Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

16. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

3
805
 

26. Lesung: Von Demütigung, Gewalt und Beschämung

Die Novemberpogrome in Gneez und Jerichow bedeuten Zerstörung, Demütigung und den Mord an einem kleinen Mädchen, für den es keine Rechenschaft geben wird. In New York gestaltet die Macht der Scham Francines Aufenthalt bei den Cresspahls für sie fast unerträglich, im vietnamesischen Huế finden Geflüchtete keine Sicherheit, während die Tet-Offensive tobt. Sechsundzwanzigste Wochenlektüre.

 

Weiterlesen →

16. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

3
805

 

10. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

5
1705
 

25. Lesung: „Damit du nicht raten musst“

Ein Leichenschmaus wird zum heimlichen Treffen der Sozialdemokraten in Lübeck, Lisbeth Cresspahls Verhalten wird zunehmend erratischer und bedrohlicher, und in New York trifft Gesine Cresspahl Vorkehrungen dafür, der Tochter nicht unverständlich zu bleiben. Fünfundzwanzigste Wochenlektüre.

Weiterlesen →

10. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

5
1705

 

03. Feb. 2018
von Birte Förster
15 Lesermeinungen

8
4600
 

24. Lesung: Formen der Gewalt

Entgegen seiner Würde als Postbeamter muss Berthold Knewer die Briefe jener Jerichower öffnen, die auf der „Fangliste“ stehen. Die Semigs sind noch gerade rechtzeitig vor dem „Anschluss“ Österreichs nach Prag geflohen. In New York sinnt Marie über das Erinnern nach, die New York Times veröffentlicht an diesem Tag das ikonische Foto „Der Schuss von Saigon“. Vierundzwanzigste Wochenlektüre.

Weiterlesen →

03. Feb. 2018
von Birte Förster
15 Lesermeinungen

8
4600

 

27. Jan. 2018
von Birte Förster

8
5405
 

23. Lesung: Krach im Weißen Haus

Eartha Kitt sagt im Weißen Haus ihre Meinung und bringt so angeblich Lady Bird Johnson fast zum Weinen. In Jerichow wird Pfarrer Brüshaver bei seinen Predigten von der Gestapo bespitzelt. Arthur und Dora Semig verlassen Deutschland. Von Freiheit, Meinung und Meinungsfreiheit. Dreiundzwanzigste Lesung.

Weiterlesen →

27. Jan. 2018
von Birte Förster

8
5405

 

20. Jan. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

6
3735
 

22. Lesung: Vaters Tochter

Berlin war 1931 ein guter Ort zum Leben, das erzählt Maries neuer Kinderarzt, der polnische Jude Dr. Rydz. Jerichow ist das im Jahr 1937 nicht mehr, und so will auch Richter Wegerecht dem Tierarzt Semig einen Wink geben, das Land zu verlassen. Für Gesine Cresspahl ist dieses Jahr noch mit einem ganz anderen Trauma verbunden. Es ist der Grund, warum sie „Vaters Tochter“ ist. Zweiundzwanzigste Wochenlektüre.

Weiterlesen →

20. Jan. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

6
3735

 

13. Jan. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

5
4229
 

21. Lesung: Ein Fehler ihrer Eitelkeit

In New York steht Annie Fleury mit ihren drei Kindern vor der Tür, sie hat ihren Mann vorerst verlassen. In Jerichow muss Lisbeth Cresspahl vor Gericht aussagen und versteht nicht, dass nationalsozialistische Justiz kein Recht im religiösen Sinn sprechen wird. Und Marie fällt ein vorläufiges Urteil über ihre mecklenburgische Verwandtschaft. Einundzwanzigste Lektürewoche.

Weiterlesen →

13. Jan. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

5
4229

 

06. Jan. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

10
5087
 

20. Lesung: Facetten des Antisemitismus

1937 überlegen Cresspahl, Kollmorgen und von Rammin, wie sie Arthur Semig und seiner Frau Dora die Emigration schmackhaft machen können. Albert Papenbrock, der Immobilienhai von Jerichow, will den Tierarzt lieber seinem Schicksal überlassen. 1967 ruft der amerikanische Dichter LeRoi Jones zum Plündern von „Hebräerläden“ auf. Um Antisemitismus in Gesine Cresspahls Vergangenheit und Gegenwart geht es in der zwanzigsten Lektürewoche.

Weiterlesen →

06. Jan. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

10
5087

 

30. Dez. 2017
von Birte Förster
1 Lesermeinung

15
3622
 

19. Lesung: Die lauernde Dorfgemeinschaft

Für die „Jahrestage“ hat Uwe Johnson eine spezielle Erzählform geschaffen. Ein Kollektiv aus Jerichower Bürger*innen berichtet, durchaus widersprüchlich, über Neuankömmlinge wie Albert Papenbrock und Heinrich Cresspahl. Das Sprechen über einen, der nicht dazugehört, stellt Gemeinschaft her. So erfahren wir vom Inflationsgewinner Albert Papenbrock, aber nicht vom Selbstmordversuch Lisbeth Cresspahls Weihnachten 1936. Den vertuscht der Arzt. Neunzehnte Lektürewoche.

Weiterlesen →

30. Dez. 2017
von Birte Förster
1 Lesermeinung

15
3622

 

23. Dez. 2017
von Birte Förster

9
3459
 

18. Lesung: Weihnachten und Chanukka in New York

Marie hat die amerikanischen Weihnachtsbräuche bei den Cresspahls eingeführt. Feiern würde sie gern auch das Chanukkafest mit ihren Freundinnen. Zu Beginn des zweiten Bandes der „Jahrestage“ verbindet Wasser die Gegenwart New Yorks mit der Vergangenheit Jerichows. Dort hat man sich 1936 in der NS-Diktatur eingerichtet, der Bau eines geheimen Flugplatzes für die Luftwaffe verschafft nicht nur Heinrich Cresspahl ein Auskommen. Achtzehnte Wochenlektüre.

Weiterlesen →

23. Dez. 2017
von Birte Förster

9
3459

 

16. Dez. 2017
von Birte Förster
1 Lesermeinung

26
2044
 

17. Lesung: Geglückte Republikflucht

Mit dem gefälschten Pass eines belgischen Juden ist einem jungen Ostdeutschen die Flucht aus der DDR geglückt. Gesine Cresspahl hat den Pass in New York besorgt, ihre Freundin Anita Gantlik die Flucht organisiert. Uwe Johnson führte 1964 für ein Buchprojekt Interviews mit Fluchthelfern, seine Erkenntnisse verarbeitete er auch in „Jahrestage“. Siebzehnte Wochenlektüre

Weiterlesen →

16. Dez. 2017
von Birte Förster
1 Lesermeinung

26
2044

 

09. Dez. 2017
von Birte Förster
3 Lesermeinungen

11
4776
 

16. Lesung: Fremd bin ich eingezogen

Als Fremder lässt sich Heinrich Cresspahl Ende 1933 im mecklenburgischen Jerichow nieder, argwöhnisch beobachtet von der Dorfgemeinschaft. Die dichtet dem Kunsttischler und „Engländer“ alles Mögliche an, und so erzählt Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ auch vom Nährboden der Denunziation im „Dritten Reich“. Sechzehnte Wochenlektüre.

Weiterlesen →

09. Dez. 2017
von Birte Förster
3 Lesermeinungen

11
4776

 

02. Dez. 2017
von Birte Förster

16
2870
 

15. Lesung: Napalm und ein Brief aus der DDR

Die Dow Company verteidigt an der New York University den Einsatz vom Napalm, und das Russell-Tribunal befindet die Vereinigten Staaten des Völkermordes für schuldig. Gesine bekommt Post aus ihrer Vergangenheit, spricht der Tochter Erinnerungen aufs Band, und die findet sich in der New Yorker U-Bahn trotz Fahrplanwechsels bestens zurecht. Fünfzehnte Wochenlektüre.
Weiterlesen →

02. Dez. 2017
von Birte Förster

16
2870

 

25. Nov. 2017
von Birte Förster
1 Lesermeinung

16
9774
 

14. Lesung: Ein Parlament schafft sich ab

In Richmond beobachtet Heinrich Cresspahl, wie aus Deutschland innerhalb weniger Wochen eine Diktatur wird. Seine Frau Lisbeth schreibt ihm aus Jerichow nicht die Wahrheit über Gewalt und Boykotte gegen Juden. Seine Tochter und seine Enkelin wandeln Jahre später auf seinen Spuren in Richmond. Die vierzehnte Wochenlektüre ist eine Geschichtsstunde.

Weiterlesen →

25. Nov. 2017
von Birte Förster
1 Lesermeinung

16
9774

 

18. Nov. 2017
von Birte Förster
4 Lesermeinungen

13
3416
 

13. Lesung: Das Vergangene ist nicht tot

„Ich mag nicht was nun folgt“, sagt Marie zur Taufgeschichte ihrer Mutter und bittet sie: „Kannst Du es nicht ändern?“ Dialogisch entspinnt sich nicht nur die Bewertung des vergangenen Geschehens in Jerichow, auch muss Gesine Cresspahl mit ihrer Mutter in dieser Woche ein Gespräch führen. Dreizehnte Wochenlektüre.

Weiterlesen →

18. Nov. 2017
von Birte Förster
4 Lesermeinungen

13
3416