Fazit – das Wirtschaftsblog

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Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

Amerikanische Ökonominnen dokumentieren Sexismus

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Ökonomen fragen sich schon eine Weile, warum sie so wenige Professorinnen haben. Jetzt dokumentiert die amerikanische Ökonomen-Vereinigung gleich mehrere Fälle von Sexismus.

„Die akademische Ökonomenszene hat ein Sexismusproblem“, sagte der in Amerika lehrende Ökonom Rüdiger Bachmann schon im vergangenen Jahr hier auf Fazit. Auch in Deutschland sind Frauen unter den Ökonomen zumindest unterrepräsentiert. In den gesamten Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind nur 1600 von 5800 Professoren Frauen, das ist nicht mal ein Drittel.

Jetzt haben Ökonominnen aus der amerikanischen Ökonomenvereinigung AEA ihre Erlebnisse mit ganz praktischem Sexismus dokumentiert.

Zum Beispiel diese deutliche auf dem Rückflug von der Ökonomentagung im vergangenen Jahr: „Er sagte mir, was für ein schwieriger Weg es sei [Professor zu werden …]. Dann begann einer von vielen Versuchen, seine Hand mein Kleid hinaufzuschieben. Während er mir versicherte, dass ich auf meinen Füßen landen würde, wenn ich nur schlaue Entscheidungen träfe.“

Aber auch zurückhaltendere Avancen haben lange Folgen: „Als ich Doktorandin war, bekam ich eines frühen Morgens einen Anruf in meiner Wohnung von einem meiner Professoren. Er sagte mir, dass er sich von seiner Frau trennte“, heißt es in einem Bericht. „Ich ließ nicht durchblicken, dass ich seinen Anruf als Angebot einer persönlichen Beziehung verstand. Danach sorgte ich mich monatelang, dass ich irgendeine Vergeltung abbekäme.“

Die – anonymen – Berichte finden sich . Sie werden sicher noch eine Weile diskutiert werden.

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