Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Dieselkrieg der alten 68er gegen die Jugend

| 479 Lesermeinungen

Man soll sich nicht selbst loben Punkt

Man soll sich nicht selbst loben Komma aber ich weiß ja nicht, wie die Leserschaft sich so durch den Tag bewegt hat – ich jedenfalls, wenn ich das anmerken darf, bin vom Haus meiner Vorfahren zum Haus meiner Eltern und zurück geradelt. Kalt war es, aber auch irgendwie schön, und ich habe den Gefahren vom schlecht geräumten Radweg bis zum Kita-Ausflug heldenhaft getrotzt.

Dann bin ich noch zum Bäcker und zur Bank und zum Radgeschäft, teils mit, teils gegen den erbärmlich kalten Ostwind, und sitze nun beim Tee mit guten 20 Kilometern in den Beinen und sage das ohne jedes Selbstlob: Das war gut, das war richtig, das fühlt sich sauber an. Ich habe auch ein wenig mitgezählt: Auf jeden radelnden Schicksalsgenossen im Kampf gegen die sibirische Kälte bemerkte ich so zwischen 20 und 50 Autos. Also jene Sprit- und Dieselsäufer, denen es demnächst vielleicht an den Kragen geht, weil die Grenzwerte von Stickoxiden überschritten werden, und irgendwelche Forscher Modelle entwickelt haben, nachdem dieses Zeug in der Luft jedes Jahr für zehntausende vorzeitige Tode verantwortlich sein soll. Man soll sich ja nicht selbst loben, aber vermutlich habe ich demzufolge für den ein oder anderen heute ein paar Lebensminuten erstrampelt – ich finde, Sie könnten ruhig etwas dankbar sein und hoffe, die Minuten kommen nur denen zugute, die ich persönlich schätze. Als geborener Elitist kommt es mir natürlich nicht nur darauf an, Gutes zu tun, sondern das Gute für die meines Erachtens Guten zu tun. Für Erdogan rollen deutsche Panzer – mit Diesel übrigens! -, ich strample lieber für nette Zeitgenossen.

Das hier ist übrigens so eine hübsche dieselfreie Strampelmaschine, auf der niemand loszieht, um Zivilisten abzuschlachten. Ein Hercules Damenrad von ungefähr 1967. Es wurde hier in meiner Heimatstadt abgegeben, und es ist in einem bemerkenswert guten, praktisch ungenutzten Zustand , was bei Alltagsrädern normalerweise selten ist. Das hier hat noch die originalen Reifen und stand vermutlich die meiste Zeit in der Garage, wo es verstaubte. Es gibt so eine bestimmte Phase, Mitte der 60er bis Mitte der 70er Jahre, da kommt so etwas öfters zur Abgabestelle: Praktisch unbenutzte Alltagsräder, gekauft, aber nicht gefahren. Ich habe den Vorgänger dieses Rades aus den späten 50er Jahren als Herrenmodell: Es wurde lange Zeit gepflegt und gefahren, so dass es Patina trägt. Aus dieser späteren Epoche habe ich dagegen ein Göricke und ein Pärchen von Motobecane – alle diese Räder sind fast ladenneu.

Hübsche Muffen, schöner Chrom, eine Glocke mit dem italienisch klingenden Namen Anello. Wie, fragt man sich, kann es sein, dass die Besitzerin darauf nicht durch den Aufbruch der Neuen Zeit geradelt ist? Wie ist es möglich, dass sie nicht mit wehendem Rock durch die Scharen der damals immer noch üblichen, schwarzen Kriegsräder geflogen ist, und dabei, wenn schon keine Maobibel, so doch ein Bändchen von Cocteau schwenkte? Das Rad ist ein luxuriöses Modell, es ist schön bemalt und funkelt und glänzt und ist fast schon italienisch. Es könnte die Filmrequisite für die Hauptfigur einer französischen Sommerkomödie sein. Es ist viel zu hübsch, um altdeutsch zu wirken. Ich habe es ausprobiert, es fährt sich auch schön. Aber auch nur unter mir, die Besitzerin wollte nicht.

Man ,  wie sich der grosse Konkurrent zum Rad entwickelte: Das Automobil. Wissen Sie, als ich klein war, gab es in der Strasse vor meinem Haus weder eine Einbahnstraßenregelung noch ein Parkverbot – es war so wenig Verkehr in der Altstadt der damaligen 70.000-Einwohner-Stadt, dass jeder sein Auto abstellte, wo es ihm gerade passte. Beim Blick auf die Zahlen ist völlig klar, warum das so war: 1960 waren gerade einmal 4,5 Millionen Autos zugelassen, 1965 immerhin schon 9,3 Millionen, 1970 waren es dann schon 14 Millionen und 1975 trotz der Ölkrise und nachlassender Konjunktur 18 Millionen. Die Koalition aus FDP und SPD geriet in die Krise, aber 1980 waren schon 23 Millionen KfZ unterwegs, 1985 unter Kohl 25 Millionen und 1990 kurz vor der Wiedervereinigung 31 Millionen. 1995 war das Land bei 40 Millionen, 2000 waren es 42 Millionen, und seitdem sind die Zahlen relativ konstant etwas um dieses Niveau herum. Der Markt ist gesättigt, wer ein Auto will, der hat eines, und viele benutzen es. Ausschließlich.

Es ist meines Erachtens überhaupt kein Zufall, dass die Zahl der Automobile ausgerechnet mit den 68ern, der ersten Wohlstandsgeneration und gleichzeitig letzten Vollbeschäftigungsgeneration, so schnell und dauerhaft nach oben geht. Das Bild der Zeit dominieren junge Menschen in Enten, oder in mit Pril-Blumen beklebten KdF-Wagen, die die Kinder der Nazis dann lieber naturnah Käfer nannten, mit einem elenden Dreckschleuderboxermotor im Heck. Oder man kaufte sich einen Bulli und fuhr damit an einen Strand zum Kiffen. Ober man klaute einen Sportwagen und liess sich, wie Andreas Baader, dabei beobachten und festnehmen und einsperren und verurteilen. Die Erzählungen von Terroristen sind voller Autos, die Filme der Zeit machen das Auto zur Ikone: Die 68er sind die Generation, die Stalin las und nach des Führers Sternenfahrzeugmarke schielte. Nur Dutschke wurde mit dem Rad in der Hand beschossen. Der normale Provinz-68er dagegen malte das Peace-Zeichen auf Vaters 911.

Bezeichnenderweise ist der einzige Beitrag jener Zeit zur Radkultur das Bonanzarad – ein Versuch, Merkmale des Motorrades durch gefälschte Teleskopgabeln und Sitzbänke auf das Fahrrad zu übertragen. Den Kindern wurde damit verdeutlicht, dass sie bald auch ein Moped und Motorrad bekämen, und so ist es eben kein Wunder, dass so ein Damenrad schnell einmal eingemottet wurde, wenn endlich des ersehnte Auto in der Garage stand. Die 68er haben Deutschland erst zu einer Autonation gemacht, die 68er sind die Freie-Fahrt-für-freie-Bürger-Epoche geworden, und sie haben alles mitgenommen, was sie kriegen konnten. Jetzt sind sie in Rente und können aus den Städten heraus fahren, wann immer es ihen passt. Vielleicht werden sie in Zukunft auch mal warten müssen, bis die Grenzwerte für Stickoxide nach dem Berufsverkehr wieder fallen. Das sind eben so die Vorteile des Rentnerdaseins. Vom Dieselverbot betroffen sind dagegen jene, die den Generationenvertrag für sie erfüllen und noch arbeiten müssen. Und natürlich die jüngeren Leute, die sich keine Wohnung und auch kein Auto leisten können.

Wissen Sie, man hört ja oft die Klagen, dass die Alten den Jungen alle Chancen wegnehmen und verprassen, was die Jugend heran schafft. Man hört den Ärger über Bigotte, die gleichzeitig besitzen und fordern, selbst wenn Altersarmut ein evidentes Problem ist. Aber in den Köpfen ist nun mal das Bild der in Saus und Braus lebenden Rentner, die ihr Leben lang gerafft haben, und anderen nichts vergönnen. Ich sehe das alles normalerweise differenzierter, aber ich komme noch aus einer Generation, die nach dem Nachtcafe mit dem quietschgelben Fiat Uno Turbo oder dem roten Golf GTI und 200km/h um 5 Uhr Morgens von München über die Autobahn nach Hause raste. Dort stehen heute überall Verkehrsleitsysteme, die nicht mehr als 120 erlauben. Und die Alt-68er und ihre Erben, die Grünen. sagen jetzt, dass bittschön weniger individuelle Mobilität sein soll, dass die Jugend doch bitte den ÖPNV nutzen soll, der gar nicht darauf vorbereitet ist, und dass gefälligst eine dieselfreie Verkehrswende zu kommen habe. Gerade noch für Stiftungen taugliche Lebenskiffer, die besoffen den Käfer ihrer Eltern in die Tiefgarageneinfahrt einklemmten, Alkoholfahrer und Radverweigerer und Gurtmuffel, die früher jede Dreckschleuder fuhren, bis sie auseinander gefallen ist, und die heute ganz selbstverständlich mit dem Auto fahren, weil alles unter 15 Grad bekanntlich mörderisch ist, sagen der Jugend jetzt, dass die guten Zeiten vorbei sind. Mit Ausnahme von Joschka Fischer vielleicht, der nach dem Außenamt zu BMW wechselte.

Denn es geht um die gute Sache, und natürlich wissen alt gewordene 68er auch, dass NOx, so es denn tatsächlich Leben verkürzt, zuerst einmal die irdischen Tage der Alten beendet. Da sollen die kommenden Generationen von zwangsmobilen Menschen bitte Rücksicht nehmen, da soll der Staat Milliarden für die Umstellung einplanen, und da müssen manche halt damit leben, dass ihre Autos wertlos sind. Das fällt diesen Leuten nach 5 Jahrzehnten Vollgas und Autobahn und am Wochenende mal schnell an den Gardasee reichlich spät ein – zufällig genau dann, wenn die einen gebrechlich werden und die anderen dem Winter mit dem Flugzeug in die Karibik entkommen. 50 Jahre lang wurde das Auto unverzichtbar gemacht, in manchen Innenstädten bekommt man ohne Baumarkt auf der grünen Wiese und Auto keinen Nagel mehr – und jetzt plötzlich entdeckt man Feinstaub und Gifte in der Atemluft und möchte, dass andere verzichten und das Auto stehen lassen.

So wie man selbst vor 50 Jahren das Hercules hat stehen lassen. Dazu gibt es Kommentare und Belehrungsjournalismus und Untersuchungen, nach denen jungen Leuten, die noch nicht wissen, was Kinderhaben bedeutet, das Auto gar nicht mehr so wichtig ist. Das Vermögen in diesem Land ist verteilt, und so, wie man die Wohnkatastrophe vom Investorenloch zum Businessapartment schön schreibt, treibt man die Autoreduzierung mit dem edlen Motiv der Atemwegsschonung und des generellen Umweltschutzgedankens voran. Das lese ich zumindest in den Medien. Trotzdem ist das Hercules nun schon seit zwei Wochen im Angebot, und keine Frau konnte sich dafür erwärmen. Ich frage mich daher, ob der Trend weg vom Auto im Jahre 2018 nicht vielleicht ebenso eine in den Redaktionen gezüchtete Chimäre ist, wie es die Willkommenskultur im Jahre 2015 war. Wie Sie vielleicht wissen, habe ich neben Rädern auch noch ein Automobil, so eines flaches, breites Ding, das man öffnen kann und bei 250 km/h abgeriegelt werden muss. Ich weiß, wie mich die Mütter, die ihre Kinder von der Schule gegenüber abholen, mit diesem Auto anschauen, und ich kenne ihre Ignoranz, wenn ich mit dem Rad komme. Letztere ist in etwa so deutlich wie bei dem Hercules. Vielleicht freunden Sie sich dennoch besser mit meiner Empathie für alte Fahrräder an und kaufen welche, die Sie dann herzeigen können, und sich selbst lobend dreist lügen, sie wären damit trotz Eiseskälte 20km gefahren.

Denn meine ökototalitären NOx-dieselfeindlichen Umwelthilfenverstärkungskollegen anderer Medien werden mit Verweigerern ihrer Anweisungen sicher nicht so nett umgehen.


479 Lesermeinungen

  1. Über die 68er
    Sie gelten als aufsässig. Wären Sie nicht ein prädestinierter Achtundsechziger gewesen?

    „Eher nicht. Die Aufsässigkeit der Achtundsechziger war zu mainstreamhaft. Dazu die vielen Widersprüche, das ewige Vermischen von Ethik und Heuchelei.“

    Peter Gauweiler in der FAZ von heute:

    • Gauweiler
      Das Interview war vom Feinsten. Hat aber nur wenige Klicks (Empfehlungen) bekommen, auch nur wenige Kommentare. Schade, G ist halt einer von gestern. Aber solche Polit-Typen haben die Jungen, die jetzt an die Macht kommen sollen, leider nicht mehr. Laschet, Röttgen, Mass und Co dominieren. Mittelmaß halt.

  2. Und der Clou des Ganzen.....
    Nachdem man den Menschen auf dem Land die gesamte Infrastruktur inclusive öffentlichem Nahverkehr weggeschnitten hat, sollen dieselben Menschen nun mit ihren Steuern dafür bezahlen, daß die urbane Elite nun auch noch kostenfrei Bus und Bahn fahren kann. Wie dreist muss ein Politiker sein, um so eine Unverschämtheit ins Auge zu fassen. Wenn man da mal die Geduld der Betroffenen nicht überschätzt!?

    • sog. "Urbane Elite"
      werter @Mitleser,

      sie haben in der Eile vergessen, urbane Elite in Anführungszeichen zu schreiben !

    • Anmerkung
      Die Infrastruktur auf dem Land wurde nicht weggeschnitten, sie wurde nicht mehr gebraucht, nachdem auch da lieber mit dem Auto gefahren wurde.
      Die urbane Elite? Was ist das? Eliten finden sich auf dem Land oder haben mehrere Wohnsitze.
      Anlässlich des Umzugs aufˋs Land probierten Bekannte von mir auch die Anbindung an die Stadt via S-Bahn aus. Kommentar: das machen wir nicht mehr. Zu dreckig, zu laut, zu krachert….

    • Urbane Elite
      ist mittlerweile schon ein Synonym für überblähte Mittelmäßigkeit und negativ konnotiert. Da bedarf es keiner Gänsefüßchen.
      Von den alteingesessenen Rahmabschöpfern mal abgesehen.

    • Naja, ganz so ist es ja nun doch nicht
      Die Städter wollen uns vom Land mit unseren stinkenden < Euro 6 Dieseln eben nicht bei sich haben, es geht also nur darum, das wir nicht in ihre Städte hineinkönnen, die Städter selbst können ja, und das nicht erst seit heute, ÖPNV fahren, wir auf dem Land können das eher nicht.

      Wir sollten den Spies einfach herumdrehen: Mich ärgern jedesmal die Städter, die im Herbst zu uns auf's Land kommen und mir die Pilze und Beeren sozusagen vor der Nase wegsammeln (-fressen). Sollen sie doch ihre Pilze und Beeren ihren Städten sammeln und nicht bei mir, heisst es nicht urban gardening?? Dann wäre der Gerechtigkeit genüge getan.

    • OPNV
      Die urbane Elite und die weniger elitaeren Urbanen fahren – auch dazu gibt es kluge Untersuchungen – meist deshalb nicht mit den Oeffentlichen, weil die Verbindungen selbst in Ballungszentren umstaendlich, mies getaktet und fuer die gewuenschten Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu langsam sind. In den seltensten Faellen ist es eine Preisfrage.

    • ÖPNV auf dem Land?
      Den gibt es doch nur noch in dezimierter Form, meist marode und im Vergleich zu vor 15 bis 20 Jahren unzuverlässig.
      Nicht ganz unbedeutend dürfte es überdies dort und in der urbs sein, sich an dem permanenten Neuaushandeln von Regeln und Umgangsformen mit den sich eingeladen dünkenden Schutzsuchenden in den Verkehrsmitteln zu beteiligen.

    • Ich mache im sommer mal einen Praxistest zwischen zwei beliebten Ferienorten.

    • Praxistest in spe
      Werter Don, kann’s kaum bis dahin erwarten. So ein Vergleich ist bei Ihnen sicher in besten Händen.
      Wobei ich denke, daß sich das Testergebnis schon heute erahnen läßt, wenn beide Orte in Schland liegen.

  3. Wo wurde der Krieg geplant?
    Ja, in den Medien liest man, dass die EU aus dem edlen Motiv der Atemwegsschonung Grenzwerte für Stickoxide gesetzt hat, welche die großen Diesel aus dem letzten Loch pfeifen lassen. Hier ist es wohl die EU-Richtlinie 2008/50/EG. EU Gesetze und ihre Grenzwerte sind gottgegeben, jeder unterwirft sich, niemand hinterfragt sie. Dabei wäre das doch einmal ein sehr spannendes Thema für eine Recherche und einen donschen Blogbeitrag. Es könnte sein, daß sich Menschenfreunde im EU Parlament für die Luft stark gemacht haben. Vielleicht hat auch ein deutscher Politiker über Bande gespielt und seine Freunde in der EU gebeten, eine Vorschrift durchzusetzen, für die man in der deutschen Heimat nie eine Mehrheit gefunden hätte. Oder wollte da eine andere europäische Autonation den umsatzkräftigen deutschen Dieseln eine Grenze setzen? Als Laie kann man da nur wild spekulieren, als Journalist könnte man da recherchieren.

    • Fragen Sie doch einfach mal die Statistiker nach dem Dieselanteil
      in F, GB, B, I und E. Da sind wir das Schlusslicht.

    • Aber hallo!
      So funktionieren die MSM eben leider *doch*!

      Wenn man allen Diesel-Politik-Opfern – aka zukünftigen Fahrverbotsbetroffenen – einfach mal unter die Nase riebe, dass die Stickoxydbelastung kontinuierlich fällt, heutzutage ungefähr die Hälfte von vor einer Generation, und sich bloss die ganz willkürlichen Grenzwerte geändert haben, würde das einen ziemlichen Aufstand geben.
      Und sogar im sonst so wenig revolutionsaffinen Deutschland.

      Dann *das* wäre die Aufgabe der Bundesregierung gewesen: ein Veto gegen (veränderte) Grenzwerte einzulegen, die unrealistisch sind, und zweitens dafür zu sorgen dass auch weiterhin die Stickoxydkonzentration zurückgeht.
      Alles paletti.

  4. Ab Mittwoch 28.02.2018 9 Uhr Ortszeit....
    … haben alle Dieselfahrer die Pflcht, ihren Diesel schnurstracks,
    auf dem kürzesten Weg, zur nächsten Verwertungsstelle zu fahren.
    Als Ausgleich erhalten sie eine gutgeschmierte Fahrradkette, nebst einer 0,5 Liter Dose Bio- Kettenöl.
    Das Fahrrad zur entsprechende Kette muß dann noch erworben werden.
    Bitte nicht auf Händler reinfallen, die ihnen noch ein altes Fahrrad ohne Euro 6c anbieten, die werden von Herrn Resch später auch noch aus dem Verkehr gezogen.
    Auch darauf achten, dass der Händler ihnen nicht ein Fahrrad ohne veganen Sattel andreht. Auch bei der Gerbung von Leder entstehen Schadstoffe.

  5. NOx-Kat und gepflegte Radwegverbindungen
    in Ballungsräumen…

    …haach, ich bin ja so stolz in meinem Fremdzünder auch einen NOx-Kat und die niedrigsten NOx-Abgastwerte der Baureihe zu haben -gemessen nach irgendeinem Verfahren als relativer Wert damit ich mich nicht loben kann.

    Auch benutze ich sooft es geht den Radweg im Neandertal, um vom Dorf an den Rhein mit seinem Düsseldorf zu kommen. Da ist in den letzten 40 Jahren am Radweg lediglich Instandhaltung betrieben, aber keine der dringend erforderlichen Durchgängigkeit geschaffen worden. An den wildesten und unübersichtlichsten Kreuzungen hat man auf die Gegenfahrbahn zu wechseln, der Radweg verschwindet überdies immer wieder in Fußwegen und Fahrbahnen und wird vor allem nicht mehr nennswert vom vermoderten Laub befreit. Der Radfahrer als Hindernis des Autos…

    Ein Landkreis mit zwei Kommunen und eine kreisfreie Stadt, also die Landeshauptstadt, teilen sich den Verantwortungsbereich. Für mich als Laie sieht es so aus, also ob die Verantwortung diesbezüglich noch nicht wahrgenommen wurde. Es wäre aber ansonsten ideal, ein verbindendes Tal zu nutzen, das mit geringer Steigung (Differenz von 100 Höhenmetern), ohne E-Bike überwunden werden könnte. Das wäre sogar Pendlern zumutbar. Allerdings müsste es dazu auch einen kompletten Radweg geben, der sich mit der unlängst im Ruhrgebiet geschaffenen Trasse vergleichen ließe. Landeshauptstadt und Speckgürtel…passt wohl nicht, würde ich sagen? :)

    • Die Landeshauptstadt...
      ist in der Tat noch Entwicklungsland, was Radwege angeht.
      Letztes Jahr bin ich tatsächlich über Wochen aus dem Tal der Wupper als Berufspendler ins Dorf an Düssel und Rhein gependelt – mit dem Rad. Völliges Unverständnis bei Autofahrern war mit gewiss, dafür habe ich mich aber auch schelmisch gefreut, ab Gerresheim an den Kolonnen vorbei zu zischen.

    • @Radler
      Bicycle, bicycle, bicycle.
      I want to ride my bicycle, bicycle, bicycle.
      I want to ride my bicycle.
      I want to ride my bike.
      I want to ride my bicycle.
      I want to ride it where I like!

    • Neandertal
      Das Neandertal ist in der Tat ideal ab Mettmann, da geht auch noch mehr, wird aber eher anstrengend. Aus W’tal pendeln? Respekt!

      Die Strecke durchs Tal war schon vor 30 Jahren eher mittelmaessig, das Stueck durch Gerresheim dann echt haarig. Auf die Idee, dass jemand aus dem Umland mit dem Rad pendeln wollte, ist wohl kein Verkehrsplaner gekommen.

      Ansonsten kommt man in des Dussels Dorf auch gut ohne Auto aus. Radwege wie dort haette ich hier gern manchmal…

  6. Fritzle als Spät68er !
    ich weiss nicht so recht lieber DON, ob z.B. das Fritzle in Stuttgart diesen Artikel lustig finden wird, als früherer Golf GTI-Fahrer passt er ja so toll in ihre Beschreibung………………..auch war er ja früher ein Freund der WarmWasserVerschwendung, wie oft forderte er doch den Einbau von Duschen in die Räume der Landtagsabgeordneten im Landtag. das sind doch politische Prioritäten !

    ja, wie sich die Zeiten ändern, die Haarfarbe und schliesslich die Gesinnung !

    Grüsse aus dem sonnigen, warmen Sevilla, hier stept der Bär, am Wochenende Marathon und Ruderregatta…………….!

  7. Was nicht nur mich stutzig macht,
    ist die Tatsache, dass nach Erlass der letzten „Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen 2010“ die Luftschadstoffe (bis auf Ammoniak) wie festgenagelt auf ihrem Niveau verharren, wo diese doch vorher stetig sanken.

    Vielleicht soll ja gar nichts mehr ohne ideologiegetriebenen E-Mobilitätsunfug gehen? Weil man sich politikerseits früher lieber eher mit Afrikanologie befasste, anstatt mal einen Physik-Grundkurs zu buchen?
    Und es als aussortierte grüne Parteivorsitzende eben immer noch nahtlos zur Cheflobbyistin beim BEE e.V. reicht?

  8. "schlecht geräumten Radweg"
    Jaja, das ist in den Slums so. Kümmert sich keiner. In den großen und kleinen Berlins dieser Welt Alltag.

  9. Das mit dem "spät einfallen, wenn man nicht mehr betroffen ist"
    kenne ich doch irgendwoher?

    Richtig! Ende der neunziger, Kosovo-Krieg, erster Auslandseinsatz der Bundeswehr. Aber genau erst dann, als a) die Bequemlichkeitspazifisten der Grünen zu alt für irgendeine Form von Waffentauglichkeit waren und b) die mit von ihen durchgesetzte Postkartenabmeldung von der Wehrpflicht sicherstellte, dass IHRE Kinder sicher nicht mehr betroffen waren (Grünen Kinder ohne Abitur und Studium kann man mit der Lupe suchen. Und natürlich nutzten Abiturienten die Postkartenabmeldung vom Wehrdienst als erstes).

    Was aus den Fahrverboten wird, schaun wir dann mal – bin mir nicht so sicher, dass selbst grüne Politiker sich trauen, den Zorn ihrer autofahrenden Klientel heraufzubeschwören. Auch SUV-Mütter fahren … Diesel.

    Fun Fact – der zulässige NoX Grenzwert in Büros ist weit höher, als der für die Strasse. Ist unter Gesundheitsgesichtspunkten bestimmt sinnvoll …

  10. Genau so ist es
    Ich habe gestern einen Beitrag von einem Anwohner an einer dicht befahrenen Straße gesehen. Ich glaube das ihn eher die Zigaretten als Stickoxide umbringen. Und solange die Befürworter es sich auf Kreuzfahrten und Flügen in den Urlaub gut gehen lassen, ist das ein bigottes Gerede. Die Infrastruktur in ländlichen Regionen ist zum Teil mehr als schlecht… ich sage nur Mecklenburg, Brandenburg….

    • Flugreisen sind tatsächlich ein Riesenproblem.

    • Schiffe auch!
      In einer Freien und Hansestadt sind Kreuzfahrtschiffe, die man anlocken will, weil ihre Insassen beim Landgang Umsatz machen, der besteuert wird, damit man Wissenschaftssenatorinnen und Genderprofessorinnen einstellen kann, ein mindestens ebenso großes Problem. Dazu kommen die Container-Brummer, die mit einem Treibstoff fahren, auf dem man bei Zimmertemperatur herumlaufen kann, die uns aber die zertifizierte Öko-Jute aus Südamerika bringen.
      Zu Segelschiffen zurück geht nicht, die sind nicht geschlechtergerecht.
      Es bleibt eben schwierig.
      Gruß K

    • Kreuzfahrten und Flugreisen
      kann ich aber meiden, und sie führen auch nicht direkt durch Innenstädte.

    • Titel eingeben
      Man wird anscheinend zum Fliegen gezwungen, wenn man kein Auto hat. Gucken Sie sich mal die Heerscharen von Jogginghosenträgern am Flughafen an…

    • "Flugreisen sind tatsächlich ein Riesenproblem."
      Ja, das wir oft kolportiert.

      Jdf. als Nordseeanwohner weiß man jedoch, daß die Umweltbelastung durch Pkw, Heizungen und Flugzeuge weit hinter der Belastung durch den Schiffsverkehr zurückbleibt.
      Überseeschiffe sind filterlose Sondermüllverbrennungsanlagen.
      Reeder sind Mörder.
      Und wir, die wir unseren Elektroschrott in Fernost kaufen, natürlich erst recht.
      Wie schon Adenauer sagte: „Kina, Kina, Kina!“

      Und wer sich aus anderen Quellen als den NDS informiert, dem wird auch nicht verborgen geblieben sein, daß der Anteil der Diesel und des Flugverkehrs nochmals geringer sein dürfte als bisher angenommen.
      Bis vor kurzem war unbekannt, wieviel Gifte wir durch sog. Consumer-Produkte freisetzen.

      Wer demgegenüber nun ausgerechnet Flugreisen als großes Umweltproblem ausmacht, wünscht sich wahrscheinlich auch einen Kaminabend mit C. Roth und hält die „Deutsche Umwelthilfe“ nicht für einen miesen Abmahnverein.

  11. Pharisäer...
    Sehr gut beobachtet. Und jetzt schreien alle: Die Industrie, die Industrie, lügt und betrügt…! Mein Auto ist ja gar nicht umweltfreundlich!
    40 Millionen Verbrennungsmotoren, die im Jahr 725 Milliarden Kilometer zurücklegen, können das auch nicht sein, die fast 650.000 km Straßen in unserem Land, die Flächen zerschneiden und Böden versiegeln, ebenso wenig. Man kann das so wollen, ich sehe das inzwischen differenzierter als vor 20 Jahren, aber man sollte dann auch wissen, was man tut. Und by the way: Ein Elektroauto ist zuallererst auch ein Auto, kein vierrädriges Fahrrad.

    • Vor allem ist es als „emissionsfreie Fortbewegung“ eine grüne Lüge.

    • ... das Elektroauto ist so etwas, wie eine ...
      … Goldstück-Fachkraft mit vier Rädern, sozusagen ein Syrer mit Stromanschluss: Etwas was plötzlich da ist und wunderbarerweise alle wesentlichen Probleme löst die große Erlösung verheißt.

      Dabei ist die Herstellung eines Elektroautos ein ökologisches Desaster.

      Der Strom wird künstlich subventioniert (d. h. von anderen bezahlt) und besteht nach dem Energiemix zu mind. 50% Kohlestrom.

      Dann ist es auch noch exklusiv und hip und immer schön deutschenhassend, weil gegen die bisherige nazihafte Automobilindustrie (die in Wahrheit der letzte Rest eines bedeutenden Wirtschaftszweiges ist, den wir noch haben)

      Kurzum: Es ist ein Ammenmärchen, wie alle diese Erlösungsmärchen.

    • @Don
      Die Antwort auf diese drängende Frage ist so genial wie simpel: Kinetikfreie Fortbewegung.

    • Verstehe ich nicht, mein Herr
      „die Flächen zerschneiden und Böden versiegeln“

      Ja und? Wie wollen Sie denn von Hamburg nach Berlin kommen, ohne Verkehtrecke dazwischen? Ob Straße oder Eisenbahn, „zerschneidet“ beides. Wird wohl nicht anders gehen.
      (Aber das sind auch nur ein paar Tausend km Fernstraßen, die wirklich die „Natur zerschneiden“, und da bauen wir heutzutage Landschaftsbrücken für die Rehe etc., also das geht auch schon irgendwie. Mal informieren, wie pingelig heutzutage Verkehrswege geplant werden. Wir lassen kein Vögelein zurück.)

      Und „Böden versiegeln“ – wo ist das Problem? Darf der Mensch sich das Land nicht passend einrichten? Wären Ihnen Schlammpisten lieber?

      Diese von Ihnen benannten „Probleme“ sind keine, m.E., jedenfalls nicht in einem gesellschaftlich oder auch nur ökologisch echt relevanten Maßstab.

      Und die vielen gefahrenen km, wissen Sie, das können Sie auch mit dem gesamtdeutschen Verbrauch an Zahnpasta oder Einwegtaschentüchern machen. Wir sind nun mal über 80 Mio. Menschen, da kommt was zusammen, mal 365 Tage im Jahr.

      Der normale private PKW – also gewerbliche Vielfahrer aussortiert – fährt rund 10.000 km p.a., also <30 km am Tag. Damit kommt man gerade so in die Nachbarstadt und zurück, ungefähr. Finden Sie das wirklich viel? Zuviel? Dann sollten Sie aber auch nicht in einer reichen Industrienation leben wollen, denn ohne Arbeitsteilung und ein Mindestmaß an motorisierter Mobilität wird das einfach nicht funktionieren.

      Noch nebenbei, nachdem Sie darauf hinweisen, ein Elektroauto ist auch nicht wirklich schöner, wenn einen der Ressourcenverbrauch interessiert: Ganz recht.
      Aber das gilt auch für den ÖV. Der kostet sowohl ökologisch wie betriebswirtschaftlich NICHT weniger als das Fahren mit einem anständigen PKW. Es gibt keinen physikalischen Trick, durch den die kinetische Energie für eine Blechkiste mit Leuten drin plötzlich aus dem Nichts kommt. Die höhere Effizienz von Bus und Bahn ist, über alles gerechnet, eine Fiktion bzw. eigentlich ein Märchen, das uns von der einschlägigen Lobby aufgetischt wird.

    • Die Menge macht's
      Ich meine, es war die National Geographic, wo ich vor ein paar Jahren was Verblüffendes gelesen habe:

      Die Mehrzahl aller jemals gelebt habenden Menschen ist jetzt gerade am Leben, also ich meine: Alle Geburten seit dem ersten Homo Sapiens vor zigtausend Jahren waren weniger als 14 Milliarden, weil die Menschheit so sehr lange so sehr wenige Individuen waren; jetzt sind wir über 7 Milliarden lebende Menschen und somit lebt die Hälfte aller jemals lebenden Menschen GENAU JETZT! Hat mich damals verblüfft.

    • Um Gottes Willen, Sirisee, passen Sie bloss auf, sonst
      gibt es wieder einen Eklat im Bundestag, so wie dieser Tage, über alles und jeden Spruch der AfD*.
      Der ‚Syrer mit Stromanschluss‘ lässt sich durchaus fehlinterpretieren!

      *Zumindest kommt etwas Farbe in den sonst so aschgrauen Bundestag. Mir haben Juden gesagt, dass sie die Stolpersteine schrecklich finden, dass man jetzt auch noch über die Toten hinwegläuft, und sogar darauf tritt.
      Nur: die Vertreter der Altparteien im Reichstag wissen es besser. Hauptsache, man kann die AfD als anti-semitisch bekleistern.

    • ... keine Sorge...
      … die Älteren unter uns erinnern sich noch an die treffende Bezeichnung der ausgestorbenen „Piraten“ als „Grüne mit Kabelanschluss“.

      Und wer Worte wie „Sozialismus“, „Hass“, „Hetze“, „Utopie“ und „Solidarität“ oder „Wir schaffen das“ benutzt, trotz der Verbrechen der ehemaligen DDR, von Stalin oder dem 3. Reich ganz zu schweigen, hat sowieso jedes Recht auf einen sprachliche Anständigkeitspreis verwirkt.

  12. Deutsche sind schon ein eigenartiges Völkchen.
    Früher sind die Chinesen allesamt mit dem Rad gefahren und atmeten kristallklare Luft. Das hat uns nicht gepaßt, wir haben die Menschen in China für die Segnungen des Automobils begeistert, vorzugsweise für die des deutschen Automobils, wegen des positiven Effekts auf die Aktienkurse der deutschen Automobilproduzenten. Und waren erfreut, wie gut das geklappt hat und wieviel Kohle nach Deutschland floß, als – gefühlt – eine Milliarde Chinesen die automobile Fortbewegung entdeckten. Als dann die Luft schlechter wurde, ließ sich dieser durchschlagende Erfolg nicht mehr aufhalten: In China kann man jetzt oft sehen, was man atmet. Und jetzt wollen wir, ein schrumpfendes 80-Millionen-Völkchen in einem mitteleuropäischen Zwergstaat, anstelle der Chinesen aufs Fahrrad umsteigen, um Buße zu tun und den weltweit wachsenden Schadstoffausstoß zu kompensieren! Fast schon rührend, dieses absehbar sinnlose Unterfangen. Denn: Wenn es Ihnen alle nachtäten und wir als Volk gesünder und als ohnehin alternde Gesellschaft mehrheitlich NOCH älter werden würden, wäre es auch wieder keinem recht. Aber es freut mich, daß Sie sich fit halten – so können sich auch weitere Generationen noch an Ihrer Kolumne erfreuen, wenn ich schon längst nicht mehr da bin. Mich kriegen die 68er nicht mehr aufs Rad – in meinem Alter macht man sich schon Gedanken, was nach einem Oberschenkelhalsbruch überhaupt noch ginge.

    • Ich warne Sie – ich habe gerade Tee bei einer 83-Jährigen gekauft. Wenn ich bis 90 weiter mache, stehen hier am Ende lauter Nachrufe für alte Feinde.

    • Hahaha, kristallklare Luft in China??
      Ich war da mal, kurz nach Maos Tod und der anschließenden „Viererbande“. Da sind zwar alle geradelt, aber es war Winter. Überall wurde mit Braunkohle geheizt. Alles, was einen Schornstein hatte, also jeder kleine und große Betrieb, blies raus, was drinnen störte.

      Es war noch die Zeit, als alle Chinesen in blauen Arbeitsklamotten rumliefen, die berühmten „Blauen Ameisen“. Funktionäre hatten bessere Schnitte und bessere Stoffe, was wir erst auf den zweiten Blick erkannten, die Chinesen vermutlich auf den ersten.

      Was es nicht gab, neben vielem anderen, war auf jeden Fall kristallklare Luft.

    • Der globale Fortschritt denkt möglicherweise schon Chinesisch (und Indisch)
      Ihr Kommentar, Herr Luckner, mutet schon etwas altbacken an.

      Sie weisen darauf hin, dass der Chinese seine Umwelt mit Autos eifrig verschmutzt. Und als stringente Folge daraus erkennen Sie, dass das kleine deutsche Volk, der Selbstpeinigung verfallen, plötzlich Buße tun will und quasi für die Chinesen die Pein der Nicht-Autofahrt, bzw. eines vielleicht kommenden Fahrverbotes akzeptieren will oder muss.

      Ihr Kommentar zeigt wenig Logik und ermangelt wichtiger, bereits seit Jahren bekannter Informationen. Es spricht lediglich das bequeme Autofahrerherz aus Ihren Worten, wie Sie selber zugeben.

      In China existieren seit Jahren Fahrverbote, die nicht „Wischi-Waschi“ sind, wie z.B. der Umgang der deutschen Justiz mit den Betrügern des Management der Autoindustrie.

      Der Deutsche ist in diesem Fall also kein Vorbild, sondern man kann von der sozialistisch gesteuerten chinesischen Menschenmasse lernen, ohne die Maobibel gelesen oder gar verstanden zu haben.

      Das dies so manchem Mitmenschen schwer fällt, kann ich verstehen, es ändert aber nichts an den derzeitig von Autos verursachten, hierzulande eben nicht vorbildlichen Abgas- und Schadstoffwerten. Folglich muss auch bei uns gegen diese hohen Werte vorgegangen werden.

      Ich vermute, dass viele „nur“ Autofahrer sich in ihrer Bequemlichkeit eingerichtet haben und -wie auch Sie- gleich absolutistischen Herrschern nun Ihren Abgasdreck weiterhin den sauber unterwegs Seienden aufzwingen wollen.

      Stecken Sie doch einfach einen Schlauch an den Auspuffausgang Ihres Autos und leiten Sie diesen Schlauch bei jeder zukünftigen Fahrt in die Fahrgastinnenzelle Ihres Autos. Dann greift das Verursacherprinzip und wenn alle anderen Autofahrer Ihrem Vorbild folgen, lösen sich die Abgasprobleme ganz schnell.
      Dann muss niemand mehr über Fahrverbote diskutieren, weder Grüne noch AfD noch sonstwer. Aber soweit reicht der Verstand dann wieder nicht, bzw. die liebgewordene Gewohnheit -Autofahren- wird plötzlich von Leuten wie Ihnen als allgemeines Recht deklariert.

      Ich finde, Sie haben keinerlei Recht, meine geliebte, saubere Luft zu verpesten!
      Für den Notarzt, die Feuerwehr und Polizei, sowie den ÖVPN würde ich durchaus Ausnahmen gelten lassen, ebenso wie für Lieferverkehr und Autos für die öffentliche Versogung z.B. zum Erhalt und Ausbau der Fußgänger- und Radwege.

      Der ÖPNV ist für jeden Nicht-Fahrradfahrer zumindest in den Städten eine echte Alternative. Aber wahrscheinlich wissen die meisten „nur“ Autofahrer gar nicht, wie man einen Fahrkartenautomat bedient. (Hi hi).

      Den Schaffner gibt’s schon lang nicht mehr, im ÖPNV herrscht zumindest in der Großstadt, in der ich lebe, absolutistische Vollcomputerisierung.
      Die Bus- und Bahnfahrzeugführer sind durch akustisch abgeschottete Kapseln vom Fahrgastinnenraum getrennt, die Überwachung haben Kameras übernommen.
      Es wurden einfach zu viele Bus- und Bahnfahrzeugführern zu nächtlichen Zeiten überfallen, als dass man diesem Berufsstand noch den direkten Kontakt mit zahlenden Gästen zumuten könnte. Da ist die Panzerglaskapsel genau die richtige Antwort.

      Ich empfehle jedem, der -aus welchen Gründen auch immer- nicht mit dem Fahrrad fahren mag oder kann, sich schon mal etwas intensiver mit dem lokalen ÖPNV zu befassen.

      Die deutsche Sonderrolle der Luftverschmutzung durch „individuellen“ Autoverkehr wird nicht mehr ewig dauern, so hoffe ich zumindest.

      Ihnen, lieber Don, zum wiederholten Male meine Gratulation zum schönen Text. Auch wenn Sie Autofahren, so scheint mir, kann man mit Menschen wie Ihnen, welche die Müffelkiste auch mal stehen lassen können, gesammtgesellschaftlich in Zukunft mehr anzufangen zu sein als mit den Leuten, die sich selbst in die völlige Unfreiheit einer totalen Abhängigkeit vom Automobil begeben haben.
      Hoffentlich werden Sie 100 Jahre alt!

    • Hinweis: Leriten Sie ihte eigene Atemluft 30 mal durch den eigenen Körper, dann haben Sie auch ein Sauerstoffproblem.

    • Die mit dem Stern in Stuttgart haben letztes Jahr wohl erstmals mehr
      Autos nach China als in D verkauft. Und keine Kleinen. Wenn in Sindelfingen von einem Chinesen eine S-Klasse abgeholt wird, dann hat die zumeist bestaunenswerte Vollstausstattung.
      Ist auch ein ganz anderer kultureller Umgang mit Reichtum. Während hier Neid hochkommt, freuen sich Menschen in China, dass der andere es geschafft hat und sich so was leisten kann.
      Schade, dass es keine Übersetzungen von Artikeln, wie das im Reich der Mitte gesehen wird mit den Fahrverboten, gibt. Das, was über die Goldstücksache geschrieben wird ist wenig schmeichelhaft und in der Ablehnung fürs Handeln des eigenen Landes überdeutlich negativ besetzt.

    • "wir haben die Menschen in China für die Segnungen des Automobils begeistert"
      Genau so war’s!

    • Fonse, das wünsche ich Ihnen:
      *ttp://seventastic.info/stuetzen/2018/02/23/der-dieselkrieg-der-alten-68er-gegen-die-jugend-8778/#comment-196831

      Weiß nicht mehr, wo das zu lesen war: Es gibt nichts schöneres, als geruhsam am Fluss zu sitzen und die Leichen seiner Feinde vorbeischwimmen zu sehen.

    • Aber, aber, Don,
      das lernen neben „Messer Schere und Licht“ doch schon kleinkinder, dass die die Plastiktüte nichts über dem Kopf verloren hat.
      Jute statt Plastik. Und dann abstrahieren.

      Instant Karma wäre wirklich eine 1a Sache.
      Lernen durch Schmerzen, durch selbst verursachte, ein Heilsweg?

      Wie gesagt, und schon zig mal iteriert, ich habe es ncit drauf, pro und contra abzuwägen, wie schädlich der Mensch für den Menschen ist.
      Was ich jedoch festgestellt habe, dass es einen bestimmten Typus gibt, dem es egal ist, wenn er auf andere scheißt, solange es keine Abpraller gibt.

      auch noch: abgeregelt, nicht abgeriegelt. 250

    • Schade?
      „Schade, dass es keine Übersetzungen von Artikeln“

      Äh – wofür genau soll das gut sein? Damit wir erfahren, was das siebenköpfige Exekutivkommitee der Kommunistischen Partei Chinas gerade als Parole zur Berichterstattung ausgegeben hat? Denn das ist Chinas Machtzentrum, alle anderen sind Befehlsempfänger.

      Also, ich muss das nicht lesen. Denn was die Chinesen denken, erfahre ich dabei zu 100% sicher NICHT.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • Früher sind die Chinesen allesamt mit dem Rad gefahren und atmeten kristallklare Luft.
      Solche in die Vergangenheit gewandten Utopien hört man aber auch nur von Leuten, die dort nie waren. Als vor 20, 30 Jahren der Radfahrerpulk noch Alltag war, war das am Abend benutzte Taschentuch braun ganz ohne Rauchen, und in der Badewanne zeigten sich braune Ränder, wenn man Wasser laufen ließ. Heizung (in Nordchina sind -20° im Winter normal) und Kochen mit offenem Feuer waren ja nicht aus der Welt, nur weil die Leute mit dem Rad fuhren. Und die Sandstürme in Peking wehten jahrhundertelang.
      Vor vielleicht 4,5 Jahren sah ich mal eine „Hitliste der Städte mit der dreckigsten Luft“. Da war China gut vertreten, hat es doch wohl die meisten Industriestädte. Der Smog, den man auf den Bildern sah, dürfte das Ruhrgebiet in den 1970ern durchaus noch übertroffen haben.

    • @Gnadenbrotler
      Anstatt Bus- und Bahnfahrzeugführer werden jetzt die Passagiere überfallen und gern auch vergewaltigt. Durchaus eine Alternative…

      Ihr Kommentar zeigt Spuren von Chauvinismus.

    • Herr Gnadenbrotler
      Sie haben „Jehova“ gesagt und ehrlioch gesagt: ich kann es nicht mehr hören!
      Selbstverständlich hat jeder Autofahrer das Recht, ihre heilige saubere Radfahrereinatemluft zu „verpesten“, so wie Sie durch ihre nackte Existenz und jede, aber wirklich jede ihrer Tätigkeiten, irgendein Grund- oder Menschenrecht eines anderen einschränken oder sogar verletzen.

      Da, wo sie wohnen, kann ich nicht mehr wohnen, und da, wo ihre Toilettenabwässer in die Flüsse geleitet werden, kann ich mein Menschenrecht auf kristallkares Wasser entlang der ganzen Länge des Rheines nicht mehr wahrnehmen.

      Und wenn Sie uns Landeier beschuldigen, die Fahrkartenautomaten nicht bedienen zu können, ich befinde mich zur Zeit in Hirschau in der Oberpfalz bei der Arbeit.
      Von meinem Wohnort bei Augsburg sind das 204 km mit dem Auto, die ich in viel weniger als den 2.44 Stunden gefahren bin, die viamichelin.de als Fahrzeit bei Gesamtfahrtkosten von € 19.27 anzeigt.

      Auf Bahn.de hätte ich 4 Verbindungen, mit Fahrtzeiten von 4.14 Stunden, 6.02, 8.46 oder 10.06.
      10 Stunden für 200 km. Da könnte ich schneller mit einem Traktor hinfahren.

      Was die schnelle 4.14 Stunden Verbindung betrifft: mir ist mal auf den 104 km nach Kösching Folgendes passiert:
      Da hat sich die Busfahrerin auf dem Weg zum Augsburger Haptbahnhof mit einem Fahrgast „verquatscht“. Deshalb habe ich den Zug in Augsburg nach Ingolstadt verpasst und am Ingolstadter Busbahnhof (es war Sonntag) den Anschluss nach Kösching.
      Der kam 2 Stunden später und fuhr nicht mehr zu meiner Haltestelle sodaß ich mit meinem Gepäck noch 5 km laufen durfte.
      So wurde aus der schnellsten Verbindung (4 Stunden 24 für 106 Kilometer!) mal eben 7 Stunden. Das ist ein Schnitt von 14 km/h und das können Sie mir Autofahrer (DB 350 CLS) nicht als Alternative anbieten.

      Und die billigste Fahrkarte nach Hirschau kostet übrigens von mir zuhause Euro 60.- einfach (mit Zugbindung, das heisst; wenn sich die Busfahrerin wieder verquatscht, kann ich mir eine neue kaufen).

      Nein danke.

      Ich sehe ein, dass die Belästigung für ihre Atemwege, die aus meinem Auspuff kommt, so gering wie möglich gehalten werden muss, ein Menschenrecht auf Bergluft, oder so klar wie über der See, das haben Sie jedoch nicht.

      Das geben Sie nämlich zu, wenn Sie für Rettungs- und Lieferdienste Ausnahmen zulassen wollen. Nur die, die die Renten und Steuern erarbeiten, von denen Sie leben, denen gönnen Sie so eine Ausnahme nicht.

      Für mich ist das nur eines: asozial.

  13. Mille Miglia - herrliche Bilder
    Danke. Muss wieder mal nach Brescia. Wenn das Wetter stimmt, ist alles weit weg.

    Ob es mrin alter Lancia schafft..
    Sonst halt den Diesel..

  14. mehr immer mehr
    Früher, werter Don, früher in den Anfängen dieses Seventastic gaben Sie noch deinen aktuellen Musik Tip dazu.

    Ohne YT-Link als Stichwort „Mein Apparat liefert 210, die Polizei hat nichts gesehen, ich hab Spaß“

    Die politische Diskussion ist meist so einseitig. Verkehr ist böse.
    Wieviel Menschen können leben, können gut leben d a n k Verkehr und Transport und Arbeitsteilung. Vor 200 Jahren arbeiteten 95% in der Landwirtschaft.
    Feinstaub und Stickoxid und Kohlendioxid sind übelst. Palmöl aus subtropischen Plantagen ist bio. So bio, daß es die BW in ihre Flugzeuge schütten muß, um die Ministerin grünzuwaschen.
    Todesursachen werden modellberechnet.

    Die Geschäftemacher der „Deutschen“ „Umwelt“-„Hilfe“ sollen sich zur Unzeit in die Hose machen. Das ist mein frommer Wunsch für heute, aka Fluch.

    • Die Musik gibt es dann zu Weihnachten wieder.

    • Der Danisch hat den Beruf verfehlt:
      Die Deutsche Umwelthilfe hätte er gründen sollen!

    • @Melursus
      Ich erlaube mir, dem o.g. West-Soundtrack von Markus das entsprechend passende Ost-Pendant hinzuzufügen:

      City, Meister aller Klassen.

      Da waren aber der Spaß bei 100 schon vorbei. Aber klar, bei den Straßen damals („ungepflegtes“ Kopfsteinpflaster allerorten)…

  15. Wie immer...
    absolut lesenswert. Neulich sah ich einen dieser 68iger Zeitzeugen
    bei Kommissar Keller ganz umweltbewusst den Wagen am Isarufer waschen. Merke: Regeln gelten nicht für die, die sie aufstellen.Die Zeiten ändern sich, die Arroganz nicht.
    Danke!

  16. Ex Zeitleser
    da ich ein ähnliches Alter habe, muss ich bei ihren treffenden Jugenderinnerungen schmunzeln….

    Ja der Trend weg vom Auto…. aber gerade bei den Vorzeigeumweltbewußtenökos dafür der starke Trend zu vielen Flugzeugmeilen. Kurztrips und v.a. bei der 68 Generation der Kauf eines großen (Luxus)Wohnmobils. Mann gönnt sich ja sonst nix :-) Mindestens ein VW- Bus ab 60.000 €. In meiner Region sitzt ein bekannter Hersteller und in Gaststätten treffe ich öfters Kunden, die voll Vorfreude ihre Mobile abholen. Oft vom Typ Oberregierungs- oder Oberstudienrat i. R.

    Ja es ging schon früher los… als Vorstufe zum Bonanzarad nämlich mit Kettcar (heute Bobbycar). Mann was war ich neidisch auf die Nachbarskinder. Bei mir gab es „nur“ das klassische 3 Gang Herkulesrad! Später dann immerhin Kreidler Florett.

    Einige Freunde, darunter einige grüne Ökofundis bis heute und durchaus vermögend führen 1985 alte Mercedes aus den 70iger, manche einen alten VW Bus, aber fast alle hatten gleichzeitig richtig PS starke Renn-Motorräder in der Garage und für den Winter Crossmaschinen (Maico). Fahrrad fuhr wirklich Niemand, keine S…. Dafür hatte man Aufkleber auf dem Auto (AKW Nein Danke, 80/100 km/h usw. ) Jutetaschen, Stoppt Strauß und andere Anstecker, Camel- oder Adidas-Boots und wie hießen diese Schals nochmal?

    • Palituch.

    • So hieß das:
      Palästinenserfeudel!

    • Flugzeugmeilen
      Und da war noch im VHS-Kurs die Dame um die 50, welche entsetzt über die Umweltauswirkungen der Flüge nach Mallorca war. Ihre eigenen Flüge nach Südamerika waren dagegen in Ordnung, sie dienten schließlich Bildung und kulturellem Austausch.

    • Ich kenne da einen Fall mit Indien.

    • Herr Müller
      Solche gibt es zuhauf. Am liebsten sind mir die marxistisch-feministischen Twitterfurien, die sich ein Kampfpreisticket bei einer Billigfluglinie kaufen, um im Ausland zu schwärmen wie wunderbar wenige weiße Männer es dort gibt.

    • Welche Florett?
      4,2 oder 5,2 PS? Bei uns im Dorf hatte jemand damals schon eine 4-Takt-Honda für Führerschein Klasse 4, echt seiner Zeit voraus.
      Kalchas

    • Ex Zeitleser
      war ein Mokick. ich glaube 4,2 PS. Habe ich im guten original Zustand letztes Jahr einem Kollegen verkauft. Stand seit meiner letzten Ausfahrt 33 Jahre unbenützt in der Garage meiner Eltern. 1975-1885 fuhr man v.a. Herkules (Mofa) Kreidler und Zündapp. Kleinkrafträder gab es so gut wie kaum mehr (Versicherung sehr teuer), das Mofa meines Kumpels fuhr aber deutlich über 60. Nach der Schule/Abi fuhren fast Alle, auch die Ökos nur noch Auto, dazu oft noch ein oder zwei Motorräder (Gerne Enduro + Yamaha FZ 750 mit 100PS), Fahrrad fuhr Niemand, wirklich absolut keine S-u. Ausnahme waren einige, wenige Jungs am Sonntag mit dem Rennrad, das war der verzögerte Didi-Thurau Effekt.

    • 4-Takt
      Die 4-Takt-Honda mit Fs. Klasse IV war die Honda Dax. Und wer die hatte, war ich.

  17. NOx als Opium fürs Volk
    Das mit der Gerontokratie sehe ich auch so. Zwar haben meine Omas nicht so viel, die eine stellt wegen des Altersheims bald Anträge beim Amt, aber die Arroganz von anderen ist wirklich bitter.
    Ich wollte noch einwenden, dass Emissionen ja auch Neugeborenen schaden sollen. Für gewöhnlich zieht man ja deswegen weiter raus, aber dann muss man ja irgendwie wieder in die Stadt rein…
    Wenn ich dann im Ruhrpott mit der Bahn fahre, denke ich mir schon, dass da eigentlich kein Platz mehr für weitere Fahrgäste ist, und dass so mancher ex-Autofahrer es auch hinterfragen wird, dass alle Welt unbedingt nun mal hier sein muss. Ich nenne es den grünen Schuss ins eigene Knie

    • Vor allem...
      …kann ich mir nicht vorstellen, daß die Luft in öffentlichen Verkehrsmitteln der Gesundheit förderlich ist.

    • Als jemand der ziemlich regelmässig 'richtig' lebt, nach Meinung der Grünen,
      und ergo das Angebot des ÖPV Im Ruhrgebiet annimmt, kann ich Ihre Bemerkungen gerne bestätigen.
      Natürlich ist es toll, wenn wir einfach zum Bahnhof gehen können, ohne den Fahrplan zu konsultieren, um in die nächsten Metropolen zu fahren, weil sowieso alle paar 10-Minuten mindestens ein Zug fährt.

      Einige Dinge sind dennoch suboptimal: erstens sind die Züge meistens voll, also oftmals fährt sich nur im Stehen, zweitens sind die meisten Mitreisenden, naja, und drittens sind die vielen Schienen schon so ausgelastet, dass die Vorstellung dass jetzt der gesamte Verkehr von und nach und in Essen umsonst und deshalb ‚öffentlich‘ sein soll, nur als eine reine Tollheit bezeichnet werden kann.
      Lassen wir mal die Interna der Fahrzeuge als Bakterienschleudern in Zeiten der Grippewelle mal ganz aussen vor.

    • Grippewellen sind einer meiner Gründe, im Winter auf's Auto umzusteigen
      Ich fahre seit vielen Jahren familiär bedingt sehr viel Bahn, Straßenbahn und Bus und könnte, wenn ich wollte, jetzt richtig über die öffentlichen bzw. die Bahn abrocken. Zwei Netto-Monatsgehälter gebe ich im Jahr nur für öffentliche Mobilität, die Bahn und Inlandsflüge aus! Da bleiben gelegentliche Horrorstories nicht aus.

      Ich habe schon sehr, sehr viel erlebt, und bin müde geworden, darüber zu berichten. Aber wie Harald Schmidt, ein begeisterter Bahnfahrer, mal vor Jahren in der ‚DB mobil‘ schrieb: Am lautesten lästern die Gelegenheitsfahrer; der abgehärtete Stammkunde hält’s Maul und freut sich, wenn der Zug oder Bus dann doch noch kommt. Und auch ich bin sehr duldsam.

      Nun habe ich jüngst die Gegenbewegung angetreten und mir ein Auto gekauft. Neben anderen Gründen auch, weil ich gesundheitlich die Winter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr mitmachen wollte – zu viele Nieser und Huster (und Husterinnen!), zu kalte Füße an der Bushaltestelle, zu oft durch die kalte Winterluft gerannt, um einen Bus noch zu bekommen. Zu oft erkältet.

      Ich benutze die öffentlichen immer noch extrem oft, auch jetzt im Winter; aber um so mehr freue ich mich, wenn ich mit meinem Auto fahren kann, und möchte es ungern wieder abgeben.

  18. punctum saliens
    Schön auf den Punkt gebracht, was uns 68 beschert hat: Wir haben alles, die andern brauchen nichts.

    Früher gab es zur Bereicherung alle ein bis zwei Generationen eine Hexenverfolgung. Neu ist derzeit, daß die Verfolger von einst die Aufpasser von heute sind. Doch nicht ganz. Den alten Männer geht es an den Kragen. Wir haben statt des antiautoritären Gehabes das #metoo. Es ist das gleiche Muster. Das Opfer wird zum Räuber.

  19. Titel eingeben
    Vielen Dank für den Artikel. Ich finde die Statistiken mit 15%-Radverkehr auch witzig. Denn nie wird zwischen Sommer und Winter unterschieden, obwohl jeder der auch im Winter Rad fährt (ich mache es nur, wenn kein Glatteis ist, da ich dann die Autofahrer, die locker in einen hineinrutschen fürchte) weiß, daß im Winter keiner, im Sommer aber sehr viele – zumindest im flachen und prekären Berlin – fahren. Und ich habe noch kein intelligentes Straßeninfrastukturmanagement gesehen, wo ich Autofahrspruren in Fahrradspuren verwandeln und umgekehrt.
    Sie haben allerdings witzigerweise für Ihre sonstigen Interessen das Internet übersehen. Nägel kommen jetzt aus dem Internet. Leider aber noch nicht als Download mit weitere Folgen von Versorgungs- Zweitreihenparkens- und Entsorgungsverkehr impliziert.

  20. Es ist nicht so hoffnungslos
    Ein altes amerikanisches Sprichwort sagt „Only the good die young“.
    Die Alt68er müssen sich also gar keine Sorgen machen, dass es sie evtl. zu früh erwischt. Gut sind die nämlich nicht, und das Gutmenschentum zählt dafür nicht. Die können also auf ein langes Leben hoffen.

  21. sehr schön
    … so schaugts aus. Ich finde das hier in Stuttgart immer sehr lustig: Sinnlose Feinstaubalarme ausrufen, aber selber die V8-Daimler oder Cayennes in die weite Welt exportieren…

    • Die Welt hat eben noch andere Grenzwerte.

    • Stuttgarter? Dia kennet se vergessa!
      Es tut mir wahnsinnig leid, aber die Stuttgarter haben es nicht anders verdient! Das sind kultur- und geschichtslose Kesselflicker ond Hemmethaeddler – always been, always will!

      Haengen zu 60% vom Auto und drumherum ab und waehlen einen gruenen Buergermeister und einen gruenen MP!

      Auch wenn Kretsche und der Fritz Kuhn persoenlich respektable Leute sind, ist die Mischpoke, die mit denen zusammen an die Macht gekommen ist, eine zweifelhafte und heuchlerische Brut, die genau die Agenda, die sie, Don Alphonso, beschreiben, durchsetzen.

      Das Schlimme ist, das in den anderen Parteien auch mehrheitlich kaputte, verbrauchte Leute rumspringen.

      Das war mal ein Land, das Leute wie einen Spaeth, Rommel Teufel und auch Erhard Eppler als Politiker hatte und jetzt ist Kretschmann die einzige Lichtgestalt? Klar, wenn die CDU nur so Gestalten wie den Moppelus oder den Oeddinger aufbietet, kann man eigentlich gar nicht anders. Die Gruenen dagegen punkten im Suedwesten mit Persoenlichkeiten wie Fritz Kuhn und Boris Palmer – das scheint mir ein aehnliches Phaenomen wie Ihr greener Landrat in Miesbach!

      BW war frueher das „Muschterlaendle“ jetzt ist es nicht mal mehr „s’Laendle“.

      Wenn die jetzt auch noch die Industrie rund ums Auto kaputtmachen, dann koennen die Stuagerter wieder zum ‚Grombiera‘ und Krautkoepf ziehen auf die Fildern pilgern.

      Wohl dem, der dann ein gutes Fahrrad hat.

      Wie sagte mein Grossvater frueher oft: ‚Leit kaufet Kaemm, s’kommet lausige Zeita‘ – wir sind bereits mitten drin und es wird schlimmer.

      ’s isch halt au nemme dees!

    • Schöner Spruch!

  22. ... Sozialmodell Brecht ...
    … die 68er haben nur das nachgelebt, was ihre Helden vorlebten. Wenn der Sozialismus eine Utopie bleibt, kann man die Wohltaten des Kapitalismus umso ungehemmter genießen und damit zugleich nutzen und schlau überwinden. Der Autofetisch war schon immer eine linksgrüne Marotte.

    Brecht zB hat bekanntlich für die Automarke „Steyr“ in den 30er Jahren schamlos zum Preis eines Cabrios gedichtet (Fahrradgedichte von Brecht sind mir nicht bekannt).

    Wir haben:
    Sechs Zylinder und dreißig Pferdekräfte.

    Wir liegen in der Kurve wie Klebestreifen.
    Unser Motor ist:
    Ein denkendes Erz.

    … Wir fahren dich so ohne Erschütterung
    Daß du glaubst, du liegst

    Daß du glaubst, du fährst
    Deines Wagens Schatten.

    Und das Automobil passt ja auch bestens zu deren Lebenseinstellung: #All-for-me und #meetoo. Heute sind das die #Meetoo-Tussis mit neuestem Apple-Notebook.

  23. Danke,
    danke, danke, werter Don, fürs Strampeln.

  24. ‚Belehrungsjournalismus‘
    nun, da warten wir doch mal, ob die gezielte Polarisierung auch zum erwarteten Ergebnis führt, nach der der Durchschnittsleser von 68ern, die Stalin lesen und Daimler fahren wollen liest und dann darüber wütet, dass ihm der linksgrün versiffte Nachwuchs jetzt seinen lackierten Kampfhund an die Leine legen möchte. Zum Glück gibt es ja für genaue Leser (sind nur wenige, ich weiss) aber genügend Fakten, die als gute Gründe herhalten könnten, ob das jetzt aber klappt … ?!

  25. Die 68er...
    ….sind nicht an allem Schuld. Der Dreck kommt von Ihrer (und meiner Generation), den 78ern. Denn wir sind die geburtenstärkste, im Wohlstand aufgewachsene und selbverwirklichungsverliebte Gruppe. Wir sind diejenigen, die jede Mode, jeden Mist aus den letzten 40 Jahren Globalkapitalismus mitgemacht und auch die letzten Winkel der Erde mit unserem Erlebnishunger entzaubert haben. Wir sind die Pop-Generation, die dafür gesorgt hat, dass sich die Anzahl der Motorräder von 1980-85 verdoppelt hat („Ihhsieh Raidaaaah“). Und wir wollen ewig leben – denn wir haben das Geld und die Rentenanwartschaften.

    • Sehen sie, deshalb bin ich rechtzeitig an den Tegernsee gezogen.

    • Wenn all die, die in den Großstädten mit Autos unterwegs sind, aufs Motorrad umstiegen,
      gäbe es nach derzeitiger Rechtslage garantiert keine Fahrverbote. Und Platz wäre in den Städten auch wieder.

    • @Gast 17:51
      Richtig.
      Wenn das D-Verbot kommt, dann fahre ich eben statt mit meinem Euro5+Partikelfilter Diesel nur noch mit meinem 1942er Seitenventil Motorrad in die Innenstadt!

  26. Feinstaub? Ich kenne noch Smog!
    Das Problem an der Diesel-Problematik ist, daß sie kein normaler Mensch versteht.

    Die Deutschen mögen Diesel. Weil Diesel billiger als Sprit ist. Weil Diesel-Autos wenig verbrauchen. Weil Diesel-Motoren als langlebig und robust gelten.

    Auf einmal stimmt das alles nicht? Wegen… Feinstaub? Was ist Feinstaub? Und wieso ist es gefährlich?

    Die Älteren unter uns erinnern sich an dunstige Smog-Glocken über deutschen Großstädten in den 70ern. Und den umtriebigen Wolfgang Menge, der daraus zusammen mit Wolfgang Petersen (!!!) einen Katastrophen-Thriller für das Fernsehen bastelte: „SMOG“.

    Nach den 70ern wurde alles besser, schöner, sauberer. Kein Smog. Und jetzt das Geschiss wegen Feinstaub?

    Versteht keiner.

    • Nicht wegen Feinstaub
      Wegen Stickstoffdioxid Emissionen läuft die jetzige Diskussion, der schädliche Feinstaub( z.B. auch durch Silvesterraketen oder Kaminholz) ist schon wieder überholt und fast vergessen. Verstehe ich auch nicht. Ich fahre gern Fahrrad, ungern Bus und Bahn und sehr gern Auto.

    • Ich mag den Diesel wegen seines Drehmomentes
      bereits knapp oberhalb der Leerlauf- und nicht erst im Hochdrehzahlbereich wie beim Benziner, mit oder ohne Turbo, spielt keine Rolle. Dass er zudem auch noch weniger verbraucht und auch noch billiger ist, angenehme Nebeneffekte, die man gerne mitnimmt.

    • Der TDI war nichts weniger als eine Revolution
      Diesel ist entfesselte Sparsamkeit, Kuchen für alle, mit weniger als 8L bei über 200km/h. Vorher rauschte mindestens das doppelte bis dreifache an teurem Benzin durch, allein schon um den Vergaser zu kühlen… Ich kannte fassungslose Turbo Fahrer, welche einen Golf nicht abhängen konnten…

      AUDI und VW haben dem TDI Diesel den Sprint zum Olymp zu verdanken. Die anderen waren sich erst zu fein dafür. Piech als Ingenieur Gott sei Dank, das die TDI Modelle Ende der 80er dem biederen Käufer die Möglichkeit gaben, ein günstiges Auto mit Spaßpotential und mit für die Produkte aus diesem Konzern unüblich schönen Linien zu erwerben. Alle VW Manager danach waren Verwalter oder sind, wie der Blauäugige, Totengräber.

      Diesel ist real existierender Sozialismus auf der Autobahn. Mit dem Diesel konnte jeder auf die Überholspur. Wen interessiert da der Anteil an Feinstaub, der aus dem Motor kommt. Die Leute mit ihren qualmenden Antifa Wohnmobilen mit Sicherheit nicht.

      Man sagt schon der Versuch den Feinstaub einzudämmen hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Der Staub aus dem Partikelfilter wird immer feiner und wird daher tiefer eingeatmet. Wer weiss was die Adblue genannte Harnsäure jetzt noch dazu beiträgt. Aber nix ist umsonst. Wer spricht z.B. noch von Richtgeschwindigkeit und freier Fahrt für freie Bürger?! Obwohl wir in den sichersten und sparsamsten Autos aller Zeiten fahren…

      Aber egal, warum wollen eigentlich alle gerade in der Stadt leben wenn es da kaum auszuhalten ist?!

    • Die Devise ist dort leben und es dort auf Kosten anderer gut einrichten.

    • Doch. Fragen Sie mal die Massenmedien, Ecki Eckstein. Die verstehen das!
      Gestern, glaube ich, lief bei mir während eines der manchmal sinnentleerten Arbeitsschritte, Phoenix im Hintergrund. Sonst schaue ich das nie, aber derzeit ist die gegenseitige Beharkung der Altparteien teilweise unterhaltsam.

      Und dann kam ein Beitrag über die Luftverschmutzung im Ruhrgebiet. Furchtbar! So ein Kleingärtner, strahlend sonniger Tag, alles paletti, und dann kamen die Aussagen der Betroffenen, der Experten, der Lungenärzte, wie furchtbar der Feinstaub den Bewohnern des Kohlenpotts zusetzt.
      (Verstehen können das am Besten diejenigen, die den *himmelweiten* Unterschied in dieser Region zwischen von vor 40 Jahren und heute erleben konnten. Da ist die Luft wenigstens subjektiv kein Deut schlechter als in anderen Ballungsräumen. Vor 40 Jahren regnete es noch täglich den Russ sichtbar runter.)
      Von Zeit zu Zeit muss offenbar mal wieder so richtig die Panik befeuert werden, damit die Massen nicht von der richtigen Moral abweichen.

      Strohmann, äh, Stroh* wird gebraucht. Wer sagte das sinngemäss noch so: Wir müssen als Regierende der Bevölkerung ständig eine Angst machen, die Leute in Panik versetzen. Sonst bräuchten sie uns als Politiker nicht, müssten uns nicht wählen.

    • @N°5 - Nicht Audi und VW
      Soweit ich mich erinnere, war es FIAT, die den ersten Serien-TDI auf die Straße brachten. Siehe Wikipedia:

      .:_Der_erste_Diesel-Direkteinspritzer

    • Mal kurz den Aluhut aufgesetzt
      Könnte es eventuell auch um Steuern gehen? Meines Wissens ist die Spritsteuer auf Diesel doch deutlich niedriger als die auf Benzin. Wenn man die Dieselfahrer jetzt ins Benzin zwingt: noch mehr Steuereinnahmen und keiner merkt‘s!
      Nur so ne Idee. Aluhut wieder ab.
      Was allerdings aus den ganzen Zustellflotten-Kastenwagen, aus den Werkstattwagen der Handwerker und den 40-Tonner-Liefertrucks, die die Supermärkte anfahren, werden soll, hat sich mir noch nicht erschlossen. Da werden gerade die evtl. erst vor kurzem getätigten Investitionen der freien Wirtschaft im Vorbeifahren vernichtet.

    • Was heißt hier Feinstaub, ws heißt hier NOX
      Es geht schlicht um Macht (Ideologie=Fahrverbote) durchzusetzen. Die (schein-) Begründung ist beliebig. Sobald das Märchen von Diesel als Hauptverursacher des Feinstaub widerlegt war, wurde NOX vor’s Loch geschoben. Wenn NOX widerlegt wird, schieben die Grünlinge ein neues Märchen vor’s Loch.

    • @Uwe Dippel
      Wegen der Luftqualitaet: wenn’s denn nur Russ gewesen waere. Da regnete noch ganz was anderes andauernd runter. Ich kann mich noch erinnern wie’s rund um die Giessereien aussah. Mitten in der Stadt damals.

      Gerade im Ruhrgebiet soll sich auch der eine oder andere seine Staublunge unter Tage geholt haben.

  27. Den Totalitarismus ...
    … vor Hass und Intoleranz förmlich geifernder Gutmenschen kann man sich ja im deutschen Bundestag anschauen.

    Das Auto ist überdies schon längst zur Abschaffung vorgesehen. Parallel dazu ist das Immobilieneigentum dran; die neue Grundsteuer, wenn sie so kommt, ist eine Strafsteuer.

    Aber die Mehrheit wollte es ja genau so. Und hat gewählt. Nach ihrem Durchmarsch durch die Institutionen können die 68er endlich ihre Träume ausleben. Soll sich hinterher, wenn alle gleich geschaltet und gleich arm sind, niemand darüber beschweren, in einer linksgrünen Diktatur unter der Knute von Antifa-Schlägertrupps vegetieren zu müssen.

    • unter der Knute von Antifa-Schlägertrupps vegetieren
      NIEMALS: Ich habe mit 60 noch angefangen Selbstverteidigung zu trainieren. Und ich gehe nicht mehr mit leeren Taschen auf ie Strasse-unter der Knute von Antifa-Schlägertrupps vegetieren. Falls ich nicht gerade in einem Gedränge eingeklemmt bin, wird das für bis zu drei Angreifer echt gesundheitsschädlich.

  28. Spinat
    ist gesund weil er so viel Eisen enthält. Wie wir inzwischen wissen
    war’s ein Kommafehler beim Eisengehalt.

    Akute Todesfälle durch Stickoxide sind, soweit ich weiss, nicht bekannt.
    Man trägt halt alles an Erkrankungen zusammen, was durch das Einatmen
    von Stickoxiden gefördert werden könnte. KÖNNTE!

    Dann werden die Grenzwerte für Stickoxide hin und her geschoben,
    bis x-zehntausende von potentiell möglichen Todesfällen (bei mehrjährigem Aufenthalt am Stuttgarter Neckartor) herauskommen.
    Das ist dann amtlich.

    Es könnte natürlich auch sein, dass man sich getäuscht hat und man das
    Inhalieren von Stickstoff als DIE Therapie bei Atemwegserkrankungen in
    zehn Jahren entdeckt.

    • Kann es sein, dass Sie die zwei verbliebenen Massenmörder verwechseln?
      Stickoxyde sind tatsächlich nicht wirklich gesund.

      Ob Feinstaub, den es seit dem zweiten Tag der Genesis gibt und die Erde umweht, irgend etwas verursacht, da gibt es tatsächlich andere Meinungen zu.
      Da sollte man wissen, dass der Grossteil des Feinstaubes nicht überall menschengemacht ist, und nur zu einem ganz geringen Teil mit motorisiertem Individualverkehr zu tun hat. Ein reines Phantom, das da künstlich von den Volkserziehenden aufgeblasen wird.

    • Ich vertraue natürlich auf den Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags
      Im Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags zum Abgasskandal, der in Kürze veröffentlicht wird, wird die Lage anders eingeschätzt. Darin heißt es: „Epidemiologisch ist ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten NO2-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen“.

    • @Uwe Dippel
      „Da sollte man wissen, dass der Grossteil des Feinstaubes nicht überall menschengemacht ist“. Richtig, und hier ist der wissenschaftliche Beweis dazu (Fraunhofer Institut Dresden):

      Daraus: „Ein großer Teil der gemessenen Feinstaub-Immissionen ist natürlich verursacht und durch den Tagesgang der Sonne geprägt.

      Wie kommt das?

      Die Sonne erwärmt den Boden, warme Luft steigt auf, kühlt ab und sinkt wieder zu Boden. Durch diese „Walze“ wird auch Feinstaub aufgewirbelt, wenn der Boden trocken ist. So lassen sich bis zu 40 Mikrogramm Feinstaub, 50 Mikrogramm ist der Grenzwert, direkt auf die Sonneneinwirkung zurückführen. Dazu kommen noch andere meteorologische Effekte. Extremwerte bei der Feinstaubbelastung entstehen beispielsweise im Winter. Die „Walze“ der untersten Luftschicht hat normalerweise eine Dicke von etwa 2000 Metern. Wenn sich auf diese Luftschicht kalte Luft legt, verdichtet sich die „Walze“ auf 200 oder 300 Meter, entsprechend erhöhen sich dann auch die Feinstaubwerte, die gemessen werden. Diese Inversionswetterlagen sind die Ursache für die extremen Spitzenwerte, da können Sie am Autoverkehr drehen, was sie wollen. Das ist ein ganz natürliches meteorologisches Phänomen.

      Wie groß ist der Anteil des Autoverkehrs dann noch?

      Fünf bis acht Mikrogramm kommen aus dem Autoverkehr. Zwei bis vier Mikrogramm aus Abgasen und dann wirbeln Autos, unabhängig ob mit Diesel oder Benzin angetrieben, ja auch selbst Feinstaub auf. Die Abgasbelastung ist also minimal gegenüber der natürlichen…“

      Zum mitschreiben: 4/5 natürlich, und nur 1/5 technisch bedingt, wobei es kaum einen Unterschied macht, ob Diesel oder Benziner. Ergo: mal wieder eine linksgrün ideologisch aufgeblasene Masche, die jeder technisch-wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Es ist kein Wunder, dass alles linksgrüne Biildung und Wissenschaft verteufelt und bis aufs Blut bekämpft.
      Worauf sie sich aber immer verlassen können, sind Staatsfunk und Einheitsmedien. Artikel wie der verlinkte erscheinen nur in der Lokalpresse.

      Sehr interessant im Übrigen auch seine Ausführrungen zu den Zusammenhängen von Feinstaub vs. Stickoxiden.

    • Die niedlichen Fünkileinichenle dazwischen sind auch eine Stickoxidgeburtstätte.
      Vor allem, weil durch die Fahrzeugbewegung kein (zer)störender Wärmestau entsteht, sondern die endothermen Luftverbrennungsergebnisse unverzüglich abschreckendabgekühlt werden.

      Der von Ihnen visualisierte gesundheitliche Segen kann sicher bald in Anspruch genommen werden, sind doch die Kommunen eifrig dabei, die Innenstädte wieder mit Oberleitungen zuzuschrotten…

  29. Titel eingeben
    zwei Ausfallstrassen zwischen hier und der Schule ohne Ampel zu ueberqueren, ein anderthalbspuriger besserer Wirtschaftsweg ueber den sich morgens dicht an dicht und so schnell wie moeglich aus dem Ort wuehlen: darum, Cousin, fahren die Kleinen nicht mit dem Rad zur Schule und ich mit dem Auto.
    Und dann fehlt irgendwann die Kondition.

    • Natürlich. Aber so ist es halt „sicher“.

    • nicht nur die Kondition leidet
      Daher fallen auch 1/3-1/2 einer Schulklasse bei der Fahrradprüfung durch

      NÜRNBERG – Die Verkehrspolizei schlägt Alarm: Immer weniger Kinder bestehen die Fahrradprüfung. Inzwischen ist es keine Seltenheit mehr, dass die Hälfte einer Klasse durchfällt. Das Phänomen betrifft nicht nur den verkehrsreichen Süden, sondern auch ruhigere Viertel.

      Für wen werden eigentlich die Fahrradstrassen gebaut? Generation App erwartet demnächst ein Leben lang abgeholt zu werden…

    • Manche deutsche Eltern halten Radeln für zu gefährlich und im Islam gilt radeln für Frauen als haram.

  30. 68er
    Aus meinem Herzen und aus meiner Seele gesprochen. Dem Artikel ist mal wieder nichts hinzuzufügen.

  31. Titel eingeben
    Die anderen sollen – ja, darin ist die Generation der 68er groß. Leider lernt die aktuelle nichts daraus.

  32. Luft zum Atmen
    Ich bin zwar nicht so weise wie der Don, doch alt genug um noch mit eigenen Augen gesehen zu haben, dass hinten Briketts rauskamen. Schwaden, Ruß, Gestank bis zum Abwinken… Damals wären Fahrverbote wohl sinnvoller gewesen als heute!

    • Problem: Ich bin nicht weise.

    • Schwaden, die man sieht, Stuttgarter, sind nicht das Problem.
      Die würden die Rußfilter problemlos filtern. Das Problem ist vielmehr, dass die Bürokraten für ein ‚Problem‘, dass angeblich beseitigt werden muss, zwei neue schaffen. Erst soll der Verbrauch runter wegen CO² und ‚Klima‘. Das hat uns den Dieselboom mit den damit verbundenden Feinstaub beschert. Um diesen Ausstoß zu verringern, wurden die Verbrennungstemperaturen erhöht. Diese höheren Verbrennungstenperaturen haben aber erhöhte NOX-Werte als Folge. Um dise Werte zu reduzieren, wurden die Verbrennungstemperaturen mittels Abgasrückführung wieder gesenkt. Das erhöht allerdings wieder den Verbrauch. Wenn jetzt also flächendeckend NOX reduziert wird, werden gerade die deutschen Hersteller die Ziele für den Flottenverbrauch verfehlen. Ich warte schon ganz gespannt darauf, was die Bürokraten sich dann als nächstes ausdenken.

      Was diese ganzen grün-links Verstrahlten nicht wahrhaben wollen, ist die Tatsache, dass der einzige Zustand, der tatsächlich nachhaltig ist, darauf hinausläuft, dass max. 100 Mio Menschen als Jäger und Sammler die Erde bevölkern.

    • 99 Millionen Linksgrüne, das entspricht tatsächlich in etwa der Wählerschaft Corbyns, der Grünen, und Hillarys, und eine Million Avocadopflücker in Peru.

      Wieso sollte die Welt anders sein?

    • Werter Deresschonimmerwusste,
      der einzige Landtagsabgeornete, mit dem ich je per Du war, war damals ein Grüner aus Baden-Würtemberg. Wir waren damals auf Cheflehrgang (für Reservisten) in Hammelburg. Bei ein paar Hammelburger (deutlich säuerlich, aber ich hatte nie einen Kopf danach) kamen wir auch auf Politik zu sprechen. Zu meinen damaligen Worten stehe ich auch heute noch: Ihr Grünen wollt das Paradies auf Erden und vergeßt dabei, daß im Paradies nur zwei Menschen lebten – und die waren arbeitslos.
      MfG
      Alfred Haas

  33. Diese ignorante Mutter...
    … ist vorhin 36 km bei Eiseskälte mit dem Dieselross gefahren, um ihr jüngstes Kind von der Schule abzuholen, im Supermarkt für eine Großfamilie einzukaufen und anschließend den Müll (Pardon, die Wertstoffe), die eine Großfamilie in einer Woche produziert, wohlsortiert am Wertstoffhof abzugeben. So macht man das eben im ländlichen Bayern. Das schafft keiner mehr mit dem Rad. Wer für die Abschaffung des (Zweit-)wagens ist, ist wahrscheinlich städtischer Single. Ganz bestimmt zieht er keine fünf Kinder in der Provinz groß. Aber das ist ja auch gar nicht mehr gewünscht und passt so gar nicht in den Trend der Zeit.
    Im Frühling wollten wir eigentlich mit dem Dieselross nach Stuttgart in den Zoo, weil der Jüngste zur Zeit ganz vernarrt in Pinguine ist. Wenn uns Stuttgart nicht mehr hinein lässt, müssen wir eben in den Nürnberger Zoo. Und wenn uns Nürnberg wegen des Diesels nicht mehr haben will, muss sich der Kleine seine Pinguine eben weiter im Internet ansehen. Keinesfalls aber werden wir unseren erst zwei Jahre alten schönen Touareg verkaufen, nur weil uns irgendwelche Spinner nicht mehr damit in die Stadt lassen wollen. Die Einsparung an Feinstaub wird enorm sein, wenn wir auf unseren Zoobesuch verzichten. Welt gerettet, Auftrag erfüllt.

    • Da würde der Berliner sagen: In die Kita stecken, fertig.

    • Bitte
      schreiben Sie nicht „Dieselross“, wenn Sie nicht auch den Ackerschlepper dieses Namens meinen.

    • Werte Frau Cassandra,
      wenn Sie Dunkeldeutschland nicht stört, im Straubinger Zoo gibt es auch Pinguine und hier werden Sie als SUV-Fahrerin auch nicht diskriminiert.
      Näheres über Yahoo: Straubing Zoo Pinguine.

      MfG
      Alred Haas

    • Pinguine
      Wildtiere in Gefangenschaft zu halten, ist sowas von N…
      Also wirklich!

    • Wildschweine wurden erst in Gefangenschaft zu Hausschweinen
      Wenn Sie lebende Pinguine sehen wollen, gehen Sie in einen Zoo oder fliegen dorthin, wo sie in Freiheit leben.
      Ich denke, Airbus würde liebend gerne ein paar hundert A380 zusätzlich verkaufen.
      MfG
      Alfred Haas

    • Das war nicht so ernst gemeint
      Wie man weiss, leben Wildtiere i.d.R. länger als in freier Wildbahn.
      Ich habe gar nichts gegen Zoos.

  34. Lieber Don,
    Ich will nicht lügen, fürs Radfahren kann ich mich bei diesem Wetter nicht begeistern. Allerdings sitze ich alter weißer Mann ganz gut hier in keinem Zuhause, fünf Gehminuten von der U-Bahn Station und drei Haktestellen vom Münchner Zentrum entfernt, dazu vorne an der Straße drei Bushaltestellen.
    Vom Supermarkt bis zum Wochenmarkt kann ich hier alles leicht zu Fuß erreichen, es gibt nette Obst-und Gemüsestände und kleine Läden.

    Mir fehlt es also an nichts, obwohl ich kein Auto habe, und das unterscheidet mich von der nichtmotorisierten Aufschreidame im Berliner Mini-Apartment, die neulich auf Twitter fragte, wie lange ihre Durststrecke denn noch dauern solle.

    Vielleicht habe ich einfach Glück, auch wenn ich unter der Münchner Dunsthaube lebe. Aber ich sehe die Dinge auch differenziert. Manchmal beneide ich die naive Weltanschauung von Leuten, die sagen „Autos weg, dann gehts allen besser”, oder „es kommen immer noch Flüchtlinge, und niemandem wurde etwas weggenommen”. Scheinbar wirkt die Mietpreisbremse wenigstens im Elfenbeinturm.

    • Sie können ja mit der BOB an den Tegernsee.

      Diese Leute, die nicht weiter als bis zum Putz an ihrer Wand denken und glauben, alle müssten genauso sein, die liebe ich auch heiss und innig, die Mieten sind halt die Klugheitssteuern.

    • Gestern
      Gestern schaue ich kurz bei Twitter rein, und was sehe ich? #esreicht
      Kurz auf den Hashtag geklickt, das schien ganz klassisches Astroturfing zu sein, Herr Meisner und einige andere waren mit dabei.

      Da hätte man mal eine Diskussion anstoßen können über Flüchtlinge, Flüchtlingshilfe und Sozialpolitik, dann kommt von irgendwo so eine Aktion daher. Zufälle gibts!

  35. Saugstudie
    DA: „Wie Sie vielleicht wissen, habe ich neben Rädern auch noch ein Automobil, so eines flaches, breites Ding, das man öffnen kann und bei 250 km/h abgeriegelt werden muss.“

    Abgeriegelt? Aber ja, natürlich! Sonst drückt der Luftinnendruck des Fahrzeugs den Fahrer ja durch die Seitentür… ;-)

    • Die Geschwindigkeit wird begrenzt.

    • Das heißt abgeregelt, Don, abgeregelt.
      Machen die aber freiwillig, ist keine Pflicht. Der andere Stuttgarter Hersteller verzichtet bewusst darauf.

    • Der Don mit seinem Daimler
      Zur Abregelung genügt es, wenn ein Kaugummi auf der Straße liegt.
      So schauts aus, ein schwachbrüstiges 6-Zylinderchen zieht den Don.

      Da kannst vielleicht die Leopoldstraße auf-und abfahren, wirst aber da schon mitleidiges Lächeln ernten. In unserm Dorf beginnt der Mensch beim V8.

    • Mehr Beschleunigung
      und weniger Top-Speed hätte ich den abgeregelten Kisten angedeihen lassen. Oder mehr Spoiler. Nicht ganz so schick am SLK, aber wenns der Speed nötig macht… Der alte 200er läßt sich als Schalter aber auch ganz passabel fortbewegen. Und ist im Top Speed weit entfernt von abgeregelten Regionen. Der wahre Tempo-Spaß fängt sowieso erst jenseits davon an ;) Bedauere den gerade erst selbst vollzogenen Downshift keineswegs :)

  36. Titel eingeben
    Gut gerüllt, Löwe!
    Nur das mit der anerkennenden Blicken finde ich unverständlich. Von mir bekommen sie jedenfalls das Gegenteil von anerkennenden Blicken, diese breitärschigen SUVs, röhrenden Radwegparker, Wegdrängler und Huper. Wobei auffällt, dass in den dicksten Autos in Frankfurt inzwischen meistens junge Männer mit Migrationshintergrund sitzen, die ihren Untersatz als stark aufwertend empfinden und fahrradfahrende Frauen für Verkehrshindernisse halten, die ihnen Respekt schuldig sind.

    Aber ich erinnere mich auch an einen Aufenthalt in Prien mit durchrasendem Dauerverkehr, der die Atmosphäre des Städtchens vernichtet. Bayern ist eben nicht nur so schön wie auf Ihren Fotos, Bayern ist auch „Hindafing“ (Diese Satire-Serie, mit kaltem Licht, fieser Kameraführung und dem sehr zutreffenden Fazit: Mindestlohn, das ist die Zukunft.)

    Ja, es gab eine Zeit, da war das Auto Freiheit. Das berauschende Gefühl, die Heimatstadt im Rückspiegel schrumpfen zu sehen und ins Neue aufzubrechen war typisch für die Generation der siebziger Jahre. Damals konnte man seine Traumziele noch mit dem Auto erreichen und Umweltschutz war kein Thema. Heute fliegen die Jungen nach Vietnam und Bali oder sind mal eben für zwei Monate in Australien. Das Auto wird nur noch zum Pendeln benötigt. Ich wäre dankbar für weniger Kfz-Verkehr in der Stadt. Solang die Straße nicht vereist ist, kann man sehr gut im Winter fahren. Sogar mit Stiefeln mit hohem Absatz und ohne Profiradler-Anspruch.

    • Schöner Beweis für abnehmende Lesekompetenz ;-(
      Der Don schrieb von einem „so eines flaches, breites Ding, das man öffnen kann“ Aber schön, wenn man überall „breitärschige SUV“ sieht, die alle ausländische Kennzeichen haben, weil das KBA die einfach nicht registriert.

    • Ja, es gab eine Zeit, da war das Auto Freiheit.
      Es ist immer noch Freiheit, nämlich die Möglichkeit, unter Mitnahme eines Fahrrades aus den Ballungsgebieten auszubrechen, um z.B. im schönen Lothringen ausgedehnte Radtouren zu machen, dort, wo wenig Menschen leben, Die Natur noch Natur ist, die Straßen und Radwege in recht gutem Zustand sind und die Luft noch richtig nach Land riecht (Kühe stehen noch auf der Weide). Und es gibt Seen, in denen man schwimmen kann, an manchen Tagen hat man so einen See ganz für sich allein, während man sich bei uns gegenseitig auf die Füße tritt. In Frankreich bekommt das Wort Liberté für Radler eine ganz neue Bedeutung. Allerdings sollte man nie ohne Flick- und Verbandzeug, GPS-Gerät und 2! Handys unterwegs sein, denn wenn es einen auf einem Waldweg schmeißt kann es sein, daß man da Tage liegt, bis man gefunden wird.

    • Durch Prien durchrasen?
      Als ich das letzte Mal in Prien war, kam am anderen Ende der Chiemsee.
      Wer da „durchrast“, muss U-Boot-Kapitän sein und auch Prien heissen.

  37. Vielstoffmotoren sowie der öffentliche Nahverkehr und Mobiltelefone
    Zunächst eine kleine Berichtigung. Das MTU-Triebwerk des Leopard 2 ist als Vielstoffmotor ausgelegt. Nicht nur Diesel sondern auch Benzin, Verdünnung, Alkohol, Kerosin, Schweröl, Pflanzenöle, Paraffin und für gewisse Zeit wohl auch Wachs oder Rohöl sollten funktionieren. Ob dann die türkischen Soldaten bleibende Schäden durch Feinstaub oder Stickoxide davontragen, kann ich als ehemaliger Panzerkommandant der 4. Kompanie des Panzerbataillons 24 aus Braunschweig leider nicht sagen.

    Außer dem Fahrrad, wie Sie, liebe ich in Deutschland auch den öffentlichen Nahverkehr. Und dies hauptsächlich wegen der Möglichkeit zu belauschen, worüber gewöhnliche Menschen so reden. Ein Bus oder eine Straßenbahn sind wie eine Bar oder eine Kneipe ohne die häufig anzutreffende latente Aggression. Und mit den Autos ist es eben so wie mit den Mobiltelefonen. Sie waren in Ordnung, als sie ein Vorrecht für die wenigen waren (und es machte mir nichts aus, nicht einer der wenigen zu sein). Aber sobald alle eins bekamen, oder in manchen Fällen mehr als eins, fing der Albtraum an.

    • Danke, als Zivilist habe ich davn natürlich Null Ahnung, ich würde beim Gewehr nicht mal wissen, wo hinten und vorne ist.

    • Also Bus oder Strassenbahn ohne "latente Agressionen" ?
      Wohl recht lange nicht mehr mit so einem Gefährt unterwegs gewesen ;-)

    • Smartphones..
      Meine Frau, die jeden Morgen mit S-Bahn und Straßenbahn zur Arbeit fährt, sagte mir, daß es mit den Jahren ruhiger geworden ist. Jeder spielt mit seinem Smartphone. Ein Vorteil für den, der nicht schon früh am Morgen unsinniges Gequassele verträgt.
      Betrifft mich nicht, ich fahre schon seit jahren mit dem Rad zur Arbeit.

    • @Ulrich Dust
      Nun ja, das mag vom Ort abhängen. Ich bin auch nur circa zwei Monate im Jahr in Deutschland. Aber dann fast ausschließlich nur Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel. Die Restkommunikation Jugendlicher bei gleichzeitiger Smartphonebenutzung wäre weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen wert.

    • Gewehre von vorn und hinten
      Lieber Don, waren unter Ihren Ahnen nicht passionierte Jäger? Haben Sie nicht ein mal mit Ihrem Großvater den Drilling zerlegt und wieder zusammengesetzt?

      Ich hatte wie Kuddel-Thies zu Guttenberg die Ehre, mit der Entlassung zum Unteroffizier befördert zu werden. 30 Jahre her. Aber wenn ich jetzt auf Youtube nach „Leopard 2 Türkei Syrien“ suche und mir dann die Videos anschaue. Irgend etwas ist komplett schiefgelaufen.

    • Nein, ich habe es nicht mit Schusswaffen.

    • militärisches Wissen
      < ich würde beim Gewehr nicht mal wissen, wo hinten und vorne ist.

      Das lernt man schnell ..

      GH

  38. NOx-Kommentar aus dem Ärzteblatt
    Dr. S. Gruener:

    „Die Luft in den Innenstädten wird seit Jahren sauberer, die Lebenszeit der Menschen erhöht sich:
    Laut Umweltbundesamt ist die NOX-Gesamtbelastung zwischen 1990 und 2014 von 3 Millionen Tonnen auf ungefähr 1,3 Millionen Tonnen (um nahezu 60 Prozent!) zurückgegangen. Das Frauenhofer Institut stellte bereits 2010 fest, dass die Umweltzonen …..“ nicht nur wirkungslos für die Belastung durch Feinstaub, sondern auch durch Stickstoffdioxid“ sind und die Umweltzonen sogar eine Senkung der Stickstoffdioxidemissionen verhindern. (Fraunhofer-Institut: Zielkonflikt zwischen Feinstaubminderung und Stickstoffdioxidreduzierung, 2010).

    Die derzeit gültige Plakettenregelung der Umweltzonen führt sogar zu einem höheren Stickstoffdioxid (NO2) Ausstoß. Durch eine höhere Motortemperatur verringert sich zwar der Ausstoß von Feinstaub, indem der Kraftstoff besser verbrannt wird, jedoch verbrennt durch die höhere Motortemperatur auch mehr Stickstoff und damit erhöhen sich die Stickoxidwerte im Abgas.
    Es ist also ein antagonistischer Widerspruch, Feinstaub und Stickoxidwerte durch eine geschickte Motorsteuerung gleichzeitig reduzieren zu wollen. (Gutachtens des Fraunhoferinstituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IV im Auftrag der IHK Ulm).

    In einer uns vorliegenden Mail hat das Frauenhofer Institut diese Aussage erneut bekräftig: Es macht keinen Sinn Fahrzeuge auszusperren, deren tatsächlicher Ausstoß unbekannt ist. Ebenso wird dort bestätigt, dass sich – anders als in Osnabrück praktiziert – eine Verkehrsverflüssigung nachweislich positiver auf alle Schadstoffe (inklusive CO2) auswirken:

    Die Fraunhofer-Stiftung sieht ein höheres Umweltschutz-Potenzial darin, für besseren Verkehrsfluss innerhalb der Großstädte zu sorgen. Bei flüssigem Verkehr sei der Stickstoffdioxidausstoß je nach Straßentyp und Geschwindigkeit um 29 bis 55 Prozent geringer, als bei „Stopp & Go“.

    Bemerkenswert ist hier ebenso, dass ältere und teilweise sogar Euro5-Fahrzeuge nach aktuellem Stand sogar weniger emittieren als Neufahrzeuge mit Euro 6.
    Ebenso würde ein generelles 30 km/h – Tempolimit in der Stadt sehr viel mehr Schadstoffe verursachen, da die optimale Auslegung der Motoren bei 50 und 120 Kilometer pro Stunde anliegt.

    Völlig unverständlicherweise werden Jahresdurchschnittsgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40µg/m³ im Straßenverkehr als Grenzwert festgelegt, obwohl die Grenzwerte von Schadstoffen in Innenräumen weitaus großzügiger betrachtet werden und der Mensch sich zu 70-80 Prozent des Tages in Räumen aufhält.
    Höchst offiziell sind am deutschen Arbeitsplatz für Beschäftigte laut Bundesgesundheitsblatt 950 Mikrogramm pro Kubikmeter Innenraumluft als „Maximale Arbeitsplatz-Konzentration“ (MAK) erlaubt. Also gut 20 Mal so hoch wie für Stickstoffdioxid auf Straßen – und zwar acht Stunden täglich und 40 in der Woche.

    Darüber hinaus bewies eine groß angelegte Langzeitstudie durch das HealthEffect Institute, Boston (HEI 2015) an Ratten durch Inhalation von Dieselabgasen eines EURO 5 Motors mit Partikelfilter, dass Auswirkungen auf die Lunge durch Partikel nicht nachweisbar waren. Leichte Reizungen der Atemwege traten erst bei einer NO2-Konzentration von etwa 8000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auf.
    Sogar Stickstoffdioxidkonzentrationen von 2000 µg/m3, die den Emissionen eines EURO 5 Dieselmotors entsprechen, hätten keine nachteiligen Wirkungen in den Lungen der Versuchstiere ausgelöst.“

    Die Frage, die sich stellt, ist folglich:

    Wer hat ein Interesse daran, den Dieselmotor abzuschaffen?

    • Die Grünen, die nach der Energiewende kein Panikthema mehr haben. Ausserdem, wenn da mit Fakten argumentiert wird, was sollen die dann noch sagen?

    • Wem nützt‘s?
      Angeblich wird die DUH massiv von Toyota unterstützt…

    • Ja aber die ARD
      brachte gestern zu bester Tageschau Praimtaim, dass sogar schon 10 statt 40 (was auch immer physikalische Einheit) gesundheitsschädlich sind. Ein NOX-Nerd im Labor bestätigte. Und damit auch auf dem schönen Land Verderben droht. Eine andere Sicht der Dinge wurde nicht ausgestrahlt. Was Sie da sagen, muss also falsch sein.

    • Naja, wenn es die ARD bringt…

    • @ Herr Kaiser
      Die Tagesschau ist aber auch nur noch einen „Faktenfinder” entfernt vom Bento oder Buzzfeed Niveau.

    • Wer hat ein Interesse, den Dieselmotor abzuschaffen:
      alle Investoren, die in Rohstoffe und Energie investieren: Für E-Autos werden Unmengen an Akkus und Kupfer gebraucht, die nicht nur zur Herstellung extrem energieaufwändig sind. Der Gesamtwirkungsgrad der zur Fortbewegung notwendigen Energie ist durch die mehrfachen Energieumwandlungen und den Energietransport so schlecht, dass wir die zur Energiebereitstellung notwendigen Dreckschleudern ziemlich weit weg betreiben lassen müssen, damit die Wolke nicht bis zu uns reicht.

      Außerdem haben die Autohersteller ein prima Argument, warum ich schon wieder einen neuen Blechhaufen kaufen muss, obwohl der alte noch längst nicht verkehrsunsicher ist. Ich denke, die deutschen Autobauer haben schon längst über ihre Lobbyisten mit den Fraktionen einen abgeglichenen Zeitplan ausgehandelt, mit dem der Diesel genau dann für den Privatgebrauch nicht mehr nutzbar sein wird, wenn DB, BMW und VW ihre E-Antriebe serienreif haben.

      Das deutsche Großgewerbe wird den Diesel nachwie vor nutzen dürfen. Kleinunternehmer und Freiberufler haben im Bundestag auch keine Lobby: also werden auch sie umstellen müssen. Vielen geht es nicht so gut, dass sie sich mehrere Autos leisten können. Wer nur das Auge in größeren Städten und in blühenden Landschaften hat, sollte vielleicht mal anstelle durch die Toscana oder Südtirol mit dem Rad durch die deutsche Provinz strampeln.

    • and the band plays on ... @ikkyu
      Danke für diese Zusammenstellung

      Das irre ist ja, jeder kann die Information finden und verarbeiten.

      Den „Diskurs“ (wie ich dieses Wort hasse) bringt das trotzdem nicht weiter, kein Fortschritt in der Erkenntnis, keine Fortentwicklung, kein Garnichts.

      Die Sockenpuppen in den Medien und Politik drehen trotzdem unbeirrt noch eine Runde mit derselben Messsage …. und noch eine Runde ….und noch eine Runde….

      Und in den Ministerien sollten genug Leute sitzen deren Job es ist genau solche offensichtlichen Unstimmigkeiten etwas mit einzubeziehen, oder halt nochmal ein paar tausend Ratten mit dieselabgasen malträtieren, um wirklich ZU WISSEN was bei wieviel passiert.

      Ich war baff erstaunt als die Bundesanstalt für Geowissenschaften das Fracking als unbedenklich eingestuft hat, soviel Sachverstand in einer politischen Behörde – das ist man nicht mehr gewohnt.

      Solange man jeden Tag seine Pet Flasche in „Trittins Rache“ schiebt und die Eiskugel mehr (TM Trittin) für Windmüller und Solarbarone auf der Stromrechnung scheinbar nicht juckt, kann die Jagd nach der ökologischen Seligkeit ja weitegehen.

      Es scheint jedoch nun der Punkt in Reichweite zu sein an dem das System Ökologismus gegen Ratio verstößt und der prognostizerte Nutzen in keinem Verhältnis mehr zum realen Schaden steht

    • Ich finde
      diese vernunftbasierten Äußerungen unerträglich.
      Können wir nicht einfach gut sein?

    • @ikkyu
      Das Thema Verflüssigung geht mir auch immer wieder durch den Kopf, wenn man sieht wie die Strassen zu Nadelöhren umgebaut werden…

      Wie heisst ihre Institution, welche so interessante Forschungsergebnisse zu berücksichtigen versucht?

      Wer ist überhaupt noch ernstzunehmender Ansprechpartner für die Sorgen von Autofahrern?

  39. Grüne Ministerin
    Gab es da nicht eine NRW-Umweltministerin, die im letzten dortigen Landtagswahlkampf sich mit ihrer Limousine zu einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei (B90’Grüne) hat fahren lassen, nur um kurz in einer Nebenstraße das Fahrzeug zu wechseln und in ein Elektroauto zu steigen? Bigotter kann man es nicht inszenieren.

    • Ja, aber das wurde ja auch logisch be-grün-det.

    • Ich glaube,
      es war die Schulministerin von NRW Löns.

      Nun ja, man sieht ja das exorbitant gute Ergebnis ihrer Arbeit als Ministerin in NRW.

    • Frau Löhrmann
      Fast. Diese (handv)erlesene Grünin trug den Namen Löhrmann, Sylvia Löhrmann, eine Dame, die außer ihren Parteigenoss*Innenx niemand auch nur eine Sekunde vermissen dürfte.

  40. Was die Alten sangen
    Auch wenn Sie Ihren Schaffungsprozess gern als „plaudern“ bezeichnen: Dieser Text ist als Literatur zum Niederknieen.
    Inhaltlich sehe ich es anders. In unserer, etwas größeren und nach eigenem Bekunden „schlauen“ Stadt ist es in vielen Strassen wegen der geparkten Automobile so eng, dass im Ernstfall die Feuerwehr nicht mehr durchkommt. Und „Feinstaub“ haben wir auch. Die „Älteren“ aus Stadt und Land fordern dennoch allüberall zügige Durchfahrt und problemloses Parken, während die „Jüngeren“ vor allem für die Fahrräder kämpfen.
    Vielleicht sollten wir einige Ihrer „überschüssigen“ Radschätzchen mal hierher importieren :-))

    • Danke.

      Generell denke ich, dass es doch eigentlich kein Problem sein sollte, mehr zu radeln. Das bringt wirklich keinen um.

    • Vielen Dank für den Text!
      Aber: Ich habe keine Lust im Jahr 30000 km zu radeln. :-)

      Irgendeiner muss den ganzen Spass bezahlen. Also fahr ich Diesel oder fliege (die Bahn scheidet wegeh Gepäck, Pünktlichkeit und Pofalla fast aus) und kann Steuern zahlen.


    • „Generell denke ich, dass es doch eigentlich kein Problem sein sollte, mehr zu radeln. Das bringt wirklich keinen um.“

      Najaaa…bin ein Jahr lang täglich zur Uni geradelt und habe mich so oft selbstverschuldet, zum Glück nie auf der Straße, hingelegt, dass ich mich bei Fortführung des Experiments irgendwann sicher hinwegdarwinisiert hätte. Es gibt eben auch Unfähige, die gern überleben möchten.

    • „Das bringt wirklich keinen um“
      @Don Alphonso, 23. Februar 2018, 17:02 Uhr

      Manchen schon. Bei bergigem Landschaftsprofil wechselt man beim Radfahren ständig zwischen schweißtreibenden Anstiegen und Talstrecken, auf denen man es dann anstrengungslos rollen lässt. Erst Schweiß, dann auskühlende Zugluft, das sorgt für häufigere Erkältungen und bei manchem, darunter dem Schreiber dieses, verwandeln sich solche recht verlässlich in dreiwöchige bakterielle Bronchitiden.

      Ich habe es ausprobiert und war zu dem Zeitpunkt übrigens im Schnitt über 70 Kilometer pro Woche auf Wanderungen, bei denen ich selbst von (sommerlichen) Wolkenbrüchen nicht ernstlich tangiert wurde. (Es geht also nicht um bloße Stuben­hocker­­weh­weh­chen.) Beim Wandern kann man nämlich zumindest im Mittelgebirge den eigenen Schritt auf konstante Körperleistung einpegeln. Was man also durch Luftzug an Wärme verliert, wird dann von innen zuverlässig nachgeheizt; Schweiß oder sogar Wasser in den Stiefeln nach etwas miss­lungenen Bachquerungen sind dann thermisch kein Problem. Sogenannte Funktionskleidung war übrigens auch keine taugliche Abhilfe gegen diese zu bergige Leistungskurve, sie erlaubte für mein Wärmebedürfnis stets zuviel an Durchzug.

    • Wandern ist natürlich auch schön und es gibt schon Gründe, warum man in Siena kaum Räder sieht. Aber radeln ist halt eine gute Kombinatiin aus eigener Kreft und Geschwindigkeit.

    • @Don:
      Sollte kein Problem sein, mehr zu radeln? Im Prinzip nicht, habe ich auch frueher (in des Dussels Dorf) oft getan – zur Arbeit, zum Einkauf …

      Leider fehlt mir momentan ein Radweg auf der einen entscheidenden Bruecke in die Stadt… das entsprechende Prestigeprojekt ist nach kurzem medialen Strohfeuer wieder in der Versenkung verschwunden, nachdem die verantwortliche Baufirma mal die Kalkulation genauer ueberprueft hat.

      Aber wir planen auch seit 50 Jahren an einer zweiten Bruecke…

  41. EU-induzierter Politzirkus
    Das kommt davon, wenn ein Industrieland wie D Gesetzgebungskompetenz an eine nicht demokratisch legitimierte EU-Kommission und eine ideologisch besetzten EU-Parlament abgibt. Die Grenzwerte für Stickoxyde in der Umwelt sind an den Haaren herbeigezogen, ohne irgendeine wissenschaftliche Begründung (man lese mal den Originaltext der WHO), und unter der Prämisse „die Industrie muss halt machen“ definiert. Wie bei den Verbrauchsvorgaben für PKW hat niemand hat darüber nachgedacht, ob etwas überhaupt machbar und /oder bezahlbar ist. Gleiches gibt es auf dem Gebiet der Regulierung von Chemikalien. Die Verbraucher werden sich wundern, welche nützlichen Produkte in nächster Zeit so vom Markt genommen werden müssen, weil ein Mitgliedsland der EU der Meinung ist, das eine darin enthaltene Chemikalie eine spezifische Kennzeichnung braucht. Ob die Nutzung ein tatsächliches Problem ist wird nicht hinterfragt, jedes Argument wird mit Ideologie und NGO-Geschrei niedergemacht. Null-Risiken werden noch weiter auf Null reduziert. Die Deutschen sind schon ein komisches Volk.

    • Ja, und sie werden sich noch wundern, wenn die die Geldströme versiegen. Von Genderprofessoren kann man allein schon aus Rechtsgründen nicht abbeissen.

    • EU und Dexit
      die EU arbeitet mit Hochdruck an der Erweiterung am Rand und der Aushöhlung im Inneren. Man wird den Eindruck nicht los, dass Deutschland ständig zahlen soll und gleichzeitig werden immer mehr Knüppel zwischen die deutschen Beine geworfen. Und unsere, dem Wohle des deutschen Volkes verbunden sein sollende Politiker wollen alles, bis hin zum Krawattenknoten, europäisch lösen. Das ist echt mittlerweile ein Drama.

      Demnächst solle es einen Datenschutzbeauftragten für die Vereine geben Während face-book sich aus dem Adressbuch eines jeden smartphones bedienen kann. Das ist genauso schwachsinnig, wie die Verordnungen zum Diesel. Allerdings habe ich nie verstanden, warum die Autoindustrie kein bessere Lösung anzubieten hatte, als Schummelsoftware.

    • Zu "Regulierung von Chemikalien"
      da hätte ich was von mir:

      Wird noch lustig werden….

      bombjack

    • ...wenn die Geldströme versagaen
      Text eingeben

  42. Es gibt keine alten 68er, denn eine Lebenseinstellung altert nicht.
    Auch führen 68er keine Kriege, was generell völlig abwegig ist, gegen die Jugend, sondern sie sind hoch erfreut, sich heute in Teilen der Jugend durchaus wiedererkennen zu können. Eigentlich fehlte nur noch das hier so beliebte Linkenbashing im Beitrag, um die Sache rund zu machen.

    Richtig ist, der Wunsch nach Mobilität und nach Erkundung der Welt wurde in jener Zeit durch die allgemeine Motorisierung kräftig unterstützt. Das war Freiheit, wie sie nie zuvor für breite Schichten der Bevölkerung existierte. Und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten wurden von allen genutzt, nicht nur von den 68ern.

    Das Problem der Luftverschmutzung derart einseitig auf den Diesel abzuladen, ist so absurd wie falsch. Direkteinspritzende Benziner sind keinen Deut besser als die Diesel, alle Verbrenner haben ihre Vor- und Nachteile. Und ob die Grenzwerte nicht doch nur rein willkürlich gewählt sind, scheint doch mindestens so fraglich, wie die Luftverbesserung bei Wegfall aller Diesel. Denn es gibt ja durchaus noch Luftverschmutzer anderer Art. So ist es in meinen Augen müßig, angesichts des absehbaren Endes aller Verbrennungsmotoren im Bereich allgemeiner Mobilität, hier ins Detail zu gehen.

    Die Inflation der Plaketten und Grenzwerte sowie der damit verbundene Verlust des Vertrauensschutzes in die Mobilitätsinvestitionen halte ich dagegen für sehr bedenkenswert. Den politisch geförderten Betrug der Automobilhersteller an den Bürgern sehe ich als geradezu dramatisch an. Warum soll der Bürger ausbaden, was Politik und Wirtschaft in krimineller Art und Weise verbrochen haben? Wo bleiben Rechtsschutz und Investitionsschutz für den Bürger?

    Die Bürger haben neben dem vielleicht möglichen Gesundheitsschaden auch noch den finanziellen Schaden. Kein 68er und auch kein Linker wird so etwas jemals gutheißen. Wer also hat wirklich ein Interesse daran?

    Nun, die Automobilindustrie kann nach derzeitiger Lage ein Interesse daran haben, kurbelt die Verteufelung des Diesel doch ihr Geschäft an, zwingt sie die Bürger ja zum Kauf neuer Fahrzeuge. Auch die Hersteller alternativer Antriebe dürften davon profitieren. Und die Umweltaktivisten dürften sich über dieses Dauerbrennerthema mehr als freuen, sichert es doch ihre Existenz. Oder, ganz allgemein, die Wirtschaft freut sich doch insgeheim und insgesamt über diese unverhoffte Subvention.

    Die Wirtschaft genießt Investitionsschutz, sogar teilweise ausdrücklich gesetzlich garantiert, der Bürger jedoch nicht. Und das zeigt wieder einmal mehr, was von dieser Demokratie zu halten ist.

    • Ich kenne eigentlich kaum jemand, der sich dafür begeistert, für diesen Komplex etliche tausend oder zehntausend Euro auszugeben. Letztlich proftiert da nur die AfD im ländlichen Raum.

    • Wieso im ländlichen Raum, werter Don?
      Ich lebe im ländlichen Raum, und hier drohen nirgendwo Fahrverbote. Die meisten Haushalte hier haben mehr als ein Auto. Und eins davon ist meistens ein Benziner, für den Fall, dass man die Fahrt in die Großstadt unbedingt auf einen Tag mit dortigem Fahrverbot legen muss.

    • @ Otto Meier
      „Kein 68er und auch kein Linker wird so etwas jemals gutheißen. Wer also hat wirklich ein Interesse daran?“

      Cui bono?

      Den Grünen.

      Die waren schon immer gegen Individualverkehr und nutzen jeden Hebel, diesen über den Geldbeutel zu begrenzen.
      1998 noch direkt „5 Mark für den Liter Sprit“ (als Diesel 1,20 gekostet hat) und seitdem intelligenter über Normen aus Brüssel. Bis hin zum propagieren der (sauteuren) Elektromobiltät („Verbrennerverbot 2030“).
      Deswegen ist denen auch die CO2 Bilanz ihres Tuns auch egal, denn die beste CO2 Bilanz hat immer noch das Auto, was so lange wie möglich gefahren wird…

      Insofern hat unser werter Gastgeber auch absolut, wenn er als Nutzniesser diese Politik die AfD beschreibt.

      Nicht, daß es den Grünen selbst groß schaden würde, ist das ja Politik für Ihre ureigene Klientel, und es baut dabei noch schön ein Feindbild auf – und so was ist ja immer hilfreich zwecks Existenzsicherung. Es schadet somit nur den Parteien, die mal für die kleine Leute da waren und nun angegrünte Politik machen, also SPD und CDU…

    • 68er lassen Kriege führen,
      die sie dann bejubeln können, seien es die Kriege des Pol Pot oder Ho Chi Minh, seien es die Kriege der Fischers und Schröders gegen Jugoslawien/Serbien. Man fragt sich, ob die 68er zur sinnvollen körperlichen Aktivität ungeeignet sind, und dann lieber irgendwo auf dem Sofa sitzen und versuchen, die Tristesse ihrer Spießigkeit durch Verschwörungstheorien aufzuhübschen. Die Autoindustrie hat keinerlei Interesse daran, daß Alt-68er die chinesische Autoindustrie und ihre technisch anspruchslosen E-Motoren hochjubeln, weil die sich damit an den Klügeren zu rächen versuchen, die eben nicht Soziologie oder Politikwissenschaften studiert haben, sondern Maschinenbau, und dann etwa wirklich bedeutsames schaffen anstatt Steiße zu trommeln und sich bei den Zusammenrottungen der intellektuell Prekären gegenseitig zu bestätigen, wie richtig die eigene Meinung sei.
      „Die Wirtschaft“ hat leider keinerlei Investitionsschutz, sondern muß den Launen der Dame aus der Uckermark folgen, wenn die wieder gewählt werden will. Dabei wird das Grundgesetz mißachtet und später versucht, die Entschädigung für die Enteignung mittels Wegsehen nicht zu bezahlen. Man fragt sich, warum für Politiker nicht gelten soll, was für Unternehmenslenker gilt, nämlich die Pflicht zur Vermögenswahrung der/des Anvertrauten mit der unbeschränkten persönlichen Haftung bei Pflichtverletzung. Das wäre doch fein und hülfe der Vernunft.

  43. "Gerade noch für Stiftungen taugliche Lebenskiffer"
    Herzlich gelacht.

    Für die Rente rasen wir immer noch. Es könnte bei Fahrverboten für den Joint knapp werden.

    • Ich kenne da welche aus dem Umweltbereich. Eine derartige Person stalkt mich alle paar Monate. Nicht natürlich generell gegen Kiffer, nur hat das Zeug mitunter üble Nebenwirkungen.

  44. Den Klimaspinnern, Ökofußabdrückern, Pseudodschornalisten
    .
    . mit geschwänztem Erstberuf ,,schlechter Friseur“ , den 68ern und ihren Ade [edit. Don]

    • Sagen Sie mal, wie oft muss ich hier eigentlich noch schreiben, dass ich keine Lust habe, argumentfreie Beleidigungen zu editieren?

  45. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen
    Der Autor bringt es auf den Punkt… erst lebt man in Saus und Braus – und jetzt wo das eigene Ende greifbarer wird müssen die “ jüngeren “ den Gürtel enger schnallen ??
    Das ist Terrorismus – im Ökogewand

    • Die arme Jugend
      „Der Autor bringt es auf den Punkt… erst lebt man in Saus und Braus – und jetzt wo das eigene Ende greifbarer wird müssen die “ jüngeren “ den Gürtel enger schnallen ??
      Das ist Terrorismus – im Ökogewand“

      @Jürgen Klein:
      Egal, ob Sie das ernst meinen:
      Könnte Kevin (harhar) Kühnert endlich mal so still werden, wie es Lauer und andere Bubis zum Glück endlich sind?!

      Was wollen diese Jammerlappen von mir?
      Noch niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte gab es ein Land, in dem jedem jungen Menschen ein bezahlter, der Menschenwürde genügender Arbeitsplatz zur Verfügung stand.
      Jedem Hauptschüler, der nur bereit ist, einen fairen Vertrag (morgens pünktlich sein und dann zweimal 4 Stunden arbeiten) zu erfüllen, steht die Möglichkeit offen, sich aus eigener Kraft zu ernähren.

      Offenbar verlange ich da aber zu viel und bin daher Angehöriger einer Generation, die auf Kosten der Jugend lebt.
      Wohlgemerkt der Jugend, die uns mit ihren aus China via Verbrennung von Schweröl transportieren Smartphones, ihrem permanenten Energieverbrauch fürs Rumdrücken auf selbigen, ihrem allmorgendlichen Schultransport in Mamis Zweit-SUV und ihrem Studium nutzloser Orchideenfächer die Luft zum Atmen nimmt.

      Schade, daß die nicht vor uns sterben.

  46. Mensch
    Super ,auch ich bin ein alter Sack (1949),und genau so Paßt das…..

    Gruß !!

  47. Schriftstellerin
    Wunderbar! Ursprünglich Kinderbuchautorin habe ich den Klimaroman „Platz der Engel“ geschrieben, der genau dieses Szenarium weiter denkt. Die Sony-TV-Chefin meinte, der Roman wäre für eine Verfilmung bei den Privatsenderin politisch zu brisant, zumal der Roman durchzogen von rheinischer Fröhlichkeit positiv ausgeht, wenngleich ich die Digitalisierung nicht ausgelassen habe. Auch die ersten Publikumsverlage trompeteten, das würde ihre Leser nur erschrecken! Aber, wie man sieht, wenn der Humor siegt, erstrahlt die Intelligenz in ihrem schönstem Gewand – dem Lächeln der Einsicht. Danke für die Erinnerung!

  48. Dr.med.
    Wo liegt die Quintessenz diese Seventastic?

    • Das ist eine interessante Frage.
      Konnten Sie es dem Text nicht entnehmen?
      Wünschen Sie eine Zusammenfassung?

  49. Der tödliche Anteil im Alltagsleben muss bleiben!
    Herrlich, das Hercules. Jetzt, wo Sie’s zeigen – dass schon damals sinnlose Fadengewirk am Hinterrad, nicht allzu viel Schutz bewirkend. Die liederliche Bowdenzug-Frontbremse, die nie bremste. Der Dynamo, der entweder nur sporadisch am Reifen streifte oder brummend das Rad gefühlt 50% herunterbremste. Aber schicker Chrom und Schnörkel gabs allenthalben. Und echten Smog. 1962 laut Wikipedia im Ruhrgebiet Schwefeldioxid in der Luft 5000 Mikrogramm pro Kubikmeter, Tagesmittelwerte an Schwebstaub erreichten bis zu 2400 Mikrogramm pro Kubikmeter. Im gurt- und kopfstützenlosen Käfer rauchte man filterlose Gauloises (die in der hellblauen Packung). Der bedrohliche Anteil im Menschenleben muss immer gleich sein. Wenn Airbag, Gurt und anderes heute Leben retten, Höhlenbären sowieso Fehlanzeige sind, muss eben Stickstoffdioxid tödlich sein.

    • Gauloises?
      Gitanes Papier Mais (i mit Trema, finde ich hier nicht), heute nicht mehr handelbar, obwohl meines Wissens Sartre die Fluppen auch im Mund hatte

    • Ohh, die guten alten Zeiten!
      Die gibt es schon 20 Jahre nicht. Waren ‚meine Marke‘! Gauloises Maïs … Schöne && Gute Alte Zeit! – Nachdem wegen EWG auch in FR die Schadstoffe aufgedruckt werden mussten, liefen die nicht mehr so.
      Und kann kam eine Verordnung, aus Bruxelles, damals schon, dass Zichten mit mehr als … irgendwas … nicht mehr verkauft werden durften.

    • Es fühlte sich schon seltsam an, beim Schreiben ...
      Erbsen zählend, dennoch: Bei mir war es natürlich *Gitanes* Maïs … .

  50. Die wunderbare Welt der Dinge
    The stuff that surrounds you stand auf dem Wallpapertitel und der Autor scheint übersehen zu haben, dass sich der Titel für viele verändert hat. Im Lehel ist man genervt von den Cayennes und Teslas mit STA und MB Kennung vor der Tiefgarageneinfahrt. Die Karre holt man raus, wenn man sie braucht, Angeber gibt es in der Maximilianstraße genug. S-Bahn vor der Haustür, den schönen Isarradweg. Die Kinder gehen zu Fuß zur Schule. Die fetten Karren sind eine Landeierplage geworden. Aber nicht überall. Das Münchner Umland bietet Schätze, die A8 Fahrer nicht finden, weil sie ihre Zeit zum Erarbeiten der fetten Karre brauchen. Nur mal als Replik zum Autor, der in einer Art Seifenblase überkommener Verdinglickeit gefangen zu sein scheint.

    • Na Na, "Cayennes und Teslas mit STA und MB" hier bemosern
      ist Diskriminierung von Minderheiten, zumindesten nach der Zulassungsstatistik

    • Wie ist es, "in einer Art Seifenblase überkommener Verdinglickeit gefangen zu sein"?
      Ich weiß es nicht und muss gerade deswegen das mit dem handschmeichelnden Stein angesichts M-Nummernschildern, Dr. E’s aus dem Lehel (ich habe noch nie einen Mingana aus Freimann getroffen, die wohnen alle in Harlaching, Lehel oder Solln) und einen Mingana, der nicht Dr. war, auch schon lange nicht mehr, was aber nicht unbedingt für den hohen Akademikeranteil meines Bekanntenkreises spricht, nochmal vertiefen.

      Oiso, Mingana sind immer eine 3/3-Gesellschaft, egal wie man sie betrachtet, z.B. je 1/3 arbeitet/ arbeitet nicht/ wird durch irgendwelche unverschuldete circumstances am Arbeiten gehindert. Oder es sind Ausländer/Preissn/ausgestoßene Waidler. Oder sie sind Dr./erwerben gerade den Dr./sind nicht Dr. Oder sie haben einen SUV /planen den Erwerb eines SUV /Verurteilen SUV aus MB oder STA aus Gründen der Äquidistanz. Oder sie nehmen Flüchtlinge bei sich zuhause auf/planen die Aufnahme/klatschen am Bahnhof. Oder sie klauben Schutzsuchende von den Bäumen am Sendlinger Tor/ klatschen dazu/ würden sie hocken lassen.

      So ist das mit de Mingana. In einigen Gemeinden hier in NdBy wird kein Baugrund mehr an sie verkauft, manche Bürgermeister sagen das auch offen. Man hat so seine Erfahrungen mit ihnen gemacht, denn sie sind lärmepfindlich/ nur gegen Glockengeläut/ nur gegen das Krähen der Hähne, oder sie haben Geld, um den Bauzwang zu erfüllen/ erwarten solches/ können das Grundstück nicht bezahlen.

      Aber alle Mingana – also 100% – wirken gerne meliorierend auf uns ein. So erzählen sie ungefragt im Wirtshaus, den Mitsubishi vor der Tür stehen habend, dass sie einen Wohnblock im Lehel besitzen und wir es mit entsprechender Intelligenz und Fleiß ebensoweit bringen könnten. Oder dass in Minga die Straßen breiter wären, dass sie sich fast einmal ein Bein gebrochen hätten, als sie im Oktoberfest dirigiert hätten und dass wir alle – ja alle – einen Platz Bräurosl haben könnten dank ihrer Beziehungen…usw…ich kanns gern fortsetzen, hat halt mit Feinstaub nichts mehr zu tun.

    • Sehr treffend!

  51. merci
    für den Text und die schönen Bilder, werter Don!

    Ich habe eine (hoffentlich nicht zu persönliche) Frage: woran könnte es Ihrer Meinung nach liegen, dass Sie immer wieder Probleme mit Stalkern haben? Es interessiert mich sehr, da ich bei diesem Thema selber sehr viel Unschönes erlebt habe.

    Viele Grüße aus Oberbayern

  52. Die Logik dieser 68er
    ist schon im Sinne des Wortes bemerkenswert.
    Ich komme demnächst mit meinem staatlich registrierten und amtlich zugelassenen Diesel nicht mehr in ausgewählte Innenstädte weil willkürliche Vorgaben aus Brüssel zwar offiziell aber eben nicht wirklich eingehalten werden. Wir haben die sauberste Luft seit 150 Jahren und die höchste Lebenserwartung seit 50000 Jahren. Damit wir darauf nicht stolz sein können, konstruieren wir ein künstliches, unlösbares Problem, auf das wir uns dann mit aller Kraft konzentrieren.
    Aber jeder arme Teufel dieser Welt kann hier ohne Papiere reinmarschieren, alle Regeln und Gesetze ignorieren, einen Namen und Herkunft seiner Wahl nennen, gerne auch mehrfach, und bekommt offizielle Papiere mit denen er dann seinen Lebensunterhalt gesichert hat.
    Merke(!):
    Eine erfolgreiche Organisation erkennt man daran, dass sie sich an der die Realität orientiert und den wichtigen Probleme die höchste Priorität zuordnet.

    PS: Erdogahns Panzer fahren mit Diesel. Na klar, womit denn sont?
    Nur Deutshce tanken ihre Tornados mit Biodiesel und sorgen dafür, dass er dann nicht in die Luft kann. Wie ich den Laden kenne, war das vorschriftsmäßig.

    • Sehr treffend beschrieben
      Don Alphonso hat diesen Sachverhalt auf seine typische Weise amuesant und treffend beschrieben. Die bringen es nochmal auf den Punkt: In der Fluechtlingskrise wurde hunderttausendfach Recht gebrochen, wenn jetzt win past mal im Jahr ein Grenzwert nicht eingehalten wird, gibt es ein Bohai. Wo ist die Ganzlerin da mit ihrem ‚jetzt sind die Diesel halt mal da‘ und sparsam sind die ja auch. NOx ist Pillepalle, der Grenzwert ist gewuerfelt. Feinstaub – ja mei, in China faengt es bei 200 ppm an zu quietschen – man sollte da die Kirche im Dorf lassen. Wo und wieviel mal im Jahr haben wir <2.5my Werte ueber 50 PPM? A geh – schleicht's Eich!

  53. Ich hoffe, das Fahrverbot kommt
    Es wird den Untergang der Grünen beschleunigen und hoffentlich ziehen sie dann den Herrn Oberbürgermeister aus Minga mit runter. Er wird dann wahrscheinlich bei Microsoft in Schwabing wieder auftauchen, aber da könnte er auch mit dem Fahrrad hinkommen.
    Meines Erachtens geht die Hauptgefahr für ältere Leute nicht vom NOX aus, sondern von den E-Bikes. Diese werden wahrscheinlich mehr dahinraffen, als Dieselabgase…
    Übrigens, diese Bonanza Rad Phase war ganz schlimm. Vor allem was das Radfahren mit Schlaghose anging.
    Schönes Wochenende

    • Ja, E-Bikes sind echte Killee, aber da kommt auch eine neue Verordnung mit Limit 20 kmh.

    • @Don: E-Bikes sind nur in den falschen Händen Killer
      denn ich kenne viele ältere Leute, die sich dadurch wieder aufs Rad setzen. Vor allem, wenn in der Nähe der Wohnung ein Anstieg lauert. Und sie lassen das Auto dadurch doch öfter mal stehen.

      Und wenn man im Winter regelmäßig früh um sechs 10km zum Dienst muss, ist eine E-Unterstützung manchmal doch ein Grund, das Auto stehen zu lassen.

      So, wie es unter Autofahrern wie auch unter Fahrradfahrern Exemplare mit IQ-Mangel gibt (ich muss mich selber auch zügeln bei Fahrradkurieren in Innenstädten), ist das auch bei E-Bikern und allen anderen gesellschaftlichen Randgruppen der Fall.

      Also bitte das Eiferertum den Religionen überlassen. Und entspannt den Feinstaub durchatmen. Die Lebenserwartung hat sich in den gebrauchten Bundesländern trotz Dreckluft seit 68 um 10 Jahre verlängert.

      Sollen 20 kmh das untere Limit sein? Fahrräder sind als Zweiräder meist Balancefahrzeuge: Die funktionieren nur, wenn die Laufräder mit einer Minimalgeschwindigkeit rotieren. Sonst fällt man in den Graben. Es sei denn, man ist professioneller Bahnradsprinter: Die können die Physik in erster Näherung überwinden.

    • 20kmh ist schon ordentlich. ausserdem gehen alle E-Bikes, die ich gesehen habe, de facto schneller. Erst mal 10% Toleranz, dann ist die Auslieferung mit dünnen Reifen, die gegen maximal breite Komfortreifen ausgetauscht werden, und mein Tacho auf dem Rennrad zeigt dann meistens 28, wenn ich denen hinten dran hänge. Um wirklich weg zu fahren, muss ich so ca. 32 fahren.

    • Zum Untergang der Grünen
      Ich glaube nicht daran.

      Die SPD mag ja die 5% reißen, sollte das ZDF abgeschafft werden, aber den Grünenwählern geht es einfach zu gut.

      Außerdem ist es Teil des Lifestyles und identitätstiftend. Die Wagenknecht mit ihren roten Kostümen ist zu steif, zu förmlich, „da find ich mich jetzt gar nicht wieder“, aber KGE im Bundestag mit einer Bomberjacke in Kupfer…

  54. Die Logik dieser 68er
    ist schon im Sinne des Wortes bemerkenswert.
    Ich komme demnächst mit meinem staatlich registrierten und amtlich zugelassenen Diesel nicht mehr in ausgewählte Innenstädte weil willkürliche Vorgaben aus Brüssel zwar offiziell aber eben nicht wirklich eingehalten werden. Wir haben die sauberste Luft seit 150 Jahren und die höchste Lebenserwartung seit 50000 Jahren. Damit wir darauf nicht stolz sein können, konstruieren wir ein künstliches, unlösbares Problem, auf das wir uns dann mit aller Kraft konzentrieren.
    Aber jeder arme Teufel dieser Welt kann hier ohne Papiere reinmarschieren, alle Regeln und Gesetze ignorieren, einen Namen und Herkunft seiner Wahl nennen, gerne auch mehrfach, und bekommt offizielle Papiere mit denen er dann seinen Lebensunterhalt gesichert hat.
    Merke(!):
    Eine erfolgreiche Organisation erkennt man daran, dass sie sich an der die Realität orientiert und den wichtigen Probleme die höchste Priorität zuordnet.

    PS: Erdogahns Panzer fahren mit Diesel. Na klar, womit denn sonst?
    Nur Deutsche tanken ihre 60-Mio-€- Tornados mit Biodiesel und sorgen dafür, dass die dann nicht in die Luft können. Wie ich den Laden kenne, war das vorschriftsmäßig.

  55. Titel eingeben
    Was für ein schönes Fahrrad! Es ist ja nicht zu fassen, dass es keine haben wollte. Ich hätte es sofort genommen und täglich ausgeführt. Die Rad-Auto-Quote fällt hier auch im Winter zugunsten der Räder aus, weil die Verkehrswege in der Stadt für Räder ausgelegt wurden und voller radelnder Studenten ist.

  56. Dann machen wir doch einmal einen Cut.
    In den fröhlichen 1960’ern kam in den vielen kleinen Käffern Deutschlands 1 bis 2 Mal am Tag der Postbus vorbei, mit dem die Leute in die große Stadt fahren konnten. Für Städte war es schon ein ein großes Ding am E-Zug Netz der Bundesbahn angeschlossen zu werden. Trotz des sog. Wirtschaftswunders lebten die Leute, im Vergleich zu heute, sehr ärmlich und gaben den Großteil ihres Geldes für Nahrung aus. Ein eigenes Telefon war, auch in der Großstadt, genauso Luxus, wie eine Glotze. Damals gab es auch viele kleine Handwerksbetriebe und noch nicht diese starke Automatisierung.
    Würde man heute, durch z.B. Markteingriffe oder Verbote den Zustand der 1960’er bezüglich des Individualverkehrs wieder einführen, dann erleben wir eine noch massivere Landflucht. Dann wird auch manch neckisches Dörfchen am See wieder das, was es früher war: Armut vor schöner Landschaft, denn wer kann, der zieht in die Stadt. Dort herrscht dann ähnliche Wohnverhältnisse, wie früher als Eltern oft im Wohnzimmer schlafen mußten, weil eine größere Wohnung nicht drin war. Ob wir dann so einen Fahrrad-Idylle bekommen, bezweifele ich daher.

  57. Wahl der Qual
    Es ist doch für mich als „älterer“ Mensch ganz einfach: entweder ich setze mich bei gutem Wetter in mein Range Rover Evoque Cabrio und fahre damit zum Bäcker oder zur Apotheke (es sind immerhin 1200 Meter Strecke), oder ich denke an meinen Kalorienverbrauch und nehme den Drahtesel. Und wenn ich überdies noch vorhabe, mich im Weinladen zu probieren, gehe ich vorsichtshalber zu Fuß (gebranntes Kind raucht nur noch unter Wasser).

  58. In jungen Jahren alte Autos zum Verkauf durch die Wüste gekarrt,
    damit bei uns der Verkehr nicht überhand nimmt, :-) habe ich das Anfang der 90er aufgegeben. Mit Mercedes 123 und Peugeot Familliale ohne Allrad dort unterwegs wo all die vielen Suv Fahrer sich nicht trauen würden. Mit Vollgas über Pisten an Dünen vorbei, wichtig immer mit gutem Sound an Bord. Was war ich für ein leidenschaftlicher Gasfussmensch. Seit knapp 20zig Jahren mehr km/anno auf dem Bike als im Auto u.a. einem Cannondale Super V, mittlerweile auch mit Kultstatus. Man merke der Mensch kann sich ändern. Trotz ausgeprägter Liebe zu gutem Essen 80kg bei 183cm und Beine mit echten Muskeln, 400watt getestet. Wenn jetzt noch die Luft beim Radln besser wäre, nicht nur für mich, für alle und für alle auch ein bewegtes Leben, es ist gesünder und macht mehr Spass.

    • Autoexport
      Im Moment werden irrsinnige Mengen von jungen Gebrauchten nach Nordafrika verkloppt. Ich habe beruflich mit 2 tunesischen Exporthändlern zu tun, die hier den Autohäusern teilweise den Hof leerräumen und die Karren dann über Genua Richtung Heimat verschiffen. Viele, viele Diesel dabei. Die stehen auf gepflegte Gebrauchte aus Deutschland, das läuft nach Kundenwunsch dort. Die beiden erzählen mir von Autofähren voll bis obenhin mit diesen Exportfahrzeugen.

    • Ja, nach der Schwemme durch die Abwrackprämie und der folgenden Flaute ist jetzt wieder Hochbetrieb.

  59. Präzise wie immer
    Genau so soll es ein:
    ‚Das war gut, das war richtig, das fühlt sich sauber an‘.
    Sie bringen es einfach immer auf den Punkt, Danke dafür. Mein Tag ist gerettet :-)

  60. Herrlich
    Möchte hier nicht mit Nacheifern von Sprachkünsten glänzen, Letzteres darf der Don gerne selber. Der letzte Satz des Artikels bringt es nach all der unterhaltsamen Anbahnung auf den Punkt. Beifall.

  61. Ich durfte, aber du darfst jetzt nicht!
    Während der industriellen Revolution spuckten die Schronsteine hierzulande so viel Schadstoffe und Rußpartikel aus bis schwarzer Schnee vom Himmel fiel und die Menschen krank wurden. Dennoch war diese Zeit die Grundlage unseres heutigen Wohlstands ohne die wir noch immer in Lumpen gekleidet in Manufakturen oder Feldern schuften würden. Heute versuchen Schwellenländer diese Zeit zu emulieren um sich so auf unser Wohlstandslevel zu hieven. Das erste was uns im Westen dazu einfällt ist, ihnen das zu verbieten und sie auf den Umweltschutz hinzuweisen.

    Jeder, der schon einmal hinter einem Oldtimer her gefahren ist, hat die Rußwolken gesehen und die Abgase gerochen die diese alte Kiste hinterlässt. Spätestens an der Ampel stellt man sich dann die Frage: Dieselskandal? Das ist aber Jammern auf hohem Niveau! Man kann nicht bestreiten, dass Abgase gesundheitsschädlich sind, aber im Vergleich zu dem, was die Autos vor 20, 30 oder 40 Jahren ausgestoßen haben, sind heutige Fahrzeuge doch wohl schon sehr weit gekommen. Dennoch wollen Leute, die früher lächelnd in die Umwelt verpestenden Enten, Käfern oder Bullis saßen, jetzt verbieten, das Fahrzeuge ohne Euro-Was-Weis-Ich-Norm nicht mehr in die Innenstädte fahren dürfen und ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge durchsetzten.

    Ja, die Technik hat sich weiterentwickelt und es gibt inzwischen Reinigungsverfahren für Industrieabgase und Alternativen zu Verbrennungsmotoren – Nur diese kosten viel Geld und bringen keinen direkten Mehrwert! Ein Stahlwerk produziert gleich viel Stahl, egal ob die Abgase gereinigt, oder einfach in die Atmosphäre gepumpt werden. Ein Elektroauto bringt einen genau so gut von A nach B, wie es ein 15 Jahre altes Fahrzeug mit nagelndem Dieselaggregat tut. Nur verlieren fernöstliche Produzenten ihren einzigen Wettbewerbsvorteil wenn sie ihre Abgase teuer reinigen müssen und ein Student kann sich eben keinen schicken Tesla leisten. Somit sind Chinas oder Indiens Produzenten gezwungen auf teure Extras wie Umweltschutz zu verzichten wenn sie erfolgreich sein wollen und die Studenten müssen auf den alten Gebrauchten zurückgreifen, wenn sie nicht auf individuelle Mobilität verzichten wollen oder können.

    Ob nun Industrie oder Individualverkehr, letztendlich gilt das einfache Prinzip: Wer Geld sparen muss, der schadet der Umwelt, wer der Umwelt etwas Gutes tun will, der muss Geld mitbringen. Man kann jetzt darüber streiten, warum es so ist, man kann aber der jeweilig anderen Seite aber nicht vorwerfen wie sie handelt und für was sie steht. Darüber hinaus sollte jeder wissen, wo man herkommt und dass man meistens auch mal auf der anderen anderen Seite gestanden hat – „ich durfte, aber du darfst jetzt nicht“ ist eine schlechte Grundlage für eine Diskussion über (Umwelt-)Moral!

    • Sie müssen mal der Mille Miglia nachfahren – wenn die durch die Stadt ist, sind überall Ölspuren.

    • Ja.....
      …. von Ihrer Fahrradkette ;)

    • Woran erkennt der Land Rover Fahrer....
      …. daß kein Öl mehr drin ist ?
      … Er tropft nicht mehr.


    • Ob die Brikettschleudern vergangener Zeiten wirklich gesundheitsschädlicher waren als heutige Feinzerstäuber, wage ich aus Sicht der Lunge zu bezweifeln. Nur was die Bleischleudern betrifft, könnte das zumindest punktuell zutreffen.

    • Umweltmoral...
      …ist es auch, Dinge lange und schonend zu benutzen. Von der selbst von den Grünen propagierten Wegschmeißerei profitiert die Umwelt ganz bestimmt nicht.

    • British Elend
      wo es hier gerade um englische Autos geht:
      ich hätte da mal eine Frage (die Wunde sollte ausreichend verheilt sein)
      Gibt es sie noch, die Zicke?

    • Ja.

    • Die älteren Blech- Herrschaften sind nicht inkontinent...
      … sie geben nur Mutternatur das Öl zurück, was der Mensch ihr zuvor zuviel gemopst hat….. ist doch nett.

      1955 hatte z.B Aral bleifreies Superbenzin an der Zapfsäule.
      Duch die immer höhere Verdichtung der Motoren, wurde Blei dem Super wieder Anfang der Sechziger beigemischt.
      In der Schweiz wurde verbleies Benzin erst wieder 1947 zugelassen.
      Alte Motoren brauchen kein Blei.

      Bei älteren englischen Fahrzeugen war das “ Ölschwitzen“ schon bei der Konstruktion der Motoren vorgesehen.

    • Ich habe schon in dritte Weltländerr und nicht nur dort, sondern ...
      … auch im australischen Outback z.B Reifen flicken lassen.
      Wenn sie dort heute einen Ölbohrturm hinstellen würden, hätten die
      umliegenden Ortschaften genug Öl für die nächsten 125 Jahre ;)

  62. Genial, auf den Punkt, MILLE GRAZIE
    Als wäre das noch möglich! Aber das ist ja dermaßen ein Volltreffer selbst noch für Ihre elitären Verhältnisse! Im Geiste falle ich Ihnen beinahe um den Hals dafür, obwohl ich sonst ja auch eher zum Vornehmen neigen möchte.

    Ergänzend erlaube ich mir auf einen ganz dröge sachlichen Hintergrund hinzuweisen:

    An Arbeitsplätzen (Industrie und so) sind 950 Mikrogramm NO2 erlaubt je Kubikmeter Atemluft.
    Das ist toxikologisch begründet: Man weiß einfach, durch Ausprobieren, ab welchen Konzentrationen Lungen irgendwie leicht zickig werden, dann zieht man noch ganz viel ab, und dann darf man sich den verbliebenen Stoffmengen aussetzen, ein Berufsleben lang, 40 Stunden je Woche, ohne böse Folgen.

    Das Umweltbundesamt als grüne Zentralstelle für das Abwürgen normalen kleinbürgerlichen Vorsichhinlebens sagt: Ja aber Hallo, man lebt ja rund um die Uhr, da müssen die Werte im Freien viel niedriger sein, sonst fallen ja am Ende doch alle tot um, die am Neckartor wohnen, obwohl es da gar keine Wohnungen gibt, und obwohl ohnehin nicht mal 1 Prozent der Bevölkerung der Großstädte überhaupt irgendwo an den schlimmsten Stellen sitzt.
    ABER leider hat eine Woche nur 168 Stunden statt 40; selbst wenn man (für den Jahresurlaub) daraus Faktor 5 macht, müssten im Freien fast 200 statt 950 erlaubt sein. Bis zu den 40 tatsächlich erlaubten ist also NOCH EINMAL Faktor 5 drin! So viel Spaß muss sein, denkt das UBA.

    Trotzdem kommen jetzt manche und sagen ganz sorgenvoll: Aber die WHO will lieber nur 20! Sonst sterben ganz viele. Oh je.
    Es ist nun wieder so: die WHO begründet das „epidemiologisch“, also statistisch für Doofe. Man hat einfach Zahlen zusammengehudelt, wie krank Menschen sind, die bei hoher NO2-Konzentration vor sich hin leben. Leider hat man das aber nicht getrennt davon getan gewollt gekonnt, was da sonst noch so an Schadstoffen in der selben Luft ist, die ebenfalls krank machen könnten, und vor allem sind das lauter Untersuchungen an Orten und zu Zeiten, wo es die heutigen Erfolge der Luftreinhaltung (CO, Kohlenwasserstoffe, SO2, Asbest: alles faktisch erledigt) noch gar nicht gab.

    Daher muss auch die große Epidemiologie-Expertin dem Bundestag in dessen Dieselskandal-Anhörung sagen: Nein, wir wissen überhaupt nicht, ob tatsächlich NO2 die Leute krank macht und wieviel. Wir denken uns das mal so. Niedrige Grenzwerte sind immer gut. (An dieser Stelle kommt das Expertinnenzitat in das ARD-Aufklärungs-Programm.)

    Also alles richtig, lieber Don!

    Aber zusätzlich können wir beruhigt davon ausgehen: Niemand wird hier wirklich krank vom Auto-NO2.
    Zudem die Grenzwerte nur dann überschritten werden, wenn man schön am Auspuff misst oder mitten auf der Kreuzung.
    Wo die Menschen aus dem Fenster gucken oder im Schlafzimmer was anderes machen, sieht es schon wieder ganz anders aus, zum Glück.

    Ich warte noch darauf, dass die WHO und das UBA ausrechnen, wie krank diejenigen werden, schon durch Zorn und Wut, denen mal eben in ihrem normalen Autofahralltag rumgepfuscht wird aus purer Bösartigkeit und grünem Ökostalinismus.

    Sorry! Schon wieder so lang! Nochmals Dank!

    • Passt schon, gern geschehen.

    • .
      Nur so: Die 40 Mikrogramm NO2
      wurden -glaub‘ ich – wegen der kleinen Kinder festgelegt.
      Drum sind Senkrechtparker, die rückwärts in die Lücke
      fahren, schlecht für die Zwerge im Kinderwagen!
      Beim Start wird volle Kanne auf den Gehweg gedieselt.

  63. Ich weiß garnicht
    warum der Don sich so auftert. Wir Babyboomer und 68er als brave Kinder der Kriegsgeneration hatten ständig den elterlichen Spruch im Ohr „Euch soll es einmal besser gehen als uns“. Und folgsam wie wir immer schon waren, tun wir das jetzt auch: wir lassen es uns gut & besser gehen.

    • @Karl Nörgeler
      Wenn Sie Recht haben und auch die heutigen Jungen
      auf ihre Eltern hören, ist es kein Wunder, dass es ihnen
      schlecht geht.

      Ohne Aussicht auf Besserung.

  64. BMW hat also auch so eine wundersame Software drin. Man staunt schon lange nicht mehr.
    Wäre ja auch sehr überraschend gewesen, wenn bei BMW die Physik nicht funktioniert.

    • Das freut mich jetzt schon etwas.

    • Jedes
      Auto hat heutzutage software „drin“.

      BMW hat ein kleines Problem, wenn aus Saudi-Arabien 1000 Autos der 7er Reihe zurückkommen, weil die Qualität nicht den Vorstellungen der Käufer entspricht. Ändert aber nix an den Gewinnzahlen.

      Spiegelmeldung, erstmal Details abwarten…

      BMW hat die „Deutsche Umwelt“dingens angegriffen, da ist jetzt Schützenhilfe notwendig…

    • BMW
      Ach wissen Sie, die haben ihre besten Jahre hinter sich.

      Mein Wägelche motze neulich ein wenig, irgendein Fehler wurde angezeigt, letztlich war nix, nur nicht lang genug vorgeglüht…Der nette Herr beim Servicepartner nölte was von hat schon 200k gelaufen, Materialermüdung, Motordiagnostik, wahrscheinlich verruster Motor, ist ja schon alt, das Auto…“Wenn ein 7er, der keine 6 Jahre alt ist mit schlappen 200k gemäss BMW Werkstatt auf den Schrott gehört, ist mein nächstes Auto ein Lada, der hält zwar auch nicht länger, aber kostet weniger“ durfte sich die Gattin anhören. Der Werkstatttermin zur Diagnostik wurde abgesagt und der Schrauber des Vertrauens wischte einmal die Kerze zum Vorglühen ab und sagte was von „länger warten, bevor Du den Startknopf durchdrückst“.
      Die gehen nicht am Feinstaub zugrunde oder an Schummelprogrammen, sonderm an schlichter Inkompetenz im Service. Wer ein Auto mit einem 6 stelligen Neupreis fährt, mag ungern für dumm verkauft werden. Ich gebe an der Stelle auch nicht freundliches oder unfreundliches feedback sondern ziehe Konsequenzen.

      Sage das in einem Bayernblog ungern, aber die Schwabenwerkstätten sind besser, nur die Autos waren ne Zeit hässlich und fingen bei 180 und Wind an zu flattern. Soll jetzt besser wieder besser sein.
      Zum Trost: mein alter Audi lief auch wie ne Nähmaschine…

    • Ich habe den zugang zu BMW einfach nicht, ich kann mir nicht helfen.

    • kein Zugang zu BMW
      hat der langjährige Fahrer einer Fehler In Allen Teilen Barchetta

      wobeí auch mir die aktuellen Mercedes besser gefallen als die Beamer.

  65. Keine Angst vor Fahrverboten
    Für 10 € die Typenbezeichnung hinten am Kfz ändern und einfach weiterfahren wie bisher. Kann und will eh keiner kontrollieren.

  66. Dunning-Kruger
    Es ist ein Psycho-Klassiker, allgemeine wohlfeile Forderungen für andere aufstellen wollen und sich selbst nicht daran halten. Weil jeder sich selbst für so überdurchschnittlich hält, dass zwar die Masse, aber er selbst nicht, das einzuhalten hätte.

    Paradoxon – nicht nur der alten 68er (welche das Pech hatten, allzu zahlreich geboren worden zu sein, so sorgen sie eben allein durch ihre schiere Masse für die nicht abebbende Autowelle …)

    Ich denke da grade an den Dunning-Kruger-Effekt. Erklärt an …, was wohl, an Autofahrern:

    „Sind Sie ein guter Autofahrer? Besser als der Durchschnitt? Besser als 70% aller Autofahrer? Wo würden Sie sich einordnen? Fast jeder hält sich für überdurchschnittlich – nicht nur beim Autofahren, sondern auch wenn es um intellektuelle Fähigkeiten, um Sozialkompetenz oder um Humor geht. Und trotzdem kann definitionsgemäß auf jedem Gebiet nur jeder Zweite überdurchschnittlich gut sein zu den besten 50% gehören. Dieses Paradoxon wurde von den Psychologen Justin Kruger und David Dunning im Jahr 1999 untersucht – in einem mittlerweile recht berühmten Paper, das nach wie vor äußerst lesenswert ist.“

    Unser Innenhof (Anwohner: gemischt, von 68ern bis Generation iPhone) erstickt allerdings an … miau! Fahrrädern.

    Die Müllabfuhr kommt kaum an den Rädern vorbei. Sie hat ein paar Mal deswegen bockig den Müll nicht abgeholt. Zieht immer, große Verzweiflung und etwas mehr Ordnung. Bis zum nächsten Vorfall …

    • @der andere Gast - Das ist in der Tat ein interessantes Phänomen
      Noch interessanter aber ist, dass jeder und jede meint, davon nicht betroffen zu sein. Was für ein Irrtum! Es wimmelt nicht nur in jedem Blog von Außenministern, Militärstrategen, Klimaspezialisten, Frauen- und Männerverstehern… Soviel kann es einfach nicht geben. Früher fand diese Bescheidwisserei am Stammtisch statt. Heute in den Foren. Es muss also starke Gründe dafür geben.
      Irgendwie auffällig finde ich. Aber amüsant allemal.

      Die alten 68er sind also für die „Autowelle“ verantwortlich. Der ist aber auch gut. Dann sind die ja auch für den Klimawandel verantwortlich. Und die vielen aufrechten Nicht-68er können in aller Ruhe ihre Gärtchen bestellen. Endlich kommts raus. Ob diese 68er wohl auch für die Kriege, den Hunger und die allgemeine Unwissenheit… Das wär ja ein Ding.

  67. .
    „Hübsche Muffen, schöner Chrom“
    Das Kind der Nacht erstrampelt Strom.

    „Mit einem Bändchen von Cocteau“
    worin er schrieb > es geht auch so.

    Cocteau erregte Anstoß, egal
    ob er schrieb, filme, oder malte –

    Außerdem schwor er > auf das Auto!
    Es massiere nämlich Organe, die dem Masseur
    unzugänglich blieben. Es sei das einzige Mittel
    gegen Störungen des Sympathikus. Nur im Auto
    ließe sich das Bedürfnis nach Opium ertragen…

    Musikempfehlung hierzu:
    Erik Satie: Gnossienne No. 1, 2, 3

    • L#
      Text eingeben

    • Hä?

    • L'Aigle à deux tetes
      So ein schmales Bandchen befand sich zufällig in meinem Rucksack, als mich beim Zurücklegen der Wegstrecke Wien – Salzburg per Autostop ein tablettensüchtiger Arzt aus Miami dazu nötigte, auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen. Angesichts seines bedüdelten Zustandes zierte ich mich nicht lange, wagte mich aber über 220 km/h nicht hinaus. Ein paar Spurrillen und Kröten haben aber womöglich trotzdem dran glauben müssen.
      Dass die von Amphibien ausgehende Gefahr nicht unterschätzt werden sollte, kann man ja derzeit im Kino bewundern, Helge Schneider thematisierte diesen Sachverhalt allerdings schon vor Jahren in seinem Huhnlied. Unvergessen auch sein anderer Beitrag zum Volksliedgut in Sachen Geflügel: Der Eichelhäher, der Eichelhäher, der ist vom Hochzeitskleid der zweite Näher.
      Als Buße bin ich damals übrigens mit dem Miniklapprad immer den Flüssen entlang von Salzburg nach Passau gefahren.

    • 220 zwischen Wien und Salzburg?
      In Österreich gilt 130 auf der Autobahn und die Polizei darf schätzen. Merkwürdige Geschichte.

    • Das kann teuer werden.
      In Österreichwürde ich mich das auch nicht trauen, mal über die Geschwindigkeitsbegrenzung hinaus zu fahren … da können 20 km/h schon ganz schön teuer werden. Vielleicht wird’s ja jetzt besser, wo die Sozis aus der Regierung raus sind..

  68. Vergessen, Quelle anzugeben.
    Das Zitat mit den Autofahrern war aus Scienceblogs

  69. @ Don
    Der schönste und mich zum Schmunzeln bringende Satz Ihres treffenden Artikels ist für mich: „Ich weiß, wie mich die Mütter, die ihre Kinder von der Schule gegenüber abholen, mit diesem Auto anschauen, und ich kenne ihre Ignoranz, wenn ich mit dem Rad komme.“ /// Richtig, da hat sich seit (oder besser: trotz?) `68 und dem anschließenden Feminismus nebst Genderwahn gar nichts geändert :-)

  70. Kurz und gut
    Man Kann aber auch formulieren, dass die Tatsache, dass Menschen in Deutschland, die sich wünschen, dass für Nichtmigranten noch etwas auf der Tafel bleibt, von guten Menschen hasskeuchend als Nazis diffamiert und verleumdet werden, kurz und gut die tiefe Krise dieses Landes beschreibt.

  71. Ich danke Ihnen für die geschenkten Lebensminuten !
    Lieber Don Alphonso,

    ich hatte Karten bekommen für das Residenztheater und schaute schon seit Tagen wie das Wetter werden wird, wenn ich mit dem Auto nach München fahren würde.

    Unheimlich waren die Ankündigungen. „Ein Wettermodell namens „Schneebombe“ auf uns zukommen“ und die Meteorologin Anna Gröbel orakelte: „Von einer regelrechten Schneebombe bis zu nur ein paar Schneeflocken kann alles passieren“.
    Da war das Orakel von Delphi präziser.

    Dominik Jung von wetter.net präzisierte als er sagte die „Russische Kältepeitsche“ trifft Bayern und warnte vor Erfrierungen.

    Doch nicht genug gewarnt – Dominik Jung ließ ergänzend über Merkur.de nochmals warnen, dieses Mal vor dem „Arctic Outbreak“. Das interessiert die Menschen eben mehr als den „Islamik-Outbreak“, der noch immer durch das Land zieht und zur tagtäglichen Gewohnheit geworden ist.

    So ist das eben mit dem „Kältephänomen“.

    Es war kalt in München, eben wie es so ist um diese Jahreszeit. Einzig die Gehwege sind noch weniger geräumt als in den vergangenen Jahren.

    Nun lese ich weshalb es mir in München so gut ging. Nicht weil die Aufführung von Jean Genets, „Der Balkon“ mich so sehr an die gegenwärtige Verfasstheit Deutschlands erinnert hatte, sondern weil Sie, als eingebildeter Edelgeborener, mir ein paar Lebensminuten geschenkt haben, mühsam erstrampelt auf Ihrem Ding da.

    Irgendwie muß ich Ihren alljährlich obligatorischen Schlittenabfahrtsartikel verpasst haben, nachdem Sie nun wieder Ihre Radlsaison eröffnet haben. Das erinnert doch schon sehr an den Film: „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

    Vor einigen Tagen laß ich in Hans Blüher´s Buch „ Die Rolle der Erotik in der männlichen Gesellschaft“ etwas zu Radfahrern und dachte da schon an Sie und Ihre Fans.

    Hans Blüher schreibt da zu den im Rudel fahrenden Radfahrern in ihren Strampelanzügen:

    „diese Gesellungen sind zu deuten als Wiederbelebungen der jugendlichen Onaniebünde unter Verdrängung der onanistischen Handlungen.“

    um dann seine Erklärung mit den Worten:

    „…In diesen Verbänden ist imgrunde alles so geblieben, wie es seit Knabentagen war; nichts ist hinzugewachsen, nichts sublimiert, alles blieb roh und embryonal.“

    zu beenden.

    Ich lebe ja so meinen Komfort der Distanz zu den Alltäglichkeiten da draußen,
    aber Ihr Argument mir ein paar saubere Lebensminuten erradelt zu haben, überzeugt mich ja fast schon.

    Es soll ja auch eine gewisse Anzahl von Frauen geben, die dieser Tätigkeit nachgehen und es kaum erwarten können, daß die Straßen und Wege wieder schneefrei sind.

    Doch wer denkt da nicht sofort an „Willkommen in Wellville“ als
    Virginia Cranehill zu Eleanor Lightbody sagt: „ Liebe, Eleanor, soweit es die Befriedigung sexueller Bedürfnisse angeht habe ich nur sehr wenig Verwendung für meinen Ehemann. Und so habe ich festgestellt, daß ein Ausflug auf meinem Fahrrad einmal pro Woche ihn recht gut ersetzt.“

    und auch Virginia Cranehill ist im Film verzückt als sie sagt: „…die frische gute Luft, die Ertüchtigung und das Vergnügen eines ledernen Fahrradsattels zwischen den Schenkeln.“

    Das entlockt Männlein, wie Weiblein eben das allgemein bekannte Fahrradlächeln und man sieht dann so jemanden wie Sie und all die anderen auf ihren Fahrrädern plötzlich mit ganz anderen Augen. Ach, all diese glücklichen Menschen.

    Mit Dieselfahrzeugen und guter Luft hat das ja nichts zu tun und ich bin ohnedies der Meinung, daß der Dieselmotor in einer besseren Verfassung, sauberer und zuverlässiger ist als die deutsche Politik und Medienwelt.

    Die FAZ, die Zeitung für die Bestangepassten, diente sich vor wenigen Tagen, im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz, als Plattform für einen Gastbeitrag von Imen ben Mohamed an, wo diese unter anderem sagte:

    „Insbesondere tragen Aufnahmeländer die Verantwortung, Migranten so viel mitzugeben, wie sie können, denn dies wird für die globale Entwicklung langfristig eine große Wirkung entfalten. Angesichts der rapide alternden europäischen Bevölkerung können Migranten den drohenden Arbeitskräftemangel ausgleichen helfen.“

    Für Sie ist das ja auch kein Thema mehr und Ihr écume de langage scheint Ihr simples Schreibbedürfnis vollumfänglich zu befriedigen.

    Na dann bis zum nächsten Mal und seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe/entrepreneuse – ( objectbe.blogspot.com )

  72. P.S.
    Wenn Sie einen Tipp haben für ein stabiles, günstiges und leichtes Rad, mit dem ich meine Einkäufe erledigen kann, würde ich mich freuen. Mein 26 Jahre alter 3er Golf schwächelt zunehmend, und ein anderes Auto werde ich mir nicht kaufen. Also, in dem Sinne von: Quäl Dich, Du Sau!

    • nur noch 4 Jahre ...
      … bis zum H-Kennzeichen (dafür gibt es keine Fahrverbote),
      das sollte doch zu machen sein:

      GH

    • p.s.
      Wie wäre es mit einem gebrauchten 80er Jahre Motobecane, Koga Miyata? Schöne leichte, federnde Stahlrahmen mit ausgewogener Geometrie. Ohne nervigem Nabendynamo oder Ultrahellem Licht. Rollen gut. Neidfaktor 0

    • Vielen Dank
      Ihnen beiden für die Tipps.
      Beim Golf sind es halt immer Kleinigkeiten, die sich aber läppern. Kürzlich war der Thermostat hinüber. Jetzt ist irgendwas mit dem Vorderrad. Ansonsten ist es ein tolles Auto, kein Rost, springt immer an, fährt sich wunderbar, keine nervende Elektronik. Hat auch erst 105 000 km. TÜV ist jetzt im April, mal schauen. Verschrotten kann ich ihn eh nicht, das bringe ich nicht übers Herz.

      Das Koga Miyata ist ein schönes Rad! Ich mache mich kundig, ob es hier in Stuttgart auch Gebrauchtläden für Räder gibt. Bei ebay-Kleinanzeigen kaufe ich eher nicht, da ich mich nicht auskenne und sonst vermutlich etwas unsägliches kaufe :-)

    • Kauf über eBay-Kleinanzeigen
      @Nemesis
      Nicht unbedingt zu skeptisch sein. Ich habe vergangenes Jahr, nachdem ich nicht zuletzt durch die Don’schen Artikel hier im Blog zum Thema Radeln nach jahrzehntelanger Abstinenz zum Blutlecken getrieben wurde, vier Räder über diese Plattform gekauft: ein Alu-Rennrad (Lakes, mit Shimano Ultegra-Ausstattung; Fernost-Hausmarke eines überregionalen Fahrradhändlers), ein Stahl-Rennrad (altes Pinarello Asolo mit Shimano 106er Komponenten), ein Cannondale-MTB aus den 1990ern, Made in USA, mit Shimano XTR) und eine Stahl-Stadtschlampe für die Winterwochen und Regentage (Barellia, ehemalige Hausmarke des Frankfurter Handelsriesen Brügelmann, mit konventioneller Hebelschaltung, 14-Gänge). Bis auf das Cannondale alle deutlich unter 200 €. Ich bin nicht bei auch nur einem Verkäufer übers Ohr gehauen worden. Alles Räder, die mir noch lange Freude bereiten werden. Suchen Sie sich jemanden, der Ihnen einen kleinen Crash-Kurs in Sachen wichtige Ausstattungsmerkmale vermitteln kann, vertrauen Sie auf Ihre Menschenkenntnis (Sie merken schnell, wenn Sie an eine nicht so vertrauenswürdige Person geraten sind, die Sie hinter die Fichte führen will, und können jederzeit vom Hof runterfahren. Auch eine kurze Probefahrt vermittelt Ihnen ein gutes oder nicht so gutes Bauchgefühl).
      Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, konnte mir aber auch jederzeit wertvolle Tips von einem Bruder einholen. Mit ein bißchen Glück lernt man in seiner Heimat in der Regel erfreulich nette Menschen kennen, mit denen einen ein gemeinsames Hobby verbindet.

      Versuch macht kluch. ;-)

    • Kauf über eBay-Kleinanzeigen
      Dankeschön! Gute Idee – mein Nachbar kennt sich mit Rädern sehr gut aus, den werde ich mal fragen, worauf man achten muss. Meine Ansprüche sind ja hoffentlich nicht zu hoch: Fahrbereit, stabil, günstig. Ich habe vorhin bei eBay-Kleinanzeigen geschaut, da werden interessante Räder angeboten. Ich muss halt probe fahren und hoffe dann auf einen ehrlichen Verkäufer, vielleicht habe ich ja soviel Glück wie Sie :-)

  73. Ihr Artikel passt perfekt zu meinem heutigen Gespräch mit dem ADAC
    Auf der Suche nach einer Werkstatt – für ein altes Auto – der ADAC sorgt für das Abschleppen – es gibt noch ein Gespräch mit Fachleuten der Pannenhilfe. Ja, die Hersteller der ach so sauberen neuen Autos würden dafür sorgen, dass man kein älteres Teil mehr einbauen könne, schon gar nichts Gebrauchtes. Und Werkstätten würden durch das Rechtssystem quasi gezwungen, alles klassische Reparieren abzulehnen, was über einen Austausch hinausginge. Alles für die Umwelt?

    Also wenn z. B. die Schalteinheit nicht mehr als Neuteil erhältlich ist, dann muss das Auto verschrottet werden? Alles für die Umwelt?

    Ärgerlich ist, dass niemand ehrlich berechnet, wie lange man ein neues Auto fahren müsste, bis sich dessen höhere Umweltverträglichkeit erstmals rechnet. Das ist nie sofort der Fall, nicht nur bei Tesla wird unterschlagen, dass wesentliche Elemente von Zulieferern bereits viel Umwelt „verbraucht“ haben, bevor sie einen guten Dienst verrichten können.

    Logisch, Autos, Fahrräder, Telefone, das sind überall dieselben Mechanismen. Doch das anzusprechen, die Verlogenheit des angeblich sauberen Handelns durch Einkauf neuer (und euphemistisch „Entsorgung“ alter) Produkte, die ist es, die mich am meisten ärgert.

    Und wo die Zusammenhänge verloren gehen, da geht auch die Entscheidungsfähigkeit verloren, richtige Aussagen zu treffen. Daran ist nicht nur eine vom Konsumismus lebende Wirtschaft „schuld“, sondern alle, die den Quatsch nachsabbern.

    Das Vergessen über Zusammenhänge kann so vollkommen sein, dass ganze Gesellschaften massiv fehlgesteuert werden.

    Mit dem Rad auf dem Dach eines Diesels, Umstieg auf Rad oder vom Chauffeur an andere Stelle gefahrenes E-Auto und dann von umweltgerechtem Verhalten salbadern und sich gut fühlen und andere als altmodische Gesellen verunglimpfen, Sie hatten das ja schon in einem Beitrag, Don.

    Wann beginnt man ehrlich zu sehen, dass mehr Menschen mehr Dreck machen und mehr Autos mehr Dreck als mehr Fahrräder? Und – noch utopischer – wann zieht auch die Gesetzgebung Konsequenzen daraus? Und wann der Mensch, der bislang selbst zum Denken zu bequem ist?

    Utopien überall.

    Schön aber für Sammler der alten Zeiten – es ist noch so viel übrig.

    Und hoffen wir auf Gegenbewegung. Wie die alten Güter werden auch die alten Werte wieder sehr begehrt, wenn es mit dem anderen den Bach runter ging.

    • Wir verschwenden immer mehr Ressourcen...
      …um „die Umwelt zu schonen“… wer es glaubt, wird selig. Andauernd etwas Neues, nicht Reparierbares sollen wir kaufen und damit die globale Verschwendung weiter anheizen. Mein Auto ist trotz fehlendem Kat (!) umweltfreundlich (zumal meine jährliche Kilometerleistung vierstellig ist), man kann es selbst reparieren, selbst nicht mehr lieferbare Teile (es ist fast vierzig Jahre alt und es gibt keine herstellerseitige Klassikerabteilung) sind improvisatorisch ersetzbar, es ist mit lächerlichem Energieaufwand (mit einem hohen Anteil an Muskelschweiß) wieder auf die Straße gekommen, also quasi recycled. Die Fahrräder sind noch älter. An Flug- oder Kreuzfahrtreisen nehme ich nicht teil. Aber doch, schon genial, wie Globalkapitalismus heute als ökologisch verkauft wird.

    • Leider, leider gibt es keine Sternchen in diesem Blog.
      Dann hätte ich Ihnen alle meine verfügbaren überlassen.

      Denn genau das ist so hypocrit bei den Grünen: Man soll ständig was Neues kaufen, weil es noch gesünder, noch umweltschonender, noch sparsamer ist. Die Grünen sind die Apologeten des Neo-Kapitalismus unter einem grünen Fähnchen.

    • Danke...
      …in der Zwischenzeit hatte ich schon gedacht, ich (und mein Schrauberfreund, der es genauso handhabt) wären komplett außen vor. Meine Computer haben übrigens auch nichts gekostet, unglaublich, was die Leute wegschmeißen. Neue Festplatte, Linux drauf, kann man noch jahrelang gut benutzen. Ich habe drei Stereoanlagen, keine davon gekauft, Sound im ganzen Haus. Meistens ist es nur eine Kleinigkeit, wenn ein Regler kratzt oder aus einem Kanal kein Signal mehr kommt. Ärmlich ist bei mir nichts, man sieht guten Sachen ja nicht unbedingt an, daß sie vorher schon einmal jemandem gehört haben.

  74. Verdammt hübsches Rad...
    …das Hercules. Mit Rädern halte ich es wie mit Autos, die bis Ende der 70er Jahre gefallen mir am besten. Und da ich keinerlei sportlichen Ambitionen hege, bevorzuge ich Damenräder. Ich habe zwei schwarze, das eine von 1954, das andere von ca. 1960, beide besitze seit ca. 30 Jahren, die wollte damals auch niemand – und ich brauche bis heute nicht mehr. Aber dieses Blaumetallic… charmant, lebensbejahend.

  75. ... heute keine Radtour ...
    herrlich, komm´eben jetzt nach Haus – neuer DON im Rohr!

    siehe oben – ohne Rad … sondern auf „Schuster´s Rappen“ – 2 1/2 Stunden durch Feld und Wald – Flur hab´ich links liegen lassen, da zu viel eisiger Wind aus Putins Richtung …

    mit´m Rucksack, da abschließend noch „Futter“ für´s WOE besorgt wurde …

    … mach´ich immer so – das Auto wurde nach Beendigung der „Zwangs-Arbeit“ vertickt (war kein Diesel – nur Benzin-Polo). Jetzt nur noch Öffis (schwierig nur Sonntags) – ab und zu die Leihkarre der Gemeinde und meine Beine …

    für MICH reicht das …

    Andere machen´s anders …

    Jeder nach seiner Fasson.

  76. Schon seltsam
    Vor 40 Jahren erzählte der Lehrer am Gymnasium, dass in 30 Jahren der letzte Tropfen Öl verbrannt sein wird. Jetzt fahren sie schon 20 Jahre lang mit Panzern über die Ölfelder und trotzdem gibt es mehr als genug.

    • Titel eingeben
      Lehrer halt. Die, die ich kenne, lesen alle die „Zeit“…immer in der Filterblase seit Jahrzehnten.

    • Konstanten der Energiewirtschaft
      Seit 60 Jahren gibt es zwei Konstanten der Energiewirtschaft

      In 40 Jahren ist das Öl aus
      In 40 Jahren beherrschen wir die Kernfusion

    • alles Öl verbrannt
      Die Grünen nehmen dem deutschen Wald heute noch übel, daß er nicht gestorben ist.

      GH

    • Ein Professor bei uns nannte es mal eine Naturkonstante
      Seit ewigen Zeiten gibt es in 30 Jahren kein Öl mehr…

    • die Tücken der Planwirtschaft
      m.W. entsprechen diese 40 Jahre dem Planungshorizont
      der Energiewirtschaft. Es bleibt also immer bei den 40
      Jahren.

  77. Don, ich begnüge mich mit ihren 2 ersten Schlagwörtern „Alltag“ und “Alter“
    Alter: In meiner weinseligen Stadt am Neckar verstarb vorgestern ein Busfahrer der Stadtwerke Heilbronn in seinem dieselbetriebenen Mercedes Standardbus-Generation O 405 bei einem Verkehrsunfall im max. 50 km/h-Bereich indem er einen PKW (Antrieb nicht bekannt) und einen Baum rammte. Der gute Mann war mit 67 seit 30 Jahren als Busfahrer stets Dieseldreck ausgesetzt und eigentlich schon in Rente, fuhr aber in Teilzeit mit Gesundheitscheck weiter Bus. Nun ist er nach Walhall gegangen (R.I.P.), zudem 14 Verletzte. Zeugen sagen, er hätte einen gesundheitlich angeschlagenen Eindruck gemacht.
    .
    Alltag: In Mannheim kam es gestern zu einem Raser-Poser-Prozeß. Ein „junger Mann“ schrottete als 22-jähriger im Januar des vergangenen Jahres bei einer Posing-Aktion (90 km/h in einer 30-er-Zone) in der Mannheimer Innenstadt unter Gefährdung von Menschenleben seinen Maserati. Es kam zu einem Unfall mit einem VW-Fahrer, der an der Halswirbelsäule verletzt wurde. Eine Fahrerlaubnis konnte man dem „jungen Mann“ ihm nicht abnehmen (obwohl Mannheim seit jeher bekannt ist für günstig zu erwerbende Führerscheine).
    .
    Inzwischen wurde Selbiger erneut beim Posen erwischt. Dieses Mal mit einem Smart. Gestern wurde der schon mehrfach Verkehrsauffällige vom Amtsgericht Mannheim von so einem fiesen und ignoranten Kartoffelrichter mit einer Bewährungsstrafe belegt. Ich gehe mal davon aus, dass mit einem höheren Strafmaas auch eine höhere Gesundheitsgefährdung für den Richter einhergegangen wäre als das direkte Wohnen am Luisenring vun Monnem– da wo seine Haus wohnt.
    .
    Nun wird man fragen: was soll das ganze Geschreibsel? Ich sage einfach, dass es vorrangigere Ansatzpunkte gibt um Menschenleben zu schützen und zu verlängern als von der EU-Krake erlassene Grenzwerte ohne wissenschaftlichen Beweis.
    (DdH)

    • AKK als Poser-Tante ?
      wie soll mann denn den Mannheimer Poser bestrafen, wenn der Chauffeur von AKK auf dem Berliner Autobahnring in einer 60er-Baustelle frühmorgens mit überhöhter (stark überhöhter?) Geschwindigkeit ins Schleudern kommt und das Fahrzeug schrottet ?

      gilt das gleiches Recht für alle oder haben ulFuM-Clone schon heute Sonderrechte ?

    • Richtigstellung
      Der 22-jährige hat nicht seinen Maserati geschrottet, sondern einen von seinem Vater geleasten. Falls sich jemand fragt was das wohl für ein Vater ist, der seinem Sohn so einen Wagen überläßt, dem Herren gehört ein Bordell in Heidelberg.

    • Richter sind oft erstaunlich nachsichtig
      bei Vergehen mit dem Auto. Das hat nicht unbedingt etwas mit jungen Männern des entsprechenden Hintergrunds zu tun. Eine mir bekannte, dem Alkohol zugeneigte Dame mittleren Alters ohne gefährliche Verwandtschaft, bekam erst nach dem dritten stockbesoffenen Unfall (die letzten beiden ohne Führerschein) sechs Monate auf Bewährung und ein paar Sozialstunden.

      Bei besoffenen Radlern ist man gerne härter. Die könnten ja mit 10 km/h quer über die Fahrbahn eiern, jemanden zum Ausweichen zwingen und schlimmste Unfälle verusachen. Weil das so häufig vorkommt, wird einem neben dem Auto fahren auch gleich das Radfahren verboten (was bei besoffenen Autofahrern nie passiert), auch schon mal lebenslang – kein Witz:

    • Richter sind meistens Autofahrer, nehme ich an.

    • schön gesagt
      in einer Münchner Schmonzette auch ein Beitrag über dramatisch gestiegene Unfälle mit Todesfolge.
      Bewährungsstrafe Hilfsausdruck für Inumlaufhaltung potentieller Gefährder.

    • @Don
      Die Richter, welche ich bei meinen OWIs kennengelernt habe, sind deutlich auf Sanktionen und Geld fixiert, verurteilen ohne auf Umstände einzugehen stur und hinterlassen gern ein Gefühl der Ohnmacht. Und sind oh Wunder meistens weiblich…

    • Schweiz mal wieder!
      Das geht in der Schweiz ein wenig anders.
      Da wird „Posern“ nicht nur das Auto abgenommen, sondern gleich verschrottet, und die Geldbusse (sic!) für sonstige Geschwindigkeitsdelikte ist auch vom Fahrzeugwert abhängig. Die genaue Zahl weiß ich nicht mehr, aber ein Ferrarifahrer, die mit über 200 auf der Autobahn unterwegs war (erlaubt sind 120), mußte etwas im Bereich von 10000 Franken bezahlen.
      Die Folgen habe ich auch mal amüsiert gesehen. Ich war mit 120 unterwegs und wurde „sehr zügig“ überholt. Auf einem Feldweg daneben (ohne Verbindung zur Autobahn) stand ein Polizeiauto – und neben mir quietschte und rauchte es…

  78. Sie liegen immer so richtig, Don Alphonso,
    Ich liebe Ihre blogs, beide, aber diesen hier mehr

  79. Grobfeinstaub
    Vor 30 Jahren habe ich einen Kombi Diesel gekauft. Der fährt ohne Kat und Airbag immer noch in Spanien und erfreut mich und meine Kinder mit 7 Liter Diesel/ 100km. Die Kinder und Enkel sind ganz närrisch mit die Kiste zufahren. Da passen 5 Erwachsene und 2 Kinder hinten rein.Die Kinder sitzen hinten auf dem Kindersitz in verkehrte Fahrrichtung und sind damit beschäftigt, die Überholer mit Grimassen zu ärgern. Frage der 4 jährigen Enkelin: Warum haben wir nicht so ein Auto zuhause?
    Keiner fragt nach Fein- oder Grobstaub, der da vor sich hin prustet. Ach und eine Plakette gibst auch nicht. So blöd sind nur Deutsche und geben bei ca. 40.Mill. KFZ 20 Mill.für grüne Plaketten aus.( passt schön ist ins 68er Muster). Dieses KFz ist grüner, als jede neue Kiste. Der schafft noch 20 Jahre, sagt der Schrauber.

    • Lassen Sie mich raten...
      T-Modell oder doch Volvo 240?
      Da passen auch mehr als 7 Personen rein (immer noch recht kommod), wenn es sein muß…
      Der, den ich kannte, klang beim Starten immer etwa so, als ob man große Muttern in einem Stahlfaß schüttelt und die Anhänger waren auf deren Vorderseite immer schwarz – aber er hatte damals schon eine halbe Million km, wenn ich mich recht erinnere.

  80. Wie wahr, wie wahr
    Ach so gerne erinnere ich mich an mein Bonanzarad (es fuhr scheußlich schlecht, hatte aber einen Fuchsschwanz, das nachfolgende Solex-Rennrad für besser, hatte aber nicht den Stil) und meinen Uno Turbo (Modell 1, aber in graumetallic, sehr progressiv), der GTI 16v folgte danach. Lieber Don, sie fuhren aber doch deutlich über 200 (der UNO ohne Kat und mit erhöhtem Ladedruck, kostete mich 2 Stangen Nazionali), bitte diese wunderbaren Autos nicht zurücksetzen, man brauchte damals keine 300 PS für großen Fahrspass. Heute muss man für Lastenfahrräder etwa den gleichen Betrag ausgeben, traurig – für unwesentlich mehr bekam ich eine Harley und die Frauen gucken da auch viel liebevoller, falls sie nicht gerade ihre Kinder an sich reißen ob der Gefahr durch den unrasierten Altrocker. Danke für die netten Erinnerungen :)

    • Der Uno gehörte einem Zahnarzt, der ihn nur zum Transport seiner MTBs benutzte.

    • @ Gazelleriker. Hey Ho
      “ […] Stattdessen haben sie, … , den verwirrt-fröhlichen Eindruck, dass es ihnen gut ginge.“

      Eigentlich. ;_)
      Eigentlich ist das, wenn man so zuschaut, ein relativ erstrebenswerter Zustand. So jemandem fehlt’s anscheinend (scheinbar?) an: nichts. Er ist mit sich zufrieden.

      Der Wahrheitssucher oder der unbelehrbar suchende Wissenschaftler-Geist ignoriert diese natürliche Konsequenz. Er lässt unaufhörlich Zweifel an der Sache aufblitzen. Und an sich und überhaupt. So wird das nix mit dem gesunden Forum-Ego, dem sich gut verkaufen auf dem Markt der Eitelkeiten (und der Wirtwschaft dito) und dem sich gut fühlen.

      Irgendwas machen Stammtischler richtig. Für sich.

  81. Wenn bei Ihnen niemand
    so ein schönes Fahrrad haben will, dann spricht das eben gegen die Mütter, die solche Frauen großgezogen haben, ganz einfach. Vielleicht beschauen Sie sich die mal (die Mütter)? Das erklärt oft vieles und erspart einem einiges! Ich hab auch ein altes Fahrrad. Das ist natürlich nicht so schön, aber dafür fahre ich damit.

  82. Machen wir es doch wissenschaftlich korrekt!
    der andere Gast: „Dunning-Kruger – Es ist ein Psycho-Klassiker, allgemeine wohlfeile Forderungen für andere aufstellen wollen und sich selbst nicht daran halten. Weil jeder sich selbst für so überdurchschnittlich hält, dass zwar die Masse, aber er selbst nicht, das einzuhalten hätte.“

    Dunning and Kruger: “When people are incompetent in the strategies they adopt to achieve success and satisfaction, they suffer a dual burden: Not only do they reach erroneous conclusions and make unfortunate choices, but their incompetence robs them of the ability to realize it. Instead, … , they are left with the erroneous impression they are doing just fine.”

    Dunning und Kruger: „Wenn Menschen mit ihren Strategien zum Erreichen des Erfolgs und der Zufriedenheit inkompetent sind, haben sie eine doppelte Bürde: Sie ziehen nicht nur falsche Schlüsse und treffen unglückliche Entscheidungen, sondern ihre Inkompetenz raubt ihnen auch noch die Fähigkeit, ihre Fehler zu verstehen. Stattdessen haben sie, … , den verwirrt-fröhlichen Eindruck, dass es ihnen gut ginge.“

  83. Fahrverbote erwünscht
    Ja, unbedingt sollte man diese Fahrverbote durchziehen, wir retten damit das Weltklima und bewahren Milliarden von Menschen vor einem qualvollen Erstickungstod. Da sollte uns nichts zu teuer sein, wir sind ein reiches Land und wir schaffen das.

    Außer den genannten Gründen gibt es noch weitere: Ich möchte gern sehen, was dann passiert, es ist gewiss unterhaltsam und ich schau mir das im Internet an. Wenn die Handwerker-Sprinter vom Dreieck Holledau bis München stehen, die ersten Fabriken wegen logistischer Probleme schließen, die Lehrer nicht in die Schulen kommen und die Krankenschwestern nicht in die Kliniken, die Paketdienste ausbleiben und die Getränke-Heimdienste, letzteres ist nicht das geringste Übel.

    Und weil ich es den Schadmünchnern von Herzen gönne. Diese durchrasste Gesellschaft (ist vom Herrn Stoiber, ned von mir), die heuschreckenartig ins Umland einfällt, diese dünkelhaften Besserwisser, Linksgrünwähler, Teddybärenwerfer, Hochdeutschsprecher, SZ-Leser, Mitsubishi-SUV-Fahrer, Sozialhilfepreissn, „Tschüss“-Sager, lärmempfindlichen Gockel-Einstaller, Baulandverderber, kurz Münchner- ich gönne ihnen jegliche Unbill von Herzen. Wenn bei uns ein Auto mit M-Kennzeichen rumfährt, hält jeder Ausschau nach einem handschmeichelnden Feldstein. Alle Schlimme kommt aus M – man muss nur den BR sehen oder hören. Schrecklich der BR, so wie München und die SZ. Für 3 Jahre sollte innerhalb des Autobahnrings ein generelles Fahrverbot gelten.

    Ja, und dann wäre es Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten und das ist gut so. Diese Partei hat ein Grundsatzprogramm, mit dem ich mich identifizieren kann.

    Also – es wird eine multi-win-win-win-Situation, denn die Luft am Petuelring wird auch besser. Vernünftigere Nationen stellen übrigens ihre Luftmessgeräte etwas abseits der Fahrbahnen auf. Und die Werte, die in den Büros erlaubt sind, brächten einem Landshuter-Allee-Bewohner den sofortigen Tod.

    • Fahrverbot für Lebensmittel-LKWs. Mal schauen, wie lang es dauert, bis sie mit dem Rad hamstern fahren.


    • Fahrverbote werden nur private Kfz betreffen. Für alle anderen wird es Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen geben. Es wird sein wie immer, es wird nur den gemeinen Bürger treffen.

      Interessant wird aber sein, wie Fahrverbote sich auf die politische Struktur entsprechender Städte auswirken werden. So mancher OB sollte sich schon mal nach einem neuen Job umsehen und die AfD sollte sich dringendst um neue Führungskräfte vor Ort kümmern.

    • Alles Schlimme kommt aus M
      Lieber Gamskampler,
      ich weiß ja nicht aus welchem Kuhkaff-El Dorado Sie kommen – aber bleiben Sie bitte dort. Danke und Gruß aus dem schlimmen M

    • Manchr Münchner sind meine besten Freunde aber am See gab es den Vorschlag, mit einer Ampel das Eindringen zu regulieren.

    • Hamstern fahren. Gbit immer den Plan B.
      „In der Stadt fahre ich mit einem 30€-Trek aus dem Container“

      LKW werden auf Flüssiggas umrüsten.
      Die haben ihre Pläne schon in der Schublade. (Die Feuerwehr auch planaufrüstet, gibt sicher reichlich Explosionen bei Auffahrunfällen.)

      Der Rest, der mit dem Rad aufs Land muss, um Speckseiten und Kartoffeln zu erjagen, der stirbt später und gsünder.

    • Tieeef die frische Landluft durchatmen
      und entspannen, Herr @Gamskampler!

      Spätestens in der Mainacht wird hier auf dem Land zurückgeschlagen ;) Diese Art der Brauchtumspflege kennt der „gemeine Schadmünchner“ nämlich nicht.

      Mal schauen, wie lange uns die zunehmend penetrante und selbsterkorene Entwicklungshilfe erhalten bleibt…

  84. Radeln tut gut u macht den Kopf frei
    Guten Abend!
    Sie wissen, ich mag Ihre Geschichten, aber diese besonders.
    In meinem Leben bin ich Ostautos, mit richtigen Abgasen, gefahren, später auch Ihre Sorte, angeblich sauberer! Naja 😉
    Aber das Fahrrad begleitet mich schon ein halbes Leben. Ein altes, aber ich investiere regelmäßig, wie Anfang der Woche in neue Speichen. Längst hätten ich mir ein Neues kaufen können,aber darin steckt auch Geschichte. Mein Vater hat es mir zusammengeschraubt. Ich behalte es wahrscheinlich so lange,bis ich nicht mehr auf steigen kann. Mir Fahrrad kann man viel mehr entdecken und es tut gut.

    Vielen Dank
    Frau Ghnim

  85. Zuviel Glatteis...
    zunächst musste ich mal lächeln: ja, so ein Rad (Marke Bismarck) hab ich auch von meiner Nachbarin geschenkt bekommen. Es wurde durch einen roten Karman Ghia ersetzt als das Einkommen stieg.

    Allerdings ist heute im Beitrag einiges vermischt oder sollte ich sagen durcheinandergeraten?
    Die 68er, die ich kenne, sind nie Auto gefahren (außer als Beifahrer). Ich lästere immer, der Grund wäre, dass sie keinen „Führer“schein machen wollten. Die erzählen noch heute mit leuchtenden Augen aus der SDS-zeit.

    Diejenigen, die sich als „Grüne“ bezeichnen und diese Partei auch immer gewählt haben, haben alle einen katholischen Hintergrund. Einige auch Elternhäuser, die (ich sag es mal unfreundlich) einen für Ideologien anfälligen Hintergrund haben.

    Dann gibtˋs da noch die „irgendwie gegen die Alten“-mitläufer, egal, was grad so in war. In den 50ern die „Halbstarken“, in den 60er eben die „68er“.

    Zeitgleich kamen alle in den 60ern zu Wohlstand, wie Sie richtig schreiben und damit auch zu einem Auto, zu einem Fernseher usw. Alles im Sinn des aufkommenden Konsumentendaseins, das befeuert wurde zum Wohle aller.
    Von denen hegte niemand „grüne Gedanken“, geschweige denn Gedanken an Konsumverzicht.

    Tja, und dann kommt die Masse derjenigen, die jede Idee für ihre je eigenen Ziele umstrickt, bis davon nichts mehr erkennbar ist.

    Ich meine, heute sind Sie ein bisschen ins Schlittern gekommen.

    Macht nichts, vielleicht hab ich den tieferen Sinn auch nicht verstanden.

  86. Heuchelei allenthalben
    es ist die gleiche Verlogenheit wie hier im Rhein-Main-Gebiet, wo es zum guten Ton gehört, gegen den Flugverkehr zu sein und im gleichen Atemzug vom letzten Urlaub in Übersee, den Kanaren oder Nordafrika erzählt. Auch die Fahrt ins Umland zum Biobauern mit den Diesel-SUVS ist kein Problem. Status geht halt über Umweltschutz. Und wenn der Umweltschutz zum Status wird, wird’s i.d.R. auch sehr heuchlerisch.

    Dazu kommt eine enorme Bebauung im Speckgürtel und die Staus nach und Frankfurt werden länger und länger und der ÖNV ächzt unter Neubaustress, Ausfall und fehlenden Strecken.

    Es kommt von den Marktschreiern auch niemand mal auf die Idee, sinnvolle, realitätsnahe Alternativen anzubieten, auch eine Form der Alternativlosigkeit.

  87. Trefflicher
    lässt sich das bigotte Geschwafel der 68er nicht formulieren. Erinnert ein wenig an Reinhold Messner. Nachdem er alle 14 Achttausender bestiegen hatte, meinte er in etwa, dass das Höhenbergsteigen wegen des zu befürchtenden Massenandrangs verboten werden sollte. Danke, Don und Grüße aus einem kalten Nachbartal.

    • Messner hat recht, das ist ein schauriger Zirkus in Nepal. Überhaupt, was aus dem Alpinismus wurde, ist echt übel.

  88. Titel eingeben
    Seitdem mein treuer Dieselfreund PEUGEOT 206 durch sogenannte Umweltvereine wie die DUH verunglimpft wird, liebe und pflege ich ihn umsomehr. Statt wie früher, als ich noch zur Arbeit fuhr und den Kleinen sofort nach dem Starten bei kältesten Minustemperaturen zwar moderat, aber vorsichtig zum Fortbewegen bewegte, lasse ich ihn jetzt, bevor ich losfahre in der Winterzeit mindestens 15 min warmlaufen. Und er dankt es mir mit einer relativ warmen Heizung beim Losfahren und auch mit langfristig weniger Verschleiß. Und er hat nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei (ich übrigens auch nicht) Grins. Ich denke mal, dass da von grün-links versifften Ideologen eine weitere gut laufende Industrie vernichtet werden soll


    • Der 206 war wirklich ein zu seiner Zeit gegenüber den Mitbewerbern deutlich überlegenes Auto. Allein der Dieselmotor, kein umgebauter VW-Benziner, dürfte unkaputtbar sein. Und mit Schiebedach war das wirklich eine Wucht.

      Mit 160 Spitze, 6-7 Liter Verbrauch und 260.000 KM ohne irgendeinen Defekt war er heutigen PKW weit voraus. Eine Bekannte schwärmt noch heute von dem Wägelchen.

    • Andere schöne Töchter
      Generell wird hierzulande gerne übersehen, daß gerade im Pkw-Bereich die Nachbarländer tendenziell eher bessere Diesel bauen. (Die heute üblichen Common Rail-Systeme sind zuerst von Magneti Marelli entwickelt worden, dann hat Bosch die Patente gekauft und die ersten Serienfahrzeuge damit waren Alfa und Fiat. VW hat stattdessen seinen TDI favorisiert – und mittlerweile unauffällig „beerdigt“.)
      Den Peugeot-Diesel im 206 gibt es seit den 80ern und er war immer deutlich laufruhiger und leistungsfähiger als der im Golf.
      Mein Xantia Kombi (für Deutsche: Passat-Größe) hat über die 100’000 km, die ich ihn gefahren habe, 6,6 l/100 gebraucht – aber halt nur „rote“ Plakette, weswegen ich ihn mit 250 tkm verkauft habe. (Da war er gerade gut eingefahren…)
      Ich hatte übrigens mal bei diversen Filterherstellern gefragt, ob man etwas nachrüsten könne – bauen könne man dafür schon etwas, das würde auch wie gewünscht funktionieren (ohne Software) und wäre auch preislich im Rahmen, aber die Zulassung sei so aufwendig und teuer, daß es keinen Sinn habe.


    • Kleine Berichtigung, es war der 205 und nicht der 206, der meine Bekannte so begeisterte.

  89. Der Diesel und das alte Rad
    Ich wundere mich dann doch ein bißchen, daß Sie als passionierter Radler hier eine Lanze für den Diesel brechen.

    Vielleicht liegt es daran, daß Sie – im Gegensatz zu mir – nicht jeden Morgen und Abend an Hauptverkehtraßen entlang zur Arbeit fahren, sondern bevorzugt in der Freizeit auf kleinen, verkehrsarmen Landstraßen oder Radwegen kreuzen. Sonst wären Ihnen aufgefallen, daß diese Dreckskarren tatsächlich stinken (wenn die neu sind) oder rußen (wenn sie alt sind). Denn das Mimöschen, der sensible Dieselmotor, muß in jedem Fall geschützt werden – wenn es zu kalt ist (unter 10 Grad) oder zu warm (über 25 Grad) oder beim Beschleunigen (neben mir an der Ampel) oder im „Hochgebirge“ (über 900m) oder… Es sind die Augenblicke, in denen ich mir wünsche, ein gewisser Anteil der Abgase würde direkt durch den Innenraum geleitet, so daß jeder Autofahrer in etwa das gleiche abbekommt, wie der schutzlose Fußgänger und Radfahrer zwei Meter hinter seinem Auspuff. Ich bin sicher, die Frage Benziner oder Diesel hätte sich in kürzester Zeit erledigt.

    Was die armen Leute betrifft, deren Autos nun angeblich wertlos werden (was nicht der Fall ist, schlimmstenfalls sind sie etwas weniger wert) – selbst schuld. Jahrelang haben sie mir die Lunge zugerußt mit ihren angeblich so „umweltfreundlichen“ Autos, nur um am Ende 20 Euro Spritgeld im Monat zu sparen. Ich gönne ihnen den Verlust. Es sollte auch nicht vergessen werden, daß es i.d.R. nicht die Ärmsten trifft, denn je größer und schwerer das Auto, um so stärker der Trend zum Diesel, besonders schön zu beobachten bei SUVs, die es praktische gar nicht mehr anders gibt und die durch den Diesel erst „wirtschaftlich“ zu betreiben sind.

    Argumente wie „unseren Volvo V70 Kombi kann man sich nur als Diesel leisten“ habe ich jedenfalls immer mitleidslos ignoriert, und tatsächlich wollen mir nur schwer die Tränen kommen, wenn es bei der armen Familie zukünftig nur noch für einen Golf Variant langt.

    Was das schöne Herkules-Rad betrifft: Eine gute Entscheidung, diesen neuwertigen Schrott nicht zu fahren. Ich mußte so alte Schleifsteine als Herrenrahmen bis weit ins Studium hinein ertragen.

    Die Bremsen auf den Chromfelgen sind grauenhaft, die Reifen plattenanfällig, die Tretlager schlagen gerne aus, ebenso wie die mit Keilen befestigten Kurbeln zum Schluckauf neigen. Lenker brechen häufig ab, Rahmen und Gabeln sind – der hübschen Muffen zum Trotz – von teilweise unterirdischer Qualität. Eine Narbe an meinem Kinn, das nach Gabelbruch unerfreulichen Kontakt mit dem Straßenpflaster knüfpte, zeugt heute noch davon.

    Jeder robotergeschweißte Taiwanrahmen ist um Längen besser als das, was früher ein „deutsches Qualitätsfabrikat“ war. Für den gelegentlichen Weg zum Bäcker mag es langen, eventuell macht es in Ihrer Sammlung eine gute Figur, aber für den Dauerbetrieb im Alltag ist es völlig ungeeignet.

    • Ich schaue ja auch oft in den Schrottcontainer, und was da allea an neueren Rädern liegt… eine Trommelbremse ist schlecht, aber die bleibt schlecht zund setzt nicht aus wie nicht reparierte Discs oder Cantilever. Ansonsten verteidige ich nicht den Diesel, ich greife eine bestimmte Mentalität an.

  90. Charmantes Gefährt
    haben Sie da aufgegabelt. In den letzten Tagen hat die Polarluft dem Arbeitsweg auf dem Rad doch eine merklich rauhere Note verliehen. Aber das Radfahren hat gegenüber Auto, Bus, Zufußgehen trotzdem nur Vorteile. Allein schon die Haltung, Bewegungsabläufe und Geräuschlosigkeit wirken erhebend. Schön ist auch immer wieder die unausgesprochene Konkordanz, wenn man sich bei der morgendlichen Ankunft im Fahrradkeller begegnet, jeder ruhig seiner Abstellroutine folgend.

  91. Ein Hoch auf das Leben
    Mein Vater hat noch Stalingrad mitmachen müssen und mir zum Dank dann 1965 seinen 54´Daimler 180 Diesel mit den Worten vermacht: „Junge mach es besser und mach was aus deinem Leben und lass nie wieder Krieg kommen „.Ich habe mich dran gehalten und bin mit dem 180 Diesel bis runter nach Spanien, noch zu Francos Zeiten; der 180 hat alles mitgemacht, 5-6 Liter Diesel pro Hundert Kilometer und unverwüstlich, vorne mitdurchgehender Sitzbank.
    Und heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, sitze ich hier auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik und hab mich an meines Vaters
    Worte gehalten…….

  92. Titel eingeben
    Die meiste Zeit benutze ich das Fahrrad.Heute bin ich mit dem Auto(Diesel)
    gefahren,da ich heute Morgen,als ich mit dem Nachbarhund lief,gestürzt bin.
    Ich hätte auch öffentliche Verkehrsmittel benutzen können,was aber sehr zeitaufwendig gewesen wäre.Also den Diesel angeschmissen.Verbrauch auf Langstrecken zwischen 4,8l bis 5,3l.Das schaft kein SUV!
    Der ÖPNV ist mir ein Graus.Die Busse sind völlig überheizt,die Luft schlecht,die Grippegefahr groß.
    Die DB gefällt mir auch nicht sonderlich,obwohl ich sie öfter benutze.
    Ich bleibe dabei: Rad oder Auto!
    Ich möchte von niemandem zwangsbeglückt werden und werde niemanden mit missionarischem Eifer irgendein Fortbewegungsmittel vorschreiben wollen. Jeder wie er will und kann.

  93. Werter Don Alphonso
    ich schätze Ihre Beiträge hier sehr, und ich kann Ihnen Ihre Zeilen bestätigen, ein altersweiser, da vor der Emeritierung stehender Prof. in Allgemeiner Chemie erklärte uns Erstsemestern bereits 1990, dass es ihn wundere, dass die Menschen erst alles Materielle haben, besitzen wollen, und dann wenn sie alles haben, auf einmal die Umwelt, genauer, eine saubere für sich entdecken und, um diese zu erhalten, der nachfolgenden Generation genau das versagen (wollen), worauf sie selbst in ihrer eigenen Jugend und Sturm-und-Drang-Zeit gepfiffen haben. Genau diesen Widerspruch und Konflikt beschreiben Sie hier auch, dafür danke ich Ihnen und meinem altersweisen Prof., der sich bereits 1990 und damit vor weit mehr als 25 Jahren in seiner eigenen Wahrnehmung nicht geirrt hat.

  94. Diesel, und Zigaretten
    Interessant zu beobachten wie Autos und besonders Dieselautos verteufelt werden wenn jeder in Deutschland so viel Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Von dem Moment wo ich in der früh das Haus verlasse, bis während des Arbeitstages, und natürlich auf dem Heimweg wird auf mich jeden Tag geraucht. Das ist aber völlig normal… Zigaretten sind wie Fernsehen Staatsdroge (sehe die Zigarettautomaten und Werbung neben jede Schule), und die die nicht mitmachen müssen es zumindest passiv mitatmen. Dann habe ich lieber Benzin und Diesel, damit kommt man irgendwo und wird man zumindest high…

  95. Titel eingeben
    Diese ganze völlig sinnfreie Dieselhysterie ist wieder einmal ein typischer und rein deutscher Irrsinn. Da Deutschland innerhalb Europas eher an hinterer Stelle der Dieselnutzer steht ist völlig klar, wer alles sich für diese neuerliche Idiotie der bekanntermaßen schwer durchgeknallten Teutonen nicht ansatzweise interessieren wird. Bevor das den Damen und Herren von der Ideologenfront in ihre depperten Hirne dringen kann wird halt noch die letzte Industrie im Land zerstört.

    Man sollte die ganze hohldrehende grüne Religion schlicht verbieten.

    Naja, der Rollback ist in so ziemlich allen Bereichen längst deutlich spürbar im Anmarsch, vielleicht dauert es noch weitere vier bleierne Jahre, aber dann wird derart heftig gegen diesen ganzen linksbizarren Schwachsinn, der das Land gerade hemmungslos ruiniert angegangen werden, daß ich mir um eine solche Petitesse wie diese strunzendumme Idee der Dieselverbote keine Sorge mehr mache.

  96. Wegwerfgesellschaft
    Wenn ich etwas erwerbe, will ich möglichst lange etwas davon haben und erwarte einfach, wenn es für das Ding sogar eine amtliche Zulassung (ohne irgendeine zeitliche Beschränkung) gibt, dass mir das auch nicht von irgendeiner Stelle durch eine Hintertür verboten wird. Das gilt sowohl für mein 20jähriges Fahrrad als auch für mein gerademal sieben Jahre altes Dieselauto.

    Die Autoverkäufer scharren schon mit den Hufen, wenn jemand bei Kilometerstand 30.000 noch nicht an einen Neukauf denkt. Ich fahre mindestens 200.000. Schone ich damit nicht die Umwelt? Natürlich nicht die unmittelbare lokale Umwelt, wo ich das Auto benutze. Die wird aber in jedem Fall belästigt.

    Wenn der aktuelle Hype mit dem Diesel durch ist, kommt der nächste: Grenzwerte durch Lärm. Weil: Lärm erzeugt Herzinfarkte. (Flugplätze erzeugen natürlich ganz anderen und weniger schädlichen Lärm)

    Was das ganze Thema mit 68ern zu tun hat, war mir bisher neu (kenne geburtsgeographisch bedingt keine). Komischerweise finden gerade – mir gut bekannte – junge Fahrrad-Enthusiasten ein praktisches Auto völlig uncool – auch für sie muss es entweder Ente oder Käfer oder sonstwas anderes möglichst mit H-Kennzeichen sein. Egal, was und wieviel hinten rausgepustet wird und wie lange die Kiste vielleicht noch nutzbar ist. Das Egomanentum ist in meinen Augen kein Privileg bestimmter Altersgruppen.

    Ansonsten kann man sich doch nach ner guten Tat und dem Überwinden des inneren Schweinehunds ruhig mal selber loben. Wer sich das nicht traut, kann ja wenigstens abends heimlich ein bißchen stolz auf sich sein. Das entspannt und lässt die Lebenserwartung steigen. Natürlich zusätzlich zum Effekt durchs Radfahren.

    Die pöhsen Autofahrer feilen mit ihrem Bewegungsmangel eh am eigenen beschleunigten „sozial verträglichen Ableben“. Hat alles sein Gutes. Nur keinen Neid!

    Übrigens: Wer sich unbedingt im heutigen Alltag mit originalen 50 Jahre alten Tourenrädern einschließlich Reifen, Felgen, Brems- und Beleuchtungssystemen im Winter auf die Schlaglochpisten von Zuhause zur Arbeit werfen will (der stilbewußte Herr natürlich – vorbereitend auf die L’Eroica – auch im passenden Baumwoll-Outfit): Bitte immer den Organspendeausweis im Brustbeutel dabei haben!

    • Ich habe hier ein Standard von 1930. Mit 1 Gang und Stangenbremse. Mit dem bin ich auf Kopfsteinpflaster sicherer unterwegs als mit jedem modernen Rennrad. Weil es besser federt und stabil läuft. Auf meiner Standard-Rennradstrecke bin ich mit dem Randonneur von 1960 2-4 Minuten auf die Stunde langsamer als mit einem neuen Carbosrad. Es war wirklich nicht alles schlecht früher.

    • So lange...
      …man nicht schneller fährt als der Schutzengel fliegt, wie es früher immer hieß, sind Bremsen völlig überbewertet. Ein bequemer Sattel, Ballonreifen und eine gute Übersetzung sind mir wichtiger. Ich radle auch ohne Gangschaltung und mit Rücktritt und vorderem Stempel – und zwar schon verdammt lange. Das Auto hat kein ABS. Gefährdet fühle ich mich nicht. Da ich beim alten Auto bestrebt bin, das Material zu schonen, meide ich Strecken, wo es nicht warm wird – was häufig zum Kurzstreckenverkehr per Damenrad führt. Es handelt sich um beschaulichen Kleinstadtverkehr.

    • Es war nicht alles schlecht früher.
      Genau. Es war aber früher auch noch nicht alles gut. Meine Bemerkungen zielten nicht auf die maximalen Geschwindigkeiten. Die sind eh in erster Näherung fahrerabhängig. Aber das Ganze muss im heutigen Verkehr alltagstauglich und sicher sein und sollte langfristig zu keinen weiteren gesundheitlichen Schäden führen. Wenn ich mir den Wartungsaufwand bei den alten Bremssystemen, die häufigen Ausfälle der alten Glühlampen, das Durchrutschen der alten Dynamos und den Verschleiß und die Platten bei den alten Reifen ansehe, verstehe ich, wenn bei Leuten, die einfach nur schnell von A nach B wollen, das Fahrrad mit irgendwelchen kleinen Ausfällen ungenutzt in der Ecke steht.

      Es hat halt nicht jeder Zeit, sich stundenlang mit einem Gebrauchsgegenstand wie dem Fahrrad auseinanderzusetzen. Frauen denken da häufig viel pragmatischer, wie sie mit Ihrer Zeit am effektivsten umgehen. Und lassen solche unsicheren Kandidaten wie das Fahrrad dann eben links liegen.

      Auf den Nabendynamo, den Pannenschutz in den Reifen, die LED-Beleuchtung, die gekapselte Schaltnabe und die Schnellwechsel-Gummis bei den V-Brakes möchte ich jedenfalls nicht mehr verzichten. Vor allem, wenn man nicht nur das eigene Rad, sondern die Fahrräder der ganzen Familie nebenbei mit am Laufen halten muss.

      Sollte man einen etwas direkteren Einblick in die Notaufnahmen von größeren Kliniken haben, ändert man evtl. seine Einstellung zum Schutzengel. Seit in vielen Autos die viel leuchtstärkeren LEDs verbaut sind und im Dunkeln teilweise heftig blenden, wird der Fahrradfahrer noch leichter übersehen, wenn er lichttechnisch nicht mitgerüstet hat.

      Abgesehen davon finde ich es andererseits unmöglich, dass man wohl nur wegen der Fahrradmode kaum einen bezahlbaren 28″-Stahlrahmen für ein Trekking- oder Tourenrad (mit stadtbekleidungstauglichen Schutzblechen) findet, in den 55er oder 60er Reifen reinpassen. Entsprechend findet man in den Fahrradläden natürlich auch kaum die breiten Reifen (bei breiteren Felgen dasselbe). Falls man mal sowas wie den breiten Almotion gefahren ist, will man meist nicht wieder zurück.

      Regulierung kann zwar auch bremsen: bei Fahrrädern könnte aber schon ein bisschen standardisiert werden. Diese x verschiedenen Sattelrohr-Durchmesser und der häufig immernoch notwendige 14er Schlüssel nerven. Da ist auch nichts besser geworden. Keine Ahnung, ob das bei Rennrädern auch so ist – die kommen für mich wegen der Kopfhaltung schon lange nicht mehr infrage.

    • Fahrrad könnte standardisiert werden
      Wird aber nicht gewollt (von den Herstellern)…
      Das war früher schon so (Tretlagergewinde, Durchmesser von Sattelstützen, Lochkreise der Kettenblätter, nicht DIN/ISO-mäßige Schrauben, diverse Systeme für Reifendimensionen…) und wird in der Tat auch heute nicht besser.
      Ich bewundere ja die Reifenhersteller: alle paar Monate kommt wieder eine neue Variante (26″, 28″, dann 27,5 und 29, Fatbikes etc).
      Oder auch die Kettenschaltungen – die Zahnräder früher vorne immer größer als hinten, heute öfter auch mal umgekehrt, die Ketten immer schmaler, auf daß man sie öfter wechseln muß.
      Rennräder sind dabei tatsächlich etwas einheitlicher. Das mag daran liegen, daß das weniger Modeartikel sind wie andere Fahrräder oder auch daran, daß der Einsatzbereich einheitlicher ist und man daher weniger Argumente für größere Veränderungen hat.

  97. Das mit den Radlern erscheint mir schon fast ein bisschen wie mit den Frauen
    Beide Gruppen fühlen sich unterlegen und verlangen nach besonderem Schutz und Förderung durch die Gesellschaft. Wenn sie das dann haben wird die Freiheit jedoch selten in Anspruch genommen oder nur wenn es mit persönlichen Vorteilen verbunden ist. Es ist bezeichnender Weise ein Damenfahrrad, welches seit 50 Jahren noch nicht einmal Patina angesetzt hat.

    Beide Gruppen argumentieren, das sie schon mögen hätten wollen nur sich nicht trauen würden. Wahlweise weil das Wetter zu schlecht, die Männer zu böse, ein Platten größeres verhindert, das System und die Infrastruktur im großen und Ganzen sie seit mindestens 1000 Jahren benachteiligt.

    Der aktuellen Vorgehensweise in vergleichbaren Fällen nach zu urteilen, stehen da noch ganz andere Sachen ins Haus als Fahrverbote…

    • Es gibt halt einen Kulturkampf, das Auto ist da der neue Endgegner, weil man sonst keinen mehr hat.

    • Um es mit @ Nahuatl Worten von oben zu sagen:
      Ein Plattfuß am Fahrrad beendet bei mindestens 95% der fahrradfahrenden Frauen die Inumlaufhaltung des Gerätes.
      .
      Jetzt noch anderes Thema mit Bezug auf meinen obigen Post, Stichwort „junger Mann aus Mannheim“. Im Mutterkutter diskutierte man unter großer Anteilnahme, man durfte also die psychischen Probleme durch Überlastung eines Großteils der deutschen Jugend diskutieren! (im Gegensatz zu den Ausrastern unserer lieben Frau im EU-Größenwahnrausch)
      .
      Warum erwähne ich das ? Nun, der „junge Herr“ aus Mannheim, ganz ohne Abitur und Studium, mit 22 Jahren schon Besitzer eines Lambo für ca. 120000 €, scheint von derartigen Malaisen nicht befallen zu sein. Na gut, die Tätigkeit des alten Herren im Import-Exportgeschäft und gewisse Verrechnungsmöglichkeiten mit nachobenoffener EU-Trixerscala dürfen wohl vorausgesetzt werden.
      (DdH)

    • Von wegen
      „Auto ist da der neue Endgegner, weil man sonst keinen mehr hat.“

      Von wegen.
      Der Nachbar.
      Des Deutschen Hauptendgegner.

      Demnächst in der ETW-Versammlung. Diesmal mit Rabbatz wg. Teilungserkärung komma falscher. Schee wirds. Ich kann nicht genug davon kriegen.

      (Wer das Gegenteil einer vermuteten Unersättlichkeit nach Nachbar-Krimis annimmt, liegt richtig.)

  98. Titel eingeben
    Die Schadstoffbelastung ist erklärbar. Morgens fahren Autos mit kalten Motoren aus den Städten heraus, die Benziner mit Kaltstartanreicherung und die Diesel mit aktiver Russfilter-Reinigung wegen der niedrigen Abgastemperaturen. Deswegen schaltet Audo das Geraffels ja ab.
    Und in die Stadt hinein kommen ebenso „geregelte“ Abgasanlagen. Ein moderner Diesel braucht bei 15 Grad Außentemperatur 10 Kilometer, um Betriebstemperatur zu erreichen, bei 0 Grad 20 km. Hat das mal jemand gemessen?

    Ändern könnte man das nur, wenn die Maschinen vorgewärmt werden. In Skandinavien macht man das mit einer elektrischen Tauchsieder-Heizung. Die verlangt einen 220V-Stromanschluss.
    Im Grunde müssten Benziner und Diesel alle mit einer Wasser-Luft-Standheizung ausgerüstet werden, damit sie nur mit Betriebstemperatur auf die Straße kommen. Die Anlagen darf man wegen der Abgase aber nicht in Garagen betreiben.

    Mein gerade verkaufter Altwagen mit Standheizung hatte bei 300.000 km Laufleistung einen Rußeintrag von 400 Einheiten von zulässigen 600.
    Mein neuer Gebrauchtwagen aus Korea (Auweh ist hier out) ist selbstverständlich wieder ein Diesel. Der bekam die SH nachgerüstet. Eigentlich wollte ich ja einen Euro 6d-Neuwagen kaufen, aber die gebrauchten E5 sind so etwas von billig, da gilt es zuzugreifen. Die SCR-Nachrüstanlagen sind bei Twintec und Faurecia bereits Stand der Technik. Sie werden derzeit zu astronomischen Preisen angeboten, weil man mit Diesel-Panik sehr viel Geld verdienen, oder, wie der Vorbesitzers meines Kias, verlieren kann.

    • Titel eingeben
      Sie werden es nicht glauben, unter 7° wird das Kühlwasser in meinem Auto angewärmt… wenn das kaputt geht, kostet das inkl. neuer Batterie 1200,-€

  99. Wissenschaftlicher Beweis?
    Etwa um 1880 wurde wissenschaftlich bewiesen, daß es Flugzeuge „schwerer als Luft“ nicht geben kann. Fallen Sie bloß nicht auf die Leute rein, die Ihnen Flugtickets nach Malle oder sonstwohin verkaufen wollen. Alles Betrüger!

    • Legende
      Der von Ihnen geschilderte Beweis ist eine Legende, auch 1880 wusste man, dass Vögel schwerer als Luft sind.
      Es ging, wenn überhaupt, um den Flug mit menschlicher Muskelkraft, einfach Mal den Artikel über Otto Lilienthal in der Wikipedia lesen.

  100. Ein bisschen mehr Realität? Ein wenig mehr Wahrheit? Ach? Lieber doch nicht?
    „Wie, fragt man sich, kann es sein, dass die Besitzerin darauf nicht durch den Aufbruch der Neuen Zeit geradelt ist? Wie ist es möglich, dass sie nicht mit wehendem Rock durch die Scharen der damals immer noch üblichen, schwarzen Kriegsräder geflogen ist, und dabei, wenn schon keine Maobibel, so doch ein Bändchen von Cocteau schwenkte?”

    Sie benutzte schon damals lieber den 1962er W120 180 D? Damals noch völlig ungefiltert und ohne Software, war also keineswegs besser als diejenigen die sich jetzt weigern so ein Rad zu kaufen.

    „Die 68er sind die Generation, die Stalin las…“ haben sie da genaueres, wie viele dieser Generation STALIN gelesen haben, wie viele seiner Leser gabs denn von denen in ihrem damaligen Umfeld?

    Oder ist das Publikum in ihren Foren mittlerweile nur mehr so, dass zB Adorno, Marcuse und Stalin ja sowieso alles ein und derselbe Dreck ist?

    Der Einzige aus dem damaligen Uni Milieu zu dem ihnen tatsächlich was Korrektes einfällt, der fuhr in der Tat, wie übrigens die meisten von uns, Fahrrad. An der Mensa in der Leopoldstrasse sah es in den Mittagsstunden so aus wie am heutigen Hbf, wenn mal ein Jahr lang nichts weggeräumt wird.
    Ihr Umgang war wohl eher der „normale Provinz-68er mit dem 911“, der nach Papis Drohung mit Erbschafts-Entzug ganz schnell zu Friseur ging, bevor er nach München über die Autobahn raste um mit Papis Geld einen Hasen im Parkcafe aufzureissen.

    Mit solch umfassenden Erfahrungen über den tatsächlichen Lebensstil „der“ 68er zu schreiben, also als sie gerade mal 10 waren, ist ungefähr genauso albern, als über die heutigen CDU/SPDler zu schreiben, bei denen sei irgendwas tatsächlich links…..

    „Das sind eben so die Vorteile des Rentnerdaseins. Vom Dieselverbot betroffen sind dagegen jene, die den Generationenvertrag für sie erfüllen und noch arbeiten müssen.”

    Welchen „Generationenvertrag“ denn?
    Die leere Hülse die den dummen, an den Staat Glaubenden da über Jahrzehnte angedreht worden ist, und die sie nach 35 Jahren ehrlicher Arbeit dazu zwingt, HartzIV Aufstockung zu beantragen um nicht zwischen Heizem oder Essen wählen zu müssen?
    Es war eben nicht die 68er Generation die da profitierte, sondern es war die „Nazi“ Generation… rechnen sie einfach mal nach… Diejenigen, die vorher das Vaterland verteidigten mit 60 Millionen Leichen als Konsequenz, welche Rentenhöhe bekamen die.
    Wie lange konnten Rentner in DE einigermassen gut leben? Wann starb die Wehrmachts-Generation aus? Und ab wann ist der %satz der Netto Rente gegenüber dem vorherigen Verdienst gesunken?
    Richtig, seit BMr imbes.
    Na also.. geht doch! Sehen sie?

    Ein Vorschlag zur Güte, damit sie auch mal einen Touch des Lebens der Normalos mitbekommen, der sie ja über den Inhalten stehen, die das TV ihnen bieten kann.
    Schauen sie einfach mal nur diese eine Folge der Anstalt an, zum Thema Rente, damit sie die Probleme der Mehrheit der Stalin Lesenden 68er in der Gegenwart verstehen, und schreiben was darüber?

    [editiertt. don]

    Was sie in ihren Blog Texten immer öfter ignorieren oder verschweigen ist, dass sie ihren Lebensstil, der einen Daimler ( ein paar andere Kfz) beinhaltet, der mehr kostet als ein normaler Bürger Zeit seines Lebens mittels Rente empfangen darf, oder der es auf einem €3000 Rad geniesst die Alpen zu überqueren, seine Hobbys einzig und allein dem Umstand verdanken leistungslos geerbt zu haben…

    Schreiben sie doch mal wie sie sich ihr Leben vorstellen ohne ihren Freifahrtschein fürs Leben….
    Wie gesagt, schauen sie sich erst mal „Die Anstalt“ auf YouTube an und berichten uns dann bitte nochmal über das Thema „Rente“ udnwer sich welches Auto leisten kann?

    Ach… Lieber doch nicht?

    • Hören Sie auf, mir mit diesem YT-Dreck auf die Nerven zu gehen. Und wenn es jeder so machen würde wie ich, könnte sich auch jeder reichlich leicht die angeblichen 3000€-Räder leisten. Ich habe noch nie mahr als 1400 bezahlt, und auch das sind krasse Ausnahmen. In der Stadt fahre ich mit einem 30€-Trek aus dem Container

    • Titel eingeben
      Verehrter D.A.,
      sie könnten ihr „Vermögen“ einer gemeinnützigen Organisation vermachen.
      Z.B. einer Rebellenorganisation,dem IS o.ä.
      Der Vietcong ist schon bedacht worden,fällt also aus.
      Sie müssten halt auswählen unter den Vielen.
      Lassen sie uns wissen wie sie sich entschieden haben.
      Freundliche Grüße
      P.S.
      Kartoffeln sind Nachtschattengewächse

    • Warum leben Sie eigentlich in einem rechten Land...
      … statt in einem linken Land ?
      Ach… Lieber doch nicht… gell !

    • Ohne Dons Leistung könnten Sie...
      … doch hier nicht schreiben, oder sehe ich da was falsch?

    • Abgesehen von
      den lästigen YT-links haben Sie recht, lieber TDV.

      Bin auch der Meinung, dass man auf einer Eisplatte mit dem Rad eben schon leicht in Schlingern kommen kann. Links, rechts, Drehung…ähhh, wo wollte der Radler eigentlich hin?

      Keine Glanzleistung dieser Blogbeitrag…aber wie ich oben schon schrieb:
      kann ja mal vorkommen…

    • @ TDV Das Jammern über Renten ist interessanterweise
      sehr oft hinterlegt mit viel Schwarzarbeit und „selbstständiger“ Tätigkeit für einen Auftraggeber, pauschal versteuerten Arbeitsverhältnissen und sonstigen „schlauen“ Einkommenserwerbsarten. weil man ja nicht „doof war, dem Staat Geld in den Rachen zu werfen“. Zum Uni Milieu Ihresgleichen hat Gauweiler kürzlich im Mutterkutter alles gesagt ;-).

    • @TDV
      Geehrter TDV, seit sie in diesem Blog von erfundenen Röntgenstrahlen geschrieben haben, ist schon sehr viele Jahre her, hat es mich immer wieder gejuckt, Ihnen auch im fernen Japan zu antworten. Heute ist es mit dem leistungslosen Vermögen, dem Erben zum soundsovielten Male so weit.
      Unser werter Gastgeber leistet seit ca. fünf Jahrzehnten Enormes für seine Altvorderen, hält jede Menge Anforderungen aus wie auf den Altbau in der Stadt adäquat aufpassen, Holz spalten, Kamin putzen, Garten richten, einkaufen, diverse Launen der Familie aushalten, ihnen regelmäßig durch seine bloße Anwesenheit Freude bereiten usw. usf. Da ist es nur recht und billig, daß er als Sohn, sich diesen Umständen willig unterwerfend, komplett erbschafts- und schenkungssteuerfrei als Nachfahre von seinen Ahnen selbstverständlich korrekt Versteuertes bekommt, so wie dies in fast allen zivilisierten Ländern (z.B. CH, N, A) derzeit möglich ist.

      PS: Selbst habe ich bisher noch nichts geerbt und gehöre zum arbeitenden Volk, allerdings dem Teil mit 50% Einkommenssteuer.

    • Container
      (Don) „In der Stadt fahre ich mit einem 30€-Trek aus dem Container.“

      Hihi-Haschischtag: Metoo.
      Alles andere wird einem doch in einer bayrischen Großstadt eh „unterm Arsch“ weggeklaut.

      Ich vermeide es in der Stadt*, tolle Brooks-Sättel drauf zu tun (einmal und nie wieder) und sprühe stattdessen Design-Rost drauf. Helps a lot.

      Achtung Provinz-Bashing:
      *Plan B für die Provinz: Auf dem fränkischen Hinterland hingegen wissen viele noch nicht, dass die Brooks-Dinger toll/supertoll/angesagt sind. Sehen ja aus wie von Opa. Noch Dümmere halten das Rad dort mit diesem Accessoire al_so zusammen mit dem Rost für endgültig angezählt und lassen es freundlich stehen.

      (Außer die Müllabfuhr oder ein autofahrender Hausfrauen-Provinz-Buchladen, der sich angepisst fühlt, weil so ein Ding vor dem Schaufenster steht mit den harry Potter Büchern …, fühlt sich berufen, den Sperrmüll anzurufen. Alles *damned* Autofahrer und alles so Endzwanziger so passiert…)

    • Mein Trek ist absolut unauffällig und gerade mal untere Mittelklasse in allen Details. Die andere Containermöhre hat aber gerade einen Brooks für die Grand Tour bekommen.

    • @TDV
      Der einzige 68er, der jemals ins Parkcafe reingekommen ist, war David Bowie. Und der war eher untypisch.

    • "schauen sie sich „Die Anstalt“ auf YouTube an"
      Genau! Oder Mario Barth!

      Er (@tdv) empfiehlt das Staatsfernsehen als Erziehungsmaßnahme (er hat meine Bitte, uns häufiger „Waldor und Statler“ zu spielen, also erhört!!!)

      Aber was ist nur aus unseren 68ern geworden?!
      Früher hätten sie einen, der sein 3.000-Mark-Rennrad vor dem P1 oder dem Parkcafe abstellt (und da auch noch sofort reinkommt!!!) ins Volxgefängnis verschleppt.

      Heute erinnert sich so ein fauler 68er nur noch neidvoll, wie er draußen bleiben mußte, weil er schon damals so ein hässlicher Prolo war und er sogar seine kümmerlichen Joints durch Zeitungaustragen finanzieren mußte. Ist ja nichts verwerfliches, eine durchlässige Gesellschaft ist ja durchaus wünschenswert – aber man muß doch dann nicht sogar noch am Lebensende darüber jammern, daß man die eigene Rente als zu klein empfindet, weil man im Gegensatz zur Kriegsgeneration das Leben mit Labern anstatt mit Arbeit verbracht hat.

      Und @tdv kann noch ganz anders in seiner Manie, sein Leben lang zu kurz gekommen zu sein:

      „Es war eben nicht die 68er Generation die da profitierte, sondern es war die Nazi Generation… rechnen sie einfach mal nach… Diejenigen, die vorher das Vaterland verteidigten mit 60 Millionen Leichen als Konsequenz, welche Rentenhöhe bekamen die.“

      Jetzt haben also auch noch die Trümmerfrauen („die Nazi-Generation“) zu hohe Renten erhalten.
      Also diejenigen, die noch selbst erlebt haben, was eine 6-Tage-Woche mit 60 Wochenstunden ist, und die dieserhalb ihren Kindern den Wohnungsschlüssel um den Hals gehängt haben.

      Dann kamen die 68er. Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bandit und tdv.
      Sollte man denen wirklich eine Rente zahlen?

    • @ Don
      Was ist YT ?

      Soweit ich mich erinnern kann, ging der Link zu einer Sendung der Anstalt??
      Sendungen die mit der Wahrheit über ihre Gesellschaftsklasse daher kommen, die sind also DRECK und da ist dann Zensur angebracht?

      Und, zweitens, wie sollen es alle genau so wie sie machen, und ein Vermögen erben?

    • Sorry Don
      Da hab ich sie missverstanden. Gerade hat mir jemand erklärt, dass YT YouTube heisst.

      Ich spreche einige Sprachen, aber Twitter gehört nicht dazu und ich nahm an YT sei irgendeine Abkürzung aus deren Gebiet…

      Es ging bei dem Link um das Thema Rente und da ist diese Sendung mittlerweile ein Klassiker der sogar im Unterricht verwendet wird, um die Probleme mit der Rente zu erklären!
      Wenn sie mal 45 Minuten Zeit haben…

  101. Mütter und Väter
    Meiomei.
    Die Foristen hier haben schon recht: wir reden und reden alle, aber wollen doch nur die Sitzheizung unterm Hintern für Vati bis zum letzten Tag und Mutti für die Kinder beim Chauffieren der Herzallerbesten zur Schule.

    Stickstoff vermeiden? CO2 vermeiden? Doppelmoral vermeiden?

    Da hat der Don schon recht: geht nur über Exklusivität!
    Licet Jovis, non licet bovis – oder wir gehen alle den Bach hinunter.

    Also ist es doch ganz einfach:
    Sprit für Kfz, Pkw wie Lkw, und Schiffsdiesel für Kreuzfahrtschiffe und Kerosin für Flugzeuge: sagen wir mal für alle Treibstoffe ca. den Preis / Liter auf 8,- Euro. Haushalt auf dem Land und Berufspendler ab 20km erhalten für ein Kfz die Steuer erlassen.

    Fertig. Da braucht es keinen Tagesschau-Bericht über die Luftqualität auf dem Land, die selbst dort ja arg stickstoffbelastet sei, und dann wird die Dame für O-Ton tatsächlich bei der Arbeit gezeigt: im Friseursalon beim Sprayen.

    Der Schlenker zu den 68ern: wozu? Die einzige Besonderheit der sich selbst glorifizierenden Linken darunter ist, dass sie in der Regel vier--x-mal heiraten.

    Last but not least: herzlich gelacht über die Blickveränderung derselben Mütter, ob mit Sitzheizung vorgefahen wird, oder verschwitzt am Sitz)
    Dürften nicht alles 68er sein. Manches ändert sich eben nie.

    Die nächste Woche wird das Radeln richtig Spaß machen: frostig, sonnig, kein Eis oder Schneematsch, trocken. Nicht ewig lang fahren, aber solange es einem nicht kalt wird dank ausreichender Bekleidungsschichten, und die Steigungen nicht zu sehr ins Schwitzen bringen: einfach super!

    Allerdings war das Schlauchwechseln unterwegs im Freien heute etwas schmerzhaft an den Fingern. Wat mut, dat mut.

    Das Wetter zwingt zur Klarheit – so wie dieser frühere Kumpel aus Essen jetzt sagte: unter Tage gibt es nur ja, oder nein. Kein jein.

    Gilt übrigens auch beim guten Gewissen, beim Vertrauen in den Partner oder in Fragen von Krieg und Frieden. Und auch da sind die 68er doch nicht anders als ihre Eltern, Kinder oder Enkel?

    Schöner Beitrag, danke!

  102. Gratulation!
    Gratulation lieber Don,

    ein schoenes Rad! Erinnert mich an meine Kinderzeit, als meine Mutter mich auf ihrem gruen-metallic-farbenen Staiger Damenrad – ich sass „ungeschuetzt“ auf dem Gepaecktraeger und hielt mich an ihm fest – zum Kindergarten fuhr. Mit dem Wohlstand kam dann als Zweitwagen ein VW Kaefer und das Rad wurde irgendwann verschenkt….
    Die in den 80ern von den Eltern beschafften und dann durchaus benutzten Kotter Rennraeder (grundverchromte Rahmen!) habe ich letztes Jahr von meinen alten Eltern uebernommen.
    Lebe in einer deutschen Grossstadt in einem Neureichenviertel mit viel SUVs und Sportwagen – die Nachbarn schauen nur unglaeubig bis mitleidig, da ich bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit strample. Nicht zuletzt dadurch sind aber auch Erkaeltung und Grippe ein Fremdwort fuer mich.
    Und dass mein kleiner Schwede auch schon zehn (beschwerdefreie) Jahre auf dem Buckel hat ts,ts,ts… kann sich wohl nichts Neues leisten…

    • Das mit den reduzierten Krankheiten ist tatsächlich ein angenehmer Seiteneffekt.

    • "Seiteneffekt"
      Nicht nur Heimat und Volk gelten heute nichts mehr, auch die Sprache muß geschliffen werden. Vor den 68ern gab es auch noch so altertümliche Vorkommnisse wie die „angenehme Begleiterscheinung“.


    • „geschliffen“ oder nicht eher geschleift?

  103. Kommt nicht wieder
    Bin zwar kein 68er, aber dennoch in den 80iger und 90iger viel mit dem Motorrad/Auto unterwegs gewesen. War für mich Freiheit und auch Flucht aus einer engen Familie. Vermisse heute noch das Gefühl in einer Sommernacht mit leicht geöffnetem Seitenfenster sowie leicht geöffneter Heizung aber lauter Musik nachts über die Autobahn in die Alpen zu fahren. Damals konnte man noch ewige Zeiten das Fernlicht brennen lassen, so müde die Funzel auch war. Heute schaffe ich es nachts nicht einmal mehr – egal zu welcher Zeit – das Fernlicht anzumachen, so viele Autos kommen mir da entgegen. Das Gefühl von Freiheit und im Lichtkegel Mittelstreifen fressen kommt da nicht mehr so richtig auf. Von daher lasse ich mittlerweile die stressige Fahrerei freiwillig und suche die Freiheit wieder auf dem Fahrrad und auf Nebenstrecken. In der Stadt war ich dagegen immer schon zu Fuß, mit dem Rad oder selten mit den Öffentlichen unterwegs. Mein schlechtes Gewissen über meinen Umweltfrevel, der mich um den Jahrtausendwechsel beschlich, habe ich aber wieder abgelegt.

    Aber nachdem in den Tagesthemen bereits erstmalige Tests an lebenden Objekten bestätigt werden, kann ich mich ja an der Hoffnung festhalten, dass dieser ganze Grenzwertkrampf im Zuge der Neuverhandlungen zwischen alteingesessenen und neu hinzukommenden Bewohner dieses Landes auflöst. In Indien/China/Afrika usw. oder an den brennenden Ölfelder kümmert man sich ja auch nicht groß um die Werte.

  104. Asoziale Forderungen
    ja, genau so sind diese zu bezeichnen.

    Die Forderungen nach einem Fahrverbot in Städten für ältere dieselbetriebene Fahrzeuge halte ich für asozial.

    Wer kauft denn oder besitzt solch alte Fahrzeuge?

    Es dürften solche sein, die über geringes Einkommen usw. verfügen.

    Und denen soll der Strick um die Gurgel gelegt werden.

    Ich könnte kotzen, angesichts dieses Sozialdarwinismus der Deutschen Umwelthilfe und ihrer grünen und roten Unterstützer.

    Wenn ich darf, würde ich diese gern asoziales P*** nennen dürfen.

    —-

    Jemand erwähnte, dass in Büros eine größere Belastung herrschen würde und das zulässig sei.

    Ich habe schon einige male geschrieben, dass bei Hartbelägen die Feinstaubbelastung jeden einzelnen Tag des Jahres fast doppelt so hoch ist, wie die zulässige Belastung an wieviel? vierzig Tagen im Jahr an einzelnen Straßenabschnitten?

    —–

    Diese Heuchler, die Bedürftige weiter knechten wollen, gehören geknechtet.

    Und grad wegen der Heuchlerei ganz ohne jede Gnade.

    —–

    Wie war das noch mit jenem Grünem Politfunktionär, der E-Mobilität per Twitter befürwortete, aus Mittelamerika, wohin der natürlich geflogen ist.

    Elendige Heuchler, die mögen wirklich vom Schicksal für das Ihre entsprechend belohnt oder bestraft werden.

    Diese tragen hehre Ziele vor sich her und machen denen, die um ihr Los heftig und bemüht Strampelnden das Leben immer schwerer.

    Hoffentlich erleben die ihre eigene Verdamniss.

    • @ Thomas Cgn
      „Wenn ich darf, würde ich diese gern asoziales P***
      nennen dürfen.“

      Sagen Sie doch einfach die „Wir“.

    • Fastenzeit
      Nur eine Woche ohne dieselbetriebenen Verkehr, selbstredend auch LKW’s und Züge und die Städte, insbesondere Daimler-Stuttgart hätten Probleme wie nach dem Krieg. Danach spräche niemand mehr von Feinstaub.

      Nur eine Woche Politik im Interesse des deutschen Volks machen und die EU wäre mit ihren Vorgaben und gleichzeitigen Forderungen an Deutschland vorsichtiger.

      Nur eine Woche Flüchtlinge verteilen, nach Irland, in die Karpaten, ans Schwarze Meer, ans Nordkap,ins Baltikum, in die Puszta oder auf die Shetland-Inseln und das Flüchtlingsproblem würde anders geregelt werden müssen.

      Nur eine Woche keine Steuern zahlen, und man würde sich besinnen, wer eigentlich die 30Mrd.Euro erwirtschaftet hat.

      Nur eine Woche Fahrrad fahren, und man würde den Komfort des Autos besser zu schätzen wissen.

      Nur eine Woche mal die Klappe halten und Facebook wäre tot.

      Nur eine Woche kein DA-Blog, und man würde wirklich was vermissen.

    • Ich habe noch eine mechanische Schreibmaschine, Erika von 1932.

    • Hier ist
      ein Blog für „Reiche“ nach Aussagen des Hausherrn.

      Man kümmert sich auch hier nicht um das Prekariat.

    • Gegebenennotfalls kann man sich auch noch mit Wachsmatritzen behelfen - da drischt man den Text
      ohne Farbband hinein. Mühsam zwar, aber durchaus praktikabel:

  105. Danke
    Lieber Don,

    danke dafuer, dass Sie die Widersprueche der gegenwaertigen deutschen Gesellschaft so charmant aufzeigen.
    Ich sitze hier in der vietnamesischen Provinz und freue mich, dass mich das alles nichts angeht. Wir–meine Frau und ich–fahren zwei relativ neue, schicke, japanische Leichtkraftraeder mit 110 bzw. 125 Kubik, und brauchen uns um die Daemmung unseres Hauses oder Strompreise keine Sorgen zu machen. Es ist das ganze Jahr warm genug, um ohne Heizung zu leben.
    Von Politikgequatsche, EU-Verordnungen und deutschem Fernsehen bleibe ich verschont, und ich muss mit meiner Frau auch keine feministischen Diskussionen fuehren (genausowenig mit anderen Frauen). Meine liebe Gattin kocht gut und gern. Dass sie zu Hause bleibt, um sich um unseren Sohn zu kuemmern, waehrend ich arbeiten gehe, bedurfte ebenfalls keiner Diskussion.
    Alte Dinge werden hier noch gepflegt und repariert: Das Fahrrad meiner Schwiegermutter ist 40 Jahre alt und faehrt immer noch. Meine Frau fuhr damit vor 20 Jahren zur Schule und zum Strand.
    Ich bin natuerlich auch froh, dass es hier keine unkontrollierte Masseneinwanderung oder Stimmen gibt, die eine Islamisierung der hiesigen Kultur verlangen.
    Meine angeheirateten Verwandten sind heitere Menschen, die nie um einen Gefallen verlegen sind. Wir wohnen in Flussnaehe zwischen der Kueste und in Sicht der doch recht beeindruckenden Berglandschaft im Westen.
    Wenn sich’s wie Heimat anfuehlt, ist es wohl Heimat, auch wenn es 10.000 Kilometer von Deutschand weg ist.

    • Schöne Grüsse um den halben Globus.

    • Ex Zeitleser
      Da muss ich jetzt schon überlegen, ob das nicht a bissle Satire ist.

      Andererseits etliche Probleme in D. wären entschärft, wenn
      aus dieser Region quasi als Ausgleich Zuwanderer nach D kämen, vorzugsweise junge unbegleitete Frauen. Allein die Debatte darüber , nein die Empörungskultur in den Feuilletons oder der Diskurs mit GrünInnen und Feministinnen wäre es absolut wert.

    • ... das hatten wir vor einigen Jahren ...
      … als viele Russinnen, Bulgarinnen, Polinnen und Ukrainerinnen kamen, auch nur aus wirtschaftlichen Gründen, wurde das von der „Qualitätspresse“ schnell niedergeschrieben … Da hat niemand von „Goldstücken“ fabuliert, obwohl auf deren Arbeitskraft ganze Wirtschaftsbereiche (z. B. Pflege, Reinigungspersonal, Lagerei) beruht und sie keinen „Hochkultur“ bedingten Ärger bereiten ..

  106. "faszinierend"
    „sitze nun beim Tee mit guten 20 Kilometern in den Beinen“ – kommt er wenigstens wieder aus einer Blutsilberkanne und wird aus der Himmlertasse genossen?

    Dann freut man sich doch, wenn der eigene Diesel es trotz Euro 4 (oder ist es doch schon 6?) spielend schafft, die mutmaßlich von gescheiterten Theo- und Soziologen (bloß keine Naturwisenschafter, die hätten ja Ahnung) definierten Grenzwerte zumindest bei mutwilligem Vollgas im Stand annähernd zu erreichen.

    Wieso gönnt sich dieses Land trotz Wahlmöglichkeit eigentlich seit Jahrzehnten mit Vorliebe Entscheidungsträger, die ihre Erfüllung darin sehen, das Leben unnötig teuer, umständlich und schwierig machen zu wollen?

    • Gegenfrage
      Wie hätte man sonst die ganzen Baby-Boomer
      in Arbeit bringen sollen, ohne diese Bürokratie?

  107. In meiner Kreisstadt hat man besondere Vorstellungen,
    um die Luft sauber zu halten.Schaun Sie mal:

    Das mag lustig werden, wenn vorn eine Kiste mit Wasser und hinten der Wocheneinkauf transportiert wird.Hoffentlich verliert keine/r die Balance und landet vor meinem Auto, wenn ich da mal hin muss.E-Bike ist auch möglich in der Stadt, die sich als Drehscheibe des OA verkauft.Da können sie dann von einem Gewerbegebiet ins andere kurven.Wurde kopiert von Dachau, wo das gut ankommen soll.

    Sobald das blaue Band flattert, kommen dann asiatische Bilder auf uns zu.
    Vorwerts, Kameraden, wir müssen zurück, kommt mir da in den Sinn.

    Übrigens war die erste Botschaft aus meinem Radiowecker, wie eigentlich immer: Verkehrunfall durch einen LKW, diesmal ohne Tote…

    • Ich kann hier die Wocheneinkäufe ganz gut mit dem Rad machen, Wasser ist halt keines dabei. Ich habe während eines Notfalls mal 12 1,5l-Flaschen mit dem Rad transportiert, das ging. Gerade eben so.

    • Ob da die Taschen, die hinten an beiden Seiten angebracht sind,
      nicht praktischer sind? Für vorn gibt es ja auch Körbe. Da ich gute 3km bis zu meinem Markt habe, ähnlich wie zum Wochenmarkt, scheint mir mein Auto bequemer. Die Kiste Wasser in Glasflaschen hieve ich in den Kofferraum – aber überwiegend wird wohl in leichtem Plastik gekauft.

    • Das Problem beim Rad ist die hohe und schmale Auflagefläche und das drastisch veränderte Fahrverhalten,

    • Für Notfälle
      gibt es den Croozer Cargo. Damit habe ich schon ein kleines Schränkchen transportiert, ein anderes Mal 3 Stühle auf einmal.

    • Es gibt ja auch die Idee, Cargobikes zu verleihen, was ich grundsätzlich nicht doof finde. Was ich am Radeinkauf mag: Man kauft keinen Blödsinn.

    • Ist die Trinkwasserqualität in Sonthofen schon so schlecht,
      daß man Wasser in Flaschen kaufen muß? Hat mich heute beim Wochenendeinkauf schon wieder zum Kopfschütteln gebracht. Trinkwasser wird tonnenweise durch Deutschland transportiert, obwohl es auch aus der Leitung kommt. Wenn ich diesen ganzen Plastikmüll da sehe, aber Einkaufstüten sind i bäh, obwohl man sie ja mehrfach verwenden kann. Dafür muß man jetzt Plastikmülltüten kaufen. So etwas können sich nur Deutsche ausdenken.
      PS
      Es gibt auch Fahrradanhänger. Paßt auch eine Kiste Bier rein.

    • Das Trinkwasser hier hat Mineralwasserqualität...
      …und versorgt auch Kempten.Staatlich Fachingen muss hin und da schon mal sein,@ Sinn 42.Bei mir finden Sie kein Plastik, habe Einkaufskörbe.

    • Fahrradtransport
      Für den kleineren Einkauf: einen stabilen Gepäckträger und zwei Taschen dran (Ortlieb o.ä.). Da geht erstaunlich viel rein und die Änderung des Fahrverhaltens bleibt (meist) im Rahmen.
      Sonst einen Anhänger (Croozer ist günstig und von einigermaßen passabler Qualität, braucht aber ein wenig Pflege). Zwei Getränkekisten gehen immer, mit einem Verzurrgurt auch mehr…
      Aber dann auf jeden Fall an den „etwas“ längeren Bremsweg denken!!!

  108. 68er und Post-68er
    Das große Verdienst der 68er (also der Generation 1945-50) war das Aufbrechen der verkrusteten Strukturen der Adenauer-Ära (Globke!). Sie hat buchstäblich den Weg frei(er) gemacht für die nächste Generation (die 1968 noch nicht dabei war), welche heute die Macht hält. Merkel z.B. (geb. 1954) oder Schulz selig (1955) – alle heute 60+, also auf das Pensionsalter zugehend, die ich als Post-68er bezeichnen möchte. Lindner (1979) ist schon wieder eine ganz andere Generation.
    Die echten 68er waren gut im Aufbrechen, letztlich Zerstören, aber sie füllten die von ihnen eroberten Freiräume schlecht aus; Aufbauen erfordert ganz andere Fertigkeiten. Das hätten die aktuell Mächtigen, die Post-68er machen sollen – haben sie aber nicht. Mangels Charakter, Tiefgang und auch Sekundärtugenden fuhren sie fort, niederzureißen und statt mit neuem – der neuen Situation angemessenen – Gedankengut aufzuwerten, bohrten sie nur das der 68er auf, teilweise bis ins Grotesk (metoo zählt zu diesen Auswüchsen).
    Wenn man so will, die Tragik der 68er liegt darin, daß die Post-68er mit den gewonnen Freiheiten nichts anzufangen wußten. Ganz im Gegenteil rutschten sie dorthin, wo wir uns heute befinden: in die DDR2.0 mit gelenkter öffentlicher Meinung (ÖR und auch die sonstige Lügenpresse).
    Den entscheidenden Punkt sehe ich in der Preisgabe von Anstand und Wahrheit als hohen Werten. Die Wahrheit wurde durch eine der jeweils opportunen politischen Situation Meinungsmache ersetzt: Euro, Maastricht-Kriterien, von der Leyen (über ihr Totalversagen regt sich niemand auf, vielmehr wird sie für die Nato gehandelt; sie selber denkt offenbar nicht an Rücktritt). Ein Beispiel des politischen Anstandsniveaus lieferte Schulz mit seinem Wunsch, Aussenminister zu werden.
    Dazu Erich Kästner „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen will“.

    • Fressen ...
      Werter Oberbayer, selbstverständlich lasse ich als alter Links-Grün-Versiffter (Jg. ’44) Ihnen Ihre verqueren Ansichten über „die“ 68er und Post-68er (als ob es diese Wimmeltruppen in gleichgeschalteter Gleichförmigkeit so und nicht anders gegeben hätte …) – nur eins sollte doch korrigiert werden: Es war nicht Kästner der Autor des Fressen-Kotzen-Sponti-Ausrufs, sondern Max Liebermann … bitte nachschlagen (mW verbürgte sich Familie Kollwitz hierfür).

    • Schulz als Aussenminister, kein Anstand
      Ja, so etwas macht jemanden, der von Kind an mit Anstand aufgewachsen ist, sprachlos.

      Hatte der Schulz keine Oma, die ihm beibrachte „sowas macht man nicht“?

      Schon der Umgang mit den EU Sitzungsgeldern ist eine Sauerei. Das ist Spesrnbetrug -in jeder halbwegs normalen Firma fliegen die dafuer raus. Bei der SPD bekommt er 100% – was fuer eine Mischpoke. Hat da keiner noch ein bisschen Restanstand? 5% sind zuviel fuer die!

  109. Herr MMW... soll ich Ihnen mal ein paar...
    … Inselmakler raussuchen.
    Dort können Sie sich eine Insel kaufen.
    Sie verbieten jeden Fahrzeugverkehr, richten eine sieben Meilenzone
    um Ihre Insel ein, Überflugrechte über Ihre Insel verbieten sie auch…
    … und schon haben Sie ihr Paradies.*
    Ich komme Sie mal besuchen, mit `nem Schlauchboot angerudert, versprochen.

    * passen Sie auf, dass kein Vulkan in der Nähe ist, sonst wird das wieder nix mit Ihrer Luft.

    • Lieber FJ45
      Es geht nicht um das Verbot jeglichen Verkehrs. Aber die Luftqualität des Jahres 2000, nach Einführung des Kats und vor dem großen Diesel-Boom, die hätte ich schon gerne wieder. Rückschritte, nur weil Autos immer größer, schwerer und komfortabler werden, auf Kosten der Gesundheit derer, die daran nicht teilhaben können oder wollen, sind nicht einzusehen.

    • @MMW
      Wie kommen Sie darauf, dass die Luftqualität des Jahres 2000 besser war?

      Zitat Umweltbundesamt:
      „Die Belastung der Luft mit Schadstoffen nahm in den vergangenen 25 Jahren deutlich ab. Mittlerweile gibt es in Deutschland keine Überschreitungen der europaweit geltenden Grenzwerte für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei mehr. Die Entwicklung von PM10 und NO2 ist zwar rückläufig, jedoch werden noch immer geltende Grenzwerte überschritten.“

      Man sollte doch mit Fakten und nicht mit Fake News argumentieren.

      Beste Grüße

  110. Nostalgie
    Nostalgisch sind sie noch dazu, die niemals im ÖPNV unterwegs sind.
    In meiner Nähe (links vom Rhein, ehemals bay. Rheinkreis) wollen sie eine stillgelegte Bahnstrecke für viel Geld reaktivieren, obwohl parallel dazu ein gut funktionierender Busverkehr die paar km von einer Stadt zur nächsten überbrückt. Aber es ist ja nicht ihr Geld.

  111. Titel eingeben
    „….Wie kann man die Wissenschaft so verwenden, dass die Gewinne optimiert werden? Wie kann man wissenschaftliche Ergebnisse so beeinflussen oder, wenn es sein muss, auch fälschen, dass sich in der öffentlichen Meinung und der politischen Arena die Lobbymeinung durchsetzt? Die von den Autoherstellern VW, Daimler und BMW gegründete Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) hat diese bewährte Vorgehensweise angewendet…“
    Und die Zuwendungen an Journalisten zwecks positiver Stimmungsmache …..

    Und hier wird zum xten Male von 68ern rumgeschwurbelt , während man Dobrindts Verkehrspolitik ,die dreckigste Strasse in der Republik (Landshuter Allee in München), Daimler belastende amerikanische Untersuchungsakten, Razzien bei Audi und zaghafte Geständnisse bei BMW sowie geforderte Sozialisierung von Dieselnachrüstungen per öffentlicher Hand wie üblich unter die blau-weiße Decke bajuwarischer Heimatvergessenheit stopft.

    • Dazu finden Sie doch Zilliarden Beiräge – und wenn ein einziger Beitrag das ironisch belächelt, ist es schon schlimm?

    • Bisher keinerlei Geständnisse von BMW..
      … gegen den vermeintlchen Versuch der DUH BMW anzuschwärzen,
      hätten Sie einen Bericht in der FAZ Print lesen können.

      Auch Fahrradfahrer haben ihre Lobbyvereine, ebenso Sozialverbände usw.

      Übrigens den Print Artikel hätten Sie auch gegen Geld online lesen können.

    • Wenn schon,
      dann alle Heuchler und Blender „ belächeln“. Sehe ich auch so.

      PS: die Lebenserwartung ist rückläufig…

    • Versuch No. 2: Hartz IV- und Bauernstaat ohne Arbeiter
      „….Wie kann man die Wissenschaft so verwenden, dass die Gewinne optimiert werden? Wie kann man wissenschaftliche Ergebnisse so beeinflussen oder, wenn es sein muss, auch fälschen, dass sich in der öffentlichen Meinung und der politischen Arena die Lobbymeinung durchsetzt?

      Ach, Gottchen, blauer Bärtiger, das kann man doch problemlos umdrehen. Zwecks Übereignung von Marktanteilen am Auto an Tesla, Google und chinesische Hersteller macht man zuerst auf E und dann auf selbstfahrend. Wie ja D schon frühzeitig alles in und um den Computer verpennt hat, wird es auch hier schlafen. D ist groß in Otto- und Dieselmotoren. Um D zu schwächen, ist also die Gangart vorgegeben und sehr leicht erkennbar.

      Was nicht verständlich ist: Wieso macht eine deutsche Regierung da mit? Weshalb sehen Regierungsmitglieder nicht, wohin das führen wird und unterstützen eine Politik, die lediglich dem Machterhalt eines kleinen Personenkreises dient?

      Die Vorarbeiten für das Ziel wurden bereits geleistet und zwar in den USA. Dort wurde eine Schummelmethode aufgedeckt, die weltweit verbreitet war, aber aufgedeckt wurde bei VW. Die deutsche Autoindustrie erlitt einen gehörigen Imageschaden, und dieser ist wesentlich, denn ein deutsches Auto hat ein Image, eine Art Ego, an das die meisten Franzosen-, Amerikaner-, Japaner- oder gar Chinaschlitten nicht herankommen. Die Regierung blökt nur, sie scheint nicht zu begreifen, was da vor sich geht, obwohl sie doch wohl weiß, dass das Gerücht geht, dass schon Diesel ertränkt wurde, säuberlich unglaubwürdig deklariert als Suizid.

      Wenn alles geschafft ist, und Deutschland ist Monsanto-Morgenthau-Acker, wird der Benziner vermutlich wieder eingeführt, vielleicht auch der Diesel. Abroad.
      Die dann auf Minimalniveau arbeitenden deutschen Schüler, sämtlich an Mathematik-Asthenie erkrankt, dürften daran keinen Anteil mehr haben.
      Godd riddance, Mrs. Merkel, for the voyage of abolishing German Know-How.

    • Bei uns auch, oder nur bei den Fentanyl-Amis?

      Woran läge es bei uns? Vermehrt langjähriger Diabetes Typ II und Übergewicht?

    • Wenn Sie jetzt mir Unwissendem hier schlüssig erklären,
      was Dobrindts Verkehrspolitik an der Dreckigkeit der Landshuter Allee in München verantwortet, nehme ih Ihr übriges Ökotaliban-Geschwurbel etwas ernster.

  112. Bewegung, Beweglichkeit..,
    Ein klarer kalter Morgen, ein inspirierter Text zum Frühstück, so lässt es sich herrlich ins Wochenende starten! Meinen herzlichsten Dank dafür, auch wenn Sie vermutlich für das Wetter nicht zuständig sind. Ihr Artikel führt mir wunderbar vor Augen, wie elementar es ist im Leben, Bewegung, Beweglichkeit, beides innerlich wie äußerlich, versteht sich, gute Luft, auch weil es ohne sie keine Klarheit und Distanz zu sich selbst gibt, denke ich, und einen guten heimatlichen Rückzugsraum zu besitzen, der freilich ebenfalls im Inneren angesiedelt sein sollte – es ist der wahre Jammer, dass dies nun wahrlich nicht allen Menschen beschieden ist, aber dieses Ziel haben nach meinem Dafürhalten auch allzuviele freilich nicht vor Augen. Denn es gibt selbstverständlich ebenso eine innere Heimat, was neulich in vielen Kommentaren erstaunlich nachlässig behandelt wurde, aber die ist ja zumeist von der hier so viel geschätzten äußeren kaum zu trennen. Ich finde den Gedanken nicht uninteressant, dass der augenscheinlich so verbreitete Zustand der Unbehaustheit in eine Zeit fällt, in der viele ein sichtbares Bedürfnis haben, (auto)mobil zu sein, ohne minimale Abstriche an, meines Erachtens, mit Geborgenheit und Sicherheit verwechselte Bequemlichkeit in Kauf zu nehmen. Eleganz und Lebenslust scheinen nahezu völlig vom Asphalt verschwunden. Das ist, finde ich, ein wenig traurig, aber kein Grund auf Menschen, die ja alle in Ihren Zwängen hängen, herabzusehen, wie das leider wohl üblich ist. Ihnen ein ebenso schönes Wochenende und beste Grüße!

  113. Ja die Umwelt
    Das Auto hat uns den größten Teil des Wohlstands beschert. Die Muttis die Ihre Kinder mit einem Geländewagen in den Kindergarten fahren, garantieren viele Arbeitsplätze. Und die furchtbaren Abgase und Feinstäube führen zusammen mit unseren vergifteten Lebensmitteln, Glyphosat und Wiesenhofhähnchen dazu, dass wir immer älter werden. ZUm Nachteil der Sozialsysteme. Und vor meiner Muckibude ist der riesige Parkplatz immer voll. In der Bude trainieren dann hauptsächlich Rentner, was auch schlecht für die Rentenversicherung ist, weil die dadurch noch länger leben. Ich fahre übrigens Bus und Bahn. Wege unter 2 km mache ich zu Fuß. Aber nicht wegen der Umwelt. Nur aus ökonomischen Gründen…

    • Altersarbeit
      „In der Bude trainieren dann hauptsächlich Rentner, was auch schlecht für die Rentenversicherung ist, weil die dadurch noch länger leben.“

      Wer weiß, vielleicht gehen die dann gleich hinterher arbeiten, während die junge Generation studiert und psychische Probleme hat…

    • die Dame, bei der ich meinen Tee kaufe, ist 83 und fit.

  114. NO2 und Stuttgart Neckartor
    Hier sind mal die Messdaten von Stuttgart:

    Danach gab es am Neckartor im Jahr 2017 sage und schreibe 3 Stunden eine Grenzwertüberschreitung an NO2!

    3 Stunden im Jahr!

    Und dafür machen die einen Aufriss, wie wenn hinter meinem Diesel die Menschen Reihenweise tot zusammenbrechen.

    Und das ganze Palaver Euro 5,6 , schlagmichtot, bezieht sich auf NO2.
    Nix Feinstaub, das war eine andere Baustelle

    • da wedelt der Schwanz mit dem Hund.........
      werter @Arminius, so ist es nun mal mit diesen Umweltschützern, von ganz wenig wird aufs Ganze geschlossen, war schon bei der Atomkraft so, wenn ein unsicherer Russen-Waffen-Plutonium-Reaktor hochgeht oder wenn in Japan am Meer liegende Kraftwerke überspült werden, dann müssen WIR auch im Auftrag von ulFuM Neckarwestheim 1 und 2 stilllegen, weil das ja alles vergleichbar ist.

      und wenn im Jahr 2017 auf der BAB von Singen nach Donaueschingen sieben Schweizer Autorennen beobachtet werden, dann müssen gleich alle nur noch 120 fahren.

      das ist in etwa so: wenn ein Grüner pädophil ist, dann schliessen wir gleich auf die gesamte Partei. ist die gleiche Logik ! die wir aber nicht anwenden, da gesunder Menschenverstand !

    • Feinstaub = Feind Staub
      und was ist
      mit der Staubentwicklung
      bei der Ernte z.B.?

    • Fein(d)staub
      Beim Feinstaub wird es noch abstruser.
      LUBW gibt selber an, das nur 7% vom Feinstaub aus Autoabgasen stammt.
      Alles andere ist aufgewirbelt, Baustellenstaub, was immer.
      Wenn wir jetzt also von den 7% noch mal nur einen Bruchteil per Filter, farbiger Plakette, usw. da herausbekommt, dann sind das doch kaum noch messbare Peanuts.

      Riesen Aufriss und Aufwand für nahe Null Effekt.
      Irre, total Irre.

  115. E-Mobilität: Der Strommix ist auch nur eine verlogene Fiktion
    „Sirisee“ sagt irgendwo ziemlich weit oben:

    „Der Strom wird künstlich subventioniert (d. h. von anderen bezahlt) und besteht nach dem Energiemix zu mind. 50% Kohlestrom.“

    Ja, schön wär’s bzw. das wollen uns die Ökostromlobbyisten weismachen. Etwas in der Art kommt dabei rum, zahlenmäßig, wenn man am Jahresende ALLEN verbrauchten Strom auf ALLE Verbraucher statistisch verteilt. Diese post-factum-Statistik hat aber keine Prognosekraft bzw. liefert keine Differentialbewertung „was wäre wenn wir den Strom nicht verbraucht hätten“.

    Denn die Frage ist doch: Woher kommt ein Strom, den die Gesellschaft – aufgrund politischer Entscheidung – ZUSÄTZLICH verbraucht? Nachdem der Ökostrom schon komplett ins Netz eingespeist wurde, sofern das Netz es technisch hergibt?
    Der zusätzliche Strom kommt – natürlich – ausschließlich aus den fossilen Kraftwerken. Die schließen IMMER die Lücke zwischen Ökostromangebot und Gesamtnachfrage !!!

    Bitte nicht verwechseln: Physisch gibt es im gemeinsamen Netz in jedem Moment natürlich nur den gemischten Strom aus allen möglichen Kraftwerken. Das ist aber uninteressant.
    Worauf es ankommt, ist die Zusammensetzung des tatsächlich genutzten Kraftwerkepools JE NACH HÖHE des konkreten Stromverbrauchs in jedem Moment.

    [Der Betriebswirtschaftler erinnert sich hier an den Begriff der „Grenzkosten“. ;-) ]

    Oder bezogen auf den „Strommix“: Der ist eben nicht in Beton gegossen bei einem bestimmten Öko-Anteil.
    Braucht man mehr Strom, wird der Öko-Anteil geringer!

    Oder noch einmal anders: jede kWh Ökostrom, die NICHT zur Vermeidung von Kohlestrom genutzt wird, was die Kernaufgabe der „Energiewende“ ist, sondern zur Bespaßung eines (nicht zwingend notwendigen!) zusätzlichen Verbrauchers, VERZÖGERT die Energiewende und ist kontraproduktiv zum Klimaschutz.

    Und vollständigkeitshalber die Vergleichsrechnung:

    Eine kWh Kohlestrom zu ersetzen, bringt etwa 1 kg CO2. (!) Eine kWh Strom im Auto zu verfahren, schafft je nach Fahrzeug und Jahreszeit (Akkus mögen keinen Winter!) 5 bis 8 km. Dafür produziert ein moderner Verbrenner (und wer aus Ökogründen ein teures E-Auto kaufen würde, kann gefälligst stattdessen einen sparsamen modernen Verbrenner kaufen) womöglich nur 500 Gramm. (Hälfte!)

    Aber vor allem fährt das E-Mobil schon wegen der Akkuherstellung mit einer Vorbelastung von 50 oder 100 oder 150 Gramm je km; DAS ALLEIN gleicht den kompletten Spritverbrauch des Verbrenners schon vollständig aus.
    (Wenn das E-Mobil eine Reichweite von 300 oder 400 km haben soll, und sonst ist es nicht alltagstauglich für Normalhaushalte, dann muss die Batterie 60 kWh speichern können. Macht etwa 10 Tonnen CO2 (sic!) bei der Herstellung in China, macht 100 Gramm CO2 je optimistisch angenommener 100.000 km Batterie-Lebensdauer.)

    • @ Bernd Michalski , Dank für diese überzeugende Fleißarbeit....
      aber zerstören Sie nach dem nicht stattgefundenen Waldes-Tod bitte nicht noch das (fast) letzte Argument der „zurück zur Scholle-Bewegung“.
      Wie das enden würde, demonstrieren die Herr-und Frauschaften ja gelegentlich mit ihren kindischen „Urban gardening“-Spielen auf dem Tempelhofer Feld und n´ importe où.
      .
      Wo und wie der Ladestrom für eine weiterhin sog. „mobile Gesellschaft“ herkommen soll ohne konventionelle Kraftwerke haben ich und viele andere hier versucht rechnerisch darzustellen. Selbst die oberste Physikerin der Republik, die das evtl. erkennen könnte, schweigt dazu.
      .
      „Where are the horses“ fragte Lisbeth, als man sie in Marbach ins Schiller-Nationalmuseum führte. Dabei wollte sie ins Landesgestüt nach Marbach auf der Schwäbischen Alb. Leute also, die noch jung genug sind, sollten an Pferdezucht denken. Am besten Belgisches Kaltblut, Brabanter oder Percherons. Die Diesels unter den Pferden..
      .
      Ich kann nur hoffen, dass „Diesel“ nicht derart negativ konnotiert wird, dass ich und Sie unsere Diesel-Klamotten auf den Kompost werfen müssen.
      .
      Und bitte mehr von dieser Kälte-und lange anhaltend. Könnte Batterieschleuder-Besitzer und Afrika-Ausreisewillige zur „Räsong“ bringen, wie der Berliner sagt.
      (DdH)

    • Ach menno!
      Das können Sie doch jetzt nicht machen, so eine Rechnung!
      Selbst wenn man mal annimmt, daß das Neckartor mit anderen Motoren ein schönerer Platz wäre, schert sich das Klima nun gar nicht darum, ob das CO2 hier oder in China in die Luft geblasen wird.
      Aber beim Ablaßhandel sind vernünftige Argumente nicht gewünscht…

  116. Ach Herr "Gnadenbrotler", DAS ist altbacken
    Sie beschweren sich lebhaft um halb sieben gestern:
    „es ändert aber nichts an den derzeitig von Autos verursachten, hierzulande eben nicht vorbildlichen Abgas- und Schadstoffwerten.“

    Viel Vergnügen in Ihrer liebgewordenen Horrorvorstellung, aber mit den Realitäten hat das nichts zu tun.
    Von dem, was z.B. noch in den 70ern oder 80ern aus dem Auspuff gekommen ist, ist doch fast nichts mehr übrig.
    Das bestätigt Ihnen sogar das UBA.
    Deren früherer oberster Autoexperte Friedrich hat schon vor vielen Jahren öffentlich ausgesagt: Was moderne Autos hinten rausblasen, ist sauberer als was vorn angesaugt wird. !!!

    Von CO, Kohlenwasserstoffen, SO2, Asbest ist keine Rede mehr.
    Feinstaub ist inzwischen technisch im Griff, abgesehen von wenigen miesen Altfahrzeugen.
    Und an dem bisschen NO2 stirbt in Wirklichkeit niemand, das macht noch nicht einmal irgendjemanden wirklich krank.

    Das ist der letzte grüne Strohhalm, um das blöde kleinbürgerliche Auto doch noch kaputtzukriegen, aber es ist eben nur Propaganda.

    Sie können gern ÖV nutzen, aber Sie brauchen sich deswegen keinen Orden selbst anzustecken.
    Sie fahren da gediegen auf anderer Leute Kosten, und die angebliche Umweltfreundlichkeit ist eine Rechtfertigungsfiktion.

  117. Hübsches Fahrrad und die 68er
    Lieber Don Alphonso

    ein sehr hübsches Fahrrad habe sie da aufgetan, mit fast so viel Chrom wie ein alter Chevrolet! Wären sie einmal mit weitem Rock und Pumps auf so einem Gefährt gesessen, dann wüssten sie, warum die Damen liebend gern in ein Auto umstiegen, als es denn möglich war. Ganz zu schweigen von der Übung: ‚wie um Himmels Willen trage ich das schwere Ungetüm in den Keller‘

    Ich hatte ja mal einige Jahre mit alt 68ern zu tun. Das ging nicht lange gut. Die Eigenwahrnehmung als tolerant, weltoffen und einzigartig in der Geschichte Deutschlands passte nicht mit meiner Wahrnehmung von spießig, engstirnig und sehr von sich selbst überzeugt zusammen.

    Damals habe ich gelernt, dass ein uralter Buly gleich weniger umweltschädlich ist, wenn man einen ‚Atomkraft nein danke‘ Aufkleber daraufpappt.

    Ihre Schilderungen haben mich zu einer Winterwanderung inspiriert. Ich werde zwar nichts einkaufen, aber die Wege für mich haben, die im Sommer völlig überlaufen sind.

    Herzliche Grüße in die Runde sendet

    Hessin

    • Es ist gar nicht so schwer, manche haben auch eine Garage, und die Dame von heute trägt auch mitunter hosen, wurde mir berichtet.

  118. Imposant Ihr Winterradeln. Als Hobby
    Sie probieren das Winterradeln, es ehrt Sie, aber ich schätze mal, dass Sie ab Montag verzichten werden.

    Wen trifft das Ganze außer jungen Berufsanfängern, die erstmal ein älteres Baujahr erwerben?:

    Ältere. Mich. Beispiel 1: Ich fahre zu einem Termin bei einer Bank im Arabellapark. Den Termin lege ich zwischen die Stoßzeiten. Ich brauche 45 min. rein und die gleiche Zeit wieder raus, weiß, dass ich in der Regel dort schnell einen Parkplatz finde. Die einzige Stelle mit erhöhtem Schadstoffausstoß ist nicht meine Schuld. Ich muss von der Ausfahrt Leuchtenbergring bis zur Denninger Straße dreimal an Ampeln halten (kein Verkehr), sprich, die rotgrüne Stadtregierung ist unfähig, die Ampeln zu koordinieren. Schade für die Anwohner. Laut schreien tun sie, die Grünen, aber das Naheliegende unterlassen.

    Alternativ fahre ich mit der BOB zum Hauptbahnhof (oder Ostbahnhof, falls sie dort hält), dann Taxi. Ich muss erstmal hin zur BOB. Mit allem brauche ich doppelt so lange.

    2. Beispiel: Ich fahre mit der BOB nachts von der Oper zurück, Einstieg an einem Bahnhof. Zum Zeitaufwand kommen Sicherheitsbedenken in der Nacht.

    Eine kleine Gruppe von Altachtundsechzigern und Grünliebhabern hat diese Diskussion losgetreten. Schaden tut sie den Jungen wie den Älteren wie auch den Pendlern, deren Wegezeit sich ähnlich verdoppeln würde wie meine. Aber in jeden Neubau Laminat.
    Man schüttelt den Kopf.

    • Ja, das gibt in der Peripherie ein paar Aufstände. Zurecht übrigens.

    • Die Stadtregierung ist
      rot-schwarz, Oberländer.
      Mich ärgert es auch.
      Klar, Öffis haben Vorfahrt, aber aus der grünen Welle ist eine rote geworden, vielleicht steckt eine Schadstoffmafia dahinter :).

  119. @ Don Alphonso sagte am 24. Februar 2018 um 07:11 Uhr
    „Wandern ist natürlich auch schön und es gibt schon Gründe, warum man in Siena kaum Räder sieht.“
    .
    È vero Don. In Siena kaum Räder. „Le ombre ritornano…e fanno trekking con noi „ (etwa:die Schatten kehren zurück….und machen Trekking mit uns). Nachzulesen zur „XIV Giornata Nazionale del Trekking Urbano“, Comune di Siena
    INFO PERCORSO
    Tempo di percorrenza: 2,5 ore
    Lunghezza: 3,3 km
    Ach, schauen Sie selbst => [email protected].
    .
    Also a piedi. Aber ob 3,3 km bei uns unter „Trekking“ liefe, wage ich zu bezweifeln. Und 2!/2 Stunden für 3,3 km nenne ich „Schlendern“ oder „Flanieren“.

  120. Live unfiltered ....
    …. prangt mir ein Werbebanner für ein knuffiges Cabrio gerade entgegen.
    .
    Da sag noch einer, dass die Autoindustrie kein Humor hat!

  121. einfach gut
    ich machs kurz lieber Don: Wieder ein prima Text, sehr nachdenkenswert. Ich lese hier immer wieder gerne, auch die vielen Kommentare.

  122. Titel eingeben
    „Ich weiß, wie mich die Mütter, die ihre Kinder von der Schule gegenüber abholen, mit diesem Auto anschauen, und ich kenne ihre Ignoranz, wenn ich mit dem Rad komme.“

    Wasser predigen, Wein trinken. Ein alter Volkssport.

    Übrigens, Gratulation zur 90ziger XT. Immer gut.

  123. Unser seliger Daimler 190D
    wurde bis 2008 mit Rapsöl gefüttert und duftete deshalb intensiv nach Frittenbude.
    Die Feinstaubabgase dürften auch heute noch bei jedem mit Raps gefüttertem Diesel kaum gesundheitsschädlicher sein, als die Abluft aus einer Frittenbude. Bei den aktuellen Rapsölpreisen () würde ich auch heute damit fahren, wenn ich nicht auf LPG umgestiegen wäre. Da ist der Steueranteil so niedrig, daß Fahren wieder Spaß macht.

  124. Also dann lob ich Sie auch mal!
    Maßgeblich hat bei der Betrachtung die Gesamtbevölkerung zu sein. Hier ist insbesondere die Zeit der sog. Babyboomer zu erwähnen. Eine Personengruppe, die sich aufgrund der Wirtschaftskraft der Eltern im Regelfall Führerschein als auch ein Fahrzeug leisten konnten. Dann wird ein Schuh draus.

    Schönes fränkisches Rad.

  125. Als nächstes geht's dann wohl den Pelletheizungen an den Kragen

    „So wundert es nicht, dass eine Dokumentation des Bundesumweltamtes (8), mit Daten von 2010, zeigt, dass die PM 10 Feinstaubemission allein von den Brennholz-Haushalts-Kleinfeuerungsanlagen (mit 29000 kto/a) in Summe in Deutschland die entsprechende gesamte Feinstaubemission des Straßenverkehrs (von 33500 kto/a, seit 2007 auch schon deutlich gestiegen) – bereits 2010 fast erreicht hat.
    ..
    Dass die größte Quelle für Feinstaub aber nicht der Verkehr ist, sondern Kamine und Öfen, „ist ein gut gehütetes Geheimnis“, sagt Press-Kristensen. „Die Leute denken immer noch, Holz sei ökologisch.“ Dabei emittieren selbst neue, emissionsarme Öfen und Pelletkessel nach Messungen des Danish Ecological Council mehr Feinstaub als Lkws. Es müsse mehr geschehen, meint der Umweltexperte, um auf die Gefahren für die menschliche Gesundheit und für das Klima aufmerksam zu machen. Rund elf bis 13 Millionen Holzfeuerungsanlagen – so der amtlich korrekte Begriff – gibt es in Deutschland. Das Umweltbundesamt spricht sogar von 15 Millionen. Europaweit sind es 70 Millionen. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sind sie für 56 Prozent der europäischen Rußemissionen verantwortlich, während der Straßenverkehr 22 Prozent beiträgt. Auch beim Feinstaub sorgen Kamine und Co mit einem Viertel für den größten Ausstoß und übertreffen den des Verkehrs (rund 15 Prozent). “

    Wenn die Diesel erledigt sind, hat die Deutsche Umwelthilfe dann ja schon einen neuen Feind. Einfahrverbot für Pelletheizungen in deutsche Innenstädte.

    • Kann gut sein, das ist ja auch behaglich und die Ökostasi kan sich dann über eine kleine Minderheit der angeblich Asozialen hermachen.

  126. Frage
    Was macht eigentlich der Sunbeam?

    (Nix für ungut, ebenfalls eine starke Schwäche für Oldtimer.)

  127. Wenn man sich den letzten Beitrag von Herrn Pardey
    zum Thema ‚privat-persönlicher Lastentransport mit dem ökologisch stabilen Kleinfahrrad‘ anschaut, dann in Erwägung zieht, dass wie bekannt 40 bis 55% der journalistisch tätigen Arbeitnehmer ‚politisch grün sind‘, dann könnte man das (neuerdings womöglich bedräbgend ungute) Gefühl plötzlich nicht mehr ganz loswerden, dass da jemand recht kleinbürgerlich und deutsch, national-einseitig die Sache – und seine Sache, ‚Fahrradeinkauf mit dem Lastenesel rettet die Welt, wenn doch nur alle so wären wie ich, und wenn nicht schon alle dann wenigstens doch deutlich mehr‘ – simpel und einfach vollkommen ernst nimmt; ‚der ist einfach nichts als das – und auch nichts anderes‘; gerade so, als ob es sich um eine ‚Lebensgeschichte, selbsterzählt, nach Art von Trivialroman‘ handelte – und außer diesem Ernst daneben keine (distanzierende) Selbstironie allzusehr aufzuweisen vermöchte, – ’schief ist englisch und englisch ist schön‘. Eigentlich schade, wenn es so wäre. Und die Zeiten ändern sich, ‚die Gartenlaube von Courths-Mahler‘ wird womöglich auch mit dem Fahrrad nicht mehr gerade noch rechtzeitig in die Gegenwart hinüber gerettet.

    • es macht die Welt ein wenig besser, das schon. Retten kann die Welt eh keiner. Die rettet sich schon selbst und danach ist alles wieder menschenlos rein.

    • Da ich, bevor ich in meinen Ort komme....,
      …eine Steigung von 12% überwinden muss, käme ich mit so einem Lasten-Cargo-Ding gar nicht vorwärts. Vor 30 Jahren vielleicht schon; aber da hätte mir mancher hier einen Vogel gezeigt.Alles was für Jüngere auf der (schiefen) Ebene und Wind von hinten.

  128. Wieso
    Wieso nicht einfach den Diesel nachrüsten.

    Geht doch, das Teil steht bereit. Man kann das ganz schnell lösen, Werkstatt anrufen, machen lassen, fertig.

    Wozu diese ganzen nutzlosen Drama-Queen-artigen Aussperr-Diskussionen.

    Antwort: Es wartet der Deutsche immer lieber darauf, wer das Zeuch als erster zahlt. Vorher macht er nix.

    So ist es doch eigentlich: gucken, was der Gesetzgeber so alles draufhat, dann erst agieren.

    Diese ganze Aussperr-Diskussion dient nur (künstlich) Furcht & Schrecken zu erzeugen und in Folge dem Endzweck, gewisse Seiten zum Bewegen zu bringen.

    Darum geht es doch eigentlich: Wer sich als erster bewegt, hat verloren
    (ähnlich Beamten-Mikado). Wer sich als erster in den Schrecken jagen lässt, hat verloren …

  129. Politisch unkorrekte Fahrradkleidung
    Bei uns hier in den Niederlanden ist es auch kalt, dazu kommt der Wind, gefühlte Temperatur: saukalt. Aber das hält uns nicht davon ab, Fahrrad zu fahren. Das wärmste, was ich habe, ist ein geerbter, politisch unkorrekter Nerzmantel. Den zog ich heute an, und ich muss schon zugeben, ich sehe sehr schick darin aus, aber halt leider politisch unkorrekt. Trotzdem bin ich in der politisch unkorrekten Kleidung auf meinem soliden Hollandfahrrad (Marke RIM) 25 km gefahren und keiner hat faule Eier auf mich geworfen. Jetzt überlege ich mir, ob ich mich morgen in diesem eleganten Aufzug auf mein Colnago setzen soll. Was werden wohl meine Freunde vom Fahrradclub sagen, wenn ich statt in Clubkleidung im Nerz erscheine?

  130. Arme 68er: Sie konnten einfach nichts genießen :(
    Stets träumten sie von fernen Idealen. Dabei liegt das Glück im Hier und Jetzt! Als glückliches Kind des Potts kann ich ihnen nur sagen: sie haben eine Menge verpasst. Hätten sie mal den Blick von ihrer Maobibel gewendet, hätten sie gesehen, was ich dank unserer Luftbeschaffenheit gleich einer respirablen Installation täglich sehen durfte: Einen Himmel in allen Farben des Regenbogens, gerade so wie ihn auch Andy Warhol gesehen haben muss. Unvergesslich! Diese Chance haben sie unwiederbringlich versäumt, da helfen auch keine verzweifelten Spätversuche mit Crystal Meth auf der bundestagseigenen Herrentoilette. Vielleicht ist es nur ihre Bitterkeit darüber, die sie zu der Grundeinstellung veranlasst, anderen einfach nichts zu gönnen?

    • Arme 68er: Sie konnten einfach nichts genießen
      Na, ich weiß nicht, die Umerziehung der Kinder zur sexuellen Befreiung in den Kitas war (und ist?) den 68ern ein Grundanliegen. Im Zweifel gehe ich mal davon aus, dass sie das nicht gemacht haben, weil sie es schrecklich fanden.

  131. Notizen eines Fahrradfahrers
    Lieber DA, vielen Dank für diese erfrischende thematische Erweiterung Ihres Seventastic.
    Ihrem vermutlich gerne autofahrenden Leserstamm erlauben sie nach einigen bangen autokritischen Momenten mit dem bewährten Schulterklopfjournalismus das gewohnte selbstzufriedene Lächeln, denn Sie präsentieren die üblichen Verdächtigen. Die Schuld an der automobilen Landplage geben Sie nicht Ihren Lesern, sondern linksgrünen 68ern. Insbesondere Frauen halten sich gemäss Ihrer Evidenz beim Fahrraderwerb zurück.
    Ihr Stolz darüber, an einem kalten Tag 20 km mit dem Fahrrad zurückgelegt haben, würde nicht nur Dänen und Niederländer wundern. Der Schreibende verwendet sein Fahrrad wetter- und temperaturunabhängig in hügeliger Mittelgebirgslandschaft selbstverständlich das ganze Jahr über als einziges individuelles Verkehrsmittel. Bei Besorgungen und Besuchen tonnenweise stinkenden Stahl, Blech und Benzin durch die Gegend zu bugsieren, wäre komplett blödsinnig.
    Hierzulande kommt auf 2 Menschen 1 Auto. Das ist eine der höchsten Pkw-Dichten der Welt.
    Millionen Tonnen von zu 95 % der Zeit stillliegendem Metall verstopfen Deutschland.
    Pro Jahr sind offenbar mehr als 220‘000 Lungenkrebstote weltweit auf die Luftverschmutzung zurückzuführen. Unter den Ursachen steht der Verkehr an erster Stelle. Rund 90 Prozent aller Stadtbewohner in der Europäischen Union scheinen einer Luftverschmutzung ausgesetzt zu sein, die von der WHO als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. In Deutschland erkranken jährlich ca. 480‘000 Menschen an Krebs.
    Etwa 3200 Menschen sterben pro Jahr bei Verkehrsunfällen. Verletzt werden dabei ca. 400‘000. Weitere Tausende jährlich bleiben traumatisiert, nachdem sie Ihr Fahrzeug unabsichtlich als Tötungsinstrument eingesetzt haben.
    Es geht nicht nur um Diesel.
    Sie haben zuvor berichtet, wie Sie Ihren Wagen als Statussymbol verwenden, um sich Respekt zu verschaffen.Warum Sie sich als offensichtlich allein lebender Mensch mit einfachem alltäglichem Transportbedarf von diesem gefährlichen Luxus nicht trennen, leuchtet nicht ein. Viele Menschen auch in Deutschland haben sich genauso wenig für ein Auto entschieden wie für ein Wasserbett oder eine Eismaschine. Gemeinsam ist diesen 3 Gegenständen, dass sie für das tägliche Leben in der meisten Fällen nicht notwendig sind.
    Öffentliche Verkehrsmittel haben in Deutschland keine Lobby und werden gegenüber dem motorisierten Individualverkehr systematisch vernachlässigt.
    Trotzdem kommt man damit in vielen Fällen einigermassen gut von A nach B.
    Als verantwortliche Bürger eines Landes ohne eigene Autoindustrie haben sich die Schweizer bereits vor Langem für einen bedarfsgerechten Ausbau der Bahn- und Buslinien entschieden. Nicht nur im hügeligen Mittelland mit hoher Bevölkerungsdichte ziehen die Menschen das engmaschige Bahnnetz mit dichtem Zugtakt dem Individualverkehr vor.
    Deutsche hätten genauso abgestimmt. Sie sind den Schweizern ähnlicher, als man in es in der stolzen Willensnation wahrhaben möchte.
    Wer aus der Schweiz zurückkehrt, ärgert sich über die umwelt- und menschenfeindliche deutsche Verkehrspolitik und wundert sich darüber, dass viele geradezu masochistisch genügsame Deutsche diese reflexartig verteidigen.
    Buona serata.

    • Ich fahre ab und zu Cabrio. Was kann ich für die Gaffer?

    • Schweizer als Vorbild?
      Ich lach mich schlapp.
      Schon mal in der Schweiz auf die Strassen geschaut?
      Oberklassefahrzeuge in CH Ausführung heisst, Komplettausstattung mit den fettest möglichen Motoren. Um dann mit 120 auf der CH Autobahn rumzutrödeln?
      Nee, wehe wenn sie losgelassen über die Grenze nach D kommen.

    • nur Masochisten fahren in D ÖPNV !
      werter @Nadie…………es ist nicht ganz richtig, D mit CH vergleichen zu wollen……………und prüfen sie bitte mal, was ein Ticket von z.B. Küssnacht am Rigi zum Flughafen Z kostet…………..eine Verkehrspolitik wie in der Schweiz setzt Kaufkraft voraus und die wird in D schon mit den hohen Steuersätzen für ALLES, auch für die Rente abgeschöpft und in Sozialetats verbraten. und beachten sie den im CH-D-Vergleiche üblichen Faktor 10.

      und eine Deutsche Bahn ist einem vernünftigen Menschen einfach nicht zuzumuten, eine S-Bahn von Stuttgart HBF nach Bietigheim nach 19 Uhr auch nicht, ausser ich habe wie ulFuM meine Leibwächter dabei

      auch ich bin der Meinung, zuerst mal ist an allen Todesfällen in D der Individualverkehr schuld. auch die bedauerlichen 480.000 Krebstoten nach ihrer Rechnung. forschen sie mal nach Ursachen wie Fehlernährung, Bewegungsarmut, Rauchen, Saufen ?

      und wie wäre es, was ich schon lange vorschlage, die hohen Unnützkosten der sog. Energiewende in die Krebsforschung und Kreislauferkrankungsforschung zu stecken ? Fehlanzeige, macht keine Wähler Grün !

  132. Titel eingeben
    @ramses: Rapsöl im Benz?- Das war einer mit Reiheneinspritzpumpe vom Bosch. Die Verteilerpumpen vertrugen die Brühe nicht. Ich habe meinen Isuzu-Diesel fünf Jahre mit Biodiesel gefahren. Der japanische Ackerschlepper-Motor akzeptierte das. Nur der Opel drumherum ist viel zu schnell auseinander gefallen. Aber der war halt niederge-Lopez-t.
    Ich bin seit einer Woche mit einem Hyundai U2 D4FB- Diesel unterwegs. Ventiltrieb mit Steuerkette, Dieselfilter mit Wasserabscheider und Handpumpe und statt 4,3 Liter Ölvorrat wie im Auweh 5,4. Also klassische asiatische Dieseltugenden. Alles mit Reserven.

  133. Eine Lebensgeschichte von jemand, der nicht gejammert hat...
    … sondern sein Leben selbst in die Hand nahm.
    Auszug aus Tagesspiegel Print.
    Geschichte aus Berlin/ Lichterfelde. Ein Treffen.
    Auszug :
    „… Herr Müller war 76 Jahre alt. Zur Weltgekommen war er in
    Tempelhof, kurz bevor das Wohnhaus seiner Eltern im Krieg
    zerbombt wurde. Die Mutter hatte ihn mehr tot als lebendig
    aus den Trümmern gezogen, seitdem funktionierte nur noch einer
    seiner Lungenflügel.
    . Gearbeitet hat Herr Müller sein Lebn lang in christlichen
    Werkstätten. Etwa um 1980 herum, kurz vor seinem 40 Geburtstag
    , wurde ihm klar, dass seine mageren Verdienste ihm keine große
    Rente bescheren würde, weshalb er beschloss, sich als Altersversorgung einen Leierkasten anzuschaffen.
    Herr Müller legte jeden Monat ein bisschen Geld beiseite & als er
    10000 DM zusammenhatte kaufte er sich eine Drehorgel….
    … Drei bis viermal pro Woche zieht Herr Müller durch Lichterfelde…,, Herr Müller kurbelt, bis er 30 Euro im Hut hat….“

    Was lernen wir daraus… manche hier sicher etwas…. aber die ewigen Nörgler, Staatsgläubigen & Labertaschen sicher wie immer nichts.

    • Projektemacher in Berlin sollten sich das gut durchlesen.

      Wieviele Drehorgeln verträgt eigentlich Berlin?

    • Norbert Blüm war immer ein ehrbarer Politiker !
      wir lernen aus dem @FJ45-Text auch, dass Norbert Blüm immer recht hatte und uns nie angelogen hat, als er sagte:
      „Die Rente ist SICHER……………………..nicht ausreichend um dich im ALter am Leben zu erhalten“


    • Wieviele Drehorgeln verträgt eigentlich Berlin?
      Ach, derzeit noch einige mehr, hab schon lange keine mehr gesehen.
      Die sollen übrigens von Napoletanern Anfang des 19.Jhdts in Berlin eingeführt worden sein, und gehörten bestimmt 100 Jahre lang zum Stadtbild. Damals gab es noch kein Radio oder MP3-Player, die Leute waren hungrig nach Musik. Weswegen es Drehorgeln heute schwer haben dürften…

    • Erst eine Parade von der Schwangeren Auster durch die Stadt zur Waldbühne,
      dann dort auf derselben eine Multikakophonie samt Sportpalastwalzer Fwmm3lokP2Q – Künstlerischegesamtleitung: Simon Rattle zum Abschied.

      (Material dazu von )


    • eine Parade von der Schwangeren Auster durch die Stadt zur Waldbühne,
      stilecht wäre von Prenzlauer Berg (dort lebte der erste Orgelnapoletaner) nach Mitte (dort war das Stadtzentrum, in dem am meisten georgelt wurde), die Erweiterungen kamen erst einige Jahrzehnte später.

  134. Kommen wir zu Angebot und Nachfrage, Don ;)....
    …. eine erhöhte Drehorgeldichte in Berlin, würde Herrn Müllers Hut (Einnahmen) sicher nicht steigern, da die Euronen auf mehr Hüte verteilt würden.
    Solange er ein gewisses Monopol hat, klappt sein Geschäft.
    Also werte Drehorgspieler in spe, denkt euch ein anderes Geschäftsfeld aus oder investiert bei Buffett ;)

  135. Fehlurteile, mit denen man sich erfolgreich
    eine Vergangenheit adoptiert, sind keine. Die Frage endlich doch nur, ob das regelmäßig, häufig, ständig oder selten passiert. Aber erfolglos war der Vorgang noch nie. Am Ende sind die Alten tot und das neue Weltbild lebt – lebendig in seinem eigenen Urteil.

  136. fake news mit Lisbeth und "the horses"
    @DdH

    sie schreiben „where are the horses ?“ als Lisbeth in Marbach am Neckar war.

    nun, der stellvertretende Bürgermeister von Marbach am Neckar, der leider verstorbene Ruderkamerad Dr. Gerhard Kopf stand max. nur zwei Meter von der Queen entfernt.

    er beteuerte stets gegenüber uns jungen Ruderern, er habe dies nie von der Lisbeth gehört, so habe ich dies auch von ihm persönlich erzählt bekommen.

  137. Dieselfahrzeuge versus Mineralwasser ...
    … werter DA –

    eine kurze Bemerkung zu ihrem Kommentar weiter oben –

    Mineralwasser-Transport und Radeln … selbstredend ein etwas mühsames Unterfangen – doch wer braucht über (zum Teil) hunderte Kilometer herangekarrtes Mineralwasser? … (vor allem in Plastikflaschen, die dann der „wundersamen Entsorgung anheim fallen“ müssen und die Welt in Kunststoff „ersaufen“ lässt)…

    Und bitte sage mir jetzt wieder Keiner: Hilfe, all´die Arbeitsplätze die dann wegfallen würden …

    mein Wasser kommt sauber und klar aus dem Wasserhahn – das best kontrollierteste deutsche Lebensmittel überhaupt – und wenn ich es „sprudlig“ haben will, kommt meine „Sprudelmaschine“ zum Einsatz …

    meinetwegen – wer völlig überzogene Preise für Wasser ausgeben möchte …

    natürlich gibt es geschmackliche Unterschiede bei Wassern (Wässern?) – für mich sind sie jedoch absolut vernachlässigbar – bei Mischen mit Säften schmeckt niemand mehr den Unterschied –

    … doch wie gesagt – jeder darf nach seiner Facón glücklich sein -.

  138. 'Es geht sowieso alles nicht gut, wozu sich da noch anstrengen -
    und die Medien kochen doch überall nur noch ihr eigenes Süppchen und führen die Völker in die Irre, das geht nicht gut, das geht am Ende niemals gut!‘

    Jede Zeit ist an ihrem Zeitgeist am Ende selbst schuld:

    Die FAZ schreibt –

    Und hier quasi das Original dazu –

    Und selbstverständlich hat Herr Augstein zu keinem Zeitpunkt gesagt, was in der FAZ behauptet wurde, dass er gesagt hätte. Die FAZ hat nur mit der großen Keule versucht eine Debatte zu beerdigen

    Tot ist aber nicht lebendig. Oder wie sagt Herr Netanjahu auch immer ‚er will Ruhe in den Palästinensergebieten, wenn da Ruhe herrscht, reicht ihm das schon.

    Und es bleibt die Quadratur des Kreises, denn angeblich wird nirgendwo intensiver – über die Auswertung der sozialen Medien, und fulltake über alle anderen Möglichkeiten die der Mensch hat auch –
    und das Internetverhalten des Einzelnen ein Profiling betrieben, als bezüglich der Palästinenser durch den tiefen Staat in Israel.

    Am Ende würde ein faschistoider Staat sogar die Insassen seiner concentration camps so auswerten – ‚wenn Sie brav sind bekommen Sie sogar Internet‘ – und man will beides, dass sie brav sind – und Internet benutzen. ‚Da sind heute teilweise auch schon Staats a********** unterwegs … das spottet jeder Beschreibung.‘

  139. Wunderbar
    So schön mal normale Gedanken zu lesen.

  140. Hercules
    Was ist denn bei Felgenbremsen ein „Altenburger Synchron“?

    Und gibt es eigentlich noch die praktische Netzbespannung am Hinterrad, damit sich der Damenrock nicht in den Speichen verfängt?

    • Allso...
      Altenburger ist der Hersteller der Bremsen, aus Jestetten in BaWü an der Schweizer Grenze. Die waren dunnemals sehr beliebt und verbreitet, sind z.B. auch an unserem fast 40 Jahre alten Peugeot-Alltagsrad dran.
      (Kleiner Tip bei der Gelegenheit: wenn man vom Originalzustand etwas abrückt und – zumindest vorne – eine Alufelge verbaut, bremst es wesentlich besser als auf dem originalen Chrom.)
      Synchron heißen sie, weil die beiden Bremsarme anders gelagert und mechanisch so gekoppelt sind, daß sie bei einigermaßen korrekter Justierung immer gleich auf- und zugehen. (Bei normalen Felgenbremsen aus der Zeit war es meist so, daß ein Arm noch an der Felge schliff und der andere dafür doppelt so weit weg war.) Shimano hat das Prinzip später übernommen und weiterentwickelt (dual pivot).

  141. (OT)
    Was mir an der ganzen Sache auffällt, ist die nicht zusammenpassende Regulierung und die wildgewordenen Umstellungen, oder wie man das nennen soll. Bei Autos kann ich mangels eigenem nicht mitreden, bin entsprechend auch nicht sehr informiert; aber da einige Halogenspots ausgefallen sind und mir in einigen Zimmern das Gefunzel auf den Nerv ging, befasse ich mich nun seit 2 Wochen mit Elektrokram, genauer Umstellung auf LED. In der Küche dachte ich, Halogenersatzglühbirnenfunzel ausschrauben und neu erworbene LED-100W-Ersatzbirne einschrauben würde helfen. Heller ist es nun, aber das Licht hat einen leichten Grünstich. Nach vielem Suchen zu Ra und CRI (Farbindex für Farbwiedergabe, ist bei LEDs noch nicht wirklich gut) stieß ich auf „Tageslicht Vollspektrum“, das käme meinem Ideal wohl näher. Nur sind die Kugeln, Birnen und Spiralen alle zu groß für meine Lampe – :-. Und dann gibt es viele einschraubbare LEDs die flimmern, das will man auch nicht.
    Es ist schwierig, die passenden LEDs zu finden, denn man muß nach Lumen, Ra/CRI und Flimmern auswählen, da gibt es keinen so bequemen Standard wie „40 oder 60W Glühbirne“, der alles in einem ist.
    Bunte Lämpchen als Deko findet man viel, aber für die Standardanwendungen von Beleuchtung – Zimmer erhellen – scheint die LED-Technik noch nicht wirklich ausgereift.

    • Sie sollen ja nicht bloß die
      Birnen („geschleifte“ Sprache) = Lampen („geschliffene“ Sprache) ersetzen, sondern auch die Leuchten („geschliffene“ Sprache), die zwar in der Regel die Gewährleistungsfrist schon lange überstanden haben, jedoch noch in einem guten Zustand sind, trotzdem gleich durch günstigstenfalls qualitativ erheblich schlechteres Material, das aber in seiner Zusammensetzung besser zu den LED-Spektren passt, ersetzen…

      (Nein, nicht von unserem lieben Folkher: v.gd/wJyVwh )

    • Lampen
      Liebe colorcraze, da haben Sie schon recht – aber ich persönlich bin schon froh, daß ich als Ersatz nicht mehr auf die „Energiesparlampen“ angewiesen bin. Da ist die Farbwiedergabe nämlich noch deutlich schlechter (Sichwort Linienspektrum statt kontinuierliches), flimmern tun die auch und halten nicht annähernd so lange wie versprochen.
      (Der Grund dafür ist mir auch nicht wirklich klar – technisch ist es ja eine Art Leuchtstoffröhre und die können sehr langlebig sein. Wir haben im Wohnzimmer eine Hängeleuchte mit Leuchstoffröhre in Ringform, die wird jeden Tag benutzt und hält nun schon irgendwas wie 10 Jahre.)
      Ich denke, daß die LEDs „auf einem guten Weg“ sind – die Farbwiedergabe wird ja mit einer Leuchtstoffbeschichtung gemacht, das entwickelt sich, und die LED-Filamentlampen sind auch schon ziemlich gut kompatibel mit Glühlampen.

    • LED-100W
      .
      Himmel & Hölle!
      Wollen Sie den Berliner Flugplatz beleuchten?


    • @Frau Angelin: nix da, der Kronleuchter bleibt! Zwar sind da auch schon 2 von 4 Glühbirnen (-kerzen) ausgefallen, aber es gibt mittlerweile die gleiche Form in LED beim Baumarkt!

      @astroklaus: „Energiesparlampen“ ah, dieses schreckliche Zeug, wir sind davon auch nicht ganz verschont, das eine orange, das andere grün – gruselig. Ich habe mal so etwa 1992 eine Kompaktleuchtstoffknickröhre gekauft, die lebte als Nachttischlampe bis vor 3 Jahren, war also tatsächlich langlebig. Die machte ein freundliches Leselicht und sah mit ihrer Blütenstempel-Form gut aus, kein Vergleich zu den grottigen späteren orange- und grünstichigen Versionen. Die LEDs, ja, die Entwicklung könnte durchaus zu was Brauchbarem führen, aber warum quält man die normalen Menschenaugen als Betatester und testet das nicht vorher etwas besser durch.

      @nur mal so: die LED-Birne hat 11 Watt, soll „in Leucht“(Lumen) einer 100-Watt-Birne entsprechen, und bei weitem nicht so heiß werden. Letzteres sprach nämlich immer gegen die Verwendung von 100-Watt-Glühbirnen.
      Kann sein, daß mittels LED nach dem Energiespar- und Halogengefunzel endlich mal wieder eine hellere Beleuchtung normal wird.
      Wie dem auch sei, ich habe hier jetzt fast alle Leuchtvarianten vertreten: die letzten Gaslaternen an der Straße, Leuchtröhren in den Schaufenstern, und in der Wohnung Glühbirnen, Halogen, Kompaktenergieglump, und jetzt auch LED.

    • Die Wärmentwicklung der Glübirne
      ist keine für mich keine Verschwendung. Die Glühbirnen tragen gerade in der Dunklen Jahreszeit zur Raumtemperatur bei.


    • @HarryHirsch: ja, sicher. War halt ein bißchen unterstützende Elektroheizung. – Nur, das mit der 100W-Glühbirne in der Küche, das hatte ich während der Bauarbeiten, und man mußte wirklich aufpassen, daß die keinen Brennfleck an die Wand macht. Das relativ enge Lampenglas wäre wahrscheinlich zersprungen, aber sie hatte nur einen Bausockel. Bei einer 11W-LED-Birne mit 100W-analogem Leucht braucht man sich keine Sorgen um die Lampe zu machen, auch wenn das Glas nah an der Birne ist.

  142. A propos Transportfahrräder....
    …wenn es dann die Grünen trotz fortschreitender Marginalisierung (wartet mal die ersten Wahlen nach flächendeckenden Fahrverboten ab) geschafft haben, dass die NSU-W.., äääähh Audi-Werke in Neckar-Sulm ihre derzeit noch achttausendeuronenjahresprämienwürdige Produktion von Premium-Automobilen einstellen muß, ohne als Ausgleich Rüstungsaufträge für Kettenkräder für eine Bundeswehr innerhalb ulFens Euro-Armee an Land zu ziehen……dann könnte man doch als erfahrene Fahrrad-und Motorradfirma die Produktion von diesen ehemaligen soliden Bäckerfahrrädern (Dürrkopp?) aufnehmen.
    .

    In den Laten-Vorbau passen sogar 2 Tragln Bier. Und mit der Kiepe der früheren Bäckerlehrlinge auf dem Rücken könnte man damit den Wocheneinkauf einer achtköpfigen Familie, ggf. die Totalplünderung eine Tafel im Ruhrgebiet bewerkstelligen. Einziger Nachteil: Vorhaltung von zwei verschiedenen Ersatz-Schläuchen.
    .
    Ab hier Privatgeplänkel mit @ Djangohatnemonatskarte: Jetzt wo er´s sagt. Die Legende wurde ja auch gerne vom Landespropagandasender, eingebunden in schwarz-weiße Filmchen narrativ verwendet. Jetzt recherchiere ich, auf seinen Grunzer von @ Django hin, dass die B.Z. (schon wieder Berlin!) diese Mär erfunden hatte. Das sollte jetzt aber niemanden von der flächendeckenden Pferdezucht von Kaltblütern*) als Ersatz für die demnächst abzuschaffenden Ackerschlepper abhalten.
    .
    *) Die Aufsichtsbehörde dafür sollte/müsste im Ministerium von Frau Klöckner eingerichtet werden.
    (DdH)

  143. Antworten zum Schweizer ÖPNV an @ Arminius und @ Djangohatnemonatskarte
    @ Arminius: Richtig, auch nach meiner Information ist die Pkw-Dichte in CH nicht geringer als die in D.
    Die Dichte an Bahnlinien ist jedoch sehr viel grösser. Diese werden pünktlich und hochfrequent befahren.
    Nein, aufgrund hervorragender Bahnverbindungen blieb mir der Anblick von Schweizer Autobahnen meist erspart. Beim nächsten Besuch im Land mit der angeblich weltweit engmaschigsten Strassengeschwindigkeitsüberwachung sollten Sie Ihrer Ungeduld nicht nachgeben, sonst „werden Sie gebüsst“- dies auf landestypischem Hochpreisniveau. Haben Sie es sehr eilig, so wird Ihr Fall bald einmal strafrechtlich relevant.

    @ Djangohatnemonatskarte:
    Tausende Bewohner z. B. des Städtedreiecks Zürich – Bern – Basel (Kantenlänge 80 – 100 km) pendeln darin bequem und dank Halbtaxabonnements (die 50% Ermässigung sind CH-Bewohnern vorbehalten) kostengünstig von Stadt zu Stadt. Einige Basler fahren mit der Bahn in ca. 1 h zum Theater- oder Konzertbesuch nach Zürich.
    Eine Fahrt im S-Bahn-Gefangenentransport ab routinegemäss verdrecktem Stuttgarter Vorortbahnhof ist dann ein Kulturschock.
    In punkto Verkehrsinfrastruktur als Wirtschaftsfaktor liegt das wettbewerbsfähigste Land der Welt uneinholbar vorne.
    Kein Nichtmasochist denkt beispielsweise ernsthaft daran, die 80 km von Karlsruhe nach Stuttgart als Arbeitspendler regelmässig per Bahn zurückzulegen.
    Wo kein Wille ist, ist eben auch kein Schienenweg.

  144. Die ehemaligen Marschierer
    durch die Institutionen, sind das eigentlich Rentner oder Pensionäre? So wegen der Höhe der Altersbezüge und so. Ich bekomme da auch im Bekanntenkreis immer eine leicht anschwellende Halsschlagader bei der der ach so gerne Negierung oder Nivellierung der Begriffe und tatsächlichen Versorgungshöhe.

    Tja, Sie haben es entweder nie verstanden oder wollen es aus Egoismus nicht mehr wissen. Der Erfolg dieser Republik beruht auf einer funktionierenden individuellen Mobilität von Waren, Gütern und Menschen. Aber was schert mich das, wenn ich selbst nicht zur Entstehung des BIP beitragen muß, sondern Sold- oder Versorgungsempfänger bin oder im sicheren Fahrwasser derselben durch die schöne neue Welt im brandneuen SUV dahingleite. Auf dem Radträger die aktuellen Modelle von Trek und Pinarello aus Vollcarbon, die mit einem exorbitant hohen Energieverbrauch in China zu Sondermüll gebacken wurden, mit dem Containerriesen in Hamburg anlegen und dort die Hafencity mit Schwerölemissionen eindecken.

  145. Was Wirtschaft und Regierungen gemeinsam haben?
    Sie lügen und betrügen.

    Die Forderung nach einer blauen Plakette kann doch nur als schlechter Scherz verstanden werden, solange die Verbrennungstechnik weder beim Benziner, noch beim Diesel die Vorgaben der grünen Plaketten erfüllen kann.

    Im Grunde müßten die Plaketten neu verteilt, oder die Betriebserlaubnisse entzogen werden. Es wäre im Grunde erforderlich, alle Kfz einem Test unter realen Bedingungen zu unterziehen.

    Flottenverbräuche und -schadstoffausstöße müßten entfallen, damit Null-Liter-Autos (Elektro) und 30km Hybride nicht dazu führen, auch weiterhin grenzwertige SUV auf den Markt werfen zu dürfen.

    Die Tricksereien sind vielfältig und politisch durchaus gewollt. Eine andere Erklärung für die Tatenlosigkeit der Regierungen gibt es nicht. Daß jetzt die belogenen und betrogenen Kunden und nicht die Lügner und Betrüger bestraft werden sollen bzw. bestraft werden, ist das übliche Vorgehen in diesem Land geworden.

    Es ist halt einfacher, schutz- und wehrlose Bürger zu enteignen, als sich mit Lobbyisten der Wirtschaft anzulegen, die einem den Wahlkampf finanziert und gut dotierte Auftritte und Pöstchen überläßt.

    • Gründe
      Es kommt noch dazu, das die Politik unmögliches fördert und innerhalb der Konzerne wird dann auch Druck aufgebaut. In der DDR wurde der Winter auch per Gesetz geregelt, der konnte bloß die Gesetze nicht lesen. oder es ist so, wie bei Jan Ullrich. den amstrong habe alle gedeckt, der ist gefahren, das die anderen wie kleine Jungs aussahen. Der amstrong hat angetreten und da hätte ich geschätzt, der ist bei 75 % und der war nie bei 120 %. Dann haben alle auf Ullrich eingestochen und dann hatte der die Schnauze voll und hat auch gedopt. ich habe mit Landwirtschaft zu tun, da gibt es Einsparungsziele NH3 von 40 %, das ist illusorisch. Aber alle tun so, als ob das ginge und die Konkurrenz aus Holland usw. Behauptet, die können das. Auch alles Schwindel. das ist zwang zum Schwindel und zur Doppelmoral! das ist der Anfang vom Ende!


    • Ob Unmögliches gefordert wird, kann ich letztlich nicht beurteilen, Taeve. Wenn das so ist, dann läge es an der Wirtschaft, das zu belegen.

      Allerdings denke ich beim Diesel eher, daß die Wirtschaft die Kosten scheute und keine Gewinnminderungen wollte. Und da die Politik da ja auch wunderbar mitspielt(e), wurde Lügen und Betrügen zum Normalfall.

      Seit die Amerikaner der dreisten Lügen von VW und anderen überdrüssig sind, dem dreisten Betrug nicht länger zusehen, haben Wirtschaft und Politik in Europa ein ernsthaftes Problem. Sie sitzen im selben Boot, was ihre Glaubwürdigkeit und Machenschaften betrifft. Da hackt die eine der anderen Krähe kein Auge aus. Wie sonst würde sich die Politik mit sinnlosen Softwareupdates zufrieden geben können, statt eine Hardwarenachrüstung verpflichtend zu machen.

      Als Bürger sollten wir die kommenden Fahrverbote einfach ignorieren, mal sehen, was dann geschieht. Der Wirtschaft gelingt es ja auch, sich ihren Verpflichtungen ohne Folgen zu entziehen, so wie es aussieht.

  146. Quod licet Germania, non licet China
    Zum Angeblichen Hören von etwas, hatten wir gerade einen politischen Rücktritt hier in den Niederlanden. Der Außenminister hatte behauptet, bei einem Gespräch zwischen Herrn Unbekannt und Herrn Putin im Hintergrund anwesend gewesen zu sein. Darin soll Herr Putin seine Großmachendürfnisse besprochen haben. Dann aber stellte sich heraus, dass Herr Zijlstra gar nicht anwesend gewesen sein konnte …. Und er trat zurück.
    .
    So die Welt sich weiterdreht, bleibt Frau Merkel Bundeskanzlerin – egal was sie wo überhört hat. Dazu hat mich der Kommentar im Mutterschiff sehr amüsiert: “Die Kommunistische Partei will per Verfassungsänderung die Amtszeit von Xi Jinping verlängern. Für die nachfolgende Generation von Xis Partei ist das eine schallende Ohrfeige.”

    Eine vierte Amtszeit von Frau Merkel ist der FAZ nach offensichtlich keine schallende Ohrfeige für die folgende Generation.

    • Finde den Unterschied:
      1.
      “Die Kommunistische Partei will per Verfassungsänderung die Amtszeit von Xi Jinping verlängern. Für die nachfolgende Generation von Xis Partei ist das eine schallende Ohrfeige.”

      2.
      „Eine vierte Amtszeit von Frau Merkel ist der FAZ nach offensichtlich keine schallende Ohrfeige für die folgende Generation.“

      Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich, geschätzter Tiger.

      Hübsch aber die Formulierung, „die nachfolgende Generation von Xis Partei“.
      Verfasst Herr Peter Sturm vielleicht auch die „Nachrichten in ‚Einfacher Sprache'“ von dem DLF?

  147. Die Frau vom Bund
    Vom Ausland betrachtet gibt es da noch eine andere interessante deutsche Peinlichkeit was die nächste deutsche Regierung betrifft: Alle brauchbaren deutschen U-Boote sind außer Betrieb bis zum Herbst, weil die deutsche Regierung seinerzeit die Boote ohne Wartungsauftrag und Ersatzteile kaufte. Die in Deutschland gebauten schicken U-Boote sind populär, sogar die Israelis kaufen sie, aber Deutschland hat sich nicht einmal Priorität geben lassen, wenn es um Wartung und Ersatzteile geht.
    .
    Trotz dieser peinlichen Situation lobt der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes seine Ministerin Ursula von der Leyen und behauptet, die schlechte Einsatzbereitschaft gehe auf Planungsfehler aus dem Jahr 2011 zurück. Das glaubt doch kein Mensch, der in solchen Sachen Erfahrung hat. Wenn dem so wäre und die Generäle Verantwortungsbewusstsein gehabt hätten, dann hätten sie das Problem sofort auf den Tisch gelegt, nachdem die neue Ministerin ihren Posten antrat. Während der Amtszeit von vier Jahren sollte man erwarten können, dass eine Ministerin – selbst wenn sie im Metier total unerfahren ist – einen Wartungsauftrag organisieren lassen kann. Hat sie aber nicht. Also ist sie inkompetent. Warum unterstützen die Generäle sie dann? Oder hat sie es zu lange Zeit nicht gewußt, weil es die Generäle verschwiegen haben? Dann stellt sich sofort die nächste Frage: was verschweigen die Generäle noch? Denn offensichtlich wollen sie als Boss eine Frau, die von militärischer Führung und Verteidigung keine Ahnung hat.

    • Tiger im Tank?
      Was, bitte, hat Ihr Lamento mit den Dieselfahrverboten zu tun?

    • Verehrte Raubkatze,
      Sie legen hier mit Ihrem Post einen Köder aus, an dem ich Schleckermäulchen einfach nicht vorbei kann.
      .
      Sie schreiben: „…Trotz dieser peinlichen Situation lobt der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes seine Ministerin Ursula von der Leyen und behauptet, die schlechte Einsatzbereitschaft gehe auf Planungsfehler aus dem Jahr 2011 zurück…..“
      .
      Tja, das ist eine Spezialität innerhalb der Bundeswehr, schleimen bis es quietscht. Das wird dort sehr gemocht. Der junge Mann vom Bundeswehrverband, der mir bei seinen TV-Auftritten schon immer mit seiner von anderen abweichenden Farbe der Uniformjacke aufgefallen ist (Oberstleutnant, wenn ich mich nicht täusche) will wie seine Vorgänger auf diesem Posten auch Oberst werden. Als Infanterieoffizier, also ein Grüner, (Grenadier) mit Einsätzen im Kosovo und Afghanistan und Einzelkämpferabzeichen hat er gleichwohl meinen Respekt. Obwohl ich als Staatsbürger beiden Einsätzen ablehnend gegenüberstehe.
      .
      Mir ist Herr Wüstner bisher aber nie mit Forderungen aufgefallen, die materielle Situation der Bw anzuprangern. Auffälliger waren seine Forderungen zu „Nachbesserung bei der Bundeswehrreform, insbesondere weil „Menschlicher und sozialer Bereich vernachlässigt“ worden seien.“.
      .
      Damit trifft er die Zehn, also genau ins Herz der eloquenten Süßholzrasplerin und Vielfach-Mutti.
      .
      Ja, die Ersatzteillage ist seit 10 Jahren schon dramatisch, nachdem schlaue Wirtschaftsprüfunternehmen den Wehrbeamten, nicht den Generälen, eine Vorratshaltung als hinderlich für die Abschöpfung der Friedens-Dividende eingeredet hatten. Diese Schlaumeier, die nur in industriellen Kategorien denken, hätte man nie in die Firma reinlassen dürfen, es sei den gezielte Sabotage wäre das Ziel gewesen. Wer erinnert sich nicht daran, dass die Bw plötzlich mit silberfarbigen Autos rumfuhr? Zuvor eigene Fahrzeuge, z.T. neuwertig, wurden verscherbelt. Sogar taktische Fahrzeuge. Der Herr Oberst xy Hatte statt eines Passats plötzlich einen 240er oder höherwertigen Benz vorm Stabsgebäude stehen, der dann im Quartal keine 200 km bewegt wurde.
      .
      Mei lieber Tiescher, ich sage Ihnen. Vor der Wende hatte die Bundeswehr eine Ersatzteilehaltung die genau das Gegenteil war. Bei der NVA war das übrigens genauso. Ich frozzelte, als ich zufällig so etwa 1985 erfuhr, dass ein bestimmtes Depot im Süden alleine 40 Tonnen an Ventilen für den alten Benziner-Unimog originalverpackt zur Verschrottung gab, dass diese Bestände (wann ging beim Unimog mal ein Ventil hopps?) vermutlich bis ins Jahr 2585 ausgereicht hätten. Gleiches Depot: 200 Ersatzmotoren für den M 48 zur Verwertung, genau so viele Rolls-Royce-Motoren für den HS 30 (Hispano-Suiza), der zu dieser Zeit schon 20 Jahren aus der Truppe war.
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      Bei der Marine und Luftwaffe übrigens das das gleiche Spiel. Heute stehen die Mühlen monatelang in den Reparaturdocks der Luftwaffe weil irgendeine Pumpe fehlt-und werden schließlich kanibalisiert um wenigstens so viele Mühlen im Einsatz zu behalten, dass die Flugzeugführer geradeso ihre Flugscheine erhalten.
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      Früher sagte die Generalität ihr sei es egal, wer unter ihnen Verteidigungsminister ist. Seit eine Frau mit Oberfrau dort das Zepter führen scheint ihnen das Lachen vergangen zu sein. Also bleibt ihnen nur übrig, das ganze klaglos (und bremsend) bis zur Pensionierung auszusitzen. An Sabotage darf höchstens gedacht werden.
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      Wissen Sie übrigens, dass in der Raubtierfamilie der Bw-Kampffahrzeuge Ihr Name und der vom Panther nicht verwendet werden? U.A.w.g.
      (DdH)

    • Nachtrag
      @Karl Bogner – Eigentlich hatte mein Kommentar ursprünglich sehr viel mit Diesel und Fahrrädern zu tun, ich habe mir nur den diesbezüglichen Teil aus Höflichkeit gegenüber der deutschen Bundeswehrministerin verkniffen. Als ich nämlich über den Rüstungsreport der Bundeswehr las:
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      kam mir sofort in den Sinn: Warum steigen die nicht auf Fahrräder um? Das ist klimafreundlich, braucht weder Diesel noch Benzin und würde Frau von Leyen und der regierenden Klasse in Berlin sicherlich gefallen. Ein fahrendes Fahrrad ist schließlich immer noch besser als ein stehender Leopard. Wir haben hier in den Niederlanden eine sehr robuste Marke, Santos, mit deren Carbon Band (statt Kette) kann man sogar durch heißen oder extrem kalten Wüstensand fahren. (Hab ich am Strand schon getestet.) Ich benutze es dieser Tage sehr viel, weil mein Colnago etwas wetterfühlig ist und Temperaturen unter 0 nicht sonderlich mag.
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      Aber vielleicht sind Santos Räder ein bißchen zu teuer für Frau von Lebens Hartz4 Armee. Da sollten sie mal bei den Norwegern nachfragen. Die könnten vielleicht etwas preiswerteres vorschlagen, vielleicht sogar eine Menge gebrauchter aus der Zeit um 68, die sie die Ärmsten von Europa waren (mittlerweile sind die Norweger reich und willens genug, sich erstklassische Waffen zu leisten). Beinahe hätte ich selbst einmal so ein altes norwegisches Militärfahrrad erworben. Vor einem Jahr stand ein gigantisches schwarzes Rad vor dem Haus eines Nachbarn. Dessen Besitzer schlug mir vor, es mitzunehmen, es sei für den Sperrmüll. Für einen Moment erwägt ich, seinem Vorschlag zu folgen und es Don für seine Sammlung zu schenken. Aber ich glaube, es war auch für unseren Hausherrn hier zu groß und zu schwer. Dann erklärte mir der Nachbar, dass dieses Monsterrad aus den Beständen der norwegischen Armee komme. Er selbst (Norweger) habe es benutzt als er in Brüssel bei der Nato irgendein hohes Tier gewesen war.

    • durchgreifende Mänegerin
      @U.A.w.g. – Sabotage? Wird Frau von Leyen nicht als durchgreifende Managerin in die Analen der Bw eingehen? Endlich jemand auf dessen Initiative das Bild eines ehemaligen Kanzlers in Wehrmachtsuniform in der Bw Kaserne abgehängt wird. Und das G36 hat sie doch auch noch schlagartig abgeschossen. Hat sich vorher kein Mann getraut!

    • Gnihihi, Bundeswehr, bruharhar
      Es gibt tatsächlich immer noch Menschen, die ganz ernsthaft über die Bundeswehr diskutieren. Womit die so rubrummt, was die für Schießgewehre hat, ob man die U-Boote auch unter Wasser duckern kann, ob die Düsenflugzeuge auch richtig rumdüsen und die Panzer auch vorwärts fahren können.

      Mein persönliches Highlight ist natürlich die „Bundesmarine“. Wir hatten hier in List vor der dänischen Küste eine grotesk große Ansiedlung von kleinen grünen Totmachern in einer Vielzahl von – nach Rang gestalteten – Behausungen, die Hermann Göring für seine Luftwaffe erstellen ließ (geblieben ist eine große Skulptur von Arno Breker).
      Bis vor ein, zwei Jahrzehnten gab es dort eine Unmenge von Marinesoldaten inkl. Wehrpflichtigen.

      Schiffe hatten die natürlich nicht. Wozu auch, die gehen ständig kaputt und sind teuer.

      Die Wehrpflichtigen haben tagsüber im Schießstand in den Dünen rumgeballert und danach durften sie sich bis 22.00 Uhr in „Die Insel“ verholen und sich dort auf der völlig übermackerten Tanzfläche im Samenkoller auf die Fresse hauen.

      Diejenigen, die als Mindestanforderung ihren Namen schreiben konnten, hat man in der zentralen „Marineversorgungsschule“ zu sog. Köchen ausgebildet.
      Die sollten dann später auf den riesigen Schlachtschiffen der Bundeswehr die Mannschaften mit Köstlichkeiten bei Laune halten.

      Konnte ja keiner ahnen, daß die Bundeswehr nur ein paar Schlauchboote schwimmfähig hält und auf der Gorch Fock die Bulimie-Mädchen vom Mast fallen.
      Das ging jahrzehntelang so. Genau wie an allen anderen Standorten auch.
      Man hat uns erzählt, diese Bubis wären notwendig und geeignet, unsere Freiheit zu verteidigen.
      Tatsächlich können sie kaum kochen (ok, einige aus der MVS List haben es zu Sterneköchen gebracht).

      Jahrzehntelange Beobachtung macht einen ja nicht dümmer. Und deshalb weiß ich:
      Bundeswehrsoldaten sind Waschlappen. Die Offiziere sind Maulhelden, die auf ihre 38,5 – Stundenwoche pochen, und die Manschaften bestehen aus Zivilversagern, die trotz Auszubildendenmangel keiner wollte.

      Wenn in Afghanistan ein Schuß fällt schreien sie heulend nach dem Wehrbeauftragten und wenn ihnen jemand Benzin klauen will, fordern sie die US Air-Force an.

      Mit einem Bruchteil des Budgets, das wir dafür ausgeben, ein paar Ossis und schießgeile Deutschrussen von der Straße zu kriegen (und Zensursula zu alimentieren) könnten wir viel effektiver britische und amerikanische Soldaten finanzieren.

      Es wäre viel billiger die Krieglüsternheit der – entsetzlich breiten – britischen und amerikanischen Unterschicht zu finanzieren, als hier lebende Memmen in irgendwelche Fahr-, Luft- und Seehfahrzeuge, die sowieso kaputt sind, zu setzen und sie auch noch anzubrüllen: „Schütze Ali, geloben Sie, von nun an die Doitsche Verfassung zu verteidigen! Und sei es am Hindu- oder irgendeinem Busch!“

      Anders gefragt: ist die Bundeswehr nicht genauso überflüssige Scheiße wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk?

  148. Ein grosser Automobilclub meint, die Hersteller sollten die Nachrüstung übernehmen ...
    …. der Meinung bin ich auch, denn es wurden Eigenschaften zugesichert, die nicht geliefert wurden.
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    Aber was machen Eure Politiker ? Sie kungeln mit den Herstellern! Kaputt ist das.
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    Hinweis: Ich sage das, obwohl ich Automobilaktien im Depot habe, die es in diesem Fall ordentlich zusammenstauchen wird …. und einen Diesel fahr ich auch nicht.

    • Erst nachdenken, dann schreiben, werter Müllionär!
      Die willkürlich festgelegten Grenzwerte werden an einigen wenigen Messpunkten an ganzen wenigen Tagen überschritten. Das sind die Messpunkte an den Stellen mit extrem dichtem Verkehr. An den paar Fahrzeugen mit Schummelsoftware, die an den Punkten vorbeifahren, liegt die Überschreitung garantiert nicht. Und alle anderen Diesel entsprechen den gesetzlichen Vorgaben.

      Alle wollen in die Großstädte und wundern sich, wenn da Grenzwerte überschritten werden. In der Provinz und in den Mittelzentren gibt es keine Grenzwertüberschreitungen, obwohl dort alle möglichen Diesel jedweder Euro-Norm unterwegs sind.

    • Werter Deres ... wer lesen kann - ist klar im Vorteil ...
      … mir geht es nicht um Grenzwerte und mögliche Fahrverbote. Ich will blos, dass die Hersteller (mittels technisch möglicher Nachrüstung auf des Herstellers Kosten) dem Verbraucher das liefern, was sie dem Kunden und dem Gesetzgeber versprochen haben.
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      Wenns wirklich nur ein paar wenige Schummel-Diesel sind, frag ich mich halt, warum Hersteller mit Milliardengewinnen das nicht geräuschlos anbieten.

    • Deresschonimmerwusste, der weiß es tatsächlich
      und in Frankreich, Italien, Spanien, GB, Schweden usw. werden keine Grenzwerte überschritten, obwohl dort die gleichen Autos fahren – oh Wunder!
      Die Franzosen messen nicht auf der Verkehrsinsel zwischen den Autos, sondern im Wohngebiet. D ist halt der Streber über den sich der Rest der Welt amüsiert.

  149. PS: die Lebenserwartung ist rückläufig…
    sagt Sufferah am 24. Februar 2018 um 12:58 Uhr

    Ja, die Lebenserwartung, die Infrastruktur, der Wohlstand, der Sex … alles rückläufig, vor allem Bildung und Intelligenz.

  150. Zeit für neue Grenzwerte Zeit für Flickenteppich
    Ein Autokanzler (wer hat die 95g/km eigentlich vereinbart?) würde das deutsche Gewicht in derEU jetzt nutzen, um realistische Grenzwerte durchzusetzen.

    Stuttgarter waehlen Grün in der vermeintlichen Gewißheit, daß Bosch und Daimler-Benz ohne die Schwobnbeitl nicht können.
    Das ist nicht wahr. Eine eigenständige MaybachMdercedes oder MercedesYuuge ist schnell gegründet. Die GLE und GLS Fertigung in Tuscaloosa bekommt die S500, S600, S63, S65 und E63 dazu. in Eur sinkt der Flottenverbrauch und die Steuerlast und der Gewinn.

    In Bayern kenne ich das SPD-regierte München und das Maly-regierte Nürnberg. München macht seit Jahren den populistischen Plakettenblödsinn mit, der <1% der Autos aussperrt. Maly-SPD regiert mit einer domestizierten CSU-Fraktion gemäßigt autofeindlich ohne Plakette. Ich muß mehrmals im Jahr mit Dieseltransportern rein und hoffe, daß dies so bleibt. Für das Geschäft mit Nürnbärchis lohnt sich die Anschaffung neuer Fahrzeuge nicht.
    Für Busse, Diesel-Loks, Müllwagen, Straßenreinigung und wohl Post, UPS werden Ausnahmen zwingend sein.

    Ob im doofen Stuttgart Taxen als ÖPNV gewertet und berechtigt werden? Popcorn wird zur Bückware.

    • Nürnbärchis
      Im roten Sumpf zwischen Main und Donau wird es kein Diesel-Fahrverbot geben.

      Maly fährt (bzw. läßt fahren): BMW 530d. Die Betonung liegt auf „d“. Meist innerstädtisch.

      Im ÖPNV habe ich ihn noch nie gesehen. Im Gegensatz zu seinem Vorvorgänger. Der fuhr sogar S-Bahn (alleine und ohne Personenschützer).

      Gott hab sie selig, die späten Achtziger und frühen Neunziger…

      Für die schreibende Zunft in diesem Blog: Irgendwann, ich glaube es war in den seligen Neunzigern, lief bei RTL eine investigative Reportage über diverse Vorstände Öffentlichter-Nahverkehrs-Betriebe.

      Wie ich meinem durch Dieselruß zerstörtem Hirn (ich fahre tatsächlich oft mit dem Rad entlang von Bundesstraßen die 20 km in die Frankenmetropole zur Arbeit) noch entnehmen kann, hat einer von 10 Vorständen tatsächlich das von ihm mißgewirtschaftete Transportmittel benutzt. Die neun Restlichen diverse Limousinen mit und ohne Chauffeur.

      Vielleicht mal ein Ansatz, die Reportage aufzufrischen…

  151. Die ZEIT...
    …bestätigt DA’s Ausführungen unabsichtlich sehr schön in 2 kurz aufeinander erschienenen Artikeln ausgerechnet mit 2 exemplarischen 68ern.

    In ht*tp://www.zeit.de/mobilitaet/2018-02/dieselfahrverbote-urteil-muenchen-landshuter-allee

    ist es „Michael Lotterschmidt (…) Er ist inzwischen 70 Jahre alt“ in München,

    in ht*tp://www.zeit.de/mobilitaet/2018-02/fahrverbote-diesel-stuttgart-gruene-fritz-kuhn-winfried-hermann

    ist es „Manfred Niess (…) Der 68-jährige Rentner“ in Stuttgart-Mitte,

    die, in bester Innenstadt-Wohnlage gegen die jüngeren, noch auf einen Arbeitsplatz angewiesenen Mitbürger und daher von auswärts einpendelnden Jüngeren, zu Felde ziehen.

    Drollig, irgendwie.

  152. Der ADAC verlangt Nachrüstung der Dieselatos auf Kosten der Autoindustrie,
    die Verantwortung übernehmen solle.
    Das gleiche hört man vom Handwerksverband,
    beide Institutionen nicht gerade als links bekannt (reimt sich sogar)!

    Und was hört man von unserem Autor hier: Schuld sind die 68er!
    Und die Leserbeiträge machen daraus: DIe Grünen sind schuld…

    Was soll man dazu sagen???


    • Na ja, es finden sich hier schon etliche Beiträge, die das Thema etwas objektiver betrachten.

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