Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

16. Jun. 2018
von Birte Förster
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6
1784
 

43. Lesung: Auslassungen

Gesine Cresspahl ist mit ihrer Familiengeschichte im Jahr 1947 angelangt und kommt nicht weiter. Sie kann ihren Vater nicht aus der russischen Haft entlassen, denn die war viel schlimmer als der Tochter bisher offenbart. Was nicht erzählt wird, durch Auslassung wie Übertragung, ist Thema der dreiundvierzigsten Lektürewoche.

 

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16. Jun. 2018
von Birte Förster
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09. Jun. 2018
von Birte Förster
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4
2894
 

42. Lesung: Chronistin eines Attentats

Am 5. Juni 1968 kommt Marie Cresspahl nicht pünktlich nach Hause. In der Nacht hatte der Palästinenser Sirhan Sirhan ein Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy verübt und ihn lebensgefährlich verletzt. Marie ist nicht zur Schule gegangen, hat in der Stadt nach Zeitungen gesucht und sich den Fernseher geliehen, den die Mutter ihr bisher versagt hat. Denn Marie schreibt an einer Chronologie der Ereignisse, an der Biographie von Opfer und Täter, vom Sterben Bobby Kennedys. Zweiundvierzigste Wochenlektüre.

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09. Jun. 2018
von Birte Förster
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02. Jun. 2018
von Birte Förster
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2731
 

41. Lesung: „Wenn Jerichow zum Westen gekommen wäre“

In dieser einundvierzigsten Lektürewoche betreibt Uwe Johnson What-if-history, nicht in großem Rahmen wie Philipp K. Dick oder Richard Harris in ihren Romanen, es geht am 29. Mai 1968 vielmehr um den möglichen Zustand Jerichows, wäre es wie die Gebiete um Ratzeburg „zum Westen“ gekommen. Die zwölfjährige Gesine, die um den inhaftierten Vater bangt, möchte den diesbezüglichen Gerüchten in Jerichow jedenfalls nur zu gern Glauben schenken.

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02. Jun. 2018
von Birte Förster
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2731

 

26. Mai. 2018
von Birte Förster
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1973
 

40. Lesung: Die Aneignung von Orten

Marie und Gesine Cresspahl erobern sich den Riverside Park vor ihrer Haustür „durch Benutzung und durch Erforschung“ und machen sich so ein Stück New York zu eigen. In Jerichow versucht Marie Abs ihr Leben auch für ihren Sohn Jakob neu zu ordnen, dabei immer auf der Suche nach ihrem verschollenen Ehemann. Die vierzigste Wochenlektüre handelt vom Aneignen von Orten.

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26. Mai. 2018
von Birte Förster
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1973

 

19. Mai. 2018
von Birte Förster

6
2797
 

39. Lesung: Der Vergangenheit entkommen (oder nicht)

Heinrich Cresspahl bekommt in Jerichow Besuch aus vergangenen Zeiten, Mrs. Ferwalter wird derweil in New York zur amerikanischen Staatsbürgerin und schafft sich so ein weiteres „Bollwerk gegen die Vergangenheit“. Sie feiert mit Marie und Gesine Cresspahl und fragt, ob denn der Film „Der fünfte Reiter ist die Angst“ nicht etwas wäre. Das verneint Gesine, die von den Stimmen der Toten nun darüber aufgeklärt wird, was mit dem Titel des Films gemeint ist. Die neununddreißigste Lesung handelt deshalb von der Präsenz der Vergangenheit.

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19. Mai. 2018
von Birte Förster

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2797

 

12. Mai. 2018
von Birte Förster

5
5203
 

38. Lesung: Der fünfte Reiter ist die Angst

Am 9. Mai 1968 geht Gesine Cresspahl nach einer frustrierenden Unterrichtsstunde bei ihrem Tschechischlehrer Anton Kreslil, ohne sich von der Arbeit abzumelden, ins Kino. Sie legt sich mit dem Film „Der fünfte Reiter ist die Angst“ nicht nur eine Sprachprüfung auf. Die achtunddreißigste Lektürewoche handelt deshalb von ihrem Kinobesuch.

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12. Mai. 2018
von Birte Förster

5
5203

 

05. Mai. 2018
von Birte Förster

6
2981
 

37. Lesung: Über die Haltung des Protestierens, 1968

In New York eskalieren in der letzten Aprilwoche 1968 die Studierendenproteste an der Columbia-Universität. Am Riverside Drive streiten Gesine Cresspahl und ihre Tochter Marie deshalb über Motive für, Haltungen zu und mögliche Lösungen durch Protest. In der siebenunddreißigsten Lektürewoche geht es deshalb um die Haltung des Protestierens.

 

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05. Mai. 2018
von Birte Förster

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28. Apr. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

5
1819
 

36. Lesung: „Wir sind angewiesen aufeinander“

Marie und Gesine Cresspahl sind seit elf Jahren die einzige Familie, die beide haben, denn Jakobs Mutter „wollte allein leben“. Ihren Großvater Heinrich Cresspahl hat Marie nur einmal gesehen, eine Figur in schwarzem Mantel, der zu seiner Enkelin durch das Plattdeutsche keine Nähe herstellen konnte, sondern Fremdheit schaffte. Marie hat in diesem Aufeinander-angewiesen-Sein „ihre Gegenwehr unter Mühen erfunden“, ihre Mutter schenkt ihr dafür wieder und wieder den Freiraum. Von dieser Beziehung handelt die sechsunddreißigste Lektürewoche.

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28. Apr. 2018
von Birte Förster
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1819

 

21. Apr. 2018
von Birte Förster

4
1249
 

35. Lesung: Väter

Am Ende des zweiten Bandes der „Jahrestage“ fügt Johnson einen aus dem Schema des Romans herausfallenden Text an, betitelt „Mit den Augen Cresspahls“. Der Kunsttischler gibt 1949 seiner sechzehnjährigen Tochter Auskunft. Die erzählt als Erwachsene in New York ihrer Tochter davon, wie sie deren Vater Jakob Abs kennengelernt hat. In der fünfunddreißigsten Lektürewoche geht es um Väter und Großväter.

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21. Apr. 2018
von Birte Förster

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14. Apr. 2018
von Birte Förster

6
3438
 

34. Lesung: Kriegsende in Jerichow

Für die Familie Cresspahl bedeutet der zu Ende gehende Krieg einen weiteren schweren Verlust: Im März kommen Hilde Paepcke und ihre Kinder Alexandra, Eberhardt und Christine bei einem Luftangriff auf den LKW um, in dem sie „auf einer Landstraße in Vorpommern“ fuhren. Ihr Grab können Heinrich und Gesine Cresspahl nach dem Krieg nicht finden. Vom Kriegsende in Jerichow und Wendisch Burg handelt die vierunddreißigste Lesung.

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14. Apr. 2018
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3438

 

07. Apr. 2018
von Birte Förster

9
2505
 

33. Lesung: Vom Material zum Roman

Johnsons Roman „Jahrestage“ verschränkt auf vielfältige Weisen dokumentarisches Material mit den beiden Erzählebenen. Zusammengehalten wird dies formal von Erzählsituation und Struktur des Romans und inhaltlich vom Verhältnis von Geschichte und Kunst, so der Literaturwissenschaftler Holger Helbig. Historische Quellen sind allgegenwärtig, und so geht es in der dreiundreißigsten Lektürewoche ad fontes.

 

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07. Apr. 2018
von Birte Förster

9
2505

 

31. Mrz. 2018
von Birte Förster

13
7684
 

32. Lesung: Erzählungen von Krieg, Vernichtung und Verfolgung

Im Sommer 1943 überlebt Gesine Cresspahl einen Bombenangriff auf Rerik, bei dem der Schwager ihrer Tante und seine Frau ums Leben kommen. Vom Soldaten Klaus Böttcher erfahren Heinrich Cresspahl, dessen Eltern und der Lehrer Kliefoth von Verbrechen an russischen Zivilistinnen, die Frau des New Yorker Tschechischlehrers ist kurz vor der Befreiung durch die Alliierten in Prag verhungert. Von den Verstrickungen des eigenen Lebens mit dem Nationalsozialismus handelt die zweiunddreißigste Lektürewoche.

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31. Mrz. 2018
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7684

 

24. Mrz. 2018
von Birte Förster
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11
3878
 

31. Lesung: Heimat lernen

Am Tag des 17. März 1968 erzählt Uwe Johnson von den Sommerferien, die Gesine Cresspahl im Sommer 1942 erneut mit ihren Verwandten in Althagen auf Fischland verbringt. Hilde und Alexander Paepcke schaffen für die Kinder eine Sommeridylle, ein Gefühl nicht fremd zu sein inmitten einer üppigen, auch verwilderten Landschaft, in der niemand mit „barftem Kopf“, also ohne Liebkosung ins Bett gehen muss. Gesine lernt hier Heimat und das nicht nur in Boddenwiesen, sondern auch in Büchern. Einundreißigste Wochenlektüre.

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24. Mrz. 2018
von Birte Förster
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17. Mrz. 2018
von Birte Förster

10
1908
 

30. Lesung: Prager Frühling

In der Tschechoslowakei ist eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft des Landes im Gange, in Warschau wird auf Protestierende eingeprügelt, wie Gesine Cresspahl aus der New York Times erfährt. Mit den Bildern von „Nacht und Nebel“ konfrontiert, muss sie erkennen, dass ihre New Yorker Bekannten in ihr auch die Verbrechen der Shoah sehen. Ihr alleinerziehender Vater muss seine Tochter und sich selbst derweil in der NS-Diktatur vor unbedacht Erzähltem schützen. Dreißigste Lektürewoche.

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17. Mrz. 2018
von Birte Förster

10
1908

 

10. Mrz. 2018
von Birte Förster
4 Lesermeinungen

7
2610
 

29. Lesung: Wer ist Gesine Cresspahl?

„Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ lautet der Untertitel der „Jahrestage“. Aus vielen Perspektiven, dem dialogischen wie vielstimmigen Erzählen, das die Hauptfigur gemeinsam mit dem Genossen Schriftsteller und der Hilfe dritter betreibet, aus ihren Lektürevorlieben und der Sicht auf die Welt, zum Beispiel die Slums der Upper Westside, setzt sich Stück für Stück das Bild einer unabhängigen, eigenwilligen Protagonistin zusammen. Deshalb geht es in der neunundzwanzigsten Lektürewoche um Sichtweisen auf Gesine Cresspahl.

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10. Mrz. 2018
von Birte Förster
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7
2610

 

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