Schlaflos

Schlaflos

Das Familienblog der F.A.Z.

Die Wahrheit übers Familienleben

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Liebe Leserin, lieber Leser,

natürlich schläft das Kind schon durch. Sogar im eigenen Bett, klar. Sehr intelligent ist es auch, das sagt sogar die Erzieherin, und es übt freiwillig jeden Tag Flöte, ehe es ohne Wehklagen den Pyjama anzieht und sorgfältig die Zähne putzt. Dazwischen sagt es kluge und niedliche Dinge, die in Schönschrift Eingang in ein leinengebundenes Büchlein finden, auf dass das Kind sich später selbst daran erfreuen möge.

Wenn man manchen Eltern zuhört, ist es gar nicht leicht, die Selbstzweifel zu unterdrücken: Erfinden die die Hälfte ihrer Heldenlegenden, oder sind wir vielleicht als Eltern ungeeignet? Sollten wir uns schämen, weil wir nicht vierundzwanzig Stunden am Tag froh und dankbar sind, weil wir neulich die Kinder doch mal mit Fernsehen und Süßigkeiten bestochen haben und weil wir uns nur mit sehr viel schlechter Laune zum Elternabend quälen und dort auf keinen Fall irgendein Amt übernehmen wollen?

Gute Nachrichten: Die anderen reden nur nicht gern darüber. Wie das Leben mit Kindern wirklich ist, erzählen ab sofort die Autorinnen und Autoren unseres neuen Familienblogs – mit allen Aufs und Abs, aber garantiert ohne Heldenlegenden. Sie berichten authentisch von ihrem Alltag, von ihrem angekratzten Nervenkostüm und vom Reisen im Campingbus. Von der Trotzphase und der Pubertät, von häufigen Umzügen und der Einsamkeit der Väter auf dem Spielplatz. Alle Geschichten und alle Menschen sind echt, einige Namen sind es nicht: Die Privatsphäre der Kinder ist uns wichtig und soll auf diese Weise geschützt werden. Damit die Eltern unbesorgt erzählen können, was in ihrem Leben passiert, und andere Eltern sich darin wiederfinden können. Vielleicht läuft bei Ihnen nicht immer alles glatt – aber Sie sind nicht allein damit. Willkommen beim Schlaflos-Blog!

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Ihre Redaktion


1 Lesermeinung

  1. Ein Blog für Helikopter-Eltern?
    Ganz ehrlich, Eure ersten Beiträge klingen wie Lesestoff für die ganzen Prenzlauer-Berg/Nordend/Schwabing-Eltern – immer viel Verständnis für die Nöte der spätgebärenden Akademiker, die dauernd denken, nicht gut genug zu sein – und deshalb der ganzen Welt mit ihrem Gestrampele auf die Nerven gehen. Ja, ich bin auch Vater, dreifach sogar. Die ranzentragenden Vollidiotion gehen mir trotzdem (oder gerade deshalb) auf den Keks. Deshalb: Bitte, BITTE! schreibt nicht für die! Schreibt für die anderen. Schreibt für uns.

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