Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

03. Mrz. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

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28. Lesung: Ein Spion in Jerichow

Wie kann man die Vergangenheit erzählen, wenn die Erinnerung nur schemenhaft ist, man Episoden nicht kennt und das Wahrscheinliche annehmen muss? Marie und Gesine Cresspahl ergründen, wie Heinrich Cresspahl zum englischen Spion wurde. Aggie Brüshaver verlässt Jerichow, der neue Pfarrer ist ein lupenreiner Nationalsozialist. Achtundzwanzigste Lektürewoche.

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03. Mrz. 2018
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24. Feb. 2018
von Birte Förster

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27. Lesung: „Ihre Frau ist jetzt gestorben“

Am 10. November 1938 kommt Lisbeth Cresspahl unter nicht ganz geklärten Umständen bei einem Brand ums Leben, Kriminalkommissar Vick wie Pastor Brüshaver versuchen, sich diesen Tod zu eigen zu machen, Heinrich Cresspahl versucht, seinen Hergang zu verstehen. Um die kleine Tochter weiß in dieser Ausnahmesituation sich keiner recht zu kümmern, fast dreißig Jahre später liegt sie mit Fieberphantasien in New York und muss das Erzählen abgeben. Siebenundzwanzigste Lektürewoche.

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24. Feb. 2018
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16. Feb. 2018
von Birte Förster
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26. Lesung: Von Demütigung, Gewalt und Beschämung

Die Novemberpogrome in Gneez und Jerichow bedeuten Zerstörung, Demütigung und den Mord an einem kleinen Mädchen, für den es keine Rechenschaft geben wird. In New York gestaltet die Macht der Scham Francines Aufenthalt bei den Cresspahls für sie fast unerträglich, im vietnamesischen Huế finden Geflüchtete keine Sicherheit, während die Tet-Offensive tobt. Sechsundzwanzigste Wochenlektüre.

 

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16. Feb. 2018
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10. Feb. 2018
von Birte Förster
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25. Lesung: „Damit du nicht raten musst“

Ein Leichenschmaus wird zum heimlichen Treffen der Sozialdemokraten in Lübeck, Lisbeth Cresspahls Verhalten wird zunehmend erratischer und bedrohlicher, und in New York trifft Gesine Cresspahl Vorkehrungen dafür, der Tochter nicht unverständlich zu bleiben. Fünfundzwanzigste Wochenlektüre.

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10. Feb. 2018
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03. Feb. 2018
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24. Lesung: Formen der Gewalt

Entgegen seiner Würde als Postbeamter muss Berthold Knewer die Briefe jener Jerichower öffnen, die auf der „Fangliste“ stehen. Die Semigs sind noch gerade rechtzeitig vor dem „Anschluss“ Österreichs nach Prag geflohen. In New York sinnt Marie über das Erinnern nach, die New York Times veröffentlicht an diesem Tag das ikonische Foto „Der Schuss von Saigon“. Vierundzwanzigste Wochenlektüre.

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03. Feb. 2018
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27. Jan. 2018
von Birte Förster

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23. Lesung: Krach im Weißen Haus

Eartha Kitt sagt im Weißen Haus ihre Meinung und bringt so angeblich Lady Bird Johnson fast zum Weinen. In Jerichow wird Pfarrer Brüshaver bei seinen Predigten von der Gestapo bespitzelt. Arthur und Dora Semig verlassen Deutschland. Von Freiheit, Meinung und Meinungsfreiheit. Dreiundzwanzigste Lesung.

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27. Jan. 2018
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20. Jan. 2018
von Birte Förster
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22. Lesung: Vaters Tochter

Berlin war 1931 ein guter Ort zum Leben, das erzählt Maries neuer Kinderarzt, der polnische Jude Dr. Rydz. Jerichow ist das im Jahr 1937 nicht mehr, und so will auch Richter Wegerecht dem Tierarzt Semig einen Wink geben, das Land zu verlassen. Für Gesine Cresspahl ist dieses Jahr noch mit einem ganz anderen Trauma verbunden. Es ist der Grund, warum sie „Vaters Tochter“ ist. Zweiundzwanzigste Wochenlektüre.

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20. Jan. 2018
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13. Jan. 2018
von Birte Förster
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21. Lesung: Ein Fehler ihrer Eitelkeit

In New York steht Annie Fleury mit ihren drei Kindern vor der Tür, sie hat ihren Mann vorerst verlassen. In Jerichow muss Lisbeth Cresspahl vor Gericht aussagen und versteht nicht, dass nationalsozialistische Justiz kein Recht im religiösen Sinn sprechen wird. Und Marie fällt ein vorläufiges Urteil über ihre mecklenburgische Verwandtschaft. Einundzwanzigste Lektürewoche.

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13. Jan. 2018
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06. Jan. 2018
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20. Lesung: Facetten des Antisemitismus

1937 überlegen Cresspahl, Kollmorgen und von Rammin, wie sie Arthur Semig und seiner Frau Dora die Emigration schmackhaft machen können. Albert Papenbrock, der Immobilienhai von Jerichow, will den Tierarzt lieber seinem Schicksal überlassen. 1967 ruft der amerikanische Dichter LeRoi Jones zum Plündern von „Hebräerläden“ auf. Um Antisemitismus in Gesine Cresspahls Vergangenheit und Gegenwart geht es in der zwanzigsten Lektürewoche.

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06. Jan. 2018
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30. Dez. 2017
von Birte Förster
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19. Lesung: Die lauernde Dorfgemeinschaft

Für die „Jahrestage“ hat Uwe Johnson eine spezielle Erzählform geschaffen. Ein Kollektiv aus Jerichower Bürger*innen berichtet, durchaus widersprüchlich, über Neuankömmlinge wie Albert Papenbrock und Heinrich Cresspahl. Das Sprechen über einen, der nicht dazugehört, stellt Gemeinschaft her. So erfahren wir vom Inflationsgewinner Albert Papenbrock, aber nicht vom Selbstmordversuch Lisbeth Cresspahls Weihnachten 1936. Den vertuscht der Arzt. Neunzehnte Lektürewoche.

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30. Dez. 2017
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23. Dez. 2017
von Birte Förster

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3566
 

18. Lesung: Weihnachten und Chanukka in New York

Marie hat die amerikanischen Weihnachtsbräuche bei den Cresspahls eingeführt. Feiern würde sie gern auch das Chanukkafest mit ihren Freundinnen. Zu Beginn des zweiten Bandes der „Jahrestage“ verbindet Wasser die Gegenwart New Yorks mit der Vergangenheit Jerichows. Dort hat man sich 1936 in der NS-Diktatur eingerichtet, der Bau eines geheimen Flugplatzes für die Luftwaffe verschafft nicht nur Heinrich Cresspahl ein Auskommen. Achtzehnte Wochenlektüre.

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23. Dez. 2017
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16. Dez. 2017
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17. Lesung: Geglückte Republikflucht

Mit dem gefälschten Pass eines belgischen Juden ist einem jungen Ostdeutschen die Flucht aus der DDR geglückt. Gesine Cresspahl hat den Pass in New York besorgt, ihre Freundin Anita Gantlik die Flucht organisiert. Uwe Johnson führte 1964 für ein Buchprojekt Interviews mit Fluchthelfern, seine Erkenntnisse verarbeitete er auch in „Jahrestage“. Siebzehnte Wochenlektüre

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16. Dez. 2017
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09. Dez. 2017
von Birte Förster
3 Lesermeinungen

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4891
 

16. Lesung: Fremd bin ich eingezogen

Als Fremder lässt sich Heinrich Cresspahl Ende 1933 im mecklenburgischen Jerichow nieder, argwöhnisch beobachtet von der Dorfgemeinschaft. Die dichtet dem Kunsttischler und „Engländer“ alles Mögliche an, und so erzählt Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ auch vom Nährboden der Denunziation im „Dritten Reich“. Sechzehnte Wochenlektüre.

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09. Dez. 2017
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02. Dez. 2017
von Birte Förster

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2983
 

15. Lesung: Napalm und ein Brief aus der DDR

Die Dow Company verteidigt an der New York University den Einsatz vom Napalm, und das Russell-Tribunal befindet die Vereinigten Staaten des Völkermordes für schuldig. Gesine bekommt Post aus ihrer Vergangenheit, spricht der Tochter Erinnerungen aufs Band, und die findet sich in der New Yorker U-Bahn trotz Fahrplanwechsels bestens zurecht. Fünfzehnte Wochenlektüre.
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02. Dez. 2017
von Birte Förster

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25. Nov. 2017
von Birte Förster
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14. Lesung: Ein Parlament schafft sich ab

In Richmond beobachtet Heinrich Cresspahl, wie aus Deutschland innerhalb weniger Wochen eine Diktatur wird. Seine Frau Lisbeth schreibt ihm aus Jerichow nicht die Wahrheit über Gewalt und Boykotte gegen Juden. Seine Tochter und seine Enkelin wandeln Jahre später auf seinen Spuren in Richmond. Die vierzehnte Wochenlektüre ist eine Geschichtsstunde.

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25. Nov. 2017
von Birte Förster
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