. Ich wollte einfach sagen: „Hab mich wohlgefühlt für manche Stunde, manchen Tag …“ (Text v. Hannes Wader).

  10. Wei sehr würde mir fehlen ...
    Wie immer: Mit Vergnügen, mit Freude, mit Dank gelesen.

    Wir sehr würde mir fehlen, ich könnt dies nicht mehr.

    • Nein, sie werden es schon finden, keine sorge. Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?

  11. Titel eingeben
    Auf Wiedersehen verehrter Meister, auf Wiedersehen in einem anderen Blog, in einem anderen Blatt.

  12. Ein Detail Ihres Textes
    Im Moselwein wurde nie Glykol nachgewiesen! Das war woanders – in von Ihnen gerne gepriesenen Landschaften.
    Ich gestehe allerdings zu, daß die vom Spezialministerium in Mainz regelmäßig freigegebene Naßzuckerung auch nicht das „Gelbe vom Ei“ war. Und hin und wieder bin ich mit meinem FIAT millecento auch über außerordentlich verlegte Wasserleitungen gerumpelt – abgesehen vom „Cuvée“-Zukauf in moselfernen Regionen.

    • Ich treue keinem Winzer, aber natürlich: Die Ösis waren es!

    • Wer wird denn so plump sein?
      Zu Zeiten meines bundesdienstlichen Aufenthaltes in der Pfalz gab es da auch kein Glykol – aber jeden Spätsommer / Herbst die großen Tanklastzüge aus Italien…

    • Kalte Winter
      gab es auch etwas südlicher an der Nahe…
      zumindest ist keiner beim Saufen erfroren.

  13. nach neun jahren
    schreibe ich das erste mal einen Kommentar.
    Schade das sich die FAZ dafür entschieden hat, Ihre Autorentätigkeit einzustellen. Ich selbst komme aus der Arbeiterklasse und konnte ohne klassenideologische Betrachtung Ihren Texten gut folgen. Ich habe das Gefühl, daß Ihre Texte von allen Seiten, die sich darin wiederfanden, adaptiert wurden ohne wirklich zwischen die Zeilen zu hören…
    Ich werde weiterhin Ihren Blog bei den „Rebellen“ verfolgen….
    Vielen Dank für die vergangenen Jahre…

  14. pardon
    Don Alphonso verzeihen Sie mir den Schwenk aus aktuellem Anlass in ganz andere Richtung. Dies las ich heute mit Schrecken „Via teilt FAZ.net mit: „Die Seventastic von Don Alphonso laufen seit vielen Jahren. Jetzt wird es Zeit für Neues. Wir wollen die Blogplattform wieder stärker als Experimentierfeld für neue journalistische Formate nutzen, d.h. kreativen Ansätzen größeren Raum geben, auch häufiger neue Themen ausprobieren.“

    Was stimmt daran? Gefeuert? Ich dachte es gibt Vertraege. Bitte klaeren Sie uns alle auf.
    Danke.

    • es ist kompliziert und wenn ich etwas Konkretes sagen kann,.werde ich es tun. Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?

  15. DeR.
    Wo finde ich Ihren Blog in Zukunft?

    • Erst mal weiterhin hier und ansonsten bin ich so laut, das können sie gar nicht ignorieren.

    • Deutsche Randgebiete
      Danke. Bei Albstadt weiss ich es nicht. Aber Oberschwaben war mal unter Österreichischer und Schweizer Regentschaft. Historisch interessant wäre auch die Donauföderation. Vielleicht sollten sie mal darüber schreiben. Wir werden sie finden.

  16. Neuigkeiten
    Werter Don,
    in den Kanälen im Internet (tagesspiegel, meedia) habe ich gehört, dass die FAZ die Zusammenarbeit mit Ihnen beenden möchte.
    Dies finde ich sehr schade. Alles Gute für die Zukunft und danke für die querdenkerischen Beiträge.

  17. Tschüss
    Ihnen vielen Dank und alles Gute, Tschüss FAZ ohne gute Wünsche.

  18. Nett...
    Und ich denke nicht, dass sich die Feuiletonisten des Mutterkutters diesen Ihren Blogbeitrag hinter den Spiegel stecken werden!

    • Das bezog sich recht konkret auf eine frühere PR-autorin und eine angebliche Buchschreiberin, die aber irgendwie kein Werk vorweisen kann, bei Twitter aber sehr kunstsinnig tut.

  19. Titel eingeben
    Die „Frankfurter Allgemeine“ baut ihre Blogplattform um. Dabei trennt sich die Zeitung auch von Don Alphonso. (Meldung Tagesspiegel)
    Ist das wahr???

    • Was ist schon Wahrheit im Blog einer Kunstfigur? Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?

  20. gääähhnnn...
    Werter Don,

    mit Verlaub, Ihre Texte werden immer belangloser.

    • Das waren sie schon immer.

    • @Don
      Nein! Genau so wenig, wie man z.B. auf einer Beerdigung über die neue alte Regierung diskutiert. Das gehört sich einfach nicht.

      Heute sind SIE das Thema! Und Ihre etwas bemüht metaphorischen Einlassung hier fand ich für meinen Geschmack schon sehr lau. Zumal wenn man sich in Erinnerung ruft, wie emphatisch Sie immer Ihre Freiheiten und das GROSSARTIGE Arbeitsklima bei der FAZ gelobt haben. Ein KLEIN wenig mehr Sickigkeit und Biss hätten Ihnen zur Wahrung Ihrer Selbstachtung da meine ich schon ganz gut zu Gesicht gestanden.

    • Es war ja auch sehr angenehm, das ist nicht zu bestreiten. Der abschluss ist eine andere Sache, aber ich laufe auch keinem nach. Ganz einfach.

    • @Werner
      Sehe ich anders. Es sieht immer besser aus, wenn man sowas in Würde zu Ende bringt (stiff upper lip). Lieber zuviel Loyalität als zu wenig. Lieber derjenige sein, dem Unrecht getan wird, als derjenige, der Unrecht tut. Ist kurzfristig blöd, aber hilft langfristig beim „in-den-Spiegel-Schauen-können“.

      Im Übrigen: Revenge is best served cold… warten wir ab, wer in zwei Jahren die nun getroffene Entscheidung mehr bereut…

  21. Es ist schwer
    in diesen Tagen ein Polyhistor zu sein, oder dieses Ideal anzustreben. Lieber DA, Sie haben es auf den Punkt gebracht und damit sicherlich einige Leute vor den sehr irritiert. Sofern die überhaupt verstanden haben worum es geht.

    Herzliche Grüße aus dzt noch Wien

  22. Zwielichtige Geschichtserfahrung
    Nun dies ist nicht nur den höheren Kreisen vorbehalten. Ich erlaube es mir, dies als Mitglied eines altehrwürdigen ostfälischen Bauerngeschlechts zu sagen. Als mein Bruder vor zwei Jahren die alte Jauchegrube wegbaggern ließ, waren wir bestens vorbereitet. Parteiabzeichen, Pistolen, Hakenkreuzflaggen und all die schönen Jagdwaffen. 1945 müssen sie wirklich die Hosen voll gehabt haben.

    • Ich habe mal in einem oberbayerischen See getaucht, Sie machen sich ja keine Vorstellung, was da alles war!

    • ......
      Mein Urgroßvater war Archivar unserer Gemeinde, sie glauben gar nicht was es da für stolze Fotos mit dem rechten Arm gibt…..von sehr honorigen Leuten.

    • alte Parteiabzeichen, etc.
      Ach, „die Nazis“ sind nicht vom Mond gekommen? die wurden vom deutschen Volk gewählt? und unterstützt?
      Sieh an. Wer hätte das gedacht.

    • Rechte Hand zum Grusse
      Lieber Herr Gruber, es ist ein wichtiges Detail der Geschichte, dass der sgenannte „Hitlergruss“ der ehemalige amerikanische Fahneneid „Pledge of Allegiance“ war, der in dieser Form im 19. Jahrhundert von dem amerikanischen Sozialisten Francis Bellamy eingeführt worden war.
      Der Gruß wurde deshalb auch „Bellamy Salute“ genannt.
      Der Sinn der Handbewegung ist es, während des Abspielens der Nationalhymne auf die Landesflagge zu zeigen.

      Der Bellamy Salute wurde von vielen Nationen und eben auch von den Nazis kopiert.
      Deshalb tut man Queen Elisabeth II. oder den französischen Sportlern beim Einzug 1936 in das Berliner Olympiastadion genauso Unrecht, wie den Amerikanern, die diesen Gruß beim Vorüberdefilieren an den aufgebahrten Toten der Hindenburgkatastrophe entrichtet haben. Die haben nicht den „Hitlergruß“ gezeigt, sondern ihren eigenen „Bellamy Salute“.

      In Deutschland wurde der Gruß (zusammen mit der Grußformel „Heil Hitler“) durch den Harvard Absolventen und „Nazipianisten“ Ernst Sedgwick-Hanfstengel, Grossneffe des amerikanischen Unabhängigkeitskriegsgenerals John Sedgwick, und PR-Berater von A.H. eingeführt. Hanfstengl hatte ihn sich angeblich bei Cheerleadern der Harvard University abgeschaut.

      Ernst Sedgwick-Hanfstengel, genannt „Putzi“, setzte sich während eines Lufhansafluges nach Madrid bei einer Zwischenlandung in Zürich in die Schweiz ab, weil er fürchtete, dass die komischen Gesellen, die ausser ihm in der Maschine saßen, Gestapo Agenten im Auftrag seines Erz-Widersachers Heinrich Himmler waren, die ihn während des Fluges aus der JU-52 werfen könnten.

      Es stellte sich hinterher heraus, dass alle Flugpassagiere ausser Hanfstengel tatschlich Gestapo-Agenten waren.
      Die saßen aber im Auftrag von A.H. drin, der sich damit einen Jux erlauben und Hanfstengl Angst einjagen wollte. Zumindest dieser Jux scheint ihm damals geglückt zu sein.

      Hanfstengl wurde dann PR-Berater von Franklin D. Roosevelt.

      Die Amerikaner änderten ihren Bellamy-Salute nach ihrem Kriegseintritt 1941 in seine heuitige Form: „Hand aufs Herz“ .

    • kdm
      Lieber KDM, sind Sie ein Fan von Donald Trump?
      Warum fahren Sie nicht hin und setzen ihn ab?
      Haben Sie den Seehofer oder die von der Leyen gewählt?
      Warum sind oder werden die dann Minister?

      Richtig: Minister werden ernannt, nicht gewählt und so war es damals auch mit dem „schwächsten Mann im Staat“, dem Regierungschef, dem Reichskanzler, der wurde wie alle anderen Minister vom (gewählten) Reichspräsidenten ernannt. Gewählt hat Adolf H. damit niemand, schon garnicht das Volk.

      Der Kanzler A.H. konnte übrigens wie 26 andere vor ihm zu jeder Zeit entlassen werden. Warum sollte er deshalb zu irgendeiner Gefahr werden?

      Das wurde er durch den Artikel 51 der Weimarer Verfassung, der besagte, dass der Reichskanzler „in Fällen der Verhinderung des Reichspräsidenten“ dessen Amt mit allen Rechten und der Macht, die der Artilkel 48 mit seinen Ausnahmegesetzen diesem Amt verlieh, „vorübergehend“ übernimmt.
      Als Hindenburg starb, war er „verhindert“.

      Was „vorübergehend“ bedeutete, war nirgendwo definiert, aber so wurde A.H. zum mächtigsten Mann in diesem Staat, noch mächtiger, als der Kaiser, den man unter dem Druck der Hungerblockade durch einen mächtigen Präsidenten ersetzt hatte.

      Absetzen konnte ihn jetzt keiner mehr, aber das Wichtigste war: Er stand auf den Füssen einer Verfassung, die von Polizei, Geheimdienst und Armee geschützt wurde.

      Hätten Sie damals versucht, ihn zu beseitigen, wäre Ihnen das Gleiche passiert, als würden Sie heute versuchen,Trump zu beseitigen. Und niemand, wirklich niemand auf der Welt würde Ihnen helfen.
      Denn ob man ihn mag, oder nicht, Trump steht auf dem Boden einer demokratischen Verfassung, so wie A.H. damals.
      Nur: Trump wurde gewählt. A.H. nicht.

      Wäre damals ein KPD Mitglied Kanzler gewesen, wäre der zum Diktator geworden.
      Er hätte nur die kriminelle Energie haben müssen, eine Gesetzeslücke zu missbrauchen.
      Aber die hatte eben ein anderer.
      Den Rest kennen Sie.

    • Hitlergruß
      Nein, den Gruß hat er sich angeblich bei Wagner-Opern abgeschaut. Wie so vieles.
      Quelle gibts nicht, das hab ich nur irgendwann mal in irgend einer Monographie aufgeschnappt.

    • Titel eingeben
      Ernst Sedgwick-Hanfstengel, Grossneffe des amerikanischen Unabhängigkeitskriegsgenerals John Sedgwick,

      Mit Edie Sedgwick, Selbstmörderin aus der Warhol Factory verwandt? Irgendwie ist die echte Elite ein überschaubarer Kreis der sich lange lange hält. Über Jahrhunderte.

  23. Danke für die schönen Texte
    Irgendwie, irgendwo, irgendwann ist immer mal wieder das Ende erreicht – in diesem Fall wohl das Ihrer Kolumne.

    So bedauerlich ich das finde, so gern habe ich sie, inklusive all der freundlichen und mehr oder weniger kodierten Seitenhiebe auf das Berliner Paralleluniversum, gelesen.

    Und ich möchte meiner Hoffnung Ausdruck geben, Sie mögen anderswo weiterhin schreiben, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist.

  24. Sonst ist es nicht bunt
    Unerträglich! Ich hoffe, an dieser Stelle erscheint in Zukunft ein experimenteller Blog von Anke Domscheit-Berg über geflüchtete Transgender auf Tinder! Sonst ist es nicht bunt!

    • So etwas in der Art wird schon geplant, schauen sie mal nach tinido bei Twitter.

    • Leute, von denen man einst...
      …nichts mehr erzählen wird.

    • Ich hab geschaut. Und festgestellt,
      dass ich das nicht brauche.

      *Hier* war mir schon manches zu schnell, und zu schnell outdated.
      Und ich habe auch kein ADSH. Das dort ist einfach eine Spielwiese kurzfristiger Ideen und Eitelkeiten.
      Ob all die follower wirklich mit zur FAZ zögen? Ich wage es zu bezweifeln.

    • @ Aufstand der Anständigen und alle Gleichgesinnten
      Also ich bin auch hier raus. Kopiere gerade alle Texte, die ich im Mutterkutter geschrieben habe, waren ne ganze Menge (ist ’ne Heidenarbeit, Seite für Seite, über 130 S.), will sie nicht verlieren, vielleicht kann man sie ja nochmal brauchen. Danach bin ich fertig für die Deregistrierung. Wenn der letzte DON ALPHONSO-Blog hier durch ist, dann bin ich auch raus.

      Traditionsblatt von Feminismus-Kindergarten gekapert. Die denken ihnen kann nix passieren. Mit mir verlieren sie ja nur einen Leser. Macht ja nix, oder? Nun, bei dem einen wird es nicht bleiben. OK, sie leben von der Werbung. Aber eine Zeitung ohne Leser? Wie soll das gehen?

      Na was soll’s. Aber ich denke, das wird denen noch ganz bös auf die Füße fallen. Sie verlassen sich in wirtschaftlicher Hinsicht auf die große Tradition des Blattes und spucken ihr dabei geradewegs ins Gesicht. Das kann nicht gutgehen. Sie verraten punktgenau ihre eigene Leserschaft, stellen sich diametral zu ihr auf. Wer so gegen den Stachel bürstet kommt unter die Räder.

      Mit den Feministinnen geht es nur so lange wie der Mann es sich gefallen lässt. Die bauen immer auf dem auf was Männer zuvor erarbeitet haben und reißen es sich dann unter den Nagel. Natürlich unter ausgeprägtester Zurschaustellung demonstrativer Undankbarkeit. Schwestern, wenn Ihr meint jetzt zu triumphieren, wisst Ihr was? Das Eis schmilzt unter euren Füßen und ihr merkt es nicht mal. Wenn Ihr wüsstet wie arm Ihr dran seid.

      Da ist weltweit eine Trendwende im Gange und die wollen es einfach nicht wahrhaben, wollen diesem ganzen untoten, abgehalfterten linksgrünen Müll noch Leben einhauchen. Sie schlachten lebendige Menschen um damit ihren Zombie zu füttern. Viel nützen wird das aber auch nicht.

      Wartet mal ab was der Kosmos mit Euch Übergeschnappten machen wird!

  25. Don, ach lieber Don...
    …ist es das gewesen – Ihr Epilog? Dem „Tagesspiegel“ – ausgerechnet dem!- entnahm ich Ihren baldigen Abschied von der FAZ. So sehr enttäuscht und nicht in der Lage, mich nur annähernd zu Ihren stilistischen Höhen aufzuschwingen, sage ich DANKE – danke für diesen Text und alle vorherigen, die mir den trüben Alltag versüßten. Unvergessen Ihre glänzende Reportage vom Willkommenstaumel am Münchner Hauptbahnhof Ende 2015: Damals noch eine einsame Stimme gegen den Mainstream, aus heutiger Sicht eine geniale Prophetie. Dies ist mein erstes Posting in Ihrem Blog, viele Jahre habe ich nur mitgelesen und die eigene Meinung als nicht publikationsreif zurückgehalten. Ich bin allerdings auch einer von der Sorte, denen immer Ihre Verachtung galt: Aus’m Osten, demnächst im RSH ansässig und dafür noch eine Wohnung im Münchner Süden veräußert… Da staunen Sie, was? So was gibt’s tatsächlich! Und dazu noch relativ alt, weiß, heterosexuell und was heute sonst noch so alles des Teufels ist. Trotzdem muss es jetzt hier raus, bevor es zu spät ist: Danke Don, nochmals danke und verstummen Sie nicht! Wir, die von der Prantlhausener Postille et aliis nicht mehr erreicht werden, brauchen Sie! Sorry für den weinerlichen Einschlag, aber mir ist gerade so… Alles Gute, Don!

    • Nein, ich schrfeibe hier erst mal ein paar Tage weiter.

    • Viel Glück
      wünsche ich Ihnen. Als Leser des Seventastic wissen Sie ja, auf was Sie sich einlassen, also wird es zumindest keine so großen Erwartungen geben, die enttäuscht werden können.
      Aber eine Wohnung in München dafür veräußert…
      Wenn das mal kein Fehler war. Denn wenn nach goodnights Prohezeiiungen die unaufhaltsame ausdifferenzierung abgeschlossen ist, sollten sie sich nicht wundern, wenn es dereinst eine Grenze zwischen diesen beiden Metropolen gibt. Eigentum wäre da als Rückfahrticket sicher nicht schlecht…

  26. Titel eingeben
    Ich habe hier immer gerne mitgelesen, nicht kommentiert aber nun zum Ende hin möchte ich mich wenigsten einmal solidarisch melden und als geborener Bauer die feine Andeutung des Don mit plumpen Fakten hinterlegen:

  27. Titel eingeben
    Ein wenig rastlos klingt Ihr Text, lieber Don, aber mit vielen herrlichen Glanzpunkten, danke dafür. Bleiben Sie uns erhalten. Beste Grüße und einen schönen Abend

  28. Leichtigkeit
    Wieder mal elegant und leicht locker parliert. Merci vielmals für die amüsante Plauderei, macht Freude beim Lesen.

  29. I'm all out of heroes, man. Guys like you are in short supply.
    Was eigenes gründen. Zusammen mit anderen. Mit dem gleichen kulturellen und intellektuellen Hintergrund.

    Das, was Ihre nun ehemaligen Chefs konnten, dass können Sie alles viel besser.

    Nicht mehr versuchen, andere zu überzeugen, die nix mehr verstehen wollen.

    Nach vorne laufen, mit denen, die verstehen.

    Will see you

    • Ich habe vor ein paar Jahren ein Buch über Seventastic gemacht,m zwei Teilnehmer freuen sich heute sehr, Das war mir eine Lehre.

  30. Danke!!
    Vielen Dank für die vielen guten Texte; ich habe oft herzlich darüber gelacht, wie sie gewisse Leute mit der Peitsche ihres Intellekts geknechtet haben! Ich versuche mir die Hoffnung zu bewahren, dass Menschen wie sie doch die Mehrheit – nicht ökonomisch – der Gesellschaft stellen. Ohne Dogmen den Bullshit der Linken und Rechten klar benennen, davon gibt es viel zu wenig! Ich hoffe, sie werden an anderer Stelle weitermachen!

  31. Die Iden des März?
    Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.

  32. Adios und vielen Dank
    Lieber Don Alphonso,

    ganz herzlich bedanke ich mich für Ihre Klarheit, Verspieltheit und Gedankenfreude. Für Bloßlegungen (möge Meister Maas in der H… schmoren) und Hochhebungen (Ihr Beitrag zum Ableben der Nr.1 war ein herzergreifendes Gedicht).

    Sie haben mir geholfen viele Windungen freizubrennen, danke.

    Schön, dass der angekündigte Artikel über die Yogatanten nicht zustande kam.

    Herzlichen Gruß
    Ihr Ashtanga-Mattenschnüffelschwein

    PS: die FAZ kann auf mich als Oftleser und AbundZu-Abonnementen nun gerne verzichten

  33. Hoppla
    Das ist ja der Hammer, aber das haut Sie nicht aus den Schuhen. Sie sind fit und brodeln vor Leben.
    Danke erstmal für die vegangenden Geschichten. Und jetzt schon Danke für die Kommenden.
    Bleiben Sie gesund. Alles Gute.

    Frau Ghnim

    • Wissen sie, ich erfinde das ja nicht, Ich brauche keine Anstellung, um zu überleben, ich kann mir die Form recht frei heraussuchen.

  34. OT
    Lieber Don,
    ist das wahr? Sie stellen Ihre Tätigkeit bei Faz ein?
    Bitte nehmen Sie uns mit, wohin Sie auch gehen mögen!
    Alles Liebe und Gute
    Juliane

  35. Das kam mir beim Lesen so in den Sinn
    Wanderer
    (vertraulich zu Alberich tretend)

    Alles ist nach seiner Art,
    an ihr wirst du nichts ändern.
    Ich lass‘ dir die Stätte, stelle dich fest!
    Versuch’s mit Mime, dem Bruder,
    der Art ja versiehst du dich besser.

    (zum Abgange gewendet)
    Was anders ist, das lerne nun auch!

    (Er verschwindet im Walde. Sturmwind erhebt sich, heller Glanz bricht aus; dann vergeht beides schnell)

    • Macht die Stimmung hier doch nicht so trübe, es geht ja weiter.

    • Keine trübe Stimmung, eher spannende Erwartung des Kommenden
      Zwischen der Szene vor der Neidhöhle im Siegfried und dem Ende der Götterdämmerung, als der alte Mann dann schließlich sein Haus anzündet, passiert ja auch noch allerhand Kurzweiliges.

      Bis dahin werden noch ganze Horden von Fieslingen über die Bühne getrieben, die zeigen dürfen, dass Bosheit nicht nur erhaben, sondern mindestens ebenso gut banal daherkommen kann.

  36. Abschied.
    Die FAZ hat jahrzehntelang zu meinem Leben gehört. Gerade die Abokündigung zum Briefkasten gebracht. Ich könnte heulen, aber es geht nicht anders.

    • Nostalgie
      Die FAZ, die sie meinen, gibt es schon lange nicht mehr.

    • Schirrmachers Tod war der grosse Umbruch.

    • Der lange Abschied
      An dem Punkt war ich im Frühjahr 2015. Auslöser war ein Kommentar Berthold Kohlers zum allmontäglichen Aufstand der Zivilgesellschaft, der die engagierten und mutigen Bürger Dresdens verunglimpfte. Seither und immer noch trauere ich der alten FAZ nach. Aber es gibt sie halt nicht mehr …
      Seitdem habe ich keine einzige FAZ mehr gekauft, nur noch auf faz.net gelesen, regelmäßig die Seventastic Don Alphonsos. Zukünftig werde ich seltener hier sein, und ich werde einen Adblocker installieren: Keinen Centbruchteil mehr von mir!
      Don, haben Sie Dank für viele Beiträge mit interessanten Informationen, Reflexionen und Anregungen. Letztes Jahr habe ich Sie in Gaiole knapp verpasst (Ihr gerade besticktes Trikot auf der Nähmaschine habe ich gesehen!), vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
      Dank&Gruß

    • Danke, melden Sie sich einfach vorher, wir machen einen Teeffpunkt!

    • FAZ Kunde seit ca 1984 bereits als Gymnasiast auf dem Dorfe ..
      Es wurde weniger. Dann ab ca 2009 nur noch Dienstagsausgabe wegen Technik&Motor. Mit der radikalen Eindämmung der zu kommentierenden Artikel hatte ich mit dem Vertrieb noch ein klärendes Gespräch. Dann blieb ab ca 2014 nur noch der nichtzahlende .net Zugang.
      Zwischenzeitlich ist das zentrale ein Hamburger Verlagshaus benannt nach Axel .. als zahlender Kunde.
      Statt der FAZ werde ich wohl, wie meine oberschwäbischen Vorfahren auch zu WKII Zeiten, nicht nur den besseren Schweizer Wetterbericht sondern auch eine dortige Tageszeitung lesen und ggf. zahlen.

    • Hm. Das sind so Gescxhichten, die man immer wieder hört, aber ich kann es nicht ändern, leider.

    • Abokündigung
      Lieber Frosch,
      genau das werde ich heute auch tun, nach 32 Jahren. Der Don war zu gut, das war der Grund.
      Grüße an alle Don- Bewunderer

  37. Der Gentleman geht stolz mit wehender Flagge unter.
    Allerherzlichsten Dank für Alles was Sie uns gegeben haben.
    Ich hoffe auf die Auferstehung an anderm Ort.
    Grüße Uli

    • Ich laufe halt niemandem nach, das ist alles.

    • Was ist denn Hier los???
      Hatte mich in letzter Zeit mit Kommentaren zurück gehalten und nun lese ich von Merkels Rache, an der Kunstfigur. Anders kann ich es nicht sehen, da nun, nach erfolgreicher Einheitsregierung, die letzten kritischen Stimmen in überregionalen Medien schweigen sollen. Don, sehen sie, es ist die neue Diktatur, die viele Foristen seit einiger Zeit hier aufzeigten.
      Sie verteidigten ihren Arbeitgeber als tolerant, vielseitig und bunt.
      Sch… ist es.
      Kurios wie der Staatsfunkentscheid mit ihrer Personalie in Verbindung steht und ich denke, die FAZ will sich für die Demokratieabgabe in eine Pole-Position bringen.
      Da stören kritische, unabhängige Journalisten nur !
      @ FAZ !!!Ich lösche die APP, kaufe im Ausland kein Print mehr und lese per ABO die Junge Freiheit, Tichys Einblick und Compact.
      Werbeeinnahmen müssen ja dann, dank Demokratieabgabe, eh nicht mehr erzielt werden.
      @Don, lieber stehend sterben, als knieend leben !!!
      Es lebe die Freiheit, die erneut massiv bedroht ist, was wir im Osten besonders gut erkennen.

    • Keine Ahnung, ob es sowas wie eine Pressezwangsabgabe geben wird – falls ja, wird das keine Gaudi für die Medien.

    • Pressezwangsabgabe...
      …gibt es doch schon. Nennt sich Rechercheverbund.

    • Aber nur für die SZ.

  38. Nahezu seit der ersten Ausgabe dabei...
    nun (doch vermutlich nur vorerst) Adieu, Don Alphonso.

    Einer der letzten Gründe für meine ohnehin nachlassenden Besuche auf faz.net geht dahin. Wo das bürgerliche Mäntelchen über der Spiegel-Online-Kopie über die Jahre immer dünner wurde.

    Ich lese derlei inzwischen nur noch, um nicht aus allen Wolken zu fallen, wenn ich mir die Meinungen derer anhören muss, die sich anhand solcher Medien informieren…

    Nun ja, man liest sich hoffentlich anderen Orts wieder. Zwar ist schon alles gesagt, aber manches noch nicht im unnachahmlichen DA-Stil. Daher: Bitte weitermachen!

    Ein treuer Leser

  39. Adé, liebe FAZ
    Das nun endgültig überflüssig gewordene Print-Abo habe ich soeben gekündigt und fühle mich erleichtert. Eure verbliebenen guten Autoren waren zuletzt ja doch nur ein Feigenblatt.

  40. Gentelman
    Als stille Leserin, nur eines:
    Sie sind ein geborener Gentelman. Das werden die anderen nie verstehen und aktzeptieren können. Wir werden ihnen folgen,
    wo immer Sie auch hingehen. Die FaZ hat gerade eine neue
    “ Essener Tafel “ losgetreten. Wie meine Oma immer sagte:
    Dei tein Gebote un ein bäten Anstand is ahls wat du brukst im Läben.

  41. Titel eingeben
    Bei den Temperaturen mit einen Abflussschaden zu hantieren, ist kein Spaß. Die Maschinen dafür werden ja in Altenmünster gebaut. Nicht ganz billig, aber sehr wirkungsvoll. Mit Wasser- und Feststofftrennung und ohne Verwendung von Frischwasser.
    Ich hoffe, die Rechnung wird nicht vierstellig.

  42. "Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?"
    Nicht so einfach, Don Alphonso. Welches Thema? Wasserrohrbrüche? Das Blasrohr Ihres Grossvaters? Oder die angelesene Kulturhoheit manch feinerer Kreise? Unterschiede zwischen Sozialisation in französischer Küche und Gourmandise? Normalerweise nicht erzählte Geschichten von nicht-opportun-erachteten Geschichten der feineren Kreise?

    Heute fehlt wenigstens mir eine Quintessenz in Ihrer andererseits wirklich netten Plauderei. Denn das scheint mir heute die vorherrschende Komponente.

    Allerdings lasse ich mich gerne eines Besseren belehren … .

    • was Sie wollen! Generell unangemessene Bildungshuberei vielleicht.

    • Das Blasrohr
      …hat mich auch etwas irritiert.
      Bin aber heute sehr albern.

    • Interessieren würde mich schon
      was Ihr Großvater mit dem Blasrohr angestellt hat.

      Bin zwar selbst Bauernkind, aber ich habe auch schon viel zu viele „ich-bin-aus-der-Arbeiterklasse-aber-total-kulturell-gebildet“-Leute getroffen. Vor allem während des Studiums.
      Zumindest habe ich gelernt, dass ich Bauernkind bin und bleibe und auch wenn es tiefste Provinz ist, in meiner Heimat fühle ich mich deutlich am wohlsten. Da geht halt auch mal zu sagen, dass man im Wald Bäume zersägt hat mit der Motorsäge, ohne dass es gleich der Untergang des Abendlandes ist, weil es schwerere körperliche Arbeit ist.
      Und ganz unbescheiden: ich kann das gut.

    • Vielleicht ist das dann die erste Geschichte auf dem neuen Blog?

  43. Unverständnis
    Die allgemeine Verblödung macht auch nicht vor der FAZ halt.
    Danke dem Don für wunderbare Beiträge.

  44. Titel eingeben
    Der Neid ist Ihnen sicher,und manchmal kommt auch noch Hass dazu.
    So ist das eben.Wer nicht zwischen den Zeilen lesen kann…
    Und der „intellektuelle Nebeneingang“ durch den viele drängen,nun,diese „Drängler“wollen Sie nun verdrängen,so ist das,wie im richtigen Leben.
    Zum Thema „Heimat“neulich fiel mir dieser Ausspruch in die Hände:
    „Du wirst nur da die Heimat finden,
    wo’s gleichgestimmte Herzen gibt.
    Emil Rittershaus 1834-1897
    Der Themenwechsel ging mir oft zu schnell,ich muss immer länger über vieles nachdenken.
    Freundlicher Gruß KL

  45. Ein gutes Beispiel für Populismus
    Wenn jemand mit dem Hintergrund eines DON sich bei Handwerkern interessant macht, indem er wie ein lebendiges buntes Blatt die Anekdötchen von der „haute volée“ ans Volk verteilt.

    Ihre Verachtung, sehr geehrter DON, für Leute meines Schlages (ja, ich gebe zu, ich komme aus einer Handwerkerfamilie, da aber die Umstände es nicht zuließen konnte ich nicht Handwerker werden, obwohl ich es gewollt und mich sehr wohl damit zufrieden gegeben hätte; stattdessen habe ich Depp studieren und mich dann lange Jahre in einem menschlich völlig unbefriedigenden Umfeld bewegen müssen) teile ich prinzipiell. Gäbe es da nicht 2 Sorten: jene, die aus purer Selbstüberschätzung ihr vertrautes (oft dörfliches) Umfeld ohne Not verlassen haben, und jene, die sich nicht für besser als andere halten, aber schicksalsmäßig in eine bestimmte Laufbahn hineingerieten.

    Bildung hat für die „upper crust“ eine wesentlich höhere Bedeutung als für den zufriedenen dörflichen Hahn im Korb, den Handwerker, der nicht viel an materiellen Mitteln braucht um z.B. die besten Dorftussis flachzulegen. Da genügt es schon, wenn er der Held auf dem Fußballfeld ist. Leben Leute mit Kunstgeschmack besser als solche mit unverbildeter Vitalität? Dass Kunstsinn nicht mal bei jedem Vertreter gehobenen Adels hoch im Kurs steht zeigt folgendes (sinngemäßes) Zitat des seligen Otto v. Bismarck: „Die erste Generation erwirbt Vermögen, die zweite verwaltet es, die dritte verprasst es und die vierte studiert Kunstgeschichte“. Demnach wäre ein Aufsteiger ohne Besitz noch nicht so über den Jordan wie jemand, dem es zu lange zu gut ging. Aber der wahre Wert eines Oberschichtlers zeigt sich darin, wie sehr es ihm gelingt, sich aus der Dekadenzfalle immer wieder zu befreien.

    Dünkel ist an sich etwas Hässliches, eigentlich nicht wirklich im Sinne wahrer humanistischer Werte. Aber es ist weniger beleidigend für Angehörige weniger begüterter Schichten wenn der entsprechende Snob offen damit umgeht und so auch Angriffsflächen bietet. Lichtenberg sagte „ein Kleintuer sei ihm wesentlich unausstehlicher als ein Großtuer“.

    Wer ist besser dran: die „feinen Leute von denen man viel erzählt“ und denen die Paperazzi bei jedem Schritt auf die Finger gucken oder der dörfliche Handwerker, der sich selbst genug ist. Der im Sportverein die erste Geige spielt, sich nicht mit zu komplizierten Dingen belastet, jedes Fest feiert, das das Jahr zu bieten hat (also jede Woche eines), unkomplizierte Weiber (und dabei sehr oft ansehnliche, stramme Dinger) abkriegt (statt durchgedrehter, oft dazu noch hässlicher oder fetter Zicken, die sich für die Herrscherin des Weltalls halten weil sie eine Proseminararbeit zusammengestoppelt haben). Ich weiß nicht wie viele unglückliche Millionäre es gibt, aber ich selbst habe ich wenig unglückliche Handwerker kennengelernt.

    Würde man Faust fragen, er würde wohl sagen, dass der Handwerker glücklicher ist. Selbst ein kommunistischer Technokrat wie Brecht wird auch mal körperlich, wenn er sagt: „Einfach ist schön, aber schwer“.

    Man kann auch ohne Bildung leben.

    • Ich brauche keinen Grund für eine schlechte Meinung, ich sehe die Geschichte und bin, was Menschen angeht, generell apathisch.

    • Handwerker - Gebildete
      Habe den Text nicht gelesen, es ist mir zu mühsam, vom Geschwurbelten auf den Kern zu kommen, Und Queerlesen kann ich nur mit Büchern gut.

      Wenn es aber um Handwerker vs. Dons geht, dann sollten die Dons, und alle sonstigen Unproduktiven und Nutzlosen, ganz bescheiden zur Seite treten, wenn ein Handwerker des Weges kommt. Auf deren Schultern werden die unproduktiven Nutzlosen durchs Leben getragen und die haben dann tatsächlich die Stirn, sich besser zu dünken.

    • Man kann sogar sehr gut ohne Bildung leben...
      …es ist nur immer dann problematisch, wenn Leute vorgeben, etwas zu sein, was sie nicht sind. Und sich etwas anmaßen, das sie nicht beherrschen. Das gilt für alle gesellschaftlichen Gruppen. Und die Kulturrevolution ging ja schon bei Mao schief.

    • Naja, die Basis für Maoisten in Deutschland schwindet zusehends.

    • @ DON
      Sorry, DON, ich hoffe, Sie haben meinen Post nicht persönlich genommen (ich habe IHREN etwas persönlich genommen).

      Beim Durchlesen der anderen Leserbeiträge habe ich gerade erst erfahren was los ist, von wegen Sie und FAZ. Dazu Folgendes:

      1. Da Sie offensichtlich finanziell unabhängig sind, kann ihnen die ganze Kiste voll egal sein.

      2. Die FAZ ist, wie die meisten Medien hierzulande, auf einem sonderbaren Trip. Auch nach der sehr offensichtlichen Italienwahl lügt man sich weiter in die Tasche. Wenn Sie hier gehen, dann gehen eine ganze Menge Leser mit. Vielleicht tut das der FAZ nicht weh, vielleicht aber schon. Ich finde die verzocken sich wenn sie nur noch auf junge weiße Frauen hören (stecken die möglicherweise hinter dem Ganzen?). Das wird denen noch ganz übel aufstoßen.

      3. Wenn Sie hier dicht machen (wenn!) lassen Sie uns alle wissen wo Sie weiter machen. Und weiter machen werden Sie, das ist ein Befehl. Möglichkeiten bieten die neuen Medien ja zuhauf. Sie werden eine ganze Menge Leser behalten und viele neue dazu bekommen. Das Land, die Welt braucht Leute wie Sie, SIE liegen voll im Trend, die FAZ nicht (mehr).

      4. Wenn Sie Mitarbeiter/Koautoren/whatever suchen, ich (sofern Sie mich für qualifiziert halten, aber leidenschaftlich und schnell bin ich, den Rest kann ich lernen) wäre sofort bereit mitzumachen. Ich autorisiere Sie hiermit dazu, meine Kontaktdaten bei der FAZ einzusehen um mich anzuschreiben wenn Sie denn wollen. Ich wäre Feuer und Flamme für ein solches Projekt.

      5. Sehen Sie in allem die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen. Da Sie wissen was Sie können wird es die geben – en masse.

      In diesem Sinne,

      vielen Dank für das bisher Geleistete, Sie haben sich schon damit unsterblich gemacht. Es kann aber noch besser werden.

      Viele Grüße, H.C.

    • Den don alphonso gibt es seit 1998. Also lamge vor der FAZ udn es wird ihn auch lange danach geben. Machen Sie sich keine Ssorgen.

    • ohne Bildung leben?
      Es ist aber ein schönes Erlebnis, wenn man nach langem Lernen – ganz ohne Schule oder gar Uni – endlich Bach oder Nabokov „versteht“, oder die Schönheit eines Gemäldes oder Hauses erkennen kann, oder, oder… und nicht nur angelesenes nachplappert.

      …und, Harry Charles, ich komme nicht mal aus ’ner Handwerkerfamilie, sondern von ganz weit „unten“.

      Marco Beasley, das war so ein Musik-Tipp vom Don, der bei mir fruchtete.

    • Das Tolle an Gemälden, musik und Literatur ist ja, dass man sie geniessen kann, auch ohne sie vielleicht immer voll zu verstehen. Und ich finde, das sollte man anderen auch lassen.

    • Handwerker vs. Kunstfiguren
      Sehr geehrter Herr Charles,

      das von Ihnen hervorgebrachte konnte ich im Text des Don nicht wiederfinden. Im Gegenteil hatte ich immer das Gefühl, dass der Don eine ehrliche Bewunderung für unverstellte Menschen aller Epochen empfand.

    • @ kdm
      Mir sind naive, unverbildete Menschen wesentlich lieber als Halbgebildete. Wie weit ich selbst gebildet bin? Ist mir voll egal, ich mache jedenfalls keine faulen Kompromisse, und darauf kommt’s an. „Bildung“ ist ein vielschichtiger Begriff. Man kann darunter Herzensbildung verstehen (Goethes „Faust“) oder bloß angelesenes, nicht verstandenes Wissen (der „Wagner“ in Goethes „Faust“ oder der „autodidacte“ in Sartres „La nausée“). Letztere Spezies überwiegt heute, und davor habe ich keinen Respekt. Lernen/Bildung darf nicht zur Gehirnwäsche führen, zum Verlust von Vitalität, zum Sich-selbst-belügen. Es darf nicht dazu führen, dass man das entwickelt was man im Englischen abschätzig als „acquired taste“ bezeichnet (soll heißen man lässt sich dazu überreden etwas oder jemand zu mögen das/den man eigentlich aus tiefster Seele hasst).

    • ...auch ohne sie vielleicht immer voll zu verstehen
      Da gehören Emotionen hin. Nicht (oder nur sehr begrenzt) in die Politik.

    • Jedoch: Wenn Handwerker denken...
      … kann es auch schief gehen: Jedenfalls steht meine Badewanne jetzt wo ganz woanders als geplant und besprochen, weil der Herr Handwerker in meiner Abwesenheit sich spontan gedacht hat, neben der Tür wäre doch ein besserer Platz. Nachträglicher Rückbau ist wegen komplett verarbeiteten, und so nicht mehr zu beschaffenden Rohmaterials unmöglich.

      Werter Don, ich möchte Ihnen auch sehr danken!

      Jahrelang habe ich nur gelesen, dann irgendwann begonnen, ein paar unbedeutende Kommentare abgegeben, die außer Ihnen fast keiner gelesen hat. Mir Ihrem Blog endet auch meine kurze Karriere als Kommentator.

      Machen Sie’s gut! Danke nochmal! Und immer Acht geben beim Radfahren!

  46. 70 qm
    Fläche allein sagt gar nichts:
    Auch kleinste Buden kann man mit einer Guten ganz hervorragend teilen.
    Das hat mir übrigens auch so manche schlaflose Nacht…aber lassen wir das.

  47. Feine Leut
    Haben oft eine oder auch mehrere Leichen im Keller. Für reiche, nicht ganz so feine Leute gilt das noch mehr…

    Da gibt es auch heute viel zu Erzählen…Über den S. von der feinen Bank, der gerne mit Kunden zusammen Damen kennenlernt, den T., der seinem Kumpel hilft und dafür einen netten Aufsichtsratposten bekommt, den A., der einen Vortrag gegen Geld hält bei dem, den er kontrollieren soll, den K. der immer so toll reden kann, aber so schlecht zuhört, dass es richtig teuer wird…

    • Aufrechnen...
      …lohnt sich nicht. Die nicht so feinen Leuts haben nach meiner bescheidenen Lebenserfahrung noch viel mehr und viel übler geschändete Leichen im Keller.

  48. Titel eingeben
    Gut gemacht FAZ! Jetzt kündige ich mein taz-Abo (sorry!!) und klick mir ein FAZ-Abo! Boah das ist aber ganz schön teuer! Und was zur Hölle ist ein Altenbockum? Soll ich das jetzt alles lesen?! Sorry geht garnicht, bin wieder raus.

  49. Titel eingeben
    Mir ist ja nie so ganz klar, was bei Ihnen nun echte Meinung oder nur Ansichten der Kunstfigur sind. Aber manchmal habe ich den Eindruck, Ihr Standesdünkel ist schon echt…in den Sinne, dass Sie die fanatisierten „akademischen“ Kreise von heute als wesensähnlich zu den kleinbürgerlichen Volksgenossen von 33-45 ansehen.
    Nun ja, schade, dass Ihr Blog abgestellt wird. Ich war zwar ehrlich gesagt nie ein großer Fan und sehe als AfD-Anhänger ja vieles anders als Sie (dass Sie eigentlich in den meisten Fragen nach wie vor eher links bis echt liberal ticken, wird eigentlich deutlich, wenn man Ihre Texte gründlich genug liest, was aber anscheinend sowohl Ihre Fans als auch Ihre Gegner oft überfordert), aber diese Entwicklung finde ich doch sehr bedauerlich, auch wenn es einen wohl nicht überraschen sollte. Ich wünsche Ihnen viel Glück…und nutzen Sie Ihre Zeit vielleicht besser zum Radfahren oder Bildersammeln…Deutschland knallt sowieso gegen die Wand, lohnt nicht dagegen anzuschreiben.

    • Eines der vielen Probleme mit den Roten...
      … (+ GrünInnen): Sie flehen stets um Bestätigung durch das Kollektiv.

      Individualismus ist der Todfeind.

      Daher (nur für mich?) schwer verständlich, warum viele Kreative dem Sozialismus anhängen. – Vielleicht, weil sie dort am leichtesten (finanzielle) Unterstützung bzw. Bestätigung erhalten?

      Who knows?

  50. Danke für Alles!
    Hallo DA,

    vielen Dank für die tolle Zeit hier bei der faz!

    Wie sagt Trude Herr, die kölsche Inkarnation der Kultur- und Geschmacklosigkeit: Niemals geht man so ganz!

    Viele Grüße und Alles Gute!

  51. Danke
    Sie haben mich Zeit gekostet Don A. in den letzten 3 Jahren. Jedoch Zeit, die ich nicht missen möchte. Es war manchmal mühsam, sich durch die Antworten zu arbeiten (wie musste es Ihnen erst gehen :)), aber ich habe von Ihnen und den Lesern viel gelernt. Ich grinse immer noch, wenn ich an den Eichelhäher im Mixer denke!

    Das Jahr 2015 verfolgte ich gespannt, vor allem die heftige Diskrepanz der medialen und politischen Öffentlichkeit gegenüber den Fakten des Migrantenstroms.

    Ich habe in meiner Praxis viel mit Familien aller gesellschaftlichen Bereiche und auch mit vielen Migranten zu tun. Ich danke Ihnen für Ihren ungeschönten Blick, auch für neue interessante Perspektiven. Auch wenn ich in einzelnen Belangen nicht mit Ihnen übereinstimme (z B Abtreibung als „Recht“, Sexarbeit als unproblematischer Job…).

    Allermeistens habe ich sehr von Ihnen profitiert und ich freue mich auf die Fortsetzung an einem anderen Ort.

    • Es war mir eine Freude, sie mit dem Eichelhäher unterhalten zu können (Es ist auch meine Lieblingsgeschichte)

    • Die Karawane zieht weiter...
      Beim Lesen der Beiträge hat man die Zuversicht, daß einige bei der FAZ bald einer beträchtlichen Karawane mit unguten Gefühlen hinterherschauen müssen. Leser und Abonnenten auf diese Art zu vergraulen ist alles andere als förderlich, schon mal gar nicht rühmlich. Die Begründung der Entscheidung ist geradezu ärmlich. Was für eine Art Leserschaft haben diese Leute im Auge?
      Möge die Reue sehr schmerzlich werden.
      ———–
      Dank der Eichelhähergeschichte kann sich meine Herzdame (e moi) beinahe täglich über eine bis dato nich bekannte und nahezu voll ausgestattete KM3 freuen.
      Herzlichen Dank für Ihre publizistische Leistung. Sie war in den vergangenen Jahren eine stetige Lichtquelle.

  52. Noch ein Bildchen vom FJ45...
    … gewünscht, mit Schwan ?

    meinen letzten Text habe ich ins vorige Thema geschrieben.
    Schwan hat 1 eine Schwanenstärke
    der FJ45 135 Pferdestärken /(4,2 Liter sechser Knalltreibling unter der Haube
    Hier wiederholt: Wünsche ich Ihnen alles Gute.
    Gruß FJ45

  53. ... um Abschied zu nehmen und Danke zu sagen!
    Ich bin beruhigt, dass Sie laut sein wollen.
    Bis demnächst in ihren neuen „Zuhause“.

  54. Lieber Don...
    … solang Sie noch hier sind, besuche ich weiterhin faz.net.
    Danach ist auch für mich hier Schluß.
    Die letzten Papierausgaben sind bereits den Flammen dahin gegeben.

    Werde Sie im Web sicher finden, und wünsche Ihnen von Herzen jederzeit alles Gute.

  55. Beinah hätt' ich vergessen...
    Dankeschön für Inspiration und die Teilhabe an Ihrem Freigeist.

  56. Feine Leute
    Am letzten Freitag hat in Mühlacker bei Pforzheim ein Syrer seine Frau erstochen, alles gefilmt und als Warnung an alle syrischen Frauen, ihr Männer nicht zu verlassen, auf YouTube oder Frazzenbuch hochgeladen. Der Qualitätsjournalismus in der ersten und zweiten Reihe hat nicht berichtet, sonst kursiert nur eine dpa- Meldung, daß ein 41- Jähriger seine Frau umgebracht hat… Nur die Pforzheimer Zeitung hat das Video übersetzt.

    Dann ist mir das Ableben während des hoffentlich selbstbestimmten Bordellbesuchs wesentlich lieber.

    Übrigens hat bei uns jeder Einwohner seinen Spitznamen weg – aus gutem Grund, der Auswärtigen aber nicht beizubringen ist.

  57. So isses
    Wir sind alle „nur“ aus irdischem Material gemacht.
    Manche wollen diese Tasache jedoch nicht wahr haben.
    Hier ist (war?) man mit den Füßen immer auf der Erde.
    Vielen Dank.

  58. Vielen Dank, hochgeschätzter Don,
    für die durchwegs unterhaltenden und manchmal herrlich boshaften Texte, die zu lesen mir immer ein Vergnügen war.
    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Jones.

  59. Distinktion
    Äh, wozu gehört man besser (nicht)?

    Ist die Frage nicht vielleicht eher: Wer bin ich? Statt „Wessen Schweinderl wär’ens denn gern?“ Also kurzum die Frage: warum dazugehören wollen?

    Gewiss: Insbesondere wenn es um Eintritt in Kreise geht, der nur um den Preis zu erhalten ist, sich unerträgliche Stunden in der Kultur schönreden zu müssen. Darum:

    Schöne Betrachtungen zum Ennui!)

    Meines Erachtens zurecht, Don, haben Sie neulich in einem Kommentar auf den NDR als politisch erbärmlich indoktrinativen Sender hingewiesen. Und wo sie nun Schostakowitsch erwähnen, der zu einer russischen Generation gehörte, die besser „zur klassenkämpferischen Elite dazugehören“ musste, um nicht dem Volk zuliebe gesäubert zu werden, erinnere ich mich nun an das NDR-Kulturradio, das dieser Tage im März anlässlich des 65. Todestages von Prokofjew daran erinnerte, dass es keine einzige Blume gab, um diese auf sein Grab in Moskau zu legen!

    Keine einzige Blume für Prokofjew – da taggleich Stalin gestorben war. Und nun erinnere ich mich an diesen Radioessay, und daran, dass es eben genau der Tag war, an dem meine Mutter ihren 18ten Geburtstag hatte, aber nicht feiern konnte, da es eben in Polen ein Staatstrauertag angeordnet war. Und zu den Trauernden mussten eben alle dazugehören.

    Wer nicht dazu gehören müssen will, weiß vielleicht nicht am ehesten, wer er ist. Aber immerhin weiß er dies.

    Den sozialen Olymp finde ich als fauler Mensch ja einen herrlichen Begriff!
    Danke sehr dafür.

    Viele Grüße aus der NDR-Zone)

  60. Als Patronin
    …für (nicht) angelesene Bildung würde sich vielleicht die Wienerin Frau Pollack von Parnegg eignen. Sie hat wirklich gelebt, aber es ist natürlich nicht wirklich klar, wie viele der ihr zugeschriebenen Anekdoten tatsächlich von ihr stammen.

    Beispiele:
    Musikabende bei Pollaks. Der Geigenvirtuose fragt, ob der dem verehrten Publikum die a-Moll oder c-Moll-Beethovensonate zu Gehör bringen solle. Darauf entscheidet Frau Pollak:
    „Erst spielen Sie a mol, und wenn es den Gästen gefällt, dann können Sie es meinetwegen auch zeh mol spielen.“

    …oder aber auch:
    Herr von Prochaska sitzt beim Diner neben Frau von Pollak und erzählt ihr: „Mein Name ist tschechisch, Frau Baronin, und heißt auf Deutsch ‚Spaziergang’.“
    Als die Gesellschaft den Tisch verlässt, um sich in den nächtlichen Park hinauszubegeben, fasst Frau von Pollak ihren Nachbarn kokett unter den Arm und sagt schelmisch: „Kommen Sie, Herr Kommerzienrat, machen wir zusammen einen kleinen Prochaska!“

  61. Familie...
    … und Familiengeschichten aus der Geschichte, die dann an Feiertagen auf den Tisch kommen. Das ist Kultur. Mir selbst fehlte das, ich fand aber später eine Seitentür für sekundäre Teilhabe. Ich verstand dann plötzlich, warum manche Kinder mit unbekümmerter Zuversicht aufwachsen und später dann so liebenswerte Erwachsene abgeben.
    Das war übrigens der Grund, warum später Ihr Artikel über rodelnde Kinder ohne Helikoptereltern mich sehr gerührt hat. So was kriegen die Hassprediger von SZ und Co nicht hin.

    Also danke erstmal, spätestens im Westfernsehen liest man sich wieder.

  62. Libertarianismus...
    bedeutet, dass man der korr..pten Polit-Obrigkeit wie der Opa mit dem Blasrohr begegnet. Ein allerherzliches Dankeschön für alles! Lassen Sie uns aber wissen, wo Sie weitermachen.

  63. Titel eingeben
    Lieber Don,
    Interessante Betrachtung. Deckt sich doch irgendwie mit dem, was gestern in allen Zeitungen stand: Sozialer Status hängt vom Urgrossvater ab, Aufstieg aus einfachen Verhältnissen bleibt ein Traum, …., etc.
    Kultur, Anstand, auch die gewisse Eleganz im Umgang miteinander kann man versuchen, sich aneignen, aber es ist etwas anderes, wenn diese Tugenden einem von frühauf mitgegeben werden. Es ist die Familie die zählt, nichts anderes. Das ist der Schatz, auf den man immer wieder zurückgreifen kann. Und das ist der Unterschied, zu angelesenem Wissen und Vermögen, dass gerade für ein Leben im Premium Segment reicht. Sie beschreiben das immer wieder trefflich.
    Don, an dieser Stelle möchte ich meinen lieben Dank zum Ausdruck bringen. Dank für all die schönen Beiträge, Dank für Ihre Mühe beim Schreiben und Kommentare Lesen. Sie waren, Sie sind der Garant für angenehmste Unterhaltung und neue Einsichten.
    PS: Besonders inspirierend für mich und meinen Sohn (7) waren Ihre Beschreibungen diverser Radtouren. Das bleibt bestehen. Wir werden Sie vermissen.

    freundliche Grüße,
    Patrick

  64. Danke
    besonders für diese Stelle:

    „Es geht um die Definition von neuen kulturellen Standards, die so ein gängiger Sparkassendirektor oder eine Ärztin mit normaler Arbeitszeit gar nicht erreichen kann. Und es geht um die philosophischen Normen, die nur schwer in Einklang mit den Dünkeln, weniger lichten Seiten und Unbildungen der real existierenden Bordschwahsie Bouorgewous Burscheoisi feinen Leuten zu bringen sind.“

    – Passt perfekt.

  65. Dank
    Zum Thema fehlern mir leider erst einmal die Worte. Daher nur kurz:
    Danke!

    PS: Sieht man sich bei der Eroica Nova? Der Hausherr dieses Seventastic ist nicht ganz unschuldig daran, dass ich es dieses Jahr erstmalig auch bei der Eroica versuchen werde. Natürlich nur die „Leisure Tour“, das Kompetitive brauche ich nicht mehr. Falls noch mehr Leute aus diesem Blog dort anwesend sein sollten, wäre ich gern bereit da ein kleines Treffen zu organisieren.

    Der Bangkogian

  66. Werner Fink
    „Es gab einmal ein Zeitalter, es war das griechische, da war der Mensch das Maß aller Dinge. Heute sind die Dinge das Maß aller Menschen.“

    Don, alles Gute.

    “ Heute darf man sagen was man denkt. Hauptsache man denkt das Richtige.“ So oder so ähnlich, auch von Werner Fink“

  67. Titel eingeben
    Als langjähriger Stammleser Ihres Seventastic hier mein erster und letzter Kommentar:
    Morgen erfolgt die Kündigung meines Abos der gedruckten FAZ, in der Hoffnung, dass möglichst viele Abonnenten meinem Beispiel folgen werden.
    Dem Don aber bleibe ich treu, heute…..morgen……immer.

  68. Kenne ich...
    „Es gibt belastendes Material über jeden, der hier etwas zu melden hat, und ich habe mir das alles gemerkt, nur falls einer von den anderen mal auf die Idee käme“

    Kenne ich, mache ich auch so, wenn es wirklich darauf ankommt, und hat bisher immer funktioniert.

    Ihre Haltung – ob als Kunstfigur oder in Wirklichkeit – kann ich schon nachvollziehen. Zwar falle ich in keine Ihrer Kategorien (zu meiner Schande), kenne jedoch alle genannten gut genug. In den heutigen Zeiten sollte man doch eher ein bisschen zusammenrücken – bei aller unterhaltsamen Lästerei – , klar sollte jeder wissen, wo er „Platz zu machen“ hat. Wir wissen doch alle, dass Akademiker nicht gleich Akademiker, Abitur nicht gleich Abitur ist, dass nur weil jemand etwas unterrichtet, dieser jemand nicht unbedingt etwas zu sagen oder Nennenswertes mitzuteilen hat.

    Ich habe hier gerne und werde, sofern ich unter Ihrem Radar bleibe, gerne noch bis zum 31.3. weiter kommentieren. Wir kamen uns in den letzten 3-4 Jahren zweimal in die Haare, einmal haben Sie mich zum Teufel gewünscht, ein paar mal habe ich erstaunliche Erkenntnisse und Vorhersagen gebracht – so viel Eigenlob darf sein – ich sage nur BVB. Nach einiger Abstinenz habe ich aber immer wieder hereingelesen und war wieder dabei. Ich danke Ihnen für Ihre Artikel in Zeiten des Terrors zu Weihnachten vor einiger Zeit, als überall nur noch Terror Thema war und Sie Artikel über Ihre Weihnachtseinkäufe und Christbaumkugeln schrieben. (Und das, obwohl ich neben Terror auch Weihnachten hasse.) Seventastic können auch so angenehm und beruhigend sein.

  69. Studium
    Mir fallen dazu ehemalige Mitschülerinnen ein, die -als die Klasse nach den weiteren Plänen für die Zeit nach dem Abitur gefragt wurde- sagten, sie wollten Medizin studieren. Als ich später nachhakte, warum sie ausgerechnet Medizin studieren wollten, da sie an Biologie kein großes Interesse zeigten, sahen sie mich mit mitleidigem Blick an und erläuterten, daß sie ja nicht unbedingt zu Ende studieren wollten, aber ein solches Studium bestens geeignet wäre, künftige Ehegatten kennenzulernen.
    Es betrifft nicht die Kunst allein.

    • Ehegatten
      Bei uns war das ähnlich. Man sagte, wenn die Damen ihren Doktor nicht bis zum 8.Semester haben, dan müssen Sie diesen selbst machen.
      Und in der Tat gab es viele Fälle, die exakt so liefen. Erst kürzlich bei einem Ehemaligen-Treffen wieder die thematisiert: 1/3 der Damen in unserem Studiengang.

      Also Studium als Heiratsmarkt.

      Gemein dabei war ja, daß in NC-Fächern auf diese Weise etliche wertvolle Studienplätze für dereinst weiße alte Männer blockiert wurden…

    • Im Heiratsmarkt nebmen sie aber keine manierenlose, eingebildete Proletin mit Übergewicht, um das mal ganz hart zu sagen.

    • @Don
      „Im Heiratsmarkt nebmen sie aber keine manierenlose, eingebildete Proletin mit Übergewicht, um das mal ganz hart zu sagen.“

      Korrekt.

      Das sind dann diejenigen, die ob ihrer geplatzen „Träume“ auf Gleichstellungsticket segeln, einen Haß auf alte weiße Männer entwickeln und die Gesellschaft für alles büßen lassen wollen…

    • Neue Mode
      MGTOW, jetzt auch für Ärzte!

    • Der folgende Spruch ist schon uralt:
      Der Bube macht seinen Doktor.

      Das Mädel heiratet seinen Doktor.

    • oder sie macht eine Klinik in Teilzeit.

    • Heiratsmarkt der Doctores
      Genau so angelte sich Juliane meinen Neffen, sie machte zwar ihr Staatsexamen aber danach war Frau Doktor sein genug, sie wird ja jetzt Mutter und was er nach Hause bringt durch Gehalt und Dienste reicht für Mini Clubman, reichlich Wohnraum und standesgemäßen Kinderwagen.

  70. Kein Grund zur Trauer - und Danke für Alles
    Werter Don,

    es fällt schwer, einfach so zum Thema überzugehen.
    Manche Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar.
    Meine schon. Mein FAZ-Abo wird gekündigt.
    Werde auch mal was ausprobieren.
    Machen Sie rechtzeitig einen neuen Blog auf.
    Und informieren Sie uns bitte, wo Sie zu finden sind.

    Großes Dankeschön.
    E.G.

  71. Merci werter Asmodeus,
    für die vielen Jahre, in denen Sie uns hinter die Kulissen des bürgerlichen Lebens blicken liessen. Den Heuchlern, Schmeichlern, Lüstlingen, Neidern , Betrügern, Kokotten, Ganoven und Journaillisten einen barocken Spiegel vorhielten und uns, ihren Lesern, Vergnügen, Anregungen und einen wunderbaren Austausch an Gedanken und Lebenserfahrungen ermöglichten.
    Die FAZ habe ich vom 14 Lebensjahr an gelesen, während des Studiums musste ich sie mir gelegentlich vom Munde absparen, – aber das war sie mir wert. Nach dem Rigorosum meines Mannes war sie der erste Luxus den wir uns leisteten, doch vor einigen Jahren wurde unser Ärger über den Nivauverlust dieses Presseerzeugnisses so unerträglich, dass wir unser Abonnement kündigten.
    Lediglich Ihre Beiträge hielten uns noch hier…
    Ihnen wünsche ich von Herzen alles Gute.
    Hochachtungsvoll !!!

  72. Humus
    >>Wir treffen auf Akademiker, die nur aus Büchern wissen, was die kanonische Kultur ist, und den Humus, aus dem diese hohe Kultur neben viel Unkraut und Bodendeckern erwächst, gar nicht kennen.<<

    Hah! Das ist sowas von hammerhart auf den Punkt gebracht…

    Und die Welt wir natürlich auch weiterhin den (metaphorischen) Wandabräumern frisch verstorbener Pastoren gehören! Das es gar nicht anders geht ist etwas, was besagte Akademiker kaum verdauen werden können.

    Ihnen noch einmal vielen Dank für einen inspirierenden Text. Bin gespannt auf Ihre weiteren Schritte.

  73. Mach kaputt was dich kaputt macht.
    Wird nur nichts helfen. Angebote der Medien und Politik
    in neue Gewänder umzuverpacken, wenn die Nachfrage zurückgeht
    und dann abstürzt.
    Da fühlt man sich bei den Konservativen auf der sicheren Seite.

    Herzlichen Dank für Ihr Angebot über die Jahre.

  74. Das wars dann mit uns, FAZ
    „Zeit für etwas Neues…“ ja, nee, is‘ klar. Eingeknickt seid ihr Luschen, wer schmeißt denn sein bestes Pferd im Stall raus? Dass der Don das ist kann man anhand der Klicks ja ganz einfach überprüfen.
    Somit ist die FAZ für mich ebenfalls tot. Danke an Sie, Don, und alles Gute. Ich hoffe, wir lesen uns.

  75. Na gut, zum Thema
    Obwohl es schwerfällt. Ich habe grad meinen Sohn malträtiert, wie man hier das Archiv archiviert, weil mir die technischen Fähigkeiten fehlen, ich warte noch auf Antwort. Man gibt ja doch nicht auf.

    Also. Die Oma nicht in der Partei, schlimm aber trotzdem. Stasi später dann niemals nicht. Man wird empfindlich, wenn man das alleine abarbeiten muss, so als dritte Generation. Und dann sind noch nicht mal die alten Trachtenkleider mehr da, die man auf den Fotos sehen kann, bei der Kirmes.

    Die Wesendoncklieder mit vierzehn, auch beim Abwaschen. Zusammen mit Matthäuspassion und Beethovens ta-ta-ta-taaa. Auch beim Abwaschen, man möge mir verzeihen, es übte aber trotzdem.

    Den bürgerlichen Kanonzugang verlor die Familie zur Linken mit den tausend Goldmark, die der eine Großvater verspielte. Die andere Seite verlor im letzten Krieg alles, auch den Durchhaltewillen. Übrig blieb, kulturellerseits, ein messingscher Notenständer, leicht verbogen. Und die Geschichte, wie der Urgroßvater als Solotrompeter an der Spitze des Polizeichors einem Herzinfarkt erlag, beim Manöver. Zum Begräbnis traf die Familie der Schlag, weil da ein Kranz kam mit einer Schleife von den Genossen der SPD, und keiner hatte es gewusst. Der Vater, bei der SPD – 1931! Knapp, kann man sagen.

    Geschichten lasten, auch die unerzählten, auf den Nachfahren. Alles besser wurde mit den „Igeln in der Abendstunde“, wirklich. Meine Geigenlehrerin, Liebe ihrem Angedenken, goss die Saat des Zweifels schon in das achtjährige Kind, und den Tucholsky auch. Man ist ja für ihn mitunter beleidigt, wie er heutzutage nur so furchtbar einseitig zitiert wird. Frivolität ist nicht angesagt vor lauter tootoo. Und Gussy Holl kennt man auch nicht mehr.
    Ich habe vor kurzem eine Erstausgabe von „Rheinsberg“ erstanden und bin schon ganz unruhig, was aus ihr mal werden wird. Ich hätte es meinen Kindern zur Nacht vorlesen sollen, aber stellen Sie sich das nur mal vor.

    So doof es klingt, gegen Kultur kann höchstens Hunger und Kälte an, möglicher- und auch nur unerprobterweise, letzteres zum Glück. Es gibt ja Überlieferungen, die diese Hoffnung stärken. Lieber mal nicht sehen.

    Diss klingt hier alles nach Abschied, mich traf der Schreck heute Nachmittag, aus dem Blauen, wie wohl alle.
    Falls es schlimm kommt, danke. Auch, dass Sie unausgegorenes Geschwafel akzeptiert haben, obwohl mir nach dem Schreiben häufig blässlich wurde.

    Für den Notfall, weil man es dann endlich zu sagen sich traut: Ich hatte es immer ganz grässlich gefunden, so ohne Pan und Weltbühne, der alten. Das hier war eine Freude. Es gibt ein ganz reizendes Artikelchen von Tucholsky, in dem er dem Polgar zum runden Geburtstag gratuliert, es sich aber herausstellt, dass es ein Jahr zu früh dafür ist.
    Und dann stand er dann da und schuffelte mit den Beinchen und es war ihm so peinlich und der Blumenstrauß wurde vor Schreck noch viel welker als die gestärkte Hemdbrust unter dem Stresemann; aber die Torte wenigstens war nicht umsonst mitgebracht. Das hätt ich grad sehr gern.

    Bleiben Sie uns erhalten.

    (Und, damit man es sich auf ewig merkt, der Hinweis des „Du bist zu hastig“; na, wenigstens einmal auch bei mir.)

  76. Yo
    Lebbe geht weiter 🤠

  77. Titel eingeben
    Also eine Sensation muss schon noch sein bevor der Vorgang unter erdbebenartigem Applaus fällt: was hat der Großvater mit dem Blasrohr ausgefressen?
    Lesetip: Der Bösen Buben Stunde, von Polgar und Friedell – und danke für die unzähligen Geistessternstunden hier.

    • Süäter einmal. nicht hier.

    • Großvater, warum hast du so einen großen...
      Was wird Großvater wohl gemacht haben, mit seinem „Rohr“, als er einen gebla.. bekommen hat?

      (Nein, Herr Alphonso, das ist „moderne Kunst“. Da muss man sich dran gewöhnen. Sie haben wohl die „Vagina Monologe“ und die „Feuchtgebiete“ nicht gelesen*).

      *: Ich auch nicht. Vorher ersäufe ich mich im Forggensee. Das ist auch ein „Feuchtgebiet“.

  78. Und noch für den Herrn, der nach dem Motor gefragt hat...
    .. zum Abschied.
    der FJ45 rumpelt vor sich hin…

    … der Schwan macht`s elegant

  79. Danksagung
    Verehrter Don, ich möchte die Gelegenheit nicht versäumen, Ihnen Dank für viele erfüllte Lesestunden auszusprechen. Selten woanders soviel freien Geist erlebt. Durch diese Entscheidung geht´s mit der FAZ weiter bergab, aber Hauptsache, politisch korrekt sein.

    • Danke, und warten sie halt ab, was an Experimenten so kommt. vielleicht ist ja auch etwas Gutes dabei.

    • Experimente
      Wissen Sie, ich schätze die Beiträge von Herrn Wieduwilt auf Twitter und in der FAZ.

      So habe ich mir dann endlich auch einaml den Podcast „Einspruch“ angehört. Als nach ca. 20 Minuten noch immer nichts, rein gar nichts – weder an Faktischem noch an juristischer Einordnung – gekommen war, hab ich das Fenster geschlossen.

      So jedenfalls wird das nichts.

      Abgesehen davon, ich bin ja ein Marktwirtschaftler, da weiß man, dass die Zeit nicht stehenbleibt und dass man sich ändernden Umständen anpassen muß.

      Ich jedenfalls hätte die neuen experimentellen Seventastic neben den bisherigen laufen lassen, für eine zeitlang und hätte mich dann entschieden.

      Das Vorgehen der FAZ ist aus meiner Sicht, hmm, „eigenartig“.

    • Podcasts und Videos...
      …mögen zwar dem Zeitgeist, nicht mehr lesen zu wollen, entsprechen – aber wer hat so viel Zeit, das linear durchlaufen zu lassen? Man kann nicht gedanklich hin- und herspringen, nicht querlesen, nicht Stellen vertiefen, nicht all die anderen Dinge tun, die man nur mit Texten tun kann. Dann ist es auch noch mit Geräusch verbunden, also Kopfhörer rauskramen. Erreicht man damit wirklich heutzutage Leute? Ich will Texte – und zwar ausschließlich. Ein paar nicht bewegte Bilder zur Illustration sind hübsch, aber dann ist es auch schon genug mit Multimedia. Ganz seltsamer Trend.

    • Isopan....
      Sie würden staunen wie wenig störend so etwas beim allein Spazierengehen auf dem mp3 Player ist, soweit ich weiss geht es auch auf dem Phone.
      Im Gegensatz zum Lesen, merkt man beim Hören recht schnell ob es sich lohnt oder Zeitverschwendung ist.
      Probieren sie es mal aus…

  80. Weiterlesen
    Lieber Don, ich werde Sie weiter lesen!!!!

  81. Dazugehören...
    Lieber Don Alphonso,

    es fällt mir heute wegen der traurigen Nachrichten über Ihre Seventastic sehr schwer, beim Artikelthema zu bleiben, aber ich versuche es mal.

    Ich habe nie irgendwo dazugehört und mußte immer versuchen, das beste daraus zu machen. Ich hoffe ich bekomme es hin, nicht mehr scheinen zu wollen als ich bin. Die Versuchung sich zu verstellen ist sehr groß, weil es einfach sehr weh tut, wenn man Zurückweisung erfährt.

    Weiter will und kann ich heute gar nicht ausholen; Ihr Text ist wie immer sehr gut und ich hoffe Sie bleiben uns irgendwie erhalten.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

  82. „O Freunde, nicht diese Töne“ - Hermann Hesse, NZZ, 1914
    „Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
    Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!„

    Ihnen, Rainer Meyer, sage ich Danke für die zahlreichen Aus- und Einblicke.
    Auf Wiederlesen!

  83. Also eine Schmierenkampagne
    Werter Don,

    das passiert, wenn man den „Mächtigen“ auf die Füße tritt.
    Sie schicken ihre Hilfstruppen (einen anderen Ausdruck verkneife ich mir).

    Soweit ist es in D. schon gekommen.

    Was macht denn der Moser Otto? Haben Sie ihn auf die Insel Elba verbannt wie einst Napoleon?

    Sie treten ab hoch erhobenen Hauptes. Bravo.

    Hier noch ein kleiner Hinweis (lassen Sie’s bitte durchgehen).

  84. mir fehlt hier bald etwas
    über das ich mich mal wieder so richtig aufregen könnte…… über die Tegernseeidylle, 1 Tausendstel (Schmuddl)Berlin. Grandiose Einseitigkeiten. Watschen, bajuwarische Selbstgerechtigkeit. Radleidenschaften (2-und 4-Rad).
    Man liest sich eh. Bald an anderer Stelle.

    • Ja, vermutlich.

      Schauen Sie, alles, was der Mensch erbaut hat ist, zusa,,engefaltet, vom Rauminhalt gerade einmal so gross wie der erste richtige Berg hier am See. So klein, so unbedeutend.

    • Heimat
      Jetzt ist diese Leseheimat auch noch weg? 2015 habe ich ZEIT und Spiegel als über 4 Jahrzehnte treue Leserin und Abonnentin verlassen, jetzt auch noch fazonline?Sie haben mir immer die Zuversicht gegeben, dass noch andere Gedanken und Meinungen gehört werden.
      Danke für die schönen Lesejahre, ich habe mich immer über jeden neuen Text gefreut und geradezu darauf gewartet.

    • Wo ich stehe, ist Tegernsee. Wo ich mich bewege, ist Heimat. Machen Sie sich keine Sorgen.

  85. Dana Loesch auf NRATV
    ‚Dana Loesch Has a New Show Coming to NRATV: Dear lying media. Your time is running out.‘ Gibt da einen Videoclip von gut einer Minute dazu. Aber wie man das wohl praktisch hinkriegen will ‚Dear lying media. Your time is running out‘? Man darf gespannt sein, nach soviel Ankündigung.

  86. was hat er denn nun mit dem blasrohr gemacht?
    das würde mich jetzt doch interessieren.

    Die letzten drei Sätze vom Inhaltlichen komisch lesen sei. Ansonsten Gruß!

    • Das ist eine lange Geschichte und ich werde sie sicher nicht der FAZ anvertrauen, weil etwas zu haarig.

  87. Die besseren Häuser sind besser, aber keine Klöster
    Ach lieber Don, was könnte ich erzählen. Ohne hier herumzudünkeln, aus einer armen Familie komme ich nicht, aber haben und haben sind halt zweierlei. Was an einem alten Gebäude alles dranhängt, brauche ich Ihnen nicht zu erzählen. Auch Landbesitz hat man, und trotzdem kann es magere Zeiten geben, in denen man nicht „flüssig” ist.
    Ich denke gerade dadurch lernen die sogenannten Reichen, ihr Zeug zusammen zu halten. Und so erben ich halt etwas, Häuser und Grund auf zwei Kontinenten, und das lässt mich vergessen, daß ich meine ersten Blue Jeans erst mit 13 bekommen habe, und einen eigenen Fernseher mit 16 (und zwar von meiner Oma, was großes Geschrei gab, weil sie kich so vergogen hat…).

    Und die Geschichten, die hat man halt dann. Erst letztes Jahr haben meine Mutter und ich alte Kisten mit Fotos und Sammelalben vom Dachboden geholt und durchsortiert. Meine Güte!
    „Geliebte zündet Liebesnest an”, das war das Gspusi von meinem Stiefpapa, einem bekannten Geschäftsmann, und die ganze Stadt hat darüber geredet, weil das Liebesnest über den Geschäftsräumen war, und da waren noch andere Wohneinheiten, und was hätte da alles passieren können!

    Diese und ein paar andere Geschichten erzählen sich die älteren bestimmt heute noch, und natürlich hat man ein paar Geschichten über sie. So geht das, Sie wissen das. Und diese Alleswisser, von denen Sie schreiben, na ja, reden wir nicht darüber.

  88. Don Alphonsos Kontext
    Unabhängig vom vielleicht letzten Beitrag des Don an dieser Stelle – dem ich sehr die Reflektion über die willkürlich Konstruktion von Traditionen hätte ans Herz legen wollen – besonders wenn man wie er sehr stark auf die Erzählungen von notorisch fabulierenden Alten rekurriert – ist es mir nun ein Anliegen hier ein Wort zur FAZ zu verlieren:

    Wir lesen das Blatt nun schon seit den 60er Jahren, da es immer ein Forum einer Gesellschaft war, die sich „Deutschland“ nannte. Daher ja auch „Zeitung für Deutschland“. Wollte man also wissen, was das sein sollte, dieses „Deutschland“, so war dies die erste Adresse für Quellenmaterial.

    Die Maßnahmen der Herausgeber nun, sich von einem bestimmten Meinungsspektrum zu trennen, scheint mir ein – vielleicht bedeutendes – Indiz dafür, was in dieser Gesellschaft passiert: Es ist scheint nicht mehr möglich oder wünschenswert eine „Zeitung für Deutschland“ zu sein und das Spektrum der bürgerlichen Meinung in einem Forum zu bündeln. Das erste Mal wurde dies deutlich, als die Zeitung für Deutschland ihren eigenen Lesern nicht mehr zuhören wollte ().

    Nun also will sie auch anderen Autoren nicht mehr zuhören bzw. ihnen kein Forum mehr gewähren. Das ist natürlich völlig rechtens, aber nicht besonders klug und letztlich – fürchte ich – fatal. Nun ja.

    Die „Entmischung“ der hiesigen Gesellschaft unter Anpassungsdruck nimmt immer rascher Fahrt auf, und es gibt die Intelligenz nicht mehr die notwendig ist, dem etwas substantielles entgegen zu setzen.
    Das erinnert etwas an die Geschichte Böhmens zwischen 1848 und 1919. Wenn das einigende Band der gesellschaftlichen Erzählung fehlt oder dessen Relevanz gänzlich geleugnet wird, hört eine Gesellschaft auf eine solche zu sein. Am Schluß waren es nur noch die gebildeten (oft jüdischen) Minderheiten, die der Idee des K&K Reiches und des Schutzes, das dieses ihnen versprach, anhingen.

    So wie der Don also eine imaginäre Figur war, ist die Gesellschaft, für die er erfunden wurde eine „imagined community“ (Benedikt Anderson, 1983). Anderson beschreibt in seinem paradigmatischem Werk gleichen Titels übrigens auch sehr präzise den Nexus zwischen Medienapparaten und Technologien als Existenzbedingung der Nationen.

    Wir dürfen auf die weitere Entwicklung – nicht nur der Kunstfigur des Dons, sondern auch des hier gegenständlichen Mediums und der von diesem ehemals getragenen Community – gespannt sein.

    • Also, meine Gesellschaft existiert, und sie ist schon recht lebendig, Und sie wird sich auch ihre Plattformen schaffen.

    • @Fuchs
      Ihre Welt als Wille und Vorstellung? Was Sie übersehen (wenn Sie anderen vorhalten, das was sie trägt bestünde nicht aus Absolutem, sondern nur aus konstruierten Wahrheiten): vor allem Ihre eigene Welt besteht aus Konstrukten, oftmals dem Wunschdenken entspringend. Das Sich-Erheben über die Natur spielt dabei eine große Rolle (aber ich nehme mal an, Sie gehören auch zu denen, die aus ihrer Stadtwohnung heraus den Schutz der Natur fordern).

      Hier mal eine (fiktive, aber jederzeit mögliche) Story. Da sieht man was der Kosmos aus hochfliegenden Plänen schnell machen kann, und wie es anders kommen kann als man denkt:

      Eine Feministin (Typ von Männern übergangene hässliche Kampfemanze, alternativ eine Schwester aus gehobenem Haus, voller Verachtung für alles was sie für unter ihrem Niveau hält) befindet sich auf einem Schiff in der Bucht von San Francisco (in Kalifornien gibt es bekanntlich viele Emanzen und andere Gewächse). Sie schmiedet schon Pläne für ihrer nächsten Aktionen. Wer soll sie daran hindern? Es kommt Nebel auf. Trotz moderner Technologie kommt es zur Kollision ihres Schiffs mit einem anderen (da war eine Quotenfrau Kapitän, bei ihren üblichen Gefühlsausbrüchen war sie gerade dabei sich mit einem Mann zu zoffen statt aufs Radar zu sehen). Etliche Schiffbrüchige landen im Wasser bevor man sie ins Rettungsboot holen kann, so auch die Pläneemanze.

      Am Tag zuvor hat ein mexikanischer Frachter dort illegal (und ohne dass jemand davon Wind bekommen hat) Schlachtabfälle verklappt. Mit der Schiffskollision hat das direkt nix zu tun, aber unter der Wasseroberfläche tummeln sich jetzt jede Menge Haie, die auf Nachschub warten. Anders als ich verschmähen die auch eine fette Zelluliteemanze nicht.

      Sehen Sie wie der Kosmos wirken kann?

      Man muss nur etwas warten…

  89. Ihre Texte waren der Grund....
    ….warum ich zum ersten und einzigen Mal in meinem Lebenüberhaupt einen Blog verfolge.Herzlichen Dank dafür!
    Aber was soll ich jetzt zu der Entscheidung der FAZ sagen? Sie lässt mich etwas sprachlos zurück. Die Neuordnung der FAZ-Seventastic als Grund anzuführen, halte ich – mit Verlaub – für ausgemachten Blödsinn! Es gibt keinen einzigen FAZ-Blog, der mehr Aufmerksamkeit und Leserkommentare hat, wie Ihrer und das verdientermaßen.
    Kommt hier eine Zeitung, die wie keine andere eben gerade nicht als Handlanger der gerade gängigen Mainstream-Meinung dient und die ich deshalb sehr schätze auf einen anderen Kurs? Das wäre fatal! Die SPD bietet gerade ein abschreckendes Beispiel dafür, wie sehr man an den Bedürfnissen seiner Wähler (=Abonnenten) vorbei agieren kann. Also, Augen auf bei derartigen Entscheidungen!
    Ihnen persönlich alles Gute, ich hoffe, ich finde Sie irgendwo wieder!

    • Mei, man will halt mal was anderes probieren. Das ist legitim und ebenso wollen jetzt auch viele etwas mit mir probieren. An mir ändert sich nichts.

    • Ich liege dumpf darnieder
      und aus körperlichen Gründen fallen mir Lesen und Schreiben – kein Aspirin, nur Zitrone, Ingwer, Salbei, Thymian – schmeckt scheußlich, could kill a cat) grad nicht so leicht.

      Bevor ich hier jetzt noch meinen Senf dazugebe, habe ich erst mal das Abo der FAZ-Woche gekündigt. Leider Jahresabo, da tritt die Wirkung erst nächstes Jahr ein.

      Ab nächstem Jahr habe ich dann 158,46 € ÜBRIG!

      Auch bei mir war es so: Der erste und einzige Blog, den ich bisher verfolge. Mit hervorragenden, kurzweiligen Artikel ist es Ihnen gelungen, eine vielfähltige Leserschaft zu interessieren. Keiner hat gemusst. Und Zeit hat es gekostet, also keinesfalls kostenlos.

      Was einen nicht umbringt, macht ihn stark! Weiter so, wo auch immer.

      Ich stimme hiermit der Weitergabe meiner E-Mail-Adresse an Don Alphonso zu. Über die E-Mail-Adresse finden Sie heraus, wer ich bin, falls Hilfe von Nöten ist.

      Ja und dankeschön!

    • Es gibt eigentlich nichts ausser einer Welle der solidarität zu berichten… muss man auch mal sehen. Ich hänge nich 100 Mails hinterher. Vielen herzlichen Dank.

    • so ist es
      Geht mir genauso. Auf Ihre Texte habe ich gewartet und mich gefreut, wenn wieder neue Gedanken formuliert wurden.Eine Leseheimat, die sich vor 3 Jahren aufgetan hat. Dazu die lebendigen Leserkommentare, die man andernorts vermisst. Bitte weiter denken und Schreiben!

    • Mache ich, versprochen!

  90. WTF?
    Lieber Don,
    ich kann Sie ja meistens schon interpretieren, aber was
    soll „Das sind trotz Bildung leider so sagen.“ heißen?

  91. Manche Federn werden mit den Jahren spitz
    Vor Jahren, als die Dame aus der Uckermark noch nicht unter Beweis gestellt hatte (zumindest nicht vor einer größeren Öffentlichkeit), wozu sie fähig ist, galt das auch für die Blog-„Kultur“ – ich erinnere mich an repetitive Betrachtungen über alte Autos und Beifahrerinnen darin …
    Seither ist nicht alles besser geworden, aber immerhin: Ihre Feder wurde durch stete Benutzung immer spitzer – ganz im Gegenteil zum Bleistift, den ich einst im Geometrieunterricht zu selten anspitzte, was mein Lehrer damit kommentierte, mit breiten Strichen könne man einen Punkt nicht genau markieren (erst später begriff ich, daß das auch im übertragenen Sinne gilt).
    Eher meinem Pennälerbleistift ähnelt zunehmend die Zeitung, die behauptet, vor den klugen Köpfen zu schweben und die beispielsweise heute sich in Lobeshymnen auf den bayerischen Studenten ergeht, der das Klima retten will, indem er mindestens ein Sechstel der Landfläche der Erde bewaldet („Tausend Milliarden Bäume“ sind angeblich sein Ziel und er ist angeblich auf gutem Weg dahin).
    Ohne Ihre spitze Feder (ich las in den acta diurna von dieser bevorstehenden Trennung) werde ich der Klugkopfzeitung als Leser und Klickzahlengenerator wohl völlig abhandenkommen.

    • Danke. Es gibt mit Hanfeld und Co. natürlich auch weiterhin kluge Autoren.

    • @Zanzibar
      Klugkopfzeitung? Sie machen Witze. Zeitung der halbstarken Nerds trifft es wohl eher. Da übernehmen die Lehrlinge, unterstützt von feministischen Penisneiderinnen das Kommando. In Zukunft gibt es da nur noch unreife Äpfel zu ernten. Die Generation, auf die die jetzt vermehrt setzen kann gar nicht richtig lesen. Die ziehen sich damit selbst den Boden unter den Füßen weg. Denn die klugen Köpfe, das sind eher jene, die es durch eine Mischung aus Intelligenz, Charakter und entsprechender Lebenserfahrung geworden sind.

      Churchill sagte „Wer mit 20 nicht links ist hat kein Herz, wer es mit 40 immer noch ist aber keinen Verstand.“ Es gibt kaum einen Spruch mit mehr Wahrheitsgehalt. Man wird durch Lebenserfahrung konservativer. Desillusionierter, aber im positiven Sinn. Und genau auf das Gegenteil wollen die jetzt hier setzen. Welcher Teufel reitet die? Naja, mir kann’s egal sein. Ich bin mit Ende der DA Seventastic auch hier raus. Einige (vor allem Einiginnen) werden froh sein, dass sie meine Beiträge hier nicht mehr sehen müssen. Das löst aber nicht das Grundproblem.

      Das darin besteht, dass die sich ein Kartenhaus gebaut haben, in das sie narzisstisch-egozentriert vernarrt sind. Und sie versuchen krampfhaft jeden Luftzug fernzuhalten, damit sie sich in ihrer selbstgestrickten Illusion weiter wohlig und denkfaul suhlen können. Aber der Luftzug wird kommen, mehr als einer, ganze Stürme wohl, und die Realität (der Kosmos) lacht sich schon jetzt kaputt bei dem eitlen Versuch ihr Don Quixote-Kartenhaus wie eine Glucke zu schützen.

      Wenn die meinen, dass sie jetzt „modernisieren“, indem sie ihre Premiummarke loswerden (ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal), dann werden sie vielleicht noch dumm aus der Wäsche gucken.

      Aber manche können eben nur über Schaden klug werden.

    • Hanfeld, Plickert, Lübberding
      und zuletzt auch Steltzner kamen mit sehr guten Beitragen im neuen linken Stream.
      Aber wir Ossis sind stolz, entweder die Guten der FAZ merzen die Loser aus oder es gibt nur noch Geld vom Staat.
      Nur das erklärt den Vertragsbruch, mit dem Autor, der seinem Arbeitgeber stets total loyal war.
      FAZ App gelöscht und NZZ und BaslerZ installiert.
      Tschüß ihr neuen 33er, 49er
      Und liebe FAZ vllt. haben die Böööösen irgendwann, trotz aller Repression, die Macht, dann reden wir,vllt., noch einmal über diverse Sachen ! Afd in Sachsen >30%???
      Hetzt weiter, im Gewissen auf der guten Seite zu stehen !
      Warum berichtet iht nur über Goutha und nicht mehr über das türkische Morden in Nordsyrien ??? Wer ist hier der Hetzer ???
      Aber die böse AfD sucht nach Lösungen mit dem gewählten Regime und dem Ende der Invasion in Deutschland.
      Hallo, wer ist hier der Hetzer ???
      Die neue Zielgruppe liest Jungleworld ,ZON, SPON,und TAZ und wird einen Sch…, die FAZ lesen.

  92. Verächtlicher Blick auf frühe kulinarische Genüsse und dann OT zum Abschied
    Ich wuchs als Kind und während meiner frühen Schuljahre in einem 3-Generationen-Haushalt auf.

    Ab und zu gab es damals am Samstag frische Brötchen und Fleischsalat, gemacht von meiner herrlichen Großmutter.

    Was für ein Gedicht es jedesmal war, für mich immer ein Feiertag wie Weihnachten oder Geburtstag oder so.

    Ich habe mir das bis heute bewahren können, so Einfaches ist für mich auch heute noch eine Köstlichkeit, wie natürlich auch anderes.

    Ich freue mich jedenfalls, dass mir solches für viele so Selbstverständliche und nicht Erwähnenswerte immer noch so eine Freude bereiten kann.

    —– OT

    Ich weiß nicht mehr, wie ich hierhin gefunden habe, die FAZ hatte ich abboniert seit Beginn meines Studiums, bis diese mir irgendwann nach einigen Jahrzehnten das Abbonnement während ca. eines Vierteljahres verspäteter Zahlungen kündigte, die Zahlungen wurden natürlich, wenn auch mit Verspätung, geleistet.

    Jedenfalls fand ich dieses hier, las eine ganze Weile mit und machte dann meine ersten vermutlich zaghaften Versuche, meine Meinung zu äußern. Wie man das halt so macht, wenn man in einer neuen Runde erscheint.

    Einige male habe ich berichtet, dass ich recht harte Zeiten zu erleben hatte und habe und darüber ein Großteil meines sozialen Umfeldes verloren ging.

    Hier fand ich dann ein indirektes, mittelbares, in dem meine Meinung natürlich nicht immer geteilt wurde, doch ich durfte sie äußern und bekam oft genug auch Resonanz. Es gab durch die Blogbeiträge und viele Kommentare Anregungen, meine Gedanken zu prüfen.

    Nie habe ich, auch bei Überschreitungen meinerseits im Ausdruck einen starken Rüffel erlebt, es war dann ein dezenter Fingerzeig, bitte künftig ein wenig anders zu formulieren.

    Ich danke für diese Möglichkeiten in dieser ganzen Zeit, für die vielfältigen Anregungen, für den außerordentlich angenehmen Umgang.

    Ich fürchte, zur l´Eroica werde ich es nicht schaffen, auch wenn ich mich schon zeitlebens mächtig quälen konnte, wenn ich es wollte. Aber der Zahn der Zeit erschwert, das nötige Fundament aufzubauen.

    So möchte ich Ihnen, Don Alphonso, von Herzen für all das Ihre hier danken und der Hoffnung Ausdruck verleihen, es gibt einmal ein „Wiedersehen.

    Vielen Dank.

    • Wiedersehen ist in spätestens drei Tagen beim nöchsten Beitrag. Danke für die Aufmerksamkeit,

  93. Blankes Entsetzen
    Ist nun tatsächlich die FAZ auch dem vorauseilenden Gehorsam anheim gefallen?
    Eingeknickt vor … ja vor wem eigendlich: Den selbsternannten Block… äääh… Moralwarten. Den „Bin nix, kann nix, gebts ma … irgendwas mit Medien“, um die eigene Belanglosigkeit mit schierer Lautstärke zu übertünchen? Der Empörungsindustrie (und es gibt doch ein real existierendes Perpetuum Mobile)? Denen, die schamlos auch nach noch Jahrzehnten ihren Lebensunterhalt mit dem Unglück der ums Leben gebrachter Menschen „verdienen“? Denen, welche selbst keinen positiven Betrag zu unserer Gesellschaft leisten wollen (wäre ja mit Arbeit oder Verantwortung verbunden)? Gar Muttis Schergen?

    Eigendlich auch egal. Deutschland hat fertig.

    Danke für die Jahre der Rückbestätigung, dass doch nicht alle dem grassierenden Irrsinn verfallen sind.

    • Ich würde mich einfach an das halten, was in der PM steht und nicht zu viel hineininterpretieren. Experimente sind gut. Manche gelingen, die Stützen waren ja auch ein Experiment.

  94. Machen Sie bitte weiter
    Ich hoffe doch, dass Sie an anderer (angemessenerer) Stelle Ihre Arbeit fortsetzen! Sie würden uns fehlen.
    MfG

  95. Georg Kreisler, Spekulationen zu Artikel und FAZ
    Lieber Don Alphonso (ja, ich weiß, die Kunstfigur ist nicht lieb, aber für mich hat die Abgrenzung der Kunstfigur Don Alphonso zum deutlich mitfühlenderen Autor nur gelegentlich funktioniert), vielen Dank für die vielen interessanten und unterhaltsamen Beiträge, hier von mir quasi als Abschied und zur Erinnerung an den wirklich genialen Georg Kreisler der gleich oben von Ihnen erwähnt wird zwei schöne Stücke von ihm (hab sie leider nur auf Youtube gefunden):

    Georg Kreisler – Kapitalistenlied

    Georg Kreisler – Meine Freiheit Deine Freiheit

    Falls die Links rausfliegen, kann man die Stücke aber dennoch leicht finden. Es lohnt sich.

    Naja, ein drittes gibt es noch, das ich nicht verlinke, da es für humorlose Zensoren wohl definitiv Hate-Speech wäre (und wer kennt schon humorvolle Zensoren?):

    Georg Kreisler – Schlag sie tot

    @ Blue Angel: An dieser Stelle meinen Dank für Ihre Gedanken zu den Globalisten. Ich habe mir da noch kein abschließendes Urteil gebildet. Allerdings verleiht das Verschwinden dieses Seventastic Ihren Überlegungen zusätzliche Plausibilität. Ich will das nicht überbewerten, Confirmation Bias gibt es bei mir leider auch und dann sehe ich Zusammenhänge, die es so nicht gibt.
    Z.B. hier ein Zitat aus dem aktuellen Blogbeitrag: „Es gibt Kompromittierendes über Alle und Jeden…“ Etwa ein Hinweis darauf, warum die FAZ eingeknickt ist? Hm, etwas dünn, aber wer weiß? Es hat eben nicht jeder die Statur und vor allem das Rückgrat eines Frank Schirrmacher.

    Und dann noch: „Es gibt belastendes Material über jeden, der hier etwas zu melden hat, und ich habe mir das alles gemerkt…“ Tja, ich vermute, Sie sind einfach nicht der einzige der sich alles gemerkt hat. Wenn Blue Angel mit seinen Theorien Recht hat, dann hat die andere Seite einfach den größeren Verstärker.

    Wirtschaftliche Gründe sind für eine unternehmerische Entscheidung normalerweise entscheidend. Der Zeitungsmarkt schrumpft kontinuierlich. Das liegt auch an der Konkurrenz durch Blogger (auch Videoblogger auf Youtube). Der Wunsch mit einem eigenen Videoblog (oder meinetwegen Podcasts – wirklich?) Kunden zu gewinnen, wäre ja noch verständlich. Nur, dafür braucht man auch gute Leute, die sich auch gegen etablierte Youtuber durchsetzen können.

    Die beiden Don Alphonso Seventastic sind ein Bereich in dem die FAZ wirklich gegenhalten und sogar noch Reichweite hinzugewinnen kann. Das liegt nicht nur an den guten Artikeln, sondern auch an der enormen Arbeit, die der Autor hier in die Moderation der Kommentare investiert.
    Eigentlich kann es sich keine Zeitung in der gegenwärtigen Krise leisten, auf so ein Zugpferd zu verzichten.

    Auf mich wirkt das so, als würde der FC Bayern München mal eben verkünden, dass Thomas Müller, Robert Lewandowski, James Rodriguesz und Manuel Neuer bis zum Ende ihrer Verträge auf der Bank sitzen, um die Mannschaft mit neuen Spielern als Experimentierfeld wiederzubeleben. Als positives Ergebnis hätten wir in dem Fall immerhin eine spannende Bundesliga.

    Ich bin mir zum ersten Mal selbst nicht ganz sicher wie On- oder Off-Topic mein Beitrag hier eigentlich ist. Ich habe das Gefühl, der Artikel steckt voller Anspielungen, für die man aber das Innenleben der FAZ kennen sollte. Hoffe mein Beitrag ist noch im Rahmen.

    • Ich habe den Artikel heute morgen zum Gegenlesen geschickt, bevor ich wusste, was kommt. Es ist also keine anspielung darin,

      Zwei alte Tanten tanzten Tango.

    • Mitten in der Nacht.
      Wenn ich diese Anspielung nur verstehen könnte …!

    • Was für ein Umgang!
      „…bevor ich wusste, was kommt.“

      Man faßt es einfach nicht.

    • es ist da gestern nicht alles glatt gelaufen, aber das kann mal passieren, mei.

  96. Vergelt's G-tt
    Schön, sehr schön war es die ganze Zeit. Leider lass ich die letzten Jahre nicht mehr so fleißig mit. Auch weil mein Freund mit dem ich mich zum Blog immer austauschte im August 2013 starb.

    Dass d FAZ es abdreht. Na ja die Zeiten sind schlecht
    Und diese BRD ist langsam dort angekommen, wo die großen alten Stakeholder sie wollen. Ancien regime 4.0 und Aufklarung rückabgewickelt. Die FAZ reiht sich wieder ein in diese Strukturen.

    Die entscheidende Frage ist: Welches Land soll es sein, wenn man d BRD verlässt

    • Italien natürlch! Chaotisch, unregierbar, und nach der Rezession, die hier erst noch kommt.

    • Sehr optimistisch!
      Mir schiene „dort schon begonnen hat“ realistischer.

    • @BertholdIV
      Welches Land soll es sein……

      Falls Sie bereits Rentner sind, hilft vielleicht folgender Link:

      Beste Grüße

    • Titel eingeben
      Wo Sie auch hingehen. Sie werden dort immer ein Fremder bleiben. Vergessen Sie das nicht.

    • Kenn ich, Thomas, hab ich hinter mir.
      20 Jahre Ausland. In der ‚Fremde‘. Dann war ich wieder hier und fühle mich fremder als irgendwo vorher.

    • Was für eine Frage...
      Bella Italia simplemente!

      D’accordo, Don Alphonso! :)

  97. Gott sei dank
    Endlich sind diese unendlich öden Themen passé. Diavorträge aus Rimini-Miramare über Strandburgen waren meist interessanter als dieses MirFälltNixMehrEinIchMachNeRadtourUndSchreibAchNochDrüber gewese.

    Beim Thema bleiben? Das ist leider das Thema.

    Ob das Zeug noch was taugt werden wir sehen. Höchste Zeit das selbstverständliche als Außenseiterposition aus dem Konzerblatt verschwindet. Mach was draus, aber kein Puttengefummel.

    • Ich habe nie behauptet, schreiben zu können, es wurde halt gelesen.

    • ach Franky
      Es waren immer die Geschichten hinter den Geschichten manchmal aus der Geschichte. Das war der Unterschied zu den Riminisandburgenvorträgen, die sie offensichtlich verstehen. Hat Sie eigentlich jemand gezwungen den Blog hier zu lesen?

    • Gott sei dank ...
      … hat uns der Don mit der Blasrohrgeschichte angespitzt.
      ich werde geduldig auf die Details, z.B. wer, wo, wann, an welchem Ende was wohin geblasen hat warten, wo auch immer.

      Ansonsten verfüge ich leider über kein FAZ-Abo, das wie viele andere hier kündigen hätte können.

      Don, man dankt, vor allem auch für Moderation des freiesten mir bekannten Kommentarbereichs im deutschen Internet, und sieht sich sicher auch wieder, zumindest virtuell…

    • Diese Freiheit ist auch absolute Grundbedingung für jedes neue Projekt.

  98. 297
    Den nassen Schrubber zur Seite gelegt;

    „Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.“
    „Morgenröte“, F. Nietzsche

    Jüngling, Backfisch, Bundesrepublik.

    Nicht fein, nicht alt.

  99. Wohin nur, wohin?
    „Können wir bitte über das Thema diskutieren?“ – Bildungshuberei … fällt mir heute wirklich schwer, Trauer im Geist. Und doch die Frage gar nicht so weit davon entfernt: Wohin schicke ich in Zukunft die, die ich bislang zu DA geschickt habe, damit sie mal was Geistreiches, über den Tellerrand Blickendes, gut Recherchiertes, Ungewöhnliches mit Biss lesen können im Netz? Greift die Bento-isierung nun auch bei der FAZ? Haben Maas, Schwesig, Dobrindt & Co. den Mutterkutter derartig im Griff? Wissen die Herausgeber, wie viele Leser und Leserinnen sie durch diesen Rückschritt verlieren?

    Bislang begann jeder Browserstart mit dem schnellen Blick, ob Sie mal wieder die Tasten gespitzt hatten. Mir hat nicht immer alles gefallen, aber das ist auch gut so, sonst geht die Distanz flöten. Vielen Dank für vergnügliche, anregende, entsetzt, traurig, manchmal wütend machende Lektüre! Geist angeregt, Herz oft getroffen … und häufig dabei an meinen Lieblingsspruch gedacht. Martial: „Ein guter Mann bleibt immer Anfänger“ – womit wir wieder bei Zurückhaltung angesichts der Bildungshuberei sind. Also doch noch übers Thema gesprochen …

    Alles Gute aus Norddeutschland! Ich werde Sie vermissen … sorry, dass ich nach all den guten Zeit/len traurig bin.

    • Wohin? Zu DA natürlich. Sie glauben doch wohl hoffentlich nicht, dass ich jetzt aufgebe.

    • Na ja, war eigentlich abzusehen
      Habe des Öfteren bei Artikeln, die mich in meiner Erwartungshaltung an diesess Blatt der klugen Köpfe etwas verstört haben, mir die berufliche Sozialisation der als Verfasser gekennzeichneten Personen angeschaut.
      Und fand dann bei den nicht ganz so Alten viel ähnliche Werdegänge, bei denen mir der alte Spruch vom „Marsch durch die Institutionen“ in den Kopf kam.
      Ein Abrundung des Bildes ergab sich durch eine restriktivere Aufbereitung der Leserkommentare unter besagten Artikeln.
      Da erhält eine Anmerkung des Dons im vorangegangen Blog eine Vorahnung:
      „Nein, das ist eine Entwicklung der letzten ca. 10, 15 Jahre. Das hat auch etwas mit dem einsickern von Totalitären in den Medien zu tun.“

  100. das Continuum wird wieder hergestellt
    Ein Text wie eine Wanderung auf dem Rennsteig im Sommer.
    Aber heute ganz besonders.

    Schon, auch, wie immer erinnert es mich an dieses Kaffeehaus in 1984, wo es die Cocktails mit dem speziellen Grashalm gab – also jetzt was das Publikum anbelangt. Oder an die Kantine des DEFA (sogenannten) Dokumentarfilmstudios in den 70/80ern, da gab’s eigentlich nur Widerstandskämpfer.

    Die Don-Klasse. Nun, offen gestanden bin ich weniger betrübt als vielmehr gespannt, wie sich die Entriegelung des V8 auswirken wird. Schätze da werden sich einige wundern.

    Danke für viele schöne Stunden.

    • Klickzahlen und Kommentare werden vielleicht auch überbewertet, wer kann das schon sagen?

  101. Immer dran denken
    „[S]ie können ja vieles. Aber eines können sie nicht. SIE KÖNNEN NICHT ERZWINGEN, DASS MAN ZU IHNEN ANDERS SPRICHT ALS VON OBEN NACH UNTEN. Im geistigen Kampf werden sie auch weiterhin so erledigt werden, wie sie das verdienen. Und das muss doch gesessen haben. Denn sonst wären jene nicht so wütend und versuchten es nicht immer, immer wieder.“

  102. @Kpax
    Da nich für! Und ich bin sicher, daß wir uns demnächst mehr oder weniger alle andernorts wieder lesen.

    @DA: Danke für den aufschlußreichen Text! Meine Lieblingsstelle ist die mit dem Dünkel und den philosophischen Normen: Eine Kombination, die noch viel Zusatzstoff verspricht ;-)

    Ansonsten kann man Todessehnsüchtige nicht aufhalten. Das trifft auch auf Parteien und Medien zu: Auch in deren Fällen wird alles „geliefert wie bestellt“ (Zitat Hadmut Danisch, der zur aktuellen causa auch schon gebloggt hat).

  103. Leider lese ich gerade bei Danisch
    daß die FAZ Ihre Seventastic hier auflöst. Ich bin mir nicht ganz sicher, wer nun Leser verlieren wird, Sie oder die FAZ (das ist rhetorisch, vermutlich treffen sich Ihre Leser dann anderswo mit Ihnen… WO?).
    Wo ich mir auch nicht sicher bin, ob die Zeitung Sie oder Ihre Leser loswerden will, denn das Forum kochte ja des öfteren erfreulich kritisch auf.

    Wie dem auch sei, Dank Ihnen für Ihre guten Texte wie auch für Ihre Arbeit bei der Blogbetreuung!
    mit gutem Gruß
    Patrick Feldmann

    PS. ob die Linken jetzt jubeln sollten… ich würde es nicht machen, denn nicht nur die Bretter, auf denen die spd steht, werden dieser Tage immer dünner. Aber eigentlich ists mir egal, mit was für einem Ton die schließlich zur Hölle fahren.

    • Hallo Herr Feldmann,
      Schön, dass Sie sich mal wieder melden. Wenn der Don nicht antwortet, will ich es tun: Der Don hat einen Privatblog mit dem schönen Namen „Rebellen ohne Markt“ (über Google leicht zu finden), den er aktuell nur sporadisch bestückt.

      Was immer in Zukunft kommt, die Wahrscheinlichkeit, dass man dort Näheres in Erfahrung bringen können wird, halte ich für hoch…

    • Titel eingeben
      Patrick Feldmann

      Was ich wohl nie verstehen werde ist, wie so viele immer noch in Kategorien von links und rechts denken, obwohl weder das, was die Linken tun links ist, noch das was die Rechten machen rechts ist.
      Ich bin ja nun wirklich ein radikaler Linker, und zu linken Werten gehörte nun mal schon immer eine strikte Ablehnung jeglicher Heuchelei. Und ich muss nun schon eine ganze Weile in einer Welt leben in der die Meisten ihr Mäntelchen nach einem Wind hängen, der aus Werten besteht die in Facebook durch eine quantitative und nicht qualitative Mehrheit festgelegt werden.
      Don Offenheit und Ehrlichkeit wirkt selbstverständlich auch auf selber denkende Linke anziehend, denn es ging auch hier weniger um links oder rechts, als ums selber Denken und ums Verstehen, zB auch anderer.

      Die heutige Spaltung liegt zwischen den tief in der Mittelmässigkeit versunkenen Politisch Korrekten von links UND rechts.
      Die Merkels und die Nahles Fans, da wächst zusammen was zusammen gehört….

      Und auf der anderen Seite jene die auf die nun mal nicht mehr zu leugnende Tatsache einer verlogenen und manipulierenden Medien Welt mit dem nackten Finger zeigen. Und die besteht nicht mehr nur aus BILD & Co, sondern eben auch aus FAZ Zeit SPON und ARD.
      Und so ignoriert man nicht ganz zu Unrecht alles was sich „Wahrheit“ nennt und gewinnt damit sogar eine US Wahl….

      Oder schauen sie die Wahlen in Italien an. Sind sie sicher, dass es keine Koaltion der Lega und der 5 Sterne geben wird?

  104. Ganz sicher
    …werden Klickzahlen, Kommentare und Reichweite NICHT überbewertet. Zumindest nicht von Verlagen mit wirtschaftlichem Interesse, denn sie bedeuten bares Geld in Form von Kundenbindung (Abonnements, Auflagenhöhe) und Werbeeinnahmen.

    Wer darauf verzichtet, überschätzt gravierend die verbleibenden Produkt-Qualitäten, ist nicht am Gedeihen des Produkts interessiert (die Zeiten werden prekärer für Mainstream-Medien) und/oder sieht Möglichkeiten „alternativer“ (z. B. öffentlicher oder Stiftungs-) Finanzierung.

    Ob letzteres eine mittel- oder gar langfristig stabile Option sein könnte wage ich angesichts der allgemeinen Stimmung allerdings zu bezweifeln: Das zornige Grummeln im Land kann nur überhören wer sich krampfhaft die Ohren zuhält und wie man andernorts (bei welt.de) liest, neigt grade der gehobene Mittelstand angesichts fehlender, staatlicher Preis-Leistungs-Relation in wachsender Anzahl zum „Aussteigen“.

    Man muß kein Hellseher sein um die Produktzukunft mit einem Zitat von Hildegard Knef zu beschreiben: „Von da an ging´s bergab“.

  105. es traf wie ein Blitz
    Danke für unzählige Stunden voller Esprit.
    Was bleibt ist die Hoffnung, von anderer Stelle aus weiter von Ihnen zu lesen, verehrter Don!

  106. "Konservativer Blogger"
    Der Tagesspiegel benutzt das fast wie ein Schimpfwort?
    Hatte eigentlich gehofft, dass nach dem Abgang von MMvB etwas serioser und weniger wie SPON und Bento wird, so kann man sich täuschen.
    Bei anderen Medienanbietern kann ich durchaus nachvollziehen, dass die Werbepartner an erster Stelle kommen, aber bei den Abogebühren sollte die FAZ sich im Onlinebereich doch bitteschön vom Rest abheben.
    Werde mein Natureabo dann doch nicht kündigen, habe ich bei der Bettlektüre wenigstens weiter etwas zum Lachen….
    Trotzdem schade drum und Danke vür die viele Mühe in den letzten Jahren.

  107. Vielleicht macht ...
    … der Don ja dann die verfl …. FAZ-Podcasts.
    Mer wass es nit … wie der Hesse sagen würde.

    Als Ex-Radiomann kennt er das Urformat, warum nicht?

    Persönlich mag ich Podcasts leider nicht.
    Fürchte sie. Meist schlecht gemacht und schlechte Tonqualität. Am meisten hasse ich es, wenn die Dinger unerwünscht loswinseln.

    Achja, und zum heutigen Blogbeitrach:

    … die glauben, es gäbe beim ökonomisch verrammelten Tor zum sozialen Olymp auch noch einen intellektuellen Nebeneingang.

    Je nun, zum sozialen Olymp ist man noch nie mit echter Bildung gekommen. Echte Bildung über Getue hinaus ist heutzutage sogar ein Karrierehemmnis, kein Karriere.

    A bisserl so tun als ob, ned woahr, das reicht. Die beste Brieflektüre ist und bleibt der Pfandbrief. Nicht die Briefen von Literaten ;-)

    War auch schon immer so.
    Die wahren Universalgelehrte, oder der auf dem Weg dahin, die konnten schon immer schauen, wo sie bleiben. Auf sie hörte und hört doch kein Mensch. Ich habe so einen Fall in der Familie. Geistige Tragödie.

  108. .....
    Vielen Dank für die interessanten Stunden, ich habe gerade erst jetzt mitgekriegt was offenbar los ist, beim Studium der Kommentare.
    Ich hoffe sie bleiben uns irgendwo erhalten zwecks Unterhaltung und Fortbildung.
    Ich versteh die FAZ da generell nicht, man schießt doch nicht einen Autor (samt Blog) ab wenn der so erfolgreich ist und die Leute auf die Website bringt….

    Abseits dessen, Geschichten über Familien sind immer interessant, wenn man stundenlang die Sünden anderer erzählen kann und gleichzeitig weiß das die eigene Familie ihre zu gut versteckt hat als das wer was mitgekriegt hätte.
    Es gibt der Wirklichkeit einfach irgendwie mehr Farbe wenn man weiß das es Geheimnisse gibt und hinter den Vorhängen auch was passiert.

  109. Na toll!
    Da hat man ernste Schlafstörungen (kein Scherz) und tröstet sich erfreut mit diesem Blog, und dann bekommt man eine Hiobsbotschaft. Ist die FAZ verrückt geworden? Wer verbietet ihr, neue Experimente neben dem Funktionierenden zu starten? Reiten die neuen Pferde sich denn besser, wenn man das alte erschießt? Manches war Geplauder, das mir nichts sagte, sprachlich aber schön war, manches aber war brilliant und vieles mutig.
    Und manches war journalistisch hochinteressant und so nirgendwo anders zu finden. Ich erinnere mich an einen Beitrag über die naive Internetkunst der Anhänger Trumps, daraus ließ sich mehr über die Spaltung der USA lernen als aus manchem Dossier. Und für diese Recherche mit exotischen Funden sind Sie vermutlich nichtmal aufgestanden. In einer Zeit, in der der Journalismus schnell und oberflächlich wird, weil Copy and Paste und zwitschernde Echokammern jedes Nachdenken ersticken, haben Sie gezeigt, dass auch Internetrecherche intelligent und klarsichtig sein kann. Wie kann man auf so ein Talent verzichten? Zumal Sie fast schon zu fleißig waren, hat das Ihnen Ihr Geschick verdorben? Zuviel, und dann auch Routine? Nun, Sie glänzten selbst in der Routine des Tegernsee-Barocks und des Snobs und als politischer Beobachter waren sie seit 2015 kein bißchen verschlafen und kein bißchen routiniert und auch kein Snob. War es das? Hatten Sie zu oft recht? Ich danke Ihnen jedenfalls, ich habe als Leser viel von Ihnen gehabt, hoffe noch auf ein Umdenken der FAZ, aber Hoffnungen sind seit einiger Zeit ja ein Thema für sich. Adieu.

    • Titel eingeben
      die „neuen Experimente“ sind doch offensichtlich ’ne Ausrede.
      Denn die kann man ja tun, ohne dass man den erfolgreichen Don…
      .
      Man stelle sich vor, Dallmayr will’s mal mit Tütensuppen versuchen und schmeißt deshalb ihren Kaffee aus dem Sortiment.

    • Tütensuppen sind das kommende grosse Ding im küchenlosen Haushalt der Berliner Singles.

    • Mit Tüttensuppen ist das analog zu McDonalds
      da: „keiner geht hin, aber der Laden ist immer voll“ , Maggi und Knorr kauft kein Mensch, aber die Nestle-und Unilever-Aktionäre lesen die Geschäftsberichte mit Wohlwollen

    • Ja, man kann sich wirklich nur wundern, es ist ein wenig wie mit NSDAP-Mitgliedern.

  110. Vielen Dank
    Auch von mir vielen Dank. Das ist hier mein erster und letzter Kommentar auf diesem Blog, den ich seit Jahren lese. Fuer mich was es das Beste der FAZ. Seit Sarazzin lese ich den „Stern“ nicht mehr, seit dem Herbst 2015 lese ich den „Spiegel“ nicht mehr. Jetzt also „FAZ“. Ich werde „virtuell“ in die Schweiz auswandern, da gibt es noch lesbare Zeitungen. Und daneben immer mal schauen, ob und wo Sie wieder auftauchen.

  111. Ich habe gehört ich habe gelesen…
    Vielleicht ganz kurz.

    Es war wie ein Hammerschlag. Ich kann ihnen nicht sagen warum, aber man nimmt mir etwas weg! Eine Kündigung ist immer endgültig.

    Ich bin froh dass ich die sechzig überschritten habe und von der Nachwende nie etwas erhofft, doch durch Höhen und Tiefen watete. Nur das die Enkelkinder vom jetzt zu beginnenden Mist, ernsthaft betroffen sind.

    Je mehr Sie die Zustände vermaledeit, allegorisch beschrieben haben, dachte ich doch des Öfteren, an Herrn Justizminister Maas; ich bin in der DDR aufgewachsen, es gab für mich und meiner Frau, nie den Tag, der es mir verbietet, zu sagen, was gesagt werden mochte.

    Doch heute wäge ich ab, Nichts deuten zu sagen, ich trenne sogar das Internet vom Laptop; ich weiss nicht wer sich alles aufschaltet, zuhört; wie ich noch auf diesem Blog Kommentare schrieb, zu oft enttarnte sich diese lauschige Vermutung, die einen nicht aus dem Wege gingen, schattig eben tollpatschig von Diverser Machart; kolportierten von Haus aus! Ich toleriere ihre Pfiffige Neugier.

    „Wir laufen auf einen Weg des Schweigens zu“.

    Wenn man mich, kleine Lunte, nur für mein politisch stilles Unvermögen vergessen hat, so bin ich wie jeder andere von Courage her, durch grobe Anständigkeit, notfalls Parieren.
    Die Geschichte, ist nur eine Nuance von reibungsloser Zeit; für jede politische Zuwenndung gestrig.

    Ich danke für ihre Zeit auf diesem Blog als Don Alphonso.

    H.G. Alias Born

    P.S. „Kein Wille zwingt seine Unterwerfung“.

  112. Schade
    Die FAZ hat sich sehr verändert.

    Das wäre mit Frank Schirrmacher so nicht möglich gewesen.
    Insofern ist das Ende Ihres Seventastic HIER nur konsequent.

    Vielen Dank für Ihr Rückgrat und ihre Spitze Feder.

    Bin gespannt, was aus diesem Ende für ein neuer Anfang wird.

    Schließe mich der Erwartung meines Vorredners und seinem Sprachbild an.

    Es wird sicher spannend, was aus der „Entriegelung des V8“ wird.

    Und, etwas hatte ich schon den Eindruck, daß der V8 schon ein wenig „abgeregelt“ war.

    Don Alphonso, Ihnen alles Gute und Danke.

  113. OMG!
    ja, der Text oben ist wieder mal sehr lesenswert, ist aber gerade komlett untergegangen, als ich hier die Meldungen Eures Abgangs von der FAZ lesen mußte. Gut, es kommt noch was. Also werde ich den FAZ-Reiter noch nicht aus den Favoriten löschen. Danach aber schon.
    Wie wäre es, wenn Sie zum Abschied nochmal ordentlich gegen die seit einiger Zeit betriebene Sprachverstümmelung in der FAZ abledern? Ich meine diese widerwärtige Unsitte, plötzlich bei allen großgeschriebenen Äs, Ös und Üs die Pünktchen wegzulassen. Das nervt mich extrem an. Und, ehrlich gesagt, wäre das für mich ein Grund, das Lesen dieser Internetseite SOFORT einzustellen – wenn Sie hier nicht noch bloggen würden…
    Okay, dann schreiben Sie demnächst woanders. Wird die neue Seite halt ihren Reiter in meinen Favoriten bekommen.

    • "diese widerwärtige Unsitte..."
      „…plötzlich bei allen großgeschriebenen Äs, Ös und Üs die Pünktchen wegzulassen.“

      Das ist nicht ersatzlos, dafür gibt’s doch jetzt in der FAZ Gendersternchen:

      z.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/american-historical-review-sucht-autor-innen-15469356.html

    • Link deaktiviert, aus Gründen.

  114. Titel eingeben
    Bin leider viel zu spät in meinem doch schon fortgeschrittenen Leben auf das DA – Blog aufmerksam geworden…trotzdem, Dank für die äußerst unterhaltsamen und oft lehrreichen Momente.

    Dass Sie, lb.Don, hier in Zukunft nicht mehr publizieren, hier, wo es noch möglich war, zu kommentieren ( kann sich von den Mitforisten noch einer an die Spalte „meist kommentiert“ neben meistgelesen und meistempfohlen erinnern?) und zT intellektuell hochwertige Leserkommentare zu genießen, ist ein echter Verlust in dieser immer irreren Medienwelt…schade… Ich hatte übrigens auch mal so einen Roadster wie Sie,allerdings nur den R170, aber ich konnte immer sehr gut verstehen, warum Sie von Zeit zu Zeit diskret auf diesen Ihren Besitz hinwiesen….Wünsche Ihnen alles Gute, wieder ein Grund entfallen, auf FAZ.net zu klicken, hoffe, an anderer Stelle wieder von Ihnen zu hören….

    • R 170
      das „nur“ davor will ich mal nicht gehört haben ;)
      Auch wenn mir die aktuelle und m.E. wirklich gelungene 7-Gang-Automatik und auch die höhere Leistungsausbeute der Nachfolger durchaus bekannt ist, so habe ich mich erst vor 4 Wochen dazu entschieden, einen 1996er 200er SLK zu erwerben. Als Alltagsauto. Keine 80k auf der Uhr und ein Traum von einem Auto. Viel besser als der minimal jüngere 230er Kompressor, den ich zuvor hatte – und das meine ich bierernst. Ach ja, bin natürlich Junggeselle, Mitte 40, und habe den SLK vor gut 5 Jahren als das für mich persönlich optimale Junggesellenfahrzeug entdeckt. Tolle Optik, ausreichend Leistung und hervorragende Alltagstauglichkeit (da gehen auch schon mal 100kg Braunkohlebriketts in den Kofferraum – bei niedrieger Ladekante; oder 3m lange Obstbäume bei offenem Verdeck ;)) und bei gutem Wetter kann ich sogar oben ohne – genial! Und wenn ich mal gleich zwei Damen auf einmal am Bahnhof stehen habe (schon vorgekommen), dann lasse ich eben von meinem Kumpel Taxiunternehmer die schwarze Limo anrollen – die Ladys stehen drauf und ich brauch nicht zweimal fahren ;)

  115. Schade!
    vielen Dank für die vergnüglichen Stunden und auf ein Wiederlesen fernab der leider immer schmaler und karger werdenden Hauptstraße.

  116. „Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?“
    „Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?“

    Das Thema sind also Personenkreise, die gemeinsam haben, dass sie alle den leistungslos erworbenen Reichtum sinnvoll genutzt haben, zumindest der eigenen Meinung nach? Dass in deren Familien jede Generation sich für die ersten, sagen wir mal 25 Jahre(?) peinlichst an elterliche Vorgaben fürs eigene Leben, Benehmen und Bildung gehalten haben, um der stets drohenden Gefahr der Enterbung zu entgehen? Die sich deshalb dann zwecks Kompensation auch für den Rest des eigenen Lebens veranlasst sehen diese Form der Prägung stets aufs Neue als das Wünschenswerteste schlechthin nachzuweisen? Und sich das Nachdenken über die eigene Psyche und Konditionierung gefälligst zu verkneifen haben?

    Die sich dadurch auszeichnen, dass sie es für nötig halten in relativ kurzen Abständen immer wieder nachzuweisen, dass es gerade betreffs der Kultur hinreichende Gründe gibt, nichts zu ändern?
    Dass man die Hoheit über Definition von Hoch-Kultur hat, auch wenn sie dann nur mehr aus absurd hässlich-spiessigen Rokoko Porzellanfiguren und aus Original Inszierungen aus Shakespeares eigener Hand besteht? Dass aber genau diese Form der Kultur unbedingt überleben muss, denn jeder Fortschritt ist ein Frevel am Status Quo, der ja allein die Erhaltung der eigenen, wie gesagt leistungslos erworbenen Privilegien garantieren kann?
    Denn jeder Fortschritt, bedeutet, horribile dictu!, Änderung, und Änderung wird bei Besitzenden immer mit der Ur-Angst des Verlustes verbunden?

    Ja, man kann Verständnis für solche Probleme haben und die, die sie haben, allerdings müsste man dann aber auch die Voraussetzung für diese Erstarrtheit akzeptieren, und da gibt’s nun mal Probleme.
    Denn man braucht dafür nämlich im Grunde nur zwei doch recht widerwärtige Dinge. Einerseits ein Volk, das dumm genug sein muss um eine Welt am Laufen zu halten, die dem einen Prozent ihr genüssliches Dasein und die dazu nötigen Güter ermöglicht, und die an diesem Zustand natürlich nichts ändern wollen. Und andererseits zweitens jene angebliche „Führungsschicht“, gegenwärtig also in Demokratien aus Politiker-Karikaturen bestehend, die einerseits zwar inkompetent, aber immerhin korrupt genug sein müssen um zu wissen, was und wer ihnen auf diesen Welt die eigenen Privilegien garantiert, denn die eigene Leistung ist es sicher nicht.
    Also, jene Emporkömmlinge in schwarz-rot-grün die dabei das Verspottetwerden, von oben und von unten in Kauf nehmen, solange sie auch mal an den Trüffeln schnüffeln dürfen… wie die Schweine.

    Das Thema des Seventastic war also…. dass man in einem solchen Leben auf die Hilfe der Nachkommen des Abtritt-Reinigers angewiesen sein kann, und wenn man Pech hat auch noch so tun muss, als habe man mit solchen Leuten irgendwas gemeinsam, nur weil sie auch Geld haben und die eigenen Rohre leck sind?

    • „25 Jahre(?) peinlichst an elterliche Vorgaben fürs eigene Leben, Benehmen und Bildung gehalten haben, um der stets drohenden Gefahr der Enterbung zu entgehen?“

      Das war überhaupt nicht so. Lustigerweise halten sich dagegen die Neugebildeten an scheinregeln, die es so gar nicht gibt, oder anders gesagt, von denen jeder weiss, wie man sie umgeht.

    • Ach TDV,
      das musste ja kommen.Nicht jeder droht mit Enterben, wenn die Kinder anderer Meinung sind.Was ich selber denk‘ und tu‘, traue ich auch andern zu? Das wäre für uns einfach nur armselig gewesen.

      Alles Gute wünsche ich Ihnen und Ihrer Frau, vor allem Gesundheit bis ans Lebensende. Gruß an das Frollein mit dem Blingbling – Halsband.

    • Werter TDV, ich hab es auch ohne Erbe oder Schenkung zum ....
      …. Müllionär geschafft. Elternseitig ausgestattet nur mit einem Auslandsaufenthalt und einem Diplom einer staatlichen Universität. Keine Wohnung, kein Auto, keine Apanage.
      .
      Die härtesten Gegner dieser 25 Jahre waren Euro-Einführung, Steuerklasse 1 und Sozialabgaben.
      .
      Die Müllionen, die noch kommen mögen oder nicht sind mir willkommen aber nicht wichtig.

    • naja
      Sie sollten sich im klaren sein, dass die Revolutionäre meist nicht die sind die von der Revolution besonders viel haben.

    • DIetrich.... ?
      Mit welchem meiner Kommentare habe ich denn jemals irgendwo den Eindruck erwecken können, ich hätte Illusionen was Revolutionen angeht?

      Und, Don, ich nehme an man wird im rebellmarkt auf die zukünftige Entwicklung hingeweisen werden?
      Ich „brauche“ ihre klammheimlich ja stets eine wenig links angehauchten Texte als konservativen Gegenpol zu Ken Jebsen und den Nachdenkseiten. Mehr Lesenswertes finde ich in der deutschen Medienlandschaft seit längerem nicht mehr …

    • Ja, es wird weiter gehen. Alles, was die Seventastic ausmacht, ist ja in meinem Kopf. Das hier ist nur eine Software auf einem Server.

  117. Besten Dank ...
    … für die vielen wunderbaren Texte. Der Rest der Online-FAZ ist austauschbar, NZZ informiert in der Regel besser.

    Machen Sie es gut, ich hoffe, Sie werden an anderer Stelle den Mund aufmachen.

    Noch einmal Danke und auf Wiedersehen!

  118. Menschenfeind
    Sie sind halt ein Snob und ein Menschenfeind, und zwar der Art, wie ihn Alfred Polgar in dem schönen Kleinod „Das Leben ist der Güter höchstes nicht“ beschrieben hat, Anfang der 1930er Jahre, sehr hellsichtig.

    Zu ihren Immobilien: Haben sie nicht einmal geschrieben, dass ihre Eltern Häuschenbauer am Stadtrand waren? Da wird wohl glücklich geerbt worden sein, ich vergönne es ihnen.

    Schöner Beitrag, dieser letzte, und eine farbenfrohe Illustration von Bourdieus „Feinen Unterschieden“. Und warum muss ich an Madame Verdurin denken. Meine große Stadt ist voll von Leuten, die, gerade mal vor einigen Jahren aus der Provinz eigetroffen, wichtigtuerisch in Kaffeehäusern sitzen und herumstolzieren, die schon meine Großeltern frequentiert haben. So ist das eben.

    • „Häuschen“ wäre etwas untertrieben, es gab in den 70ern halt einen Teend zu neuen vierteln der Besseren Kreise. Bei uns hat sich die Oligarchie doch recht gut gehalten.

  119. Es ist absurd, es muss wahr sein!
    Die FAZ trennt sich also von ihrem Kulturautor, die Gute Stube wird geschlossen. War wohl doch kein so gutes Geschäftsmodell, sich einen zu halten. Ich werde wehmütig…

    Nun denn, sollen sie halt die jungen ranlassen, mit ihren Experimenten. Dann kann das eher ältere Publikum hier, X-er aufwärts, lesen, was junge Journalisten so bewegt, die „schreibende Unterschicht“, wie sie bei den Stützen so herrlich diskriminiert wurde. Natürlich alles ganz divers und inklusiv. Lasst keine Schneeflocke zurück.

    Unsereins bleibt nur die Hoffnung, dass die lange geistige Nacht, in der sich Medien und Politik befinden, irgendwann zu Ende geht. Es ist als würde man einem Markt beim crashen zusehen, mal schneller, mal langsamer aber immer mit eindeutiger Tendenz. Mit dem Don, so dachten einfältige Leser, wie ich, will die FAZ Leute mit Zeit, Geld und Geschmack binden, Leser, die zugleich politische Ansichten haben und sich, so das Kalkül, bei der FAZ informieren, um sich anschließend ein wenig zu streiten oder eine Filterblase zu bilden, ganz wie sie wollen. In den Jahren hier ist mir niemand begegnet, der sich wie ein Kind behandeln lassen wollte. Die Ablehnung der Volkspädagogik, des Meinungs-Förderunterrichts, unternommen von Journalisten, war Konsens, vielleicht sogar der einzige.

    Die Bürgerlichen mögen Charakter, das entspricht ihrer eigenen Vorstellung von Diversität. Der maoistische Schwarmgeist der Vielfältigen, symboliisiert durch Twitter und Follower, durch Likes und Blockaden, ist ihnen unheimlich. Bildung ist für sie ein Nachweis der Arbeit an sich selbst. Freilich kann man es damit auch übertreiben, sie zu einem Selbstzweck werden lassen, der andere Schwächen zudeckt. Deswegen auch der Gefallen an Bodenständigkeit, der sie relativiert. Die FAZ Seventastic haben das noch einmal idealtypisch vorgeführt ohne es zu inszenieren. Die Kunstfigur war immer authentisch, sonst hätte sie auch nicht so lange durchgehalten. Es hat ihrem Autor auch eine Menge Ärger eingebracht und ich hoffe, dass die Zeit hier, im Rückblick, keine verschwendete Lebenszeit war.

    • Ich habe immer bei Schirrmacher gesagt, jedes Schlachtschiff braucht im Umfeld auch ein Schnellboot. Davon habe ich zwei gebaut und sie waren nicht ganz schlecht. Mir tun offen gesagt die Mitarbeiter leid, die als nächste etwas Kritisches schreiben und dann eingedeckt werden, weil der Mob da draussen glaubt, es ginge und man werde sich da schon durchsetzen. Das ist zwar falsch, aber nicht wirklich angenehm. Die beiden Schnellboote drehen halt ab. Fluctuat nec mergitur.

    • Lieber Don,
      „Mir tun offen gesagt die Mitarbeiter leid, die als nächste etwas Kritisches schreiben und dann eingedeckt werden, weil der Mob da draussen glaubt, es ginge und man werde sich da schon durchsetzen. “

      Genau das ist doch Sinn der Übung: bestrafe einen, erziehe tausend.
      Bei Ihnen muß man sich ja Gott sei Dank weder Gedanken machen, daß Sie den Rest Ihrer Tage bei Hartz4 fristen, noch daß Sie vor Langeweile versauern werden.
      Andere würde so etwas aber deutlich härter treffen. Und die werden deswegen auch vorsichtiger sein.
      Es ist schauerlich.

      Was mich interessieren würde:
      1.
      Sie haben sich hier ja mehrfach schützend vor die FAZ gestellt, immer das offene Klima betont und sogar einen Stimmungswandel in der Redaktion angedeutet. Trifft Sie diese so vorhersehbare wie erbärmliche Entwicklung wirklich unvorbereitet?
      […]
      2.
      Welche Möglichkeit haben wir, diese Herrschaft der B[…] zu beseitigen? Ich weiß ja, daß Sie das anders sehen, aber die wirklich einzige oppositionelle Kraft….
      Ach was, ich will Ihnen ja nicht auf die Nerven gehen.

      Machen Sie’s gut, lassen Sie von sich hören (vielleicht wirklich bei der NZZ?)- und schauen Sie sich vielleicht doch mal die Ihrem Lieblingsprinzen nachgefolgte Dottoressa an.

    • Pardon, ich musste eingreifen.

      Sie müssen sich das wie ein italienisches auto vorstellen, einen Roadster. Neun Jahre geben Sie Gas, und dann, wie aus dem Nichts, bricht die Lenkstange, die seit ein paar Monaten schon knarzte. Sie knallen in den Fels, sind unverletzt, das Auto ist Schrott – aber war es schlecht?

      Ansonsten, keine ahnung. Es gibt nicht die FAZ, es gibt Ressorts. Das Feuilleton hat sich natürlich verändert, aber das ist normal. als ich kam, sass nich Reich-Ranitzky in seinem Büro und Schirrmacher war unangreifbar. Es scheint, als wäre das Jahrhunderte her.

    • "Maoistischer Schwarmgeist der Vielfältigen"?
      Da bin ich skeptisch – eher ist es der Schwarmgeist der Einfältigen….

      Wenn ich das maritime Bild mal kurz verlassen darf, denke ich bei so etwas eher an „Die Vögel“, wo ja auch keiner versteht, warum die Aggressivität da ist.
      Aber ein Schnellboot hält einen Mövenschwarm schon aus….

    • @Don: Nostalgie
      Sie schrieben:

      „als ich kam, sass nich Reich-Ranitzky in seinem Büro und Schirrmacher war unangreifbar. Es scheint, als wäre das Jahrhunderte her.“

      Es ist wahrlich nicht das einzige, was Jahrhunderte her scheint. Bis 2015 konnte ich mir jedenfalls nicht vorstellen, daß ich einmal in einer Kanzlerdemokratur leben und nostalgisch auf die Ära Kohl zurückblicken würde. Und ich habe wahrlich keinen verklärten Blick auf diese Zeit.

    • Richtungswechsel
      Die Trennung von Don Alphonso scheint mir schon mehr zu sein, als eine Personalie. Das ist eine Richtungsänderung hin zum Mainstream und hin zu einer Lifestyle-Zeitung, die sich vielleicht besser verkauft, als das bisherige Konzept. Dafür spricht der Kurs, den die Sonntagszeitung seit einiger Zeit fährt, wo mit Ausnahme vielleicht von Rainer Hank und einigen wenigen anderen,doch relativ viele „fortschrittliche Geister“ Zugänge sind. Man kann dieser Entwicklung nur durch finanzielleVerweigerung Einhalt gebieten.

  120. Titel eingeben
    Lieber Don, es war einfach schön hier, Dankeschön und auf bald!? Wir werden Sie schon finden.

  121. Vielen Dank
    für die einzigartigen Seventastic und alles Gute für die Zukunft!

    Überrascht hat mich die Entwicklung nicht. Man muss eben heutzutage aufpassen was man wo sagt.

  122. Tauben vergiften
    geht leider wegen des fehlenden Parks nicht. [ahem.Don] Daher füge ich mich in die Reihe der Faz-Kündiger ein und werde das mit dem sehr bedauerlichen Ende von Ihrem Blog begründen. Dem Weg mit dem neuen Seventastic kann folgen wer mag.

    Wie ich letztes Jahr nach der Beerdigung eines angesehenen Menschen in unserer kleinen, dummen Stadt schrieb, merkte ich, dass der Humanismus zu Grabe getragen wurde. Mit ihm ein Menschenbild sowie eine kulturelle und kultivierte Bildung. Heute gibt es nur mehr oder weniger gut ausgebildete Menschen und Autoren, aber fast keine gebildeten mehr. Das merkt man der FAZ auch mittlerweile an.

    Es waren, wie heute auch, immer wieder die kleinen Geschichten aus dem(ihrem) Leben, die das große Ganze zurecht rückten und den Irrsinn der Mode bloßstellten. Vielen Dank dafür! Auch Danke an die Mehrzahl der Mitforisten und ihren interessanten Beiträge ohne Haltespeech aber mit Achtung voreinander.

    • Gern geschehen. Wissen Sie, das Netz ist so volatil und unberechenbar, dass es schon gar nicht so leicht ist, eine Gemeinschaft zu halten. Ich glaube aber, dass das in diesem Fall eher wie im realen Leben sein wird. Das freut mich doch sehr.

  123. Auch von mir Dank für die bisherigen Beiträge
    Und schade, dass es – leider, für mich aber nicht unerwartet – bei der FAZ ein Ende findet (zumindest fand ich Stresspunkte in den letzten Monaten spürbar).
    Aber so ist das Leben nun mal, und da wird jeder reininterpretieren, was er/sie/es will.

    Ansonsten sagt mir der Text nicht viel, man sollte halt auf beiden Klaviaturen spielen können, konsonant auf dem der sogenannten „Kulturhoheit“ wie – dissonant – der der bewussten Ignoranz.
    Der Rest ist eine Frage der persönlichen Unabhängigkeit.

    And in the end, nothing really matters … ;-)

    • Man sollte wissen, wann man die feinen Leute überfordert. Das verstehen leider viele nicht. oder sie denken, das wäre in Ordnung.

      Ansonsten, nein, das lief hier alles sehr ruhig in den letzten Wochen.

  124. Ds war zu befürchten
    Das System schlägt zurück. Abweichler werden an die Wand gestellt, auch wenn das Ende des Systems bereits absehbar ist. Der „Don“ stirbt als Märtyrer. Dem Rainer wünsche ich viel Glück und eine schnelle Wiederauferstehung an anderer Stelle. So long, old friend!
    Ein treuer Fan.

  125. Trauer
    Don, auch wenn Sie lieber über „das Thema“ diskutieren möchten, lassen Sie uns bitte unsere Trauer und das Verlangen, darüber zu reden. Kürzlich wanderte der Chefkoch meines Lieblingsrestaurants aus, und ich schicke ihm ständig Emails mit der Frage, wann er denn bitte zurückkehren würde. Wir sind schwach, wir haben Bedürfnisse und Sie müssen jetzt eine Weile für uns stark sein.

    • Ich kann das verstehen und es ehrt mich, aber es gibt keinen Grund zur Trauer, ich bleibe als solcher ja erhalten.

  126. Interessant und folgerichtig
    Lieber Don,
    die FAZ meint, auf Sie und Ihre Seventastic verzichten zu können? Gut.
    Da die FAZ immer schlechter wird und ich eh nur noch Ihren Blog lese. Auch, weil der werbefrei ist, man die FAZ nur noch ohne Ad-Blocker lesen kann und dann so mit Werbung drangsaliert wird, dass es unerträglich ist. Ich bin mir sicher, dass Sie und Ihre Texte uns erhalten bleiben, nur geben Sie uns bitte Bescheid, wo wir Sie zukünftig finden.
    Trotzdem, eine interessante und gleichermaßen fatale wie unschöne Entwicklung.
    Bleiben Sie, wie Sie sind. Streitbar, eigensinnig und gescheit.
    Liebe Grüße
    Nemesis

    • Ja, ich finde, man könnte einen prima Beitrag über Netzdynamiken darüber schreiben. Leider kriegt das aber keiner hin.

    • Nicht ganz so...
      …ohne Anmeldung und mit adblocker-on kann man lesen, sofern man ein i-pad (nehme an auch i-phone) benutzt.
      Sonst wär ich schon lang nicht mehr hier…

  127. Traurig
    Danke für die schönen Texte, hoffentlich finde ich Sie in den Weiten des Netzes wieder.

  128. Arrividerci, auf ein Wiedersehen!
    Dann sage ich hier schon mal danke – nicht nur dem Gastgeber, sondern auch den vielen Mitforisten, die ich hier angetroffen habe, als da z. B. sind: der Tiger, Folkher Braun, DdH, django… etc. pp. Ich freue mich auf die Beiträge, die noch auf der Zielgeraden entstehen und verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung
    Kalchas

    • Es gibt auch ein Leben nach der Zielgeraden. Das ist kein Sprintz, sondern eine Reise ohne Ende.

  129. So erwartet...
    … unerwartet.Am Ende, ja, ist jegliche konservative Meinungsäußerung verboten. Herrlich…?

    • Das trifft in der form ja jeden, der hier kommentiert.

    • Nein, nein,
      .. das galt Ihrem Ausscheiden bei der FAZ.

      Allein die Möglichkeit zum Austausch in den Kommentaren mit diesem Publikum war ja schon ein Alleinstellungsmerkmal bei all den nicht mehr mit Kommentarfunktion versehenen Artiklen heutzutage.

      Mir bleibt da nur alles Gute zu wünschen und die Augen offen zu halten wohin es Sie denn verschlägt?

      Was wird eigentlich aus Ihrem Twitter-Account, wenn man fragen darf?

    • Ich denke, der wird umbenannt, das muss ich aber noch mit Twitter klären, damit er verifiziert bleibt.

    • Twitter
      Ja, das war so mein Gedanke, weil bei der Twitterlastigkeit der linksaußen Filterblase wäre eine Entverifizierung oder sogar Sperrung von Ihnen für diese wahrscheinlich ein noch größerer Grund zum Jubeln als Ihr Ausscheiden bei der FAZ.

      Hoffe, da gibt es keine Schwierigkeiten.

    • @ DA - Twitter Verifizierung
      Bin gespannt; ob das mit der Verifizierung für den neuen Twitter-Account klappt. Ursprünglich ging es dabei ja nur um die Identität des Autors. Wenn Twitter die Verifizierung aber jetzt als eine Art Gütesiegel neu interpretiert…

  130. Verstehe ich nicht
    Menschenskinder
    Es gibt einzelne Artikel und Ihr Blog, für die ich gerne zahlen würde.
    Auch für eine unzensierte Veröffentlichung von Kommentaren würde ich zahlen.
    All das und vieles mehr habe ich schon oft kommentiert in der FAZ.
    Leider schafft es die FAZ nicht , eine kritische Distanz zur Politik zu erhalten oder so wie der Don, „alle (Politiker) gleich zu hassen“.
    Stattdessen hassen sie ihre Leser.

    Verstehe ich alles nicht.
    Das ch hoffe, noch viel vom Don zu lesen!

    • Etwas anderes anbieten ist nicht „Leser hassen“, es ist vermutlich der Versuch, sich breiter aufzustellen. Ich habe dagegen eine spitze Zielgruppe. Man muss solche strategischen Pläne halt akzeptieren, andere sehen das anders.

    • Vielfältige Medienlandschaft stützt vielfältige Parteienlandschaft
      „Breiter aufstellen“ meint normalerweise aber nicht, dass alle gehen und vielleicht später irgendjemand anderes dafür noch kommt.

    • "Ich habe dagegen eine spitze Zielgruppe."
      … das ist – mit Verlaub – nicht richtig. Ihre tatsächliche Leserschaft ist der sog. gemeine Deutsche (Germanicus Domesticus), d. h. 50 + X % der Bevölkerung. Die sog. Qualitätspresse schreibt ihre „Narrative“ doch nur für eine fanatisierte Restgruppe von 10 % der Bevölkerung („GrünInnen“), sowie 40 + X Sedierte …

    • Na gut – ich tue so, als würde ich mich nur an die obersten 10% wenden.

    • Sie schaffen das nicht!
      Kritische Distanz – im Sinne von Hajo Friedrichs – keiner schafft das mehr, die „Welt“ auch nicht, und der „Spiegel“…ach, der ist blind, schon seit langem. Verlegerischere Interessen schlagen immer stärker durch. Früher sprachen die Linken vom militärisch-industriellen Komplex, heute haben wir den politisch – medialen Komplex. In den Foren wird alles geblockt, was der Tendenz des jeweiligen Mediums widerspricht, je intelligenter der Widerspruch, desto größer die Zensurwahrscheinlichkeit.

      Ich habe an der Abschaffung der DDR mitgearbeitet, entgegen meinen wirtschaftlichen Interessen. Ich hätte nie erwartet, noch so ein Dejavu erleben zu müssen, die Verhältnisse nähern sich in rasanter Weise den mir bekannten und verhassten an. Früher gab es die Parteidoktrin, heute gibt es die PC, beides Untote mit erheblichem Gruselpotential.

      Lieber Don Alphonso, ich werde Sie suchen und hoffentlich bald finden. Vielen Dank für feinsinnige, nachdenkliche und kenntnisreiche Unterhaltung. Hätte ich die FAZ je abonniert, würde ich sie jetzt abbestellen.

    • Naja, die Zeitung hat ja nicht so viel mit Print zu tun und dort habe ich nach Schirrmachers Tod eh nicht mehr viel gemacht.

  131. Hier irrt der Don...
    DA: „In diese Lücken der Stille stossen jene, die glauben, es gäbe beim ökonomisch verrammelten Tor zum sozialen Olymp auch noch einen intellektuellen Nebeneingang.“

    Das ist kein Nebeneingang, sondern der Haupteingang. Und der „soziale Olymp“ ist ein gesellschaftliches Konstrukt der Vergangenheit, geschaffen aus der Geschichte, die den Betroffenen in der Gegenwart ihres Lebens gar nichts nützt, sondern eine Bürde ist. Man kann reich geboren werden und Kunst studieren, aber deswegen ist man kein Intellektueller, sondern ein Beobachter der Vergangenheit und der Gegenwart. Man kann aber auch arm geboren werden, sich regelrecht durch die gesellschaftlichen Schichten fressen und die Gesellschaft mitgestalten: Dann ist man in Intellektueller, darf aber vom Pöbel keine Dankbarkeit erwarten und ein Haus erbt man deswegen auch nicht, aber man nimmt wenigstens den Haupteingang.

    • Das ist ein Nebeneingang. Twitter ist voll von schlecht gelaunten Mittvierzigerinnnen, die Geiseswissenschaften studiert haben und dann feststellen mussten, dass die höheren Töchter trotzdem die Museumsjobs bekamen. Bildung ist zwar wichtig, aber wenn es dann um die Karriere geht, spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle. Das führt dann oft zu einer weiblichen Midlife-Krise.

    • Haupt- und Nebeneingänge
      DA: „Bildung ist zwar wichtig, aber wenn es dann um die Karriere geht, spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle. Das führt dann oft zu einer weiblichen Midlife-Krise.“

      Das ist nicht nur auf Frauen beschränkt, sondern betrifft auch Männer. Und der Schlüssel zum Zugang lautet „Persönlichkeit“ und „Selbstreflexion“, und nicht die erworbene Bildung. Glauben Sie mir, mein lieber Don, dass es da draußen Menschen gibt, deren IQ ist derart hoch, dass anderen schwindlig wird: Für diese sind „Bildung“, „Intellekt“ und „Reichtum“ einfache Kategorien des menschlichen Lebens, und der „soziale Olymp“ nur eine Fußnote der gegenwärtigen Geschichte. Ob da eine schlecht gelaunte Mittvierzigerin ihren verbalen Müll im Internet absondert, ein frei drehender Grüner seine Pubertät offen auslebt oder ein missratenes Stück Politcharakter in einer TV-Talkshow für geistig Minderbemittelte herumdruckst, kann einem egal sein, aber es ist nun mal der hässliche Haupteingang mit quietschenden Flügeltüren, einem überforderten Pförtner und dem Gestank der vulgären Masse.
      Der Nebeneingang über Geburt, das Geld oder pures Glück ist aber auch nett: Letztlich geht es ja um das Menschenrecht höherer Töchter, von jemand standesgemäß flach gelegt zu werden, ohne dass sich die Dame dabei ekelt. Und wenn doch, dann hoffentlich über sich selbst… ;-)

    • Naja, aber schauen Sie, Intelligenz ist jetzt nicht so das Hauotmerkmal der Bayern, das muss man ganz offen sagen. Und Schlauheit ist nun nicht die Anschlussstelle für Kultur.

    • @Don: liegt vielleicht auch daran, daß der alte Spruch
      „Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat“ immer noch hochaktuell ist. Tarnt sich allerdings heutzutage insbesonder links der Mitte als „Netzwerk“

    • Der Umsteigebahnhof der Gesellschaft
      „Naja, aber schauen Sie, Intelligenz ist jetzt nicht so das Hauptmerkmal der Bayern, das muss man ganz offen sagen.“

      Das ist natürlich sehr bedauerlich für die Bayern, aber das Horschtl hat eigentlich schon bewiesen, dass es auch diese bayrische Form der Intelligenz gibt: Und hat das Horschtl nicht das Uckermärker Weltverbesserungstrampel ganz entzückend in ihre Schranken gewiesen?

      „Und Schlauheit ist nun nicht die Anschlussstelle für Kultur.“

      Oh, doch! „Schlauheit“ ist sogar die hinreichende Bedingung für Intelligenz, sonst kann man sie ja nicht anwenden! Und somit ist „Schlauheit“ auch die notwendige Bedingung für die Kultur, denn Kultur repräsentiert das Abstraktionsvermögen der menschlichen Lebensweise, die ohne Beobachtung und eine gewisse Intelligenz nun mal nicht machbar ist. Schlauheit und Intelligenz bilden sogar das Grundgerüst einer persönlichen Kultur, die man Bürgerlichkeit nennt. Die Bürgerlichkeit kann provinziell sein, aber sie ist bürgerlich. Aufsteiger aus der Unterschicht dagegen müssen durch das Jammertal des Unkultivierten und Tierischen, und ihr Erfolg hängt davon ab, ob sie moralisch unbeschadet oben ankommen.

    • Echte Aufsteiger studieren auch nicht Kunstgeschichte,
      sondern ein MINT-Fach. Oder werden Handwerksmeister.

      Geisteswissenschaften sollte man wirklich nur studieren, wenn man finanziell abgesichert ist. Dann hat man nämlich das entsprechende Auftreten und den gesellschaftlichen Background, um es auch mit ‚weichen‘ Fächern zu schaffen. Allerdings ist man dann aber auch kein Aufsteiger, sondern hat es nur gerade so geschafft, die Ebene seiner Herkunft zu halten.

      Nach Ansicht der FAZ-Herausgeber gehören Sie wohl mittlerweile zur falschen Gesellschaftsschicht. Für die Stützen der Gesellschaft wird diese Zeitung jedenfalls nicht mehr gemacht. Für wHRE Aufsteiger allerdings auch nicht.

    • Bei männern schon, bei Frauen nicht, da kommen dann welche raus, die letztlich bei irgenbdwelchen evangelischen Akademien Essen verteilen.

    • Titel eingeben
      —Echte Aufsteiger studieren auch nicht Kunstgeschichte,
      sondern ein MINT-Fach. Oder werden Handwerksmeister.—-

      Oder sie studieren erst gar nicht. Oder brechen nach einem Semester ab.

    • Abiturfeier
      Anlässlich der Abiturfeier meiner Tochter sagte der Schulleiter, die Abizeugnisse seien ungedeckte Schecks. Fanden alle dooooof.

      Beobachte ich so um mich herum die „Karrieren“, dann zeigt sich, dass es nicht die „virtuellen“ Netzwerke sind, sondern die ganz realen, die ein passables Leben ermöglichen. Ich nehme die MINT-fächer aus.

      Zum Thema „Intellektuelle“ empfehle ich J. Benda zu lesen.

    • @Sufferah
      Anlässlich der Abiturfeier meiner Tochter sagte die Schulleiterin, auf die jungen Leute kämen viele Aufgaben zu, es gälte nun, den Flüchtlingen zu helfen.

      Ich hätte kotzen können, weil sie es damit geschafft hatte, ihren einseitigen, grenzöffnungsbejahenden Bullshit bis in die Abschlusszeremonie mitzuschleifen.

  132. Eine Nachricht aus der TAZ
    Eine Message aus einem TAZ-Leser-Kommentar (der Artikel dazu ist leider unerträglich hämisch):

    „Eigentlich nur wegen dem Don Alphonso habe ich immer mal in die FAZ geschaut, schätze als bekennender altlinker Querfrontler diesen nicht selten ironischen Blick;
    jenseits einer ideologisch determinierten, oft gar zelebrierten Bigotterie und ebenso jenseits der angesagten, neulinken politischen Korrektheit.“
    (Quelle: h ttp://taz.de/!5486363/#bb_message_3601140)

    Dem ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, daß bekanntlich nur tote Fische mit dem Strom schwimmen.

    Übrigens, kann es etwas mit der Anwerbung des neuen Vertriebsleiters vom Spiegel zu tun haben?

    • Nein, das hat m.W. keine Rolle gespielt. Verlag und Redaktion sind getrennt.

    • Alfons in der TAZ?
      Das würde ich als Alfons mit Champagner feiern!

    • ".. außer vielleicht, daß bekanntlich nur tote Fische mit dem Strom schwimmen."
      .
      Das stimmt so nicht.
      Wie kämen sonst die jungen Lachse (z.B.) ins Meer?

      Richtig wäre dann:
      „Tote Fische schwimmen nur mit dem Strom.“
      .
      .
      .
      Zum Don [Dank, Nachruf & Perspektive] habe ich bereits im anderen Blog
      etwas geschrieben. Muss ich jetzt nicht wiederholen.

  133. DA als Lebenshilfe...
    … Ist mir wichtig. Neu kennengelernte Leute, die beim Deus ihre Vorstellungen von Meinungsfreiheit wiederfinden und die Stützen mit verständnisinnigem Schmunzeln geniessen, sind Material für nähere Bekanntschaft. Wer’s nicht versteht, ist mit Vorsicht zu geniessen! Deshalb: weiter so. Sie werden dringend gebraucht.

  134. Faz und Schluss
    Die Texte von Da, ebenso wie die spaeten Veroeffentlichungen des frueheren Herausgebers standen der Faz ganz gut zu Gesicht.
    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass folgende Alleingaenge nicht erfolglos sein muessen.
    Viel Glueck!
    ..irgendwas mit Holz ..oder Fahrraedern!

  135. Kommt in den besten Familien vor...
    Das Ableben des Firmenseniors im BaBaLu erinnert mich doch ein wenig an den Fall des französischen Staatspräsidenten Felix Faure, der in Gegenwart einer Dame des horizontalen Gewerbes im Élysée-Palast verschied. Die Dame war im Nachhinein in Paris als „la pompe funebre“ bekannt. Und an Felix Faure erinnert im Nachhinein immerhin der Name einer Metrostation. Auch angelesenes Wissen, fürwahr, nutzloses noch dazu, aber sicher amüsanter als alle Briefe zwischen echten oder angenommenen Geistesgrößen.
    Freue mich, auch weiterhin von Ihnen lesen zu dürfen.

    • unnützes Wissen
      Meine Lieblings-Metro-Station in Paris ist ja immer noch „Oberkampf“, benannt nach Christoph Oberkampf aus Schwäbisch Hall..

  136. Titel eingeben
    Danke für das aktuelle wie für das generelle Lesevergnügen. Sie werden hoffentlich die Tinte im Fass nicht vertrocknen lassen und weiter publizieren.

    Den Phänotypus, den Sie hier schildern, haben Sie gut getroffen. Tiefes Buchwissen kann nicht schaden; aber es braucht Erdung, sonst bleibt es bei Darstellerei und Mitläufertum.

    Oberflächlichkeit gibt es andererseits heute auch bei Leuten, die auf Stammbäumen hocken, die im Frühmittelalter wurzeln, und bei den Insassen von Schlössern voller alter Geschichten – die geistige Verbindung zu den Altvorderen kann eben reißen. Und: Auch bei vielen „kleinen Leuten“ ohne präsenten Ahnentiefgang wird Klatsch und Tratsch mit Hingabe gepflegt, natürlich am liebsten der über andere, aber frühere Generationen der eigenen Familie werden irgendwann auch zu Anderen, deren Gaffes erzählerisch überliefert werden.

    Vermutlich sind es darum unklare und von Fall zu Fall unterschiedliche Mischungen von Herkunft, Umwelt und Individualität, die aus manchen dreidimensionale Wesen machen und aus manchen Abziehbilder.

    Mein Fazit: Auch wer nicht über antikes Rohrwerk verfügt, darf die Hoffnung hegen, unter uns Würmern ein Glühwurm zu sein.

  137. Niemals geht er so ganz, das wünsche ich mir für DA ...
    …. und sage Danke für viele amüsante Tage und Nächte!
    .
    Bin sehr gespannt was kommt!

  138. Diese 30cm dicke, fruchtbare Masse, Humus genannt, wird immer rarer....
    auf unserem Kontinent. Das begreifen manche nicht und versiegeln, was das Zeug hält für Gewerbesteuern usw. Immer schön in die Breite.

    Knapp 2 Jahre bin ich hier, nachdem meine Tochter sagte:da gibt es auch Seventastic.Gerne gelesen habe ich all die Leute hier, die gebildeter sind als ich.Schließlich lernt man sein ganzes Leben gern dazu. Was würde wohl Renate Simon jetzt schreiben?

    Ihre Freigibigkeit bei der Meinungsfreiheit hat mir immer imponiert. So sollte es überall sein,leider können nicht alle damit umgehen.Es sind zuviel Rechthaber auf dieser Welt.

    Weil Sie auch das Gärtnerplatzteather erwähnen. Die haben der guten Laientruppe hier, von der ich mal schrieb,wunderschöne Hüte für eine Wald – Märchenszene geliehen. Ein Teil deren Fundus‘ befindet sich in meinem Keller, ich habe ja genug davon.

    Mir geht es, wie jemand anderem hier, das Abrupte kann ich nicht fassen. Unwillkürlich fiel mir wieder ein, wie mit dem Tod Ulfkottes umgegangen wurde. Von Größe keine Spur…

    Sie haben mich viel Zeit „gekostet“, das muss ich zugeben. Es war schon etwas Sucht. Bedanken kann ich mich später noch?

    Ich hätte andeutungsweise noch eine Geschichte von der Kemptner Woche um 1955-/+ von einem Hokesteake (Spazierstock), den ein Viehhändler sozusagen als Pipeline nutzte, just in den offenen Pumps einer Dame höherer Gesellschaft. Es kam zur Gerichtsverhandlung und war noch Gespräch, als ich hier ankam.

    Geschichten gibt’s…

    • Eigenständig ist besser
      Ich fand Sie immer gebildet genug und vor allem erdverbunden, soll heißen, ausgestattet mit Herzensbildung.
      Es wird dann wieder ein Sack Humor und freie Meinung fehlen und die FAZ wird das merken. Wenn einer comments hat, ist er beliebt. Beliebte will „man“ nicht mehr.
      Wird hoffentlich wieder selbstständig arbeiten.
      Ich habe auch das andere Blog gelesen, das sie beenden: Gumbrecht.

    • vielen Dank, aber ich denke, ich werde erst mal in Ruhe alle Optionen anschauen.

    • @Don
      Ja, aber lassen Sie sich nicht zu viel Zeit mit dem Optionen-Anschauen, denn der Kongress will tanzen. Sonst fallen wir alle in ihren Privatblog ein und schwelgen da in Erinnerung über die guten alten FAZ-blog-Zeiten.

      Sie wissen ja, derlei Rückwärtsbetrachtungen können durchaus ein Eigenmoment entwickeln…

    • Das liegt halt nicht alles in meiner Macht, denn ich habe gerade volles Programm.

  139. "Diversity" und "Vielfalt"
    FAZ, taz, SPD, CDU, alles drängt stromlinienförmig in die „Mitte“.

    Banale mathematische Erklärung dafür:

    Eigentlich zum Schießen komisch. Aber trotzdem schade.

  140. Ein würdiger Abschluss
    Ein schöner Text, dem ich als familiengeschichtsbesessener Parvenü einiges abgewinnen kann. Leider ist nur großmuttermütterlicherseits ein Stammbaum und Geschichten vorhanden. Ich danke Ihnen für Ihre launigen Texte, insbesondere ihre italienischen Reiseimpressionen auf 2 Rädern. Durch Sie habe ich die Schönheit alter Räder zu erkennen gelernt.

  141. Abwasserleitungen schaden
    hier(Brandenburg, Es kann so einfach sein!) seit ca. 1994 das Zusammenleben, s. sog. Altanschließerproblematik. Auch dett(die Argumentation der „Obrigkeit“ hierzu is eine Mischung aus Chebli/Özoguz/Roth-Göring-Maass-Kahane) kann man sich am Tegernsee sicher nicht real vorstellen,…
    hier – kurz vor Wladiwostock – kommen elementare Nachrichten(FAZ nun ohne DON) immer erst verzögert auf den Schirm:

    Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei! Auch wenn ich als Schadossi nich immer mit dem Don einer Meinung war, ist dieser Abgang irgendwie auch schad.

    • @ossi eins
      Kann Er das erklären mit der Altanschließerproblematik? Was man im Google liest, ist hartes Brot, uns Wessis fehlt da das Basiswissen.

      (ehm, der Fons mag erkennbare Links ned)

  142. schee,
    so ein liebevoller, feinfühliger Artikel über die innerbayerische Art des Zusammenlebens, danke. Früher nannte man das Erahnen des richtigen Punkts auf der Gesellschafts-Skala „Anstand“ und tat gut, dies zu wissen. eine Verfehlung hatte gelegentlich schreckliche Folgen.

    Gamskampler und seine Sippschaft gehören nicht zur „Guten Gesellschaft“. Da muss man hineingeboren werden > 3 Generationen, Geld oder Stellung sind keine Exculpatoren. Geld schadet nicht, es muss bei Vorhandensein eine gewisse Patina haben. Die teure Gattin startete einst einen für sie extrem zeit- und selbstverleugnungsaufwendigen adabei-Versuch. Seit dessen Abbruch leben wir wieder friedlich zusammen.

    Die gute Gesellschaft ist immer lokal, Ingolstadt und Kammerwetzdorf haben also jeweils eigene GG. UlFuM, Frau Nahles, CR und viele andere gehören gewiss nicht zu ihrer GG. Gauweiler gewiss, Söder könnte, Goppel gewiss.

  143. Don Alphonso
    „man wird sich lesen!“

    Ich hoffe, dass das stimmt.

    Vielen Dank für die Stimme, die auch mein Lebensgefühl widergegeben hat.

    MfG SoS

  144. Dass Jedermann lesen lernen darf...
    „Bürgerliche Tugend ist eher, den Mund zu halten aus Sorge, sich mit Unwissen bis auf die Knochen zu blamieren, und neuen Stoff für gehässige Anekdoten zu liefern.“ Nun ja, wie sagt der Mexikaner:
    Der Redende weiß nichts,
    der Wissende redet nicht.
    Oder auch: Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.
    „In diese Lücken der Stille stossen jene, die glauben, es gäbe beim ökonomisch verrammelten Tor zum sozialen Olymp auch noch einen intellektuellen Nebeneingang.“ Sehr schön :-):-):-):-)

    • Ich hätte auch dazu schreiben können, was man sich in Bayern bei zu viel Kulturzwang denkt: „Hochgschissne Mistamsel, dreggade“ zum Beispiel.

    • zum sozialen Olymp auch noch einen intellektuellen Nebeneingang ...
      Aus meiner Sicht könnte hier eine Verwäxlung vorliegen:

      Könnte es sich nicht ebensogut um einen …lektuellen Seitenausgang handeln?

  145. Namensrechte
    Wenn es nicht zu indiskret ist. Wem gehört eigentlich die Marke Don_Alphonso? D FAZ oder Ihnen?

    BTW: Zur Finanzierung, falls Sie es nicht wissen, was ich aber nicht glaube. Ihren Blog mit diesen Klickzahlen, den können Sie alleine finanzieren über Ausschüttungen der VG Wort.

  146. Unangepaßt...
    Text eingeben

  147. Ich hoffe Sie lassen sich weder entmutigen noch einschüchtern
    Werter Don Alphonso, ich habe schon mal geschrieben, daß ich nicht immer mit Allem mitgehe, was Sie hier so erzählen aber es war immer vergnüglich zu lesen auch wenn der Anlaß ein ernster war. Lassen Sie sich bitte weder entmutigen, noch einschüchtern oder verbiegen. Es gibt etliche Plattformen, die Sie sicher mit Kußhand nehmen würden.

    • Keine Sorge, es gab eine enorme Welle der solidarität, ich werde Tage brauchen, um alles zu beantworten.

  148. dies und das und angesagtes Geniessen
    Lieber Don Alphonso

    herzlichen Dank für Ihre Blogbeiträge! Die Allermeisten habe ich genossen, über sehr viele gab es etwas nachzudenken, und die Bilder aus den Bergen und aus Mantua waren mir ein besonderes Vergnügen als Wanderin und Touristin (wobei ich Stadtbesichtigungen immer zu Fuß mache, man sieht ja sonst gar nichts)

    Ich glaube nicht, dass sich die FAZ mit der Entscheidung einen Gefallen tut zumal sie ein Geschmäckle nach Umfalleritis umweht. Erschreckend fand ich die Artikel auf TAZ und Konsorten, das spricht eine eigene Sprache, allerdings nicht die der aufrechten Kämpfer für Gerechtigkeit und sonstige Wohltaten! Sie müssen Scharen von heimlichen neidischen Lesern haben, wenn das solche Wellen schlägt!

    Ihr Schwenk zum Biokoch ließ mich an die vielen Weinkenner denken, die ihre Liebe zum Wein entdecken, sobald sie in das mittlere Management aufgestiegen sind. Wortreich werden Weingüter gepriesen, aber Lage und Sorte können sie nicht unterscheiden! Vermutlich machen sie heimlich eine Flasche Bier auf, sobald sie nach Haus kommen. Dabei wäre es wesentlich souveräner zu seinen Vorlieben zu stehen.

    Ich bin gespannt, wo man sie weiter lesen wird, herzliche Grüße aus dem Stammland der FAZ sendet

    Hessin

    • Vielen herzlichen Dank. Der Jubel war ja zu erwarten, Sie müssen aber bedenken, dass diese Leute für diesen einen Tag 9 Jahre lang leiden und warten mussten. Der spass war also eindeutig auf meiner Seite. Auch hier im Blog natürlich.

  149. Bahners?
    EIn Leserkommentar auf d taz

    „T. Simon Richter
    gestern, 19:19
    Verehrte taz,
    nur als kurzer Hinweis: Wenn man sich die Reaktionen des Ressortleiters Geisteswissenschaften der FAZ, Patrick Bahners, auf die auf Twitter vorgebrachte Häme in Bezug auf den Rauswurf Meyers ansieht (was Bahners dort so „gefällt“ ist nicht nur nicht kollegial, sondern teilweise menschenverachtend), kann man erahnen, dass sich hinter der angeblichen „Wiederbelebung als Experimentierfeld“ und der „thematischen Neuordnung“ der Blogplattform nicht nur Informationshohlsprech verbirgt.“

    • Bahners hat mit mir nichts zu tun, er macht Geisteswissenschaft, und die war nicht involviert. Was ihm gefällt, ist seine Sache.

    • Geisteswissenschaften und Twitter
      alles klar.
      geht gar nicht.
      Punkt.

      Die Medienschaffenden und Stiftungen und und und n alle? Sogar Präsidenten? Das macht die Medien krank bzw. es ist das Symptom, das anzeigt, wie krank (narzisstisch) diese Medien agieren.

      Twitter ist gut für Frontberichte aus Kriegsgebieten, wenn man den richtigen Quellen folgt. Erkennt man daran, dass sie manchmal verstummen, wie 2014 im Donbass. Aber wie 10.000e aus der Medien- und Politikbranche meinen, dies sei eine ernsthafte Plattform für interessante Aussagen, die nicht einfach nur polemisch sind, das spricht für sich.

      Kurzsichtig, kurzatmig, gehässig. So texten die meisten Twitter-User.
      Super für Demokratien, echt.

      Ich bin nur froh, dass meine Kinder den – mit Verlaub – Marketing-Schwachsinn als genau das bereits erkennen. Krank, gierig oder dreckig – 85% aller Tweets.

      Geisteswissenschaft und Twitter.
      Na klar.

      Das machen alle jetzt so, das muss man machen.
      So höre ich es auf den Elternabenden.

      Ab und an sage ich meine Meinung dazu, 3 Minuten lang. dann sind immer 5 Minuten Schweigen im Raum, bis die Lehrer/in wieder weitermacht.

  150. Doch nochmal schnell... auf den Hinweis auf Danisch...
    … in seinem Kommentar zu Don geschaut.
    und was macht Herr Danisch, er spekuliert wie wild drauf los, warum die FAZ….
    …dachte spekulieren wäre des Teufels…. hi hi
    Sehnse, deshalb lese ich solche Leute nicht.
    Ohne zu wissen, weshalb, warum, wird etwas rausgehauen.
    Niemand verbietet dem Don den Mund.
    Ein Arbeitsverhältnis wurde aufgelöst…. das ist alles.
    Ich bleibe bei der FAZ auch im ABO und hoffe, ähnlich wie in der NZZ, langsam wieder mehr liberales, marktwirtschaftliches Gedankengut lesen zu können.

    • Ich kann niemanden abhalten, sich seine Gedanken zu machen, und ich halte auch niemanden ab. Hadmut hat meine Email, und sein Beitrag ist auch nicht spekulativer als das, was andere geschrieben haben. Ich finde es ganz nett, dass ich mit der Realität dann meine Ruhe habe.

    • Hoffnung NZZ?
      Witz des Tages. Habe herzhaft gelacht. Sie sollten mal recherchieren, in welchen Kreisen sich die heutigen NZZ-Schreiber in der Freizeit bewegen.

      Lasst alle Hoffnungen fahren.

      Neue Medien gründen.

    • Arbeitsverhältnis - vermutlich noch nicht mal das
      Es ist ja stark anzunehmen, daß der Don freiberuflich tätig ist. Da passieren manchmal Dinge, die weder mit Zensur noch mit Rationalität zu tun haben. Kleine Anekdote aus meiner eigenen Tätigkeit: Firma muß sparen, den Freiberuflern, wo man glaubt, es am ehesten machen zu können, kündigt man an, den Stundensatz um x% zu kürzen. Reaktionen:

      Hälfte A (fachlich normalmaß, ersetzbar und/oder finanziell nicht unabhängig) nimmt es zähneknirschend bis gelassen hin.

      Hälfte B (fachlich überdurchschnittlich, schwer ersetzbar, ggf. finanziell unabhängig) lächelt spöttisch, weil sie es nicht nötig hat, sich kujonieren zu lassen.

      In unserem Fall haben sie es noch gemerkt, daß sie Hälfte B verlieren und mit A zurückbleiben würden. So wurde es abgeblasen, und ein paar Monate später hat man sich von Typ A größtenteils ganz getrennt. Aber nicht alle Unternehmen sind so rational. Manchmal wird es durchgezogen, koste es was es wolle, um die Staatsräson zu wahren oder das Gesicht nicht zu verlieren.

      Aber so lange sich Don oder FAZ nicht äußern, und das tut man nicht, jedenfalls nicht gleich, bleibt alles müßige Spekulation.

  151. Wünsche
    Ihnen Don Alphonso alles gute für die Zukunft und bitte schreiben’s weiter.

    Vielleicht sollten Sie überlegen, wenn Sie wieder schreiben, die Marke in der Hand zu behalten. Ich hoffe DA gehört Ihnen

    Lieber Gruß

    • Das ist ja alles gemeinfrei, don alphonso ist ein Charakter von Cosi fan Tutte und Stützen der Gesellschaft ein Stück von Ibsen.

  152. Ich bin schockiert und entrüstet
    über das Verhalten der FAZ. Jahrzehnte (!) war ich ein treuer (und zahlender) Leser der Papierausgabe. Nach dem Linksruck habe ich schon vor einigen Jahren aufgegeben. Das einzige, was mich mit ihr noch verband, war DON ALPHONSO. Ihnen, Don, herzlichen Dank für Ihre zahlreichen ausgezeichneten Beiträge, und den Foristen für Ihre Kommentare. Die Einschränkung der Meinungsfreiheit schreitet voran. Ihnen, Don wünsche ich alles Gute. Vielleicht gibt es einen Don-Alphonso.de – Blog?

  153. Unangepaßt...
    wie er nun mal ist, wird er einem der honorigen Wächter über die freiheitlich-demokratische Hofberichterstattung doch zu suspekt erschienen sein. Vielleicht bietet man ihm den Posten eines Pressesprechers des BER an, da könnte er sich dann in Betrachtungen ergehen, wie schön die Zeit war, als nur die Vögel fliegen konnten und dazu keinen Flughafen brauchten.

  154. Danke für die Texte
    Das italienische Wahlergebnis hat jetzt aber nichts mit ihrer „Demission“ zu tun, oder?

  155. immer weiter
    Das ist natürlich toll und in etwa eine monarchistische und genealogische Idee, da gehören auch die ledigen Onkels unbedingt dazu! Es kommt darauf an, die Überlieferung in der eigenen Form immer weiter zu wälzen. Und zwar als Verkörperung und damit stets als Sandkorn im Getriebe konstruktivistischer Vorstellungen. Wäre das nicht auch fast die einzige Möglichkeit von neu hinzugekommenen Familienbanden ernst genommen zu werden?
    In der Kunst kann man das natürlich überspringen, da sind alle gleichzeitig lebendig und die Genealogie wird durch Wahlverwandtschaft ersetzt, daher unterhalten Sie sich und uns so erhellend von Antike bis Rokoko bis Fahrrad.
    Leider traurig, dass auch hier im Feuilleton diese einzige Stimme Vergangenheit sein soll. Danke für viele Jahre anregender Lektüre!

  156. Herrschaftszeiten, welche Fehleinschätzung der FAZ
    Tja, erschütternd.
    Wenn Sie dann ganz weg sind, werde ich den Blogbereich hier ignorieren, in dem ich außer Gumbrecht noch die Birte Förster las und den Bier-Blog.
    Bei der Birte war’s in der Form berührend, dass sie den Mammutroman so gut rüberbrachte, dass man, von hier nach dort wechselnd, meinen konnte, dass uns das wieder bevorsteht. Die Cresspahl, die jemandem eine Ohrfeige gibt und dann tot ist. Und jetzt der Don, der ein paar Ohrfeigen verteilt und jetzt totgeschwiegen werden soll.

    Die dritte Diktatur seit Bismarck wird Deutschland nicht überleben. Ich hoffe, die Nachbarländer teilen sich das möglichst unblutig auf. Wenn dann österreichische Soldaten vor meiner Tür stehen, singe ich freiwillig „Gott erhalte Franz, den Kaiser“. Eine gegenderte Hymne brauche ich nicht, auch keine gegenderte Bibel.

    Schlechte Zeiten, wenn andere Meinungen nicht ertragen werden. Wir werden still werden, während sie in Bln ungeliebt verwalten. Regieren ist souveräner.
    Tun Sie sich mit Wendt zusammen, evtl. Guter Kerl, sehr klug.

    Wer traurig ist, sollte zum Grab von Frank Schirrmacher fahren.

  157. Titel eingeben
    Was mir bei den alten Römern immer sehr aufgefallen war – und was ich in dieser Art von keinem anderen Volk kenne – war der Ahnenkult. Keine Vergötterung, sondern das Bewusstsein wer gelebt und gelitten hatte um genau mich als Römer zu erschaffen. Richtige Römer mit langer Geschichte hatten einen Raum mit den Masken ihrer Ahnen denen sie sich stellen mussten.
    Daraus erklärt sich dann wohl die Verantwortung der Römer ihre Republik unter allen Umständen zu erhalten. Cato hatten am Ende der Republik oft darauf hingewiesen was wohl die Ahnen sagen würden wenn die Republik so kampflos aufgegeben würde, und dann selber sehr blutige Konsequenzen gezogen.

    Die Verbundenheit mit der Vergangenheit und der Vorfahren und die Verantwortung etwas zu erhalten wofür viele Generationen gearbeitet und gekämpft haben, und was nicht perfekt ist und viele Schattenseiten hat, sich aber doch bewhrt hat: das ist wohl was man Konservatismus nennt. Man braucht etwas Lebenserfahrung um zu sehen dass es auch ganz anders geht. Darum werden denkende Menschen in einer halbwegs freien Gesellschaft mit 40 Jahren konservativ.

    Ihr Blog hatte in den letzten Jahren auch diese Entwicklung gemacht. Der Rückgriff auf Ihre Ahnen ist das eigentliche Leitmotiv, auch in diesem Artikel.
    Kein Wunder dass die „Progressiven“ einen so grossen Abscheu gegen ihr Blog haben. Wer eine neue Gesellschaft erschaffen will, wer „ein historisch einzigartiges Experiment wagen, eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln“ will der muss die Vergangenheit abschaffen, bzw. als so böse darstellen dass ein Blick zurück nicht erlaubt ist.

    Nun ist Merkel nicht Cäsar, und ich hoffe sie nehmen ich an Cato kein Beispiel (würde ja auch die Wohnung sehr schmutzig machen) sondern schreiben weiter über Gegenwart und Vergangeheit und das beide zusammengehören.

    • Titel eingeben
      Ein anderer kluger Geist schrieb:

      „Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit,
      wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft.“

      kommt aber auf das Gleiche hinaus…

    • Es gibtb in Berlin keine Ahnen, man redet kaum über Familie, das ist mir auch aufgefallen. Ich misstraue auch Leuten, die über ihre eigene Familie schlecht reden – wenn sie das schon tun, wie reden sie dann erst über Dritte? Bei uns in Bayern sind die Ahnen halt sehr präsent.

    • ... es gibt eines schönes Buch von
      … sloterdijk wo er die Überwindung der Filiantionen, am deutlichsten im Spruch Nach mir die Sintflut, mE zutreffend zum Kennzeichen der Moderne erklärt …

      Die Merkelei, die uns alle zu denen entwürdigt, die nur länger da sind, treibt es natürlich auch hier auf die Spitze …

  158. Sehr geehrter Herr Meyer,
    ich hatte nie viel mit der FAZ am Hut, daher habe ich erst im Herbst 2015 eher zufällig den Weg zu Ihren Seventastic gefunden.

    Seitdem gehörte die Lektüre dieser Seventastic zu den Fixpunkten meiner Woche. Vielen Dank für Ihre offenen Worte und treffenden Analysen.

    Zwischen dem unsäglichen Einerlei der Mainstream-Medien einerseits und dem süßlich-fauligen Geruch der Sumpfblüten der Medienlandschaft andererseits war hier immer ein Ort, der zu Verweilen und Besinnung einlud, zwar pointiert, aber immer seriös. Ihre Seventastic gehören zum raren Content im Netz, wofür ich nicht nur Geld bezahlen würde (fast undenkbar), sondern noch zusätzlich den Adblocker deaktivieren würde
    (bislang unvorstellbar!).

    (Auch wenn Sie es nicht nötig haben: mit Ihrer Leserbasis wäre es möglicherweise ein interessantes Experiment – zeigen Sie den Lobos und Niggemeiers, wie man mit bloggen Geld verdienen kann (hab zwischenzeitlich auch mal in Ihrem privaten Blog gestöbert).)

    Jedenfalls: weiter viel Erfolg und nicht mundtot machen lassen!

    • Herzlichen Dank für das Lob. Ich weiss, dass es funktionieren kann, aber ich fand das immer gruslig, dieses Crowdfunding.

  159. Danke für eine Sicht auf..., die auch aus Berlin oft (nicht immer) geteilt wurde.
    Über einen anderen Beitrag auf die ärgerliche Meldung gestoßen:
    „Die „Seventastic.info“ („FAZ“) räumt bei ihren Seventastic auf und trennt sich von einigen Autoren. … (Don Alphonso) hatte gerade in den sozialen Netzwerken immer wieder für Aufregung gesorgt, etwa als er ungefragt dunkelhäutige Männer fotografierte und die Bilder im Zusammenhang mit einem Beitrag zum Görlitzer Park in Berlin veröffentlichte. Sicher ist: Seine Sicht der Dinge, die er von Tegernsee aus auf Deutschland und die Welt wirft, trifft sicherlich in anderen Landesteilen wie Berlin nur begrenzt auf Zustimmung. “ (Tagesspiegel, Berlin. 6.3.)
    Es ist eben schwierig typisch isländische Männer oder Japanerinnen im Görli zu fotografieren, beim Verkauf.

  160. Zurück zum Thema
    „Fluctuat nec mergitur.“ – steht stellvertretend für die Bemerkung eines Kommentators vor langer Zeit, dass man in diesem Blog wohl mindestens das kleine Latinum haben müsse.
    Und so habe ich hier meinen Bildungsstand auch durch einen Nebeneingang erweitert: Nicht nur des Hausherrn Anmerkungen, von denen die Ausflüge in die Welt der Radler für mich die erheiterndsten waren, zeigten, dass es auch andere Standpunkte geben kann. Die Kommentare waren oft das Salz in der Suppe, und für manchen Lesetipp war ich sehr dankbar.

  161. Mein lieber DA
    Was halten Sie von einer Protestkundgebung Ihrer Fangemeinde vor der FAZ Zentrale in Frankurt ? Mir wäre es eine Leichtigkeit, extra deswegen nach Frankfurt zu reisen …

    Viele liebe Grüße

    El.Pe

    • Das ist nett, El.Pe
      Aber ich finde, das ist wie Perlen vor die Säulenheiligen in Ffm zu werfen. Das haben die nicht verdient. Die sind offenbar sicher, bei SPON, ZON u.s.w. und auch im Rest der Res Publica mehr frustrierte Genderwissenschaftsapologeten abziehen zu können, als sich hier bisher Leute um Don Alphonso geschart hatten.

    • Gar nichts, das bringt doch nichts. Kommen Sie lieber zur 10-Jahres-Feier nach Reuthberg.

    • sehr gerne ...
      Text eingeben

    • Werter Don
      gibt es da einen konkreten Termin?
      Oder ist an den 19. Januar 2019 gedacht – 10 Jahre Stuetzen: Darüber spricht man nicht?
      MfG
      Alfred Haas

    • Ja, genau. An diesem Tag werden wir feiern.

    • Reuthberg?
      Dr. Google meint ‚Selb‘. Meinen Sie das?
      Gerne! (Trotz des Dann-Winters)

    • Kloster Reuthber bei Sachsenkam, Obb.

    • Alles klar, Don Alphonso, also
      Reutberg ohne ‚h‘.

      Notiert, danke!

    • Ich denke,
      der Don meint
      ww.klosterbraeustueberl.de/
      MfG
      Alfred Haas

    • Genau!

    • Ich würde die
      lieber dumm sterben lassen.

      Auch unseren führenden Politikern würde ich nicht mehr sagen wollen, dass sie am Thema vorbei wahlkämpfen. So blöde muss man erstmal sein, sich Berater zu kaufen, die einem nach dem Mund reden!
      Es kommen für uns alle sehr spannende Zeiten.
      Am Ende, so nach 12 von 1000 Jahren, hat Darwin wieder recht.

  162. @ DA
    Werter DA!
    Sie werden mir sicher fehlen, auch oder gerade wenn ich nicht immer alle Ihrer Einstellungen geteilt habe.
    Dennoch es braucht in der Presse konservative Schreiber.
    Wie auch immer, tempi passati, aber wenn andere Zeiten da sind, werden Sie sicher noch den einen oder anderen Literaturpreis erhalten.
    Machen Sie es wie Michael Klonovsky, der erreicht mit seinem Exkladen auch Tausende, und freiwillige Geldbeiträge als Anerkennung gibt es auch.
    Sie werden sehen!
    Gruss aus Sachsen

    • Ich habe das Geld nicht nötig, Journalismus ist eh schlecht bezahlt, ich könnte einfach in den Immobiliensektor und da durchaus mehr verdienen. Das ist nicht das Problem. Ich werde aber weiter machen.

  163. i clan destini
    Ob stolzgeschwellt auf rosa Stieren
    oder gar matt auf allen vieren,
    am Ende winkt kein Apfelstrudel,
    sondern wie immer eine Nudel,
    zart glänzend auf der Silbergabel
    (wohl doch nicht in Giovannas Nabel..).
    Doch WER soll es dann WEM erzählen,
    wenn einer sich nicht will vermählen
    und im Palais aus alllen Rohren
    blasen dereinst dann gar die Mohren.

    Für Unmusikalische: ab 1:15 Piano concerto No.2

  164. Vielen Dank!
    „[…] und räumte nicht bei Pfarrern nach deren Tod schnell die Wände leer.“

    Sie glauben gar nicht, wie sehr ich die eigene Familie darin wiederfinde. Ich habe es nicht miterlebt, aber die Anekdoten, wie Erbmasse selten nach Testament, sondern nach der Verfügbarkeit zupackender Mitarbeiter gehend verteilt wurde, fand ich immer sehr erheiternd. Im übrigen hilft es der eigenen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte außerordentlich, Fotos der Ahnen nicht nur in schneidiger Uniform zu sehen, sondern auch rauchenderweise in Unterhose und Puschen beim Blumengießen auf dem Balkon.

    P.S.: Vielen Dank für die fiesen bis heiteren Texte und alles gute auf dem Rad!

    • Hihi, ja, das ist schon lustig, wie Pfarrersfamilien dann schnell zupacken, wenn es was zu holen gibt und die Kirche nicht alles kriegen soll. Trotzdem ist die Familie hochangesehen katholisch.

  165. Grillo
    Don, geben Sie den Grillo!

  166. Fanal
    Werter Don, die F.A.Z. schickt Sie fort? Die zerlegen sich selbst wie die SPD. Nun gut, soviel zu dieser einst vernünftigen Zeitschrift, kein Grund, hier länger zu verweilen. Aber Sie müssen weiter schreiben. Wir brauchen Sie. Das Land braucht Sie.

    • nachhaltig
      „Die zerlegen sich selbst wie die SPD.“ Das ist ja das Irre! Ob Medien, Politik oder Bildungssystem: Man ist falsch abgebogen, die Konsequenzen sind nicht mehr zu ignorieren, und was macht man? Man erhöht das Tempo! Ich kann mir das nur mit der nachhaltigen Wirkung der „Bildungsreformen“ Anfang der 70er erklären. Diese Leute kommen ja jetzt ans Ruder, und da wirkt die Gehirnwäsche schon.
      Was noch später kommt, möchte man eigentlich gar nicht wissen.

    • Das Land ist mir nicht so wichtig, da ist eh zu viel hinüber. Man schaut halt auf seine eigene Haut, das ist auch schon was.

    • '...zerlegen sich selbst...'
      @ Zaungast
      Dass sich Institutionen, Menschen, Städte, Länder, Zeitschriften s e l b s t zerlegen, ist Absicht. So müssen es ‚diejenigen‘ der sog. feindlichen Übernahme nicht selber tun.

      Mein Einstieg hier ist sogleich auch wieder an Abschied. Wie schade! Aber – vielleicht doch ein langer Ausflug…

  167. Das einzige Eis vom Strand entfernt
    Hotellings Gesetz haut hier nicht hin:

    Für die Eisverkäufer (lecker) muss man durch den heißen Sand.
    Das Eis ist aber der, den sie rauswerfen.
    Der Rest wird immer öder, und sie bringen daher nicht genug an den Mann.

    Man weicht auf ausländische Medien aus und liest von außen über sein Land.

    Presse muss Mut haben. Wo sie keinen Mut hat, ist sie verzichtbar.

    • ach naja, man muss halt mal schauen, wie die Experimente so aussehen. Als ich angefangen habe, dachte ich, das geht keine vier Wochen gut.


  168. Nun ja, nichts währt ewig, und nun sind es doch immerhin 9 1/2 Jahre geworden, obwohl ich von Anfang an dachte, nach ein paar Jahren ist bestimmt Schluß. Es gab ja über die Jahre ein paar Mal so gewisse Knackpunkte, wo es vor dem Kippen stand.
    Podcasts wollen sie machen, naja, das dann aber ohne mich, ich mag nach wie vor plärrende Rechner nicht, ich lege wert auf Schriftlichkeit.
    Es war schön, daß es diese Insel des Meinungsaustauschs so lange gab, denn Kommentierungsmöglichkeiten für die sonst zum Schweigen Verdonnerten sind dahingeschmolzen wie Schnee im Sommer.

    Ich bin sicher, Sie werden nach einer gewissen Abstandszeit ein neues Projekt aufziehen, wenn auch mit einem anderen Focus. Als Don Alphonso sind Sie ja nicht schwer zu finden.
    Vermissen werde ich das Offtopic und das Persönliche, aus Lebenserfahrung herrührende, und die Vermieteransichten, und generell das lebhafte Kommentariat, das immer mal wieder ganz andere Aspekte einbrachte.
    In diesem Sinne, auf ein Neues!

    • Es gibt hier noch ein Feuerwerk und eine Insel ist es nicht, sondern zwei recht gute Kriegsschiffe, und in Zeiten wie diesen floriert der Waffenhandel. Natürlich geht es weiter.

  169. Alles geht einmal zu Ende
    Deshalb möchte ich dann auch einfach nur Dank sagen für viele Jahre nachdenkliche, misanthropische aber immer präzise beobachtende Artikel. Hoffentlich wird Ihre Stimme weiter zu lesen sein, dann auf einem anderen Blog.

    • Die Namen sind ja auf meinem Mist gewachsen und es gibt kein Urheberrecht darauf, insofern bleibt das. Ich danke für die Treue und Aufmerksamkeit, es war mir eine Ehre, hier für die Leser schreiben zu können.

    • das Urheberrecht
      verbleibt nach deutschem Recht immer beim Urheber. Was anderes sind die Nutzungsrechte.

  170. Danke
    Dieser Text könnte für alle Familien, alle Regionen, Städte und Dörfer gelten. Alle Familien haben ihre Leichen im Keller. Ob diese für die Umgebung inteant war und ist, hängt von der Stellung der Familien ab.

    In der Wirtschaftswoche gab es um die Jahrtausendwende einmal einen wunderbaren Artikel mit der Überschrift “ Geld haben oder Reich sein“! Einfach köstlich. Auch dort wurden die Unsitte, mit Nichkönnen und Nichtwissen zu prahlen, beschrieben.
    Wer dieses einmal erlebt hat und sich nicht hat blenden lassen, weiß wo er nicht hingehören möchte!
    Dem Autor und dem Forum ein Dank für die schönen Stunden der Kommunikation!
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dürfen wir noch einiges Lesen und dann treffen wir uns auf einer anderen Plattform wieder!

    Einen guten Tag

    • Wir sehen uns erst mal noch ein paar Wochen hier.

      Der Vorteil an Unwissenheit ist halt, dass sie nichts kostet, während Bildung weg ist, wenn man stirbt. Insofern ist der Speicher Geld dem Speicher Hirn überlegen.

    • @DA, Geist und Geld
      „Insofern ist der Speicher Geld dem Speicher Hirn überlegen.“ Dazu aus berufenem Munde:
      „Der Denker und ebenso der Künstler, welcher sein besseres Selbst in Werke geflüchtet hat, empfindet eine fast boshafte Freude, wenn er sieht, wie sein Leib und Geist langsam von der Zeit angebrochen und zerstört werden, als ob er aus einem Winkel einen Dieb an seinem Geldschranke arbeiten sähe, während er weiß, daß dieser leer ist und alle Schätze gerettet sind.“

  171. Danke
    Lieber Don,

    Ihr Blog war meine beste Entdeckung des Jahres 2016 und hat mir seither unzählige Freudenmomente bereitet. Ich freue mich auf die Fortsetzung, bevorzugt bei der NZZ.

    Beste Grüße aus dem Sumpf der sich Hauptstadt nennt.

  172. Dank und Wunsch
    Vielen Dank für so manche vergnügliche Lektüre. In manchen Zeiten fällt es nicht nur den soliden Verfassern, schwer, keine Satiren zu schreiben, sondern auch den Lesern, anderes als Satiren zu lesen; denn man will doch wenigstens etwas zu lachen haben, damit kann man sich dann sogar in der Hölle vergnügen.

    Sie mögen bitte daran denken, hier zu hinterlegen, wo man Sie künftig lesen kann, oder wo man doch wenigstens die Nachricht finden wird, wohin der Don dereinst verzieht. Die Zahl derer hier, die nie in Twitter hineinschauen, ist nämlich sicher nicht gering, und zudem weiß ja keiner, ob dort nicht auch der große Ausputz stattfinden wird, von dem manche Menschheitsbeglücker träumen, denen die hehrsten Ziele wie üblich die extremen Mittel erlauben.

    Ich glaube, da war mal ein Parallelblog in der freien Wildbahn mit „Rebell“ im Namen, aber ich habe auf Anhieb nichts dazu gefunden.

    • Titel eingeben

    • fazwirdtaz habe ich mir kurz angetan.
      Das wäre nichts für mich. Diese Häme teilweise – aber auch Beistand.Wir, die diesen Schritt bedauern, sind braune Flenner, eine Beleidigung für uns.

      Ein Gegengewicht muss auf jeden Fall her; denn das kann man sich nicht bieten lassen.Manchen ist noch gar nicht klar, wohin wir driften, denke ich.

    • @Philomena
      Nicht wohin wir driften, sondern wohin wir mit inhärenter Notwendigkeit kommen werden. Die etablierte Politik ist kollektiv auf den irren Zug aufgesprungen, die wenigen Eigenständigen hat man verbissen, also haben nun alle Verbliebenen ein gemeinsames Interesse an Vertuschung und Dissidentenhatz. Denken Sie mal an die Kohlsche Spendenaffäre zurück – obwohl die FR Jahre zuvor das Thema schon mal angespielt hatte, kam sie erst richtig heraus, als Kohl nicht mehr Bundeskanzler – und damit nicht mehr in der Lage war, Gunst zu erweisen und zu verweigern. Da werden sich einige feinen Damen und Herren mit sehr unfeinen Mitteln an die Macht klammern, coûte que coûte, weil sie nachts im Traum die Crucifige-Rufe hören.

      Irgendwo wieder einmal ein Presseorgan zu finden, das sich um sozusagen „haltungs“-lose Sachlichkeit und nicht um Volkserziehung bemüht, wäre in der Tat ein großes Desiderat. Damit meine ich also kein Meinungsblatt, nur anders herum gepolt. Ohne funktionierende Öffentlichkeit verdummen wir nämlich alle und es wird dann kein Fehler in der Gesellschaft mehr behoben.

    • @ Peregrinateur
      Ich denke mir gerade: Wie viele Journalisten werden Don Alphonso z.Zt. beneiden? Hat es das jemals gegeben? Finanzielle Unabhängigkeit ist soo viel wert.Die habe ich/wir mir/uns immer erhalten, mich lieber im Konsum zurückgehalten.Nicht immer ist der Kunde König.

      Ich wiederhole mich: meine Stimme bekam Merkel nie. Auch ich habe mich am 23.Sept.2015 negativ geäußert zu der Invasion und wurde „fertig gemacht“.Mein Glück ist bisher, daß wir hier überhaupt nichts mitbekommen.Die Kinder wissen, daß sie hierher kommen können, wenn es sein muß.So priviligiert sind die Wenigsten, das ist uns bewußt.

      Jetzt warten wir ab und hoffen auf den Don.

    • @Philomena
      es wird leider über kurz oder llang so laufen, dass man entweder profitiert und in Nischen überlebt, oder -im weitesten Sinne- eingeht.
      Überspitzt: Sklavenhalter oder Sklave.
      Gesellschaftlich jedenfalls ist diese Entfesselung die Hölle.
      Im Bekanntenkreis wird gestritten, in der Familie, unter Freunden, wofür?

      Nebenbei, und o.t.
      Wenn ich mich recht entsinne, zahlt man für amerikanische Motorräder, Autos und Pick-Ups längst zwischen knapp 10 und über 20% Einfuhrumsatzsteuer, andersherum deutlich weniger. ich glaube 2,5% auf Kfz, das wird selten erwähnt, wenn man über Trumps neueste „Narreteien“ die Fachleute zu Wort kommen lässt.

      Der Don wird das geringste Problem haben, der stirbt aus und kann letztendlich noch entspannt 40 Jahre, wenn sie ihm gegeben sind, Inselhopping betreiben. Er muss halt schauen, wo er Inseln findet, die nicht von Wasser umgeben ist. Das mag er ja nicht.

    • Nahuatl, sehe Sie erst jetzt.
      Sie kennen ja meine Einstellung von dem Ende des Zweipfünders. Die Jüngeren werden es erleben.Jedenfalls in den Städten.

  173. Danke Don
    für Ihre unterhaltsamen, oft anregenden Texte. Mich hat die von oben auf das Volk herabschauende „Sicht der Kunstfigur“ immer amüsiert.
    Was Ihre Sicht im letzten Absatz betrifft, widerspreche ich Ihnen. Ein Aufrücken in die besseren Kreise scheint für mich in der heutigen Zeit nicht mehr möglich. Zumindest, wenn man mit besseren Kreisen nicht nur ausgeprägtes Wohneigentum verbindet. Das kann man sich mit Glück erarbeiten. Kultur und Familientradition kann man sich nicht erarbeiten, ob nun mit oder ohne Bildung. Das sind Sachen, die bei der heutigen Jugend auch keine Rolle mehr spielen. Welcher Jugendliche geht freiwillig in die Oper? Welcher dieser Jugendlichen kauft sich später ein Gemälde? Das stirbt aus. Also ist man entweder Teil der besseren Kreise und bewahrt deren Kennzeichen solange es geht. Aber Teil dieser Kreise wird man nicht. Vielleicht noch durch Heirat.
    Und Geschichten über Großväter spielen auch keine Rolle mehr. Dafür ist die Gesellschaft zu mobil. Wer wohnt schon dort, wo sein Großvater gelebt hat? Sie vielleicht, was schön und beneidenswert ist.
    Ich wünsche Ihnen beruflich alles Gute – persönlich läuft’s ja nach wie vor.

    • Titel eingeben
      das mit der Oper kommt später, in jungen Jahren hat mich das auch nicht interessiert. verstehe einer die FAZ……das ist doch ein klickgigant hier. die haben einen am Helm würde Markus Krebs sagen…..ich lese das hier vor allem wegen der sehr differenzierten Kommentare. aber kennen wir ja, die karawane zieht weiter. man sieht sich!

    • Serh viele andere Journalisten haben sich gewundert, aber mei.

  174. ....
    Eine Frage aus aktuellem Anlass, gibt es eine Möglichkeit irgendwie alle Beiträge zusammen runterzuladen ?
    Denn offenbar ist hier bald Schicht und ich habe noch bei weitem nicht alle Beiträge gelesen bzw. es gibt sehr viele Beiträge hier die ich gerne immer wieder lese. Könnte man quasi den ganzen Blog irgendwie als PDF kriegen zwecks erbaulicher Nachschau an trüben Tagen ?

    • Mein PDF-Creator schafft - je nach Anzahl Kommentare - einen Blogartikel in ~20 Sek.
      Wenn man jetzt 9 Jahre mal 12 mal 6 Artikel im Schnitt pro Monat nimmt mal 2 Seventastic kommt man auf (9*12*6*2)*20 Sek. = 25920 Sek. = 7,2 Std. PDF-Creator-Arbeit.
      Bis zum 31.03. (ob danach das Archiv von DA noch Online ist weiss ich nicht) sind es noch 25 Tage, also bei Gleichverteilung der Arbeit bleiben ca. 18 Minuten Sicherungsarbeit pro Tag.

      Mir ist bewusst daß dies nicht die Antwort auf Ihre Frage ist.

      Im Übrigen ist es zumindest für mich ein RIESEN Unterschied ob es für den Don IRGENDWO weitergeht im direkten Vergleich zu einer Blogplatform im Kontext des Onlineauftritts eines immer noch (wenn auch stetig abnehmend) bedeutenden überregionalen Printmediums in Deutseland. Das wollte ich nur noch konstatieren zu dem Dilemma.

    • Danke, ich überlege noch, wie man das alles sichern kann, bevor es abgeschaltet wird.

    • Oder als Band gedrückt auflegen...
      …ich würde das kaufen.

    • Mag sein, dass ich sowas in der Art zum 10. mache.

    • Werter Herr Gruber,
      wenn Sie viel Zeit und schlaflose Nächte haben, ich kopiere die Beiträge seit Jahren auf USB/Festplatte.
      Ich verwende Firefox. – Hier macht der adblocker bei faz.net noch keine Schwierigkeiten.
      In der rechten Spalte blättern bis „Suchen in diesem Blog“ und Don Alphonso eingeben. Man wird dann auf eine Seite geführt, in der man einen Zeitraum eingeben kann. Meine ältesten Beiträge sind vom 19. Januar 2009 bei Stuetzen (Außer deus hatte der Don auch noch einen Blog zu Buchmessen).
      Sie sehen in der Übersicht auch die Anzahl der Kommentare und vor allem auch die Lesezugriffe (allerdings nicht von Anfang an vollständig).
      Gehen Sie auf einen Beitrag, markieren sie ihn (ich nehme auch immer alle Kommentare nach Schließung der Kommentarfunktion) und kopieren ihn in das Verzeichnis „download“.
      Von dort können sie ihn weiter kopieren.
      Ein Beitrag besteht immer aus zwei Komponnenten, einem Dateiverzeichnis und einer HTML-Datei.
      Zum Lesen öffnen Sie die HTML-Datei. Wenn Sie online sind, greift firefox auf faz.net zu, aber es funktioniert auch offline (was ich gerne bei längeren Bahnfahrten nutze) – allerdings klappt das nicht immer bei Bildern.
      Wahrscheinkich gibt es auch elegantere Möglichkeiten, diese ist erprobt.
      MfG
      Alfred Haas

    • Wichtig sind nur die Stützen und Deus.

    • Den Bestand sichern
      Es gibt Public-Domain-Software, um ganze Websites oder Teile davon in einen eigenen verlinkten Offline-Baum zu kopieren. Ich meine mich zu erinneren, unter Windows gibt es z.B. einen Website Copier, unter UNIX WebHTTrack u.a. Die Bedienung ist allerdings erst mal gewöhnungsbedürftig, Filterregeln verstehen usw. Man sollte dafür erst mal mit einer kleineren Website üben, damit in Ffm die Server nicht abrauchen, und dann den Filter scharf genug einstellen, z.B. nur die HTML-Dateien (etwa der Stützen) mit dem Erlaubnis-Muster

      http://seventastic.info/stuetzen/**.html

      auswählen. Denn noch dazu mit den Bildern wird der Brocken wohl zu groß, da kommt man wohl schnell über die GigaByte-Grenze. Interessant wäre wohl, das noch auf eine CD brennen zu können, vermutlich gäbe es dafür einige Interessenten. Ich würde so etwas zum Beispiel in nicht so langer Zeit einigen der Blauäugigen mit betont salopper Geste schenken können, wenn sie die gesellschaftliche Realität des täglich neuen „Aushandelns der Regeln“ und ihrer Methoden wie auch des Sch. auf hede Regel und jedes Gesetz in Berlin endlich nicht mehr ausblenden können, dazu aber dann doch gleich meinen, das hätte ja keiner ahnen können und es habe doch keinerlei warnende Hinweise gegeben …

      Aber vor einer solchen Verwertung durch DA ist wohl ohnehin die schwere Hand des Rechteinhabers FAZ vor.

      Wieso man das unbedingt in PDF haben wollen sollte und nicht im ursprünglichen HTML-Format, ist mir übrigens unverständlich.

    • Destillieren und verbüchern wäre auch eine Option. „The complete Sbob“

    • Das PDF-Create für einen Artikel wird oben im Blog angeboten, ein/zwei Mausklicks
      Ist also gestattet. Ohne eigenen Anwalt und gewöhnungsbedürftige Bedienung. Dieser Artikel hat im PDF Format incl. Kommentare und Bilder ~ 600K. Bei geschätzten 1296 Artikeln der 2 Seventastic über die 9 Jahre wären das geschätzt in Summe ca. 777MB, das geht also leicht auf eine DVD. Zur einfachen Verteilung an Final-Bornierte also bestens geeignet. Die Erfahrung aus der Geschichte lehrt jedoch, daß beim zusammenkehren der Scherben die eigentlichen Ursachen und Hintergründe der Kackastrophe niemand (wenige) mehr interessiert. Und die Verursacherinnen (gender!) haben sich längst aus dem Staube gemacht oder sind zu Staub geworden.

      Natürlich kann man das alles auch per HTML-Kopie sichern. Jedem das S… (Ups. Beinahe. Sorry).

    • Titel eingeben
      Ich bin gar kein Leser, interessiere mich nicht für „erbauliche Nachschau an trüben Tagen“, erkenne aber durchaus den Quellenwert dieses Textkorpus und frage mich eher als Bibliotheks- und Informationswissenschaftler, wie es archiviert werden könnte.

      Deswegen hier als erster Schnellschuß – bevor die FAZ dichtmacht – ein paar Zeilen Code, der alle 869 Beiträge samt Kommentaren als Plain-HTML herunterlädt:

      (C#, .NET Core 2.0)

      Um daraus wiederum ein „Korpus“ zu erstellen, mit dem Literaturarchive im Sinne von „Marbach“, Korpuslinguisten oder allgemein Kulturwissenschaftler etwas anfangen könnten, müßte man natürlich das HTML durchparsen und in XML-TEI überführen, das ist kein grundsätzliches Problem, mache ich jeden Tag. Wichtig wäre hier, daß die Bilder und Metadaten sauber erhalten bleiben, ich kümmere mich in den nächsten Tagen darum.

    • Sehr geschicht!

    • Nimmt die FAZ die Beiträge offline?
      Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wäre doch dumm… Na, ok, vorstellen kann mir doch so manches.


    • @Gast mit der Idee, das fürs Literaturarchiv zu sichern: unbedingt, machen Sie das. Sind zwar viele Schreibfehler drin, aber als Sprachkorpus ist es auf jeden Fall sehr wertvoll. Ich hoffe, Ihr „Lader“ kriegt auch die Einrückungen bei den Kommentaren mit? Sonst wird es sehr mißverständlich.

    • @colorcraze
      Wie bereits kurz oben angekündigt, habe ich ein Korpus der „Stützen“ erstellt.

      Es enthält: alle Beiträge, einschließlich

      – aller Metadaten: Titel, Datum, Tags
      – aller Kommentare, einschließlich aller Metadaten: Autor, Datum, Titel, Text, wobei auch die Kommentarstruktur erhalten bleibt: es ist also erkennbar, wer auf wen wann antwortet
      – aller Bilder, wobei ich sämtliche Bild-URLs, die den FAZ-Server referenzierten, auf die lokalen Unterverzeichnisse geändert habe

      in einem medienneutralen, maschinenlesbaren Format. Siehe die Beispieldatei hier:

      Nun ist das keine „Leseausgabe”, sondern eher dazu gedacht, maschinell weiterverarbeitet zu werden, in die gängigen Engines für Information Retrieval und semantisches Text Mining, natürlich könnte der Don damit sein gesamtes Blog elegant migrieren, Bücher (PDF, ePub) daraus erstellen, was auch immer.

      Das Stützen-Korpus können Sie hier als ZIP-Datei herunterladen: . Die Bilder befinden sich im „img“-Unterordner, jeder Beitrag befindet sich in einer einzelnen json-Datei, desweiteren gibt es noch eine Datei „stuetzen_complete.json“, das ist der gesamte, reine Textbestand der „Stützen“ in einer einzigen Textdatei, 114 MB.

      Den Code, falls jemand daran weiterarbeiten möchte, habe ich hier veröffentlicht: . Der Code ist in C# und .NET Core 2.0, läuft also plattformübergreifend unter Windows, OSX und Linux.

      Es wäre zum Beispiel eine gute Idee, den ganzen Twitter- und Facebook-Verkehr rund um die Stützen zu archivieren und mit den Beiträgen zu verlinken. Ist jedoch nicht trivial, das abzubilden.

      Ich denke darüber nach.


    • @UntoterOstgote: hab mal reingeschaut, das ist gut weiterverarbeitbar (und die Klämmerchen für Menschen recht lesefreundlich), aber zumindest gegen Schluß nicht recht vollständig, ich sah 1-3 „abgesägte“ Kommentare, bei denen nur die ersten Sätze bei Ihrer Version drin waren, hier im Web waren die viel länger. Auch daß die Formatierungen aus den Kommentaren weitgehend raus sind, zähle ich zum Unvollständigen. Und dann gibt es noch den Dekor wie die Autorenseiten und Monatsübersichten, die mich beim Wiederlesen sehr erheitert haben, besonders auf DEM. – Ich kann kein C#, werde allenfalls später mal mir Ihren „Receiver“ anschauen.
      Was Twitter, Facebook angeht – keine Ahnung, was da für Zusammenballungen und Kreuzungen stattfinden, ich bin dort nicht. Bleiben die Beiträge dort denn so stabil, daß man da heute noch feststellen kann, was vor 2 Wochen sich innert 3 Stunden aufgebaut hat?

    • @colorcraze
      Vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Können Sie vielleicht ein Beispiel geben, in welchem Beitrag genau Kommentare „abgeschnitten“ werden? Dann schaue ich mir das gerne noch einmal an und fixe mögliche Bugs.

      Ansonsten: ja, selbstverständlich läßt sich automatisiert über Twitter- und Facebook-APIs feststellen, wer wann auf welchen DA-Text wie in welcher Semantik reagiert hat und so weiter, man müßte dazu eine Graph-Engine integrieren. Das ist kein grundsätzliches Problem, es müßte halt nur jemand machen.

    • Versteckt unter der Datumuhrzeitzeile, beispielsweise Ihrer: 12. März 2018 um 17:06 Uhr
      befindet sich die FAZ-Kommentarordnungszahl, also 199342 aus seventastic.info/stuetzen/2018/03/06/feine-leute-von-denen-man-viel-erzaehlt-8802/#comment-199342 ( v.gd/D3SbPo ) – vielleicht nützlich. sowas ebenfalls sichtbar mit einzubeziehen…


    • @UntoterOstgote: es war im letzten Beitrag, den Sie als einzelne .json-Datei hatten, wimre. Und der erste Beitrag 2009, „darüber spricht man nicht“ fehlte ganz. Habe momentan nicht die Zeit, nachzuschauen, weil ich meine eigene Kollektion vollständig bekommen will. Mit SdG bin ich weitgehend durch, jetzt werde ich DEM noch angehen.

    • @colorcraze
      Kann nicht nachvollziehen, daß der erste Beitrag ganz fehlen würde, er ist als „2009-01-19 – Darüber spricht man nicht..json“ eindeutig vorhanden. Daß in den neueren Beiträgen einige Kommentare fehlen, liegt schlicht daran, daß ich irgendwann einen Schnitt gemacht habe und die Kommentare, die DA seitdem freigeschaltet hat, nicht mehr enthalten sind.

      Zum Vorschlag, die Kommentar-IDs der FAZ-Blogengine mit aufzunehmen: klar könnte ich das mit zwei Zeilen Code erledigen, sehe aber keinen Sinn darin. Das sind bloße durchlaufende Nummern, die keinen semantischen Wert besitzen, ich kann daran zum Beispiel nicht erkennen, wer auf wen geantwortet hat.

    • Titel eingeben
      Ich habe den Code kurz angepaßt, so daß er mit jedem FAZ-Blog funktioniert, ein „Author“-Feld eingefügt – für das Mehrautorenblog „Deus“ – und die Korpora neu erstellt:

      Deus:

      Stützen:


    • @UntoterOstgote: hm, wenn der erste Beitrag drin ist, hab ich ihn wohl übersehen. Das mit den abgeschnittenen Kommentaren war aber nicht, daß da neuere Kommentare fehlten, sondern daß da wirklich von ein paar mehrere Absätze fehlten, mutmaßlich weil der reguläre Ausdruck mit einem formatierenden Zwischenzeichen (die kommen in den Kommentaren öfters mal vor) vorzeitig matchte.
      Vielleicht komme ich am Wochenende dazu, der Sache nochmal nachzugehen, so daß ich sie auffindbar machen kann. (Gibt es unter Github eine Mailadresse, um Sie zu kontaktieren? – Ich habe kein Konto dort. Sowas ist für die Öffentlichkeit etwas zu nerdig.)

    • Die Ordnungsnummern können für Historiker interessant werden, denn sie
      sind – je nach Beitragsthema – mehr oder weniger lückenhaft, die Anzahl der Fehlstellen liefert indirekt Hinweise auf die jeweilige Anzahl nicht freigeschalteter Kommentare…


    • @UntoterOstgote: so, jetzt habe ich einen abgeschnittenen Kommentar gespottet. Im 2. SdG-Korpus, 2018-03-06 – Feine Leute, von denen man viel erzählt.json, und dort suchen Sie nach „Informationswissenschaftler“ und schauen Ihren Kommentar an, und dann vergleichen Sie mal, indem Sie hier auf dieser Seite nach „Informationswissenschaftler“ suchen und den vollständigen Kommentar hier durchschauen. Da fehlt über die Hälfte. – Von den Bildern sind auch nur die kleinen erfaßt, im <img srcset=““> finden sich aber oft noch mittlere und große, die man auch herunterladen sollte.

      @Kommentatoren und Stammleser: Meine zusammengeklickte Sammlung könnt Ihr haben: Mail erforderlich, Inkognitolüften nicht, aber schon ansagen, wer man ist bzw. was man mit der Sammlung will. Achtung, beeilen: Nach Abschaltung der Seventastic gibt es diese nicht mehr! Und ca. 5-10 GB Speicherplatz bereithalten.


    • @Kommentatoren&Stammleser: ein Herr Norbert M. möchte sich bitte nochmal melden, das Mailprogramm hat seine Mail gefressen.

    • Titel eingeben
      >> Anzahl der Fehlstellen liefert indirekt Hinweise
      >> auf die jeweilige Anzahl nicht freigeschalteter Kommentare

      Danke, sehr guter Hinweis, baue ich ein.

  175. Danke und auf baldiges Wiederlesen!
    Habe jetzt ein paar Tage hier nicht vorbeigeschaut, und lese gerade
    die üble Nachricht bei Danish. Nicht zu fassen! Ob das der FAZ eher nutzt,
    wage ich zu bezweifeln.

    Auf jeden Fall vielen Dank für die sehr anregende Lektüre der letzten
    3 Jahre! Man sieht sich …..

  176. Schade!
    Lieber Don,
    dies ist mein erster und leider auch letzter Post in Ihrem Blog. Ich habe Ihre Texte seit vielen Jahren mit größtem Vergnügen gelesen und auch den Kommentaren sehr viel entnehmen können. Ich halte den Blog für die beste Chronik der Zeitläufte der letzten Jahre.

    Wo andere Journalisten zu faul oder zu verblendet sind, Recherche jenseits des allzu offensichtlichen zu
    betreiben, entführen Sie uns Leser beispielsweise und en passant in die Abgründe der amerikanischen SJW und ihrer deutschen Apologeten. Wo Fachjournalisten im Wirtschaftsteil seit
    2015 die „unglaublichen Chancen“ der Zuwanderung von „Ärzten und Ingenieuren“ propagierten,
    hatten Sie von Anfang an den klaren Blick auf die Realität.

    Einen Blick, den ich in meiner persönlichen Umgebung von sehr vielen wahrgenommen habe – der aber nicht in den Medien repräsentiert wurde.

    Sie schaffen es – und das im lockeren Plauderton – launische Beiträge über die Oberschicht am Tegernsee, das Radeln an und für sich und pointierte Einsichten in die Abgründe der Gegenwartpolitik zu verbinden. Und das unterhaltsam, zum Nachdenken anregend und mit vielen
    Querverweisen auf andere interessante Quellen.
    Insgesamt: Ich habe seit langem direkt immer seventastic.info aufgerufen und nicht . Die online FAZ war für mich Beiwerk zu Ihrem Blog. Die Begründung der FAZ, man wolle mit neuen Formaten experimentieren, erscheint merkwürdig.

    Froh macht mich, dass Sie uns garantieren, an anderer Stelle wieder „aufzutauchen“. Das lässt hoffen, denn Don Alphonso nur bei Twitter in 140
    Zeichen folgen zu dürfen, wäre doch viel zu wenig.

    Viel Erfolg und bis demnächst (wie ich hoffe!)

  177. Ich habe den Artikel heute morgen zum Gegenlesen geschickt, bevor ich wusste, was kommt
    Da bewundere ich Ihre Contenance.
    Der Mohr hat seinen Text abgeliefert, er darf gehen. ?

    • Mike Royko on the death of the Chicago Daily News, March 3, 1978
      „When I was a kid, the worst of all days was the last day of summer vacation. (…) That’s how I feel now. (…) Stick around guys. We can’t break up this team. It’s too much fun.“

  178. ... und die Staatsgläubigkeit, die hier in vielen Kommentaren...
    … herauszulesen ist, gepaart mit Nationalismus.
    gegen Patriotismus ist ja nichts einzuwenden.
    Hüpft dann Frau Wagenknecht noch auf diesen Zug… nun gut,
    sollte jeder mal darüber nachdenken.

    Da wird „Neoliberalismus“ angeprangert und nicht gemerkt, dass der Zug Stück für Stück die Strecke in den Sozialismus zurückgelegt hat und noch weiter auf diesem Weg ist.
    Immer mehr Bevormundung, Regelungen , Einschränkungen…

    Was Hänschen nicht gelernt hat ( sein Leben selbst in die Hand zu nehmen) lernt Hans nimmermehr, so sieht es leider aus, hier in diesem Land.

  179. distinguierte Vielschichtigkeit
    Werter Don,
    nun ist es also bald soweit, panta rei.

    Sie werden weiter schreiben, und das freut mich, da Sie einen wunderbaren Leuchtturm bieten! Einen außergewöhnlichen. Ich hoffe und denke, Sie werden Ihren Weg auch ohne all die teils schon extrem weit reichenden Huldigungen und Heldenverehrungen mancher Follower gehen.

    Ein Leuchtturm sollte für sich stehen und sich selbst genügen dürfen.

    Werter Don spreche ich Sie an, da ich Sie wirklich sehr sehr schätze.

    Stellen Sie aich vor: mein Stahlrahmenrad rostet unter dem Lack, mein Händler sagte mir, ich habe es eben nicht gepflegt… nun, ich habe es gepflegt. Und wie sehr schätzt man dann einen Leuchtturm im tosenden Markt der tausend Meinungen und Kaufangebote…

    Sie sind Teil meiner Familie und Freunde, die ihren eigenen Kopf beweisen.

    Mehr Lob gibt’s jetzt nicht mehr, denn nobody is perfect – nicht mal alle gleich hassen könnende Schwerarbeiter oder Milliardäre:)

    Alles Gute!

  180. Nicht weinen
    „FAZ“ klingt sowieso schon fast wie „Gröfaz“.
    Das kann man heutzutage nicht mehr tolerieren.

  181. @ Gastgeber 'feine Leute wie Dana Loesch'
    Die Frau hat wirklich Klasse, und sie drückt öffentlich ihre Meinung aus, sehr gut!

    Wenn man also deren einminütige Statement auf NRA TV von gestern ein wenig bedenkt, dann kann man evtl. feststellen, dass eine zukünftige,
    also dann banaler Weise rückblickende Betrachtung der Geschichte – wie sonst, eventuell sehr einfach und in wenigen Sätzen lakonisch feststellen würde ‚der sich so ankündigende Konflikt weitete sich tatsächlich in manchen Teilen der USA in der Folge zu einer Art ‚zweitem US amerikanischen Bürgerkrieg‘ aus, wozu das Vorhandensein von Waffen in vielen Händen und in großer Zahl einem gewissen Beitrag leistete, und alle Versuche den inneramerikanischen Konflikte zuvor in Form von Kriegen um Öl oder anders irgenwo hin in die Welt zu exportieren, um als sozialpsychogisch zu sehende kollektive Ausweichstrategie den eigenen Bürgerkrieg zu Hause doch noch zu vermeiden, mussten als gescheitert betrachtet werden.‘ Ende des Zitats.

  182. Was man so hinterm Rücken hat
    Sehr geehrter Don! Was Sie da beschreiben, kann ich sehr gut nachvollziehen; allerdings in einer anderen Variante. Statt “400 Jahre Baugeschichte im Rücken” lebe ich mit “400 Jahren Lutherischer Protestantismus” im Rücken. Da gilt auch “Tradition, so fragwürdig sie auch sein mag, ist sicher nicht alles, aber man merkt schon den Unterschied des eigenen Clans zu jenen, die sich von ihrer Sippe gelöst haben, und nun ganz nach oben wollen. Dorthin, wo unsereins sicher nicht ist.”

    • Ja, sehen Sie, meine Baugeschichte ist jesuitisch und antireformatorisch – ein ganz düsteres Haus, das zu mir passt.

    • Ganz transparent geschrieben in einem lichtdurchfluteten, niederländischen Haus ohne Gardinen
      Sehr geehrter Don!
      Man soll eine Party verlassen, wenn es am besten ist. Damit sage ich ganz altmodisch zum Abschied leise Servus und fasse meine Teilnahme hier ebenso altmodisch zusammen: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.“
      Vielleicht ergibt es sich, dass wir uns mal in echt begegnen. Das fände ich sehr gut.
      Lisbeth Heuse

  183. Ahoi, Geisterschiff muetterlicherseits...
    Moege es das Schicksal des Fliegenden Hollaenders ereilen.
    Ihnen hingegen, werter Don Alphonso, wuensche ich allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ! La Paloma adé, auf Matrosen, ohé! Ohé!

  184. Muss weiter gehen
    Wir Alfons-Lesergemeinde sollten den Blog am Leben erhalten. Gründen wir doch eine Gemeinschaft zur Erhaltung. Wieviele Unterstützer mit sagen wir mal einem Jahresbeitrag von 10.- € werden gebraucht? Bei interesse Nachricht an

  185. Opponent
    Rausgeworfen zu werden ist nicht schön. Für niemanden.
    Ich teile Ihre Ansichten nicht.

    Aber das haben Sie nicht verdient.

  186. Eventuell könnte man ja sogar mal rein bürgerlich Westviertel mäßig
    für sich selbst verschwiegen und für das Überleben der eigenen Sippe in womöglich neu kommenden Großkonflikten mit die Anzahl der für Grosskonflikte vorhandenen Schusswaffen auf der Welt einfach mal durchzählen und dann würde die Familie eventuell feststellen das z.b. das 142 Millionen Volk der Russen eventuell vier Millionen Soldaten hätte auf die insgesamt 8 Mio Handfeuerwaffen kommen würden nur dass man mal so eine Größenordnung hätte. Den Medien war aber zu entnehmen dass die 320 Millionen Amerikaner für sich selbst alleine 320 Millionen Handfeuerwaffen Maschinenpistolen Maschinengewehre und so weiter bereithalten.

    Wahrscheinlich kumulieren alle Handfeuerwaffen außerhalb der USA zusammen noch nicht auf 30 oder 40% dessen was die Amerikaner alleine haben um sich zur Not gegenseitig auch mal wieder selbst umzubringen.

    Auch wir würden gerne Reformen sehen auf der Welt. Und eine Presse die sich selbst und uns alle über die Größenordnung in denen wir leben richtig informiert schon zum Schutz der bürgerlichen Gesellschaft.

    • Ein schöner neuer Titel wäre „Alarmanlagen und kleiner Waffenschein“

    • Sicher nicht schön zu recherchieren, Waffenläden führen nämlich mittlerweile auch sogenannte neck knives.

      Wie gut hilft Tier-Abwehrmunition gegen Tillidin?

      Aber das geht ja am Thema vorbei, das Spannende ist das Gefühl der Bedrohung und die Antwort der Politik:

      „Für die Gitter vor den Erdgeschossfenstern kriegen Sie von der KfW einen günstigen Kredit.“

    • Der Weg
      in den Sozialismus ist in den USA auf jeden Fall steiniger und für Umerzieher nicht ganz ohne Gefahr.

  187. Pastor
    Und ich habe hier im hohen Norden, Schweden und Norddeutschland FAZ überall empfohlen, nicht zuletzt wegen DA!

    Aber ist wohl so, wo die Wirklichkeit einen konservativen Weltbild bestätigt, müssen grosse Teile der Medien schweigen. Ist schlimm wenn eine blosse Beschreibung von Tatsachen die fast jedermann erkennen kann, als Rechspopulistisch angesehen wird.

    Nun gut, ich habe ja meine Bibel.
    Viel Erfolg Don trozalledem!
    Bengt

  188. Don, wollen Sie noch oder ist die Beere längst geschält...?
    Wenn Sie noch „wollten“ würde ich dann doch gerne die Community hier auffordern wollen, daran mitzuwirken, das Rad zurückzudrehen. Bin fassungslos. Auch deshalb, weil die FAZ mit larifari-Begründungen beide Seventastic einstellt, Gründe sind nicht nachvollziehbar. Und Don auf viele Anfragen der Kommentatoren immer antwortete: „Alles ist sicher“.

    • Das Feuilleton – und daraum geht es – wird seine Meinung nicht ändern. Und das ist auch ok so. Waruim sollte ich mich an ein Haus klammern, das nicht will? Leporello zieht am ende von don giovanni weiter, so einfach.

  189. Titel eingeben
    Danke, für die wohlformulierte Ausdrucksweise und das klare Definieren von Gedanken, was einem selbst oft nicht so gut, scharf und humorvoll gelingt.
    In diesem Artikel wie bisher, ich darf aus Asterix zitieren: Sic transit gloria mundi.

  190. Danke.
    Lieber Don,

    jetzt muß ich doch den Grafen von Platen zitieren, der da sagte. „Wenn was auf Erden heilig ist, so ist es eines Helden Wort“.
    Danke für alles und ich hoffe, ich lese Sie weiter an einem anderen Ort.

  191. Vielen Dank
    Lieber Don,

    auch von mir einen herzlichen Dank. Ich verfolge Ihre Seventastic seit 2 Jahren. Sie haben meine Fahrradleidenschaft weiter vertieft und mir die schönste Sphäre der Radwelt allererst eröffnet: Alte Rennräder. (Allerdings hab ich mir mehr als einmal gewünscht, Sie könnten mir beim Schrauben mit Rat und Tat zur Seiten stehen… Nun, bis meine Räder originalgetreu und nicht nur funktionsfähig aufgebaut werden, dauert es noch eine Weile.) Die großbürgerliche Perspektive auf die Welt war immer wieder erfrischend. Ich verdanke Ihr Einsichten, die ich aufgrund von Jugend und Herkunft sonst kaum haben konnte. Wenn ich mir jetzt noch eine Immobilie in Bayern leisten könnte… Und unterhaltsam war es fast immer! Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

  192. Herzlichen Dank
    Lieber Don!

    Seit Jahren lese ich Ihren Blog mit Freude und schicke ihn auch gern als Anregung an Freunde weiter.

    Insbesondere als Frau Merkel meinte, sich vom bösen Orban durch entgegengesetztes Handeln beliebt machen zu müssen, stießen Ihre feinsinnigen Bemerkungen zur Notwendigkeit von Grenzen, bestens an toskanischem Beispiel erläutert, auf entsetzten Protest…

    Schade also, dass Ihr Blog nicht mehr in der FAZ erscheinen wird.

    Schade auch, dass die FAZ hierzu nicht Stellung nimmt.

    Spero di sentirLe altrove e buon proseguimento

    caro Don Alphonso!

  193. Verdammt ..
    Werter DA,
    mit Vergnügen habe ich lange lange Jahre ihre Seventastic gelesen und hin
    und wieder etwas beigetragen. Immer habe ich Neues erfahren und viele
    nette Mitforisten erlebt.
    Danke dafür.
    Den Niedergang von Spiegel,Stern,Zeit,SPD und anderer Zeitgeister
    hat mich nicht überrascht.
    Die Anglerweisheit,
    dass der Köder dem Fisch und nicht dem Angler schmecken
    muss,
    ist wohl in der jüngeren Manager,- und Journalistengeneration abhanden gekommen.

    Wer Freiräume ohne Not abschafft und nur dem Mainstream hinterher hechelt wird kein nachhaltiges Konzept auf die Beine stellen.
    Bleiben Sie gelassen und schauen Sie zu wie Ihre Nachfolger die Karre weiter
    in den Dreck fahren.
    Sobald Ihr Blog geschlossen wird, habe ich ein Lesezeichen im Browser frei.
    Schon heute bevorzuge ich die NZZ.
    Die FAZ macht sich entbehrlich.
    Ich hoffe man sieht sich später.
    Viele Grüße aus Hessen

  194. So? schon wieder?
    Als Student habe ich Beilagen der FAZ gesammelt. Ich konnte verfolgen wie die sich änderten. Ich sagte mir damals „Hoppla“. Es gab nichts mehr zu sammeln.
    Dann kam lange nichts.
    Ihr Blog war noch was.
    Danke sehr.
    Habe die Ehre: man liest sich.

  195. All the doors I closed one time...
    will open up again. Steve Winwood. Aus „Back in the High Life again“, you!

    Ich bin markentreu und lese erstmal Ihre länger zurückliegenden Beiträge. Brachers luggage, die brotlose Kunst Studierte, Ihre handgefertigten Schuhe.
    Einfach inspirierend hier im Blog die spielerischen Kontroversen. Einigen Kommentatoren möchte ich nichts ins Poesiealbum schreiben.

    PS: Wasserschaden -und dies in Konrad Dudens heiligen Hallen. Hat schon jemand mal 3 Wochen mit lärmenden Trocknungsgeräten im Bad erlebt? Wanne abgeklemmt, in den verrücktesten Gefäßen ein Vollbad genommen? In der Not wird man erfinderisch, Hauptsache Heizung und warmes Wasser laufen noch.

  196. Die FAZ bekommt
    Sehr geehrter DA,
    freue mich ueber ein paar weitere Texte von Ihnen auf diesem Medium. Die FAZ bekommt von mir, wenn das vorbei ist, den Mittelfinger, keine Klicks mehr und den Wunsch noch weiter und schneller in Richtung Auflagenkeller zu sinken, wo sie dann verrotten kann.
    Mit freundlichen Gruessen – AK

  197. Unbehagen
    Lieber DA,

    erst heute Morgen habe ich mitbekommen was da in der FAZ los ist. Das ist ja erschreckend.

    Bis heute war ich der Meinung, dass die FAZ mit dem Format dieser Art von Seventastic ein Alleinstellungsmerkmal hatte, auf das sie stolz sein können. Offensichtlich nicht.

    Was da alles so passiert.… In letzter Zeit fällt mir immer wieder „The march of follies“ ein, obwohl das schon sehr lange her ist, dass ich es gelesen habe.

    Ich hoffe sehr, Sie finden eine neue Plattform mit entsprechender Reichweite.

    Das wird immer weniger „mein“ Europa.

    Beste Grüße aus dzt. noch Wien

    • Don Alphonso loswerden ist ja auch ein Alleinstellungsmerkmal.

    • Alleinstellungsmerkmal
      ja, aber keines auf das sie stolz sein können…

      P.S. Der Titel des Buches ist natürlich „The March of Folly“, offensichtlich ein „freudscher Verschreiber“

      Mit den allerbesten Grüßen aus dzt noch Wien

  198. Titel eingeben
    Der Don weiß es, die FAZ offenbar nicht, TDV ebenfalls nicht:

    „Der Teufel ist nur Gott am siebten Tage“ sagt Nietzsche.
    Man durfte dauerhaft über die Verteilung der o.g. Tagesrollen spekulieren, Meyer-Don Alphonso.

    Sie werden jedenfalls ihren Kommentatorendrachenschwanz mitnehmen, damit gemeint sind all die Klugen und Dummen, Gebildeten und Halbgebildeten, Lobhudler und Beschimpfer, Frauenhasser und Gentleman, und, last and worse, Möchtegern-Mitschreiber wie der unsägliche H.C.
    TDV: Sie waren ein guter Zacken am Drachenschwanz der Online-Familie.

    Auf ein Wiederlesen mit herzlichem Dank für sieben Tage.

  199. Zenmoment
    Wüste.
    Gabelung.
    Kein Wegweiser.
    Absolute Einsamkeit.
    Ein weissblaue Sonne geht auf.

  200. Die FAZ..
    ..lese ich schon lange, weil daran gewöhnt bin, eine Tageszeitung zu haben.
    Das heißt nicht, dass ich sie immer gut finde. Das Gefühl, man hält die Leser für dümmer als sie es sind, bin ich nie losgeworden. Anders kann ich
    mir das Schwanken zwischen vermeintlich progressiv und vermeintlich
    konservativ und den gelegentlichen Opportunismus nicht erklären.

    Naturgemäß gibt es unter den Machern auch solche, die klüger als ihr Blatt
    sind. In jeder Gruppe jedoch gibt es neben den Klugen auch die Schlauen
    und die Oberschlauen. Diese setzen sich erfahrungsgemäß oft durch, obwohl ihre Entscheidungen voraussehbar dumm oder weil sie überraschend sind. Die Oberschlauen haben den Don abgesägt und glauben dadurch einen
    Biotop trocken zu legen, der ihnen lästig ist.

    Dazu Klonovsky: „Nichts hassen die Kommissare der Buntheit mehr als
    individuelle Farben.“

    • Buntheit
      Klonovsky hat recht – nicht immer, aber oft.
      Und mit diesem Satz auf jeden Fall.

      Individualität und Meinungsfreiheit werden auf der Leipziger Buchmesse zu bewundern sein …

      Danke an den Don für die schönen, manchmal seltsamen, aber immer individuellen Texte.
      Und auch danke an das Kommentariat hier (mitunter auch seltsam, aber trotzdem mindestens interessant).

      Dieser Kommentar enthält keinen YouTube-Link!

      Grüße aus Deutschlands ältester Messestadt,
      möge es individuell weitergehen, wo auch immer.

      GH

  201. adele FAZ
    Lieber Alphonso,
    auch wenn Sie mich vor Jahren als Pseudojuden bezeichnet haben (womit sie recht haben, 4 von 5 Personen meiner Familie sind Juden, ich aber nicht. Trotzdem hat es mich gewurmt), tut mir Ihr Abschied aus der FAZ weh, weil es für mich auch eine Trennung von der FAZ wird. Im Gegensatz zu namhaften Redakteuren aus dem Fazer Feuilleton, wissen Sie, dass wegen den Genitiv verlangt. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen.

  202. Liebe Morgenlandfahrer oder dem Rebellen Don Alphonso gebührt der Dank.
    Es sind immer die falschen Etiketten die am besten kleben. Geschmack und Kultur kann man eben nicht kaufen. Aber verkauft wird heutzutage nicht nur Einigkeit und Recht und Freiheit.

    Kleinen Menschen ist der Preis oft nicht klein genug um auch den letzten Rest von Anstand zu verhökern. Sich und alle Ideale zu verkaufen. Das liebe Heimatland wurde ja letztens von allen gebührend verabschiedet. Wie ein Vorbote, ein tief tiefempfundenes Ahnen wohin die Reise gehen wird. Der Point of know return.

    Pragmatisch zieht der Narrenzug weiter durch die Straßen. Schaut her, wir sind es, eure Propheten. Wir haben keinen Plan. Wir haben keine Kultur. Wir haben nichts zu geben. Folgt uns – hinab in den Abgrund. Fürchtet euch nicht.

    Sie stürzen Prometheus hinab in den Hades.
    Löschen wollen sie das Licht des Morgenlandfahrers.
    Bannen die Stimme des Mahners.

    Die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner ist abgeschlossen. Zähler und Nenner sind nunmehr unbekannte Variablen. Vertauscht und verkehrt. Hochglanzpolierte Lügen – auf einer glänzenden Fassade mit einem verfaulenden Kern. Der Schein ist nunmehr Sein. Das Unvermögen dient dem Vermögen.

    Verkauft und verraten soll ihr sein. Entzweit und zerrieben im Mahlwerk der Mächtigen. Lasset alle Hoffnung fahren. Widerstand ist zwecklos. So ihr Bannerspruch.

    Aber trotz allem liebe Freunde – die Fahrt ist noch nicht zu Ende.
    Der Weg wird nur steiniger. Noch dunkler. Noch beschwerlicher.
    Strafft den Rücken. Packt den Wanderstock. Spuckt, den Feind ins Gesicht – wo immer er sich zeigt. In Euch und überall wo ihr ihm gewahr werdet.

    Lieber Don,

    zu euren Ehre erhebe ich meinen Hut.
    Sie wissen ja – alles was einem bleibt, trägt man in sich.
    Sie haben wohl gekämpft und sind nicht gefallen.
    Danke und Gott schütze sie auf allen Wegen.
    Möge die Sonne sie auf allen Bergen und Tälern begleiten und stärken.

    Gehabt Euch wohl!
    Ihr Dr. Seltsam

    • Wir bleiben doch eh zusammen.

    • Zwergenzwecke
      „Kleinen Menschen ist der Preis oft nicht klein genug um auch den letzten Rest von Anstand zu verhökern. Sich und alle Ideale zu verkaufen.“
      Zwerge kennen eben nur Zwergenzwecke. Das ist so ihre Art.

  203. Vergnüglich
    zu lesen waren Ihre Seventastic!

    Alles Gute für die Zukunft!

  204. Danke
    Danke an einen Aktivisten in den vorderen Reihen derer, die sich mit der allgemeinen Verblödung nicht abfinden wollen.
    Sacken lassen, sammeln, neu aufstellen und unter anderer URL weitermachen!

    • Ich muss da nichts sacken lassen, es gibt hier nur Vollgas.

    • die irritation, die zum denken verfuehrt...
      herzlichen dank ihnen, lieber gastgeber, auf diesen seiten so lange jahre gewirkt und vergnuegen bereitet zu haben – ich las sie fast von beginn an-, und die erdenklich besten wuensche! voll der hoffnung, dass sie nun andere seiten aufziehen moegen !

      je vous prions de croire à l’expression de mes sentiments amicaus, en vous disant à bientôt.

      und nun vollgas !

  205. Heimat, Herkunft, Tradition
    Werter Don, was ich schon immer gut fand, daß Sie den Leserkommentaren so einen breiten Raum geben. Wo sich zum Beispiel auch ein Bauingenieur mit Frau, Kindern, Haus, Auto und der Vorliebe für Karohemden, um ganz klischeehaft zu bleiben, wiederfindet.

    Und dieser Bauingenieur, hier nur symbolisch eingeführt, der mit Geisteswissenschaften nicht viel am Hut hat, schreibt nun seit Jahren Leserkommentare in allen möglichen Medien, wo er gelöscht, nicht gelesen, gemaßregelt, belehrt und manchmal sogar beschimpft wird.

    Das ist sicherlich etwas übertrieben, aber diese Reibung zwischen Lesern und Journalisten gab es wahrscheinlich schon immer. Der Witz ist nur, daß sie durch das Beschleunigungsmedium Internet nun heißer und sichtbarer ist. Und die Pointe, daß viele Journalisten bestimmt Söhne und Töchter von ‚Bauingenieuren‘ sind, die ihre Heimat, Herkunft und Tradition krampfhaft verleugnen.

    • Ich kann nur jedem abraten, in den Journalismus zu gehen, und die Hyänen, die sich um meinen Etat balgen, tun mir jetzt schon leid.

  206. macht die Braut sich hübsch?
    Mir fällt auf, daß in der Vergangenheit kritischen Journalisten reihenweise gekündigt wurde. Der letzte Fall war Gabor Steingart. Könnte es sein, daß die Zeitungen, die sich im Sinkflug befinden, an die Töpfe der „Haushaltsabgabe“ (die ja steigen soll) ranwollen? Um von der Regierung mit Geld bedacht zu werden, muß die Braut sich hübsch machen und die Beziehungen zu Regierungskritikern beenden. Oder ist das meine VT?

    • Das ist eine VT.Steingart hat es einfach übertrieben mit der eigenständigkeit, was man so hört. Es hat ja auch echte Cracks bei SPON erwischt und schauen Sie sich das Leichtgewicht an, das jetzt Chefin ist.

    • VT? Naja
      Es muß ja nicht in Pimp-up-the-FAZ direktemang aus dem PrintGEZ-Tribut-„Anteil“ münden. Sind eigentlich die finanziellen Vereinbarungen zum Rechercheverbund SZ!-WDR-NDR jemals veröffentlicht worden??

  207. Leider leider
    Leider wird es den Menschen auch nicht leichtgemacht. Man suggeriert von allen Seiten maximale Individualität, und da muss man auch ohne Hintergrund zum maximal entkoppeltem Kulturkenner mutieren. Mein Großvater hatte nach eigenem bekunden ‚für Geld scheisse nach geschmack sortiert‘ In diesem Sinne werde ich wohl auch als zweite akademikergeneration mit ähnlicher verachtung auf ‚pseudo-feine-leute‘ schauen

  208. Barchetta, Koga & Tafelsilber ...
    Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit, Jahre gar, vergeht bei dem angenehmen Plaudern über wichtige Nichtigkeiten. Wie oft habe ich mich ganz oder doch in großen Teilen wiedergefunden in ihren hier auf der FAZ veröffentlichen Beiträgen. Nun denn, etwas Besseres als den Tod finden wir allemal und ich bin mir sicher, Sie werden einen neuen Platz finden, von dem aus Sie ihre Gedanken unter das lesende Volk streuen werden. Bis dahin Ihnen eine gute Zeit in Italien und Danke auch von mir.

    PS
    Neue, spannender Formate? Muss ich gar ein FAZzo fürchten? Ach, eigentlich auch egal, dann halt ohne mich …

    • Wie gesagt, ich weiss nicht, was da noch kommt. Man muss es abwarten, ich finde neue Formate ja auch spannend und habe mehrfach welche vorgeschlagen.

    • spannende Formate - Neue prickelnde Seventastic -
      Es gibt den neuen Blog „Aufbruch in die Antarktis“. Zwei Wissenschaftlerinnen sind im Januar in die Antarktis gefahren um nachzusehen ob die Antarktis noch gerettet werden kann. Erstes Fazit in „Ins Weiße“: Es schneit wenig, aber wenn es zukünftig wegen der wärmeren Luftschichten mehr schneit nützt das wenig weil das zusätzliche Gewicht des Schnees das Eis schneller in den Ozean schiebt.
      Hä…? Dann wärs ja gut wenn das Eis abnimmt, an Gewicht verliert, oder? Na ja, das muss man ja nicht verstehen.

      Dann der Gipfel der wissenschaftlichen Erkenntnis durch Beobachtungen der Antarktis: Wirkliche Abhilfe gibts nur wenn man „den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduziert, wie im Pariser Klimaabkommen beschlossen.“

      Aha. Alles klar.

      Dazu muss man in die Antarktis fahren?
      Spannung pur durch neue Seventastic. Gibt es spannenderes?

      Kommentare null. (Nicht weil keiner schreibt, sondern weil die keinen freigeben. Ich hatte da mal hingeschrieben).

      Wie auch immer, ich lese noch den oder die letzten Beiträge von Don und dann ist die FAZ für mich erledigt.

    • Für Klimaforscher ist das sicher interessant.

    • Klimaforscher...
      Werter Don, ihr unerschütterliches Festhalten an der Qualität der FAZ ist aller Ehren wert. Aber Klimaforscher werden in diesen Texten nicht fündig werden. Sondern nur Anhänger der Klimakirche. Dieses blog-„Experiment“ ist so offensichtlich auf grüne Belehrung und Hysterieerzeugung bzw. -Befeuerung angelegt, daß ich selbst mit der Maus einen großen Bogen darum mache, nur um nicht aus versehen dort drauf zu klicken…
      Das läßt tief blicken im Bezug auf die kommenden Experimente (und deren Niveau)…

    • ein jeder macht es halt, wie er kann. Das ist in Ordnung, der Markt regelt das.

    • Titel eingeben
      @Adeo Bernhard
      Da möchte ich OT erwähnen, dass die Info „mehr Schnee bei weniger kalt“ in meinem Leserkommentar durchging, und scheinbar im zweiten Teil beantwortet wurde. Falsch wie ich meine.

      Ich lese noch bis Monatsende, habe die Startseite schon geändert.

    • „Content“ ohne Kosten....
      …ich denke mal, das läuft wie in andren „Medien“ auch: man lässt sich die Beiträge komplett produziert anliefern und stellt sie ein.
      Null Kosten für den Verlag. Ein reines „Verteilerzentrum“ also.
      Warum machen die „Anbieter“ das? Eitelkeit vielleicht. Die Geschickten machen Werbung für sich, da in aller Regel ein Buch, DVD oder sowas dranhängt. Mit Fotos macht man in aller Regel kein Geld mehr, aber kurze Videosequenzen verkaufen sich blendend…

    • Für Klimaforscher ist das sicher interessant
      Für Genderforscher ist das sicher interessant

  209. UNGLAUBLICH!
    Lieber Don,
    dass die Verantwortlichen der FAZ so doof sind…
    Ich hoffe, Sie bleiben uns an einer anderen Stelle erhalten.
    Herzliche Grüße vom Ortasee!

  210. Kulturelle Erbmasse....
    Es geht der Spezies Mensch im Verlauf der Generationen im Eigentlichen um die immer wiederkehrende optimale Zusammenstellung von Hardware (Qualität des Genetischen Materials der beiden Elternteile) und der Qualität der aufgespielten Software (Erziehung durch beide Elternteile, Einflüsse der Kultur und Gesellschaft) … und folglich um die optimale Ausrichtung für alle künftigen Eventualitäten …

    Bescheidene Hardware und optimale Software helfen im Verlauf der Jahrhunderte nicht großartig weiter … robuste Hardware und jämmerlich aufgespielte Software werden ebenso früher oder später aus dem Genpool entfernt….

    Es wäre interessant zu sehen, was passieren würde, wenn die westliche Zivilisation in ihrem derzeitigen Zustand einem deutlichen Stresstest ausgesetzt werden würde….

    • Bei mir gegenüber stehen Kühe und ich habe ein Messer und keine Skrupel, das dazu.

    • Ungewohnte Töne, finde ich,
      für einen Vegetarier!

      Übrigens: ganz herzlichen Dank für „Die wunderbaren Jahre“ die ich hier sein durfte!

      „Der Direktor unserer Schule hatte einmal eine Liste in die Klassen gegeben, worin jeder Schüler dafür unterschreiben sollte, daß er kein Westfernsehen guckt. Ich habe mich aber geweigert und wurde somit zum Direktor gebeten. Der verlangte abermals von mir, die Liste zu kennzeichnen, habe ich aber trotzdem nicht gemacht. Es wurde zwar gesagt: „Du, du! Trage Dich mal lieber ein!“ (er gestikulierte mit einer drohenden Fingerbewegung), aber weiter kam dann nichts mehr.“

      s/Westfernsehen guckt/Blog von RM liest/

    • Bevor ích verhungere, schlachte ich alles Geniessbare, so doof, dass ich als Vegetarier sterbe, bin ich auch nicht.

  211. Danksagung
    Auch von meiner Seite als Passivkonsument ein herzliches Dankeschön. Ich freue mich auch sehr in Zukunft von Ihnen lesen zu dürfen.
    OT. Mich hatte damals Vladimirs Krimabenteuer von Zon hierüber gespült. Auch dank ans Forum für die vielen interessanten Kommentare.
    Weiterhin frohes schaffen wünscht Mister L.

  212. Die Geschichten…
    Es ist ein seltsames mit den Geschichten aus der Familie. Es ist dem Hausherrn nicht unbekannt, dass die Geschichte meiner Familie am Platz finden musste in ein paar Bündeln, die auf dem Rücken getragen werden konnten.
    Die Geschichten, wie der Onkel in die Maische fiel, aus der der Korn in der Brennerei produziert werden sollte. Diese Geschichten sind untergegangen.
    Ein Großonkel ging im Kriege eines Beines verlustig. Zwei Brüder starben, die Schwester verreckte an irgendeiner Seuche auf der Flucht. Der Großonkel humpelte also mit der Krücke durch die Gegend und pflegte zu sagen: „Wir sind auf 8 Beinen in den Krieg gegangen… und auf einem herausgehumpelt!

    Ich kenne ein ganz paar wenige dieser Geschichten. Aber es ist nicht im Ansatz übrig, was ohne die rastlose Umherziehung da wäre.

    Meinen Dank für diesen Artikel. Ich finde, er erdet ganz schön. Mich jedenfalls. Danke!

  213. It ain't over till its over
    Unser Schlachtruf soll sein: „Mehr Stuck und Silberkannen“

  214. Titel eingeben
    Proepfler

    Werter Don, im Gegensatz zu „denn sie wissen nicht, was sie tun sollen“ werden Sie ganz sicher weiter wissen, und auch recht behalten. Die FAZ war nie, und spätestens nach Schirrmacher, so ganz meine Linie. Die Wahlen in Italien, aber auch die mühsame Koaliererei zeigen doch auch den dümmeren Zeitgenossen, was nach der Euphorie zu Beginn des 20 Jahrhunderts mit den „Grenzen des Wachstums“ klar sein müsste: Entweder man hat unseren gewohnten Sozialstaat, oder offene Grenzen. Beides geht nicht, solange die Afrikaner, Araber, ein derart abstruses Bevölkerungswachstum generieren. Dem linken Rest-Stimmvolk dämmert auch hierzulande immer klarer, dass es nicht die Lösung sein kann, Schwärme von Migranten hier welcome zu heissen, auf dass sie auch hier dann alles niedertrampeln.
    Das werden vom Prandtlhauser Tagblatt über die FAZ die allzeit kritischen Medien schon noch einsehen. die klügeren eher, die anderen später. Wie gehabt. Getreu der Lehre vom fatalen „deutschen Pendel“ wird das dann einen grässlichen Gegenausschlag geben.
    Werter Don, bleiben Sie standhaft, lassen Sie durchblicken, wo ihr Spielfeld demnächst ist.
    Ja, man liest sich (was für die FAZ garantiert nicht mehr gilt). Was hat denn nun der Opa mit dem Blasrohr angestellt? War der in Deutsch-Südwest, oder so?
    dankbar Pfroepfler

  215. Trauer
    „Denken ist wie googeln, aber nur
    viel krasser.“

    Ich bin untröstlich. Echt.
    Traurig und fassungslos.

    Lieber Don, hoffentlich nehmen Sie
    uns mit, wohin das auch sein wird.
    Was soll aus uns werden?
    ??????

  216. Die Du-schreibst-zu-schnell-Duzmich-Software aber bitte bei der FAZNet lassen
    K.w.T.

  217. Irgendwie ist das Ende auch konsequent
    Zwar haben Sie, geschätzter Alphonso, die FAZ immer noch lange als pluralistisch verteidigt, doch war das bei maximal partieller (Leser-)Meinungsfreiheit vielleicht eher eine Aufforderung an die Redaktionen. Der Bosbach-Ansatz klappt im aktuellen Deutschland nicht.
    Bin jetzt gespannt, was von den Generationen deutscher Handwerker, Bauern und Denker noch übrigbleibt.

    • Es kommt was auf dieses Land zu, und das wird nicht schön. Ich denke, man wird irgendwann wählen müssen zwischen zwei hässlichen Optionen.

    • Lieber Don,
      „Ich denke, man wird irgendwann wählen müssen zwischen zwei hässlichen Optionen.“
      Ich fürchte, Sie haben recht.
      Und je länger diese Wahl hinausgeschoben wird, umso häßlicher wird jede der beiden Optionen.
      Noch im Sommer 2015 hätte alles im wesentlcihen weiterlaufen können wie bisher….
      Es ist zum Haareraufen!

    • Jeder wird am besten nach sich selbst schauen müssen.

    • Was wird in der Zukunft?
      Don Alphonso: „Jeder wird am besten nach sich selbst schauen müssen.“

      Ich rate dazu, nicht zu sehr an dem aktuellen Deutschland zu hängen. Dabei lässt man sich zu leicht ausnützen und instrumentalisieren.

      Beste Wünsche

    • The gathering storm
      Der Pate Don Corleone sagte es bereits. Er hätte Hitler schon am Anfang gestoppt, bei der Besetzung des Rheinlandes. Irgendwann war es zu spät um noch glimpflich aus der Sache rauszukommen.

      Hätte die Merkel 2015 den Mumm gehabt die Grenze zu schliessen und im Fall des illegalen Eindringens auf Deutsches Staatsgebiet auf die Eindringlinge schiessen zu lassen, wenn andere Abwehr nicht möglich ist (was legal ist), hätten wir das Schlimmste hinter uns. Jetzt liegt das Schlimmste noch vor uns.
      Merkels Entscheidung war ein politischer Jahrhundertfehler. Sie hat die politische und gesellschaftliche Architektur unseres Landes eingerissen. Mit unabsehbaren Folgen.
      Ich weiss noch wie geschockt ich war als ich das gelesen habe, Ich wusste, wann auch immer und wie auch immer: Das bedeutet Krieg.

    • jeder schaut nach seinem Vorteil
      Wo heute die Zeit offener Worte unter den Stammlesern hier ist, möchte ich zunächst TDV grüßen – oft sehe ich es anders, aber ohne Spannung taugt keine Diskussion zum Erkenntnisgewinn!

      Wir alle sollten uns klar sein: den eigenen Vorteil suchen, sich selbst der Nächste sein etc. — all das leben wir alle doch mehr oder weniger seit Adam und Eva!

      Wichtig ist doch, dass wir uns um uns selbst eigenverantwortlich kümmern wollen und können (und politisch gesehen auch dürfen sollten!).

      Aber Eigenständigkeit geht nicht auf Kosten Dritter!

      Wir werden gegen Dreisitigkeit ganz oben wir ganz unten wieder mutiger als Bürger kämpfen müssen. Besonnen, nicht kopflos. Und schon gar nicht herzlos, das lehren uns doch alle Kriege dieser Welt…!

      Ich glaube, es wird unbequem und hart, aber damit historisch betrachtet eher durchschnittlicher als die letzten Wohlstandsjahre. Und ich glaube fest, dass man viele gute Charaktere in harten Zeiten besser erkennen kann.

      Ich persönlich weiss nur, dass ich fest damit rechne, dass allen hier Lebenden die Frage der Loyalität zu diesem Land in einem friedlichen Europa gestellt werden muss und wird. Und jeder wird eine faire Wahl haben dürfen. Und dann jedoch gilt wie in jeder Beziehung: eine Trennung kann für beide Seiten besser sein – im Rosenkrieg hingegen verlieren alle.

      Ohne aufrichtigen Charakter besteht niemand eine Krise.

      Und ob unsere Jugend passiv in Computerspielwelten sich verliert und unmotorisch-unmotiviert weggeschoben wird – glaube ich nicht – und wenn’s so wäre, wäre es dann eben auch nicht schade drum.

      Was eben gar nicht geht: wegschauen und schönreden und totschweigen und ausgrenzen.

      DA war für mich nie die FAZ, wie es die FAZ nicht gibt, sondern etliche gute Journalisten. Und zunehmend jüngere, deren Lebenserfahrung lesbar unter der vieler Leserinnen liegt. Oder die Moden folgen – was ich als absolutes Versagen im Journalismus empfinde.

      Frauen schreiben für Frauen etc. Da bin ich draußen.

      Also ja, draußen wird es härter, kein Grund daran zu verzweifeln. Oder selbst charakterlos zu werden)

    • zählt:
      1. Plutokratisch autoritär globalistischer Faschismus.
      2. Linksprogressiver identitärer Faschismus.
      3. Islamistisch patriarchaler Faschismus.
      4. Völkisch identitärer Faschismus.

      Das sind schon einmal vier hässliche Optionen, die sich im Endergebnis vielleicht gar nicht so sehr unterscheiden. Und wenn erst einmal klar ist, wohin die Reise geht, dann werden auch exakt die gleichen Typen versuchen den Zug zu besteigen …

      Na ja, mit etwas Glück wird es ein Faschismus mit menschlichem Antlitz.

      Oder es kommt doch ganz anders, wie so oft.

    • Zwei haessliche Optionen?
      Na, vermutlich war die “dann ist das nicht mehr mein Land, ich bin dann mal weg hier“ vermutlich noch nicht eingeschlossen. Und mit ein wenig Nachdenken fallen mir vielleicht noch andere ein. (Dass ich mir noch den Papierkrieg einer Beibehaltungsgenehmigung antue, sehe ich immer weniger.)

      Ernsthaft – erst Brexit, dann Deutschland immer deutlicher auf der Kippe: wenn Einwanderungsbehoerden, Tech-Arbeitgeber und Unis in Kanada, Australien und Neuseeland halbwegs aufgepasst haben, koennen sie demnaechst ordentlich Talent fuer kleines Geld absahnen. Vorwiegend MINT, aber auch als Kunstgeschichtler koennte was gehen (hat mich erstaunt, dass Archaeologie hier eines der Aushaengeschilder ist!).
      Aber die Deutschen werden wohl als letzte zum Zuge kommen. Briten und Suedafrikaner haben in diesen Laendern die groesseren Netzwerke. Die Briten scheinen bisher seltsam ambivalent, obwohl direkt nach dem Volksentscheid die Zeichen unter den Wissenschaftlern auf Panik standen. Angesichts der Entwicklungen in RSA koennten die Suedafrikaner interessierter sein.

      Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung…

    • Innere Emigration
      „Ich rate dazu, nicht zu sehr an dem aktuellen Deutschland zu hängen. Dabei lässt man sich zu leicht ausnützen und instrumentalisieren.“
      Ich bleibe. Und innerlich emigriert bin ich schon lange.
      Wenn ich allerdings noch 30 wäre…

    • Ich rate immer zu Südtirol. Wenn etwas übersteht, dann Südtirol.

    • @ Thomas - The gathering storm
      Seufz*. Ich denke Don Corleone liegt daneben. Es lag einfach nicht an Hitler alleine. In Deutschland war zuviel am kochen. Ich vermute viele Alternativen in der NSDAP wären auch schrecklich gewesen. Und wenn die KPD drangekommen wär? Ein Blick in die Sowjetunion unter Stalin hilft weiter…

      Zu Ihrer entfernt an Frau Storch erinnernden Wunschvorstellung zur Grenzsicherung: Die finde ich wirklich schrecklich.

      Ich würde tatsächlich selbst die Leute die wir bekommen haben (und die ich zum großen Teil nicht für Flüchtlinge halte), lieber nach Deutschland lassen, als mit der MG draufzuhalten. Aber so hatten Sie es sicherlich nicht gemeint, oder doch?

      Jedenfalls wird die Antifa Ihren Spruch so interpretieren und so mancher in der Feuilleton-Redaktion der FAZ sagt sich vermutlich: „Ein Glück, dass diese unseligen Kommentare endlich aufhören.“

      Als letztes Mittel mag der Schusswaffengebrauch (fängt schon mit Warnschuss an) erlaubt sein, jedoch braucht man dieses letzte Mittel fast nie. Es gibt eigentlich immer eine Alternative.

      Lässt Ungarn unter Orban auf die Grenzübertreter schießen? Nein. Strömen die Migranten nach Ungarn? Nein. Warum nicht? Weil sie dort nicht mit Geld überhäuft werden, dass sie in ihre Heimatländer überweisen können.

      Sie sehen also, es würde völlig ausreichen, kein Geld an die Migranten auszuzahlen. Nur Essen geben damit sie nicht verhungern. Vergabe von Kleidung wäre dann schon eine besondere Großzügigkeit. Wer keinen Pass vorweisen kann, kommt bis zur Identitätsfeststellung in eine bewachte Sammelunterkunft, die er nicht verlassen darf.

      Diese Vorgehensweise reicht meiner Ansicht nach völlig aus, um Glücksritter fernzuhalten. Kurzfristig hätte es im Übrigen schon geholfen, wenn Merkel auf Selfis mit Migranten und damit deren Einladung verzichtet hätte.

      Ich denke, Sie haben genug von moralischen Belehrungen. Und sicherlich könnte man den Standpunkt vertreten, dass die von Ihnen gewünschte Vorgehensweise nicht unmoralischer ist, als z.B. die Türkei dafür zu bezahlen, dass sie Migranten fern hält und wegzuschauen, wenn an der Türkisch-Syrischen Grenze auf Flüchtlinge geschossen wird.

      Dennoch denke ich, Sie verstehen jetzt, dass es nicht nur falsch ist, sondern dass es auch nicht nötig ist, auf Menschen zu schießen, um die Migration nach Deutschland zu stoppen.

    • Es war Clemenza und nicht der Don
      „Es lag einfach nicht an Hitler alleine. In Deutschland war zuviel am kochen. Ich vermute viele Alternativen in der NSDAP wären auch schrecklich gewesen. Und wenn die KPD drangekommen wär?“ Es geht darum, dass es wesentlich billiger ist, – oder überhaupt nur möglich – einen Aggressor FRÜHZEITIG zu stoppen. Mit welchen Mitteln, ist nachrangig.
      So war es, so ist es, und so wird es immer bleiben.

    • @ Jens Kinshofer - Es war Clemenza und nicht der Don
      Da hab ich wohl im Hinblick auf den Paten eine Bildungslücke.

      „Es geht darum, dass es wesentlich billiger ist, – oder überhaupt nur möglich – einen Aggressor FRÜHZEITIG zu stoppen. Mit welchen Mitteln, ist nachrangig.“

      Das Problem das ich dabei sehe ist, dass man zwar hinterher immer schlauer ist, aber vorher oft nicht klar ist, wer denn nur der schlimmste Aggressor sein wird. Und wer überall nur Aggressoren sieht, die es zu bekämpfen gilt, ist vielleicht selbst irgendwann der Hauptaggressor.

  218. MERCI
    lieber Don

    Grazie Mille, merci, herzlichen Dank.

    Hat Spass gemacht, inspiriert und zum Nachdenken angeregt.

    Ich freue mich auf ein Wiedersehen wo immer dies sein wird.

  219. so wird die Bildung geformt.......
    werter DON, sie schreiben so schön „wie wir alle aus dem Briefverkehr zwischen Hannah Arendt und dem Martin wissen“…..nun, es blieb ja wahrscheinlich nicht nur beim Briefverkehr wie wir meinen zu wissen…….aber das ist ja alles noch nicht Allgemeinbildung, die beim Schulausflug vermittelt wird. Offiziell werden ja Lücken gebildet !

    erstens soll ja sein Name aus dem Strassenverzeichnis der grün-sauberen Stadt mit hoher Kriminalitätsrate, bekannt durch Morde an der Dreisam, gestrichen werden. bald ist der Martin nur noch als Bückware erhältlich, da alles NAZI……Schulklassen suchen Spuren vergebens.

    zweitens wird der Martin nach wie vor als monogamer Wanderer mit Pumphosen (ist geklaut von Thommy) verklärt, wir alles kennen ja das sagenumwobene Bild der

    MUTTIISTDERWEGZURTAFELZUWEIT
    MUTTERKUTTER-

    Fotografin Barbara K. wie der H. mit Wanderrucksack und der echte Augstein mit Slipper und modischer Aktentasche oberhalb von Todtnauberg sich auf den Weg zur Hütte machen (1966)……

    dort finden wir heute immer noch einen Hinweis, dass hier der grosse Philosoph, Wanderer, treue Ehemann und treusorgende Vater die Tage in grösster Einsamkeit und Askese verbracht hat und sich aus dem Blechgeschirr ernährte. Laut Stuttgarter Zeitung lebte er dort auf „Sturmhöhe“, und die Zeitung schreibt auch, er habe sich mit der Hannah VOR der Hütte getroffen.

    Das wäre bishierher die Schulbuchversion fürs Klosterinternat.

    Wahrscheinlich gab es nach dem Treffen VOR der Hütte drinnen dann den Sturm, den die Zeitung erwähnt und die offizielle Touri-Information verschweigt, aber ich gebe zu, bis ins Dorf hinunter hat man die beiden sicher nicht gehört.

  220. Bin erschüttert...
    …und kann gar nicht in Worte fassen, was die *Wegrationalisierung* des Seventastic bei mir auslöst. Ich habe ja hier und da schon angesprochen, dass ich als Ossi kein Stasiopfer war, aber doch in meiner Jugend unter einem echten Stasitrainer litt. Mir geht der Puls hoch und es nimmt mir ein bisschen die Luft zum Atmen. Ja, leichte Panik, dass wir eben doch immer mehr auf dem Weg zu ähnlichen Verhältnissen wie damals unterwegs sind. Ihren Blog zu lesen zu dürfen, hat mich in der Hinsicht immer wieder beruhigt. Das werde ich heute auch noch mit Klarnamen an Herrn Köhler schreiben.

    Ihnen alles Gute und Sie sind ja gefasst.

    Herzliche Grüsse
    D. L.

  221. sehr schade
    „Die Seventastic von Don Alphonso laufen seit vielen Jahren. Jetzt wird es Zeit für Neues. Wir wollen die Blogplattform wieder stärker als Experimentierfeld für neue journalistische Formate nutzen, d.h. kreativen Ansätzen größeren Raum geben, auch häufiger neue Themen ausprobieren.“ Es scheint, dass die FAZ den bento Weg gehen will. Schade.

    Lieber Alphonso,

    vielen Dank für Ihre Beiträge, ich habe sie seit vielen Jahren gelesen und genossen, auch der vielen engagierten Mitautoren („blogger“) wegen, und mitkommentiert, wenn immer möglich und sinnvoll. Ich hoffe, dass Sie weitermachen, vielleicht hat die FAZ doch ein Einsehen, und wenn nicht – es gibt schliesslich auch andere Informationsquellen.

    Cheers,
    Ihr „Onkel“

    • Nein, das bei der FAZ hat jetzt dann ein Ende, und ich hoffe, die Experimente werden gut. Mein Blog war ja auch sowas. Ich bin da aber nicht informiert und schaue einfach, was so alles kommt.

  222. in eigener Sache...................
    werter DON, wie gerne ich hier zu Gast war, zeigt folgende kleine Geschichte……………

    ab und zu tauche ich auch mal gerne ab, nicht umsonst ist meine Empacher-R10 auf den Namen „yellow submarine“ getauft…………..

    als mich eine treue Freundin tagelang nicht erreicht und sich schon Sorgen machte, da schaute sie einfach mal nach, ob der von ihr früh enttarnte DJANGOHATNEMONATSKARTE“ hier mal wieder ein Beiträgchen geschrieben hat und noch am Leben war………..siehe da, er war, der Text bestätigte ihr dies…………

  223. Verflossene Liebe
    Je länger solche Beziehungen zurückliegen, desto mehr verklärt man ja die Trennungsumstände. Der gestrige Mittag hat mir dann noch einmal vor Augen geführt, wie sehr die Veränderungen schon an der Substanz der Verflossenen genagt haben. Ihre Beiträge und die Kommentare waren da ja schon ein Teil der Schminke. Ich wünsche der dereinst Angetrauten trotzdem ein würdevolles Seniorendasein ohne allzu garstig zu werden. Alte keifende Weiber gibt es ja zu genüge.

    Aber nachdem sich dann der gestrige emotionale Pulverdampf in meiner Magengrube verzogen hatte und man sich hier vergewissern konnte, daß es Ihnen gut geht, warte ich jetzt noch mit ansteigender Neugier, was denn nach Abzug des Pulverdampfes in Ihrer Causa hervorkommt und wer den J.R. in diesem Stück gab.

    Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen noch einmal dafür danken, daß wir Sie lesen durften (obwohl Sie nicht schreiben können;-)) und diese Freiräume bekamen. Mir persönlich waren die letzten 1 1/2 Jahre in diesem Blog eine große Hilfe in der Krisenbewältigung, wofür ich Ihnen noch viel größeren Dank schulde, obwohl dies nie in Ihrer Absicht lag.

    Aber nun können wir uns ja darauf freuen, daß Sie und Ihre Kunstfigur auf jeden Fall weitere Abenteuer und Anekdoten mit uns teilen werden. Ob die Kriegsschiffe unter fremder Flagge weiterfahren (welcher auch immer) oder Sie eine eigene Flotte ausflaggen, werden sie bitte hoffentlich unter allen Umständen rechtzeitig, laut und reichweitenstark verkünden wollen. Gerne auch zusätzlich im kleinen privaten Blog „jetzt ohne 57a“.

    Zum Thema: Man kann den Jungen aus der Gosse, aber nicht die Gosse aus dem Jungen holen. Andererseits können Jungs aber auch in die Gosse abgleiten, zumindest was Intellekt und Schicklichkeit angeht. Man kann sich immer nur Mühe geben, aber gegen Vorurteile anderer Menschen anzukommen ist noch schwerer als sich hochzubilden. Was vielen leichtfällt ist das Verleumden des Heimatstalles.

    • Es gibt leider ein paar hässliche Begleiterscheinungen – und die Jubler von heute werden morgen diejenigen sein, die der FAZ dann wieder mit voller Wucht ins Gesicht schlagen. Aber so ist das halt. Leider gibt es auch noch wortmeldungen einer freien Autorin, die das alles anheizen und noch mehr Dampf erzeugen. Die Wahrheit ist banal – es geht weiter, wir werden Spass haben. Vielen Dank.

  224. Der Nickname...
    …dankt seinem nahezu einzigen heutigen publizistischem Pendant und …freut sich auf ein baldiges Wiederlesen anderswo.
    Auf die frohe Kunde des „wo anders?“ wartend

    Ihr
    Voltaire

    P.S. Hoffnungsvolle junge Menschen würden aktuell sagen: F… FAZ,
    ich natürlich keinesfalls. Nur ein „merde“ in meiner feinen Landessprache.

    • Die FAZ war 9 Jahre gut zu mir. Das müssen Sie sehen. Und andere hätten das nie gewagt.

    • Kein Blick zurück im Zorn
      Die FAZ war, wie Sie schreiben, 9 Jahre gut zu Ihnen. Ich finde Ihre Worte nobel und angemessen – und freue mich auf viele künftige Beiträge „woanders“.

      Danke.

    • Gern geschehen.

  225. Jahrgang 1965
    immer schön durch Dokumente in der Zeit zurückzureisen.
    See You Don.

  226. D A N K E !
    Ganz herzlichen Dank für einige Jahre voller Anregungen, Informationen und Unterhaltung auf hohem Niveau.

    Danke auch den vielen Kommentatoren, die Lebenserfahrungen und Wissen weitergegeben haben.

    Ich werden Ihnen gerne weiter folgen, Don Alphonso.

    Klafelder

  227. markenschutz
    „Don Alphonso sagt:
    7. März 2018 um 13:08 Uhr
    Das ist ja alles gemeinfrei, don alphonso ist ein Charakter von Cosi fan Tutte und Stützen der Gesellschaft ein Stück von Ibsen.“

    ich bin da nicht der Experte, gleichwohl ich mich vor 20 Jahren etwas eingelesen habe, als wir ein patent aus der Physik heraus bekommen haben.

    Darf jeder jetzt seinen Blog Don_Alphonso nennen ?

  228. DdH
    bitte gib uns Schwabenland und Flair im Exil, wiesaussieht…

    • Schluchz,
      mit tränenerstickter Stimme kann ich nur noch sagen: wir haben´s verbockt. Hätten wir Don nur rechtzeitig zum Weltkulturerbe erklären lassen. Schade, jetzt, nachdem man mir hier Italienisch beibringen wöllte.
      .
      Aber die blogeigene imaginäre „Panzergrenadiergruppe (teilmot.) Mittlerer Neckar“ wird in mir weiterleben. Und am 7. Oktober werde ich mir den Don in Gaiole mal vorknöpfen. Das kann doch nicht sein Ernst sein? Wie sollen wir denn die nächsten 3 1/2 Jahre unter der teigigen Tante und ihrer Geisterbahnbesatzung im RHS ohne unsere kleinen Fluchten heil an Geist und Körper überstehen?
      (DdH)

    • Europa
      ist everywhere

      where DhD is…

    • „Panzergrenadiergruppe (teilmot.) Mittlerer Neckar“
      (teilmot.) heißt, die haben ein Pedelec mit Anhänger, auf dem die Maultaschen von Saitenbacher und der Trollinger verladen sind, denn die Beschaffung eines Feldküchenwagens wurde vom Gruppenführungsstab seinerseits (etwa 10/2017) vehement abgelehnt.

      Zum besseren Verständnis, im STAN hat eine „Panzergrenadiergruppe (teilmot.)“ die Personalstärke 0/1/9, die genannte hat 6/3/1, ist also wie die Uschi-Truppe auch etwas führungslastig mit resultierenden Abstimmungsproblemen. /1 dürfte zudem mit Bewachung und Zubereitung von Saitenbacher gut ausgelastet sein.

      Während bei den PzGren (alter Art) der wahre Feind im Rasenmäher gesehen wird – er nimmt denen jegliche Nahrung und Deckung – geht man nicht fehl in der Annahme, der wahre Feind der PzGren (Mittlerer Neckar) sei Müßiggang und Trollinger.

      Wie lobe ich da die Ansätze zur Reconstruction des kgl. bay. Sumpfpionier(L)Regiments, welche in Kürze zu erlassen die By. Exilregierung geruhen wird. Der Wahlspruch wird sein „ran-rauf-drüber“ und ist durchaus verschieden interpretierbar. Aber davon später, eine Fortsetzung passt nicht in den derzeit opportunen Rahmen dieses Seventastic.

    • „Nicht Mensch, nicht Tier, nur Pionier“ hiess das bei uns.

  229. Ein Film im Kopf
    Eine kleine Assoziation kommt mir in den Sinn.

    Ein Spielfilm in den 70er Jahren. Ein „mutmaßlicher Weltverschwörer“ gibt eine Zeitschrift heraus. Ein Blog seiner Zeit. Hat aber nur 4 Abonnenten.

    Eines Tages merkt der ,Seventasticchreiber‘, dass seine Abonnenten sterben/verschwinden. Und dass der vierte Abnehmer der Staat eine Firma oder CIA ist.

    Und er selbst in Lebensgefahr, obwohl er gar nicht wirklich von seinen Theorien überzeugt war.

    Der vermeintliche Spinner wird zum Gejagten. Weil er ohne Beweise mit seinen verrückten Theorien ins schwarze getrofen hat.

    Ich glaub, Gene Hackman spielt da noch mit.

    Kurz: die plötzliche Reaktion der Kräfte aus dem dunklen Hintergrund belegen den Wahrheitsgehalt von scheinbar bisher verrückten „spassigen“ Theorien. QED.

    Grazie Don. Holen Sie sich einen Gene Hackman. Mille Grazie.

    • Danke, es gibt hier aber keine dunklen Hintergründe.

    • Visionen und Verwechslungen
      Fletcher’s Visionen – mit Deppenapostroph und Mel Gibson.

      Der Dialog – mit Gene Hackman als Abhörspezialisten.

      Den zweiten Film würde ich mindestens ein Regal höher einordnen.

  230. Wildblumenwiese
    Und was „lernt“ uns das?

    1) Kein Gänseblümchen schätzt den Zeitpunkt richtig ein an dem der Rasenmäher vorbeikommt, um das Einheitsgrün wieder herzustellen.
    2) In der Zeit bis zur Kappung sollte das Blümchen so kräftig wachsen wie es kann, Ducken bringt nichts gegen den Mäher.

    Für die Verpflanzung auf eine Wildblumenwiese wünsche ich dem Gänseblümchen viel Glück und gutes Wachstum.

    Und dem Blog wünsche ich in neuer Umgebung einen neuen Ti „Vernichter der Gesellschaft“
    Beim Restart hilft ja oft ein Perspektivenwechsel.

    Alles Gute!

  231. Schöner Abschluss
    Ein schöner Abschlusstext. Danke für alles!

  232. Titel eingeben
    Geschätzter Don,
    leider hatte ich in den letzten zwei Jahren viel zu wenig Zeit, um Ihr Blog zu lesen. Nun ist es spät, aber nicht zu spät, Ihnen und den Mitlesern- und kommentatoren meinen Dank auszusprechen für zahllose Stunden hochinteressanter Unterhaltung. Oft hatte ich den Eindruck, es sitzt hier wirklich so sehr viel mehr Bildung und Können an den Tastaturen, als ich das jemals irgendwo in einem anderen Blättchen kumuliert gesehen habe. Viele Foristen hier haben erheblich mehr auf der Pfanne, als so mancher Berufsschreiberling, ohne jemals Journalist gewesen zu sein, der Hausherr steht jenseits aller Diskussion.
    Das tut natürlich manchem weh. Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt. Das dürfte der Grund dafür sein, dass man sich nun lieber seitens der FAZ auf „Experimente“ verlegt. (Experimente haben die Eigenart, nicht per se mit einer Art Erfolgsgarantie ausgestattet, sondern auch mit der Möglichkeit des Scheiterns behaftet zu sein. Das ist für die lieben Kollegenseelen sicherlich einfacher zu ertragen, als ein von Kommentarrekord zu Kommentarrekord eilender Querkopf, der all die Freiheiten für sich in Anspruch nimmt, die die anderen gerne auch hätten, aber nicht bekommen. Journalisten sind arme Schweine und in Frankfurt ist das Wetter viel schlechter als am Tegernsee.)
    Als zwar weiße, aber nicht alte, berufstätige Frau in nicht prekärer Existenz wende ich mich nun mit Grausen, aber kenntnisreichem Kopfschütteln ab und denke mir mein Teil. Ab jetzt wird es wohl ernst. (Niemand hat die Absicht, die DDR wiederzubeleben).

    • Ich denke, Sie überschätzen das Zeichen, das gegeben wurde, die FAZ will halt was anderes und das kann man ihr nicht verdenken. Dass jemand wie ich jetzt nachher nicht arbeitslos ist, wissen sie auch, aber mei. Was immer die Gründe waren – egal, es war eine gute Zeit und diese gute Zeit bleibt bei mir an Bord.

  233. Titel eingeben
    „…auch wenn hinter dem Fachwissen erst einmal ein reichlich banaler Griff ins Buchregal steht.“

    Damit tun sie aber das, was heute an Schulen statt Inhalt gelehrt wird – sie erwerben und erarbeiten sich Kompetenz, hier Informationskompetenz.. Nicht das inhaltliche Wissen ist wichtig, sondern das Wissen, wo was steht. Dabei ist aber gegen eine gut sortierte Bibliothek doch wohl nichts einzuwenden, oder, lieber Don?
    Mich stoert es dagegen sehr, da uns heute scheinbar Wikipedia et al doch sowieso alles ganz genau sagen, dass es dann ok und folgerichtig zu sein scheint, das Wissen dort outgesourct zu halten und stattdessen den Werkzeugkasten (die tools) zu erwerben und bei sich zu haben. In meinem Umgang mit der heutigen Generation der Abiturienten und Studenten (ch sage bewusst nicht Studierende) erstaunt mich immer wieder die Abwesenheit von kritischer Quellenueberpruefung und -analyse, das heisst, auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit Sachverhalten. Es wird gefressen, was auf den Google-Tisch kommt.
    Hier haben die Bildungsreformen der letzten beiden Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet. Und dies haben beileibe nicht nur die Sozen und die Gruenen zu verantworten, das ist fuer mich das Schlimme dabei… links und rechts, Seit‘ an Seit’… und an den Unis wird das Ganze dann auch noch mit dem Label „Bologna“ in versehent. Das hat weder diese schoene Stadt noch die in ihr ansaessige aelteste Universitaet der Welt verdient.
    Abschliessend noch eine Anmerkung:
    Im Gegensatz zu Ihnen, lieber Don, bin ich durchaus der Meinung (auch wenn ich aus einem anderen Umfeld komme), dass die Oeffnung der Bildungsanstalten und die Foerderung von Kindern aus den materiell nicht so gut gestellten Schichten von Vorteil fuer die Gesellschaft war und ist. Auch wenn dann doch mal etwas durscheint und zum Vorschein kommt, was eine deutliche Absenz oder zumindest einen Mangel an entsprechendem Background und Kontext erkennen laesst. Andererseits habe ich in meinem Leben genuegend Soehne und Toechter aus den sog. „Westvierteln“ kennengelernt, wo ich mir oft genug auch meinen Teil lieber schweigend dachte…

    • Mit Menschen mitg weniger als 1000 Fachbüchern tue ich mir manchmnal schwer, das stimmt. Ich bin übrigens auch ein Freund der bildung, mich nerven nur die durchgedrehten Auswüchse.

  234. Dankeschön mit Verbeugung
    Vielen Dank für all die guten Texte, die viele Arbeit am Blog und die intellektuelle Unerschrockenheit.

    Ich gehe davon aus bzw. hoffe, das man sich in anderen Zusammenhängen wiederlesen wird.

    Folgende kurze Bemerkung kann ich mir allerdings nicht verkneifen.

    @ Don Alphonso 7. März 2018 um 13:29 Uhr

    „Es kommt was auf dieses Land zu, und das wird nicht schön. “

    Stimmt. Aber es wird weder eine feministische Reinwaschung noch eine brau.. äh, konservative Revolution (wie von den heckes etc erträumt) sein. Auch keine Entscheidung zwischen beidem.
    Es wird wohl eher die späte Erkenntnis sein, dass man das gegenwärtig freigegebene Porzellan nicht hätte zerschlagen sollen… aber dann wirds zu spät sein… Merkels Nudgies werden ganze Arbeit leisten. Und der deutsche Trump wird bereit stehen …
    Wenn später einmal der übernächsten Generation gebeichtet werden muß, wer wie weit daran beteiligt war einen auf parlamentarischen Gesetzen beruhenden Rechts- und Sozialstaat sowie eine halbwegs funktionierende Demokratie derart willkürlich an die Wand zu fahren, werden viele von uns nicht mehr dabei sein und nicht mehr sagen können:

    „j’étais don alphonso“.

    • Meines Erachtens wird Deutschland zerbrechen. Vielleicht nicht als Nation, aber als Kulturraum.

    • Lieber Don,
      „Meines Erachtens wird Deutschland zerbrechen. Vielleicht nicht als Nation, aber als Kulturraum.“

      Das ist eine gleichermaßen drastische wie realistische Prognose – nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Westeuropa. Ach was sag ich – in Teilen handelt es sich ja nur noch um eine Beschreibung des status quo.

      Und wissen Sie, woran es liegt, daß dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten wird?
      Weil ein Großteil der Menschen zu dumm ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen.
      Und vom klügeren kleineren Teil sind sich wiederum die meisten zu fein, sich mit allen in dieser Frage Gleichgesinnten zusammenzutun, um das Verhängnis abzuwenden.

    • Kultur
      der Begriff ist >45 mal in diesem blog alleine zu sehen! Interessant der Unterschied CSU vs CDU, schon 2007 in den jeweiligen Grundsatzprogrammen: „deutsche Leitkultur“ vs „Leitkultur in Deutschland „.
      Multikulturelle Nationalstaaten hatten es schon immer etwas schwer, waren (oder sind) häufig Diktaturen, auch ein Grund dafür, dass niemand mehr im Ernst von den „Vereinigten Staaten von Europe“ träumt, selbst ohne Nafris, Afris, Türken etc.

    • Mir kommt
      heute immer wieder Stefan Zweigs „Die Welt von gestern“ in den Sinn.
      Dazu passt auch Dons Kommentar, dass Deutschland als Kulturraum zerbrechen wird.

      Darum: unbedingt die Stützen zum Buch destillieren! Man kann sie durchaus als Abgesang lesen. Gerade heute.

    • Es gibt eher einen aufstand, denke ich.

    • Nachtrag
      Lese gerade mit Verspätung „Der lange Weg nach Osten“ von Thorsten Hinz im nicht mehr ganz aktuellen Cato 1/2018.
      Überraschende Übereinstimmung mit Ihrer Aussage.
      Zufall?

    • Kein deutscher Trump ...
      @Don Alphonso
      „Es kommt was auf dieses Land zu, und das wird nicht schön. Ich denke, man wird irgendwann wählen müssen zwischen zwei hässlichen Optionen.“

      Und je länger es dauert, dest hässlicher werden die Optionen. Aber die Erkenntnis hatte schon jemand vor mir.

      Aber es freut mich, dass Sie realistisch (geworden?) sind.

      @No 57
      „Und der deutsche Trump wird bereit stehen …“

      Sorry, es wird keinen deutschen Trump geben. Es wird kein Self-Made Lebemann sein, sondern ein verbiesterter kleiner Beamter oder ein verkrachter Maler oder ähnliches. Im besten Fall wird es einen deutschen General Franco geben.

    • Zukunfsprognosen
      @Don Alphonso

      „Meines Erachtens wird Deutschland zerbrechen. Vielleicht nicht als Nation, aber als Kulturraum.“

      Durchaus möglich.

      Oder es wird weder eine Nation, noch ein Kulturraum bleiben, sondern nur ein Flickenteppich mit arabisch und türkisch als Staatssprache.

      Oder es gibt wieder einen dreißigjährigen Krieg auf deutschem Boden, nur diesmal nicht zwischen Katholiken und Protestanten, sondern zwischen Säkularen und Moslems. (wer so etwas nicht für möglich hält, möge bitte „Libanon“ googeln)

      Oder es kommt ein General Franco oder schlimmeres und danach gibt es zwar noch eine Nation, aber keine lebenden Moslems mehr auf europäischem Boden (und keine lebenden Linken, eigentlich keine Art von lebenden Andersdenkenden).

      Oder ich sehe alles viel zu schwarz.

      Ich weiß es schlicht nicht, aber ich vermute, die Zukunft wird davon abhängen, wer an den kommenden kritischen Wendepunkten die Macht aufhebt, wenn sie dereinst auf der Straße liegen wird. Denn Rechtsstaat, individuelle Freiheit, Heimat, Nation, Demokratie, etc. sind den hier schon länger Lebenden mehrheitlich schlicht egal. Damit sind sie nicht mehr Subjekt des Handelns, sondern Objekt, oder neudeutsch „Opfa“.

      Noch eine persönliche Anmerkung: Vielen Dank, Don Alphonso, für neuneinhalb Jahre niveauvolle Unterhaltung. Ich habe einiges gelernt, nicht nur über Fahrräder, Clandestini und Silberkannen, sondern auch über Ihre Musikempfehlungen aus den ersten beiden Jahren des Seventastic.

    • Nein, ernsthaft, ich merke das schon bei den Reisen durch das Land. Der Osten und der Süden macht es gewissen Erscheinungen schwer, der norden und der westen und Berlin laden sie ein. Es gibt zonen mit kultureller Hegemonie und Zonen ohne.

  235. Der Berg gibt, der Berg nimmt
    Werter Don

    Das Wort zum Berg stammt von den Anwohnern des Ätna. Da gibt es eine wunderbare alte Bahn ringsherum. Läuft immer noch. Nur Einheimische. Das alte Sizilien.

    Was bleibt, ist stoische Ruhe, Genuss des Moments und die Gewissheit, al fino, auf der Gewinnerseite zu stehen. Und das meine ich nicht nur moralisch.

    Die neuen Truppen? Sie sollen kommen. Mit Blut und Boden-Parolen in jede Sackgasse rennen. aka Experimentieren. Reorganisieren. Neu Ausrichten.

    Wie sagt der Bordellbesitzer in Catch-22 so schön? „Wir Italiener haben den Krieg immer gewonnen. Die Deutschen sind weg und morgen werden auch die Amerikaner weg sein. Wir aber sind immer noch hier.“

    Ein ehrliches Danke. Bleiben Sie. Wo auch immer.

    • Sie müssen das wirklich so sehen: Die Zeiten, die ich auf keinenFall missen möchte, waren die Schirrmacherzeiten. Blumencron war auch ein toller Mann. Warum sollte man an einem Ort bleiben, wo man nicht gewünscht wird?

  236. Bildungshuberei
    Es klingt ja wie eine hohle Phrase, aber Herzensbildung ist mir bei Menschen deutlich wichtiger als die weitverbreitete Halbbildung.

  237. Sag zum Abschied ...
    Werter Don Alphonso,
    mein FAZ Abo habe ich letztes Jahr bereits gekündigt. Sie waren ein letzter Außenposten der Vernunft dieser ehemaligen „Zeitung für Deutschland“. Es bleibt zu hoffen, daß man andernorts von Ihnen zu lesen bekommt.
    Bien viaje, Lothar Eder

    • Danke. Ja, das wird vermutlich schon so sein.

    • Adjeu, du kleiner Gardeoffizier...
      @ Lothar Eder
      Liane Haid – Adieu mein Kleiner Garde Offizier 1930

      Auch dieses zarte militärische Lied würde dem Abschied von Don Alphonso zur Ehre gereichen. Denn ist er nicht immer wieder ins Feld gezogen?

      In diesem Sinne

  238. Una Senese
    Lieber Don Alphonso,ich bin seit Jahren eine stille Mitleserin in Italien,Provinz Siena.Es hat mich wie ein Blitz aus heitrem Himmel getroffen,daß wir alle nun auf Ihren wunderbareb Blog verzichten müssen.Gerade habe ich begonnen,mir Ihre Beiträge auszudrucken für „dunkle“ Stunden,denn wer weiß,wie lange sie hier noch zugänglich sind.Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute
    Una Senese

    • Danke, aber Sie werden nicht verzichten müssen und am 21. März fange ich auch an, aus der Provinz Siena wieder zu schreiben.

  239. und recht kurz und ohne link
    Stehn se still Sie Kunstfigur:
    Ausspreche höchste Anerkennung!

    Beste Grüsse zu Ihnen

    • Titel eingeben
      Ähm.. „Altpreußisch-militärisch korrekt“ ging das aber nach

      „Stehn Se still Sie Kunstfigur:
      Ausspreche höchste Anerkennung!“

      so:

      „Rühren. Weitermachen!“

  240. Vielen Dank für alles ! Hat Spaß gemacht !
    Schad, wie leichthin sich die FAZ von ihren wertvollsten Teilen verabschiedet. Seit Schirrmacher geht’s leider abwärts. Und nun noch beschleunigt.
    Oder liegt’s daran, dass die werte Redaktion die Texte einfach nicht mehr verstehen kann ? Zu anspruchsvoll ? Zu sehr an das Schlachtbeil gewohnt, und das Florett nicht mehr gekannt ?

    Wie auch immer : FAZ ist damit für mich zur Publikation der 2. Priorität geworden. Schade, wie der Geist verfliegt.

  241. Titel eingeben
    Oh Mann, da ist man mal zwei Tage nicht online und dann muss ich lesen, dass der Don weg ist… Egal wohin, ich gehe entFAZt mit (mein Abo ist ohnehin seit letztem Jahr Geschichte). Lieber Don, wo werden Sie zukünftig das Banner des feudalen Bildungsherren gegen die Auswüchse des Berliner Empörungsprekariats dieser Zeit hochhalten?

  242. Blog DA
    Vor über einem Jahr haben wir das seit ca. 35 Jahren bestehende ABO der FAZ gekündigt. Die Verbindung blieb über FAZnet und Ihren Blog erhalten.
    Das ist nun zu Ende. Danke für Ihre Beiträge, und baldiges Wiedersehen/lesen andernorts. Meine e-mail Adresse steht Ihnen zur Verfügung.
    À bientôt!

  243. Wo geht es weiter?
    Wo kann ich künftig den Blogg weiterverfolgen?

  244. Danke für die Aufklärung in dunklen Zeiten
    Danke für die Klasse und Raffinesse, die sie der FAZ und uns gespendet haben!

    Ein Stück Aufklärung in intellektuell sehr dunklen Zeiten.

    Sie waren für mich der Grund die FAZ zu abonnieren. Der ist ja hiermit entfallen.

  245. zum nachdenken

  246. Danke
    Besten Dank, werter Don, für die vielen pointierten Texte, die Recherchen wider dem Strom und die schönen Geschichten und Bilder aus meiner Tegernseer Heimat, gerade weil ich dort nur noch selten zu Besuch sein kann.
    Alles hat ein Ende, aber ich hoffe sehr, dass man Sie weiterhin lesen können wird. Und ich hoffe auch, dass sowohl die FAZ als auch Sie bald aus dem Fokus dieser unseligen Twitter-Shitstormer entkommen werden. Früher(tm) mussten die Prediger zweifelhafter Ideologien an zugigen Strassenecken stehen, sodass deren Geplärre weitgehend ignoriert werden konnte. Nun ersticken sie von links und rechts jedwede gepflegte Diskussion. Ich hoffe, auch dagegen werden Sie weiterhin anschreiben. Danke dafür schon im Voraus.

    • Die werden weiter machen und ich werrde ihnen auch allen Grund dazu liefern. Und wenn gewisse Leute auch nur einen kleinen Fehler machen, nutze ich das aus.

  247. OT (OT!?)
    Ich glaube, nicht der Don braucht Trost und Ratschläge, sondern die FAZ. Weiß diese, die sich mal „konservativ-liberal“ nannte, dass sie gerade ihre Leserschaft halbiert? Beim Überlegen, ob sie die „konservative“ oder die „liberale“ Hälfte der Leserschaft verabschiedet, komme ich im Moment zu dem Schluß, dass es das Gesamtpaket aus konservativ und liberal ist, wofür die FAZ einmal stand und m.E. der Don wie kein Zweiter steht. Es ist eben nicht egal, ob der Don irgendwie und irgendwo bloggt, sondern es war bis gerade eben für mich ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der FAZ, dass sie ein sehr spezielles Herausgebergremium besitzt und eben das Seventasticpektrum, wie ich es bis gerade eben kannte. Doktor Kaube, helfen Sie mir!

  248. „Platz schaffen“
    Ihr Chefs schreiben sie müssten „Platz schaffen“. Das ist im digitalen Umfeld nur schwer zu begreifen. Aber falls zu wenig Speicherplatz (nur so kann man das Platz interpretieren) auf den FAZ Servern ein Grund sein sollte, lassen Sie es uns wissen. Wir schicken gerne ein paar Festplatten nach Frankfurt.

    • Das war nicht eben eine gelungene Formulierung, leider.

    • Zeitungsmacher mit "Schlechten Formulierungen" und scheinbar fehlendem Interesse
      an der deutschen Sprache-… das wird nicht erst prekär,wenn man behauptet, daß „dahinter ein kluger Kopf“ sei.
      Die faz wird sich jetzt weitaus deutlicher klarmachen müssen. Es tut mir leid um gute Journalisten wie Phillip Plickert, die es bei dieser Zeitung bisher weiterhin gab!

  249. trek
    Wenn dieser Beitrag der letzte gewesen sollte – ich mags nicht glauben –

    er war lesenswert, wie jeder Einzelne vorher. Kind vier spielt Tennis,

    eine Stunde, zum Rad fahren reicht es nicht, also hab ich das gelesen –

    an Stelle des Dietmar Dath Geschwafels z.B. und – sagte ich es schon? Ich

    kann es nicht glauben. Wenn doch: mein Dank für diesen wie für alle zuvor.

    Es waren heitere Momente – und zu meiner Halbbildung hats auch beigetragen.

  250. "Können wir jetzt bitte das Thema diskutieren?"
    Der Wunsch ist verständlich, doch auch von meiner zumeist nur mitlesenden Seite: Ich bedauere diesen Schritt der FAZ. Kaum Online-Zeitungen lesend, sondern nur Autoren. Bei der FAZ den Don, Lübberding (der leider seinen einst gleichwertigen Blog vernachlässigt) und ehemals Zeise (war ein Kracher, als der FAZ-Wirtschaftskolumnist sich als DKP-Mitglied outete, was seine stets lesenswerten Kolumnen im Nachhinein deutbar machte). Bei SpOn bspw. nur Fleischhauer und Ex-FTD-Chefredakteur Fricke.

    Als Vorsitzendem eines sächsischen CDU-Stadtverbandes waren Sie mir in den z.T. bundesweit Schlagzeilen machenden Flügelkämpfen stets ein bürgerlicher Leuchtturm, den ich auch gerne mal zitiert habe. Nicht das ich stets Ihre Meinung teilte, aber man kann sich an Ihrer mit Erkenntnisgewinn reiben. Ausdrücklichen und herzlichen Dank an Sie und das Kommentariat. Verbunden mit dem Wunsch auf ein plauderndes Wiedersehen in einem anderen Quadranten des Internets. Alles Gute!

  251. Bis demnächst
    Hochwürden, Ich lese Ihren Block am liebsten beim Rennrad radeln (natürlich nur auf der ‚Rolle‘ im Wintergarten). Ich werde Don Alphonso auf meinen unbeweglichen Radtouren vermissen…herzlichen Dank für vergangene gemeinsame Radtouren und Grüßen aus der verrohten Hauptstadt!

    • Sie werden keinen Greund bekommen, mich zu vermissen, wenn Sie eine andere URL eingeben können.

  252. So schade!
    Als ich vor etwa 2 Jahren Dons Blog entdeckte war das wie eine Offenbarung. Die Texte, oft lehrreich, interessant, mal traurig, mal lustig… Ich fühlte mich stets gut aufgehoben. Als stille Mitleserin fühlte ich mich oft bestätigt. Viele Kommentatoren auf die man stets zählen konnte, fast eine Blog-Familie. Ach wie schade. Das wird mir fehlen. Don, einfach nur Danke!

  253. "Bürgerliche Tugend ist eher, den Mund zu halten aus Sorge,
    sich mit Unwissen bis auf die Knochen zu blamieren, und neuen Stoff für gehässige Anekdoten zu liefern.“

    So manches aus der Antike wird wohl alle Zeiten überdauern: „Ich weiß, daß ich nicht(s) weiß“. Das wußte schließlich schon Sokrates. Und nur böse Zungen sprechen da von Koketterie.

    Ja, nach dem „Hochschlafen“ kommt nicht selten das böse Erwachen. Ein Trump wird es auch nie wirklich in die bessere Gesellschaft schaffen, soviel er auch t. Da braucht es schon Generationen, die von den anderen nicht vergessen werden.

    Für den gemeinen Bürger ist es eben schon aus Zeitgründen nicht möglich, sich so umfassend zu bilden, daß mehr als lückenhaftes Wissen dabei herauskommen kann. Die Zeit der Universalgelehrten ist aber schon aus dem Grunde Geschichte, weil das spezifische Fachwissen so immens zugenommen hat, daß selbst das Wissen über einzelne Disziplinen meist lückenhaft bleibt, nicht nur beim gemeinen Bürger.

    Der Volksmund spricht auch von „Schuster bleib bei deinen Leisten“, wenn es um gepflegtes Halbwissen und mehr um Einbildung denn um Bildung geht. Nicht selten sind es auch Titel oder Auszeichnungen, die manche zu gefährlichen Höhenflügen animieren. Arroganz und Ignoranz sind aber nun wirklich keine Zeichen von Bildung.

    Einen gebildeten Menschen erkennt man nicht zuletzt an der Art, wie er mit anderen umgeht. Ein Professor, der zustimmend nickt, wenn Besuchern von Tafeln unterstellt wird, diese zu nutzen um von den Sozialleistungen mehr Alkohol kaufen zu können, gehört sicher nicht dazu. Leider ist das nicht die Ausnahme, sondern zunehmend die Regel. Und leider ist das nicht mit Unwissenheit zu begründen, sondern nur noch mit Vorsatz. Denn Bildung macht aus einem Menschen nicht automatisch einen guten Menschen.

    Immer öfter wird die Bildung mißbraucht, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Man bildet sich etwas auf Bildung ein, schaut auf andere herab und denkt, man könne diese veralbern und mit Scheinargumenten bedienen. Kein Wunder, daß „Elite“ zum Schimpfwort geworden ist. Und ja, kein Wunder, daß dies immer pauschaler geschieht, durch alle Beteiligten.

    Aber jetzt halte ich besser den Mund.

    • Sokrates
      Wie so oft ist das „Ich weiß, daß ich nichts weiß“ eine Verkürzung und umfaßt daher nur einen Teil der Aspekte der ursprünglichen Zitate.

      Eine anders verkürzte Version könnte sein: „Ich weiß, wovon ich nichts weiß“ – und diese Variante darf gerne jeder für sich verwenden, egal wie un- oder gebildet er sein mag.


    • Ich weiß, astroklaus. 😉

  254. hoffentlich
    wird das gute alte Antville bei den ‚Rebellen‘ den Zustrom aushalten… Schade übrigens, seit den dotcomtod-Zeiten lese ich Ihre Zeilen mit Vergnügen. Ad Multis annos, hoffentlich – und Vorsicht beim Radeln;-)

  255. Viel Glück weiterhin
    „ …die FAZ will halt was anderes und das kann man ihr nicht verdenken.“
    Doch, das kann man, ich jedenfalls kann das. Es ist, in Zeiten, in denen alle Welt von Toleranz spricht, nicht gut, wenn eine renommierte Zeitung den Eindruck erweckt, von kritischen Geistern überfordert zu werden.
    Ihnen und allen (Mit-) Kommentator/innen Danke für viele lesenswerte Beiträge. Ich hoffe, der Blog taucht andernorts wieder auf.

    • Der eindruck wird von ein oaar externen spinnern erweckt. und einer Frau, die Gegenstand des Beitrag sein könnte, und die hier Freie ist. es ist aber nicht so.

    • Toleranz
      Das Gewaesch von Toleranz ist doch nur Neusprech fuer ’nun haltet mal alle schoen still, haltet die Klappe und muckt nicht auf’… Toleranz im eigentlichen Sinne war gestern. Aber ich bin mir sicher, die Einstellung von Don’s Seventastic ist auch nur ein bedauerlicher Einzelfall.

      @Don: meine besten Wuensche fuer die berufssohnliche Zukunft. Allzeit eine Handbreit Abstand vom Abgrund (oder der Leitplanke). Ich bin sicher, es geht in der einen oder anderen Form weiter.

      Allen Kommentatoren mein Dank fuer vielfaeltige Anregungen und den Einblick aus der Ferne in das Innenleben der Republik^WDDR 4.0. Ich hatte zeitweilig den Verdacht, meine daheimgebliebenen Landsleute haetten kollektiv den Verstand verloren

      On Topic: diese Art herrlicher Doenekes gibt es in jeder kleinen, eher homogenen Gruppe zu erzaehlen. Das ist auch irgendwie Bestandteil der Identitaetsstiftung dieser Gruppen. Mit wachsendem Abstand von den Ereignissen koennen die meisten dann souveraen ueber den alten Sachen stehen.

      Diejenigen, die sich aus all dem ‚Mief‘ des ‚2 degrees of separation‘ befreit haben, glauben oft faelschlicherweise, das gaelte fuer sie nicht. Na, man trifft sich immer mindestens zweimal. In dem Sinne: ein frohes Halali, Don!

  256. Rechtschreibung
    Wir haben in der deutschen Sprache den schönen Buchstaben „ß“ (scharfes S), den nur die Schweizer durch „ss“ ersetzen. Die FAZ ist meines Wissens eine in Deutschland erscheinende Zeitung, daher sollte man erwarten, dass auch deren Blogger diesen Buchstaben kennen und verwenden. Ein Text ohne „ß“ ist daher weder korrekt noch schön.

    • Der Kunstfigurenschöpfer hat oft genug daraufhingewiesen, anfangs öfter als neuerdings
      Abgesehen davon, dass ein Text, dem Wörter mit sz fehlen, durchaus sowohl korrekt als auch schön sein kann, wird hienieden die Ironie gepflegt (in Deus geringfügig weniger), bedeutet also auch Wortgeschöpfeverwendungen, die zuvor nicht in Duden et al. verrichtliniert worden sind. Es gab/gibt obendrein einen Beobachterkommentar, dem entnommen werden kann, dass dieses Gefilde sorgfältig nach ungewöhnlichen, bislang nicht bis kaum verwendeten Buchstabenreihungen abgesucht wird. Tja und dann ist dieses Weblogbuch nicht die FAZ, es soll(te) ihr als ertragbares Mottenlocklicht dienen, auf dass mehr Geld in der Kasse klingelt.

      NS
      Liebe Jungs von der hierüberig erwähnten Sprachforschertruppe – ein hübsch mehrdeutiges Wort zum Sichdaranabarbeiten:

      Lebensaufgabe

    • Leute haben Sorgen ...
      … und schrägen Humor noch dazu. Frankfurter Bäckereien verkaufen heute noch Berliner, ja sogar Amerikaner. Dürften ausnahmsweise Eidgenossen in FAZ-Gastbeiträgen überall „ss“ statt „ß“ schreiben Ihrer Meinung nach?

  257. Alles Gute, Don!
    Habe leider erst spät den Blog gefunden. Umso trauriger bin ich. Das ist schon lange nicht mehr die alte FAZ, die ich seit vier Jahrzehnten gelesen habe. Werter Don, hoffentlich finde ich bei google, wo ich Sie weiter lesen darf.

  258. Biergarten-Radtour
    Jetzt haben Sie endlich Zeit für geführte Leser-Radtouren zu bayerischen Biergärten und Volksfesten. Wir kommen!

  259. "momentan" kann ganzflottstantepedesubito sein eigenes Momentum entwickeln
    Tja, das zeitweilige Paralleluniversum…

    Erwähnt wurden bislang lediglich „Einstellungen“ Ihrer Deus und Stützen, also darin keine Neubeiträge fürderhin. Könnten jedoch die Vormaligen etwa so wie bei 10 vor 8 und Ihrem /sofa/ (mehr oder weniger ostereierlichversteckt) bleiben? Oder ist die Trennung von der FAZ so vollständig, dass auch keine Klarnamenbeiträge mehr von Ihnen im Blatt aufscheinen?

  260. Danke
    Lieber Don,
    vielen Dank für die vielen schönen Formulierungen ein Beiträge. Wenn Du mal mit dem Radl am Starnberger See vorbeikommst schau oberhalb von der Roseninsel bei mir vorbei. Kuchen mit Sahne gibts immer!

    Und liebe Foristen:
    ich habe soeben aus Frankfurt direkt gehört, dass den Blog-Platz hier in der FAZ zukünftig ein gewisser Steffen Seibert übernehmen wird. Der erzählt auch gute Geschichten von aufrechten Helden und ihren guten Taten :=)

    Beste Grüße vom anderen See!

    P.S. Der FAZ muss es echt ganz schlecht gehen – auch intellektuell – wenn sie zu solchen Mitteln wie der Verbannung von Don Alphonso greift.

    • Danke, kommen sie halt zu meinem 10er Jubiläum.

    • Steffen Seibert?
      Schade, ich wollte gerade Claus Detlef vorschlagen.

    • Mein, dein, unser Deutschland...
      …au jaa! Der Seibert. Herrjee, es ich nichts mehr heilig. Wir haben 2 Päbste. Merkel IV mit der Antifa-Sturmtruppe. Neuer Sonnenkönig. Neue Westmedien im Süden. Jessas. Wer hätte das vor 10 Jahren sich träumen lassen.

      The captain is out for lunch and the sailers have taken over the ship.

      Ausser bei Don A. Bleib uns erhalten. Schutzheiliger der zeitkritischen Intellektuellen. Ich mein es ernst. Die Kapelle kann man heute mit einer URL wechseln. Gott sei Dank.

  261. Warum fällt mir gerade jetzt das folgende japanische Sprichwort ein??
    „Auf einen hervorstehenden Nagel haut man drauf!“

    (Japaner sind so. Schon immer. Uni-Form).

  262. @SeeMichel
    Der Druck auf die FAZ war zu groß. Sie hat in Teilen immer davon gelebt, das journalistische Sprachrohr d CDU, der RKK und anderer zu sein. Und die werden ihr die Rute ins Fenster gestellt haben

    • Die Rute ?
      oder die Raute ?

    • Warum soll ich für eine von der CDU zensierte Zeitung zahlen?
      @BertholdIV – Wo jetzt die GroKo steht und sich der Kanzlerverein auf eine Merkel IV vorbereitet, gibt es Zensur. Da stellt sich die Frage, ob ich nicht die 1200 Euro einsparen kann, die mich die Papierausgabe der FAZ im Ausland kostet.

  263. sollte natürlich
    ‚multos‘ heissen…. elendes Chinesensmartphone mit seiner halbgebildeten Rechtschreibeintro kleine…

  264. Contenance
    mit etwas Abstand ….
    (hatte gestern Abend in ersten Zorn schon einen „hate“-Kommentar verfasst, bin aber dann doch Ihrer Ermahnung zu „Eierkuchen“ gefolgt)
    Bewunderung für alles, was ich in den vergangenen acht Jahren, seit ich Sie und Ihre Seventastic entdeckt habe, hier lesen durfte! Ich gehe davon aus, dass Sie nicht verstummen werden, insoweit ist der erste Zorn, wenn nicht verflogen, so doch einer vorsichtigen Zuversicht gewichen.
    Wenn ich Ihre sehr zurückhaltenden Kommentare richtig deute, ist es der FAZ nicht – und das finde ich bezeichnend – gelungen, das „Verhältnis“ wenigstens mit Stil oder schlicht mit Abstand zu lösen. (Ob man die Entscheidung für klug halten kann,….) Um so mehr Respekt für Ihre Contenance.
    Vielleicht sieht man sich in Mantua oder Reutberg … keine Angst, ich werde nur freundlich nicken ….
    Mit den besten Grüßen.
    JM

  265. Hmm
    Vielleicht hat das Ganze auch zuviel Traffic verursacht….

  266. ... ich glaube wir sind uns alle einig ...
    … die FAZ tut sich nichts Gutes; es gibt m. E. im ganzen deutschsprachigen Netz keinen besseren, aktuelleren und gedanklich originelleren Blog. Wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn erfinden. Wer das nicht sieht, merkt garnichts.

    Mille Grazie, dafür.

    „Neue Ansätze“ – was soll das denn sein? Elogen auf die „Hochkultur“ im Sprachstil der Grünen Jugend (was uns der Prophet über die Kamelstute sagt), hingeschmiertes besserwisserisches Zeug à la Niggemeier & Co über Digitalisierung ? Vagina-Dialoge und Gedichte? Irgendwas mit Videos und Gerüchen und einer Soundspur?

    Also FAZ-Verantwortliche, falls Sie irgendwo mitlesen: Geben Sie es auf. War ein dummer Fehler.

    Daher nur wenige Worte zum Thema: Es ist einfach m.E. eine Frage von Selbstgewissheit und Selbstverständlichkeiten. Ich kenne das aus wirklich alten Familien, die sich auf das 11./12. JH zurückverfolgen lassen. Die sind auch albern, bisweilen obszön, aber sie können auch anders und haben das beweisen mit „Hannah Arendt“-Briefen nicht nötig, weil irgendwo steht halt so ein Schloss oder ein Stadtpalast in einer kleinen dummen Stadt und noch so einiges.

  267. Verehrter Don,...
    …als Österreicher bin ich davon überzeugt, dass Deutschland kein „mieses Stück Scheisse“ ist. Bei manchen der dort lebenden bin ich mir aber nicht so sicher.

    Aber egal: danke für die „gemeinsamen“ Jahre, Glück auf und bis bald – wo auch immer…..

  268. Danke
    Lieber Don Alphonso,
    ihre Seventastic sind ein Lichtblick der nicht erlöschen sollte, ich hoffe wir lesen recht bald wieder von Ihnen, an anderer Stelle.
    Die FAZ hat einen Abonnementen weniger.

    VG

  269. Merci
    Lieber DA,
    es hat Spaß gemacht bei Ihnen in den letzten Jahren – durch Zufall bin ich auf Ihren Blog gestoßen und Ihre Artikel wie auch viele Kommentare haben mir immer wieder (wenn auch nicht immer, horribile dictu…) Anregungen gegeben und/oder mir gezeigt, dass die eigenen Zweifel an der Rationalität des Handels von Gesellschaft und Politik offenbar nicht gänzlich aus der Luft gegriffen sind. Ob ich mir nun künftig statt dessen die lustigen podcasts zu juristischen Themen ansehen werde, mag ich dann doch bezweifeln und die print-Ausgabe ist mittlerweile leider auch zu häufig zu dünn. Gerade lese ich auf S. 1 von FAZ-online, auf welch infame Art deutsche Banken, Fonds & Versicherungen Rüstungsunternehmen finanzieren, die Atomwaffen herstellen – und das auch noch, obwohl es ihnen gar nicht verboten ist, das ! geht ! gar ! nicht ! Da kann ich dann auch wirklich gleich Spiegel- oder ZEIT-online lesen, das hat mit Journalismus wenig zu tun. Ob Steltzner, Hanefeld und Lübberding das Fähnlein der aufrechten Rationalisten noch lange hoch halten werden? Vor diesem Hintergrund mag die Trennung ja auch etwas Gutes haben, ich wünsche es Ihnen jedenfalls!
    Beste Grüße,
    Die verlorene Mitte
    PS: Kloster Reutberg als Treffpunkt klingt lustig – bei gutem Wetter im Biergarten?

  270. die 68er werden unterschätzt
    Tja, DA, Pech für Sie: Die Hütts setzen sich durch – allüberall.

  271. Symbolkraft
    Werter Don,
    ich glaube, dass Sie die Symbolkraft Ihrer Demission unterschätzen. Es geht den meisten hier wohl nicht primär um Mitleid mit Ihnen, auch wenn sicherlich um Dank. Vor allem aber sind Menschen wie Sie für viele Skeptiker quasi der Kanarienvogel im Kohlenschacht. Dass die politisch korrekte, unreflektierte Übermacht der neoliberalen Linken eben nicht jeden erreichen könne. Aber es eben genau doch taich glaube, dass Sie die Symbolkraft Ihrer Demission unterschätzen. Es geht den meisten hier wohl nicht primär um Mitleid mit Ihnen, auch wenn sicherlich um Dank. Vor allem aber sind Menschen wie Sie für viele Skeptiker quasi der Kanarienvogel im Kohlenschacht. Dass die politisch korrekte, unreflektierte Übermacht der neoliberalen Linken eben nicht jeden erreichen könne. Aber es eben genau doch tat.

  272. Mein Deutscher Erinnerungsort
    Es gibt eine dreibaendige Reihe mit dem Titel „Deutsche Erinnerungsorte“ Noch im fernen Japan hab ich mir die bestellt, und sogar alle gelesen.
    Dieser Blog war fuer mich ein solcher Erinnerungsort, obwohl ich ihn erst spaet entdeckt habe. Allein „Kinder den Schlossberg runterwerfen“ hat soviel ueber (ehemalige) deutsche Kultur gesagt. Ich danke Ihnen fuer die grossartige Schreibe, und werde die dumme FAZ mit Nichtachtung strafen.
    Solange meine alte Braun Kuechenmaschine noch laueft ist das mein Erinnerungsort an diesen Blog.
    Machen Sie bitte weiter – und machen Sie bitte eine Druckausgabe – und das Jubilaeumsfest !
    Alle meine Diesel stehen hinter Ihnen !

  273. Plan ge(g)ändert
    Lieber Don, ich wollte jetzt eigentlich über Gleichschaltung und Totalitarismus schimpfen. Das habe ich auf FB auch schon getan. Die warmen Worte meiner Vorgänger haben mich milder gestimmt, und so will auch ich Ihnen vor allem für den schönen Jahre danken. Vielleicht laufen oder radfahren wir uns mal über den Weg. In Oberbozen oder am Tegernsee.
    Nur so viel noch: Ich kann die FAZ jetzt aus der Favoritenliste löschen.

  274. Danke
    Ich will auch nur schlicht danke sagen, für viele Gedankenanstösse, die mich davor bewahrten in einer Blase festzusitzen und mich dazu brachten zumindest zu versuchen selber zu denken.

    Ich werfe noch symbolisch schnell meine Blume in Dons Grab, denn der Sarg des (mund-)todgeglaubten fängt schon an zu wackeln…

  275. @S&R
    Danke S&R. Ich lese ja nur noch gelegentlich, da ich jetzt bald (da der Zoll im Ankunftsland endlich in die Puschen kommt) erstmal meine Werkstatt aufbauen muß und dann – ganz viel Lust auf neue Arbeiten habe!
    Aber ich werde mir das mit Rebellen ohne Markt mal anschauen.
    Es war hier bei der faz allerdings auch die Melange der Beiträge mit Zwiegesprächen und immer wieder sehr interessanten Kommentaren, die dies hier so besonders lesenswerr machte.
    mit gutem Gruß
    PF

  276. Warum ich hier gelandet bin
    Alles begann zu einer Zeit, als FAZ, FR, SZ, Welt, Handelsblatt und taz noch reichten, ein medial ausgewogenes Bild entstehen zu lassen. Und wer denkt noch an Reader’s Digest?

    Dann kam das Internet. Das Angebot wurde immer breiter und immer seichter. Die FAZ beendete den Protest gegen die neue deutsche Rechtschreibung und schloß, zumindest im Netz, wohl auch das Lektorat. Selbst zum Korrekturlesen scheint es nicht mehr zu reichen. Aus feinsinnigen Kommentaren wurden ganz allgemein und überall die reinsten Hau-Drauf-Aktionen mit rechthaberischen Akzenten. Im Feuilleton erinnert manches mittlerweile an Inhaltsangaben ferner Schulzeiten. Die einzigartige Chance der bidirektionalen Kommunikation mit dem Leser fiel der Zensur zum Opfer.

    Und irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich mich abwenden wollte und über die beiden Seventastic hier stolperte. Die Beiträge faszinierten mich, da sie einluden, zwischen den Zeilen zu lesen. Abseits des plumpen Allerlei, das sonst so geboten wird, wurde das Denken beim Lesen reanimiert. Es wurde zum gepflegten und unzensierten Streit eingeladen, was Menschen wie mich magnetisch anzieht. Nicht der erhobene Zeigefinger des Oberlehrers, sondern die unausgesprochene Aufforderung zum Widerspruch war es, die mich hier verharren ließ. Wie habe ich sie genossen, die kleinen und nicht selten gut versteckten Seitenhiebe, die der Autor verteilte. Auch dieser Beitrag über die feinen Leute geht ja in diese Richtung. Und da sage noch jemand, Sprache sei nicht schon Kunst an sich.

    Nun ja, vielleicht läuft die Zeit für weiße, heterosexuelle und alte Männer mit noch älteren Vorstellungen von Werten und Tugenden ja tatsächlich ab, wer weiß. Vielleicht ist der Bambus der Eiche ja doch überlegen. Aber ganz ehrlich, die Welt hohler Geschwätzigkeit ist die meine nicht. Obligatorischer Tanzkurs und Knigge haben eben doch ihre Spuren hinterlassen und ich kann mich des Eindrucks einfach nicht erwehren, daß Frauen das an Männern immer noch lieben und schätzen. Was will man mehr im Leben.

    Tja, so war das und ich darf sagen, es war mir eine Freude, hier zu lesen und zu schreiben, Argumente und Gedanken auszutauschen. Für jemanden wie mich, der weder t, noch ehibitionistischen sozialen Netzwerken etwas abgewinnen kann, war es ein Stück Freiheit abseits aller Smart-en Verirrungen. Eine Spielwiese auf der ich gern herumgetollt bin. Für mich war es kein Experiment, sondern ein Stück geistige Heimat, von der ich nicht wüßte, was es daran noch zu verbessern gäbe. Aber nun gut, die Zeiten ändern sich und vielleicht bin ich einfach schon zu alt, mit den scheinbar notwendigen Veränderungen mithalten zu können. Ich, der das bewährte Alte liebt, schätzt und soweit möglich auch bewahrt, fragwürdigen Experimenten gegenüber aber eher abgeneigt ist.

  277. Einstellung Ihres Seventastic
    Lieber Don,
    ich lese gerade bei Achgut, dass Ihr Blog hier Ende des Monats eingestellt wird. Welch eine kurzsichtige Entscheidung von Faz und wahrlich ein Verlust für Faz. Ich hoffe, wir werden weiterhin das Vergnügen haben, Ihre Beiträge -wo auch immer- weiterzulesen. Besten Gruß

  278. Was ich vergaß
    Ich habe bei der Achse ein gutes Wort für Sie eingelegt.
    Jetzt müsste hier ein Smiley mit einem leicht verlegenen Zwinkern stehen, denn es war vermutlich nicht nötig.

  279. erster post meines Lebens
    Lieber Don, danke für alle Beiträge, ich hoffe, Sie irgendwo im Netz wieder- und weiter zu finden. Im Moment weiß ich nicht, ob ich weinen oder lachen soll.
    Aber vielleicht hatten diejenigen Angst, die die Nationalhymne verändern wollen, in diesem Blog durch den Kakao gezogen zu werden?
    Der Osten hat den Westen übernommen!

  280. finito la musica ...
    ich bin gelernter Handwerker, mehr belesen als studiert. Ich habe mich immer bemüht, das alles hier zu verstehen. Mille Grazie Don Alphonso.
    Wer den Trend im Mutterschiff verfolgt, dem war das Klar.
    @Autor*innen: bitte übernehmen, aber ohne mich…

    • Gratulation
      wenn Sie „belesen“ sind und „verstehen wollen“. Exakt der Weg, den man gehen sollte, um sich nicht zum Affen zu machen.

      Hab zwar nie verstanden, wieso immer vom „Mutterschiff“ oder „Mutterkutter“ hier die Rede war, aber eins ist jetzt klar:
      „Narrenschiff“ würde es vermutlich auch treffen.
      Da brauchts dann auch keine „speedboote“ oder „Rettungsinseln“, sondern nur ein Fernglas (falls es einen überhaupt noch interessiert).

    • Manchmal ist es ein Luxusdampfer voller schrulliger Leute, Schirrmacher sagte mal, er stünde auf der Brücke der Titanic. Aber glauben Sie mir, hier sind wirklich gute Leute, die es zu beachten gilt.

  281. selbstverschuldete Armut
    Ich bin ein ziemlich alter Kerl, hatte die FAZ seit den 60ern abonniert, dann so um 2009 verzagt aufgegeben, bis ich vor einigen Jahren die ‚Stützen‘ und ‚Deus‘ entdeckte. Donnerwetter!
    Das war kein Schimmer der Hoffnung, das war Glanz.
    Darauf mag die FAZ verzichten, die ja schon soviel Verzicht übt.
    Ich nicht.
    Sie werden mit Ihrem Verstand hoffentlich andere Wege finden.
    Vorerst vielen Dank.
    Thomas Isernhagen

  282. Also, ich finde
    ein Risotto immer noch etwas Besonderes, ei dieweil es kaum jemand gut zuzubereiten versteht; alles andere verdient weder Namen noch Aufmerksamkeit. Die Unterschiede sind dabei oft genauso subtil wie die in der Gesellschaft beschrieben; Mahlzeit, werter Don.

    • Yepp
      …Aufmerksamkeit, gute Zutaten, Zeit, Erfahrung und eine Klingel, damit alle rechtzeitig am Tisch machen das Risotto aus.

      Das touchiert die „schnelle Tasse“-konsumenten aber nicht. Sie meinen, Risotto zu essen, weil es auf der Verpackung steht. Wenn es blöd kommt, verziehen die sogar das Gesicht bei perfektem Risotto.
      So jemand darf eigentlich nicht mit am Tisch sitzen…

    • Die Risotto ...
      habe ich nie gemocht, koche nie, vermeide, umgehe, aber eine Klingel besser gesagt eine Glocke im Haus habe ich, die ich bediene, wenn das Essen aufgetischt ist, übe damit sogar verschiedene melodische Klänge, ist nicht so einfach wie man denkt, aufpassen muss man, dass die Vibrationen nicht einseitig in einem Ohr gelangen :)

      Aber dies ist Nebensache. Hauptsache ist und bleibt, wie schaffen wir es, dass der Don bei der FAZ bleibt ? Ist einfacher für ihn und für uns, der Gewohnheits wegen. Bitte findet einen Weg. Ein Hollywood happy end mit Umarmung von Don und FAZ, und ich bin bestimmt dabei fürs Applaudieren …